In den USA hochgelobtes Debüt

April 30, 2008

Cornelia Reads “Schneeweißchen und Rosentot war, jeweils in der Sparte „Bestes Debüt“, für den Edgar, Gumshoe, Macavity, Barry, Audie (ein Hörbuchpreis), Romantic Times Book Club Critics Choice und Northern California Book Award for Fiction nominiert. Aber sie erhielt keinen der Preise und das hatte selbstverständlich einen Grund.

Madeline Dare lebt 1988 mit ihrem Mann Dean in Syracuse und schreibt für den „Syracuse Weekly“ für die bunten Seiten. Bei einem Mittagessen bei Deans Eltern zeigt ihr ihr Schwiegervater Cal die Erkennungsmarke eines Soldaten. Cal hat sie auf dem Feld gefunden, auf dem 1969 Harvey Johnston zwei Mädchen mit durchgeschnittener Kehle entdeckt hatte. Zuletzt waren sie mit zwei Soldaten auf dem Jahrmarkt gesehen worden. Cal meint, das sei doch eine Story für sie.

Madeline muss dagegen noch den Namen auf der Erkennungsmarke verarbeiten. Lapthorne Townsend. Ihr Lieblingscousin.

Natürlich glaubt sie nicht an seine Schuld und beginnt mit ziemlich amateurhaften Ermittlungen. Denn sie ist alles andere als eine investigative Journalistin. Trotzdem weisen die ersten Recherchen auf Lapthorne hin. Harvey Johnston erzählt ihr, er habe damals einen dunkelhaarigen Mann mit Bürstenschnitt am Tatort gesehen. Auf der New York State Fair trifft sie Archie Sembles. Er hatte damals Scherenschnitte von den toten Mädchen und den Soldaten gemacht. Als sie ihm gegenüber die Polizei erwähnt, gerät er in Panik, redet von einem „Struvel Peter“ und wirft sie aus seinem Wohnwagenatelier.

Erst am nächsten Tag, nach einer erfolglosen Suche nach Peter Struvel im Telefonbuch, fällt ihr ein, dass sie den Namen als Struwwelpeter kennt und damals Jack Schneider die Ermittlungen leitete. Hat er die Mädchen umgebracht?

Im Mittelpunkt von „Schneeweißchen und Rosentot“ steht nicht der Rätselkrimiplot, sondern die Erzählerin Dare, ihre Familie und ihr Leben zwischen Job, Ehe, eigener und angeheirateter Familie und ihrer unstetig-sexgierigen Freundin Ellis Clark. Davon erzählt sie in einem schnoddrig-ironischen Tonfall. Die beiden Familien, ihre steinreiche, dysfunktionale Ostküstensippe mit einer bewegten Vergangenheit und seine arme, aber nette Arbeiter- und Bauernfamilie, bieten dafür auch reichlich Stoff.

Dagegen schleppt sich der Krimiplot ohne große Überraschungen unglaublich zäh dahin. Immer wieder verzögert Madeline die Ermittlungen, weil investigative Recherchen nicht ihr Ding sind. Tagelang lässt sie diese Recherche links liegen. Sie spricht nur, falls überhaupt, höchst unwillig mit Zeugen und Verdächtigen. Und die Lösung ist von Anfang an so offensichtlich, dass ich es bis zum Schluss nicht glauben wollte.

Cornelia Read hat die vielen Nominierungen erhalten, weil ihre Erzählerin eine nette Stimme hat. Sie hat keinen Preis erhalten, weil der Krimiplot sich nach der Anfangsprämisse sehr langsam und sehr vorhersehbar entwickelt.

„Schneeweißchen und Rosentot“ ist als Mainstream- und Frauenliteratur sicher nicht ohne Verdienste, aber als Kriminalroman ist es ein ziemlicher Langweiler.

Cornelia Read: Schneeweißchen und Rosentot

(übersetzt von Sophie Zeitz)

dtv, 2008

432 Seiten

14,90 Euro

Originalausgabe

A field of darkness

Warner Books, 2006

Hinweise

Homepage von Cornelia Read

Cornelia Read bloggt bei Naked Authors


TV-Tipp für den 30. April

April 30, 2008

3sat, 22.25

Die innere Sicherheit (D 2000, R.: Christian Petzold)

Drehbuch: Christian Petzold, Harun Farocki

Die 15-jährige Jeanne ist mit ihren Eltern ständig auf der Flucht. Denn diese sind gesuchte, ehemalige RAF-Terroristen. Jetzt müssen sie wegen Geldproblemen zurück nach Deutschland. Die alten Freunde sollen ihnen aus der finanziellen Misere helfen. Und Jeanne ist erstmals wirklich verliebt.

Mit dem genau beobachteten, die deutsche Wirklichkeit sezierenden Drama über vergangene Schuld, das Erwachsenwerden und Verpflichtungen hatte Christian Petzold seinen Durchbruch bei den Kritikern und dem Publikum (über 100.000 Zuschauer). Stellvertretend für die zahlreichen euphorischen Besprechungen: „bester deutscher Film des Jahres“ (Michael Althen, SZ, 31. Januar 2001)

Mit Julia Hummer, Barbara Auer, Richy Müller, Günther Maria Halmer

Hinweis

M Means Movie: Interview mit Christian Petzold (2001)


Cover der Woche

April 29, 2008


Theakston-Nominierungen veröffentlicht

April 29, 2008

Die Longlist für den diesjährigen Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award bietet einen schönen Überblick über die derzeitige britische Krimiszene:

The Chemistry of Death, von Simon Beckett (Bantam)

Buried, von Mark Billingham (Sphere)

Christine Falls, von Benjamin Black (Picador)

A Tale Etched in Blood and Hard Black Pencil, von Christopher Brookmyre (Abacus)

Hurting Distance, von Sophie Hannah (Hodder & Stoughton)

Darkness and Light, von John Harvey (Arrow Books)

The Death of Dalziel, von Reginald Hill (Harper)

The Risk of Darkness, von Susan Hill (Vintage)

One Under, von Graham Hurley (Orion)

Not Dead Enough, von Peter James (Macmillan)

Relentless, von Simon Kernick (Corgi Books)

Corn Dolls, von Patrick Lennon (Hodder)

Dying Light (Die Stunde des Mörders), von Stuart MacBride (HarperCollins)

Blue Shoes and Happiness, von Alexander McCall Smith (Abacus)

The Grave Tattoo, von Val McDermid (HarperCollins)

The Savage Garden, von Mark Mills (Harper)

The Tenderness of Wolves, von Stef Penney (Quercus)

Piece of My Heart, von Peter Robinson (Hodder)

Sovereign, von C.J. Sansom (Pan)

Shifting Skin, von Chris Simms (Orion)

Etliche Autoren sind auch ins Deutsche übersetzt worden; im Moment bin ich allerdings zu faul, die deutschen Titel herauszusuchen.

Jedenfalls können Sie hier ihren Favoriten wählen. Der Gewinner wird während des Harrogate Crime Writing Festival am Donnerstag, den 17. Juli, bekannt gegeben.

(Dank an The Rap Sheet)


Agatha 2008 vergeben

April 29, 2008

Die in Malice Domestic organisierten Fans des traditionellen Krimis (aka Cozy oder Häkelkrimi) hat ihre diesjährigen Agatha-Preise vergeben. Die glücklichen Gewinner sind:

Best Novel

A Fatal Grace, von Louise Penny (St. Martin’ Minotaur)

Nominiert:

The Penguin Who Knew Too Much, von Donna Andrews (St. Martin’s Minotaur)

Her Royal Spyness, von Rhys Bowen (Penguin)

Hard Row, von Margaret Maron (Grand Central Publishing)

Murder With Reservations, von Elaine Viets (NAL)

Best First Novel

Prime Time, von Hank Phillipi Ryan (Harlequin)

Nominiert:

A Beautiful Blue Death, von Charles Finch (St. Martin’s Minotaur)

A Real Basket Case, von Beth Groundwater (Five Star)

Silent in the Grave, von Deanna Raybourn (Mira)

Best Non-fiction

Arthur Conan Doyle: A Life in Letters, von Charles Foley, Jon Lellenberg, and Daniel Stashower (Penguin)

Nominiert:

The Official Nancy Drew Handbook, von Penny Warner (Quirck Productions)

Best Short Story

“A Rat’s Tale,” von Donna Andrews (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], September/October 2007)

Nominiert:

“Please Watch Your Step,” von Rhys Bowen (The Strand Magazine, Spring 2007)

“Casino Gamble,” von Nan Higginson (Murder New York Style, edited von Randy Kendel; L&L Dreamspell)

“Popping Round to the Post,” von Peter Lovesey (EQMM, November 2007)

“Death Will Clean Your Closet,” von Elizabeth Zelvin (Murder New York Style)

Best Children’s/Young Adult

A Light in the Cellar, von Sarah Masters Buckey (American Girl)

Nominiert:

Bravo Zulu, Samantha!, von Kathleen Benner Duble (Peachtree Publishers)

Cover-Up: Mystery at the Super Bowl, von John Feinstein (Knopf)

The Falconer’s Knot, von Mary Hoffman (Bloomsbury USA)

Theodosia and the Serpents of Chaos, von R.L. LaFevers (Houghton Mifflin)

Malice Domestic’s Lifetime Achievement Award

Peter Lovesey

Poirot Awards (honoring “individuals other than writers who have made outstanding contributions to the Malice Domestic genre”)

Linda Landrigan, editor of Alfred Hitchcock Mystery Magazine

Janet Hutchings, editor of Ellery Queen Mystery Magazine

Für einige dürfte das eine ziemlich interessante Liste sein. Für mich ist es eher eine Liste von Büchern, die mir höchstwahrscheinlich nicht gefallen. Obwohl Peter Lovesey unbestritten zu den Guten gehört.

(Dank an The Rap Sheet)


TV-Tipp für den 29. April

April 29, 2008

WDR, 22.10

Nur die Sonne war Zeuge (F/I 1960, R.: René Clément)

Drehbuch: René Clément, Paul Gégauff

LV: Patricia Highsmith: The talented Mr. Ripley, 1955 (Nur die Sonne war Zeuge, Der talentierte Mr. Ripley)

Tom Ripley soll im Auftrag von Philippes Vater den Sohn nach Amerika zurückbringen. Aber Tom und Philippe verstehen sich gut und Tom gefällt das müßige Millionärsleben. Warum also nicht einfach Philippe Greenleaf umbringen und dessen Stelle einnehmen?

Grandiose Verfilmung des ersten Ripley-Romanes; obwohl der Film moralisch korrekter endet.

Neben dem ausgefeilten Drehbuch trug besonders Henri Decaes superbe Farbfotografie zum Erfolg des Films bei. Erstmals schuf Farbe jene beklemmende Atmosphäre, die bis dahin nur aus den Schwarzweiß-Filmen der Schwarzen Serie bekannt war.

Patricia Highsmith schrieb danach vier weitere Bücher mit Tom Ripley, dem ersten sympathischen Psychopathen der Kriminalgeschichte.

Mit Alain Delon, Marie Laforet, Maurice Ronet

Hinweise

Times: The 50 Greatest Crime Writers No 1: Patricia Highsmith

Kaliber .38 über Patricia Highsmith (Bibliographie)

Krimi-Couch über Patricia Highsmith

Kirjasto über Patricia Highsmith

Wired for Books: Don Swain redet mit Patricia Highsmith (1987)

Gerald Peary redet mit Patricia Highsmith (Sight and Sound – Frühling 1988 )

Mystery Net über Tom Ripley


TV-Tipp für den 28. April

April 28, 2008

Kabel 1, 21.10

Damages – Im Netz der Macht (USA 2007)

Erfinder: Todd A. Kessler, Glenn Kessler, Daniel Zelman

Ein weiterer Grund, den Kinosessel gegen die Fernsehcouch zu tauschen, ist die heute startende Anwaltsserie „Damages – Im Netz der Macht“ mit Glenn Close, die heute noch verführerischer ist als vor über zwanzig Jahren, in der Hauptrolle. Sie spielt die erfolgreiche, eiskalte, auf Betrugsfälle spezialisierte New Yorker Anwältin Patty Hewes. Jetzt vertritt Hewes in einer Sammelklage mehrere ehemalige Angestellte gegen ihren früheren Chef Frobisher. Der Multimilliardär Arthur Frobisher soll mit verbotenem Insiderhandel sein Vermögen vermehrt und das der anderen Aktieninhaber vernichtet haben. Sie verklagt ihn auf mehrere hundert Millionen Dollar. Beiden ist zum Erreichen ihrer Ziele jedes Mittel recht. Zwischen die Fronten gerät die junge Anwältin Ellen Parsons – und nach dreizehn spannenden, wendungsreichen Folgen werden die Sympathien zu den Charakteren mehr als einmal gewechselt haben. „Damages – Im Netz der Macht“ steht eindeutig in der Tradition der modernen, episodenübergreifenden TV-Serien, die sich an ein erwachsenes und zum mitdenken bereites Publikum richtet.

Die DVD mit der ersten Staffel (13 Folgen) ist bereits für den 5. Juni angekündigt. In Hollywood wird gerade die zweite Staffel geschrieben und die dritte Staffel ist auch schon bestellt. Patty Hewes bleibt uns also noch einige Jahre erhalten.

Mit Glenn Close (Patty Hewes), Rose Byrne (Ellen Parsons), Zeljko Ivanek (Ray Fiske), Tate Donovan (Tom Shayes), Ted Danson (Arthur Frobisher), Noah Bean (David Connor), Philip Bosco (Hollis Nye)

Hinweise

FX Networks über „Damages“

Kabel 1 über „Damages“

Crimespree Cinema über „Damages“

BuzzSugar: Interview über „Damages“ mit Glenn Close

Petra: Interview mit Glenn Close


TV-Tipp für den 27. April

April 27, 2008

SRTL, 22.15

Columbo: Schreib oder stirb (USA 1974, R.: Robert Butler)

Drehbuch: Peter S. Fischer

Verleger Riley Greenleaf ist stinkig. Sein Bestsellerautor Alan Mallory möchte den Verlag wechseln. Greenleaf denkt sich ‚nicht mit mir’ und der tapsige Lieutenant Columbo hat einen neuen Fall

Für Krimifans ist „Schreib oder Stirb“ ein Highlight. Es gibt zahlreiche Anspielungen auf den Literaturbetrieb und Mickey Spillane (Ja, genau der!) spielt einen Bestsellerautor.

Mit Peter Falk, Jack Cassidy, Mickey Spillane

Hinweise

Fanpage über Mickey Spillane (letzte Aktualisierung: 2001)

Thrilling Detective über Mickey Spillane

Thrilling Detective: Max Allan Collins über Mickey Spillane

January Magazine: Max Allan Collins zum Tod von Mickey Spillane

Evolver: Martin Compart zum Tod von Mickey Spillane

Mystery File: Steve Holland über Mickey Spillane

Crimetime: Interview mit Mickey Spillane

Combustible Celluloid: Interview mit Mickey Spillane

Kaliber .38 über Mickey Spillane

Krimi-Couch über Mickey Spillane

Mordlust über Mickey Spillane

New York Times: Nachruf auf Mickey Spillane

Washington Post: Nachruf auf Mickey Spillane

Meine Besprechung von Mickey Spillanes “Dead Street”


KrimiWelt-Bestenliste Mai 2008

April 26, 2008

Die KrimiWelt-Juroren empfehlen in ihrer aktuellen KrimiWelt-Bestenliste diese Romane

1 (1) Robert Littell: Die Söhne Abrahams

2 (7) Lee Child: Sniper

3 (3) Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome

4 (8 ) Lawrence Block: Verluste

5 (4) David Peace: 1983

6 (2) Peter Temple: Shooting Star

7 (-) Marek Krajewski: Festung Breslau

8 (-) Matt Beynon Rees: Der Verräter von Bethlehem

9 (6) Andrew McGahan: Last Drinks

10 (-) Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut

Littell mit dem schwachen „Die Söhne Abrahams“ ist immer noch auf dem ersten Platz. Der spannende Jack-Reacher-Roman „Sniper“ ist auf den zweiten Platz vorgerückt. Lawrence Blocks Matt-Scudder-Roman „Verluste“ ist auch nach vorne gerückt. David Peace beendet mit „1983“ sein Red-Riding-Quartett gewohnt düster. Peter Temples ziemlich traditioneller Privatdetektivroman „Shooting Star“ geht in den Sinkflug über – und die anderen fünf Bücher kenne ich nicht. Aber Suart MacBrides „Der erste Tropfen Blut“ liegt auf meinem „Zu lesen“-Stapel.

Martin Cruz Smiths ist wegen der Krimiwelt-Regeln rausgefallen; Allan Guthries „Abschied ohne Küsse“ wegen einer nicht ausreichenden Zahl von für ihn stimmenden Juroren. Pfui!

Oh, und wo bleiben Ken Bruen/Jason Starr mit „Flop“? Frank Göhre mit „Mo“? Dass Lawrence Blocks nicht zweimal in der Liste auftaucht, kann ich verschmerzen. Obwohl auch „Abzocker“ ein guter Krimi ist.


TV-Tipp für den 26. April

April 26, 2008

ARD, 02.20

Der Teufel mit der weißen Weste (F 1962, R.: Jean-Pierre Melville)

Drehbuch: Jean-Pierre Melville

LV: Pierre Lesou: Le Doulos, 1958

Regieassistenz: Volker Schlöndorff

Nach einem missglückten Einbruch wird Maurice verhaftet. Er glaubt, dass Silien ihn verraten hat und er beauftragt einen Verbrecher, Silien umzubringen. Gleichzeitig tut Silien alles, um Maurice aus dem Gefängnis zu befreien.

Düsterer Gangsterfilmklassiker, mit Jean-Paul Belmondo, Michel Piccoli, Serge Reggiani

Hans Gerhold in „Jean-Pierre Melville“ (Hanser Verlag, Reihe Film 27): „Aus einem durchschnittlichen Série Noire-Stoff wurde ein „Melville“. Tatsächlich macht die komplizierte Konstruktion des Drehbuchs mit unvorhersehbaren Volten und Rückblenden (in den Erzählungen der Personen und in visuellen flash-backs) LE DOULOS zu dem spannendsten und undurchschaubarsten Film Melvilles. Denn LE DOULOS ist eine Anti-Tragödie und auf dem Prinzip der Lüge aufgebaut, die jede Äußerung und jedes Bild sofort wieder relativiert.“


TV-Krimi-Buch-Tipps online

April 25, 2008

Die Alligatoren haben sich meine TV-Krimi-Buch-Tipps geschnappt, gut verdaut und so ausgeschieden. Das Mahl begann mit diesen Worten:

In den kommenden zwei Wochen gibt es zahlreiche Auftritte der altbekannten Herren James Bond, Alfred Hitchcock und Henning Mankell. Außerdem zeigen die TV-Sender Jean-Pierre Melvilles Pierre-Lesou-Verfilmung „Der Teufel mit der weißen Weste“ (als Nachschlag zu Jean-Paul Belmondos Geburtstag), den Columbo-Fall „Schreib oder stirb“ (mit Mickey Spillane), Jacques Derays Derek-Raymond-Verfilmung „Mörderischer Engel“, Clint Eastwoods Andrew-Klavan-Verfilmung „Ein wahres Verbrechen“, Dennis Hoppers viel zu selten gezeigte Charles-Williams-Verfilmung „The Hot Spot“, Ron Sheltons irgendwie James-Ellroy-Verfilmung „Dark Blue“, John Schlesingers Robert-Lindsey-Verfilmung „Der Falke und der Schneemann“, die Patricia-Highsmith-Verfilmungen „Nur die Sonne war Zeuge“ und „Ripley’s Game“ und, als TV-Premiere, Florent Emilio Siris Robert-Crais-Verfilmung „Hostage – Entführt“.


TV-Tipp für den 25. April

April 25, 2008

Arte, 23.30

El Topo (Mexiko/Chile/Frankreich 1970, R.: Alexandro Jodorowsky)

Drehbuch: Alexandro Jodorowsky

Einer der Klassiker des Mitternachtskinos erlebt heute seine TV-Premiere. Die Story von El Topo – der übernatürlich begabte El Topo will in der in der Wüste gegen die vier Männer antreten, die schneller ziehen können als er – ist nur der Rahmen für einen surrealistischen Western, der heute ziemlich abgefeiert wird.

Für die andere Meinung zitieren wir die zeitgenössische Filmkritik: „Der hemmungsloseste Effekthaufen der Filmgeschichte. Die Wüste ist mit sämtlichen Leichen aller Spaghetti- und Hongkong-Western gepflastert, und das lebende personal rekrutiert sich aus den Abstellkammern allen Zelluloid-Horrors. (…) alles wird zu einem echten Jodorowsky gebunden durch metaphysischen Quark aus der Milch katholischer Denkungsart.“ (Der Spiegel)

„’El Topo’, vor vier Jahren ein Kult-Film der New Yorker Boheme, veranstaltet der genialische Kraftmensch Jodorowsky („Montana Sacra“) ein ungeschlachtes Spektakulum abgeschmackter Schockbilder. Fragwürdiger freilich noch als das ebenso eitle wie konfuse Werk, dem der zirzensische Glanz des späteren ‚Montana Sacra’ weitgehend fehlt, erscheint die Begründung, mit der die Wiesbadener Filmbewertungsstelle ‚El Topo’ ein Prädikat verweigerte. Der Film, ‚dessen Krankhaftigkeit nur noch durch Psychoanalyse zu klären ist’, wurde von der FBW in einer ärgerlich faschistoiden Begründung als ein Stück entarteter Kunst verdammt.“ (Die Zeit, 14. März 1975)

Joe Hembus vergibt in seinem Western-Lexikon 1995 keinen Stern an „El Topo“.

Mit Alejandro Jodorowsky, Brontis Jodorowsky, José Legarreta, Alfonso Arau

Wiederholung: Samstag, 3. Mai, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „El Topo“

Premiere: Interview mit Jodorwosky zur DVD-Premiere von „El Topo“

Guardian über die DVD-Premiere von „El Topo“

Weitere Informationen zu Alexandro Jodorowski bei „Der Heilige Berg“


Nix mit Suspense

April 24, 2008

Eine Sammlung von Kurzkrimis beginnt mit einem Konzept. In „Greatest Hits“ handeln alle Geschichten von Profikillern. In „Dangerous Women“ geht es um gefährliche Frauen. In „Murderers’ Row“ um Baseball. In „Murder and all that Jazz“ um Jazz. In „Mystery Street“ um eine Straße und einen Privatdetektiv als Helden. In „Schöne Leich’ in Wien“ spielen alle Geschichten in Wien. In „Tod am Bodensee“ am Bodensee. Ein solches Konzept führt bei den Autoren zu einer gesunden Mischung aus Disziplin (sie müssen eine Kriminalgeschichte zu einem bestimmten Thema oder Ort schreiben) und Freiheit (innerhalb dieses Rahmens ist alles möglich). Gleichzeitig ist das so entstehende Buch nicht einfach nur eine Sammlung von mehreren Kurzgeschichten, sondern etwas besonders.

Bei der von Christiane Geldmacher herausgegebenen Kurzgeschichtensammlung „Hell’s Bells“ wurde auf ein solches Konzept verzichtet und im Klappentext wird als Kaufargument nur noch hilflos der kleinste gemeinsame Nenner für eine Geschichte bemüht: nämlich „Spannung“. Gerade dieser Aspekt sollte für eine Kriminalgeschichte noch selbstverständlicher sein als für jede andere Geschichte.

Allerdings sind die meisten Geschichten in „Hell’s Bells“ nicht sonderlich spannend. Spannung ist die Ankündigung, dass etwas geschehen wird. Wir Leser sind in das Geschehen involviert. Wir wollen wissen, wie die Geschichte endet. Wir hoffen dabei auf ein bestimmtes Ende.

Alfred Hitchcock bemühte, wenn er erklären musste, was Spannung ist, oft die Karten spielenden Männer. Während sie seelenruhig spielen, wissen wir, dass der Verbrecher unter dem Tisch eine Bombe angebracht hat und wann sie explodiert. Im Folgenden hoffen wir, dass diese Männer entweder die Bombe entdecken oder möglichst schnell den Raum verlassen. Das ist Suspense. Auch jede Folge von „Alfred Hitchcock präsentiert“ (Alfred Hitchcock presents) demonstriert dieses Prinzip. Beispielsweise „Bang! You’re Dead“. Ein als Cowboy verkleideter Junge schiebt eine Kugel in einen Revolver. Dann zieht er durch den Vorort und schießt auf Gegenstände und Menschen. Bei jedem Schuss hoffen wir, dass die Kugel in der Trommel bleibt. Vor jedem Schuss hoffen wir, dass ein Erwachsener ihm endlich den Revolver abnimmt. Nach jedem Schuss hoffen wir, dass der Junge mit diesem Spiel aufhört.

Genau diese Spannung – immerhin wird im Klappentext auch explizit auf Patricia Highsmith und „Suspense“ hingewiesen – fehlt den in „Hell’s Bells“ versammelten Geschichten. Die meisten plätschern, oft psychologisch unglaubwürdig, bis zum Ende vor sich hin. Norbert Horst, Jürgen Albertsen und Carlo Schäfer lassen einen eher ratlos zurück. Einige, wie Henrike Heilands Theaterstück, Arthur Gordon Wolf und Sebastian Spengler, sind einfach missglückt.

In diesem Umfeld wird Dieter Paul Rudolph mit seinem etwas länglichen Schulaufsatz „All-inclusive oder Wie ich meine großen Ferien verbracht habe“ zum Höhepunkt. Doch Schulaufsätze sind nicht spannend.

Christiane Geldmacher (Hrsg.): Hell’s Bells

Poetenladen, 2008

176 Seiten

13 Euro

Enthält

Sebastian Spengler: Der Wald reicht bis ans Haus

Norbert Horst: Nah

Dieter Paul Rudolph: All-inclusive oder Wie ich meine großen Ferien verbracht habe

Henrike Heiland: Der unglückliche Herr Dr. von und zu Wittenstein

Arthur Gordon Wolf: Jack is Back

Sabine Ludwigs: Beutezug

Susanne Schubarsky: Schwarze Erinnerungen

Sabine Thomas: Angel in the Night

Carlo Schäfer: Uranus Schnitz und das Michelangelo Quadrat

Jürgen Albertsen: Ein Platz bei ihr am Grab

Michael Theurillat: Plan B

Elke Schröder: Eine runde Sache

Sabina Altermatt: Bergwärts

Michael Hüttenberger: Dorfmusik

Christiane Geldmacher: Ach, du bist das


TV-Tipp für den 24. April

April 24, 2008

3sat, 22.55

Fahr zur Hölle, Liebling (USA 1975, R.: Dick Richards)

Drehbuch: David Zelag Goodman

LV: Raymond Chandler: Farewell, my lovely, 1940 (Lebewohl, mein Liebling/Betrogen und gesühnt/Lebwohl, mein Liebling)

Los Angeles, 1941: Der gerade freigelassene Bankräuber Moose Malloy engagiert Marlowe. Der Detektiv soll Malloys Freundin Velma finden. Ein nur scheinbar einfacher Fall.

Dritte, sehr originalgetreue und sehr gelungene Verfilmung des Chandler-Buches.

Mit Robert Mitchum, Charlotte Rampling, John Ireland, Harry Dean Stanton, Anthony Zerbe, Sylvester Stallone (in einer erträglich kurzen Rolle) und – in einer ganz kleinen, aber wichtigen Rolle – Jim Thompson (!)

Hinweise

Thrilling Detective über Philip Marlowe

Thrilling Detective über Raymond Chandler

Krimi-Couch über Raymond Chandler

Mordlust über Raymond Chandler


Frank Weiss spricht über seine Serie „Unschuldig“

April 23, 2008

Mit „Unschuldig – Für die Wahrheit ist es nie zu spät“ geht um 20.15 Uhr bei Pro 7 eine neue deutsche Krimiserie an den Start. In ihr kämpft eine Anwältin für die Freiheit von unschuldig Verurteilten. Der Sender ist ziemlich begeistert, hat sogar einen durchaus ansprechenden Webauftrtt kreiert (für Privat-TV-Verhältnisse), die Bücher für die zweite Staffel sind wohl auch schon geschrieben (Warum dann allerdings nach dem Dreh im Sommer bis zum Frühjahr 2009 mit der Aussstrahlung gewartet werden soll, verstehe ich nicht. Immerhin ist ein Vorzug US-amerikanischer Serien das unverzügliche Reagieren auf Fanwünsche und, je nach Format, Schlagzeilen und Skandalen.), die Kritiken wohlwollend-verhalten (die meisten loben den Look, die Schnitte, die Musik und monieren die Drehbücher).

So komme ich jetzt elegant zum Ende. Denn neben den vielen „Hauptdarstellerin Alexandra Neldel erzählt wie toll die Serie ist“-Clips (bei Pro 7 und You Tube) gibt es bei „Stichwort Drehbuch“ ein informatives Interview mit „Unschuldig“-Erfinder und Headwriter Frank Weiss.


TV-Tipp für den 23. April

April 23, 2008

MDR, 22.05

TATORT: Laura, mein Engel (D 1994, R.: Ottokar Runze)

Drehbuch: Richard Hey

Laura soll ihre in den Achtzigern in den Westen geflüchtete Mutter umgebracht haben. Als ihr Bild in der Zeitung auftaucht, weiß Ehrlicher, dass Laura nicht vor der Polizei, sondern vor dem wirklichen Täter flüchtet. Kann er Laura retten?

Einer des besten Ehrlicher-TATORTE, basierend auf einem komplexen Drehbuch von Richard Hey.

Mit Peter Sodann, Bernd Michael Lade, Ivan Desny, Beathe Finckh

Hinweise

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Richard Hey

HR: Nachruf auf Richard Hey


Gumshoe 2008 verliehen

April 22, 2008

Mystery Ink hat die siebten Gumshoe Awards verliehen. Nominiert werden Romane, die vergangenes Jahr erstmals in den USA publiziert wurden.

Best Mystery

James Lee Burke – The Tin Roof Blowdown (Simon & Schuster)

Nominiert

John Connolly – The Unquiet (Atria)

Ariana Franklin – Mistress of the Art of Death (Putnam)

Charlie Huston – The Shotgun Rule (Ballantine)

Laura Lippman – What the Dead Know (William Morrow)

Best Thriller

Robert Crais – The Watchman (Simon & Schuster)

Nominier:

Joseph Finder – Power Play (St. Martin’s Press)

Michael Gruber – The Book of Air and Shadows (William Morrow)

Richard K. Morgan – Thirteen (Del Rey)

Lee Child – Bad Luck and Trouble (Delacorte)

Best First Novel

Sean Chercover – Big City, Bad Blood (William Morrow)

Nominiert

Philip Hawley, Jr. – Stigma (Harper)

Lisa Lutz – The Spellman Files (Simon & Schuster)

Craig McDonald – Head Games (Bleak House Books)

Nick Stone – Mr. Clarinet (HarperCollins)

Lifetime Achievement

Donald E. Westlake

Best Crime Fiction Website:

The Thrilling Detective Web Site (edited by Kevin Burton Smith)

Zu Donald E. Westlake muss ich wirklich nichts sagen (während ich auf meinen Postboten, der mir den neuen Richard-Stark-Roman bringt, warte, lese ich schnell das tribute essay). Thrilling Detective ist die sehr, sehr empfehlenswerte, umfangreiche Seite zu Privatdetektiven in Buch und Film, teilweise auch mit Porträts ihrer Schöpfer.

Einige der prämierten Romane dürften in den kommenden Jahren übersetzt werden. Lee Child so in zwei Jahren. Nur bei den Preisträgern sehe ich – leider – schwarz.

(Dank an Crime Fiction Dossier)


Cover der Woche

April 22, 2008


Kleinkram: Interviews, Listen und Raymond Chandler

April 22, 2008

Bei Planet Interview ist ein lesenswertes Interview mit Ken Follett erschienen. Er spricht viel über sein neues Buch „Die Tore der Welt“, aber auch über das Schreiben:

Meiner Meinung nach sollte jeder so klar wie möglich schreiben. Das hat nichts mit dem Schreiben von Bestsellern zu tun. Im Grunde ist Schreiben eine Form der Kommunikation. Man will, dass der Leser versteht. Also sollte die Struktur der Sätze so beschaffen sein, dass die Bedeutung sich sofort offenbart. Das scheint mir eine grundlegende Regel zu sein. Ich würde nie wollen, dass jemand einen meiner Sätze zwei Mal lesen müsste. (…) Ich denke nicht, dass übermäßig komplexe Satzstrukturen irgendetwas zur Kunstform beitragen. (…) Wobei es mir jetzt gar nicht um kurze Sätze geht – die kann jeder schreiben, das ist einfach. Es gibt Beispiele von langen Sätzen, die komplizierte Gedanken ausdrücken, aber dabei immer noch sehr klar sind. Das beste Beispiel für mich ist der Essay am Anfang des 20-bändigen Oxford English Dictionary. Darin findet man diese langen majestätischen Sätze. Doch sie sind sehr klar geschrieben und man kann sie sofort verstehen. Viele Schriftsteller entwerfen Sätze, die es einem wirklich schwer machen, sie zu verstehen. Und manche von ihnen denken sicher, sie seien sehr schlaue Schriftsteller, weil sie so schwer zu verstehen sind. (lacht) (…) Ich denke, selbst meinen intelligentesten Lesern sollte ich den Gefallen tun, dass meine Sprache sehr einfach zu verstehen ist.

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Bei „Poets & Writers“ beantwortet Literaturagent Nat Sobel Fragen und erzählt auch über seine Arbeit mit James Ellroy. Ein langes Teil. (Dank an Crime Fiction Dossier für den Hinweis.)

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Die London Times hat eine Liste der fünfzig wichtigsten Krimiautoren veröffentlicht. Die Liste wird von mehreren Artikeln begleitet. Zum Beispiel schreibt Ian Rankin über die Probleme von Listen.

Uh, und die Liste? Viele gute, bekannte Namen (Chandler, Christie, Doyle, Hammett, Highsmith, Simenon, undsoweiter). Einige nicht ganz offensichtliche Namen  (Coben, Dibdin, Hiaasen, Mosley, Pelecanos. Okay. Leon? Also bitte!). Und einige Autoren, wie Lawrence Block, Ken Bruen, Michael Connelly, Erle Stanley Gardner (die Perry-Mason-Serie), Robert B. Parker (die Spenser-Serie), Mickey Spillane, Rex Stout, Ross Thomas, Donald Westlake (aka Richard Stark) fehlen.

(Dank an Sarah Weinman für den Hinweis.)

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Bleiben wir kurz bei den Klassikern: das „Outfit“ beschäftigt sich diese Woche mit Raymond Chandler und seinem Roman „The long goodbye“. Sean Chercover, Libby Hellmann, Sam Reaves, Kevin Guilfoile, Sara Paretsky, Barbara D’Amato haben bereits ihre Texte abgeliefert.

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Und der „Noir of the Week“ ist Alfred Hitchcocks „Strangers on a train“ (nach dem Roman von Patricia Highsmith, am Drehbuch schrieb auch Raymond Chandler mit). Teil 1 hier,  Teil 2 hier.

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Zum Abschluss ein Satz von Science-Fiction-Autor Ben Bova: In writing fiction, the more fantastic the tale, the plainer the prose should be. Don’t ask your readers to admire your words when you want them to believe your story.

(Dank an The Weekly Script für das Zitat.)



TV-Tipp für den 22. April

April 22, 2008

Tele 5, 22.25

Valdez (USA 1971, R.: Edwin Sherin)

Drehbuch: Roland Kibbee, David Rayfiel

LV: Elmore Leonard: Valdez is coming, 1970

Rancher Tanner beschuldigt einen Mann, seinen Freund Erin ermordet zu haben. Hilfssheriff Valdez erschießt ihn. Aber er war unschuldig. Valdez will von Tanner Geld für die Beerdigung und die Witwe des Toten. Dieser lehnt ab. Valdez nimmt den Kampf auf. Schließlich war er nicht immer ein trotteliger Hilfssheriff.

Melancholischer Spätwestern mit Burt Lancaster, Susan Clark, Richard Jordan

Von Elmore Leonards Homepage (Achtung! Das Ende wird verraten.): „Valdez is Coming is Elmore’s favorite western. It shows examples of the style that he would further develop in his contemporary crime novels. Burt Lancaster as Bob Valdez is the underestimated man, a constant theme in Elmore Leonard’s work. He is forced to confront the local ruthless land baron who nearly has him killed. He retaliates and lets his nemesis know that “Valdez is coming.” Before beginning The Moonshine War, Elmore wanted to write Valdez for the screen. Unfortunately Burt Lancaster was not available for a couple of years and the project was delayed. Edwin Sherin, the director of Valdez is Coming was a Broadway director and this was his first film which he shot in Spain. The biggest surprise of Valdez was that there was no shootout at the end, just as Elmore had written in the book. Nobody in Hollywood could believe it.”

Auch bekannt als „Valdez kommt“

Wiederholung: Mittwoch, 23. April, 02.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Elmore Leonard

The Unknown Movies über „Valdez is coming“

Meine Besprechung von „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“


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