„Red“: Retired, extremely dangerous – auch im Comic

Bevor am Donnerstag die Verfilmung des dreiteiligen Comics „Red“ von Autor Warren Ellis und Zeichner Cully Hamner anläuft, kann noch schnell die ziemlich blutige Vorlage gelesen werden. Schließlich ist der Comic kaum umfangreicher als eine längere Kurzgeschichte und würde ohne Ergänzungen gerade für einen sehr kurzen Spielfilm taugen. Deshalb haben die Filmemacher sich einige Freiheiten genommen. Aber die Prämisse wurde übernommen.

Paul Moses (im Film Frank Moses) lebt zurückgezogen in einem großen Haus. Seine Zeit verbringt er mit Lesen und Blumen gießen. Sein einziger zur Außenwelt ist ein regelmäßiger Anruf bei seinem CIA-Kontakt, der Buchhalterin Sally Janssen. Mit ihr hat er etwas Smalltalk und sagt, dass das Geld angekommen ist.

Eines Abends hat er allerdings Besuch. Eine dreiköpfiges Killerteam soll ihn umbringen. Sie wurden von dem neuen CIA-Chef, einem Bürohengst, beauftragt. Denn Paul Moses ist der beste Killer der Welt und er hat in der Vergangenheit für die CIA weltweit viele schreckliche Verbrechen begangen. Jetzt hat er mit der CIA ein Abkommen: er lebt zurückgezogen ohne Kontakte zur Welt und die CIA lässt ihn in Ruhe.

Mit dem Killerkommando wird dieser Friede gestört. Moses bringt die Killer um und macht sich auf den Weg zu dem Mann, der das Kommando losschickte. Denn jetzt ist er nicht mehr „im Ruhestand, sehr gefährlich“, sondern nur noch „sehr gefährlich“ und die Lebensaussichten von seinen Gegnern, wozu jeder zählt, der sich ihm in den Weg stellt, tendieren gegen Null.

Red“ ist ein kleiner, sehr blutiger, sehr zynischer und höchstens schwarzhumoriger Comic, in dem die CIA mal wieder für jede denkbare Schweinerei und Manipulation zuständig ist.

Dass Hollywood die Geschichte von Paul Moses als ein geeignetes Vehikel für einige ältere Action-Stars ansieht, verwundert nicht und weil Hollywood wohl dachte, dass ein alter Sack, der reihenweise junge Spunde vertrimmt, etwas wenig ist, haben sie für die Filmversion aus dem einzelgängerischen Killer eine kleine Killergruppe gemacht. Denn wer kann schon etwas gegen eine Actionkomödie mit Bruce Willis, Helen Mirren, Morgan Freeman und John Malkovich als alte, aber gefährliche Killer haben? Vor allem, wenn auch Mary-Louise Parker, Karl Urban, Ernest Borgnine, Brian Cox, James Remar und Richard Dreyfuss dabei sind.

Warren Ellis (Autor)/Cully Hamner (Zeichner): Red

(übersetzt von Claudia Fliege)

Panini, 2010

84 Seiten

12, 95 Euro

Originalausgabe

Red, Vol. 1 – 3

Wildstorm/DC Comics, 2003

Hinweise

Homepage von Warren Ellis

Homepage von Cully Hamner

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Red“

One Response to „Red“: Retired, extremely dangerous – auch im Comic

  1. […] LV: Warren Ellis (Autor)/Cully Hamner (Zeichner): Red, 2003 (Red) […]

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