TV-Tipp für den 1. August

Juli 31, 2008

ARD, 21.45

Der Mann, dem die Frauen vertrauten – Der Serienmörder Horst David (D 2008, R.: Danuta Harrich-Zandberg, Walter Harrich)

Drehbuch: Danuta Harrich-Zandberg, Walter Harrich

Spielfilmlanger Mix aus Dokumentation und Spielszenen über den Serienmörder Horst David. Der unauffällige Malermeister und Familienvater brachte zwischen 1975 und 1993 sieben Frauen um. Überführt wurde er durch einen Fingerabdruck, den er bei seinem ersten Mord hinterlassen hatte.

Mit Ulrich Tukur, Udo Wachtveitl (Sprecher), Josef Wilfling

Hinweise

Das Erste über den Film (mit Pressemappe und Links)

Diwafilm über den Film (mit einem kurzen Ausschnitt)

Serienkiller über Horst David

Wikipedia über Horst David


TV-Tipp für den 31. Juli

Juli 31, 2008

Sat.1, 20.15

Kidnapped – 13 Tage Hoffnung: Tag 1, Tag 2 (USA 2006, R.: Michael Dinner)

Erfinder/Drehbuch: Jason Smilovic

Kidnapper entführen den fünfzehnjährigen Sohn des schwerreichen New Yorker Ehepaares Cain. Natürlich fordern die Erpresser, dass die Polizei nicht verständigt wird. Die Cains engagieren deshalb einen Privatdetektiv. Doch das FBI erfährt auch von der Entführung und – in den folgenden 12 Tagen (oder 13 Folgen) werden die Entführer gejagt und schmutzige Wäsche gewaschen.

In den USA wurde „Kidnapped“ nach fünf Folgen abgesetzt und war dann auf DVD ziemlich erfolgreich. Auch Sat.1 plant eine ähnlich – ich sage mal desaströse – Ausstrahlung. Denn nach der heutigen Doppelfolge geht es nächsten Donnerstag um 23.10 Uhr mit Einzelfolgen weiter.

Lassen wir uns überraschen. Ich freue mich jedenfalls auf einige Stunden mit Delroy Lindo.

Mit Jeremy Sisto (Knapp), Carmen Ejogo (Turner), Delroy Lindo (Latimer King), Linus Roache (Andy Archer), Will Denton (Leopold ‚Leo‘ Cain), Timothy Hutton (Conrad Cain), Dana Delany (Ellie Cain), Michael Mosley (FBI Agent Atkins)

Wiederholung: Freitag, 1. August, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

NBC über „Kidnapped“

Sat.1 über „Kidnapped“

Serienjunkes über „Kidnapped“

Metacritic über „Kidnapped“

Thrilling Detective über Knapp (den PI aus „Kidnapped“)

Los Angeles Times: Artikel über Jason Smilovic (2006)

IGN: Interview mit Jason Smilovic (2007 – vor allem über „Bionic Woman“)


Mörderischer Herbst XIII – KBV, Kindler, Knaur Hardcover, Ullstein Hardcover, Wunderlich Hardcover

Juli 30, 2008

KBV Krimi

September

Carola Clasen: Mord im Eifel-Express (Niklas will, angestiftet von seinem Onkel, seinen bankrotten Vater im titelgebenden Eifel-Express umbringen. Zum Glück ist auch Sonja Senger, Kriminalkommissarin a. D. und Privatdetektivin, im Zug.)

Robert Gordian: Tödliche Brautnacht (Auch zu Zeiten Karls des Großen regierte, wie die „Tödliche Brautnacht“ beweist, das Verbrechen die Welt.)

Klaus Stickelbroeck: Kalte Blicke (Privatdetektiv Hartmann muss einen Mordfall klären. Ihm helfen sein drogensüchtiger Kumpel Angie, der einarmige Wirt Krake, Regenrinnen-Rita, die einzige Prostituierte Düsseldorfs über zwei Meter und ein Taxi fahrender Medizinstudent aus Ghana. – Wenn es der Wahrheitsfindung dient.)

Klaus Wanninger: Schwabenengel (Kommissar Steffen Braig vom Stuttgarter LKA jagt einen Serienfrauenmörder.)

November

Wolfgang Kemmer (Hrsg.): In Kürze verstorben – Mörderische Stories (von Thomas Kastura, H. P. Karr, Jürgen Kehrer, Jürgen Ehlers, Christoph Güsken, Richard Lifka und anderen.)

Ralf Kramp: Stimmen im Wald (Nach Jahren kehrt Jo Frings in sein heimatliches Eifeldorf zurück. Er will seinen Bruder Michel beerdigen und den Hof verkaufen. Aber Michel wurde umgebracht und der Hof ist wertlos. Jo will die Wahrheit herausfinden.)

Monika Mirelli/Ralf Kramp/Carsten Sebastian Henn: Mords-Weihnacht („Ein Adventsbüchlein mit vierundzwanzig Kapiteln und eine Tafel köstlicher Weihnachtsschokolade im edlen Organzabeutelchen“)

Burkhard Ziebolz: Im tiefsten Dunkel (Liam Coubert tauchte auf der Flucht vor einem mehrfachen Frauenmörder in Mannheim unter. Da werden in seiner Nähe Frauen umgebracht. Coubert muss sich seiner Vergangenheit stellen – und herausfinden, was das Geheimnis des Kommentars zum „Grafen von Monte Christo“ ist.)

Josef Zierden: Eifel Krimi-Reiseführer – Auf den Spuren von Jacques Berndorf & Co. (mit einem Vorwort von Jacques Berndorf – Tja, besuchen Sie die Schauplätze der Eifelkrimis.)

Kindler

September

Liza Marklund: Lebenslänglich (Piratförlaget – ein neues Abenteuer mit der Journalistin Annika Bengtzon. Sie soll über die Polizistenmörderin Julia Lindholm schreiben. Schnell zweifelt sie an Lindholms Schuld.)

Januar

Leena Lehtolainen (Tammi – Der neunte Fall für Maria Kallio)

Knaur Hardcover

6. September

Susan Hill: Der Seele schwarzer Grund (The Risk of Darkness – Simon Serrailler und seine Jungs suchen einen Kidnapper.)

5. November

Lisa Jackson: Cry – Meine Rache ist der Tod (Absolute Fear – der Nachfolger von Shiver)

Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen (Der historische Krimi spielt 1671 in Amsterdam und Jeremias Katoen ermittelt wieder.)

16. Februar

Thomas Thiemeyer: Nebra (ein mystischer Wissenschaftsthriller)

Ullstein Hardcover

Oktober

Rita Mae Brown: Fette Beute (Full Cry – Jane Arnold jagt zusammen mit ihren schlauen Tieren einen Mörder, der bereits zwei Obdachlose umgebracht hat.)

Jo Nesbo: Schneemann (Snomannen – In seinem siebten Fall jagt Harry Hole einen Serienmörder. In Norwegen wurde der Roman als Bester Krimi und Bester Roman des Jahres ausgezeichnet.)

Januar

Michael Theurillat: Sechselläuten (Eine FIFA-Mitarbeiterin wird erstochen. Kommissar Eschenbach sucht den Täter.)

Wunderlich Hardcover

1. August

Petra Hammesfahr: Erinnerung an meinen Mörder (Charlotte Meller ist eine vom Ehrgeiz besessene Mutter. Ihr Mann sieht alles lockerer. Eines Tages wird ihr achtjähriger Sohn Felix mit einer Stichverletzung am Hals aufgegriffen. Was ist geschehen? – Nach gut 500 Seiten wissen wir es.)

6. Oktober

Lincoln Child: Wächter der Tiefe (Ex-Marinearzt Peter Crane wird auf eine Bohrinsel beordert. In einem unterseeischen Labor erkranken täglich Besatzungsmitglieder an mysteriösen Leiden. Crane fragt sich, ob die Krankheiten etwas mit der dort vermutlich entdeckten Stadt Atlantis zu tun haben.)

Silvia Kaffke: Das rote Licht des Mondes (ein 1854 in Ruhrort spielender Krimi)

16. Januar

Simon Beckett: Leichenblässe (Forensiker David Hunter hilft einem Kollegen bei der Jagd nach einem sadistischen Mörder.)

Philip Kerr: Das letzte Experiment (Buenos Aires, 1950: Privatdetektiv Bernie Gunther soll eine 15-jährige finden. Dabei stößt er auf zahlreiche Überlebende des Dritten Reiches.)

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch

Mörderischer Herbst XII – Heyne Taschenbuch


TV-Tipp für den 30. Juli

Juli 30, 2008

Tele 5, 20.15

Fegefeuer der Eitelkeiten (USA 1990, R.: Brian De Palma)

Drehbuch: Michael Cristofer

LV: Tom Wolfe: The Bonfire of the Vanities, 1987 (Fegefeuer der Eitelkeiten)

Ein Yuppie überfährt nachts einen Afroamerikaner und alle haben endlich die Story ihres Lebens.

Damals zu Unrecht verrissene und geflopte eigenständige Verfilmung eines grandiosen Buches über New York, die Achtziger, Ehrgeiz, Yuppies, Schwarze, Bürgermeister und – in diesem Sumpf niederer Gelüste – ein Richter als moralische Instanz. Noir im Gewand von Satire, Sittenbild und hoher Literatur.

Michael Cristofer schrieb auch das Drehbuch zu „Die Hexen von Eastwick“, zur vor Ewigkeiten geplanten und inzwischen auf unbekannte Zeiten verschobenen Michael Connelly-Verfilmung „Im Schatten des Mondes“ (Void Moon) und zum in Planung befindlichen „The Thomas Crown Affair II“ (wieder mit Pierce Brosnan und basierend auf Eric Amblers „Topkapi“). Außerdem drehte er die Cornell Woolrich-Verfilmung „Original Sin“.

Mit Bruce Willis, Tom Hanks, Melanie Griffith, Kim Cattrall, Morgan Freeman, F. Murray Abraham

Wiederholung: Donnerstag, 31. Juli, 08.30 Uhr

Hinweise

Homepage von Tom Wolfe

Time: Artikel über Tom Wolfe (2004)

Die Welt: Interview mit Tom Wolfe (2007)

Tom Wolfe in der Charlie Rose Show (2007 – außerdem mit Kurt Vonnegut)

Guardian: Interview mit Tom Wolfe (2008 – mit Podcast)

Seed Magazine: Gespräch zwischen Tom Wolfe und Michael Gazzaniga (2008 )


Cover der Woche

Juli 29, 2008


R. i. P. Pierre Emme

Juli 29, 2008

R. i. P. Pierre Emme, 11. Juli 1943 – 8. Juli 2008

Eine traurige Meldung erreichte mich vom Gmeiner-Verlag:

Völlig überraschend ist am 8. Juli 2008 unser Wiener Autor Pierre Emme im Alter von 64 Jahren verstorben. Die Beisetzung fand am 22. Juli auf dem Friedhof Neustift am Walde im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

Mit Pierre Emme hat der Gmeiner-Verlag einen wunderbaren Menschen und hervorragenden Autor verloren.

Pierre Emme ist das Pseudonym von Dr. Peter Millwisch. Er wurde am 11.7.1943 in Wien geboren. Der promovierte Jurist konnte auf ein abwechslungsreiches Berufsleben in so unterschiedlichen Tätigkeiten wie Reiseleiter, Versicherungssachbearbeiter, Geschäftsführer in der Nahrungsmittelindustrie, Journalist, Unternehmensberater und Marktforscher zurückblicken und damit für seine schriftstellerische Arbeit aus einem aus den unterschiedlichsten Quellen gespeisten Fundus an Erfahrungen und Erlebnissen schöpfen.

Im Februar 2005 veröffentlichte Pierre Emme im Gmeiner-Verlag mit „Pastetenlust“ den ersten Band seiner erfolgreichen Krimiserie um Mario Palinski, den kultigen Wiener Kriminologen mit der Vorliebe für kulinarische Genüsse. Insgesamt sind bislang acht Palinski-Krimis erschienen, zuletzt der Roman „Florentinerpakt“ im Juli 2008. Die herrlich schrägen Kriminalromane mit originellen Themen und dem typischen Wiener Schmäh haben Pierre Emme eine große Fangemeinde im deutschsprachigen Raum beschert.

Im Februar 2009 wird der neunte Palinski-Fall mit dem Titel „Schneenockerleklat“ erscheinen. Der kurz vor dem Tod des Autors fertiggestellte zehnte Roman wird derzeit für die Veröffentlichung vorbereitet.

Weitere Informationen über Pierre Emme gibt es hier, hier und hier. Krimiblogger Ludger hat die Todesnachricht ebenfalls gepostet. Einen kurzen Nachruf gibt’s beim Syndikat.


TV-Tipp für den 29. Juli

Juli 29, 2008

Arte, 22.55 (VPS 22.45)

Breaking the Rules (D 2005, R.: Marco Müller)

Drehbuch: Marco Müller

Preisgekrönte, spielfilmlange Doku, die auch “Von der Beat-Generation zur Beat-Box” heißen könnte.

Wiederholungen

Freitag, 1. August, 03.00 Uhr (Tagenau!)

Sonntag, 10. August, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweis

Arte zur Doku

Homepage von Marco Müller


Zweite Scribe Awards verliehen

Juli 28, 2008

Auf der Comic-Con in San Diego wurden am Samstag, den 26. Juli, die zweiten Scribe Awards der International Association of Media Tie-in Writers (IAMTW) verliehen. Die glücklichen Gewinner sind:

BEST GENERAL FICTION ORIGINAL

MR. MONK AND THE TWO ASSISTANTS (Mr. Monk und seine Assistentinnen) von Lee Goldberg

BEST GENERAL FICTION ADAPTED

AMERICAN GANGSTER von Max Allan Collins

BEST SPECULATIVE ORIGINAL

STARGATE ATLANTIS: CASUALTIES OF WAR von Elizabeth Christensen

BEST GAME-RELATED ORIGINAL (SPECIAL SCRIBE AWARD)

EBERRON: NIGHT OF THE LONG SHADOWS von Paul Crilley

BEST SPECULATIVE ADAPTED

30 DAYS OF NIGHT (30 Days of Night) von Tim Lebbon

BEST YOUNG ADULT ORIGINAL

NANCY DREW AND THE CLUE CREW #10: TICKET TROUBLE von Stacia Deutsch & Rhody Cohon

BEST YOUNG ADULT ADAPTED

THE 12 DOGS OF CHRISTMAS von Steven Paul Leiva

GRANDMASTER

Alan Dean Foster

Eine Liste der Nominierten gibt es hier.

Lee Goldberg hat bereits einen Bericht über die Comic-Con geschrieben – und erwähnt die Preisverleihung, bis auf die Liste der Gewinner, überhaupt nicht. Vielleicht ist er einfach noch zu glücklich.


Mörderischer Herbst XII – Heyne Taschenbuch

Juli 28, 2008

Auch der Heyne-Verlag hat einige Perlen und zwei Klassiker des New Journalism in seinem Herbstprogramm:

November

Ian Banks: Die Sphären (ist ein weiterer S-F-Roman des schottischen Auch-Thriller-Autors. Denn Banks wechselt ständig die Genres.)

Mary Higgins Clark: Stille Nacht (ein modernes Weihnachtsmärchen)

Meg Gardiner: Gottesdienst (Der Bruder von Anwältin Evan Delaney wird beschuldigt, den Anführer einer fundamentalistisch-christlichen Sekte umgebracht zu haben. Delaney will die Wahrheit herausfinden.)

John Grisham: Das Fest (Das Weihnachtsbuch von Grisham in neuer Ausstattung.)

Charlie Huston: Killing Game (The Shotgun Rule – In seinem ersten Einzelwerk erzählt Charlie Huston von vier Teenagern, die nach etwas Aufregung suchen und, als sie auf ein Drogenlabor stoßen, mehr Ärger bekommen, als sie verdauen können.)

Dean Koontz: Todeszeit (Der mittellose Gärtner Mitch muss innerhalb weniger Tage zwei Millionen Dollar beschaffen. Sonst bringen die Entführer seine Frau um.)

Scott Sigler: Infiziert (Ein unbekannter Erreger verwandelt normale Menschen in mordgierige Psychopathen. CIA-Epidemologin Margaret Montoya will den Erreger finden. – Für das Buch ist eine große Werbekampagne geplant. Mal sehen, ob der Inhalt dann hält, was die Verpackung verspricht.)

Hunter S. Thompson: Angst und Schrecken im Wahlkampf (oder die einzig wahre Wahrheit über den US-amerikanischen Präsidentenwahlkampf 1972. Deutsche Erstausgabe.)

Dezember

Jürgen Alberts/Eckard Mordhorst: Leiche über Bord (Tatsachenroman in dem der heutige Polizeipräsident von Bremen Mordhorst erzählt, wie er in Afrika den Mord an einem Offizier eines Bremer Frachtschiffes aufklärte. Denn das Schiff gehörte zum deutschen Hoheitsgebiet.)

Catherine Coulter: Hass (Julia wird bei einem nächtlichen Spaziergang ins Meer gestoßen. FBI-Agent Cheney Stone glaubt an einen Mordanschlag.)

Colin Forbes: Komplott (Taschenbuch-Ausgabe eines Thrillers mit Spezialagend Tweed.)

Robert Harris: Ghost (oder der beste Thriller des Jahres; – sagt jedenfalls die ITW)

Corine Hartman: Der letzte Atem (Eine Läuferin wird mit einem Golfschläger erschlagen. Nelleke de Winter ermittelt in einem Roman, der wohl in erster Linie die Fans von Elizabeth George anspricht.)

Jack Ketchum: Blutrot (erscheint in der Hardcore-Reihe: einige reiche Bengel erschießen im Wald den Hund eines alten Mannes. Dieser sieht rot.)

Manfred H. Krämer: Tod im Saukopftunnel (Taschenbuch-Ausgabe: Erster Band der Bergstraßen-Trilogie mit den Ermittlern Solo und Tarzan.)

Joe R. Lansdale: Der Gott der Klinge („Die Wiederentdeckung eines Klassikers – komplett überarbeit und mit sechs unveröffentlichten Geschichten, Vorwort von Dean Koontz“ schreibt der Verlag zur Neuveröffentlichung von „The Nightrunners“. Und ich sage nur: Danke!)

Kyle Mills: Global Warning (Mark Beamon, Leiter der Energieabteilung gegen Ökoterrorismus, jagt Terroristen, die mit einer Rohölfressenden Bakterie die weltweiten Ölreserven vernichten wollen. – Da stellt sich eine Frage: Noch nie etwas von alternativen Energiequellen gehört?)

George D. Shuman: Die Hand des Totes („Die Fortsetzung des Bestsellers 18 Sekunden“ schreibt der Verlag – und schließt damit alle Menschen, die den ersten Teil nicht gelesen haben, von der Lektüre aus. Aus meiner Sicht ist das nicht gerade die beste Werbestrategie.)

Rebecca Stott: Und Blut soll dich verfolgen (Taschenbuch-Ausgabe)

Januar

Gary Braver: Die Maske (In Boston wütet ein Serienkiller unter den schönen Frauen der Stadt. Detective Steve Markarian jagt ihn. Der Killer – Überraschung! – will Markarians Frau umbringen.)

Mary Higgins Clark: Und hinter Dir die Finsternis (Taschenbuch-Ausgabe)

William Landay: Strangler (Der Boston Strangler hat bereits dreizehn Frauen umgebracht. Da entschließen sich die verfeindeten Daley-Brüder dem Treiben ein Ende zu setzen. Denn der Boston Strangler hat schon zu viele ihrer Frauen umgebracht.)

Alexander McCall Smith: Gute Nachbarn in der 44 Scotland Street (ist wohl nicht gerade ein Krimi.)

Michael Morley: Spider (Taschenbuch-Ausgabe)

Alexandra von Grote: Mord in der Rue St. Lazare (Kommissar Maurice LaBréa sucht den Mörder eines bekannten Filmproduzenten.)

Alexandra von Grote: Tod an der Bastille (Kommissar Maurice LaBréa jagt einen Serienmörder. – Pünktlich zur Publikation strahlt das Erste die Verfilmungen aus.)

Februar

Jacques Berndorf: Bruderdienst (Taschenbuch-Ausgabe)

Andreas Brandhort: Äon (Journalist Vogler soll eine Reportage über einen Jungen, der Wunderheilungen vollbringt, schreiben. Als Vogler die Hintergründe recherchiert, stößt er auf eine Verschwörung, die – na, den Rest kennen wir.)

Andrew Britton: Der Agent (CIA-Agent Ryan Kealey muss mal wieder die Kohlen aus dem Feuer holen. Denn einer der gefährlichsten Terroristen der Welt hat in Pakistan die amerikanische Außenministerin entführt.)

Brent Ghelfi: Im Schatten des Kreml (Volkow soll im Auftrag des ‚General’ in Tschetschenien ein belastendes Video beschaffen. Weil das Buch in der Hardcore-Reihe erscheint, dürfte es für zartbesaitete Gemüter nichts sein.)

Duane Louis (Swierczynski): Letzte Order (Außerplanmäßige Dienstbesprechung. Der Chef sagt: „Wir sind eine Tarnfirma des CI-6, eines Geheimdienstes der Regierung. Und der Laden hier wird heute dichtgemacht. Ich werde euch nicht feuern. Ich werde euch töten.“ Tja, und dann geht’s in dem neuen Thriller des Autors von „Blondes Gift“ rund.)

Robert Ludlum: Die Bancroft-Strategie (Taschenbuch-Ausgabe)

Tom Wolfe: The Electric Kool-Aid Acid Test (hieß früher „Unter Strom“ und schildert den Ausflug von Tom Wolfe in die Welt der Hippies. Zusammen mit Ken Kesey und der Band „Merry Prankster“ reisten sie durch die USA und andere Sphären. Der aktuelle Anlass für die Wiederveröffentlichung dieses Klassikers des New Journalism ist die geplante Verfilmung des Buches von Gus Van Sant.)

März

Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree (Taschenbuch-Ausgabe)

Michael Connelly: Der Mandant (Taschenbuch-Ausgabe)

Vince Flynn: Die Bedrohung (Terroristen entführen die CIA-Chefin. Antiterror-Agent Mitch Rapp muss sie befreien.)

Daniel Kalla: Blutlüge (Die Polizei glaubt, dass der junge Arzt Ben Dafoe seine ehemalige Verlobte umgebracht hat. Dafoe muss den wahren Täter finden. Er glaubt, dass es sein tot geglaubter Zwillingsbruder ist.)

Stephen King (schreibt als Richard Bachman): Qual (Taschenbuch-Ausgabe)

Richard Laymon: Die Jagd (erzählt von der sechzehnjährigen Jody, die von einer Bande jugendlicher Killer gejagt wird.)

Zdral: Tartufo (Taschenbuch-Ausgabe)

April

Alex Berenson: Netzwerk des Todes (Zweites Werk des Edgar-Preisträgers: CIA-Agent Wells soll in Afghanistan herausfinden, wer die Taliban von außen unterstützt. Er entdeckt das titelgebende Netzwerk des Todes.)

Tom Clancy/Steve Pieczenik: Tom Clancys Net Force – Die Attacke (Terroristen besetzen hoch gesicherte Militärbasen. Die Net Force muss ran.)

John Grisham: Touchdown (Taschenbuch-Ausgabe)

James Sallis: Driver (Taschenbuch-Ausgabe)

Fett Kursiv: auf diese Werke freue ich mich am Meisten.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch


TV-Tipp für den 28. Juli

Juli 28, 2008

Arte, 21.00

Die Nacht (I/F 1960, R.: Michelangelo Antonioni)

Drehbuch: Michelangelo Antonioni, Ennio Flaiano, Tonino Guerra

La Notte beschreibt, wie Lidia und Giovanni Pontano in dieser Zeit [gemeint ist ein Sommewochenende in Mailand, A. d. V.] verschieden intensiv und bewusst erfahren, dass sie sich nicht mehr oder vielleicht in anderer Weise lieben als zuvor. Partikel ihrer langen Geschichte tragen sie nur mit Gesten, Blicken und Bemerkungen in den Film hinein; es sind Zeichen von Enttäuschung, für Differenzen oder Borniertheit. Eine Kette von Episoden gibt Raum für die Kontrastierung ihrer Wahrnehmungsweisen und emotionalen Anteilnahme. Ihre Begegnungen mit anderen Menschen beschreiben ambivalent die äußere Ablenkung von der Krise, aber zugleich deren innere Eskalation in einer verhaltenen Spiralbewegung. (…)

Diese Beobachtungen beschreiben Antionionis Mittel, paradox zu erzählen und einen Zustand der Agonie in Bewegung zu zeigen: den Fluss der Bilder gegen die Dedramatisierung von Sprache und Sprechsituationen zu setzen. (…)

La Notte erzählt eine Liebesgeschichte an ihrem Ende.“ (Claudia Lenssen in Peter W. Jansen/Wolfram Schütte, Hrsg: Michelangelo Antonioni – Hanser Reihe Film 31, 1984)

Spätestens mit seiner Trilogie „Die mit der Liebe spielen“ (L’Avventura), „Die Nacht“ (La Notte) und „Liebe 1962“ (L’Eclisse) über das Leben von jungen Paaren im Nachkriegseuropa und dem Ende ihrer Beziehung hatte Antonioni den Durchbruch beim intellektuellen Kinopublikum (heute würde es Arthaus-Publikum heißen), das genug vom „Förster im Silberwald“ und „Bettgeflüster“ hatte. Und es gab die in Europa im Filmgeschäft die kreativen Talente, die diese Bedürfnisse abseits konventioneller Muster befriedigen wollten. Zur Erinnerung: in Frankreich gab’s die „Neue Welle“, in England die „Spülstein-Filme“, in Deutschland den „Neuen deutschen Film“ und die anderen Länder, auch jenseits des eisernen Vorhangs, lieferten eine nie gekannte Zahl bahnbrechender Werke von höchst individuellen Regisseuren.

Mit Marcello Mastroianni, Jeanne Moreau, Monica Vitti, Bernhard Wicki

Wiederholung: Dienstag, 29. Juli, 14.55 Uhr

Hinweise

Arte zum Film

Wikipedia über „Die Nacht“


TV-Tipp für den 27. Juli

Juli 27, 2008

Pro 7, 20.15

Collateral (USA 2004, R.: Michael Mann)

Drehbuch: Stuart Beattie

Max ist ein nett-harmloser Los-Angeles-Taxifahrer, der von einem eigenen Unternehmen träumt, aber seit zwölf Jahren sein Leben als Angestellter fristet. Da steigt Vincent ein und bietet ihm 600 Dollar, wenn er ihn in den kommenden Stunden zu fünf Freunden fährt. Nach dem ersten Stopp, weiß Max, dass Vincent ein Autragkiller ist und er ihn zu den nächsten Opfern bringen soll.

„Collateral“ ist ein kleiner, ökonomisch erzählter Neo-Noir-Thriller über das tödliche Aufeinandertreffen zweier Charaktere ihrer vollkommen gegensätzlichen Lebensauffassungen; ist ein grandios besetzter Schauspielerfilm; ist eine Liebeserklärung an das nächtliche Los Angeles und wahrscheinlich der beste Film von Michael Mann.

Mit Tom Cruise, Jamie Foxx, Jada Pinkett Smith, Mark Ruffalo, Peter Berg (Regisseur von „Hancock“), Bruce McGill, Javier Bardem, Jason Statham (Miniauftritt auf dem Flughafen)

Wiederholung: Montag, 28. Juli, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

IndieLondon: Interview mit Michael Mann

Sight & Sound: Interview mit Michael Mann

The Dialogue: Stuart Beattie: Tricks of the Trade (Teil eines Interview)

Wikipidia (englisch) über „Collateral“

Drehbuch „Collateral“ von Stuart Beattie, bearbeitet von Frank Darabont (12. September 2000) (und bereits teilweise von Michael Mann, Stand: 10. Juli 2003 – Änderung des Handlungsortes von New York nach Los Angeles)

Drehbuch „Collateral“ von Stuart Beattie, bearbeitet von Frank Darabont und Michael Mann  (24. August 2003)


KrimiWelt-Bestenliste August 2008

Juli 26, 2008

Wie schon die Juli-Liste der KrimiWelt-Bestenliste ist auch die August-Liste von Neueinsteigern dominiert:

1 (6) John Harvey: Schlaf nicht zu lange

2 (4) Jenny Siler: Portugiesische Eröffnung

3 (-) Tana French: Grabesgrün

4 (5) Colin Cotterill: Dr. Siri und seine Toten

5 (-) Garry Disher: Niederschlag

6 (1) Matti Rönkä: Bruderland

7 (9) Rex Miller: Fettsack

7 (-) Richard Stark: Fragen Sie den Papagei

8 (-) Wolfgang Schorlau: Brennende Kälte

9 (-) Leonardo Padura: Der Nebel von gestern

In Klammern ist die Vormonatsplatzierung.


TV-Tipp für den 26. Juli

Juli 26, 2008

Kabel 1, 00.00

Kaltblütig (USA 1967, R.: Richard Brooks)

Drehbuch: Richard Brooks

LV: Truman Capote: In cold blood, 1965 (Kaltblütig)

Semidokumentarischer Film über den sinnlosen Mord an einer Familie in Holcomb, Kansas, im November 1959.

Richard Brooks kongeniale, selten gezeigte Verfilmung von Capotes True-Crime-Klassiker über einen Mord, der die USA erschütterte.

Mit Robert Blake, Scott Wilson, John Forsythe, Paul Stewart

Hinweise

Kirjasto über Truman Capote

Wikipedia über Truman Capote (deutsch/englisch) und “Kaltblütig” (deutsch/englisch)

New York Times: Interview mit Truman Capote über „In cold blood“ (16. Januar 1966)

Truman-Capote-Seite


Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch

Juli 25, 2008

Gut, die rororo-Thriller-Reihe gibt es nicht mehr und seitdem die Krimis in das Mainstream-Programm ausgewandert sind, ist es auch bei Rowohlt mühsamer, die Krimiperlen zu finden (Joe R. Lansdale hatte ich im Mainstram-Programm vollkommen übersehen.).  Deshalb gibt es hier den Überblick über das Herbstprogramm:

August

Simon Beckett: Kalte Asche (Written in bone – Taschenbuch-Ausgabe)

Beat Glogger: Lauf um dein Leben (Science-Thriller über Gendoping im Profisport. Im Buch geht’s ums Laufen und die Olympiade, aber die täglichen Doping-Meldungen der Tour de France sind auch okay.)

Leena Lehtolainen: Wer sich nicht fügen will (Rivo Satakieli – Taschenbuch-Ausgabe des achten Falles von Kommissarin Maria Kallio)

Boris Meyn: Die Schattenflotte (Ein historischer Kriminalroman)

Joseph Thornborn: Das vierte Geheimnis (Il quartro segreto – und noch ein Vatikan-Thriller. Dieses Mal geht’s um das vierte Geheimnis von Fatima.)

Andrew Vachss: Der Fahrer (The getaway man – Ich hatte gedacht, Andrew Vachss wäre für den deutschen Buchmarkt gestorben. Und jetzt kehrt er nach einer vierjährigen Pause mit einer düsteren Gangstergeschichte zurück.)

September

Chris Mooney: Secret (The secret friend – Polizistin Darby McCormick sucht den Entführer und Mörder von zwei Harvard-Studentinnen. Da verschwindet die dritte Studentin.)

Roman Rausch: Das Mordkreuz (In seinem sechsten Fall beschäftigt sich der Würzburger Kommissar Killian mit dem geheimnisvollen Erscheinen einer Weißen Frau, die die Botin des Todes sein soll.)

Catherine Sampson: Furchtlos (Out of mind – Taschenbuch-Ausgabe)

Tatjana Ustinowa: Stirb, Brüderchen, stirb (Podruga osobogonaznachenija – Taschenbuch-Ausgabe)

Jacqueline Winspear: Maisie Dobbs – Das Haus zur letzten Ruhe (Maisie Dobbs – Taschenbuch-Ausgabe eines 1929 in London spielenden Krimis, der wahrscheinlich etwas falsch mit „Englands erste Detektivin ermittelt“ untertitelt ist.)

Oktober

Declan Hughes: Blutrivalen (The price of blood – In seinem dritten Fall soll Privatdetektiv Ed Loy einen verschwundenen Rennpferdetrainer finden.)

Liza Marklund: Nobels Testament (Nobels Testament – Taschenbuch-Ausgabe eines Abenteuers mit der Journalistin Annika Bengtzon)

Petra Oelker: Die Schwestern vom Roten Rathaus (Ein 1773 in Hamburg spielender Krimi.)

Norman Partridge: Die dunkle Saat (Dark Harvest – erhielt 2006 den Bram-Stoker-Preis und war für den World-Fantasy-Preis nominiert.)

Thomas Raab: Der Metzger muss nachsitzen (Taschenbuch-Ausgabe)

Maj Sjöwall/Per Wahlöö: Die Martin-Beck-Romane (Alle Sjöwall/Wahlöö-Romane erscheinen in neuer Übersetzung und mit Vorworten von bekannten Krimiautoren.)

November

Benjamin Black: Nicht frei von Sünde (Christine Falls – Taschenbuch-Ausgabe)

Petra Hammesfahr (Hrsg.): Zum Sterben schön (Weihnachtskrimis von Ingrid Noll, Jan Costin Wagner, Sandra Lüpkes, Leen Lehtolainen, Philip Kerr – Taschenbuch-Ausgabe)

Jilliane Hoffman: Vater unser (Plea of Insanity – Taschenbuch-Ausgabe)

Mons Kallentoft: Mittwinterblut (Midtvinterblot – Taschenbuch-Ausgabe)

Jan Seghers (Hrsg.): Der Tod hat 24 Türchen – Ein mörderischer Adventskalender (mit Geschichten von Friedrich Ani, Oliver Bottini, Gila Klönne, Jan Costin Wagner und anderen.)

Dezember

Gregory & Tintori: Das Auge Gottes (The Illumination – Reporterin Dana Landau entdeckt im Irak einen scheinbar wertlosen Talisman. Als deswegen Menschen sterben, will sie das Geheimnis des Steines herausfinden.)

Jilliane Hoffman: Cupido/Morpheus (Retribution/Last Witness – Zwei Krimis in einem Band)

Katherine John: Wehrlos (Midnight Murders – Zweiter Fall für Inspector Trevor Joseph. In einem alten Gebäude werden mehrere lebendig begrabene Frauenleichen gefunden und Trevor Joseph wird als Täter verdächtigt.)

Cormac McCarthy: Die Border Trilogie (fasst „All die schönen Pferde“, „Grenzgänger“ und „Land der Freien“ in einem Buch zusammen)

George Pelecanos: Der Totengarten (The Night Gardener – Ob Pelecanos bei seinem dritten Verlag [hoffentlich hab ich mich nicht verzählt] mehr Glück hat? Zu gönnen wäre es ihm und die von Rowohlt geplante Werbekampagne ist sicher hilfreich.)

Valerio Varesi: Die Schatten von Montelupo – Commissario Soneri kommt ins Grübeln (Le ombre di Montelupo – Taschenbuch-Ausgabe)

Janwillem van de Wetering: Der Freund, der keiner war (Beyond the Infinite – Kriminalnovelle)

Mila Wolf: Schandfleck (Ja, so sind die Dörfler. Statt friedlichem Landleben gibt es den Missbrauch von Minderjährigen und den Mord an einer Sechzehnjährigen. Da kann ich doch gleich in der bösen Großstadt bleiben.)

Januar

Jay Bonansinga: Todesschatten (Dark) (Perfect Victim – Vierter Thriller mit FBI-Profiler Ulysses Grove. Dieses Mal erfahren wir, dass Grove bestimmt ist, die Menschheit vor dem Verderben zu retten.)

David Hewson: Das zweite Leben (The promised land – Nach zwanzig Jahren wird David Bierce als unschuldig Verurteilter aus dem Gefängnis entlassen. Da geschieht ein weiterer Mord und wieder scheint David der Täter zu sein. Doch dieses Mal will er den wahren Täter finden. – Achten Sie auch auf den im Dezember bei Ullstein Taschenbuch erscheinenden, älteren Roman „Epiphanias“ von David Hewson.)

Alexander Köhl: Wundmale (Kommissar Basler wird wegen des Selbstmords einer jungen Frau in einer Spessartdorf geschickt. Bei seinen Ermittlungen stößt er neben Familiengeheimnissen auf religiösen Fanatismus und Aberglauben.)

Kate Pepper: Nur 15 Sekunden (Names of the Dead – Reporterin Darcy recherchiert eine Mafia-Story. Gleichzeitig wird sie von einem Stalker belästigt. Als er ein Video von einem Treffen von ihr mit einem Informanten ins Netz stellt, ist ihr Leben in Gefahr.)

Nana Rademacher: Seelenruh (In einem südbadischen Winzerdorf werden drei Frauen ermordet. Goldschmiedin Sina ermittelt „mit weiblicher Raffinesse und unkonventionellen Methoden“)

Karin Slaughter: Dreh dich nicht um/Schattenblume (A faint cold fear/Indelible – Zwei Krimis in einem Band)

Februar

J. M. Calder: Ich töte, was du liebst (And hope to die – Eine Serie von Kindesentführungen hält die Stadt in Atem. Lieutenant Solomon Glass steht vor einem Rätsel.)

Leena Lehtolainen: Du dachtest, du hättest vergessen (Kun luulit unohtaneesi – Taschenbuch-Ausgabe)

Chris Mooney: Missing (Remembering Sarah – Vor fünf Jahren verschwand Mike Sullivans Tochter spurlos. Als er versucht, einen sterbenden Ex-Priester zum Reden zu bringen, verschwindet ein weiteres Mädchen.)

Saskia Noort: Und hüte dich vor dem Bösen (De Eetclub – Taschenbuch-Ausgabe)

Thierry Serfaty: Phobie (Peur – Paris: Seltsame Selbstmorde beschäftigen Kommissar Flammand Erick. Er glaubt, dass ein Angsttherapeut sie in den Tod getrieben hat. – Allein die angekündigte Länge von 688 Seiten finde ich schon ziemlich abschreckend.)

März

Martha Grimes: Inspektor Jury küsst die Muse/Inspektor Jury bricht das Eis (The dirty duck/Jerusalem Inn – Zwei Krimis in einem Band)

Tom Harper: Der vergessene Tempel (Lost Temple – Kreta 1947: Glücksritter Sam Grant hat von einem sterbenden Archäologen ein Notizbuch erhalten. Als Grant plötzlich von britischen, amerikanischen und sowjetischen Agenten verfolgt wird, weiß er, dass er etwas Wertvolles in den Händen hat.)

Brad Kelln: Die Bibel der Toten (In tongues of the dead – Und noch ein Sakral-Thriller mit der katholischen Kirche als Bösewicht. Gut, dass Pater Benicio Valori berechtigte Zweifel hat.)

Philip Kerr: Das Janusprojekt (The one from the other – Taschenbuch-Ausgabe eines 1949 in München spielenden Krimis mit Bernie Gunther. Mitte Januar 2009 erscheint bei Wunderlich Hardcover der fünfte Bernie-Gunther-Roman „A quiet flame“ als „Das letzte Experiment“.)

Stefan Maelck: Tödliche Zugabe – Hank Meyer ermittelt (Taschenbuch-Ausgabe)

Jenniver Mc Mahon: Die Insel der verlorenen Kinder (Island of the lost girls – Ernestine fragt sich, ob ihr Freund Peter Kinder entführt.)

Gregg Olsen: Suspect – Tödlicher Verdacht (A cold dark place – Seltsame Sitte bei Rowohlt. Das mit den englischen Titeln bei den deutschen Ausgaben von englischen Werken, die in ihrer Heimat einen ganz anderen Titel haben. Oh, die Story: Detective Emily Kenyon jagt einen Serienkiller, der anscheinend ihre Tochter in seiner Gewalt hat.)

April

Kenneth Abel: Die Flut (Floaters – Mit „Köder am Haken“ und „Die Mauer des Schweigens“ hatte Kenneth Abel vor über zehn Jahren einen guten Start in Deutschland. Dann war lange Pause. In seinem neuesten Werk erzählt er eine Mafiageschichte, die während des Hurrikans Kathrina spielt.)

Simon Beckett: Obsession (Owning Jacob – Ben hat’s nicht leicht. Zuerst stirbt seine Frau Sarah. Dann muss er erfahren, dass sein autistischer Sohn Jacob nicht Sarahs Sohn ist. Sie hat ihn als Baby entführt. Ben beginnt – ganz schlechte Idee – die leiblichen Eltern von Jacob zu suchen.)

Anke Cibach: Der Tote vom Leuchtturm – Ein Fall für Tilde Janssen („Für alle, die skurille Kriminalromane lieben“, sagt der Verlag.)

Kevin O’Brien: Blutzeugen (One last scream – Die psychisch labile Amelia tötet in ihren Alpträumen ihre Familie. Da werden ihre Alpträume wahr und sie fragt sich, ob sie oder jemand anderes die Morde begangen hat.)

Mario Puzo: Der Sizilianer (The Sicilian – Neuausgabe)

Stefan Slupetzky: Lemmings Zorn – Lemmings vierter Fall (Babysitterin Angela ist tot. Lemming sucht ihren Mörder.)

P. J. Tracy: Spiel unter Freunden/Der Köder (Monkeywrench/Live Bait – Zwei Krimis in einem Band)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch


TV-Tipp für den 25. Juli

Juli 25, 2008

RTL II, 20.15

Sleeper Cell: Haus der Märtyrer/Zielobjekt (USA 2005, R.: Clark Johnson)

Drehbuch/Erfinder: Ethan Reiff, Cyrus Voris

Hochgelobte US-Serie über den Undercover-Einsatz eines muslimischen FBI-Agenten. Er soll eine Schläferzelle infiltrieren.

RTL II zeigt alle 18 Folgen. Heute und morgen jeweils eine Doppelfolge und ab Mittwoch jede Woche zwei weitere Folgen.

Mit Michael Ealy (Darwyn Al-Sayeed), Oded Fehr (Faris Al-Farik), Henri Lubatti (Ilija Korjenic), Alex Nesic (Christian Aumont), Blake Shields (Thomas ‚Tommy‘ Emerson)

Wiederholung: Samstag, 26. Juli, 01.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

RTL II über „Sleeper Cell“

Showtime über “Sleeper Cell”

Serienjunkies über “Sleeper Cell”

Fernsehserien über Sleeper Cell“

Metacritic über „Sleeper Cell“

Why we write: ein Essay von Ethan Reiff und Cyrus Vorhis


Was hätte ich bei „Weiße Nächte“ anders gemacht?

Juli 24, 2008

Etwas Gutes haben schlechte Bücher und Filme. Ich überlege mir, was warum nicht funktioniert und wie ich es besser machen würde. Auch das gestern besprochene Buch „Weiße Nächte“ von Rainer Gross funktioniert nicht und ich fragte mich:

Wie hätte ich die Geschichte geschrieben?

Der Protagonist und der Anfang

Zuerst einmal hätte ich eindeutig das Ziel des Protagonisten (hier auch des namenlosen Ich-Erzählers) formuliert. Er will sich am Nordkap an dem Ort umbringen an dem er vor Jahren seinen Freund Jan umgebracht hat. Er ist von Schuldgefühlen getrieben. Er glaubt an den katholischen Sühnegedanken.

(Eindeutig heißt: der Leser weiß es. – Dabei ist es durchaus möglich, dass ich als Leser später erfahre, dass das ursprünglich genannte Motiv und Ziel nicht stimmen. Denken Sie nur an „The sixth sense“. Während des gesamten Films glauben wir, dass der Psychiater dem Jungen helfen will, keine Toten mehr zu sehen. Erst am Ende erkennen wir, dass der Junge dem Psychiater helfen wollte, seinen Tod zu akzeptieren. „Die üblichen Verdächtigen“ hat ein ähnlich überraschendes Ende.)

Das Handlungsziel des Protagonisten gibt mir für diese Geschichte dann die weiteren Stationen vor. Er muss auf seiner Reise auf Widerstände stoßen. Diese Widerstände müssen dazu führen, dass er sich immer wieder mit der Frage von Schuld und Sühne beschäftigt. Ihm wird immer wieder – mehr oder weniger deutlich – gesagt, dass seine Idee mit dem Selbstmord Quatsch ist. Doch er hält daran fest. Denn, als Theologiedozent hat er gelernt, dass das alttestamentarische Prinzip von Schuld und Sühne befolgt werden muss. Ein Leben für ein Leben. Auch wenn es das eigene ist.

Das könnte schon eine gute Geschichte abgeben. Aber sie bliebe eine episodische Reiseerzählung; das literarische Äquivalent zu „Easy Rider“ und „Apocalypse Now“.

Die Begleiterin und die Mitte

Doch oft sind die Reisenden nicht allein unterwegs. Denn mit einem Gefährten kann sich der Protagonist austauschen (Das ist im Film natürlich wichtiger, als in einer Erzählung. Aber auch in einer Erzählung wirken Dialoge meistens dynamischer als ein über sich nachdenkender Mensch.). Außerdem bedeutet ein Gefährte prinzipiell Konflikt. Und Konflikt ist für einen Erzähler (im Gegensatz zum normalen Leben) das, was er sucht. Für eine Geschichte gilt: Je mehr Konflikt, desto besser.

Auch Rainer Gross stellt seinem Erzähler eine Frau an die Seite. Es ist die Studentin Myriel, die zufällig das gleiche Fahrtziel hat. Sie will ihren Freund besuchen. Fein; – aber eigentlich will sie das Treffen mit ihm hinauszögern, weil sie nicht weiß, ob sie mit ihm zusammenleben möchte. Diesen Konflikt thematisiert Gross nur in wenigen Sätzen.

Doch viel wichtiger als der eben erwähnte innere Konflikt von Myriel ist die Frage, in welcher Beziehung sie zu dem Protagonisten steht. Kurz: Was will sie erreichen? In dem Roman erfahren wir es nicht.

Außerdem stehen wir am Beginn der Reise noch vor einem anderen Problem: Warum nimmt der Erzähler die Frau mit? Er hat keinen vernünftigen Grund die Frau mitzunehmen. Ebenso stellt sich die Frage, warum er sie auf der ganzen Fahrt nicht einmal verlässt. Sie ist für ihn nur unnötiger Ballast. Kurz: bis jetzt hat sie absolut keine Funktion in der Geschichte.

Überlegen wir uns also, warum er einverstanden ist, gemeinsam mit ihr zum Nordkap zu fahren.

Hat er Gefühle für sie? Unwahrscheinlich. Am Anfang der Geschichte darf er nicht in sie verliebt sein. Denn wenn er sie lieben würde, würde er nicht diese Fahrt beginnen.

Doch der Wunsch, als Sühne für einen vor Jahren stattgefundenen Unfall in den Freitod zu gehen, zeigt im Charakter des Protagonisten eine Möglichkeit auf. Er fühlt sich für seine Taten und für andere Menschen verantwortlich.

Also fühlt er sich auch für Myriel verantwortlich. Vielleicht hat er sie einmal vor einem Selbstmord gerettet. Hm, nicht so toll. Immerhin will er sich umbringen und dann nimmt er eine gescheiterte Selbstmörderin mit.

Vielleicht ist sie die Tochter seines Mentors und dieser hat ihn gebeten, auf seine Tochter aufzupassen. Das würde erklären, warum er jemanden mitnimmt, der ihn bei seiner Mission nur stört.

Dann hätten wir jetzt einen Protagonisten, der sich am Nordkap umbringen will. Auf seiner Fahrt dorthin muss er auf eine Frau aufpassen. Auf der Fahrt muss immer wieder seine Entscheidung, sich umzubringen, hinterfragt werden. Begegnungen mit Menschen und Dialoge sind hier hilfreich. Er könnte sich mit gläubigen Evangelen treffen. Er könnte sich mit der Frage auseinandersetzen, ob er für die Verbrechen der Nazis in Skandinavien heute büßen muss. Er sagt ja. Sie (oder jemand anderes) sagt nein. Und wir haben einen Konflikt.

Wenn wir ihm schon eine Begleiterin verpassen, muss zwischen ihnen auch etwas geschehen. Das kann sein, dass sie sich ineinander verlieben. Sie will daher unbedingt mit ihm in den Schlafsack hüpfen. Er will, weil er sich ja bald umbringen und seine Entscheidung nicht gefährden will, sich unter keinen Umständen in sie verlieben. Das kann sein, dass sie nach seiner Ansicht zum falschen Mann fahren will. Er will sie also vor einer falschen Entscheidung bewahren. Es kann auch sein, dass sie sich nach einer unglücklichen Beziehung umbringen will und er das verhindern muss, weil er seinem Mentor versprochen hat, sie sicher ans Nordkap zu bringen.

Jedenfalls gibt es genug Möglichkeiten, die Zeit bis zum Ziel mit spannenden Ereignissen zu füllen.

Das Ende

Irgendwann kommen wir zum Ziel der Reise. Bei Gross ist der Selbstmordversuch des Protagonisten auf Seite 156 bis 160. Die Geschichte endet ohne besondere Ereignisse auf Seite 197. Diese fast vierzig Seiten sind unnötiger Ballast. Denn nachdem der Protagonist sich für das Leben entscheidet (und so auch mit seiner Vergangenheit abschließt), ist seine Mission erfüllt. Er hat sein ursprüngliches Ziel nicht erreicht, weil er festgestellt hat, dass es das falsche Ziel war.

Natürlich sollte er das durch etwas anderes erfahren, als – wie in „Weiße Nächte“ – ein im falschen Moment umstürzendes Motorrad und seine verzweifelte Suche nach einer Feder. Ein Gespräch wäre vielleicht besser. Vielleicht sagt sie ihm, dass sie nicht verstehen könne, warum er sich umbringen wolle, nachdem er ihr in den vergangenen Tagen immer wieder sagte, wie schön das Leben sei. Er versucht seine Entscheidung zu rechtfertigen und kann es nicht.

Klingt kitschig.

Mag sein, aber es wäre ein befriedigendes Ende. Und vielleicht hätte ich, wenn ich diese Geschichte schreiben würde, bis dahin eine bessere Idee. Jedenfalls müssen alle Seiten vor dem entscheidenden Moment auf der Klippe nur einem Ziel dienen: mir als Leser begreiflich zu machen, warum der Protagonist eine bestimmte Handlung vollzieht.

Und warum hat er den Revolver mitgenommen?

Keine Ahnung.


Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Juli 24, 2008

Ein neuer Roman von Val McDermid, weitere bekannte Namen und einige Debüts bestimmen das Programm von Knaur Taschenbuch. Das vollständige Krimiprogramm sieht so aus:

Oktober

Giles Blunt: Eisiges Herz (Taschenbuch-Ausgabe)

November

Peter Abrahams: Gerissen (Eine junge, idealistische Schriftstellerin glaubt, dass ein Mann unschuldig als Raubmörder verurteilt wurde. Wenn sie sich da mal nicht irrt. – Neuer Thriller eines mehrfach für den Edgar nominierten Autors.)

Michael Böckler: Tödlicher Tartufo (Der zweite Fall für Hippolyt Hermanus – Taschenbuch-Ausgabe)

Vena Cork: Augen in der Nacht (Taschenbuch-Ausgabe)

Tim Green: Kesseltreiben (Immobilienmakler Thane Coder wird durch den Mord an einem Freund reich. Da verdächtigt ihn der Sohn des Opfers als Täter und das hoffentlich spannende Psychoduell beginnt. -Zurückgezogen)

Douglas Preston/Lincoln Child: Maniac – Der Fluch der Vergangenheit (Ein neuer Fall für Special Agent Pendergast – Taschenbuch-Ausgabe)

Maurice Philip Remy: Mogadischu Welcome – Das Entführungsdrama der Landshut (der Tatsachen-Thriller zum gleichnamigen ARD-TV-Film. Ob das Buch jetzt ein Sachbuch oder der Roman zum Film ist, wird in der Werbung nicht richtig deutlich.)

Dezember

Thomas Kastura: Der vierte Mörder (Klemens Raupachs erster Fall – Taschenbuch-Ausgabe)

Damien Lewis: Cobra Gold (Libanon 1979: britische Elitesoldaten rauben in Beirut den Goldvorrat einer großen Bank. Zwanzig Jahre später wollen sie das versteckte Gold abholen. Doch sie sind nicht die einzigen. – Beruht teilweise auf Tatsachen.)

Val McDermid: Schleichends Gift (Tony Hill und Carol Jordan ermitteln.)

Michael White: Der Orden der schwarzen Sphinx (Mysterythriller: ein Polizeifotograf stößt bei seinen Ermittlungen in einer aktuellen Mordserie auf eine ähnliche Mordserie, die vor 150 Jahren geschah. Der Orden der schwarzen Spinx scheint etwas damit zu tun zu haben.)

Januar

Karin Alvtegen: Schatten (Taschenbuch-Ausgabe)

Beverly Barton: Killing Beauties (Polizistin Lindsay McAllister jagt zwei Serienkiller, die ehemalige Schönheitsköniginnen umbringen.)

John Farrow: Eishauch (Montreal: Detective Emil Cinq-Mars findet am Heiligabend die bestialisch ermordete Leiche seines besten Informanten. Er glaubt, dass er von einem Polizisten ermordet wurde. Aber es gibt auch Spuren zu rivalisierenden Motorradgangs, der russischen Mafia, der Cosa Nostra und der CIA. – Genug Stoff für über 500 Seiten.)

Reginald Hill: Der Wald des Vergessens (Taschenbuch-Ausgabe)

Jean-Michel Sakka: Horus – Das Jenseits ist nur einen Schritt entfernt (In diesem Mysterythriller will eine religiöse Sekte verhindern, dass Genforscher Joel Costes den Schlüssel zur Unsterblichkeit findet.)

Chris Simms: Totenhaut (In seinem zweiter Fall jagt Detective Inspector Jon Spicer in Manchester einen Serienkiller, der seinen Opfern die Haut abzieht.)

Februar

Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein (Die Amateurdetektivinnen Carole und Jude suchen erstens eine verschwundene Leiche und zweitens den Mörder.)

Andreas Franz: Mörderische Tage – Julia Durants schwerster Fall (Ein Unbekannter entführt Frauen. Sein neuestes Opfer: Julia Durant.)

Gay Longworth: Am Anfang war die Täuschung (Taschenbuch-Ausgabe)

Judy Mercer: Frau ohne Vergangenheit (TV-Journalistin Ariel Gold fragt sich, ob der charismatische Angeklagte Jack Spurling schuldig ist. – Das klingt doch nach einem ausgewachsenen Romantic Thriller.)

Kate Morgenroth: Die Schlangengrube (Ein Mitglied eines Krimi-Lesezirkels wird ermordet. Buchhändlerin Sofie sucht den Mörder. „Britischer kann es in Amerika nicht werden“, verspricht der Verlag.)

Chris Tvedt: Frei von Schuld (Noch ein Debüt eines Norwegers. Rechtsanwalt Mikael Brenne gerät in die kriminellen Machenschaften eines ausländischen Mandanten und wird zum Mörder.)

März

Roderick Anscombe: Verschwunden (Boston im Sommer: Ein achtjähriges Mädchen wird entführt. In ihrem Versteck wird sie nur 24 Stunden überleben. Der Verdächtige schweigt und Gerichtspsychiater Paul Lucas sieht sich vor eine schwere Entscheidung gestellt. – Ähnlichkeiten mit einem wahren Fall sind rein zufällig.)

Rebecca Drake: Still sollst du sterben… (In der Nähe einer idyllisch gelegenen Mädchenschule wird eine Mädchenleiche entdeckt. Die junge Lehrerin Lauren sucht den Mörder und stößt in der Schule auf einen geheimen Mädchenclub und ihre fanatische Anführerin.)

Dianne Emley: Kreuzstich (Der zweite Fall für Detective Nan Vining vom Pasadena Police Department. Sie muss einen Doppelmord, bei dem ein stadtbekannter Lebemann starb, aufklären.)

Jeff Lindsay: Komm zurück, mein dunkler Bruder (Drittes Buch mit Dexter Morgan, Serienkiller und Spezialist für Blutanalysen bei der Polizei von Miami. – Bin gespannt, ob die nach Lindsays Büchern entstandene TV-Serie „Dexter“ auch in Deutschland ein Erfolg wird. RTL II will sie im Herbst ausstrahlen.)

Steven Sidor: Stadt der Knochen (Sein Debüt „Skin River“ gefiel mir ganz gut. Mal sehen, ob er nach seinem Gangsterkrimi eine guten Polizeikrimi über die Jagd nach dem Mörder eines polizeibekannten Transsexuellen schreibt.)

April

Carla Cassidy: Vergiss nie deine Sünden (Ein Unbekannter bringt Menschen, denen Marissa zufällig begegnet, um. Der Täter hinterlässt auf ihnen eine Karte, in der er Marissa seine Liebe gesteht.)

Scott Frost: Fear – Angst hat einen Namen (Nach „Risk“ der zweite Fall für Detective Alex DeLillo. Dieses Mal soll sie den Mord an ihrem ihr bis zu seinem Ableben unkannten Halbbruder aufklären.)

Lawrence Goldstone: Anatomie der Täuschung (Ein 1889 in Philadelphia spielender Forensiker-Krimi.)

Steve Mosby: Der 50/50-Killer (Taschenbuch-Ausgabe)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch


TV-Tipp für den 24. Juli

Juli 24, 2008

Entweder zur Fanmeile Obama-Meile gehen oder pünktlich um 19.00 Uhr den Fernseher einschalten. Programm ist ziemlich egal. ARD, ZDF, RBB (Weltbild! Alle anderen müssen die Bilder vom besten Hauptstadtsender Deutschland übernehmen!!), Phoenix (dort wahrscheinlich mit am wenigsten nervigen Kommentaren), n-tv, N24 und den dazugehörigen Senderhomepages/Mediatheken übertragen das Ereignis.

Denn dann wird der künftige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika in Berlin reden.

Einen Überblick über die Sondersendungen gibt es hier oder in ihrer Tageszeitung.


Zweihundert Seiten Langeweile

Juli 23, 2008

Drängender Gedanke beim Lesen: „?“

Fazit, schon während dem Lesen gezogen und durch das Ende bestätigt: „Weiße Nächte“ von Rainer Gross ist weniger als ein Kriminalroman. Es ist eine dieser typischen deutschen Betroffenheitswerke, die es zu einer Tugend erheben, den Leser zu langweilen und die ich normalerweise nach den ersten Seiten entnervt weglege. Denn sie erzählen nach meiner Erfahrung keine Geschichte.

Auch „Weiße Nächte“ erzählt keine Geschichte, sondern reportiert nur, wie ein Uni-Dozent, der von irgendeiner Schuld (oder einem Verlangen) getrieben ist, sich mit seine Motorrad auf den Weg zum Nordkap macht. Bei einer früheren Fahrt dorthin ist irgendetwas geschehen. In seinem Gepäck hat er einen Revolver. Was er damit tun will, wissen wir nicht. Die Studentin Myriel begleitet ihn, weil sie ihren Freund im Norden treffen will. Das ist die schon nicht vielversprechende Ausgangslage. Denn es unklar, was der Protagonist in dieser Geschichte erreichen will.

Auf den folgenden gut zweihundert Seiten erzählt Gross nur, wie sie nach Norden fahren. Besondere Ereignisse gibt es während dieser Fahrt nicht. Es ist einfach nur eine ganz normale Motorradfahrt von zwei Menschen, die nichts füreinander empfinden und zufällig den gleichen Weg zurücklegen. Später erfahren wir – und der Klappentext verrät es auch fast (was allerdings nur bei einem Kriminalroman ein Problem wäre) -, dass bei einer früheren Fahrt er mit seiner Freundin Vera und seinem Freund Jan unterwegs war. Damals entwickelte Vera Gefühle für Jan (Es ist auch möglich, dass sie sich in Jan verliebte; dass der Erzähler sich das einbildete; oder dass die Beziehung einfach zu Ende war). Auf einer Klippe kam es zu einem Streit und Jan stürzte hinunter. Ob es ein Unfall oder ein gezielter Stoß des Erzählers war, bleibt unklar. Jedenfalls fuhren Vera und der Erzähler wieder zurück. Sie wurde kurz darauf schwanger, trieb ab und brachte sich um. Er wurde Dozent und will jetzt mit seiner Vergangenheit ins Reine kommen indem er sich, wie wir jetzt erfahren, erschießt (Fragen Sie nicht warum. Es ist einfach so.). Weil im entscheidenden Moment sein Motorrad umfällt, misslingt sein Selbstmordversuch. Er beschließt zurückzufahren.

Das ist alles und für eine Kurzgeschichte wäre die Szene an der Klippe mit dem Selbstmordversuch auch ausreichend.

Für einen Roman ist das allerdings zu wenig. In „Weiße Nächte“ fehlt alles, was zu einer packenden Geschichte gehört. Der Protagonist hat kein klar definiertes Ziel. Es gibt keine Konflikte. Die Reise verläuft problemlos. Seine Reisegefährtin ist ihm herzlich egal – und damit für die Fahrt dramaturgisch überflüssig. Er brütet allein vor sich hin – und teilt seine Gedanken niemandem mit. Wir wissen also bis zu der Szene auf der Klippe nicht, was er warum tun will.

Doch wenn ich als Leser nicht weiß, was der Protagonist erreichen will, ist mir sein Schicksal (und damit dann auch die ganze Geschichte) herzlich egal. Deshalb enttäuschte mich, nach dem vielversprechenden, mit dem Debüt-Glauser ausgezeichneten „Grafeneck“, der zweite Roman von Rainer Gross auf ganzer Linie.

Rainer Gross: Weiße Nächte

Pendragon, 2008

200 Seiten

9,90 Euro

Hinweise

Meine Besprechung von seinem Debüt „Grafeneck“


Ian Rankin redet, Theakstons Crime Novel of the Year, Dennis Lehanes neues Buch

Juli 23, 2008

Bei „In For Questining“ ist ein Interview mit Ian Rankin online. Schon etwas älter sind die Gespräche mit Stuart MacBride und dem noch nicht ins Deutsche übersetzten Ray Banks (noch ein Schotte).

Es hat einige Tage gedauert, aber jetzt steht die Gewinnerin des diesjährigen Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year auch auf der offiziellen Homepage. Es ist Stef Penny mit The Tenderness of Wolves. Dort finden Sie auch die Shortlist; die Longlist gibt es hier.

In den USA erscheint am 23. September das lange angekündigte historische Epos „The given day“ (720 Seiten!) über den Streik der Polizei von Boston 1919 von Krimi-Autor Dennis Lehane (unter anderem „Gone, Baby, Gone“, „Mystic River“ und „Shutter Island“). In der Seattle Times erschien jetzt ein informativer Artikel über Lehane und sein neuestes Buch. Eine deutsche Veröffentlichung ist noch nicht angekündigt.


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