Strandkorblektüre für den gebildeten Krimifan liest sich in den Augen der Damen und Herren von der Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur, diesen Monat so:
Am 12. Juni startet das die Ausstellung und das Filmprogramm „Inventing Queer Cinema“ in der Deutschen Kinemathek (Mauerstraße 79, 10117 Berlin) begleitende Veranstaltungsprogramm.
Tanten, Tunten, kesse Väter.Wolfgang Theis macht großes Kino im Schwulen Museum
(Gespräch)
Wolfgang Theis (ehem. Schwules Museum, Deutsche Kinemathek)
Birgit Bosold (Vorstand, Schwules Museum)
Romain Pinteaux (Archiv, Schwules Museum)
Wolfgang Theis war der langjährige Leiter des Fotoarchivs der Deutschen Kinemathek und ist eine der »Gründungsmütter« des Schwulen Museums in Berlin. Dort kuratierte er viele Jahrzehnte Sonderausstellungen zu allen möglichen und unmöglichen Themen der queeren Kulturgeschichte. Zusammen mit Birgit Bosold und Romain Pinteauxwidmen wir seinem eindrucksvollen (schwulen-) bewegten Schaffen diesen Abend.
In Kooperation mit dem Schwulen Museum und im Rahmen der Ausstellung »Susan Sontag: Sehen und Gesehen werden«.
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Freitag, 19. Juni, 19 Uhr
Unverfilmt: Das Drehbuch ›Der Puppenjunge‹ von Wieland Speck
1926 veröffentlichte der deutsche Autor John Henry Mackay den Roman ›Der Puppenjunge. Die Geschichte einer namenlosen Liebe aus der Friedrichstrasse‹ über den Buchhändler Hermann Graff, der sich in den Strichjungen Günter verliebt. 1992 adaptierte Filmemacher und Aktivist Wieland Speck den Roman, sein Drehbuch blieb jedoch unverfilmt. Wir sprechen mit Speck über seine Adaption, erfolgreichen Aktivismus und gescheiterte Finanzierungen. Schauspieler Til Schindler liest erstmals öffentlich Teile des Drehbuches.
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Freitag, 26. Juni, 19 Uhr
Kein Taxi zum Klo? Lesbisches Kino im Fokus
(Diskussion)
Monika Treut (Regisseurin, Autorin, Produzentin)
Angelina Maccarone (Regisseurin, Autorin)
Eline Gehring (Regisseurin, Autorin)
Wie steht es um lesbische Sichtbarkeit im Queer Cinema? Spielen lesbische Frauen als Regisseurinnen und Figuren im Film eine Nebenrolle? Oder gucken wir einfach nicht genau hin? Zwischen Verführungen, Coming Outs und Selbstbehauptung diskutieren Monika Treut, Angelina Maccarone und Eline Gehring ihre oft bahnbrechenden Filme. Sie erzählen von ihren Geschichten, ihren queeren Figuren und geben uns einen Einblick in vergangenes und kommendes lesbisches Filmschaffen.
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Freitag, 10. Juli, 19 Uhr
Wie pervers ist die Situation? Wir diskutieren Rosa von Praunheims ›Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt‹
(Screening und Diskussion)
Martin Dannecker (Sexualwissenschaftler, Autor)
Jochen Hick (Regisseur, Journalist, Autor)
Faraz Shariat (Regisseur, Produzent, Autor)
›Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt‹ von Rosa von Praunheim löste 1971 ein Erdbeben aus und führte deutschlandweit erstmals zur Gründung zahlreicher Schwulenbewegungen. Statt um Empathie und Verständnis zu werben, griff Praunheim schwule Männer scharf an: Spießig, einsam, eitel und unpolitisch seien sie und sollten endlich auf die Straße gehen! Ein Film wie eine schallende Ohrfeige, die nicht umsonst auch in der Ausstellung »Inventing Queer Cinema« eine zentrale Rolle spielt. Wir zeigen den Film noch einmal und fordern das Publikum und geladene Gäste auf, sich kritisch zu positionieren. Ein offenes Gespräch ohne Podium und Bühne, in dem wir Wirkung und Thesen des Films neu diskutieren wollen.
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Freitag, 17. Juli, 19 Uhr
Let’s Have a Talk!Queerer Aktivismus in der Filmbranche
(Diskussion)
Vertreter*innen von:
Queer Media Society
#ActOut
Schwarze Filmschaffendee.V.
Hauptverband Cinephilie
Jünglinge
Die Deutsche Kinemathek lädt zum Austausch ein: Was passiert aktivistisch im deutschen Queer Cinema? Wer organisiert sich wie – und wofür? Wie können wir uns gegenseitig unterstützen und vor welchen Herausforderungen stehen wir? Dazu laden wir zum Fishbowl ein. Bei der Diskussionsmethode in Form eines offenen Stuhlkreises kommen die Teilnehmenden zu Wort und miteinander ins Gespräch. Mit dabei sind Vertreter*innen der Queer Media Society, von #ActOut, Jünglinge und dem Hauptverband Cinephilie. Die Veranstaltung ist offen für alle.
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Freitag, 24. Juli, 19 Uhr
Selbstverständlichkeiten und Rollenverständnisse: Frauen, Männer, Trans* im Film
(Diskussion)
Thea Ehre (Schauspielerin)
Tucké Royale (Schauspieler, Autor)
Zazie de Paris (Schauspielerin, Sängerin)
Zazie de Paris, Thea Ehre und Tucké Royale haben mit ihren Rollen in Produktionen wie ›Westler“, ›Bis ans Ende der Nacht‹ oder ›Neubau‹ queere Filmgeschichte geschrieben. Mal geht es in den Filmen explizit um Repräsentation von Trans*, mal wird es am Rande und oft überhaupt nicht erwähnt. Wann spielt Trans*identität im Film eine Rolle? Wie steht es um die Sichtbarkeit im Queer Cinema? Ein Gespräch über Underground und Prime Time, Genre und Gender, Erfolg und Rollenangebote.
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Donnerstag, 30. Juli, 19 Uhr
Queer Cinema in Serie. Andere Geschichten und Figuren in Fernsehproduktionen
(Diskussion)
Merle Grimme (Regisseurin, Autorin)
Kerstin Polte (Regisseurin, Autorin)
Lamin Leroy Gibba (Schauspieler, Autor)
Es tut sich etwas im deutschen Fernsehen, das in den letzten Jahren queerer und diverser zu werden scheint. Mit Serien wie ›Clashing Differences‹, ›Schwarze Früchte‹, ›Becoming Charlie‹, ›Loving Her‹, ›Wir‹ oder „Druck‹ entstehen gerade im nicht-lineare Spartenprogramm Geschichten und Figuren, die wir so noch nicht kannten. Doch wie nachhaltig ist der Trend, und was folgt auf die Vorzeigeserien? Mit Merle Grimme, Kerstin Polte und Lamin Leroy Gibba berichten drei Kreative über ihre Arbeiten, die nicht nur die Fernsehlandschaft maßgeblich verändert haben.
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Freitag 14. August, 19 Uhr
Do It Yourself!Subversive Filmarbeit zwischen Pornoproduktion, Fernsehmagazin und Straßenführung
Willkommen in der Subkultur! Von »Wurstfilm« und dem Porn Film Festival über »LÄSBISCH-TV« bis hin zu »Göttinnen des Trash und »Dietrich-Drag«: Jürgen Brüning, Mahide Lein und Gaby Tupper sprechen über ihre Kulturarbeit, ihr bewegtes Leben und darüber wie sie eigene Räume und Angebote geschaffen haben, die die queere Kultur Berlins verändert haben. Ein Abend als gesprächiger Erlebnisbericht.
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Freitag, 21. August, 19 Uhr
Rosenkönige und Grausame Frauen: Die Bildermacherin Elfi Mikesch
Queer avant la lettre: Im Jahr 1970 begann die Fotografin Elfi Mikesch ihre Arbeit als Regisseurin und Kamerafrau. Bekannt für ihre tanzenden, beweglichen Bilder, die uns in unerhörte Schieflagen und Träume versetzen, arbeitet sie bei unzähligen Filmen von Rosa von Praunheim, Werner Schroeter oder Monika Treut an der Kamera. Diese Kollaborationen sprühen von Queerness, anarchischer Energie und politischem Engagement. Von ›Ich denke oft an Hawaii‹ (1978) und dem Foto-Film ›Execution – A Study of Mary‹ (1979) bis zu ihrem Dokumentarfilm ›Krieg oder Frieden‹ (2024) führte Mikesch bei über 20 Produktionen selbst Regie. Fiona Berg und Maja Roth unterhalten sich mit Mikesch über ihr queeres Leben und Schaffen.
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P. S.: Wie immer: Änderungen vorbehalten. Und an einigen Abenden dürfte es voll werden.
Vor wenigen Stunden wurden am Freitag, den 29. Mai, hier in Berlin die Deutschen Filmpreise verliehen. Die Lolas gingen an:
BESTER SPIELFILM
GOLD: IN DIE SONNE SCHAUEN (Produktion: Maren Schmitt, Lucas Schmidt, Lasse Scharpen ∙ Studio Zentral – Regie: Mascha Schilinski · Drehbuch: Mascha Schilinski, Louise Peter)
SILBER: GELBE BRIEFE (Produktion: Ingo Fliess ∙ if… Productions Film, Haut et Court, Liman Film – Regie: İlker Çatak · Drehbuch: İlker Çatak, Ayda Meryem Çatak, Enis Köstepen)
BRONZE: ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE (Produktion: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade ∙ Komplizen Film, Sentana Filmproduktion, Doll Filmproduktion, Warner Bros. Film Productions Germany – Regie & Drehbuch: Simon Verhoeven)
nominiert:
22 BAHNEN (Produktion: Anna-Malike Eigl, Thomas Wöbke, Philipp Trauer ∙ BerghausWöbke Filmproduktion, Constantin Film – Regie: Mia Maariel Meyer · Drehbuch: Elena Hell)
AMRUM (Produktion: Fatih Akin, Herman Weigel ∙ bombero international, Warner Bros. Film Productions Germany, Rialto Film – Regie: Fatih Akin · Drehbuch: Hark Bohm, Fatih Akin)
DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE (Produktion: Felix von Boehm ∙ Lupa Film, CG Cinema, Hype Studios – Regie & Drehbuch: Kirill Serebrennikov)
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BESTER DOKUMENTARFILM
GEWINNER: SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF (Produktion: Irene Höfer ∙ Medea Film Factory, Dschoint Ventschr Filmproduktion – Regie: Sabine Lidl)
nominiert:
IM PRINZIP FAMILIE (Produktion: Britta Strampe, Laura Klippel ∙ Bandenfilm – Regie: Daniel Abma)
SOLDATEN DES LICHTS (Produktion: Karoline Henkel, Jasper Mielke, Arto Sebastian ∙ Wood Water Films, patatino – Regie: Julian Vogel, Johannes Büttner)
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BESTER KINDERFILM
GEWINNER: ZIRKUSKIND (Produktion: Katharina Bergfeld, Martin Heisler ∙ Flare Film – Regie & Drehbuch: Julia Lemke, Anna Koch)
nominiert:
DAS GEHEIME STOCKWERK (Produktion: Norbert Lechner, Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Bady Minck ∙ KEVIN LEE Filmgesellschaft, AMOUR FOU Vienna, AMOUR FOU Luxembourg – Regie: Norbert Lechner · Drehbuch: Antonia Rothe-Liermann, Katrin Milhahn)
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BESTE REGIE
GEWINNER: Mascha Schilinski · IN DIE SONNE SCHAUEN
nominiert:
Simon Verhoeven · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE
İlker Çatak · GELBE BRIEFE
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BESTES DREHBUCH
GEWINNER: Mascha Schilinski, Louise Peter · IN DIE SONNE SCHAUEN
nominiert:
Simon Verhoeven · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE
Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner. Der überragende Gewinnerfilm des Abends ist „In die Sonne schauen“. Bis auf eine Ausnahme – in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“ war er zweimal nominiert – setzte er jede Nominierung in einen Gewinn um.
Die erste Ausstellung der Deutschen Kinemathek an ihrem Übergangsstandort präsentiert auch ein Stück Berlin-Geschichte, das nur möglich wurde, weil das Archiv des Filmverleihs Salzgeber geöffnet wurde. Der Filmverleih wurde 1985 von Manfred Salzgeber in West-Berlin gegründet mit dem Ziel, schwule Filme zu verleihen. Und Berlin war und ist für den queeren Film wichtig.
Schon vor der Gründung des Verleihs – Salzgeber fand 1985 für den Film „Buddies“, den ersten Spielfilm über AIDS, keinen Verleiher oder TV-Sender – engagierte der 1943 geborene und 1994 verstorbene Filmfanatiker sich für schwule Belange. Unter anderem bei der Gründung des Internationalen Forums des Jungen Films, später bei der Berlinale, als Kinobetreiber und gut vernetzter Entdecker und Förderer von Filmen abseits des Mainstreams, die nach seiner Überzeugung gesehen werden sollten. Mit Wieland Speck schuf er 1987 im Panorama der Berlinale den Teddy Award, den weltweit ersten offiziellen queeren Filmpreis auf einem A-Festival.
Viele Filme über queeres Leben entstanden in Berlin. Rosa von Praunheim lebte und arbeitete bis zu seinem Tod in Berlin. Sein Spielfilm „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ (1971) kann für die schwule und lesbische Community und ihr Selbstbewusstsein nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Konzipiert und kuratiert wurde die Ausstellung von Björn Koll, der sich mit ihr einen Traum erfüllte. Seit 1989 arbeitet er in verschiedenen Funktionen bei Salzgeber. 1994 wurde er Eigentümer und wurde 2007 alleiniger Geschäftsführer der Salzgeber & Co. Medien GmbH. Zur Ausstellung sagt er: „Es geht bei ‚Inventing Queer Cinema‘ (…) nicht um die Frage, wer was erfunden hat. Das queere Kino ist ein imaginärer Raum und Traum, der von Millionen Menschen auf der Welt gespeist und geteilt wird. Der Wunsch, sich selbst zu sehen unf für andere sichtbar zu werden, war dabei immer stärker als alle Widrigkeiten bei Produktion und Herausbringung.“
Die Ausstellung nutzt die Räumlichkeiten des E-Werk, einem seit 1987 denkmalgeschütztem Umspannwerk, und zeigt gleichzeitig die Begrenzungen auf. Denn so hoch die Eingangshalle mit 8,75 Meter ist, so wenig Platz ist für die Präsentation all der in Jahrzehnten gesammelten und jetzt zu einem kleinen Teil ausgestellten Exponate. Dafür laden die frei schwebenden Plakate und Bilder zum Assozieren und Erinnern ein.
Die Ausstellung in der Eingangshalle teilt sich auf ein einen Prolog, der auf die Geschichte des queeren Film in den zwanziger Jahren in der Weimarer Republik eingeht. Es gibt die schon erwähnten, den Raum dominierenden Visuals und etwas abgeschottete Ecken für Rosa von Praunheim, eine Box für Manfred Salzgeber und eine auf drei Leinwände aufgeteilte Präsentation.
Bei Rosa von Praunheim wird sich in einer auf sechs Monitoren aufgeteilten Präsentation auf „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ und die Wirkungsgeschichte des Films konzentriert. In „Manfreds Box“ gibt es einen Einblick in das Wirken von Manfred Salzgeber mit 1993 entstandenen Mitschnitten aus seiner Einführung in die queere Filmgeschichte und Interviews mit Kollegen und Freunden. Im Fokus Fernsehen wird gezeigt, wie sich in den vergangenen Jahrzehnten in Talkshows, im Kinderfernsehen und in Filmen und Serien die Präsentation queerer Menschen veränderte.
Ein weiterer Blickfang ist die Installation „Celebrating Queer Cinema“. Auf drei Leinwänden werden Ausschnitte aus 22 Filmen gezeigt.
Im Schaltwerk werden erstmals Dokumente und Gegenstände aus dem Archiv des Filmverleih Salzgeber präsentiert. Es gehört jetzt zum Bestand der Stiftung Deutsche Kinemathek.
Während die Ausstellung primär eine Einführung in das Thema ist, gibt es zur Vertiefung eine Filmreihe und begeltende Veranstaltungen.
Die Filmreihe besteht aus 96 Filmen, die zwischen 1924 (Carl Theodor Dreyers „Michael“) und 2023 (Paul B. Preciados „Orlando, meine politische Biografie“, Vuk Lungulov-Klotz‘ „Mutt“, Hannes Hirschs „Drifter“, Harvey Rabbits „Captain Faggotron saves the Universe“ und Malgorzata Szumowska/Michal Englerts „Frau aus Freiheit“) ihre Premiere hatten. Fast die Hälfte der teils mehrfach gezeigten Filme stammen aus den siebziger, achtziger und neunziger Jahren. Es werden Filmen von Elfi Mikesch, Ulrike Ottinger, Rosa von Praunheim, Monika Treut und Frank Ripploh gezeigt. Es gibt auch Entdeckungen wie „100 Tage, Genosse Soldat“. Der sowjetische Film von 1990 über fünf junge Männer, die ihren Militärdienst nicht überleben, ist, je nach Sicht, immer noch oder wieder aktuell.
Zu den begleitenden Veranstaltungen gehören Drehbuchlesungen und Publikumsdiskussionen. Zu den Gästen gehören Monika Treut, Angelina Maccarone, Elfi Mikesch, Wieland Speck und Jochen Hick.
Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, sich nach dem Besuch der Ausstellung weiter in das Thema zu vertiefen. Und vielleicht gibt es auch irgendwann noch ein von Björn Koll angedachtes Buch zur Ausstellung.
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Die Ausstellung „Inventing Queer Cinema“ ist in der Deutschen Kinemathek (Mauerstraße 79, Berlin) von jetzt bis zum 13. September 2026.
Sie ist von Donnerstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Am Samstag, den 9. Mai 2026, verliehen die International Thriller Writers (ITW) in New York während dem Thrillerfest XXI auf dem ThrillerFest Awards Banquet die Thriller Awards verliehen an folgende Thriller:
BEST STANDALONE NOVEL
Megan Collins – CROSS MY HEART (Atria)
nominiert
Ruth Knafo Setton – ZIGZAG GIRL (Black Spring Press)
Gilly Macmillan – THE BURNING LIBRARY (William Morrow)
Sarah Pekkanen – THE LOCKED WARD (St. Martin’s Press)
Olivia Worley – SO HAPPY TOGETHER (Minotaur)
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BEST SERIES NOVEL
Robert Crais – THE BIG EMPTY (Penguin/Putnam)
nominert
James Byrne – CHAIN REACTION (Minotaur)
John McMahon – HEAD CASES (Minotaur)
Christopher Reich – THE TOURISTS (Thomas & Mercer)
Vincent Zandri – TERMINAL MOONLIGHT (Down & Out Books)
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BEST FIRST NOVEL
Kelsey Cox – PARTY OF LIARS (Minotaur)
nominiert
Chris Chibnall – DEATH AT THE WHITE HART (Pamela Dorman Books)
Sophie Stava – COUNT MY LIES (Gallery/Scout Press)
Zoe B. Wallbrook – HISTORY LESSONS (Soho Crime)
Liann Zhang – JULIE CHAN IS DEAD (Atria)
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BEST AUDIOBOOK
Michael Robotham – THE WHITE CROW (Simon & Schuster) – Narrated by Katy Sobey
Nominiert
S. A. Cosby – KING OF ASHES (Macmillan) – Narrated by Adam Lazarre-White
Mark Edwards – THE WASP TRAP (Simon & Schuster) – Narrated by John Hopkins, Anna Burnett
Marisa Kashino – BEST OFFER WINS (Macmillan) – Narrated by Cia Court
Xan Kaur – WHEN DEVILS SING (Macmillan) – Narrated by Michael Crouch, Anjali Kunapaneni, Jennifer Pickens, Landon Woodson
CN Mabry, N’Dia Rae – THE CHEATER’S WIFE (Simon Maverick) – Narrated by Ruffin Prentiss, Machelle Williams
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BEST YOUNG ADULT NOVEL
Diana Rodriguez Wallach – THE SILENCED (Delacorte Press)
nomniert
Liz Lawson – MURDER BETWEEN FRIENDS (Delacorte Press)
Margot McGovern – THIS STAYS BETWEEN US (Penguin Young Readers)
Clay McLeod Chapman – SHINY HAPPY PEOPLE (Delacorte Press)
Julie Soto – THE THRASHERS (Wednesday Books)
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BEST SHORT STORY
Jessica Van Dessel – THE VIOLENT SEASON (Alfred Hitchcock Mystery Magazine)
nominiert
Katrina Carrasco – LEVEL UP (Bywater Books)
Scott William Carter – THE SEDUCTION OF DR. DIMENSION (Ellery Queen Mystery Magazine)
Lee Child – ELEVEN NUMBERS (Amazon Original Stories)
David Lagercrantz – FALSE NOTE (Amazon Original Stories)
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Außerdem wurden ausgezeichnet:
2026 ThrillerMaster, Lisa Scottoline
2026 ThrillerMaster, Harlan Coben
2026 Silver Bullet Award, Douglas Preston
2026 Spotlight Guest, Rachel Howzell Hall
2026 Spotlight Guest, Luis Alberto Urrea
2026 Thriller Legend, Barbara Peters
2026 ThrillerFan, Jordon Moblo
2026 Thriller Volunteer of the Year, James L’Etoile
Am gestrigen Samstag, den 9. Mai, verlieh Das Syndikat, der Verein für deutschprachige Kriminalliteratur, in Salzburg auf der Criminale den Friedrich-Glauser-Preis an:
Bester Roman
Anne Freytag: Blaues Wunder (Kampa)
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Bestes Debüt
Susanne Kaiser: Riot Girl (Wunderlich)
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Bester Kurzkrimi
Elke Pistor: Zu kurz. So lang. Ein Jahr (in “Festlich morden”, Emons)
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Jugendkrimi
Nina Scheweling: Academy of Lies – Anatomie einer Verschwörung (Loewe)
Die 1.-Mai-Demos sind bei sommerlichen Temperaturen überstanden. Die kalten Temperaturen treiben einen jetzt wieder in den Lesesessel. Als Lektüre empfiehlt die monatliche Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk Kultur, folgende Kriminalromane:
1 (–) Andrew Welsh-Huggins: The Mailman
Aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence
Hoffmann und Campe, 398 Seiten, 18 Euro
2 (–) Denise Mina: Die große Hitze
Aus dem Englischen von Else Laudan
Ariadne/Argument, 301 Seiten, 24 Euro
3 (9) Gary Victor: Erschütterungen
Aus dem Kreolischen von Peter Trier
Litradukt, 94 Seiten, 13 Euro
4 (3) Ken Jaworowski: What about the bodies
Aus dem Englischen von Lea Dunkel
Pendragon, 319 Seiten, 24 Euro
5 (–) Helena Falke: Noch fünf Tage
Suhrkamp, 302 Seiten, 20 Euro
6 (–) Pascal Garnier: Mond gefangen in einem toten Auge
Aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn
Septime, 132 Seiten, 20 Euro
7 (1) Colin Walsh: Kala
Aus dem Englsichen von Andrea O’Brien
Gutkind, 512 Seiten, 24 Euro
8 (–) Leye Adenle: Schatter der Schuld
Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer
InterKontinental, 408 Seiten, 24,50 Euro
9 (–) Ping Lu: Dunkle Gewässer
Aus dem Taiwanischen von Monika Lui
Drachenhaus, 264 Seiten, 26 Euro
10 (2) Garry Disher: Zuflucht
Aus dem Englischen von Peter Torberg
Unionsverlag, 329 Seiten, 24 Euro
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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
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Meine Besprechung von Denise Minas Philip-Marlowe-Roman “Die große Hitze” gibt es die Tage. Ebenso, anlässlich der Verfilmung, meine Besprechung von Leonie Swanns „Glennkill“ (2006 ausgezeichnet mit dem Glauser) und dann liegen hier noch einige gelesene Sachbücher herum.
In wenigen Tagen startet im Kino die Verfilmung ihres ersten Schafskrimi.
Aber was ist ein Schafskrimi? Nun, das ist, wenn wir uns bei der Erklärung auf die drei bislang von Leonie Swann geschriebenen Schafkrimis konzentrieren, ein Krimi, in dem die Geschichte aus der Perspektive von Schafen erzählt wird und Schafe einen Mordfall aufklären. Als Leonie Swanns erster Schafskrimi 2005 erschien, war er ein Überraschungserfolg. „Glennkill“ wurde 2006 in der Kategorie Bestes Debüt mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet und in 25 Sprachen übersetzt. In dem cozy Rätselkrimi will eine Schafherde, angeführt von Amateurdetektivin Miss Maple, dem klügsten Schaf der Herde, herausfinden, wer ihren Schäfer George Glenn mit einem Spaten ermordete und anschließend auf ihrer Wiese liegen ließ.
Ihr neuer Roman „Widdersehen“, gleichzeitig ihr dritter Schafskrimi, spielt nach dem Frankreichausflug „Garou“, wieder auf der aus „Glennkill“ vertrauten irischen Wiese. Aber sie sieht nicht mehr so schön aus wie früher. Als dann auch noch ihre Schäferin Rebecca spurlos verschwindet, müssen Miss Maple und die Schafherde wieder ermitteln. Ihre einzigen Spuren sind ein Finger und ein Brief, den die Schafe nicht lesen können.
Mit diesem Roman im Gepäck begibt die inzwischen in der Nähe von Cambridge lebende gebürtige Bayerin Leonie Swann sich auf Lesereise.
Die aktuell geplanten Termine sind:
Berlin | Thalia Tauentzienstraße
Dienstag, 12. Mai | 20 Uhr
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Bremen | Thalia Hansehof
Mittwoch, 13. Mai | 19:30 Uhr
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Odenthal | Literatur am Dom
Freitag, 26. Juni | 20:00 Uhr
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München | Literaturhaus
Dienstag, 21. Juli
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Frankfurt | Literaturhaus
Mittwoch, 7. Oktober (Zum Start der Frankfurter Buchmesse könnte es ziemlich voll werden.)
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Weitere Termine sollen folgen.
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Leonie Swann: Widdersehen
Dumont, 2026
336 Seiten
25 Euro
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So fing es an
Leonie Swann: Glennkill
Dumont, 2026
416 Seiten
14 Euro
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Originalausgabe
Goldmann, 2005
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Die Verfilmung startet am Donnerstag, den 14. Mai 2026.
Am 29. April verliehen die Mystery Writers of America (MWA) in New York City die diesjährigen Edgar Allan Poe Awards. Der wichtige Krimipreis ehrt die besten 2025 in den USA erschienenen Krimis.
Gewonnen haben:
Best Novel
The Big Empty, von Robert Crais (Putnam)
nominiert
Fagin the Thief, von Allison Epstein (Doubleday)
The Dream Hotel, von Laila Lalami (Pantheon)
Wild Dark Shore, von Charlotte McConaghy (Flatiron)
Hard Town, von Adam Plantinga (Grand Central)
The Inheritance, von Trisha Sakhlecha (Pamela Dorman)
Presumed Guilty, von Scott Turow (Grand Central)
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Best First Novel
Dead Money, von Jakob Kerr (Bantam)
nominiert
Killer Potential, von Hannah Deitch (Morrow)
All the Other Mothers Hate Me, von Sarah Harman (Putnam)
Johnny Careless, von Kevin Wade (Celadon)
History Lessons, von Zoe B. Wallbrook (Soho Crime)
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Best Paperback Original
The Backwater, von Vikki Wakefield (Poisoned Pen Press)
nomniert
Listen, von Sacha Bronwasser (Penguin)
The Sideways Life of Denny Voss, von Holly Kennedy (Lake Union)
Broke Road, von Matthew Spencer (Thomas & Mercer)
One Death at a Time, von Abbi Waxman (Berkley)
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Best Fact Crime
Murderland: Crime and Bloodlust in the Time of Serial Killers, von Caroline Fraser (Penguin Press)
nominiert
They Poisoned the World: Life and Death in the Age of Forever Chemicals, von Mariah Blake (Crown)
Blood and the Badge: The Mafia, Two Killer Cops, and a Scandal That Shocked the Nation, von Michael Cannell (Minotaur)
Out of the Woods: A Girl, a Killer, and a Lifelong Struggle to Find the Way Home, von Gregg Olsen (Thomas & Mercer)
Story of a Murder: The Wives, the Mistress, and Dr. Crippen, von Hallie Rubenhold (Dutton)
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Best Critical/Biographical
Edgar Allan Poe: A Life, von Richard Kopley (University of Virginia Press)
nominiert
V Is for Venom: Agatha Christie’s Chemicals of Death, von Kathryn Harkup (Sigma)
The Kingdom of Cain: Finding God in the Literature of Darkness, von Andrew Klavan (Zondervan)
Cooler Than Cool: The Life and Work of Elmore Leonard, von C.M. Kushins (Mariner)
Criss-Cross: The Making of Hitchcock’s Dazzling, Subversive Masterpiece Strangers on a Train, von Stephen Rebello (Running Press)
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Best Short Story
“Julius Katz Draws a Straight Flush” von Dave Zeltserman (Alfred Hitchcock’s Mystery Magazine, September-October 2025)
nominiert
“Reading at Night” von Graham Greene (The Strand Magazine, August 2025)
“The One That Got Away” von Charlaine Harris (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], January-February 2025)
“Orphan X: A Mysterious Profile” von Gregg Hurwitz (Mysterious Press)
“Lucky Heart” von Tim Maleeny (aus Blood on the Bayou: Case Closed, herausgegeben von Don Bruns; Down & Out)
“The Kill Clause” von Lisa Unger (Amazon Original Stories)
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Best Juvenile
Blood in the Water, von Tiffany D. Jackson (Scholastic Press)
nominiert
Montgomery Bonbon: Murder at the Museum, von Alasdair Beckett-King (Candlewick Press)
What Happened Then, von Erin Soderberg Downing (Scholastic Press)
A Study in Secrets, von Debbi Michiko Florence (Aladdin)
The Midwatch Institute for Wayward Girls, von Judith Rossell (Dial)
Mystery James Digs Her Own Grave, von Ally Russell (Delacorte Press)
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Best Young Adult
Under the Same Stars, von Libba Bray (Farrar, Straus and Giroux Books for Young Readers)
nominiert
Catch Your Death, von Ravena Guron (Sourcebooks Fire)
This Is Where We Die, von Cindy R.X. He (Sourcebooks Fire)
The Scammer, von Tiffany D. Jackson (Quill Tree)
Codebreaker, von Jay Martel (Wednesday)
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Best Television Episode Teleplay
“Pilot” Paradise, geschrieben von Dan Fogelman (Hulu)
nominiert
“End of the Line” Ballard, geschrieben von Michael Alaimo und Kendall Sherwood (Amazon/Fabel)
“Episode 101” The Lowdown, geschrieben von Sterlin Harjo (FX on Hulu)
“These Girls” Long Bright River, geschrieben von Nikki Toscano und Liz Moore (Peacock)
“Ye’iitsoh (Big Monster)” Dark Winds, geschrieben von John Wirth und Steven Paul Judd (AMC)
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Robert L. Fish Memorial Award:
“How It Happened” von Billie Kay Fern (EQMM, July-August 2025)
nominiert
“A Textbook Example” von Luis Avalos (aus Sacramento Noir, herausgegeben von John Freeman; Akashic)
“Baggage” von Rick Marcou (EQMM, January-February 2025)
“Bloodsurf” von Tiffany D. Plunkett (from Hollywood Kills, herausgegeben von Adam Meyer und Alan Orloff; Level Short)
“Grand Theft Auto in the Heart of Screenland” von Robert Rotstein (from Hollywood Kills)
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The Simon & Schuster Mary Higgins Clark Award
All This Could Be Yours, von Hank Phillippi Ryan (Minotaur)
nominiert
Five Found Dead, von Sulari Gentill (Poisoned Pen Press)
Savvy Summers and the Sweet Potato Crimes, von Sandra Jackson-Opoku (Minotaur)
No Comfort for the Dead, von R.P. O’Donnell (Crooked Lane)
Last Dance Before Dawn, von Katharine Schellman (Minotaur)
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The G.P. Putnam’s Sons Sue Grafton Memorial Award
Gone in the Night, von Joanna Schaffhausen (Minotaur)
nominiert
Cold as Hell, von Kelley Armstrong (Minotaur)
Rage, von Linda Castillo (Minotaur)
Fallen Star, von Lee Goldberg (Thomas & Mercer)
The Red Letter, von Daniel G. Miller (Poisoned Pen Press)
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The Lilian Jackson Braun Memorial Award
A Senior Citizen’s Guide to Life on the Run, von Gwen Florio (Severn House)
nominiert
Mrs. Christie at the Mystery Guild Library, von Amandah Chapman (Berkley)
The Marigold Cottages Murder Collective, von Jo Nichols (Minotaur)
Murder Two Doors Down, von Chuck Storla (Crooked Lane)
Vera Wong’s Guide to Snooping (On a Dead Man), von Jesse Q. Sutanto (Berkley)
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Grandmaster
Donna Andrews
Lee Child
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Raven Award
Corte Madera, California, bookshop and café Book Passage
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Ellery Queen Award
John Scognamiglio, the editor-in-chief of Kensington Books
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Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!
Schade, dass etliche Bücher und vor allem die Kurzgeschichten nie ins Deutsche übersetzt werden. Aber ich habe gehört: das Beherrschen einer Fremdsprache sei wichtig!
Außerdem ist es schade, dass Spielfilme nicht mehr ausgezeichnet werden.
“Eines der entscheidenden Merkmale des Projekts ist seine monumentale ökonomische Sinnlosigkeit. (…)
Ich erfreue mich rückblickend an diesem irrationalen Irrrsin, der etwas hervorgebracht hat, was niemand braucht, was niemand verwerten kann, was aber dennoch eine feste Form angenommen hat und einen Wert hat.” (Andreas Hartung)
Als Andreas Hartung vor über zehn Jahren begann, Bilder zu H. P. Lovecrafts Horrorkurzgeschichte “The Colour out of Space” (Die Farbe aus dem All, erstmals 1927 in Amazing Stories erschienen) zu malen und er die Idee hatte, die Bilder mit Musik zu präsentieren, ahnte er nicht, dass es so lange dauern würde. Jetzt, mit der musikalisch unterlegten Präsentation der Bilder des fünften Teils und der vorherigen Teile am 23. April 2026 im ausverkaften Kino Babylon, ist das Werk vollendet. Die Freude darüber ist Hartung während seiner kurzen Ansprache vor dem Konzert anzumerken.
Hartung zeichnete mit Kohlestift und Wasserfarben insgesamt 758 atmosphärische Bilder im Din-A3-Format. Auf Dialoge verzichtete er. Lovecrafts Geschichte hat auch kaum Dialoge. Er erzählt, wie auf einer abgelegenen Neuengland-Farm in der Nähe von Arkham ein Meterorit einschlägt. Zuerst scheint dieses Ding aus dem Weltraum das Wachstum und Leben auf der Farm positiv zu beinflussen. Dann beginnt es langsam das Leben aus den Menschen und den Pflanzen zu saugen. Die Gegend um das Haus leuchtet in einer Farbe, die es auf der Erde nicht gibt.
Musikalisch unterlegt werden die Bilder von bedrohlich-dunkel dräuenden Soundskulpturen der eigens für dieses Projekt zusammengestelten Postrock-Band “The Dunwich Orchestra”. Sie besteht aus Daniel Tschernow (Gitarre), Paul Bertin (Analog Synth), Bennet Gamradt (Bass) und Johannes Hehemann (Schlagzeug).
Als Ostergeschenk für den Krimifan gibt es die April-Krimibestenliste, präsentiert von von Deutschlandfunk Kultur:
1 (5) Colin Walsh: Kala
Aus dem Englischen von Andrea O’Brien
Gutkind, 512 Seiten, 24 Euro
2 (4) Garry Disher: Zuflucht
Aus dem Englischen von Peter Torberg
Unionsverlag, 329 Seiten, 29 Euro
3 (–) Ken Jaworowski: What about the bodies
Aus dem Englischen von Lea Dunkel
Pendragon, 319 Seiten, 24 Euro
4 (–) Michael Idov: Das Riga-Komplott
Aus dem Englischen von Stefan Lux
Suhrkmap, 329 Seiten, 17 Euro
5 (1) Daniel Faßbender: Heaven’s Gate
Diogenes, 291 Seiten, 19 Euro
6 (8) Jérôme Leroy: Die kleine Faschistin
Aus dem Französischen von Cornelia Wend
Edition Nautilus, 147 Seiten, 18 Euro
7 (–) Lars Findsen / Jacob Weinreich: Dunkelmann
Aus dem Dänischen von Friederike Buchinger
Scherz, 476 Seiten, 18 Euro
8 (6) Dave Zeltserman: Alles endet hier
Aus dem Englischen von Michael Grimm und Angelika Müller
Pulp Master, 282 Seiten, 16 Euro
9 (–) Gary Victor: Erschütterungen
Aus dem Kreolischen von Peter Trier
Litradukt, 94 Seiten, 13 Euro
10 (–) Sophie Sumburane: Keine besonderen Auffälligkeiten
Edition Nautilus, 296 Seiten, 20 Euro
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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
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Für die Statistiker:
Ein Krimi wurde von einer Frau geschrieben.
Fünf Krimis wurden aus dem Englischen, einer aus dem Französischen, einer aus dem Dänischen und einer aus dem Kreolischen übersetzt. Das letzte ist eine Premiere.
Einige Krimis liegen auf meinem Zu-Lesen-Stapel, einige sollten demnächst bei mir eintreffen – und ich sollte mich endlich mal ein einige überfällige Besprechungen setzen. Unter anderem zur Tony-Hillerman-Neuausgabe (Lesebefehl), Richard Hallas‘ „Wer verliert gewinnt“ (dito), Edgar Reitz‘ Filmbuch zu „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ (dito), Tilo Bernhardts „Sieben Vorschläge für einen besseren öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ (ähem, sagen wir mal zur Abwechslung lesenswert) und das Jahrbuch des Lexikon des Internationalen Films.
Heute wurden die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2026 bekannt gegeben. Die Verleihung ist am Freitag, den 29. Mai, ab 19.00 Uhr als Livestream in der ARD Mediathek und im TV ab 22.20 Uhr in der ARD.
Bevor ich zu den Nominierungen komme, muss ich unbedingt darauf hinweisen, dass dieses Mal, bis auf einen Dokumentarfilm, der am Donnerstag anläuft, alle Filme bereits im Kino liefen. Das war in früheren Jahren anders und verhinderte jede sinnvolle Diskussion über die Nominierungen.
22 BAHNEN (Produktion: Anna-Malike Eigl, Thomas Wöbke, Philipp Trauer ∙ BerghausWöbke Filmproduktion, Constantin Film – Regie: Mia Maariel Meyer · Drehbuch: Elena Hell)
ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE (Produktion: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade ∙ Komplizen Film, Sentana Filmproduktion, Doll Filmproduktion, Warner Bros. Film Productions Germany – Regie & Drehbuch: Simon Verhoeven)
AMRUM (Produktion: Fatih Akin, Herman Weigel ∙ bombero international, Warner Bros. Film Productions Germany, Rialto Film – Regie: Fatih Akin · Drehbuch: Hark Bohm, Fatih Akin)
DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE (Produktion: Felix von Boehm ∙ Lupa Film, CG Cinema, Hype Studios – Regie & Drehbuch: Kirill Serebrennikov)
GELBE BRIEFE (Produktion: Ingo Fliess ∙ if… Productions Film, Haut et Court, Liman Film – Regie: İlker Çatak · Drehbuch: İlker Çatak, Ayda Meryem Çatak, Enis Köstepen)
IN DIE SONNE SCHAUEN (Produktion: Maren Schmitt, Lucas Schmidt, Lasse Scharpen ∙ Studio Zentral – Regie: Mascha Schilinski · Drehbuch: Mascha Schilinski, Louise Peter)
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BESTER DOKUMENTARFILM
IM PRINZIP FAMILIE (Produktion: Britta Strampe, Laura Klippel ∙ Bandenfilm – Regie: Daniel Abma)
SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF (Produktion: Irene Höfer ∙ Medea Film Factory, Dschoint Ventschr Filmproduktion – Regie: Sabine Lidl) (Kinostart: 2. April 2026)
SOLDATEN DES LICHTS (Produktion: Karoline Henkel, Jasper Mielke, Arto Sebastian ∙ Wood Water Films, patatino – Regie: Julian Vogel, Johannes Büttner)
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BESTER KINDERFILM
DAS GEHEIME STOCKWERK (Produktion: Norbert Lechner, Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Bady Minck ∙ KEVIN LEE Filmgesellschaft, AMOUR FOU Vienna, AMOUR FOU Luxembourg – Regie: Norbert Lechner · Drehbuch: Antonia Rothe-Liermann, Katrin Milhahn)
ZIRKUSKIND (Produktion: Katharina Bergfeld, Martin Heisler ∙ Flare Film – Regie & Drehbuch: Julia Lemke, Anna Koch)
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BESTE REGIE
Simon Verhoeven · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE
İlker Çatak · GELBE BRIEFE
Mascha Schilinski · IN DIE SONNE SCHAUEN
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BESTES DREHBUCH
Simon Verhoeven · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE
Dann wollen wir, nach dem Prolog, in drei kurzen Kapiteln berichten
die Fakten
Am Donnerstag und Freitag besuchten 105.000 Menschen die Leipziger Buchmesse. Einer davon war ich. Insgesamt kamen über 313.000 Besucher zur diesjährigen Leipziger Buchmesse. Das ist ein Rekordbesuch. Letztes Jahr waren es 296.000 Besucher. Über 2.000 Aussteller aus 54 Ländern (auch Grönland) präsentierten ihre Bücher. Es gab über 3.000 Veranstaltung, meistens Lesungen und Gesprächsrunden, auf dem Messegelände und in der Stadt.
Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe, sagt dazu: „Ob Belletristik oder Sachbücher, gezeichnete oder gesprochene Bücher – dass die Leipziger Buchmesse mit ihrem Angebot noch mehr Menschen als je zuvor anzieht, macht uns wirklich stolz. Sie ist ein unverzichtbarer Treffpunkt für alle, die Bücher lieben.“
Der bekannteste Preis ist der Preis der Leipziger Buchmesse. Er ging an:
Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung
Miljenko Jergović: Das verrückte Herz. Sarajevo Marlboro Remastered (Übersetzung: Brigitte Döbert, Suhrkamp)
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Erster Tancho Award für herausragende deutschsprachige Mangaka:
Kategorie Verlagspublikation: Sozan Coskun: Kiela und das letzte Geleit (Band 3) (altraverse)
Kategorie Selfpublishing: Lisa Santrau (LIAN): Rabenfluch 3: Zauber und Schatten
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die Eindrücke
Zwischen den Gesprächen an verschiedenen Ständen (und meiner Meisterleistung, den großen Stand von Random House [Heyne, Goldmann, Blanvalet, usw.] zu übersehen, obwohl ich davor stand) besuchte ich dieses Jahr auch zwei Lesungen:
Horst Eckert las aus seinem neuen Thriller „Die Praktikantin“ (Heyne). In ihm will die titelgebende Praktikantin Carla Bergmann, zusammen mit dem Investigativjournalisten Jan Koller, herausfinden, warum in ein von Exilrussen gemietetes Büro eingebrochen wurde und die deutschen Behörden den Einbruch vertuschen wollen. Eckert verriet mir vor der Lesung, dass er bereits an seinem nächsten Roman schreibt und wir in ihm Figuren aus der „Praktikantin“ wieder begegnen werden.
Malin Thunberg Schunke (rechts im Bild), die seit vielen Jahren in Deutschland lebt, stellte zusammen mit ihrer Übersetzerin Stefanie Werner (links im Bild) ihren zweiten auf Deutsch erschienenen Roman vor. „Tödliche Fehler“ (Polar Verlag) ist ihr zweiter Roman (von fünf) mit dem Eurojust-Ermittlerduo Fabia Moretti und Esther Edh. Dieses Mal wollen sie herausfinden, was mit polnischen und rumänischen Saisonarbeitern auf einem in der Nähe von Neapel liegendem Bauernhof geschah. Thunberg Schunke und Werner meinten, bei der Lektüre könne einem der Appetit vergehen. Außerdem verriet Werner, dass sie gerade den dritten Roman der Serie übersetze. Er soll nächstes Jahr erscheinen.
Schon im letzten Jahr fiel auf, dass Dark Romance/Fantasy-Romane vor allem bei Leserinnen äußerst beliebt sind. Die großen Stände von einzelnen Autorinnen und die langen Schlangen sagen alles.
Sebastian Fitzek, den ich nicht traf, dürfte sich auf der Messe bei seinen täglichen, immer mehrstündigen Signierstunden einen veritablen Tennisarm erschrieben haben. Wie letztes Jahr.
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die Pläne
Wieder einige Interviews führen oder ein absolut unvor….ich bleibe bei den Interviews. Das ist schwieriger.
Geschafft: vor wenigen Stunden wurden im Dolby Theatre in Los Angeles die 98. Oscars vergeben. Ich sah sie mir hier in Berlin im Hackesche Höfe Kino in überaus netter Gesellschaft an, radelte danach auf einer geraden Linie durch die Stadt und jetzt bin ich fit genug, um meiner Chronistenpflicht nachzukommen.
Große Überraschungen gab es bei der oft erstaunlich politischen Preisverleihung nicht. „One Battle after another“ gewann etliche Oscars. Das war allgemein so erwartet worden. „Blood & Sinners“ ebenso; – und hier kommen wir zu den Überraschungen: die Oscars für die beste Kamera – Autumn Durald Arkapaw als erste Frau – und den besten Hauptdarsteller – Michael B. Jordan anstelle von Timothée Chalamet – waren so nicht erwartet worden. Gleiches gilt für die beste Nebenrolle. Den Oscar gewann Amy Madigan.
Mich überraschte (weil ich solche Dinge oft wahrnehme und dann wieder vergesse, weil ich sie ja jederzeit nachsehen kann), dass Paul Thomas Anderson bislang noch keinen Oscar gewonnen hat. Jetzt hat er drei Oscars.
Best Achievement in Music Written for Motion Pictures (Original Score)
Bugonia (Jerskin Fendrix)
Frankenstein ( Alexandre Desplat)
Hamnet (Max Richter)
GEWINNER: Blood & Sinners (Ludwig Göransson)
One Battle After Another (Jonny Greenwood)
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Best Achievement in Music Written for Motion Pictures (Original Song)
Diane Warren: Relentless (Diane Warren (music and lyric)) für „Dear Me“
GEWINNER: KPop Demon Hunters (EJAE(music and lyric), Mark Sonnenblick, Joong Gyu-kwak, Lee Yu-han, Nam Hee-dong, Teddy Park, Jeong Seong-Hoon) für „Golden“
Blood & Sinners (Ludwig Göransson (music and lyric), Raphael Saadiq (music and lyric)) für „I Lied to You“
Viva Verdi (Nicholas Pike (music and lyric)) für „Sweet Dreams of Joy“
Train Dreams (Nick Cave (music and lyric), Bryce Dessner (music)) für „Train Dreams“
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Best Achievement in Visual Effects
GEWINNER: Avatar: Fire and Ash (Joe Letteri, Richard Baneham, Eric Saindon, Daniel Barrett)
F1 (Ryan Tudhope, Nicolas Chevallier, Robert Harrington, Keith Dawson)
Im Monat der Leipziger Buchmesse empfiehlt die monatliche Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur, folgende Kriminalromane zur Lektüre:
1 (-) Daniel Faßbender: Heaven’s Gate
291 Seiten, 19 Euro, Diogenes
2 (1) Jo Nesbø: Minnesota
(Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob)
407 Seiten, 24,99 Euro, Ullstein
3 (-) Gianrico Carofiglio: Der Horizont der Nacht
(Aus dem Italienischen von Verena von Koskull)
282 Seiten, 25 Euro, Folio
4 (-) Garry Disher: Zuflucht
(Aus dem Englischen von Peter Torberg)
336 Seiten, 24 Euro, Unionsverlag
5 (-) Colin Walsh: Kala
(Aus dem Englischen von Andrea O’Brien)
512 Seiten, 24 Euro, Gutkind
6 (-) Dave Zeltserman: Alles endet hier
(Aus dem Englischen von Michael Grimm und Angelika Müller)
282 Seiten, 16 Euro, Pulp Master
7 (-) M. W. Craven: Die Witwe
(Aus dem Englischen von Marie-Luise Bezzenberger)
501 Seiten, 16,99 Euro, Droemer Knaur
8 (-) Jérôme Leroy: Die kleine Faschistin
(Aus dem Französischen von Cornelia Wend)
147 Seiten, 18 Euro, Edition Nautilus
9 (-) Drew Hayden Taylor: Cold
(Aus dem Englischen von Leo Strohm)
448 Seiten, 28 Euro, Merlin
10 (-) Frauke Buchholz: Endzeit
321 Seiten, 20 Euro, Pendragon
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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
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Neun Neueinsteiger, acht Übersetzungen, fünf aus dem Englischen, eine Autorin.
Mit sechs Baftas ist „One Battle after another“, unter anderem in den wichtigen Kategorien Bester Film, Regie und Drehbuch, der große Gewinner. Der Film wäre auch mein Tipp gewesen.
Aus dem Englischen von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck
Kampa, 512 Seiten, 24,90 Euro
7 (4) Eliza Clark: Penance
Aus dem Englischen von Simona Turini
Festa, 492 Seiten, 24,99 Euro
8 (3) Robert Jackson Bennett: The Tainted Cup
Aus dem Englischen von Jakob und Karla Schmidt
Adrian Wimmelbuchverlag, 416 Seiten, 16,95 Euro
9 (–) Jonny Sweet: Der Kellerby-Code
Aus dem Englischen von Andrea Stumpf
Suhrkamp, 365 Seiten, 18 Euro
10 (5) Martin von Arndt: Der Wortschatz des Todes
Ars vivendi, 288 Seiten, 18 Euro
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In ( ) ist die Platzierung von Vormonat
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Henry Wise wird die Tage besprochen. Ich fand den Edgar-Preisträger eher durchwachsen. Gut gefallen hat mir Don Winslows „The Final Score“, eine Sammlung von sechs brandneuen Kurzgeschichten, was wohl ein No Go für die Liste ist.
Ansonsten: auf der Liste stehen sechs Übersetzungen aus dem Englischen, eine aus dem Norwegischen, eine aus dem Französischem und zwei Bücher mussten nicht übersetzt werden.
Wenn ich mich nicht verzählt oder ein Pseudonym übersehen habe, wurden acht Krimis von Männern und zwei von Frauen geschrieben.
Ein Roman hat unter zweihundert, einer über fünfhundert Seiten.
Ruth Knafo Setton – ZIGZAG GIRL (Black Spring Press)
Gilly Macmillan – THE BURNING LIBRARY (William Morrow)
Sarah Pekkanen – THE LOCKED WARD (St. Martin’s Press)
Olivia Worley – SO HAPPY TOGETHER (Minotaur)
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BEST SERIES NOVEL
James Byrne – CHAIN REACTION (Minotaur)
Robert Crais – THE BIG EMPTY (Penguin/Putnam)
John McMahon – HEAD CASES (Minotaur)
Christopher Reich – THE TOURISTS (Thomas & Mercer)
Vincent Zandri – TERMINAL MOONLIGHT (Down & Out Books)
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BEST FIRST NOVEL
Chris Chibnall – DEATH AT THE WHITE HART (Pamela Dorman Books)
Kelsey Cox – PARTY OF LIARS (Minotaur)
Sophie Stava – COUNT MY LIES (Gallery/Scout Press)
Zoe B. Wallbrook – HISTORY LESSONS (Soho Crime)
Liann Zhang – JULIE CHAN IS DEAD (Atria)
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BEST AUDIOBOOK
S. A. Cosby – KING OF ASHES (Macmillan), Narrated by Adam Lazarre-White
Mark Edwards – THE WASP TRAP (Simon & Schuster), Narrated by John Hopkins, Anna Burnett
Marisa Kashino – BEST OFFER WINS (Macmillan), Narrated by Cia Court
Xan Kaur – WHEN DEVILS SING (Macmillan), Narrated by Michael Crouch, Anjali Kunapaneni, Jennifer Pickens, Landon Woodson
CN Mabry, N’Dia Rae – THE CHEATER’S WIFE (Simon Maverick), Narrated by Ruffin Prentiss, Machelle Williams
Michael Robotham – THE WHITE CROW (Simon & Schuster), Narrated by Katy Sobey
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BEST YOUNG ADULT NOVEL
Liz Lawson – MURDER BETWEEN FRIENDS (Delacorte Press)
Margot McGovern – THIS STAYS BETWEEN US (Penguin Young Readers)
Clay McLeod Chapman – SHINY HAPPY PEOPLE (Delacorte Press)
Diana Rodriguez Wallach – THE SILENCED (Delacorte Press)
Julie Soto – THE THRASHERS (Wednesday Books)
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BEST SHORT STORY
Katrina Carrasco – LEVEL UP (Bywater Books)
Scott William Carter – THE SEDUCTION OF DR. DIMENSION (Ellery Queen Mystery Magazine)
Lee Child – ELEVEN NUMBERS (Amazon Original Stories)
David Lagercrantz – FALSE NOTE (Amazon Original Stories)
Jessica Van Dessel – THE VIOLENT SEASON (Alfred Hitchcock Mystery Magazine)
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Die Preisverleihung ist am Samstag, den 9. Mai, im New York Hilton Midtown, Sie ist der Höhepunkt des XXI ThrillerFest, das dort vom 5. bis zum 9. Mai stattfindet.
„Blood & Sinners“ (Sinners) erhielt 16 Nominierungen. Das ist ein Rekord und normalerweise für viele Gewinne.
„One Battle after another“ erhielt 13 Nominierungen.
„Marty Supreme“, „Frankenstein“ und „Sentimental Values“, der Gewinner etlicher Europäischer Filmpreise, unter anderem als bester Film, erhielten jeweils 9 Nominierungen.
„Avatar: Fire and Ash“ ist für zwei Oscars nominiert: beste Kostüme und Visual Effects.
„Wicked – Teil 2“ erhielt keine einzige Nominierung. Der erste Teil erhielt 10 Nominierungen und gewann 2 Oscars.
Weil ich davon ausgehe, dass „One Battle after another“, das unter anderem den Golden-Globe-Gewinner als bestes Musical oder Comedy erhielt, in den Hauptkategorien (bester Film, Regie, Drehbuch abräumt, bei den Schauspielkategorien auch einige Oscars gewinnen wird und die Kamera ebenfalls preiswürdig ist) gewinnen wird, sage ich jetzt, dass der Film für mich der große Favorit ist.
„Blood & Sinners“, ebenfalls gelungen, dürfte in einigen anderen Kategorien gewinnen.
Der Oscar für den besten internationalen Film dürfte an „Sentimental Values“ gehen.
Soweit mein Blick in die Glaskugel.
Das gesagt, sind eigentlich alle nominierten Filme sehenswert.