Lola! Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2022

Für den diesjährigen Deutschen Filmpreis sind nominiert:

Bester Spielfilm

Contra (Christoph Müller, Tom Spieß)

Grosse Freiheit (Benny Drechsel)

Lieber Thomas (Michael Souvignier, Till Derenbach)

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush (Claudia Steffen, Christoph Friedel)

Spencer (Jonas Dornbach, Janine Jackowski, Maren Ade)

Wunderschön (Lothar Hellinger, Christopher Doll)

Bester Dokumentarfilm

The Other Side of the River (Frank Müller, Antonia Kilian, Guevara Namer)

We Are All Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden (Michael Loeken, Ulrike Franke)

Wem gehört mein Dorf? (Marcel Lenz, Guido Schwab)

Bester Kinderfilm

Der Pfad (Daniel Ehrenberg)

Die Schule der magischen Tiere (Alexandra Kordes, Meike Kordes)

Beste Regie

Grosse Freiheit: Sebastian Meise

Lieber Thomas: Andreas Kleinert

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Andreas Dresen

Bestes Drehbuch

Grosse Freiheit: Thomas Reider, Sebastian Meise

Lieber Thomas: Thomas Wendrich

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Laila Stieler

Beste weibliche Hauptrolle

Ursula Strauss (Le Prince)

Sara Fazilat (Nico)

Saskia Rosendahl (Niemand ist bei den Kälbern)

Meltem Kaptan (Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush)

Beste männliche Hauptrolle

Franz Rogowski (Grosse Freiheit)

Albrecht Schuch (Lieber Thomas)

Farba Dieng (Toubab)

Beste weibliche Nebenrolle

Jella Haase (Lieber Thomas)

Anja Schneider (Lieber Thomas)

Sandra Hüller (Das schwarze Quadrat)

Beste männliche Nebenrolle

Henry Hübchen (Leander Haußmanns Stasikomödie)

Jörg Schüttauf (Lieber Thomas)

Godehard Giese (Niemand ist bei den Kälbern)

Alexander Scheer (Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush)

Beste Kamera / Bildgestaltung

Grosse Freiheit: Crystel Fournier

Lieber Thomas: Johann Feindt

Spencer: Claire Mathon

Bester Schnitt

A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe: Bettina Böhler

Grosse Freiheit: Joana Scrinzi

Lieber Thomas: Gisela Zick

Beste Tongestaltung

Axiom: Michael Schlömer, Paul Rischer, Martin Steyer

Fly: Bertin Molz, Thorsten Bolzé, Mario Hubert, Marco Hanelt, Benedikt Uebe

In den Uffizien: Andreas Hildebrandt, Filipp Forberg, Matthias Lempert

Niemand ist bei den Kälbern: Jonathan Schorr, Dominik Leube, Gregor Bonse, John Gürtler

Beste Filmmusik

Peterchens Mondfahrt: Ali N. Askin

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Johannes Repka, Cenk Erdoğan

Wunderschön: Annette Focks

Bestes Szenenbild

Leander Haußmanns Stasikomödie: Lothar Holler

Lieber Thomas: Myrna Drews

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Susanne Hopf

Bestes Kostümbild

Grosse Freiheit: Tanja Hausner

Leander Haußmanns Stasikomödie: Janina Brinkmann

Lieber Thomas: Anne-Gret Oehme

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Birgitt Kilian

Bestes Maskenbild

Grosse Freiheit: Heiko Schmidt

Lieber Thomas: Uta Spikermann, Grit Kosse

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Grit Kosse, Uta Spikermann

Beste visuelle Effekte

Leander Haußmanns Stasikomödie: Denis Behnke

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Thomas Loeder

Die Schule der magischen Tiere: Dennis Rettkowski, Markus Frank, Tomer Eshed

Besucherstärkster Film

Die Schule der magischen Tiere

Ehrenpreis

Jürgen Jürges

Lieber Thomas“, „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ und „Große Freiheit“ sind mit ihren vielen Nominierungen die Favouriten. „Lieber Thomas“ ist in zwölf Kategorien nominiert, „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ in zehn und „Große Freiheit“ in acht. Nach meinem Gefühl wird das epische Biopic „Lieber Thomas“ (über Thomas Brasch) die meisten Preise erhalten. Das Zwei-Personenstück „Große Freiheit“ ist eine paritätisch produzierte österreichisch-deutsche Koproduktion, die auch in zehn Kategorien für den Österreichischen Filmpreis nominiert ist. „Rabiye Kurnaz gegen George V. Bush“ ist einfach zu sehr hollywoodkompatibles Feelgood-Kino.

Spencer“ wurde als bester Film nominiert und er wäre ein mehr als würdiger Preisträger. Pablo Larraíns grandioses Drama ist letztendlich nur aufgrund seiner Finanzierung ein deutscher Film.

Erfreulich und erwähnenswert ist, dass dieses Mal die nominierten Filme vor der Preisverleihung im Kino gelaufen sind und, wie bei den Oscars, alle sich die Filme ansehen konnten und kundig über sie reden können. In der Vergangenheit starteten etliche Filme erst nach der Preisverleihung, die für die ausgezeichneten Filme auch einen Geldregen bedeutete.

Die Verleihung der Lolas ist am 24. Juni in Berlin im Palais am Funkturm.

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