Kleinkram mit Lee Goldberg/Monk, Leigh Brackett, Lee Marvin, „Whiteout“, Paul Schrader, Alfred Hitchcock und Humphrey Bogart

Juni 24, 2009

Beginnen wir mit Adrian Monk. Bei „Talking with Tim“ beantwortet Lee Goldberg, der Autor der grandiosen Monk-Romane, einige Fragen:

O’Shea: When writing a Monk-related plot, how hard is it to come up with a story that has a unique twist and that does not cover ground already addressed in a previous episode?

Goldberg: It’s very hard. So I try to do things I know aren’t going to be possible creatively or financially for the show. But now that the show is nearly over, that’s going to be a lot easier for me…assuming the post-finale books continue to be successful.

O’Shea: What’s the biggest challenge of being a media tie-in writer?

Goldberg: Creatively, it’s capturing the characters, style and feel of the TV series, game or movie while also providing a deeper, richer experience. Professionally, it’s turning in a tight, clean manuscript on time, since the deadlines are brutal…you often have as little as four to six weeks to write the book.

Dort sagt Goldberg auch, dass es nach „Bonjour, Mr Monk“ (Mr. Monk is miserable, 2008)  noch mindestens vier weitere Monk-Romane geben wird.

Der erste davon, „Mr. Monk and the dirty cop“, ist in den USA gerade erschienen und wird schon von Bill Crider abgefeiert:

Lee Goldberg’s books about Monk never let me down. They’re always good for a some smiles and laughs, but that’s the least of it. I’ve talked before about the themes of loyalty and friendship in books by other writers (…) and Robert B. Parker couldn’t fill up ten pages without writing about them. People take the themes seriously in other books because, well, the books are serious. Goldberg has a lighter touch, but if you don’t think those themes are treated just as seriously in his work, then you should read Mr. Monk and the Dirty Cop.

Filmkritiker Tony Macklin hat undatierte, aber schon ältere Interviews mit Leigh Brackett (Rio Bravo, El Dorado, Rio Lobo, The long goodbye, Star Wars: The Empire strikes back) und Lee Marvin (zuletzt auf DVD veröffentlicht: „Der Tod eines Killers“) gepostet.

Bei Evolver feiert Thomas Fröhlich die beidenWhiteout„-Comics von Greg Rucka und Steve Liebert ab.

Inzwischen ist auch der erste Trailer für die, wegen der scheinbar endlosen Postproduktion, langerwartete Verfilmung von „Whiteout“ (Regie: Dominic Sena, Drehbuch: Jan Hoeber, Erich Hoeber, Chad Hayes, Carey Hayes, mit Kate Beckinsale, Gabriel Macht, Tom Skerritt) online. In den USA soll der Film am 11. September starten.

Ich bin etwas enttäuscht von dem Trailer. Denn er sieht mir zu sehr nach einem Zeichentrickfilm aus.

Im Guardian denkt Drehbuchautor Paul Schrader über „Beyond the Silver Screen“ nach:

Movies were the artform of the 20th century. The traditional concept of movies, a projected image in a dark room of viewers, feels increasingly old. I don’t know what the future of audio-visual entertainment will be, but I don’t think it will be what we used to call movies. Narrative will mutate and endure. Audio-visual entertainment is changing and narrative will change with it.

Sex in a Submarine schreibt über Alfred Hitchcocks „Ich beichte“ (I confess, USA 1953).

Und der Noir of the Week ist „Späte Sühne“ (Dead Reckoning, USA 1946). Regie führte John Cromwell. Das Drehbuch schrieben Oliver H. P. Garrett, Steve Fisher und Allen Rivkin. Die Hauptrolle spielte Humphrey Bogart.



TV-Tipp für den 15. Februar: Mishima – Ein Leben in vier Kapiteln

Februar 14, 2021

Arte, 22.20

Mishima – Ein Leben in vier Kapiteln (Mishima: A Life in four Chapters, USA/Japan 1985)

Regie: Paul Schrader

Drehbuch: Paul Schrader, Leonard Schrader, Chieko Schrader (teils nach Romanen von Yukio Mishima)

Kein leichter Film. Damals ein vor allem in Japan heftig umstrittener Film und erwartungsgemäß kein Erfolg an der Kinokasse. Heute einhellig als Meisterwerk gelabelt. In „Mishima – Ein Leben in vier Kapiteln“ nähert sich „Taxi Driver“-Autor Paul Schrader in der Form einer komplexen Collage Yukio Mishima, einem bedeutenden, bekannten und umstrittenen japanischen Schriftsteller, der 1970 Seppuku, eine besondere Form des Harakiri, beginn. Der 45-jährige war ein auch selbst politisch aktives Idol der extremen Rechten. Es setzte sich gegen die Verwestlichung und für eine Wiedereinsetzung des Tenno in seiner alten Machtfülle ein. In seinen von der westlichen Kultur und Vorbildern beeinflussten Büchern thematisierte er Masochismus, Bisexualität und kultische Todessehnsucht.

Ein durchaus komplexer Charakter, dem Schrader „einen schwer zugänglichen filmischen Traktat“ (Fischer Film Almanach 1986) widmete.

Schrader selbst nannte den Film „an egregiously under-budgeted labor of love production“.

Die Musik ist von Philip Glass.

mit Ken Ogata, Masayuki Shionoya, Junkichi Orimoto, Naoko Otani, Gi Riju, Masato Aizawa, Yuki Nagahara

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mishima – Ein Leben in vier Kapiteln“

Wikipedia über „Mishima – Ein Leben in vier Kapiteln“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 22. September: Wie ein wilder Stier

September 22, 2020

Servus TV, 22.05

Wie ein wilder Stier (Raging Bull, USA 1980)

Regie: Martin Scorsese

Drehbuch: Paul Schrader, Mardik Martin

LV: Jake La Motta mit Joseph Carter und Peter Savage: Raging Bull: My Story, 1970

Düsteres Biopic über den Boxer Jake La Motta. Scorsese drehte die zwischen 1941 und 1964 spielende Geschichte eines schnellen Aufstiegs und tiefen Falls stilbewusst in Schwarzweiß und Hauptdarsteller Robert De Niro ging vollständig in seiner Rolle auf. Dafür erhielt er einen Oscar und einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller.

Mit Robert De Niro, Cathy Moriarty, Joe Pesci, Frank Vincent

Wiederholung: Mittwoch, 23. September, 01.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Wie ein wilder Stier“

Wikipedia über Jake La Motta und „Wie ein wilder Stier“ (deutsch, englisch)

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

Martin-Scorsese-Fanseite

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses „The Wolf of Wall Street“ (The Wolf of Wall Street, USA 2013) und ein Infodump dazu

Meine Besprechung von Martin Scorseses „Silence“ (Silence, USA 2016)

Martin Scorsese in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 13. März: Ein Mann für gewisse Stunden

März 12, 2020

Tele 5, 20.15

Ein Mann für gewisse Stunden (American Gigolo, USA 1980)

Regie: Paul Schrader

Drehbuch: Paul Schrader

„American Gigolo“ Julian (Richard Gere) lebt in Los Angeles als Callboy für die Damen der Oberschicht. Das ist kein Problem, bis sich eine Politkergattin in ihn verliebt und er in ein Mordkomplott hineingezogen wird.

Für Richard Gere war der an der Kinokasse erfolgreiche Film der große Durchbruch als Schauspieler und Paul Schrader, der davor unter anderem das Drehbuch für „Taxi Driver“ schrieb, hatte als Regisseur plötzlich ein ganz anderes Standing in Hollywood.

Heute ist die Charakterstudie eines einsamen Mannes ein Klassiker, der damals allerdings von der Kritik nicht so geliebt wurde: „Paul Schrader hat so gut wie alle Möglichkeiten des Themas verschenkt. (…) Das Produkt verkommt in der Kulisse.“ (Fischer Film Almanach 1981) oder „Elegant inszeniert, mit überlegenswerten Zwischentönen, aber insgesamt in der Behandlung des Themas zu oberflächlich, kommt der Film über anspruchsvollere Unterhaltung nicht hinaus.“ (Lexikon des intenationalen Films)

Dabei ist Julian doch der Prototyp eines oberflächlichen Mannes, der sich (auch berufsbedingt) durch Äußerlichkeiten definiert und der in einer Welt des schönen Scheins lebt. Und Schraders Film eine Vorschau auf die achtziger Jahre.

2007 drehte Paul Schrader mit „The Walker – Ein Freund gewisser Damen“ ein Quasi-Remake/Fortsetzung. Woody Harrelson spielt darin den eleganten Beglücker älterer Damen.

Mit Richard Gere, Lauren Hutton, Hector Elizondo, Nina von Pallandt, Bill Duke

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Ein Mann für gewisse Stunden“

Wikipedia über „Ein Mann für gewisse Stunden“ (deutsch, englisch)

Paul Schrader in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 28. Juni: Taxi Driver

Juni 28, 2019

3sat, 22.25

Taxi Driver (Taxi Driver, USA 1976)

Regie: Martin Scorsese

Drehbuch: Paul Schrader

Taxifahrer Travis Bickle nimmt das Gesetz in die eigene Hand.

Das bekannteste Werk des Teams Scorsese/Schrader, einer von De Niros bekanntesten Filmen und die letzte Arbeit von Hitchcock-Komponist Bernard Herrmann. „Taxi Driver“ ist die eindrucksvolle Studie eines soziopathischen Einzelgängers und eine Liebeserklärung an New York. Ein unumstrittener Klassiker

mit Robert De Niro, Jodie Foster, Cybill Shepherd, Peter Boyle, Harvey Keitel, Leonard Harris, Albert Brooks, Martin Scorsese (Mann im Taxi am Filmende)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Taxi Driver“

Wikipedia über „Taxi Driver“ (deutsch, englisch)

Martin-Scorses-Fanseite

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses „The Wolf of Wall Street“ (The Wolf of Wall Street, USA 2013) und ein Infodump dazu

Meine Besprechung von Martin Scorseses „Silence“ (Silence, USA 2016)

Martin Scorsese in der Kriminalakte


Wer kriegt dieses Jahr die Oscars? Meine Vorschläge für den Jahrgang 2019 (Update 25. 2. 2019: die Gewinner)

Februar 24, 2019

In wenigen Stunden ist es soweit: im sonnigen Hollywood werden die diesjährigen Oscars verliehen und wie jedes Jahr wurden einige Filme und Leistungen sträflich übersehen. Trotzdem gibt es in den Hauptkategorien keinen Totalausfall; – naja, „Bohemian Rhapsody“ ist zwar ein nettes Musikerbiopic, aber als besten Film sehe ich ihn definitiv nicht. Bei einigen der anderen Filme war ich etwas am Überlegen, aber am Ende würde ich „The Favourite“ viele Oscars geben.

Den hochgelobten „Roma“ lasse ich komplett außen vor, weil er als Netflix-Film nach einer Alibi-Kinoauswertung nur noch an einem Ort gesehen werden kann. Das widerspricht der Idee, dass über Kinofilme über einen längeren Zeitraum gesprochen wird und sie damit auch Einfluss auf gesellschaftliche Diskurse und andere Filme nehmen. Bis jetzt gelang das noch keinem Netflix-Film. Oder erinnert sich noch jemand an „Beast of No Nation“ und „Okja“?

Selbstverständlich werden die Preisträger nachgetragen.

(UPDATE nach der Preisvergabe: die Gewinner)

Nominiert für die 2019er Oscars sind:

Best Picture

BlacKkKlansman

Black Panther

Bohemian Rhapsody

The Favourite (MEIN TIPP)

Green Book (GEWINNER – das erinnert an 1990, als „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ [Driving Miss Daisy] den Oscar als bester Film des Jahres erhielt)

Roma

A Star Is Born

Vice

Best Director

Alfonso Cuaron (Roma) (GEWINNER)

Yorgos Lanthimos (The Favourite) (MEIN TIPP)

Spike Lee (BlacKkKlansman)

Adam McKay (Vice)

Pawel Pawlikowski (Cold War)

Best Actress

Yalitza Aparicio (Roma)

Glenn Close (The Wife [Die Frau des Nobelpreisträgers])

Olivia Colman (The Favourite) (MEIN TIPP) (GEWINNER)

Lady Gaga (A Star Is Born)

Melissa McCarthy (Can You Ever Forgive Me?)

Best Actor

Christian Bale (Vice) (MEIN TIPP)

Bradley Cooper (A Star Is Born)

Willem Dafoe (At Eternity’s Gate)

Rami Malek (Bohemian Rhapsody) (GEWINNER)

Viggo Mortensen (Green Book)

Best Supporting Actress

Amy Adams (Vice)

Marina de Tavira (Roma)

Regina King (If Beale Street Could Talk) (MEIN TIPP – auch weil „If Beale Street could talk“ bei den Nominierungen sträflich vernachlässigt wurde, läuft bei uns am 7. März an) (GEWINNER)

Emma Stone (The Favourite)

Rachel Weisz (The Favourite)

Best Supporting Actor

Mahershala Ali (Green Book) (MEIN TIPP – obwohl Richard E Grant auch eine gute Wahl gewesen wäre) (GEWINNER)

Adam Driver (BlacKkKlansman)

Sam Elliott (A Star Is Born)

Richard E. Grant (Can You Ever Forgive Me?)

Sam Rockwell (Vice)

Best Original Screenplay

The Favourite (Deborah Davis and Tony McNamara) (MEIN TIPP)

First Reformed (Paul Schrader) (noch nicht gesehen und hier wohl nur als VoD ansehbar)

Green Book (Brian Hayes Currie, Peter Farrelly and Nick Vallelonga) (GEWINNER)

Roma (Alfonso Cuaron)

Vice (Adam McKay)

Best Adapted Screenplay

A Star Is Born (Bradley Cooper, Will Fetters and Eric Roth)

The Ballad of Buster Scruggs (Joel Coen and Ethan Coen)

BlacKkKlansman (Spike Lee, David Rabinowitz, Charlie Wachtel and Kevin Willmott) (GEWINNER)

If Beale Street Could Talk (Barry Jenkins) (MEIN TIPP)

Can You Ever Forgive Me? (Nicole Holofcener and Jeff Whitty)

Best Makeup & Hairstyling (puh…)

Border

Mary Queen of Scots (Maria Stuart, Königin von Schottland)

Vice (MEIN TIPP, wegen Dick) (GEWINNER)

Best Costume Design

The Ballad of Buster Scruggs (Mary Zophres)

Black Panther (Ruth E. Carter) (GEWINNER)

The Favourite (Sandy Powell) (MEIN TIPP)

Mary Poppins Returns (Sandy Powell)

Mary Queen of Scots (Alexandra Byrne)

Best Cinematography

The Favourite (Robbie Ryan) (MEIN TIPP)

Never Look Away (Werk ohne Autor) (Caleb Deschanel)

Roma (Alfonso Cuaron) (GEWINNER)

A Star Is Born (Matty Libatique)

Cold War (Lukasz Zal)

Best Original Song (da hab ich keinen im Ohr. Aber „Shallow“ soll gut sein)

All the Stars“ (Black Panther, written by Kendrick Lamar, Al Shux, Sounwave, SZA and Anthony Tiffith) Performed by Kendrick Lamar and SZA

I’ll Fight“ (R.B.G., written by Diane Warren) Performed by Jennifer Hudson

The Place Where Lost Things Go“ (Mary Poppins Returns, written by Marc Shaiman and Scott Wittman) Performed by Emily Blunt

Shallow“ (A Star Is Born, written by Lady Gaga, Mark Ronson, Anthony Rossomando and Andrew Wyatt) Performed by Bradley Cooper and Lady Gaga (GEWINNER)

When a Cowboy Trades His Spurs for Wings“ (The Ballad of Buster Scruggs, written by Dave Rawlings and Gillian Welch) Performed by Tim Blake Nelson and Willie Watson

Best Original Score (kein Tipp, weil ich keinen Soundtrack mehr im Ohr habe. Wobei in „BlacKkKlansman“, „If Beale Street could talk“ und „Isle of Dogs“ die Musik nicht negativ auffiel. Wahrscheinlich macht das Musical „Mary Poppins Returns“ das Rennen, weil es ein Musical ist)

Black Panther (Ludwig Goransson) (GEWINNER)

BlacKkKlansman (Terence Blanchard)

If Beale Street Could Talk (Nicholas Britell)

Isle of Dogs (Alexandre Desplat)

Mary Poppins Returns (Marc Shaiman)

Best Documentary Feature (kein Tipp)

Free Solo (GEWINNER)

Hale County This Morning, This Evening

Minding the Gap

Of Fathers and Sons

R.B.G.

Best Animated Feature

Incredibles 2 (Die Unglaublichen 2)

Isle of Dogs (MEIN TIPP)

Mirai

Ralph Breaks the Internet

Spider-Man: Into the Spider-Verse (Spider-Man: A new Universe) (GEWINNER)

Best Foreign-Language Film

Capernaum (Lebanon)

Cold War (Poland)

Never Look Away (Werk ohne Autor) (Germany)

Roma (Mexico) (GEWINNER)

Shoplifters (Japan) (MEIN TIPP)

Best Sound Mixing

Black Panther

Bohemian Rhapsody (GEWINNER)

First Man (Aufbruch zum Mond)

Roma

A Star Is Born (MEIN TIPP, weil Musik ja im Mix entsteht)

Best Sound Editing

Black Panther

Bohemian Rhapsody (GEWINNER)

First Man

A Quiet Place  (MEIN TIPP)

Roma

Best Production Design

Black Panther (Hannah Beachler and Jay Hart) (GEWINNER)

The Favourite (Fiona Crombie and Alice Felton) (MEIN TIPP)

First Man (Nathan Crowley and Kathy Lucas)

Mary Poppins Returns (John Myhre and Gordon Sim)

Roma (Eugenio Caballero and Barbara Enriquez)

Best Visual Effects

Avengers: Infinity War

Christopher Robin

First Man (GEWINNER)

Ready Player One (MEIN TIPP – ansonsten „Avengers: Infinity War“)

Solo: A Star Wars Story

Best Film Editing

BlacKkKlansman (Barry Alexander Brown) (MEIN TIPP – nachdem ich Spike Lees neuen Film bis jetzt sträflich vernachlässigt habe)

Bohemian Rhapsody (John Ottman) (GEWINNER)

The Favourite (Yorgos Mavropsaridis)

Green Book (Patrick J. Don Vito)

Vice (Hank Corwin)

Best Animated Short (ab jetzt keine Tipps mehr, weil ich keinen der Filme kenne)

Animal Behaviour

Bao (GEWINNER)

Late Afternoon

One Small Step

Weekends

Best Live-Action Short

Detainment

Fauve

Marguerite

Mother

Skin (GEWINNER)

Best Documentary Short

Black Sheep

End Game

Lifeboat

A Night at the Garden

Period. End of Sentence (GEWINNER)


Die Oscar-Nominierungen 2019

Januar 22, 2019

Sodele, einen Tag nach den Razzie-Nominierungen, gibt es die Oscar-Nominierungen.

Die Oscar-Verleihung ist am Sonntag, den 24. Februar, im Dolby Theatre.

Insgesamt eine schöne Liste empfehlenswerter Filme; – und jetzt muss ich schnell überlegen, welche Filme wirklich übersehen wurden. Ad hoc fällt mir nur Debra Graniks „Leave no trace“ ein.

Ein, zwei der nominierten Filme habe ich noch nicht gesehen. Deshalb gibt es jetzt noch keine Oscar-Gewinner-Tipps. In der Kategorie „Bester Film des Jahres“ schwanke ich zwischen „The Favourite“ (mit einem überragendem Ensemble), „BlacKkKlansman“ (sehr witzig und sehr wütend) und „Green Book“ (der als kleiner Film eine kleine Geschichte erzählt). In dieser Kategorie fehlt vielleicht Barry Jenkins‘ „If Beale Street could talk“. „Vice – Der zweite Mann“ sehe ich nicht als Gewinner in dieser Kategorie, aber Christian Bale als Dick Cheney überzeugt und ist unter Maske fast nicht zu erkennen. Beste Schauspielerin sollte „The Favourite“ Olivia Colman werden. Die Trophäe für die beste Regie sollte ebenfalls an „The Favourite“ gehen. Also an Yorgos Lanthimos. Sowieso hat der Film, der am Donnerstag in unseren Kinos anläuft, jeden Preis verdient.

Ein Wort zu Netflix: mit „Roma“ und „ The Ballad of Buster Scruggs“ sind zwei Netflix-Spielfilme nominiert. Während über „Roma“, auch weil er zahlreiche Nominierungen erhält, noch gesprochen wird, ist „The Ballad of Buster Scruggs“ vollständig aus der öffentlichen Diskussion verschwunden. Eigentlich gab es nach dem Netflix-Start nur einige Kritiken, ehe der neue Film der Coen-Brüder in der Versenkung verschwand.

Und das ist das Problem von Netflix-Filmen: es findet kein öffentlicher Diskurs über sie statt. Sie existieren praktisch nicht. Einerseits weil nicht jeder Netflix hat, andererseits weil die öffentlichen Foren und die kuratierte Auswahl eines Kinos mit der anschließenden (in der Realität kaum genutzten) Möglichkeit zum Gespräch über den Film fehlen. Es gibt keine besonderen Veranstaltungen, keine Sommerkino-Aufführungen, keine Wiederaufführungen, keine Happenings. Sie begegnen einem auch später nicht im Handel oder im Fernsehen. Sie sind wie ein Buch, das in einer Bibliothek verstaubt.

Nominiert sind:

Best Picture

BlacKkKlansman

Black Panther

Bohemian Rhapsody

The Favourite

Green Book

Roma

A Star Is Born

Vice

Best Director

Alfonso Cuaron (Roma)

Yorgos Lanthimos (The Favourite)

Spike Lee (BlacKkKlansman)

Adam McKay (Vice)

Pawel Pawlikowski (Cold War)

Best Actress

Yalitza Aparicio (Roma)

Glenn Close (The Wife [Die Frau des Nobelpreisträgers])

Olivia Colman (The Favourite)

Lady Gaga (A Star Is Born)

Melissa McCarthy (Can You Ever Forgive Me?)

Best Actor

Christian Bale (Vice)

Bradley Cooper (A Star Is Born)

Willem Dafoe (At Eternity’s Gate)

Rami Malek (Bohemian Rhapsody)

Viggo Mortensen (Green Book)

Best Supporting Actress

Amy Adams (Vice)

Marina de Tavira (Roma)

Regina King (If Beale Street Could Talk)

Emma Stone (The Favourite)

Rachel Weisz (The Favourite)

Best Supporting Actor

Mahershala Ali (Green Book)

Adam Driver (BlacKkKlansman)

Sam Elliott (A Star Is Born)

Richard E. Grant (Can You Ever Forgive Me?)

Sam Rockwell (Vice)

Best Original Screenplay

The Favourite (Deborah Davis and Tony McNamara)

First Reformed (Paul Schrader)

Green Book (Brian Hayes Currie, Peter Farrelly and Nick Vallelonga)

Roma (Alfonso Cuaron)

Vice (Adam McKay)

Best Adapted Screenplay

A Star Is Born (Bradley Cooper, Will Fetters and Eric Roth)

The Ballad of Buster Scruggs (Joel Coen and Ethan Coen)

BlacKkKlansman (Spike Lee, David Rabinowitz, Charlie Wachtel and Kevin Willmott)

If Beale Street Could Talk (Barry Jenkins)

Can You Ever Forgive Me? (Nicole Holofcener and Jeff Whitty)

Best Makeup & Hairstyling

Border

Mary Queen of Scots (Maria Stuart, Königin von Schottland)

Vice

Best Costume Design

The Ballad of Buster Scruggs (Mary Zophres)

Black Panther (Ruth E. Carter)

The Favourite (Sandy Powell)

Mary Poppins Returns (Sandy Powell)

Mary Queen of Scots (Alexandra Byrne)

Best Cinematography

The Favourite (Robbie Ryan)

Never Look Away (Werk ohne Autor) (Caleb Deschanel)

Roma (Alfonso Cuaron)

A Star Is Born (Matty Libatique)

Cold War (Lukasz Zal)

Best Original Song

„All the Stars“ (Black Panther, written by Kendrick Lamar, Al Shux, Sounwave, SZA and Anthony Tiffith) Performed by Kendrick Lamar and SZA

„I’ll Fight“ (R.B.G., written by Diane Warren) Performed by Jennifer Hudson

„The Place Where Lost Things Go“ (Mary Poppins Returns, written by Marc Shaiman and Scott Wittman) Performed by Emily Blunt

„Shallow“ (A Star Is Born, written by Lady Gaga, Mark Ronson, Anthony Rossomando and Andrew Wyatt) Performed by Bradley Cooper and Lady Gaga

„When a Cowboy Trades His Spurs for Wings“ (The Ballad of Buster Scruggs, written by Dave Rawlings and Gillian Welch) Performed by Tim Blake Nelson and Willie Watson

Best Original Score

Black Panther (Ludwig Goransson)

BlacKkKlansman (Terence Blanchard)

If Beale Street Could Talk (Nicholas Britell)

Isle of Dogs (Alexandre Desplat)

Mary Poppins Returns (Marc Shaiman)

Best Documentary Feature

Free Solo

Hale County This Morning, This Evening

Minding the Gap

Of Fathers and Sons

R.B.G.

Best Animated Feature

Incredibles 2 (Die Unglaublichen 2)

Isle of Dogs

Mirai

Ralph Breaks the Internet

Spider-Man: Into the Spider-Verse (Spider-Man: A new Universe)

Best Foreign-Language Film

Capernaum (Lebanon)

Cold War (Poland)

Never Look Away (Werk ohne Autor) (Germany)

Roma (Mexico)

Shoplifters (Japan)

Best Sound Mixing

Black Panther

Bohemian Rhapsody

First Man (Aufbruch zum Mond)

Roma

A Star Is Born

Best Sound Editing

Black Panther

Bohemian Rhapsody

First Man

A Quiet Place

Roma

Best Production Design

Black Panther (Hannah Beachler and Jay Hart)

The Favourite (Fiona Crombie and Alice Felton)

First Man (Nathan Crowley and Kathy Lucas)

Mary Poppins Returns (John Myhre and Gordon Sim)

Roma (Eugenio Caballero and Barbara Enriquez)

Best Visual Effects

Avengers: Infinity War

Christopher Robin

First Man

Ready Player One

Solo: A Star Wars Story

Best Film Editing

BlacKkKlansman (Barry Alexander Brown)

Bohemian Rhapsody (John Ottman)

The Favourite (Yorgos Mavropsaridis)

Green Book (Patrick J. Don Vito)

Vice (Hank Corwin)

Best Animated Short

Animal Behaviour

Bao

Late Afternoon

One Small Step

Weekends

Best Live-Action Short

Detainment

Fauve

Marguerite

Mother

Skin

Best Documentary Short

Black Sheep

End Game

Lifeboat

A Night at the Garden

Period. End of Sentence

(via The Hollywood Reporter)


TV-Tipp für den 20. Dezember: Der Fremde im Zug – Eine Dame verschwindet – Hitchcock/Truffaut

Dezember 20, 2018

Ein Alfred-Hitchcock-Abend mit zwei selten gezeigten Filmen und einer guten Doku. Das ist wie Weihnachten. Nur schöner.

Arte, 20.15

Der Fremde im Zug (Strangers on a train, USA 1951)

Regie: Alfred Hitchcock

Drehbuch: Raymond Chandler, Czenzi Ormonde

LV: Patricia Highsmith: Strangers on a train, 1950 (Alibi für zwei, Zwei Fremde im Zug)

Während einer Bahnfahrt schlägt ein Bruno Anthony dem Tennis-Profi Haines einen vertauschten Mord vor. Haines hält dies für einen schlechten Scherz, bis seine Frau ermordet wird und Bruno den zweiten Mord einfordert.

Nach einigen Misserfolgen war “Der Fremde im Zug” wieder ein Kassenerfolg für Alfred Hitchcock. Die Highsmith-Verfilmung markiert den Beginn von Hitchcocks goldenen fünfziger Jahre. Heute hat „Der Fremde im Zug“ einen festen Platz im Hitchcock-Kanon hat.

Mit Robert Walker, Farley Granger, Patricia Hitchcock, Leo G. Carroll, Ruth Roman, Laura Elliott

Auch bekannt als “Verschwörung im Nordexpress”

Wiederholung: Freitag, 21. Dezember, 13.45 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Fremde im Zug“

Wikipedia über „Der Fremde im Zug“ (deutsch, englisch) und über Patricia Highsmith (deutsch, englisch)

Times: The 50 Greatest Crime Writers No 1: Patricia Highsmith

Kaliber .38 über Patricia Highsmith (Bibliographie)

Krimi-Couch über Patricia Highsmith

Kirjasto über Patricia Highsmith

Wired for Books: Don Swain redet mit Patricia Highsmith (1987)

Gerald Peary redet mit Patricia Highsmith (Sight and Sound – Frühling 1988 )

Meine Besprechung der Patricia-Highsmith-Verfilmung “Die zwei Gesichter des Januars” (The two Faces of January, Großbritannien/USA/Frankreich 2014)

Meine Besprechung von Todd Haynes‘ Patricia-Highsmith-Verfilmung „Carol“ (Carol, USA/Großbritannien/Frankreich 2015)

Kriminalakte über Patricia Highsmith

Arte, 21.50

Eine Dame verschwindet (The Lady vanishes, Großbritannien 1938)

Regie: Alfred Hitchcock

Drehbuch: Sidney Gilliat, Frank Launder, Alma Reville

LV: Ethel Lina White: The wheel spins, 1936 (Eine Dame verschwindet)

Im Balkanexpress verschwindet eine nette, ältere Dame. Eine junge Frau und ein ebenfalls junger Mann suchen sie, obwohl die anderen Passagiere behaupten, die alte Dame habe niemals existiert.

Hitchcocks letzter bedeutender englischer Film. Danach ging’s nach Hollywood und der Rest ist, wie man so sagt, Geschichte.

“Die hervorragenden Schauspieler tragen das ihre dazu bei, aus der launigen Geschichte ein fesselndes Abenteuer zu machen. Am überzeugendsten aber siegt hier Hitchcocks Genie, den Thrill aus dem kontrapunktischen Spiel von Suspense und Komik zu schöpfen.” (Robert A. Harris/Michael S. Lasky: Alfred Hitchcock und seine Filme)

Mit Margaret Lockwood, Michael Redgrave, Paul Lukas, Dame May Whitty, Googie Withers, Cecil Parker

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Eine Dame verschwindet“

Wikipedia über „Eine Dame verschwindet“ (deutsch, englisch)

Arte, 23.25

Hitchcock–Truffaut (Hitchcock/Truffaut, Frankreich 2015)

Regie: Kent Jones

Drehbuch: Kent Jones, Serge Toubiana

Achtzigminütige Doku über das legendäre Gespräch zwischen Alfred Hitchcock und Francois Truffaut und wie dieses als „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ veröffentlichte Gespräch die Arbeit von jüngeren Regisseuren beeinflusste.

Mit Alfred Hitchcock, Francois Truffaut, Wes Anderson, Olivier Assayas, Peter Bogdanovich, Arnaud Desplechin, David Fincher, James Gray, Kiyoshi Kurosawa, Richard Linklater, Paul Schrader, Martin Scorsese

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Hitchcock-Truffaut“

Wikipedia über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2“

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks „Mr. und Mrs. Smith“

Meine Besprechung von Thilo Wydras „Alfred Hitchcock“

Meine Besprechung von Robert V. Galluzzos “Psycho Legacy” (The Psycho Legacy, USA 2010 – eine sehenswerte Doku über die “Psycho”-Filme mit Anthony Perkins, mit vielen Stunden informativem Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Stephen Rebellos “Hitchcock und die Geschichte von ‘Psycho’” (Alfred Hitchcock and the Making of ‘Psycho’, 1990)

Meine Besprechung von Sacha Gervasis Biopic “Hitchcock” (Hitchcock, USA 2012)

Meine Besprechung von Henry Keazors (Hrsg.) “Hitchcock und die Künste” (2013)

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 3. September: Yakuza

September 2, 2018

Arte, 23.30

Yakuza (The Yakuza, USA 1974)

Regie: Sydney Pollack

Drehbuch: Paul Schrader, Robert Towne (nach einer Geschichte von Leonard Schrader)

Buch zum Film: Leonard Schrader: The Yakuza, 1974 (Yakuza, Der Yakuza)

Privatdetektiv Harry Kilmer soll die von Yakuzas entführte Tochter eines alten Freundes befreien. Er fliegt nach Japan. Mit einem Ex-Yakuza, der in seiner Schuld steht, sucht er die Entführer. Gemeinsam geraten sie in eine blutige Auseinandersetzung.

Ein sträflich unterschätzter, weil kaum bekannter Thriller, der damals an der Kinokasse ein komerzieller Reinfall war. Die DVD wurde erst 2007 veröffentlicht und im Fernsehen läuft der Noir nur alle Jubeljahre.

Ein vorzüglich besetzter, komplexer und suggestiver Film von außerordentlicher Bildkraft.“ (Lexikon des internationalen Films)

Leonard Schrader (Mishima, Der Kuss der Spinnenfrau) hatte die Idee für die Geschichte. Sein Bruder Paul Schrader (Taxi Driver) und Robert Towne (Chinatown) schrieben das Drehbuch. Leonard Schrader schrieb anschließend das Buch zum Film, das mehr als ein in Prosa umgeschriebenes Drehbuch ist.

Schon Pollacks Film zeigt, wie sehr der yakuza-Code die Handlung der Protagonisten bestimmt. In Schraders Roman werden darüber hinaus die Hintergründe aufgefächert. Schrader bietet eine Sicht von innen: Er zeigt die äußeren Zwänge wie die moralische Größe, die dem rituellen Verhalten entspringt; er nimmt den Mythos als gegebene Tatsache – und lässt so sein Action-Abenteuer zugleich zu einem Abenteuer werden, das von unseren Auffassungen von der Welt und vom Leben allgemein handelt.“ (Norbert Grob: Nachwort, in „Der Yakuza“)

Mit Robert Mitchum, Ken Takakura, Brian Keith, Herb Edelman, Richard Jordan, Kishi Keiko, Okada Eiji, James Shigeta

Wiederholung: Mittwoch, 12. September, 00.35 Uhr (Taggenau!)

Der Roman zum Film

Leonard Schrader: Der Yakuza

(übersetzt von Jürgen Bürger)

Alexander Verlag, 2008

344 Seiten

16,90 Euro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Yakuza“

Wikipedia über „Yakuza“ (deutsch, englisch)

Noir of the Week über „Yakuza“


TV-Tipp für den 29. September: Wie ein wilder Stier

September 29, 2017

Am 19. September starb Jake La Motta. Das ist eine gute Entschuldigung, sich Martin Socrseses grandioses Biopic über ihn wieder (?) anzusehen

3sat, 22.25

Wie ein wilder Stier (USA 1980, Regie: Martin Scorsese)

Drehbuch: Paul Schrader, Mardik Martin

LV: Jake La Motta mit Joseph Carter und Peter Savage: Raging Bull: My Story, 1970

Düsteres Biopic über den Boxer Jake La Motta. Scorsese drehte die zwischen 1941 und 1964 spielende Geschichte eines schnellen Aufstiegs und tiefen Falls stilbewusst in Schwarzweiß und Hauptdarsteller Robert De Niro ging vollständig in seiner Rolle auf. Dafür erhielt er einen Oscar und einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller.

Mit Robert De Niro, Cathy Moriarty, Joe Pesci, Frank Vincent

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Wie ein wilder Stier“

Wikipedia über Jake La Motta und „Wie ein wilder Stier“ (deutsch, englisch)

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

Martin-Scorsese-Fanseite

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses „The Wolf of Wall Street“ (The Wolf of Wall Street, USA 2013) und ein Infodump dazu

Meine Besprechung von Martin Scorseses „Silence“ (Silence, USA 2016)

Martin Scorsese in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 26. März: Schwarzer Engel/Brian De Palma

März 25, 2017

Ein Arte-Themenabend

Arte, 20.15

Schwarzer Engel (Obsession, USA 1976)

Regie: Brian De Palma

Drehbuch: Paul Schrader (Nach einer Geschichte von Paul Schrader und Brian De Palma)

Sechzehn Jahre nach der Entführung von seiner Frau und Tochter, die dabei starben, entdeckt Michael Courtland in Florenz eine Frau, die die Zwillingsschwester seiner toten Frau könnte. Sie verlieben sich ineinander, heiraten und kurz vor der Hochzeit wird sie entführt. Courtland fragt sich, ob sich jetzt alles wiederholt.

Starkes Frühwerk von De Palma, das, wie viele seiner Filme, zahlreiche Vergleiche mit dem Werk von Alfred Hitchcock provozierte. Auch weil dieses Mal Hitchcock-Komponist Bernard Herrmann („Vertigo – Aus dem Reich der Toten“) den Soundtrack komponierte und dafür posthum für den Soundtrack-Oscar nominiert wurde.

Die Story selbst; – nun ja, man sollte nicht zu viele Fragen stellen und sich dem Bilderrausch (Kamera: Vilmos Zsigmond) hingeben.

Danach drehte De Palma „Carrie – Das Satans jüngste Tochter“.

mit Cliff Robertson, Geneviève Bujold, John Lithgow, Sylvia ‚Kuumba‘ Williams, Wanda Blackman

Wiederholung: Dienstag, 4. April, 13.40 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Schwarzer Engel“

Wikipedia über „Schwarzer Engel“ (deutsch, englisch)

 

Arte, 21.50

Brian De Palma (De Palma, USA 2015)

Regie: Noah Baumbach, Jake Paltrow

Spielfilmlange Doku über Brian De Palma, in der der Regisseur ausführlich zu Wort kommt – und das ist gut so.

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Brian De Palma“

Wikipedia über „Brian De Palma“

Meine Besprechung von Noah Baumbachs „Frances Ha“ (Frances Ha, USA 2012)

Meine Besprechung von Noah Baumbachs „Gefühlt Mitte Zwanzig“ (While we’re young, USA 2014)

Meine Besprechung von Noah Baumbachs „Mistress America“ (Mistress America, USA 2015)


TV-Tipp für den 15. Dezember: Bringing ot the Dead – Nächte der Erinnerung

Dezember 15, 2016

Kabel1, 23.25

Bringing out the dead – Nächte der Erinnerung (USA 1999, Regie: Martin Scorsese)

Drehbuch: Paul Schrader

LV: Joe Connelly: Bringing out the dead, 1998 (Bringing out the dead – Nächte der Erinnerung)

Verfilmung des biographischen Romans von Joe Connelly über einen Notarztwagenfahrer, der in Hell’s Kitchen zu Beginn der neunziger Jahre zunehmend an seiner Arbeit und dem Sinn des Lebens zweifelt. Da werden, nicht nur weil das Team Martin Scorsese/Paul Schrader wieder zusammen ist, Erinnerungen an „Taxi Driver“ wach.

Eine feine, etwas unterschätzte Tour de force

mit Nicolas Cage, Patricia Arquette, John Goodman, Ving Rhames, Tom Sizemore, Marc Anthony, Nestor Serrano

Hinweise

Wikipedia über „Bringing out the dead“ (deutsch, englisch)

Drehbuch “Bringing out the dead” von Paul Schrader

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

Martin-Scorsese-Fanseite

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street” (The Wolf of Wall Street, USA 2013)

Martin Scorsese in der Kriminalakte

Meine Besprechung der Paul-Schrader-Verfilmung „Der Mann mit der Stahlkralle“ (Rolling Thunder, USA 1977)


Neu im Kino/Filmkritik: Extrem sportlich zum „Point Break“

Januar 21, 2016

Gut, Ericson Core, Kameramann von „The Fast and the Furious“ (ihr wisst schon: der Actionthriller, in dem ein junger Undercover-Polizist sich mit einem autoverrücktem Verbrecher befreundet), hat wirklich einige Namen und ein, zwei Details von Kathryn Bigelows Actionthriller „Gefährliche Brandung“(Point Break, USA 1991), der die Blaupause für etliche weitere Thriller war, übernommen, aber zu einem Remake macht ihn das nicht. Eher zu einer sehr freien Interpretation bekannter Elemente, die behauptet, etwas mit dem Original zu tun zu haben. So wie Paul Schraders „Katzenmenschen“ nicht mehr viel mit Jacques Tourneurs „Katzenmenschen“ oder F. Gary Grays „The Italien Jobs“ kaum Gemeinsamkeiten mit Peter Collinsons „Charlie staubt Millionen ab“ (so der deutsche Titel des ersten „Italien Jobs“) zu tun hat. Beides sind auch gute Filme, was man über „Point Break“ nicht unbedingt sagen kann.
In Cores „Point Break“ (nach einem Drehbuch von Kurt Wimmer [„Equilibrium“, „Ultraviolet“ und „Total Recall“]) begibt sich der junge FBI-Agent Johnny Utah (Luke Bracey), der gerade seine Agenten-Ausbildung beendet, auf einen gefährlichen Undercover-Einsatz. Denn er glaubt, dass die Verantwortlichen für mehrere spektakuläre Überfälle an verschiedenen abgelegenen Orten auf unserem Globus eine Gruppe Extremsportler sind. Angeführt werden sie von Bodhi (Edgar Ramirez). Da ist es gut, dass der FBIler selbst eine Vergangenheit als Extremsportler hat und das gut gefüllte Spesenkonto des FBI ihm einen Trip quer durch Europa und Südamerika gestattet.
Das ist auch nötig, weil der Bösewicht ihn zuerst einmal prüft. Weniger, ob er zum Verbrecher taugt, sondern ob er sportlich ist. Denn, das hat der junge FBI-Agent Johnny Utah durch Aktenstudium herausgefunden: der Bösewicht Bodhi verfolgt bei seinen Verbrechen einen viel größeren Plan. Ihm geht es nicht um Geld. Mit seinen Verbündeten will er die acht Prüfungen von Ono Ozaki absolvieren. Der legendäre Extremsportler und Öko-Krieger überlegte sich diese Prüfungen als Weg zur spirituellen Erleuchtung und Aussöhnung mit Mutter Erde. Ozaki starb bei der dritten Prüfung. Und nachdem wir diese Information verdaut haben, wird der Ozaki-Weg zu einem beliebig austauschbarem MacGuffin für eine muntere Weltreise. Auch wenn der Film hauptsächlich in Europa spielt.
Diese mit etwas esoterischem Geschwurbel verkleisterten Mutproben, – Big-Wave-Surfing vor der französischen Küste (die im Film zu bestaunenden Wellen wurden vor Tahiti gefunden), Freeclimbing in Venezuela, Wingsuit-Fliegen und Snowboarden in den Alpen, undsoweiter -, stehen im Mittelpunkt des Films, der auch noch etwas konventionellere Action bietet, während die Krimihandlung noch nicht einmal halbherzig mitgeschleift wird und mit der Logik so freizügig umgegangen wird, wie wir es aus der Luc-Besson-Fabrik kennen, wenn sie gerade einen schlechten Tag hat.
So wird aus dem Versprechen eines Actionthrillers schnell ein banales Werbevideo für Extremsport, das als überlanger Werbeclip bei den Landschaftsaufnahmen und Actionszenen natürlich einige Schauwerte hat. Nur eine Handlung und damit ein nachvollziehbarer Grund, in diesen Spielfilm zu gehen, existiert nicht.

Point Break - Plakat

Point Break (Point Break, USA/Deutschland 2015)
Regie: Ericson Core
Drehbuch: Kurt Wimmer (nach einer Idee von Rick King und W. Peter Iliff)
mit Luke Bracey, Edgar Ramirez, Teresa Palmer, Clemens Schick, Ray Winstone, Delroy Lindo, Matias Varela, Tobias Santelmann, Max Thieriot, Nikolai Kinski
Länge: 114 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Englische Homepage zum Film
Moviepilot über „Point Break“
Metacritic über „Point Break“
Rotten Tomatoes über „Point Break“
Wikipedia über „Point Break“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 16. November: Hitchcock-Truffaut

November 16, 2015

Arte, 20.15
Hitchcock–Truffaut (Frankreich 2015, Regie: Kent Jones)
Drehbuch: Kent Jones, Serge Toubiana
Achtzigminütige Doku über das legendäre Gespräch zwischen Alfred Hitchcock und Francois Truffaut und wie dieses als „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ veröffentlichte Gespräch die Arbeit von jüngeren Regisseuren beeinflusste.
Anschließend, um 21.35 Uhr läuft Alfred Hitchcocks „Frenzy“.
Mit Alfred Hitchcock, Francois Truffaut, Wes Anderson, Olivier Assayas, Peter Bogdanovich, Arnaud Desplechin, David Fincher, James Gray, Kiyoshi Kurosawa, Richard Linklater, Paul Schrader, Martin Scorsese
Hinweise
Arte über „Hitchcock-Truffaut“

Rotten Tomatoes über „Hitchcock-Truffaut“

Wikipedia über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2“

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks „Mr. und Mrs. Smith“

Meine Besprechung von Thilo Wydras „Alfred Hitchcock“

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte

Wikipedia über Francois Truffaut (deutsch, englisch, französisch)

Erster Teil meines Francois-Truffaut-Porträts (mit einer Besprechung von Emmanuel Laurents “Godard trifft Truffaut”)

Zweiter Teil meines Francois-Truffaut-Porträts: Die Antoine-Doinel-Filme

Kriminalakte über Francois Truffaut


TV-Tipp für den 26. Oktober: Taxi Driver

Oktober 26, 2015

Arte, 20.15
Taxi Driver (USA 1976, Regie: Martin Scorsese)
Drehbuch: Paul Schrader
Taxifahrer Travis Bickle nimmt das Gesetz in die eigene Hand.
Das bekannteste Werk des Teams Scorsese/Schrader, einer von De Niros bekanntesten Filmen und die letzte Arbeit von Hitchcock-Komponist Bernard Herrmann. „Taxi Driver“ ist die eindrucksvolle Studie eines soziopathischen Einzelgängers und eine Liebeserklärung an New York. Ein unumstrittener Klassiker
mit Robert De Niro, Jodie Foster, Cybill Shepherd, Peter Boyle, Harvey Keitel, Leonard Harris, Albert Brooks, Martin Scorsese (Mann im Taxi am Filmende)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Taxi Driver“
Wikipedia über „Taxi Driver“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 27. September: Ein Mann für gewisse Stunden

September 27, 2015

Arte, 20.15
Ein Mann für gewisse Stunden (USA 1980, Regie: Paul Schrader)
Drehbuch: Paul Schrader
„American Gigolo“ Julian (Richard Gere) lebt in Los Angeles als Callboy für die Damen der Oberschicht. Das ist kein Problem, bis sich eine Politkergattin in ihn verliebt und er in ein Mordkomplott hineingezogen wird.
Für Richard Gere war der an der Kinokasse erfolgreiche Film der große Durchbruch als Schauspieler und Paul Schrader, der davor unter anderem das Drehbuch für „Taxi Driver“ schrieb, hatte als Regisseur plötzlich ein ganz anderes Standing in Hollywood.
Heute ist die Charakterstudie eines einsamen Mannes ein Klassiker, der damals allerdings von der Kritik nicht so geliebt wurde: „Paul Schrader hat so gut wie alle Möglichkeiten des Themas verschenkt. (…) Das Produkt verkommt in der Kulisse.“ (Fischer Film Almanach 1981) oder „Elegant inszeniert, mit überlegenswerten Zwischentönen, aber insgesamt in der Behandlung des Themas zu oberflächlich, kommt der Film über anspruchsvollere Unterhaltung nicht hinaus.“ (Lexikon des intenationalen Films)
Dabei ist Julian doch der Prototyp eines oberflächlichen Mannes, der sich (auch berufsbedingt) durch Äußerlichkeiten definiert und der in einer Welt des schönen Scheins lebt. Und Schraders Film eine Vorschau auf die achtziger Jahre.
2007 drehte Paul Schrader mit „The Walker – Ein Freund gewisser Damen“ ein Quasi-Remake/Fortsetzung. Woody Harrelson spielt darin den eleganten Beglücker älterer Damen.
Mit Richard Gere, Lauren Hutton, Hector Elizondo, Nina von Pallandt, Bill Duke
Wiederholung: Montag, 28. September, 14.00 Uhr
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Ein Mann für gewisse Stunden“
Wikipedia über „Ein Mann für gewisse Stunden“ (deutsch, englisch)
Paul Schrader in der Kriminalakte


Horror bei ZDFneo

Mai 25, 2015

Das dürfte einige Fans des gesitteten Horrorfilms erfreuen: ZDFneo zeigt ab Samstag, den 27. Juni, bis zum Samstag, den 1. August, jeden Samstagabend von der Tagesschau-Wettervorhersage bis zum Morgengrauen Horrorfilme. Auf dem Programm stehen:

Samstag, 27. Juni 2015

20.15 Uhr            Van Helsing, USA 2004

22.10 Uhr            Der Knochenjäger, USA 1999

0.00 Uhr              From Dusk Till Dawn, USA 1995 (allseits bekannt)

1.35 Uhr              Im Land der Raketenwürmer, USA 1990

03.05 Uhr            From Dusk Till Dawn, USA 1995 (Wiederholung)

4.40 Uhr              Tarantula, USA 1955 (ein Klassiker!!!)

Samstag, 4. Juli 2015

20.15 Uhr            Riddick – Chroniken eines Kriegers, USA 2004

22.00 Uhr            Turistas – Mörderisches Paradies, USA 2006

23.20 Uhr            Eden Lake, GB 2008

00.40 Uhr            Das Dorf der Verdammten, USA 1995 (von John Carpenter)

02.05 Uhr            Eden Lake, GB 2008 (Wiederholung)

03.25 Uhr            Turistas – Mörderisches Paradies

Samstag, 11. Juli 2015

20.15 Uhr            Von allen Geistern besessen, USA 1990

21.35 Uhr            Die Vögel, USA 1963 (das wird ein Hitchcock-Abend)

23.30 Uhr            Topas, USA 1969

1.30 Uhr              Der zerrissene Vorhang, USA 1963

3.30 Uhr              Cocktail für eine Leiche, USA 1948

04.45 Uhr            Von allen Geistern besessen, USA 1990 (Wiederholung)

Samstag, 18. Juli 2015

22.20 Uhr            Der verbotene Schlüssel, USA 2005

23.55 Uhr            In der Tiefe wartet der Tod, USA 2009

01.15 Uhr            Der weiße Hai 2, USA 1978

03.05 Uhr            Der weiße Hai – Die Abrechnung, USA 1987

04.30 Uhr             In der Tiefe wartet der Tod, USA 2009 (Wiederholung)

Samstag, 25. Juli 2015

22.00 Uhr            Let Me In, USA 2010

23.45 Uhr            Rosewood Lane, USA 2011

01.20 Uhr             Rammbock, D 2010 (ein deutscher Zombiefilm – und gut ist das Werk außerdem)

02.20 Uhr             Labyrinth der Monster, USA 1983

04.00 Uhr             Let Me In, USA 2010 (Wiederholung)

Samstag, 1. August 2015

22.05 Uhr            Gothika, USA 2003

23.40 Uhr            The Unborn, USA 2008

00.55 Uhr             Cube, CAN 1997 (Kultfilm?)

02.25 Uhr             Katzenmenschen, USA 1981 (inzwischen auch ein Klassiker, von Paul Schrader)

04.14 Uhr             Gothika, USA 2003 (Wiederholung)

Insgesamt eine mehr als überzeugende Auswahl von eher neueren Horrorfilmen.


TV-Tipp für den 20. Januar: Ein Freund gewisser Damen – The Walker

Januar 19, 2015

3sat, 22.25

The Walker – Ein Freund gewisser Damen (USA 2007, Regie: Paul Schrader)

Drehbuch: Paul Schrader

Carter Page III ist ein schwuler Südstaatenschönling und Begleiter der Damen der politischen High Society von Washington, D. C.. Er hält sich aus allem heraus, bis er seiner besten Freundin, der Senatorengattin Lynn Lockner ein Alibi gibt. Denn sie ist gerade über die Leiche ihres ermordeten Geliebten gestolpert.

In der grandiosen Charakterstudie „The Walker“ spielt Woody Harrelson den Charakter, den Schrader-Fans bereits aus „Taxi Driver“ (damals Robert De Niro), „American Gigolo – Ein Mann für gewisse Stunden“ (Richard Gere) und „Light Sleeper“ (Willem Dafoe) kennen: der Drifter, der die Gesellschaft von außen betrachtet und wegen einer für ihn unerreichbaren Frau seine Position als Beobachter aufgibt. Wie diese Filme ist „The Walker“ auch eine Analyse einer bestimmten Gesellschaftsschicht: hier der politischen Kaste in Washington, D. C., die sich in Räumen bewegt und verhält, als ob die Zeit kurz nach dem Bürgerkrieg stehen geblieben wäre.

Ein toller altmodischer Film, der seine deutsche Premiere auf der Berlinale erlebte, später, trotz der namhaften Besetzung, nur auf DVD veröffentlicht wurde und seine TV-Premiere im Ersten zur Geisterstunde (senderinterne Sprachregel: Prime-Time für gute Filme) erlitt.

Mit Woody Harrelson, Kristin Scott Thomas, Lauren Bacall, Ned Beatty, Moritz Bleibtreu, Mary Beth Hurt, Lily Tomlin, Willem Dafoe

Hinweise

Wikipedia über „The Walker“

Film-Zeit über “The Walker“

Rotten Tomatoes über “The Walker”

Movies Online: Interview mit Paul Schrader über „The Walker“

Close-Up Film: Interview mit Paul Schrader über „The Walker“


TV-Tipp für den 20. Oktober: Die letzte Versuchung Christi

Oktober 19, 2014

Arte, 20.15
Die letzte Versuchung Christi (USA/Kanada 1988, Regie: Martin Scorsese)
Drehbuch: Paul Schrader
LV: Nikos Kazantzakis: O Teleutaios Peirasmos, 1951 (Die letzte Versuchung)
Als der Film damals in die Kinos kam, schämten die konservativen Christen – und übersahen dabei geflissentlich (falls sie den Film überhaupt gesehen haben), dass Martin Scorsese und Paul Schrader nicht die Bibel sondern einen Roman (der 1954 in das „Index der verbotenen Bücher“ der katholischen Kirche aufgenommen wurde) über das Leben von Jesus verfilmten – und obwohl der Film 160 Minuten lang ist, habe ich mich damals im Kino nicht gelangweilt. Als ich eben die Filmlänge sah, war ich erstaunt. Denn ich hatte ihn gar nicht als so lang in Erinnerung. Und dabei bin ich wahrlich kein Freund von Bibelschinken.
„’The last Temptation of Christ‘ ist ein Film der herausfordernden Ideen und nicht der aufreizenden Provokationen. Er bietet eine kraftvolle und sehr moderne Neuinterpretation Jesu als eines Mannes, den Ängste und Zweifel angesichts der ihm zugewiesenen Rolle plagen.“ (Variety)
Die Musik ist von Peter Gabriel.
Von Paul Schrader gibt es demnächst den Nicolas-Cage-Thriller „Dying of the Light“, für den er das Drehbuch schrieb und Regie führte, aber ihm der Endschnitt aus der Hand genommen wurde. Der jetzt veröffentlichte Trailer sieht wie der Trailer für einen 08/15-Thriller, den man sich nicht ansehen muss, aus.
mit Willem Dafoe, Harvey Keitel, Barbara Hershey, Verna Bloom, David Bowie, Paul Greco, Steven Shill, Harry Dean Stanton, Irvin Kershner, John Lurie
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Die letzte Versuchung Christi“
Wikipedia über „Die letzte Versuchung Christi“ (deutsch, englisch)

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

Martin-Scorsese-Fanseite

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street” (The Wolf of Wall Street, USA 2013) und ein Infodump dazu

Martin Scorsese in der Kriminalakte

Paul Schrader in der Kriminalakte

Ach ja, hier ist der Trailer für den neuen Cage-Flick


TV-Tipp für den 11. Mai: Wie ein wilder Stier

Mai 11, 2014

Tele 5, 20.15

Wie ein wilder Stier (USA 1980, R.: Martin Scorsese)

Drehbuch: Paul Schrader, Mardik Martin

LV: Jake La Motta mit Joseph Carter und Peter Savage: Raging Bull: My Story, 1970

Düsteres Biopic über den Boxer Jake La Motta. Scorsese drehte die zwischen 1941 und 1964 spielende Geschichte eines schnellen Aufstiegs und tiefen Falls stilbewusst in Schwarzweiß und Hauptdarsteller Robert De Niro ging vollständig in seiner Rolle auf. Dafür erhielt er einen Oscar und einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller.

Mit Robert De Niro, Cathy Moriarty, Joe Pesci, Frank Vincent

Wiederholung: Montag, 12. Mai, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Wie ein wilder Stier“

Wikipedia über Jake La Motta und „Wie ein wilder Stier“ (deutsch, englisch)

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

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Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses „The Wolf of Wall Street“ (The Wolf of Wall Street, USA 2013) und ein Infodump dazu

Martin Scorsese in der Kriminalakte


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