DVD-Kritik: „Skylin3s“, die Aliens sind immer noch da

Juni 14, 2021

Vor einigen Jahren gelang es Captain Rose Corley einen Alien-Angriff abzuwehren. Inzwischen ist sie untergetaucht. Nachdem es einen neuen Angriff auf die Rest-Menschheit gibt, wird sie vom Militär gefunden und mit einem kleinen Team erfahrener Kämpfer zu Cobalt One, dem Heimatplaneten der Aliens, geschickt. Dort sollen sie, selbstverständlich unter erheblichem Zeitdruck, den überlebenswichtigen und alles entscheidenden Core Drive finden. Mit ihm kann verhindert werden, dass friedlich mit den Menschen zusammenlebende Alien-Hybride zu feindseligen Aliens werden, die dann die Rest-Menschheit auslöschen.

Skylin3s“ ist, wie der Titel erahnen lässt, der dritte Teil der „Skylines“-Serie. Der erste Spielfilm „Skyline“ kam 2010 in die Kinos. Die Kritiker waren mäßig begeistert. Das Einspiel gut genug für „Beyond Skyline“ (2017). Wieder waren die Kritiker nicht wirklich begeistert, aber für einen dritten Teil wurde an der Kasse genug umgesetzt. Das niedrige Budget war dafür natürlich hilfreich.

Rose Corley wird wieder von Lindsey Morgan gespielt. Sie spielte sie bereits in „Beyond Skyline“. In Rückblenden taucht ihr von Frank Grillo gespielter Vater Mark Corley in dem dritten „Skyline“-Film auf. Und am Ende von „Skylin3s“ wird dann nicht nur der Sieg über die Aliens gefeiert, sondern bereits ein vierter Teil angekündigt. Denn Mark Corley lebt anscheinend noch und damit könnte „Skyline“ eine aus vier oder mehr Teilen bestehende Trilogie werden. Denn „Skylin3s“wird als „der epische Abschluss der ‚Skyline‘-Trilogie“ beworben.

Die Regie übernahm Liam O’Donnell, der bereits die Drehbücher für die ersten beiden Teile schrieb, den zweiten Film auch inszenierte und einer der Produzenten des Franchises ist.

Der Film selbst ist ein niedrig budgetierter SF-Film, der immer wie eine beliebige Folge einer austauschbaren TV-SF-Serie wirkt. Die Handlung ist vorhersehbar. Die Dialoge sind mäßig. Die Figuren sind entsprechend eindimensional geraten. Die Geschichte findet weitgehend in dunklen Räumen statt. Das sieht stylish aus und schont das Budget. Vor allem, wenn irgendwelche zotteligen Aliens im Dunkeln die menschlichen Elite-Soldaten angreifen. Und selbstverständlich ersätzen Fäuste langatmige Debatten und mögliche friedliche Konfliktlösungen.

Das Bonusmaterial fällt mit einem Audiokommentar von Liam O’Donnell, den Featurettes „Hinter den Kulissen“ (eigentlich das Making-of), „Die Visual Effects von ‚Skylin3s’“, „Die Stunts von ‚Skylin3s’“, einem Interview mit Hauptdarstellerin Lindsey Morgan und mehreren entfernten Szenen (mit einem optionalem Audiokommentar von Liam O’Donnell) erfreulich umfangreich (ohne die Audiokommentare sind es gut fünfzig Minuten) und informativ aus.

Skylin3s (Skylin3s, USA 2020)

Regie: Liam O’Donnell

Drehbuch: Liam O’Donnell (nach einer Geschichte von Matthew E. Chausse und Liam O’Donnell) (basierend auf von Joshua Cordes erfundenen Figuren)

mit Lindsey Morgan, Rhona Mitra, Alexander Siddig, James Cosmo, Jonathan Howard, Daniel Bernhardt, Yayan Ruhian

alternative Schreibweisen des Titels sind „Skylines“ und „Skyline 3“

DVD

EuroVideo

Bild: 16:9

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bonusmaterial: Audiokommentar von Regisseur, Autor und Produzent Liam O’Donell, Hinter den Kulissen, Die Visual Effects von „Skylin3s“, „Die Stunts von „Skylin3s“, Interview mit Lindsey Morgan, Entfernte Szenen (optional mit Audiokommentar von Liam O’Donell), Trailer

Länge: 109 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Die DVD und Blu-ray erscheint am 17. Juni. Digital ist das Werk bereits verfügbar.

Hinweise

Moviepilot über „Skylin3s“

Metacritic über „Skylin3s“

Rotten Tomatoes über „Skylin3s“

Wikipedia über „Skylin3s“


TV-Tipp für den 14. Juni: Sie leben!

Juni 13, 2021

Arte, 21.45

Sie leben! (They live, USA 1988)

Regie: John Carpenter

Drehbuch: Frank Armitage (Pseudonym von John Carpenter)

LV: Ray Nelson: Eight O’Clock in the Morning, 1963

Der arbeitslose Bauarbeiter Nada findet eine Sonnenbrille. Als er sie aufsetzt, sieht er, dass Aliens die Welt übernommen haben und die Menschen zu willigen Konsumenten verführt (Seltsam wenn ich eine Brille aufsetzte, entdecke ich höchstens, dass das Objekt meines Begehrens doch nicht so gut aussieht.). Jedenfalls beginnt Nada mit seinem Kumpel Frank gegen die Aliens zu Kämpfen.

Die Klapperschlange gegen die Reagans, Thatchers und Kohls.“ (Fischer Film Almanach 1990)

Wenn nicht der Hauptdarsteller (der als Schauspieler untalentierte Wrestler Roddy Piper) wäre, wäre Carpenters subversiver und konsumkritischer SF-Thriller wesentlich überzeugender.

Trotzdem „signalisiert ‚Sie leben!‘ Carpenters erfrischende Rückkehr zu seinen ideenreichen Low-Budget-Wurzeln“ (Paul Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopadie)

mit Roddy Piper, Keith David, Meg Foster, Raymond St. Jacques

Hinweise

Arte über die Doku „John Carpenter – Fürst der Dunkelheit“ (bis zum 1. Februar 2022 in der Mediathek) und das Universum von John Carpenter

Rotten Tomatoes über „Sie leben!“

Wikipedia über „Sie leben!“ (deutsch, englisch) und über John Carpenter (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von John Carpenters „Assault – Anschlag bei Nacht“ (Assault on Precinct 13, USA 1976)

John Carpenter in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 13. Juni: Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen

Juni 12, 2021

Sat.1, 20.15

Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen (Hidden Figures, USA 2016)

Regie: Theodore Melfi

Drehbuch: Allison Schroeder, Theodore Melfi

LV: Margot Lee Shetterly: Hidden Figures, 2016 (Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen)

Auf Tatsachen basierendes Drama über die Mathematikerinnen, die im Raketenprogramm der NASA arbeiteten und die Astronauten zuerst in die Erdumlaufbahn und später noch weiter weg schickten.

„Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ ist ein punktgenau inszenierter Feelgood-Film über weibliche Selbstermächtigung und Selbstbewusstsein und wie es ihnen gelingt, die Männer auf den Mond zu schicken.

Der Film war unter anderem für den Oscar als bester Film des Jahres nominiert. „Moonlight“ erhielt den Preis.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechun.

mit Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monáe, Kevin Costner, Kirsten Dunst, Jim Parsons, Mahershala Ali, Aldis Hodge, Glen Powell, Kimberly Quinn, Olek Krupa

Wiederholung: Montag, 14. Juni, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Die Vorlage (Buchbesprechung bei der Filmbesprechung)

Margot Lee Shetterly: Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen

(übersetzt von Michael Windgassen und Sandra Ritters)

HarperCollins, 2017

416 Seiten

14 Euro

Originalausgabe

Hidden Figures

William Morrow, 2016

Hinweise

Moviepilot über „Hidden Figures“

Metacritic über „Hidden Figures“

Rotten Tomatoes über „Hidden Figures“

Wikipedia über „Hidden Figures“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Hidden Figures“

Meine Besprechung von Theodore Melfis „St. Vincent“ (St. Vincent, 2014)

Meine Besprechung von Theodore Melfis „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ (Hidden Figures, USA 2016)


TV-Tipp für den 12. Juni: Teufel in Blau

Juni 11, 2021

ZDFneo, 22.00

Der Teufel in Blau (Devil in a blue dress, USA 1995)

Regie: Carl Franklin

Drehbuch: Carl Franklin

LV: Walter Mosley: Devil in a blue dress, 1990 (Teufel in Blau)

Los Angeles, 1948: Amateurdetektiv Easy Rawlins soll Daphne finden. Aber Daphne hat es faustdick hinter den Ohren.

Franklins gelungene Verfilmung von Mosley Debütroman. „Teufel in Blau“ ist ein Film Noir, der seine Vorbilder aus der Schwarzen Serie immer deutlich zitiert und damit immer zum gut gemachten, aber auch langweiligem Ausstattungskino tendiert.

Während Mosley in den USA regelmäßig neue Romane (auch mit Easy Rawlins) veröffentlich, sind die deutschen Verlage wieder ausgestiegen.

Am 8. Juli 2021 läuft Denzel Washingstons neuer Film, der Neo-Noir-Serienkillerthriller „The little Things“ (Regie: John Lee Hancock, nach seinem Drehbuch), bei uns an.

Mit Denzel Washington, Tom Sizemore, Jennifer Beals, Don Cheadle

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Teufel in Blau“

Wikipedia über „Teufel in Blau“ (deutsch, englisch)

Thrilling Detective über Easy Rawlins

Homepage von Walter Mosley

Meine Besprechung von Walter Mosleys Kurzroman „Archibald Lawless: Freier Anarchist“ in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)


TV-Tipp für den 11. Juni: Mein großer Freund Shane

Juni 10, 2021

3sat, 23.10

Mein großer Freund Shane (Shane, USA 1953)

Regie: George Stevens

Drehbuch: A. B. Guthrie jr., Jack Sher

LV: Jack Schaefer: Shane, 1949 (Mein großer Freund Shane)

Revolverheld Shane hilft einigen Siedlern gegen einen bösen Viehzüchter.

Ein Westernklassiker für Erwachsene mit einem mythologischen Helden. Sowohl Roman als auch Film eroberten Publikum und Kritik im Sturm.

Mit Alan Ladd, Jean Arthur, Van Heflin, Brandon De Wilde, Jack Palance, Ben Johnson, Elisha Cook jr.

Hinweise

Wikipedia über „Mein großer Freund Shane“ (deutsch, englisch)

Turner Classic Movies über “Shane”

Rotten Tomatoes über „Shane“

Filmsite: Tim Dirks über “Shane”

Western-Autor Richard S. Wheeler über „Shane“ von Jack Schaefer


TV-Tipp für den 10. Juni: Die Fürsten der Dunkelheit

Juni 9, 2021

Arte, 00.15

Die Fürsten der Dunkelheit (Prince of Darkness, USA 1987)

Regie: John Carpenter

Drehbuch: Martin Quatermass (Pseudonym von John Carpenter)

Im Gewölbe einer seit dreißig Jahren geschlossenen Kirche in Los Angeles will Priester Loomis zusammen mit einigen Studierenden herausfinden, was das Geheimnis einer sich in einem sieben Millionen Jahre altem Behälter befindenden grünen Flüssigkeit ist. Schnell stellen sie fest, dass es sich um den Sohn Satans handelt.

Der Fischer Film Almanach war nicht begeistert: „kruden Geschichte…dominiert der schlechte Geschmack…ekelerregende Kreationen…John Carpenter…hat seinen Ruf als Kultregisseur verwirkt.“

So schlecht ist der Horrorfilm nicht. Auch wenn es sich nicht um einen der besten und bekanntesten Filme des Regisseurs handelt.

Der Film läuft im Rahmen einer kleinen John-Carpenter-Reihe.

mit Donald Pleasence Jameson Parker, Victor Wong, Lisa Blount, Dennis Dun, Susan Blanchard, Thom Bray, Alice Cooper

Hinweise

Arte über die Doku „John Carpenter – Fürst der Dunkelheit“ (bis zum 1. Februar 2022 in der Mediathek) und das Universum von John Carpenter

Rotten Tomatoes über „Die Fürsten der Dunkelheit“

Wikipedia über „Die Fürsten der Dunkelheit“ (deutsch, englisch) und über John Carpenter (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von John Carpenters „Assault – Anschlag bei Nacht“ (Assault on Precinct 13, USA 1976)

John Carpenter in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 9. Juni: Die Auserwählten

Juni 8, 2021

ARD, 20.15

Die Auserwählten (Deutschland 2014)

Regie: Christoph Röhl

Drehbuch: Sylvia Leuker, Benedikt Röskau

Als die junge, idealistische Petra Grust in den späten Siebzigern eine Stelle als Lehrerin an der Odenwaldschule erhält, ist sie begeistert. Die Odenwaldschule war damals das reformpädagogische Vorzeigeinternat. In ihr wurden Zwang und Strafen abgelehnt. Stattdessen sollte sich die Persönlichkeit frei entfalten können. Schnell bemerkt Grust, dass in der nach außen heilen Welt der Odenwaldschule nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Auf Tatsachen basierendes Drama, das den sexuellen Missbrauch von Kindern durch die Lehrer der Odenwaldschule behandelt. Regisseur Christoph Röhl war von 1989 bis 1991 Englisch-Tutor an der Odenwaldschule. Bereits 2010 beschäftigte er sich in dem beeindruckendem Dokumentarfilm „Und wir sind nicht die Einzigen“ mit dem Thema. 

Brillant gespieltes (Fernseh-)Drama, das mit beklemmender Eindringlichkeit die Mechanismen des Verdrängens, Verschweigens und der Einschüchterung an einer Schule zeigt, die als reformpädagogische Vorzeigeanstalt galt.“ (Lexikon des internationalen Films)

Der Film wurde in der Odenwaldschule gedreht.

mit Ulrich Tukur, Julia Jentsch, Leon Seidel, Béla Gabor Lenz, Rainer Bock, Bernd Stegemann, Christian Friedel, Lena Stolze

Wiederholung: Donnerstag, 10. Juni, 00.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

ARD über „Die Auserwählten“ (bis 13. September 2021 in der Mediathek)

Wikipedia über „Die Auserwählten“ und die Odenwaldschule


TV-Tipp für den 8. Juni: Der Gefangene von Alcatraz

Juni 7, 2021

Servus TV, 22.15

Der Gefangene von Alcatraz (Birdman of Alcatraz, USA 1962)

Regie: John Frankenheimer

Drehbuch: Guy Trosper

LV: Thomas E. Gaddis: Birdman of Alcatraz, 1955 (Der Gefangene von Alcatraz)

Frankenheimer inszenierte in einem nüchternen Reportagestil die Lebensgeschichte von Robert F. Stroud, einem Doppelmörder, der sich während seiner Haftzeit charakterlich wandelte und zu einem anerkannten Vogelkundler wurde.

Im Januar 1909 erschoss er in Alaska im Streit einen Menschen, stellte sich danach und wurde zur Höchststrafe, zwölf Jahre Zuchthaus, verurteilt. Später wurde er nach Leavenworth verlegt. Dort brachte er am 26. März 1916 den Wärter Turner (über den gesagt wurde, er habe bereits zwei Häftlinge in Atlanta getötet) um. Innerhalb von vier Tagen kam ein Geschworenengericht zu dem Urteil, dass Stroud des Mordes ersten Grades schuldig sei. Er sollte erhängt werden. Aufgrund von Verfahrensfehlern war allerdings Strouds Berufung erfolgreich und das Todesurteil wurde in Lebenslänglich geändert. In den folgenden Jahren wurde Stroud zu einem zu einem anerkannten Vogelkundler. Im Dezember 1942 wurde Robert Stroud nach Alcatraz verlegt. Er starb im November 1963 im Gefängniskrankenhaus von Springfield, Missouri, im Alter von 74 Jahren.

Mit Burt Lancaster, Thelma Ritter, Karl Malden, Telly Savalas

Wiederholung: Mittwoch, 9. Juni, 02.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Gefangene von Alcatraz“

Wikipedia über „Der Gefangene von Alcatraz“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von John Frankenheimers „Die jungen Wilden“ (The Young Savages, USA 1960)


TV-Tipp für den 7. Juni: John Carpenter – Fürst der Dunkelheit

Juni 6, 2021

Arte, 23.55

John Carpenter – Fürst der Dunkelheit (Big John, Frankreich 2006)

Regie: Julien Dunand

Drehbuch: Julien Dunand

TV-Premiere einer schon etwas älteren spielfilmlangen Doku über John Carpenter.

Sie ist Teil einer kleinen John-Carpenter-Reihe mit der „Klapperschlange“, den „Fürsten der Dunkelheit“ (Freitag, 11. Juni, 00.15 Uhr [Taggenau!]) und der erschreckenden Erkenntnis „Sie leben!“ (Montag, 14. Juni, 21.45 Uhr).

Davor, um 22.20 Uhr, zeigt Arte John Carpenters „Die Klapperschlange“. Besser hätten sie zuerst die Doku und anschließend den bekannten SF-Klassiker gezeigt.

Danach können Cineasten dranbleiben. Um 01.20 Uhr zeigt Arte die Doku „Kirk Douglas – Der Unbeugsame“ und danach, um 02.15 Uhr, „Milos Forman, ein freies Leben“ („Einer flog übers Kuckucksnest“, „Hair“, „Amadeus“, „Larry Flynt – Die nackte Wahrheit“ [Uh, den Spielfilm zeigt Arte um 20.15 Uhr.])

mit John Carpenter, Adrienne Barbeau, Larry J. Franco, Keith Gordon, Debra Hill, Alan Howarth, Peter Jason, Nicolas Saada, Melvin Sloan, Austin Stoker, Jean-Baptiste Thoret

Hinweise

Arte über die Doku (bis zum 1. Februar 2022 in der Mediathek) und das Universum von John Carpenter

Wikipedia über John Carpenter (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von John Carpenters „Assault – Anschlag bei Nacht“ (Assault on Precinct 13, USA 1976)

John Carpenter in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 6. Juni: Sing Street

Juni 5, 2021

Sixx, 20.15

Sing Street (Sing Street, Irland/USA/Großbritannien 2016)

Regie: John Carney

Drehbuch: John Carney

Dublin in den Achtzigern: Der schüchterne 15-jährige Conor verliebt sich in überirdisch schöne und unerreichbar coole Raphina. Um sie zu beeindrucken, bietet er ihr sofort eine Rolle in einem Musicclip seiner Band an. Dummerweise hat er noch keine Band und auch noch keine Freunde an der neuen Schule. Conor will alle diese Probleme lösen. Außerdem stehen seine Chancen bei Raphina gar nicht so schlecht. Denn ihr Freund hört Phil Collins.

TV-Premiere. Wunderschöner Coming-of-Age-Film, Musikfilm, Bandbiopic (einer fiktiven Schülerband), eine halbe Kulturgeschichte (vor allem die Rock- und Popmusik der achtziger Jahre) und Liebesfilm.

Mehr Begeisterung in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Ferdia Walsh-Peelo, Lucy Boynton, Jack Reynor, Maria Doyle Kennedy, Aiden Gillen, Kelly Thornton, Ben Carolan, Mark McKenna, Percy Chamburuka

Wiederholung: Montag, 7. Juni, 00.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Sing Street“

Metacritic über „Sing Street“

Rotten Tomatoes über „Sing Street“

Wikipedia über „Sing Street“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von John Carneys „Can a Song save your Life?“ (Begin again, USA 2013)

Meine Besprechung von John Carneys „Sing Street“ (Sing Street, Irland/USA/Großbritannien 2016) (und dem Soundtrack) und der DVD


TV-Tipp für den 5. Juni: Mid 90s

Juni 4, 2021

One, 21.45

Mid90s (Mid90s, USA 2018)

Regie: Jonah Hill

Drehbuch: Jonah Hill

Los Angeles, neunziger Jahre, die coole Skaterszene und wie sie ihre Tage verbummeln. Jonah Hills Regiedebüt ist ein Film wie eine Zeitkapsel.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sunny Suljic, Katherine Waterston, Lucas Hedges, Na-kel Smith, Olan Prenatt, Gio Galicia, Ryder McLaughlin, Alexa Demie, Harmony Korine

Hinweise

Moviepilot über „Mid90s“

Metacritic über „Mid90s“

Rotten Tomatoes über „Mid90s“

Wikipedia über „Mid90s“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jonah Hills „Mid90s“ (Mid90s, USA 2018)


TV-Tipp für den 4. Juni: Edge of Tomorrow

Juni 3, 2021

Pro7, 20.15

Edge of Tomorrow (Edge of Tomorrow, USA 2014)

Regie: Doug Liman

Drehbuch: Christopher McQuarrie, Jez Butterworth, John-Henry Butterworth

LV: Hiroshi Sakurazaka: All you need is Kill, 2004

Nachdem Major Bill Cage (Tom Cruise) von den außerirdischen, scheinbar unbesiegbaren Mimics ermordet wird, hat er danach ein Erlebnis der besonderen Art. Er erlebt seine letzten Stunden vor dem Tod noch einmal – und mit der bekannten Kämpferin Rita Vrataski (Emily Blunt), die ihn zu einem Kämpfer ausbildetet, nehmen sie den Kampf auf.

Unglaublich flotter, dicht erzählter Action-Science-Fiction-Thriller mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humors und einem klugen Umgang mit den Paradoxien der Zeitreise (was hier eigentlich nur eine kleine Zeitschleife ist), der etwas zu unpolitisch geraten ist.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Tom Cruise, Emily Blunt, Bill Paxton, Brendan Gleeson, Jonas Armstorng, Tony Way, Kick Gurry, Franz Drameh, Dragomir Mrsic, Charlotte Riley

auch bekannt als „Live.Die.Repeat.“ (mehr oder weniger der DVD-Titel)

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Edge of Tomorrow“

Metacritic über „Edge of Tomorrow“

Rotten Tomatoes über „Edge of Tomorrow“

Wikipedia über „Edge of Tomorrow“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Doug Limans „Edge of Tomorrow“ (Edge of Tomorrow, USA 2014) und der DVD

Meine Besprechung von Doug Limans „Barry Seal – Only in America“ (American Made, USA 2017)


TV-Tipp für den 3. Juni: Das Ende der Wahrheit

Juni 2, 2021

Arte, 21.45

Das Ende der Wahrheit (Deutschland 2019)

Regie Philipp Leinemann

Drehbuch: Philipp Leinemann

BND-Mitarbeiter Martin Behrens will herausfinden, warum seine heimliche Geliebte, die investigative Journalistin Aurice Köhler, bei einem Bombenanschlag auf ein Münchner Café starb. Denn es ist möglich, dass sie wegen seiner Arbeit und Informationen, die sie von ihm erhielt, gezielt ermordet wurde.

TV-Premiere. Gelungener deutscher Polit-Thriller mit zahlreichen vertrauten Wendungen und einem arg naiven Helden. Immerhin ist der BND-Zentralasienexperte Behrens knietief in den Kampf gegen den Terrorismus verwickelt. 

mit Ronald Zehrfeld, Alexander Fehling, Katharina Lorenz, Claudia Michelsen, Axel Prahl, Antje Traue, August Zirner

Hinweise

Filmportal über „Das Ende der Wahrheit“

Moviepilot über „Das Ende der Wahrheit“

Wikipedia über „Das Ende der Wahrheit“


TV-Tipp für den 2. Juni: Das ewige Leben

Juni 1, 2021

3sat, 23.25

Das ewige Leben (Österreich 2015)

Regie: Wolfgang Murnberger

Drehbuch: Josef Hader, Wolfgang Murnberger, Wolf Haas

LV: Wolf Haas: Das ewige Leben, 2003

Jetzt ist schon wieder was passiert und der Brenner muss wieder ermitteln. Dieses Mal in seinem Geburtsort.

Der vierte Brenner-Film zeigt den Privatdetektiv ganz unten. Aber Aufgeben tut er nicht und wir bekommen einen weiteren höchst vergnüglichen Film.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Josef Hader, Tobias Moretti, Nora von Waldstätten, Roland Düringer, Margarethe Tiesel, Christopher Schärf, Sasa Barbul, Johannes Silberschneider, Wolf Haas (Cameo)

Die selbstverständlich lesenswerte Vorlage

Haas - Das ewige Leben - Movie-Tie-In

Wolf Haas: Das ewige Leben
dtv, 2015
208 Seiten
8,95 Euro

Erstausgabe
Hoffmann und Campe Verlag, 2003

Hinweise

Film-Zeit über „Das ewige Leben“

Moviepilot über „Das ewige Leben“ 

Wikipedia über „Das ewige Leben“

Krimi-Couch über Wolf Haas

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Wolf Haas

Wikipedia über Wolf Haas

Meine Besprechung von Wolf Haas’ “Brenner und der liebe Gott” (2009)

Meine Besprechung von Wolf Haas‘ „Brennerova“ (2014)

Meine Besprechung von Wolfgang Murnberges „Das ewige Leben“ (Österreich 2015)


TV-Tipp für den 1. Juni: Limbo

Mai 31, 2021

ARD, 22.50

Limbo (Deutschland 2019)

Regie: Tim Dünschede

Drehbuch: Anil Kizilbuga

TV-Premiere. Formal beeindruckender Uni-Abschlussfilm. Tim Dünschede erzählt die Geschichte ohne einen Schnitt. Dummerweise ist die Gangstergeschichte (es geht um eine Compliance-Managerin, die unsaubere Zahlungen entdeckt, einen Undercover-Polizisten, der ein Geldwäsche-Netzwerk enttarnen soll und um illegale Boxkämpfe) eine Ansammlung von Klischees, schlechten Entscheidungen und schlechten Dialogen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Elisa Schlott, Tilman Strauß, Martin Semmelrogge, Christian Strasser, Matthias Herrmann, Steffen Wink

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Limbo“

Moviepilot über „Limbo“

Wikipedia über „Limbo“

Meine Besprechung von Tim Dünschedes „Limbo“ (Deutschland 2019)


TV-Tipp für den 31. Mai: Michael Ciminos kritischer Blick auf Amerika

Mai 30, 2021

Arte, 22.05

Michael Ciminos kritischer Blick auf Amerika (Frankreich 2019)

Regie: Jean-Baptiste Thoret

Drehbuch: Jean-Baptiste Thoret

Mit seinem Debütfilm „Die Letzten beißen die Hunde“, dem mit fünf Oscars ausgezeichnetem Vietnam-Drama „Die durch die Hölle gehen“ und dem Western „Heaven’s Gate“ drehte Michael Cimino (1939 – 2016) hintereinander drei Klassiker. Dummerweise war „Heaven’s Gate“ 1980, nach seiner Premiere, auch ein gigantischer Flop. In den Reagan-Jahren wollten die Zuschauer andere Filme sehen. Außerdem haben lange, komplexe Filme es eh schwer in den USA (Ich sage nur „Es war einmal in Amerika“.). Danach war die Karriere von Cimino eigentlich vorbei. Trotzdem sind auch seine folgenden Filme „Im Jahr des Drachen“, „Der Sizilianer“, „24 Stunden in seiner Gewalt“ und „The Sunchaser“ (gut, der vielleicht am wenigsten) einen Blick wert.

Kernstück der heute erstmals im TV gezeigten Doku ist ein Roadtrip, den Regisseur Jean-Baptiste Thoret 2010 mit Michael Cimino durch den amerikanischen Westen unternahm und mit ihm über sein Leben, seine Filme und seine Sicht auf Amerika redete.

Davor, um 20.15 Uhr, zeigt Arte Ciminos Debüt „Die Letzten beißen die Hunde“. Danach solltet ihr dranbleiben. Denn um 23.00 Uhr läuft John Boormans kultiger SF-Film „Zardoz“ (mit Sean Connery).

Hinweise

Arte über die Doku (in der Mediathek bis zum 29. Juli 2021)

Rotten Tomatoes über Michael Cimino

Wikipedia über Michael Cimino (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 30. Mai: Nur eine Frau

Mai 29, 2021

HR, 20.15

Nur eine Frau (Deutschland 2019)

Regie: Sherry Hormann

Drehbuch: Florian Oeller

Beeindruckendes Biopic über die am 7. Februar 2005 in Berlin von ihrem Bruder erschossene Hatun Sürücü. Sie wurde von ihrer Familie ermordet, weil sie ein selbstbestimmtes Leben leben wollte.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Almina Bagriacik, Rauand Taleb, Meral Perin, Mürtüz Yolcu, Armin Wahedi, Aram Arami, Merve Aksoy, Mehmet Atesci, Jacob Matschenz, Lara Aylin Winkler, Idil Üner

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Nur eine Frau“

Moviepilot über „Nur eine Frau“

Wikipedia über „Nur eine Frau“

Meine Besprechung von Sherry Hormanns „3096 Tage“ (Deutschland 2012)

Meine Besprechung von Sherry Hormanns „Nur eine Frau“ (Deutschland 2019)


TV-Tipp für den 29. Mai: Wild Tales – Jeder dreht mal durch!

Mai 28, 2021

3sat, 23.15

Wild Tales – Jeder dreht mal durch! (Relatos Salvajes, Argentinien/Spanien 2014)

Regie: Damián Szifrón

Drehbuch: Damián Szifrón

Es gibt diese Tage, an denen man einfach genug hat und zurückschlägt. Damián Szifrón erzählt in seinem argentinischen Kinohit sechs solcher Geschichte, die alle überzeugen und nicht nachgeahmt werden sollten. „Wild Tales“ ist ein großer Spaß, der viel zu selten im Fernsehen gezeigt wird.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Ricardo Darin, Dario Grandinetti, Oscar Martinez, Leonardo Sbaraglia, Érica Rivas, Rita Cortese, Julieta Zylberberg, Maria Marull, Mónica Villa, César Bordón, Walter Donado, Ricardo Darín, Nancy Dupláa, María Onetto, Alan Daicz, Osmar Núnez, German de Silva, Diego Gentile

Hinweise

Moviepilot über „Wild Tales“

Metacritic über „Wild Tales“

Rotten Tomatoes über „Wild Tales“

Wikipedia über „Wild Tales“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Damián Szifróns „Wild Tales – Jeder dreht mal durch!“ (Relatos Salvajes, Argentinien/Spanien 2014)


TV-Tipp für den 28. Mai: Das Phänomen „Blade Runner“

Mai 27, 2021

Arte, 21.50

Das Phänomen „Blade Runner“ (Deutschland 2020)

Regie: Boris Hars-Tschachotin

Drehbuch: Boris Hars-Tschachotin

Aktuell ist Arte der Sender für gehaltvolle Kino-Dokus. Heute gibt es eine brandneue, fast einstündige, informative Doku über einen bahnbrechenden Science-Fiction-Film.

Hinweise

Arte über „Das Phänomen ‚Blade Runner’“ (bis 26. Juni 2021 in der Mediathek)

Wikipedia über „Blade Runner“ (deutsch, englisch) und das Blade-Runner-Franchise

Meine Besprechung von Michael Green/Mike Johnson/Andrés Guinaldos „Blade Runner 2019: Los Angeles“ (Blade Runner 2019 # 1- 4, 2020)

Meine Besprechung von Michael Green/Mike Johnson/Andrés Guinaldos „Blade Runner 2019: Off-World – Jenseits der Erde (Band 2)“ (Blade Runner 2019 # 5 – 8, 2020)


TV-Tipp für den 27. Mai: Another Day of Life

Mai 26, 2021

Arte, 23.35

Another Day of Life (Another Day of Life, Polen/Spanien/Belgien/Deutschland 2018)

Regie: Raúl de la Fuente, Damian Nenow

Drehbuch: Raúl de la Fuente, David Weber, Amaia Remirez

LV: Ryszard Kapuscinski: Jeszcze dzień życia, 1976 (Wieder ein Tag Leben)

TV-Premiere. Äußerst gelungene und sehenswerte Mischung aus Dokumentar- (weniger) und Animationsfilm (mehr, viel mehr), der die Erlebnisse des polnischen Journalisten Ryszard Kapuscinski 1975 in Angola schildert. Damals tobte dort ein äußerst blutig und rücksichtslos geführten Bürgerkrieg um die Unabhängigkeit des Landes. Unzählige Kriegsparteien bekämpften sich und die Weltmächte fochten dort einen weiteren Stellvertreterkrieg aus.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Another Day of Life“

Rotten Tomatoes über „Another Day of Life“

Wikipedia über „Another Day of Life“

Meine Besprechung von Raúl de la Fuente/Damian Nenows „Another Day of Life“ (Another Day of Life, Polen/Spanien/Belgien/Deutschland 2018)


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