TV-Tipp für den 2. September

September 1, 2007

Arte widmet der großen Dame des britischen Kriminalromans einen ganzen Abend:

Arte, 20.40

Zeugin der Anklage (USA 1957, R.: Billy Wilder)

Drehbuch: Larry Marcus, Billy Wilder, Harry Kurnitz                  

LV: Agatha Christie: The Witness for the Prosecution, 1933 (Kurzgeschichte, ursprünglich erschienen in „The Hound Of Death And Other Stories”, Zeugin der Anklage)

Hat Leonard Vole eine reiche Witwe erschlagen? Für Staranwalt Sir Wilfried hängt alles von der Aussage von Voles Frau Christine ab.

Der würdige Beginn des Arte-Themenabend „Agatha Christie, die Krimikönigin“.

Prototyp aller Gerichtsfilme und immer noch weitaus spannender als die jüngeren Gerichtsthriller (obwohl die Pointe bekannt sein dürfte), mit – in glänzender Spiellaune –  Marlene Dietrich, Charles Laughton, Tyrone Power

Offizielle Agatha Christie-Homepage:

http://uk.agathachristie.com/site/home/

 

Arte, 22.40

Agatha Christie – Mein Leben in Bildern (GB 2004, R.: Richard Curson-Smith)

Drehbuch: Richard Curson-Smith

Zum zehnjährigen Bühnenjubiläum von „Die Mausefalle“ erzählt Agatha Christie ihrem Psychiater und der Presse, warum sie im Dezember 1926 elf Tage verschwand.

Arte sagt zum Film: „Das von der BBC produzierte Doku-Drama über das Leben einer der erfolgreichsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts war einer der großen Zuschauererfolge des Jahres 2004 in Großbritannien. Jedes der in den Dialogen des Films gesprochenen Worte stammt aus der Feder von Agatha Christie.“

„Agatha Christie – Mein Leben in Bildern“ scheint gerade für Christie-Fans absolut nichts Neues zu bieten. Der ebenfalls von der BBC produzierte, ähnlich aufgemachte Film über George Orwell scheint wesentlich gelungener zu sein.

Mit Olivia Williams, Anna Massey, Raymond Coulthard, Stephen Boxer, Anthony O’Donnell

Wiederholungen:

Mittwoch, 4. September, 03.00 Uhr

Donnerstag, 13. September, 15.15 Uhr

Samstag, 15. September, 03.00 Uhr


Ned-Kelly-Preise vergeben

September 1, 2007

Während des Melbourne Writers Festival verlieh die Crime Writers Association of Australia die diesjährigen Ned Kelly Preise. Die meisten Preisträger dürften in Deutschland ziemlich unbekannt sein. Schließlich sind ihre Bücher sogar im englischen Sprachraum kaum erhältlich. Garry Disher, dessen vierter Hal-Challis-Roman als bester Kriminalroman des Jahres 2007 ausgezeichnet wurde, ist in Deutschland allerdings ein guter Bekannter und „Chain of Evidence“ sollte sich 2008 im Programm des Unionsverlages finden lassen.

Hier die Liste der Preisträger und die Shortlist. Die Longlist kann hier gelesen werden.

 

Bester Kriminalroman

Chain of Evidence von Garry Disher (Text)

Nominiert

The Night Ferry von Michael Robotham (Little, Brown)

The Unknown Terrorist von Richard Flanagan (Macmillan)

The Cleaner von Paul Cleave (Random House)

Undertow von Peter Corris (Allen & Unwin)

Spider Trap von Barry Maitland (Allen & Unwin)

 

Bestes Debüt

Diamond Dove von Adrian Hyland (Text)

Nominiert

The Betrayal of Bindi Mackenzie von Jaclyn Moriaty (Macmillan)

Better Dead Than Never von Laurent Boulanger (C&C International Media Group)

Behind the Night Bazaar von Angela Savage (Text)

 

Bestes Sachbuch

Written on the Skin von Liz Porter (Macmillan)

Killing for Pleasure: The Definitive Story of the Snowtown Murders von Debi Marshall (Random House)

Nominiert

Justice for the Dead von Malcolm Dodd and Beverly Knight (Hachette Livre)

Overboard: The Stories Cruise Ships Don’t Want Told von Gywn Topham (Random House)

Intractable von Bernie Matthews (Macmillan)

Silent Death von Karen Kissane (Hachette Livre)

Australian Outlaw von Derek Pedley (Sly Ink)

The Dodger von Duncan McNab (Macmillan)

Things a Killer Would Know von Paula Doneman (Allen & Unwin)


TV-Tipp für den 1. September

September 1, 2007

Tele 5, 10.35

Schießen Sie auf den Pianisten (F 1960, R.: Francois Truffaut)

Drehbuch: François Truffaut, Marcel Moussy

LV: David Goodis: Down there, 1956 (Schüsse auf den Pianisten; Schießen Sie auf den Pianisten)

Nach dem Selbstmord seiner Frau hat sich der berühmte Konzertpianist Edouard zurückgezogen und fristet als Barpianist sein Dasein in einer Kaschemme. Als sein Bruder ihn um Hilfe bittet, gerät er in die Schusslinie von Gangstern.

Nach dem Erfolg seines Erstlings „Sie küssten und sie schlugen ihn“ drehte der 27-jährige Francois Truffaut ein stimmungsvolles Kriminalmelodrama, das in jeder Einstellung das Werk eines begeisterten Cineasten ist.

„Auf den ersten Blick kann man der gebrochenen Handlung kaum folgen, versteht kaum, um was es eigentlich geht. Sieht man den Film aber öfter, wird man weniger auf die Gangster- und Liebesgeschichte achten als vielmehr auf die Machart, auf das Strickmuster dieses Films über das Filmemachen und –anschauen. Truffaut, damals nun wahrlich ein junges Genie, das sich das Filmemachen fast ausschließlich theoretisch angeeignet hat, spielt mit dem Zuschauer nach allen Regeln der Filmkunst.“ (Willi Winkler: Die Filme von Francois Truffaut)

Mit Charles Aznavour, Marie Dubois, Nicole Berger

Wiederholung:

Freitag, 7. September, 07.10 Uhr