TV-Tipp für den 7. Juli: The Score

Juli 6, 2021

Kabel 1, 20.15

The Score (The Score, USA/Deutschland 2001)

Regie: Frank Oz

Drehbuch: Kario Salem, Lem Dobbs, Scott Marshall Smith (nach einer Geschichte von Daniel E. Taylor und Kario Salem)

Hehler Max überredet den immer allein arbeitenden Profieinbrecher Nick Wells zu einem Einbruch ins ausgezeichnet gesicherte Zolllager von Montreal. Dort ist für einige Tage ein wertvolles Königszepter. Die Pläne erhält Nick dank eines Insiders. Dummerweise will der Insider bei dem Coup nicht nur helfende Hand sein.

Drei Schauspielgiganten in einem amüsanten Caper.

“The Score” ist der letzte Film von Marlon Brando. Nach mehreren, sehr höflich formuliert, schlechten Werken, gelang ihm mit dem elegant, altmodischen “The Score” ein würdevoller Abschied.

Mit Robert De Niro, Edward Norton, Marlon Brando, Angela Bassett, Gary Farmer, Paul Soles

Wiederholung: Donnerstag, 8. Juli, 01.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über “The Score”

Rotten Tomatoes über “The Score”

Wikipedia über „The Score“ (deutsch, englisch)

Cineclub unterhält sich mit Frank Oz über “The Score”


TV-Tipp für den 5. Juli: Der Wilde

Juli 4, 2021

Arte, 20.15

Der Wilde (The Wild One, USA 1953)

Regie: Laslo Benedek

Drehbuch: John Paxton

Eine Gruppe von Bikern besucht eine kalifornische Kleinstadt. Das gibt natürlich Ärger mit den gesetzestreuen Einheimischen, die ganz andere Vorstellungen vom guten Benehmen haben.

Heute wirkt „Der Wilde“ schon etwas harmlos und ungewollt witzig, aber das ändert nichts daran, dass Benedeks Film der Vater aller Bikerfilme ist. Ein Klassiker eben, der damals für Kontroversen sorgte.

mit Marlon Brando, Mary Murphy, Robert Keith, Lee Marvin, Jay C. Flippen

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Wilde“

Wikipedia über „Der Wilde“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 27. April: Viva Zapata!

April 27, 2020

Arte, 23.10

Viva Zapata! (Viva Zapata!, USA 1952)

Regie: Elia Kazan

Drehbuch: John Steinbeck

Biopic über den von Marlon Brando (in seiner dritten Filmrolle) gespielten Revolutionär Emiliano Zapata (1879 – 1919), das mit seiner ersten politischen Mission beginnt.

‚Viva Zapata!‘ ist ein Unterhaltungsfilm auf höchster Ebene, von Kazan spannend inszeniert, der Handlung und Szenen erstaunlich wirklichkeitsnahe gestaltete und den Schauspielern alle Freiheiten ließ. (…) Brandos Zapata ist eine symbolische Figur, eine Art Jedermann der mexikanischen Revolution, ein Titan, der sich, dem Ruf des Schicksals gehorchend, aus den Rängen der Masse erhoben hat. In diesem Sinn ist ‚viva Zapata!‘ ein kraftvoller und wirklich bewegender Film.“ (Tony Thomas: Marlon Brando und seine Filme,1980)

Der echte Zapata war wohl nicht so edel wie der Film-Zapata.

mit Marlon Brando, Anthony Quinn, Jean Peters, Joseph Wiseman

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Viva Zapata!“

Wikipedia über „Viva Zapata!“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 5. Januar: Ein Mann wird gejagt

Januar 4, 2020

Tele 5, 20.15

Ein Mann wird gejagt (The Chase, USA 1965)

Regie: Arthur Penn

Drehbuch: Lillian Hellman, Michael Wilson (ungenannt), Horton Foote (ungenannt), Ivan Moffat (ungenannt)

LV: Horton Foote: The Chase (Bühnenstück 1952, später zu einem Roman verarbeitet)

In einer texanischen Kleinstadt jagt ein rachsüchtiger Mob einen entflohenen Häftling. Der Sheriff versucht die Katastrophe zu verhindern.

Hellman jammerte später, die ungenannten Drehbuchautoren hätten ihr Buch verhunzt, Penn autorisierte den Film nicht und dem Studio gefielen die Einnahmen nicht. Kurz: ein ziemliches Desaster, das auch im Rückblick, trotz gelungener Momente, nicht viel besser wird.

„Ein Mann wird gejagt“ ist ein Film, „der über weite Strecken hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Seine Bildsymbolik…ist allzu dick aufgetragen, die Topographie der Ortschaft sowie die Hierarchie ihrer Bewohner sind dagegen nicht sorgfältig genug ausgearbeitet, das grandiose Darstellerensemble bleibt sträflich unterfordert.“ (Michael Omasta in Lars-Olav Beier/Robert Müller: Arthur Penn)

Im Anschluss, um 23.00 Uhr, zeigt Tele 5 den Klassiker „Die Faust im Nacken“ (USA 1954). Ebenfalls mit Marlon Brando.

Mit Marlon Brando, Robert Redford, Jane Fonda, Angie Dickinson, E. G. Marshall, Robert Duvall

Wiederholung: Dienstag, 7. Januar, 02.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Ein Mann wird gejagt“

Wikipedia über „Ein Mann wird gejagt“ (deutsch, englisch)

Kriminalakte: Mein Nachruf auf Arthur Penn

Arthur Penn in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 30. November: The Score

November 29, 2019

Wenige Tage bevor Edward Nortons sehr freie Jonathan-Lethem-Verfilmung „Motherless Brooklyn“ (mit ihm in der Hauptrolle) bei uns am 12. Dezember anläuft, gibt es einen älteren Spielfilm mit ihm

RTL 2, 20.15

The Score (The Score, USA/Deutschland 200)

Regie: Frank Oz

Drehbuch: Kario Salem, Lem Dobbs, Scott Marshall Smith (nach einer Geschichte von Daniel E. Taylor und Kario Salem)

Hehler Max überredet den immer allein arbeitenden Profieinbrecher Nick Wells zu einem Einbruch ins ausgezeichnet gesicherte Zolllager von Montreal. Dort ist für einige Tage ein wertvolles Königszepter. Die Pläne erhält Nick dank eines Insiders. Dummerweise will der Insider bei dem Coup nicht nur helfende Hand sein.

Drei Schauspielgiganten in einem amüsanten Caper.

“The Score” ist der letzte Film von Marlon Brando. Nach mehreren, sehr höflich formuliert, schlechten Werken, gelang ihm mit dem elegant, altmodischen “The Score” ein würdevoller Abschied.

Mit Robert De Niro, Edward Norton, Marlon Brando, Angela Bassett, Gary Farmer, Paul Soles

Hinweise

Wikipedia über „The Score“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über “The Score”

Metacritic über “The Score”

Cineclub unterhält sich mit Frank Oz über “The Score”


Blu-ray-Kritik: Zur „Limited 40th Anniversary Steel Edition“ von „Apocalypse Now“

Oktober 28, 2019

Apocalypse Now“ ist ein Filmklassiker.

In Cannes erhielt er 1979 nach seiner Premiere die Goldene Palme. Zwei Oscars und drei Golden Globe Awards folgten in einer Zeit, als Filmpreise noch rare Auszeichnungen waren.

2001 präsentierte Francis Ford Coppola in Cannes die fünfzig Minuten längere „Redux“-Fassung und jetzt, beim Tribeca Film Festival, den „Final Cut“ der mit drei Stunden zwischen der alten Kinofassung und der „Redux“-Fassung liegt. Für diese Fassung gab es eine aufwändige Restaurierung von Bild und Ton. Diese 4K-Restaurierung erschien jetzt auf Blu-ray und 4 K UHD. Zusammen mit den beiden anderen Schnittfassungen und viel Bonusmaterial. Diese „Limited 40th Anniversary Steelbook“-Edition ist die Fassung, zu der filmhistorisch interessierte Menschen greifen sollten.

Auf DVD erschien nur der Final Cut und es gibt noch eine spartanische Blu-ray-Ausgabe, die nur die verschiedenen Schnittfassungen des Films enthält.

Über den „Final Cut“ habe ich hier geschrieben. Über die beiden anderen Fassungen hier und über einen großen Teil des Bonusmaterials habe ich hier geschrieben.

Also muss ich nur noch über das fast abendfüllende neue Bonusmaterial der „Limited 40th Anniversary Steelbook Edition“ zu schreiben.

Das neue Bonusmaterial umfasst gut zwei Stunden. Herzstück ist das Gespräch zwischen Steven Soderbergh als Fragensteller und Francis Ford Coppola am 28. April 2019 auf dem Tribeca Film Festival. Danach folgt die halbstündige neue Doku „Dutch Angel“ über den Setfotografen Chas Gerretsen. Er war vor diesem Auftrag Kriegsfotograf und einige seiner Bilder sind, auch wenn man seinen Namen nicht kennt, tief in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt. Es werden Fotos gezeigt, die er während der Dreharbeiten von „Apocalypse Now“ schoss und er redet über seine Erfahrungen beim Dreh.

Hinter den Kulissen“ besteht aus etwas über zwanzig Minuten von Sound-Mixer Jack J. Jacobson aufgenommenen stummen Super-8-mm-Aufnahmen, die er 2004 American Zoetrope übergab. Sie werden hier erstmals gezeigt.

Das restliche neue Bonusmaterial besteht aus mehreren kurzen Featurettes über die 4K-Restaurierung des Films und die damit verbundene Restaurierung von Bild und Ton. Dies sind reine Werbefeaturettes, denen der Informationsgehalt der anderen Featurettes fehlt.

Insgesamt gibt die „Limited 40th Anniversary Steelbook Edition“ einen vorzüglichen Einblick aus erster Hand (oder genauer ‚aus ersten Händen‘) in die Geschichte des Films.

Für die filmhistorische Analyse sind dann andere zuständig.

Apocalypse Now (Apocalypse Now, USA 1979)

Regie: Francis Ford Coppola

Drehbuch: John Milius, Francis Ford Coppola

LV: Joseph Conrad: Heart of Darkness, 1899 (Herz der Finsternis)

mit Martin Sheen, Robert Duvall, Marlon Brando, Fred Forrest, Sam Bottoms, Albert Hall, Larry Fishburne, Dennis Hopper, Harrison Ford, G. D. Spradlin, Bill Graham

Länge: 152 Minuten (Apocalpyse Now)

183 Minuten (The Final Cut)

202 Minuten (Apocalypse Now Redux)

Bonusfilm

Hearts of Darkness – Reise ins Herz der Finsternis (Hearts of Darkness – A Filmmaker’s Apocalypse, USA 1991)

Regie: Fax Bahr, George Hickenlooper, Eleanor Coppola (Regie des Dokumentarmaterials während der „Apocalypse Now“-Dreharbeiten)

Drehbuch: Fax Bahr, George Hickenlooper

Premiere: 17. Mai 1991 (Internationales Filmfestival Cannes, „Un Certain Regard“)

Deutscher Kinostart: 12. März 1992

Länge: 95 Minuten

Blu-ray

Arthaus/Studiocanal

Bild: 2,35: 1 (1080p/24 p Full HD)

Ton:

Final Cut: Englisch (Dolby Atmos 2.1 Dolby Digital), Deutsch (5.1 Dolby Digital True HD)

Redux: Englisch 5.1 Dolby True HD, 5.1 Dolby Digital, 2.1 Dolby Digital Soundbar Mix) Deutsch (5.1 Dolby Digital True HD)

Kinofassung: Englisch 5.1 (restaurierter Original Mix, 5.1 Dolby Digital, 2.1 Dolby Digital Sundbar Mix), Deutsch (Stereo Dolby Digital)

Untertitel: Deutsch, Englisch

FSK: ab 16 Jahre

Was auf den Blu-rays ist:

Disc 1: Final Cut

Extra: Einführung von Francis Ford Coppola (4:22)

Disc 2: Redux und Kinofassung

Extra: Audiokommentar von Francis Ford Coppola

Disc 3: Bonusmaterial

Ein Gespräch mit John Milius (49:45)

Ein Gespräch mit Martin Sheen (59:26)

Fred Roos: Casting Apocalypse (Der Casting Director spricht über den Test hunderter Schauspieler für die verschiedenen Rollen) (11:43)

Radiosendung „The Mercury Theatre on the Air“, 6. November 1938 (Orson Welles liest Joseph Conrads Roman „Herz der Finsternis“) (36:34)

The Hollow Men“ (Marlon Brando rezitiert T.S. Elliots Gedicht mit Szenen aus dem Film und von den Dreharbeiten) (16:56)

Die verlorene Szene aus „Affen auf dem Sampam“ (Eingeborene singen Doors-Song „Light my Fire“) (2:51)

Zusätzliche Szenen (26:08)

Zerstörung des Camps von Kurtz mit Credits und Kommentar von Francis Ford Coppola (6:02)

Die Entstehung des 5.1-Sounds (5:51)

Der Überflug der Geister-Helikopter (Sourround-Design) (3:55)

Apocalypse Now: Der Synthesizer-Soundtrack von Bob Moog (Artikel aus dem Contemporary Keyboard Magazine vom Januar 1980)

Der Schnitt von Apocalypse Now (17:55)

Die Musik von Apocalypse Now (14:44)

Das Sound-Design von Apocalypse Now (15:17)

Die endgültige Mischung (3:07)

Apocalypse damals und heute (Auszug aus einem Interview mit Roger Ebert über beide Versionen des Films) (3:42)

Filmfestival Cannes 2001: Roger Ebert unterhält sich mit Francis Ford Coppola (38:34)

Straßengang auf dem Boot (Vorstellung der Schauspieler von Willards Crew) (4:07)

Die Farbpalette von Apocalypse Now (Doku über den Technicolor-Transfer) (4:05)

Disc Credits

Disc 4 (+ dem neuen Bonusmaterial)

Hearts of Darkness- Reise ins Herz der Finsternis (Dokumentation über die Dreharbeiten)

Audiokommentar von Eleanor und Francis Ford Coppola

Bonusmaterial

Q&A mit Francis Ford Coppola und Steven Soderbergh auf dem Tribeca Film Festival (47:34)

Dutch Angel: Chas Gerretsen & Apocalypse Now (31:44)

Hinter den Kulissen (21:39)

Apocalypse Now – Die Restaurierung eines Mythos (2:50)

Eine 40jährige Reise (2:21)

Sensual Sound (3:52)

Auszug aus dem Drehbuch von John Milius mit Anmerkungen von Francis Ford Coppola

Storyboard-Sammlung (mehr als 200 Zeichnungen) (11:14)

Fotoarchiv (Filmfotos und SW-Fotos von Mary Ellen Mark) (2:37)

Marketing-Archiv (Kinotrailer 1979 [3:54], Radiospots 1979 [2:05], Original-Kinoprogramm von 1979 mit Informationen zur Geschichte des Films und einem Vorwort von Francis Ford Coppola, Kinoplakate und PR-Fotos [3:40], Filmplakate-Galerie [0:27; erstaunlich kurz])

Hinweise

Studiocanal über den Final Cut (hier die Blu-ray)

Rotten Tomatoes über „Apocalypse Now“, „Apocalypse Now Redux“ und „Apocalypse Now – Final Cut“

Wikipedia über „Apocalypse Now“ (deutsch, englisch)

Schnittberichte: Vergleich der Kino- mit der „Redux“-Fassung

Schnittberichte: Vergleich der „Redux“-Fassung mit dem „Final Cut“

Awesome Film: Drehbuch „Apocalypse Now“ von John Milius (Fassung vom 3. Dezember 1975)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now: The Final Cut“ (USA 1979/2019)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte


(Wieder) Neu im Kino/Filmkritik: „Apocalypse Now“, jetzt im „Final Cut“ kurz im Kino

Juli 15, 2019

Vor dem Start des Films sagt der erschreckend schlanke Francis Ford Coppola in einer Videobotschaft, dass der jetzt vorliegende Cut der Final Cut sei. Für die Fassung, die 1979 im Kino lief, schnitt er zu viel heraus. Für die „Redux“-Fassung, die 2001 in Cannes ihre Premiere hatte und anschließend im Kino lief, habe er alles an Material eingefügt, das noch vorhanden war. Das sei zu viel gewesen. Für das vierzigjährige Jubiläum des Films habe er jetzt die richtige Balance zwischen den beiden Fassungen gefunden. Mit etwas über 180 Minuten ist sie fast zwanzig Minuten kürzer als die „Redux“-Fassung (was auch an dem veränderten Abspann liegt) und eine halbe Stunde länger als die Kinofassung.

Wer eine oder beide Fassungen kennt, wird natürlich die Geschichte und ihren Ablauf wieder erkennen.

Captain Willard (Martin Sheen) soll den durchgeknallten Army-Colonel Kurtz (Marlon Brando) töten. Kurtz hat, abseits aller militärischen Befehle, im Dschungel ein Königtum errichtet. Willard macht sich mit einem kleinen Patrouillenboot auf den Weg in das „Herz der Finsternis“. So der Titel von Joseph Conrads Novelle, die die Vorlage für den Film war.

Für Coppola stand diese Reise von Willard, die auch so während der Dreharbeiten vom gesamten Filmteam unternommen wurde, für eine Reise immer tiefer in die Geschichte der Menschheit von der Zivilisation zurück zu ihren primitiven Ursprüngen.

Nachdem schon die Dreharbeiten viel länger und chaotischer als geplant waren, zog sich auch die Postproduktion endlos hin und in den Zeitungen wurde immer wieder von dem absehbarem finanziellem und künstlerischem Desaster des Regisseurs, der mit „Der Pate“ und „Der Pate 2“ zum Star wurde, geschrieben. Das kam mit seinem nächsten Film „Einer mit Herz“ (One from the Heart, USA 1982). Aber das ist eine andere Geschichte.

In Cannes zeigte Francis Ford Coppola 1979, als eine Art Vorwärtsverteidigung, eine noch nicht endgültig geschnittene Version von „Apocalypse Now“. Das war die erste Präsentation des Films vor Publikum. Die Cannes-Fassung war weitgehend die für die Kinoauswertung geplante Fassung. Der Film gewann, mit Volker Schlöndorffs „Die Blechtrommel“, die Goldene Palme.

2001 zeigte Coppola, wieder in Cannes, die fünfzig Minuten längere „Redux“-Version des Films, in der vor allem die sehr lange Szene mit den französischen Kolonialisten (einige Ausschnitte waren in der 1991 fertiggestellten Dokumentation „Hearts of Darkness“ enthalten), eine Szene mit den Playboy-Bunnies in einem von einem Sturm verwüsteten Lager, etliche Szenen mit Lt. Col. Kilgore neu und viele kleinere Änderungen enthalten waren. Die Kritiken waren euphorisch.

Diese 200-minütige „Redux“-Version von „Apocalypse Now“ ist letztendlich kurzweiliger, stringenter und in sich geschlossener als die 150-minütige ursprüngliche Kinoversion.

Zum vierzigjährigen Jubiläum des Films präsentierte Coppola, dieses Mal auf dem Tribeca Film Festival, seinen „Final Cut“ des Films. Für diese Fassung wurde vom Originalnegativ ein 4K-Scan erstellt, über dreihunderttausend Einzelbilder bereinigt, die Tonspur restauriert und in Dolby Atmos abgemischt. Jetzt höre man, so Coppola, Details, die man vorher nicht hörte. Und er kürzte seinen Film um gut zwanzig Minuten.

Die schon in der ursprünglichen Kinofassung ikonischen Szenen – die Anfangsmontage mit dem Doors-Song „The End“, der Auftritt von Lieutenant Colonel Kilgore (Robert Duvall) und seinem Napalm-Spruch, der Truppenbelustigungsauftritt der Playboy-Bunnies, Dennis Hoppers drogengeschwängerte Reden und Marlon Brandos legendäre Monologe – sind vorhanden. Auch die aus der Redux-Fassung bekannte Begegnung mit den französischen Plantagenbesitzern ist vorhanden.

Im „Final Cut“ haben die Playboy-Bunnies wieder nur einen Auftritt. Für die weiteren Änderungen wird es demnächst bei Schnittberichte.com einen detaillierten Schnittbericht geben.

Die Stimmung des „Final Cut“ erinnert jetzt an Terrence Malicks „Der schmale Grat“ (The thin red line, USA 1998). Martin Sheens Gedanken als Captain Willard begleiten im Voice-Over die psychedelischen Bilder, die nichts von ihrer Faszination verloren haben. Es ist eine Meditation über den Krieg, die den Wahnsinn zeigt, ohne ihn zu verurteilen. Sie macht ihn sogar in einem gewissen Rahmen begehrenswert als einen Raum, in dem die konventionellen Regeln und Moral nicht mehr gelten.

Die 4K-restaurierten überarbeiteten Bilder zeigen auf der großen Leinwand die Grenzen des Ausgangsmaterials. Nach „Apollo 11“ mit seinen brillanten und bis ins letzte Detail scharfen Bildern fällt auf, wo die Detailschärfe nachlässt und wo die Farben etwas blass sind.

Erstaunlicherweise – immerhin gehört „Apocalypse Now“ zu meinen Lieblingsfilmen und ich freute mich auf die Begegnung mit dem Film auf der großen Leinwand – sprach mich diese Fassung am wenigsten an. Ich fand sie zu lang und zu monoton. Auch die Farben hatte ich kräftiger in Erinnerung.

Für mich bleibt nach den drei Stunden des „Final Cut“ die Redux-Fassung, die ich nach der Kinofassung sah, immer noch die stimmigste und kurzweiligste Fassung des Meisterwerks. Und dabei handelt es sich um die längste Fassung.

Trotzdem sollte die Gelegenheit, einen der großen und auch heute noch die Sinne überwältigenden Film auf der Kinoleinwand zu sehen, unbedingt genutzt werden. Auch wenn es der „Final Cut“ und nicht die „Redux“- oder die ursprüngliche Kinofassung ist.

Der „Final Cut“ wird als Kinoevent am Montag, den 15. Juli, gezeigt. Weitere Aufführungen sind nicht ausgeschlossen.

Studiocanal veröffentlicht den „Final Cut“ am 29. August als 4K Ultra HD, Blu-ray und DVD, teils mit umfangreichem Bonusmaterial, teils in limitierten Ausgaben.

P. S. (17. Juli 2019): Über 12.000 Besucher haben sich am Montag in 166 Kinos den Film angesehen. Mit durchschnittlich 72 Besuchern pro Kino hatte der Klassiker den höchsten Besucherschnitt des Tages. In den nächsten Tagen wird der Film weiter im Kino gezeigt werden. Einfach den persönlich bevorzugten Kinofinder konsultieren.

Apocalypse Now (Apocalypse Now, USA 1979)

Regie: Francis Ford Coppola

Drehbuch: John Milius, Francis Ford Coppola

LV: Joseph Conrad: Heart of Darkness, 1899 (Herz der Finsternis)

mit Martin Sheen, Robert Duvall, Marlon Brando, Fred Forrest, Sam Bottoms, Albert Hall, Larry Fishburne, Dennis Hopper, Harrison Ford, G. D. Spradlin, Bill Graham

Länge

152 Minuten (Apocalpyse Now)

202 Minuten (Apocalypse Now Redux)

187 Minuten (Apocalypse Now – Final Cut; bei 24 fps)

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Studiocanal über den Final Cut (hier die Blu-ray)

Rotten Tomatoes über „Apocalypse Now“, „Apocalypse Now Redux“ und „Apocalypse Now – Final Cut“

Wikipedia über „Apocalypse Now“ (deutsch, englisch)

Schnittberichte: Vergleich der Kino- mit der „Redux“-Fassung

Awesome Film: Drehbuch „Apocalypse Now“ von John Milius (Fassung vom 3. Dezember 1975)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte

Ein Ausschnitt aus Francis Ford Coppolas Gespräch über „Apocalypse Now – Final Cut“ (Mehr gibt es im Moment nicht.)


Neu im Kino/Filmkritik: „Glam Girls – Hinreißend verdorben“ diese Mädels

Mai 9, 2019

Die eine sieht gut aus. Die andere nicht. Die eine ist schlau. Die andere nicht. Die eine ist ein Profi. Die andere nicht. Aber Josephine Chesterfield (Anne Hathaway) entdeckt sofort das Potential, das Penny Rust (Rebel Wilson) als Trickbetrügerin hat.

An der französischen Riviera nimmt sie die laute, großmäulige Penny unter ihre Fuchtel. Zuerst bringt sie ihr Manieren bei. Später streiten sie sich und sie schließen eine Wette ab: wer als erste von ihrem nächstem Opfer eine halbe Million erschwindelt, darf in der Stadt bleiben. Die andere verlässt die Stadt.

Ihr spontan ausgewähltes Opfer ist ein junger Internet-Millionär (Alex Sharp), der noch grün hinter den Ohren ist.

Der deutsche Titel deutet es schon an: „Glam Girls – Hinreißend verdorben“ ist „Zwei hinreißend verdorbene Schurken“ (Dirty rotten Scoundrels, 1988) mit vertauschten Geschlechtern. Damals spielten Michael Caine und Steve Martin die Gauner. Der Film ist ein Remake von „Zwei erfolgreiche Verführer“ (Bedtime Story, 1964) mit David Niven und Marlon Brando. Die anspruchslose Komödie gehört zu den vergessenen Filmen von Brando.

In „Glam Girls“ dürfen jetzt also Frauen Männer ausnehmen. Eine besonders neue Idee ist das nicht. In den vergangenen Jahren hat man Frauen als erfolgreiche Trickbetrügerinnen schon öfter gesehen. Letztes Jahr lief, ebenfalls mit Anne Hathaway, „Ocean’s 8“ im Kino. In den TV-Serien „Hustle – Unehrlich währt am längsten“ (2004 – 2012) und „Leverage“ (2008 – 2012), in denen Gauner noch größere Gauner ausnehmen, gehören Trickbetrügerinnen zum Team und ihr Können war essentiell wichtig für das Gelingen der Betrügereien. Diese klugen Frauen waren auch deutlich emanzipierter als die „Glam Girls“.

Denn alles in Chris Addisons in jeder Beziehung vorhersehbarer Komödie scheint direkt aus den muffigen fünfziger Jahren zu kommen. Nur dass jetzt nicht die Frauen intelligenzbefreite Wesen sind, denen Männer Schmuck umhängen, sondern dass alle Männer Trottel sind, die beim Anblick einer Frau noch dümmer werden. Spitzer Humor, treffsichere Pointen und irgendeine Spur von Ambitionen fehlen durchgehend.

Das ist Dienst nach Vorschrift, der mit dem geringstmöglichen Einsatz von Mitteln eine schwarze Null schreiben will. Bei einem Budget von 18 Millionen Dollar dürfte das auch locker gelingen.

Während des Films fragte ich mich die ganze Zeit, was eine glänzend aufgelegte Melissa McCarthy wohl aus Penny gemacht hätte? Rebel Wilson ist dagegen nur ein zahmer Abklatsch. Anne Hathaway kann auch in der deutschen Fassung bezaubernd gickeln. Eine wirkliche Chemie ist zwischen beiden nicht spürbar. Das liegt allerdings weniger an ihnen, sondern an dem schwachen Drehbuch. Die Männer sind austauschbare Staffage. Die einzige nennenswerte dritte Frauenrolle ebenso.

Glam Girls“ ist bestenfalls anspruchslose Unterhaltung mit Postkartenbildern von schönen Menschen in einer schönen Umgebung, die niemand wehtut, nicht zum Nachdenken anregt und keinerlei aktuelle Relevanz hat. Es ist einer dieser Filme, die man sich an einem verregneten Nachmittag im Halbschlaf ansieht, weil man zu faul ist, den Kanal zu wechseln.

Glam Girls – Hinreisend verdorben (The Hustle, USA 2019)

Regie: Chris Addison

Drehbuch: Jac Schaeffer, Stanley Shapiro, Paul Henning, Dale Launer

mit Rebel Wilson, Anne Hathaway, Alex Sharp, Casper Christensen, Ingrid Oliver, Nicholas Woodeson, Dean Norris, Timothy Simons, Hannah Waddingham

Länge: 94 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Glam Girls“

Metacritic über „Glam Girls“

Rotten Tomatoes über „Glam Girls“

Wikipedia über „Glam Girls“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 29. April: Die Faust im Nacken

April 29, 2019

Arte, 20.15

Die Faust im Nacken (On the Waterfront, USA 1954)

Regie: Elia Kazan

Drehbuch: Budd Schulberg, Robert Siodmak (ungenannt) (nach einer Originalgeschichte von Budd Schulberg; angeregt durch „New York Sun“-Artikel von Malcolm Johnson)

New York: Gewerkschaftsboss Johnny Friendly (Lee J. Cobb) ist im Hafen der große Zampano. Nichts geht gegen ihn. Jeder, der ihm gefährlich werden könnte, stirbt bei einem Unfall. Als Terry Malloy (Marlon Brando), ein erfolgloser Ex-Boxer mit beschränkter Intelligenz, in einen solchen Mord verwickelt wird, muss er sich entscheiden.

Klassiker, gedreht an Originalschauplätzen und nach ausführlichen Recherchen.

‚On the Waterfront‘ ist eine unerschrockene Verurteilung des labor rackeering, der Entartung gewerkschaftlicher Organisationen zu Mafia-ähnlichen Gruppierungen, und eine Anklage von Einzelpersonen, die zum Zwecke ihres eigenen Profits die Massen der ungebildeten und unartikulierten Arbeiter, in diesem Fall die Dockarbeiter von New York, manipulieren.“ (Tony Thomas: Marlon Brando und seine Filme)

Die Faust im Nacken“ war 1955 der große Abräumer bei den Oscars: Bester Film, Beste Haupdarsteller (Marlon Brando), Beste Hauptdarstellerin (Eva Marie Saint), Beste Regie (Elia Kazan), Bestes Drehbuch (Budd Schulberg), Beste Kamera (SW) (Boris Kaufman), Bestes Szenenbild (SW) (Richard Day) und Bester Schnitt (Gene Milford). Nominiert als Bester Nebendarsteller waren Lee J. Cobb, Karl Malden und Rod Steiger und Leonard Bernstein war für seine Musik nominiert. Golden Globes und Baftas gab es auch.

Arte zeigt anschließend, um 22.00 Uhr, die spielfilmlange Doku „Marlon Brando – Der Harte und der Zarte“ (Frankreich 2018)

mit Marlon Brando, Karl Malden, Lee J. Cobb, Eva Marie Saint, Rod Steiger, Pat Henning, Leif Erickson

Wiederholung: Montag, 6. Mai, 14.10 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Faust im Nacken“

TCM über „Die Faust im Nacken“

AMC Filmsite über „Die Faust im Nacken“

Wikipedia über „Die Faust im Nacken“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 12. April: Apocalypse Now Redux

April 11, 2019

3sat, 22.00

Apocalypse Now Redux (USA 1979, Regie: Francis Ford Coppola)

Drehbuch: John Milius, Francis Ford Coppola

LV: Joseph Conrad: Heart of Darkness, 1899 (Herz der Finsternis)

Während des Vietnamkrieges soll Captain Willard (Martin Sheen) Colonel Kurtz (Marlon Brando), der im Dschungel sein Reich errichtete, suchen und töten.

Klassiker, heute in der längeren und besseren Redux-Fassung.

mit Martin Sheen, Robert Duvall, Marlon Brando, Fred Forrest, Sam Bottoms, Albert Hall, Larry Fishburne, Dennis Hopper, Harrison Ford, G. D. Spradlin, Bill Graham

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Apocalypse Now Redux”

Wikipedia über „Apocalypse Now“ (deutsch, englisch)

Schnittberichte: Vergleich der Kino- mit der „Redux“-Fassung

Awesome Film: Drehbuch “Apocalypse Now” von John Milius (Fassung vom 3. Dezember 1975)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 24. Dezember: Sayonara

Dezember 24, 2018

Arte, 20.15

Sayonara (Sayonara, USA 1957)

Regie: Joshua Logan

Drehbuch: Paul Osborn

LV: James A. Michener: Sayonara, 1954 (Sayonara)

Japan, 1951: US-Mayor Lloyd Gruver (Marlon Brando) möchte eine japanische Tänzerin heiraten. Aufgrund eines Kontaktverbots von US-Soldaten zu Einheimischen hätte er sie überhaupt nicht kennen lernen dürfen.

Ewig nicht mehr gezeigte, damals im Kino sehr erfolgreiche, mit vier Oscars ausgezeichnete Schmonzette und einem jungen Marlon Brando.

Wahrscheinlich wird ‚Sayonara‘ eines Tages, in der Schlichtheit seiner Thematik, einen Platz neben ‚Madame Butterfly‘ einnehmen, es wäre jedenfalls zu hoffen.“ (Tony Thomas: Marlon Brando und seine Filme, 1980)

mit Marlon Brando, Patricia Owens, Red Buttons, Ricardo Montalban, Martha Scott, James Garner; Miiko Taka

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Sayonara“

Wikipedia über „Sayonara“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 17. Juni: Der letzte Tango in Paris

Juni 16, 2018

Tele 5, 22.45

Der letzte Tango in Paris (L’ultimo Tango a Parigi, Italien/Frankreich 1972)

Regie: Bernardo Bertolucci

Drehbuch: Bernardo Bertolucci, Franco Arcalli, Agnès Varda (zusätzliche Dialoge)

In einem leeren Pariser Apartment treffen sich ein älterer Amerikaner und eine junge Französin. Sie geben sich ihren sexuellen Trieben hin und öffnen dem anderen ihre Seele.

Damals war’s ein Skandalfilm, bei dem besonders die aus heutiger Sicht sehr harmlosen Sexszenen provozierten. Heute ist es ein immer noch in jeder Beziehung beeindruckender Film über sexuelle Obsessionen und existentielle Verzweiflung. Halt ein zeitloser Klassiker und einer der Brando-Filme, die man gesehen haben muss.

Michael Althen schlug in „Marlon Brando“ (Bertz Verlag, 2004) in seiner Besprechung von „Der letzte Tango in Paris“ die Brücke zu „Die Träumer“: „Zwei Menschen begeben sich in die camera obscura eines unmöblierten Pariser Appartements, um herauszufinden, ob es ein Leben jenseits von Geschichte und Geschichten geben kann, ob man alles abstreifen und sich neu erfinden kann. Und so wie dieser Film ein Schlag ins Gesicht jener Jahre war, ist es auch The Dreamers (Die Träumer, 2003), mit dem Bertolucci unlängst jene Jahre Revue passieren ließ. Die Wahrheit, von der diese Filme erzählen, ist aber, dass im Scheitern womöglich der ganze Zweck des Lebens liegt. Brando mag sich für den Einzigen gehalten haben, der in seiner Biographie gefangen ist – dabei ist er nur ein Mensch wie du und ich.“

Tele 5 zeigt den Film als Teil seiner skandalös gelungenen Skandalfilm-Reihe, die heute mit „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ (um 20.15 Uhr) und „Idioten“ (um 01.20 Uhr) skandalös lang ist.

Mit Marlon Brando, Maria Schneider, Jean-Pierre Léaud, Massimo Girotti, Catherine Breillat

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der letzte Tango in Paris“

Wikipedia über „Der letzte Tango in Paris“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 28. Mai: Mord mit kleinen Fehlern

Mai 28, 2018

Arte, 20.15

Mord mit kleinen Fehlern (Sleuth, Großbritannien 1972)

Regie: Joseph L. Mankiewicz

Drehbuch: Anthony Shaffer (nach seinem Theaterstück)

Krimiautor Andrew Wyke (Laurence Olivier) lädt den Liebhaber seiner Frau, Milo Tindle (Michael Caine), auf sein einsam gelegenes Anwesen ein und macht ihm ein Angebot, das Milo nicht ablehnen will. Dummerweise will Wyke, ein Mitglied der Oberschicht, auch den Nebenbuhler seiner Frau töten und der, ein Cockney sprechender Friseur italienischer Abstammung (viel mehr Arbeiterklasse und Unterschicht geht kaum), wehrt sich.

Grandioses Schauspielerkino, das seit Ewigkeiten nicht mehr im Fernsehen lief.

ein virtuoser Kammerkrimi, ein Spiel mit doppeltem Boden, verdrehten Finten und überraschenden Lösungen. Joseph L. Mankiewicz inszenierte die Vorlage mit boshaftem Sarkasmus als Parforcetour zweier exzellenter Darsteller, mit zahlreichen Verweisen auf Vorbilder des Genres und visuellen Andeutungen über den Fortgang der komplizierten, nichtsdestotrotz intelligent konstruierten Handlung.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms, 1985/1993)

Caine, Olivier und Mankiewicz waren für Oscars nominiert. Der Film erhielt den renommierten Krimipreis Edgar als bester Spielfilm.

Mord mit kleinen Fehlern“ ist Mankiewicz‘ letzter Film. Davor inszenierte er „Alles über Eva“, „Julius Cäser“ (mit Marlon Brando), „Die barfüßige Gräfin“ und „Cleopatra“.

Anthony Shaffer (1926 – 2001) schrieb die Bücher für Alfred Hitchcocks „Frenzy“ und die Agatha-Christie-Verfilmungen „Tod auf dem Nil“, „Das Böse unter der Sonne“ und „Rendezvous mit einer Leiche“.

In Kenneth Branaghs Remake des Stücks, „1 Mord für 2“ (2007), spielt Michael Caine den gehörnten Ehemann und Jude Law den Nebenbuhler.

Danach dranbleiben: um 22.30 Uhr zeigt Arte einen weiteren Klassiker: Vittorio De Sicas „Fahrraddiebe“ (Italien 1948)

mit Laurence Olivier, Michael Caine, Alec Cawthorne, Margo Channing, John Matthews

Wiederholung: Donnerstag, 7. Juni, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mord mit kleinen Fehlern“

Wikipedia über „Mord mit kleinen Fehlern“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 2. März: Apocalypse Now Redux

März 2, 2018

3sat, 22.35

Apocalypse Now Redux (USA 1979, Regie: Francis Ford Coppola)

Drehbuch: John Milius, Francis Ford Coppola

LV: Joseph Conrad: Heart of Darkness, 1899 (Herz der Finsternis)

Während des Vietnamkrieges soll Captain Willard (Martin Sheen) Colonel Kurtz (Marlon Brando), der im Dschungel sein Reich errichtete, suchen und töten.

Klassiker, heute in der längeren und besseren Redux-Fassung.

mit Martin Sheen, Robert Duvall, Marlon Brando, Fred Forrest, Sam Bottoms, Albert Hall, Larry Fishburne, Dennis Hopper, Harrison Ford, G. D. Spradlin, Bill Graham

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Apocalypse Now Redux”

Wikipedia über „Apocalypse Now“ (deutsch, englisch)

Schnittberichte: Vergleich der Kino- mit der „Redux“-Fassung

Awesome Film: Drehbuch “Apocalypse Now” von John Milius (Fassung vom 3. Dezember 1975)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 17. September: Apocalypse Now Redux

September 17, 2017

Arte, 21.00

Apocalypse Now Redux (USA 1979, Regie: Francis Ford Coppola)

Drehbuch: John Milius, Francis Ford Coppola

LV: Joseph Conrad: Heart of Darkness, 1899 (Herz der Finsternis)

Während des Vietnamkrieges soll Captain Willard (Martin Sheen) Colonel Kurtz (Marlon Brando), der im Dschungel sein Reich errichtete, suchen und töten.

Klassiker, heute in der längeren und besseren Redux-Fassung.

Anschließend, um 00.15 Uhr, zeigt Arte die spielfilmlange, sehenswerte Doku „Im Herz der Finsternis: Apokalypse eines Filmregisseurs“ (USA 1991) über die Dreharbeiten.

Am Montag, den 25. September, zeigt Arte um 21.55 Uhr, als TV-Premiere, Francis Ford Coppolas „Jugend ohne Jugend“ (USA/D/F/I/Rumänien 2007).

mit Martin Sheen, Robert Duvall, Marlon Brando, Fred Forrest, Sam Bottoms, Albert Hall, Larry Fishburne, Dennis Hopper, Harrison Ford, G. D. Spradlin, Bill Graham

Wiederholung: Donnerstag, 28. September, 23.50 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Apocalypse Now Redux”

Wikipedia über „Apocalypse Now“ (deutsch, englisch)

Schnittberichte: Vergleich der Kino- mit der „Redux“-Fassung

Awesome Film: Drehbuch “Apocalypse Now” von John Milius (Fassung vom 3. Dezember 1975)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 21. April: Duell am Missouri

April 21, 2017

3sat, 22.35

Duell am Missouri (USA 1976, Regie: Arthur Penn)

Drehbuch: Thomas McGuane, Robert Towne (ungenannt)

Montana, 1880: Ein Großrancher heuert einen Killer an, der einen Pferdedieb töten soll.

Und weil der Killer von Marlon Brando (teils in Frauenklamotten) und der Pferdedieb von Jack Nicholson gespielt wird, genießt der Western Kultstatus. Auch wenn das Schauspielerduell anders ausfällt, als man vermutet.

mit Marlon Brando, Jack Nicholson, Randy Quaid, Kathleen Lloyd, Frederic Forrest, Harry Dean Stanton

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Duell am Missouri“

Wikipedia über „Duell am Missouri“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Soundtrack- und Filmkritik: „Silence“, der neue Film von Martin Scorsese

März 3, 2017

Alle paar Jahre dreht der bekennende Katholik Martin Scorsese einen Film, bei dem der Glaube im Mittelpunkt steht und sich alles darum dreht. „Die letzte Versuchung Christi“ war ein veritabler Skandal und eine spannende Neuinterpretation von Jesus Christus und seinen letzten Tagen. „Kundun“ war ein bestenfalls schöner Bilderbogen über die Kindheit und Jugend des vierzehnten Dalai Lama. Und jetzt „Silence“, die Verfilmung eines japanischen Romans von 1966, den er 1988 las und seitdem verfilmen wollte. Die Shusaku-Endo-Verfilmung ist, wenn man nicht gerade in einer Glaubenskrise steckt oder ein brennendes Interesse an theologischen Fragen hat, ein erschreckend langweiliger Film, der sein Thema auf die denkbar uninteressanteste Art behandelt.

1637 erhalten Pater Sebastiao Rodrigues (Andrew Garfield) und Pater Francisco Garpe (Adam Driver) in Portugal die Nachricht, dass in Japan der geachtete Jesuitenpater Cristovao Ferreira (Liam Neeson) vom Glauben abgefallen und zum Buddhismus konvertiert ist. Er soll sogar eine Japanerin geheiratet haben. Seine beiden Schüler Rodrigues und Garpe wollen das nicht glauben. Sie wollen im Namen des Ordens die Nachricht überprüfen. Und nebenbei etwas missionieren.

In Japan findet derweil eine historisch verbürgte Christenverfolgung statt. Christen werden gefoltert und gemartert, bis sie ihrem Glauben abschwören oder sterben. Trotzdem praktizieren einige Christen im Untergrund weiterhin ihren Glauben.

Rodrigues und Garpe treffen in Japan kurz nach ihrer Ankunft auf eine solche Gemeinde. Sie beginnen dort als Geistliche zu praktizieren. Gleichzeitig suchen sie weiter nach dem anscheinend spurlos verschwundenen Ferreira.

Auf ihrer Reise treffen sie auch auf den gefürchteten Inquisitor Inoue (Issey Ogata). Mit salbungsvollen Worten und dem Angebot, keine weiteren Gläubigen bis zu ihrem Tod zu foltern, will er Pater Rodriques überzeugen, seinem Glauben abschwört. Sein Kollege und Freund Garpe wurde schon von Inoues Leuten getötet. Rodrigues, der sich in seiner christlichen Überzeugung nicht erschüttern lässt und sich immer wieder als Wiedergänger von Jesus Christus sieht, trifft auch auf Ferreira. Das ist der erwartbare Höhepunkt des Films. Wie in „Apocalypse Now“ der Auftritt von Marlon Brando am Filmende. Aber während Coppolas Vietnam-Film eine Reise in das Herz der Finsternis war, ist Scorseses Film eine, zugegeben optisch sehr ansprechende, Reise in das Herz der Langeweile. Denn die im Zentrum stehende Frage, warum der allseits geachtete, tiefgläubige Ferreira dem Glauben abschwor, während andere Gläubige auch unter einer immer schlimmer werdender Folter an ihrem christlichen Glauben festhielten, wird in „Silence“ als eine rein theologische und philosophische Frage für die verfolgten Jesuiten betrachtet. Die historischen Hintergründe werden, abseits der detailgenauen Nachstellung des damaligen Lebens, nicht weiter beachtet.

Scorsese und sein langjähriger Drehbuchautor Jay Cocks („Zeit der Unschuld“, „Gangs of New York“) reduzieren den Glaubenskonflikt letztendlich auf eine rein utilitaristische Frage: Wie viele Christen sollen für meinen Glauben sterben? Das ist dann, über hundertsechzig Minuten, eine arg eingeschränkte Behandlung des Konflikts, die schon in den ersten Minuten, wenn Ferreira die Folter von Glaubensgenossen mit kochendem Wasser beobachten muss, beantwortet wird. Immerhin schwor er da dem christlichen Glauben ab und beendete die weitere Folter seiner Gläubigen. Später werden dem Konflikt keine neuen Facetten abgewonnen oder die von Ferreira gegebene Antwort in Frage gestellt. Rodrigues beharrt einfach auf seinem Glauben, weil es der wahre Glaube ist.

Diese selbstgewählte Beschränkung führt dazu, dass niemals nach dem Konflikt zwischen verschiedenen Glaubens- und Wertesystemen gefragt wird. Also was unterscheidet den von den Jesuiten gepredigten Glauben vom Buddhismus (zu dem die Christen bekehrt werden sollen) und von der japanischen Weltsicht?

Es wird auch nie angesprochen, warum die japanischen Herrscher die Christen verfolgen, foltern und töten. Es wird auch nicht erklärt, warum die Christen bei ihrem Glauben blieben, wenn sie doch durch ein einfaches Bildertreten ihre Folter sofort hätten beenden können. Dafür hätten sie nur auf einem Bild von Jesus, Maria oder eines Kruzifixes treten müssen. Diese Handlung wurde als Beweis der Abkehr vom christlichen Glauben gewertet.

Ein kurzer Blick in die Geschichtsbücher verrät, dass es bei der Christenverfolgung um Machtkämpfe ging, dass es um wirtschaftliche Interessen und die Frage des Handels mit dem Westen ging. In den Jahren, in denen „Silence“ spielt, begann Japan eine radikale Abschottungspolitik, die auch zur längsten Friedensperiode in der japanischen Geschichte führte. Die Edo-Epoche dauerte von 1603 bis 1868 und sie verhinderte eine Kolonisierung durch den Westen.

So ist „Silence“ nur ein religiöses Erbauungstraktat, das mit gut drei Stunden Laufzeit auch die Geduld des langmütigsten Zuschauer über Gebühr strapaziert.

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Silence (Silence, USA 2016)

Regie: Martin Scorsese

Drehbuch: Jay Cocks, Martin Scorsese

LV: Shusaku Endo: Chinmoku, 1966 (Schweigen)

mit Andrew Garfield, Adam Driver, Liam Neeson, Tadanobu Asano, Ciarán Hinds, Yosuke Kubozuka, Yoshi Oida, Shin’ya Tsukamoto, Issey Ogata, Nana Komatsu, Ryo Kase

Länge: 162 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Der Soundtrack

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Es gibt Filmmusik, die schiebt sich wie ein Pickel in den Vordergrund, ist nicht zu überhören und übertönt alles. Sie ist laut, penetrant und störend.

Und dann gibt es Filmmusik wie die von Kim Allen Kluge und seiner Frau Kathryn Kluge zu Martin Scorseses neuem Film „Silence“. Als ich las, dass es einen Soundtrack zu dem Film gibt, fragte ich mich, ob da überhaupt Musik gewesen war. Natürlich war nicht der übliche Martin-Scorsese-Soundtrack aus bekannten Songs zu hören. Es waren auch kein auftriumphierendes Orchester oder mittelalterliche Choralgesänge oder japanische Klänge zu hören.

Und trotzdem gab es Musik. Auf der Soundtrack-CD sind gut 52 Minuten Musik enthalten. Es ist eine filigrane Soundcollage mit vielen Wind-, Regen- und natürlichen Geräuschen, die die traditionelle „Musik“ dominieren. Diese ist sparsam eingefügt, eher percussiv und nah an der Ambient-Musik eines Brian Eno. Damit unterstützt die Musik der Kluges die Stimmung des Films und sie funktioniert auch ausgezeichnet ohne die Bilder als beruhigende Ambient-Musik, in der natürliche Klänge und kleine Änderungen das Klangbild dominieren. Da ist es fast schon konsequent, dass die Musik von Kim Allen und Kathryn Kluge sich nicht für eine Oscar-Nominierung qualifizieren konnte, weil ihre Musik kein „substantial body of music“ sei. Ein gewaltiger Irrtum, auch wenn „Silence“ definitiv nicht zur Hans-Zimmer-Schule der Filmmusik gehört.

Hörenswert!

Kim Allen Kluge, Kathryn Kluge: Silence – Original Motion Picture Soundtrack

Warner Classics

Die (noch nicht gelesene) Vorlage

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Shusaku Endo: Schweigen

(überarbeitete Neuübersetzung, aus dem Japanischen von Ruth Linhart, mit einem Vorwort von Martin Scorsese und einem Nachwort von William Johnson)

Septime Verlag, 2015

312 Seiten

22,90 Euro

Originalausgabe

Chinmoku

Verlag Shinchosha, Tokio, 1966

 

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Silence“

Metacritic über „Silence“

Rotten Tomatoes über „Silence“

Wikipedia über „Silence“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street” (The Wolf of Wall Street, USA 2013)

Martin Scorsese in der Kriminalakte

Homepage von Kim Allen Kluge

Ein Gespräch mit Martin Scorsese über „Silence“


TV-Tipp für den 22. Januar: Der Pate

Januar 22, 2017

Arte, 20.15

Der Pate (USA 1972, Regie: Francis Ford Coppola)

Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola

LV: Mario Puzo: The Godfather, 1969 (Der Pate)

Die Mafia als gepflegter Familienbetrieb. Ein immer wieder gern gesehener Klassiker.

An den nächsten beiden Sonntagen zeigt Arte die beiden Fortsetzungen.

Mit Marlon Brando, Al Pacino, James Caan, John Cazale, Robert Duvall, Diane Keaton, Sterling Hayden, Al Lettieri, Talia Shire

Wiederholung: Samstag 28. Januar, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Pate“

Wikipedia über „Der Pate“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Norbert Grob/Bern Kiefer/Ivo Ritzer (Herausgeber) „Mythos ‘Der Pate’ – Francis Ford Coppolas Godfather-Trilogie und der Gangsterfilm (Deep Focus 10)“ (2011)

Homepage von Mario Puzo

Wikipedia über Mario Puzo (deutsch, englisch)

Krimi-Couch über Mario Puzo

Kirjasto über Mario Puzo

Kaliber.38 über Mario Puzo

Time: Mario-Puzo-Titelgeschichte (28. August 1978 – mit einem schönen Titelbild)

Meine Besprechung von Mario Puzos „Sechs Gräber bis München“ (Six Graves to Munich, 1967)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 30. Juli: The Score

Juli 30, 2016

ZDFneo, 20.15

The Score (USA/Deutschland 2001, Regie: Frank Oz)

Drehbuch: Kario Salem, Lem Dobbs, Scott Marshall Smith (nach einer Geschichte von Daniel E. Taylor und Kario Salem)

Hehler Max überredet den immer allein arbeitenden Profieinbrecher Nick Wells zu einem Einbruch ins ausgezeichnet gesicherte Zolllager von Montreal. Dort ist für einige Tage ein wertvolles Königszepter. Die Pläne erhält Nick dank eines Insiders. Dummerweise will der Insider bei dem Coup nicht nur helfende Hand sein.

Drei Schauspielgiganten in einem amüsanten Caper.

“The Score” ist der letzte Film von Marlon Brando. Nach mehreren, sehr höflich formuliert, schlechten Werken, gelang ihm mit dem elegant, altmodischen “The Score” ein würdevoller Abschied.

Mit Robert De Niro, Edward Norton, Marlon Brando, Angela Bassett, Gary Farmer, Paul Soles

Wiederholung: Sonntag, 31. Juli, 04.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „The Score“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über “The Score”

Metacritic über “The Score”

Cineclub unterhält sich mit Frank Oz über “The Score”


TV-Tipp für den 6. März: Wilde Western – 3sat-Thementag

März 5, 2016

„Wilde Western“ – ein 3sat-Thementag, an dem ein Western auf den nächsten folgt und auch wenn nicht jeder dieser Western ein Klassiker ist, ist die Auswahl auch ohne John Wayne als Mix aus alten und neueren Werken, Klassikern und, nun, Merkwürdigkeiten äußerst gelungen.
Hier das Programm:
06.20: Im Zauber der Wildnis – Yellowstone
07.05: Reisen in ferne Welten: Der Oregon Trail – Pionierpfad ins Paradies (und das war’s dann mit den Dokumentationen für die nächsten Stunden)
07.50: Freddy und das Lied der Prärie (Deutschland/Jugoslawien 1964 – Ein Schlagerfilm mit Freddy Quinn)
09.25: Buffalo Bill und die Indianer (USA 1976 – ein Klassiker von Robert Altman mit Paul Newman)
11.25: Winnetous Rückkehr (Deutschland/Österreich 1998 – Beide Teile des TV-Films, in dem Pierre Brice wieder einmal in die Rolle seines Lebens schlüpft)
14.20: Bandidas (USA/Frankreich 2006 – Spaß mit Salma Hayek und Penélope Cruz)
15.45: American Outlaws (USA 2001 – mit Colin Farrell als Jesse James)
17.15: Meuterei am Schlangenfluß (USA 1952 – Westernklassiker von Anthony Mann mit James Stewart)
18.40: Der letzte Zug von Gun Hill (USA 1959 – Westernklassiker von John Sturges)
20.15: Zwei rechnen ab (USA 1957 – noch ein Klassiker von John Sturges und wieder ist Kirk Douglas dabei)
22.15: Tombstone (USA 1993 – eine andere Version des Schusswechsels am OK Corral, die auch in „Zwei rechnen ab“ erzählt wird)
00.20: Südwest nach Sonora (USA 1966 – kein Klassiker. Jedenfalls noch nicht, aber ein sehr sehenswerter Western mit Marlon Brando)
01.55: Gott vergibt…Django nie! (Italien/Spanien 1967 – Italowestern mit Terence Hill und Bud Spencer, der da noch nicht Buddy haut den Lukas war)
03.30: Zwei rechnen ab (USA 1957 – die Nachtwiederholung)
05.30: Der Santa Fé Trail (zum Ausklang noch eine Doku)
Mehr Infos zum Thementag


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