Cover der Woche

September 30, 2008


Zitat des Tages: Komplimente

September 30, 2008

„Hier also ein hilfreicher Hinweis für Filmemacher und Zuschauer: Komplimente – ‚Was für eine Ästhetik!’, ‚Was für ein Handwerk!’, ‚Was für eine Kameraarbeit!’ und ‚Was für eine Technik!’ – bedeuten alle: ‚Das Drehbuch ist Mist.’“

David Mamet: Bambi vs. Godzilla

(Bambi vs. Godzilla, 2007)


TV-Tipp für den 30. September

September 30, 2008

Arte, 23.15 (VPS 23.30)

Amerika made in Hollywood (F 2006, R.: Jean-Michel Meurice)

Drehbuch: Jean-Michel Meurice

Meurice behauptet, dass die US-Bürger ihr geschichtliches Wissen nicht von Historikern, sondern aus Spielfilmen erhalten. Er präsentiert zur Erhärtung seiner These Ausschnitte aus fünfzig Filmen und lässt sie von den Autoren Jim Harrison (Legenden der Leidenschaft) und Russell Banks (Das süße Jenseits, Der Gejagte) kommentieren.

Mit Russell Banks, Jim Harrison und zahlreichen Kinostars

Hinweis

Arte zum Film


R. i. P.: Paul Newman

September 29, 2008

R. i. P.: Paul Newman (26. Januar 1925 – 26. September 2008)

Wir kennen und lieben den Schauspieler unter anderem aus „Haie der Großstadt“, „Ein Fall für Harper“, „Der zerrissen Vorhang“, „Man nannte ihn Hombre“, „Der Unbeugsame“, „Butch Cassidy und Sundance Kid“, „Das war Roy Bean“, „Der Mackintosh Mann“, „Der Clou“, „Unter Wasser stirbt man nicht“, „Buffalo Bill und die Indianer“, „The Bronx“, „The Verdict“, „Die Farbe des Geldes“, „Hudsucker – Der große Sprung“, „Im Zwielicht“ und „Road to Perdition“.

Michael Ballhaus sagt über Paul Newman:

Ich weiß nicht, ob es solche Männer nach ihm noch geben wird. Solche Karrieren. Ich glaube eigentlich nicht. Es braucht mehr als gute Rollen oder Schauspieltalent dazu. Bei Paul war es schon die ganze Persönlichkeit, die ihn so groß machte.

Alles weitere über den verstorbenen Filmstar erfahren Sie in den zahlreichen Nachrufen: The Rap Sheet, The New York Times, Berliner Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung, Tageszeitung, Welt und Zeit.


TV-Tipp für den 29. September

September 29, 2008

RTL II, 22.55

Dexter: Der Tod kommt in kleinen Stücken (USA 2006, R.: Michael Cuesta)

Drehbuch: James Manos Jr.

LV: Jeff Lindsay: Darkly Dreaming Dexter, 2004 (Des Todes dunkler Bruder)

Dexter Morgen ist bei der Polizei von Miami Spezialist für Blutanalysen. Außerdem ist er Serienmörder. Allerdings bringt er, dank des liebevollen Einflusses von seinem Vater, nur andere Serienmörder um. Als in Miami ein neuer Serienkiller auftaucht, der seine Opfer vollkommen ausgeblutet und zerstückelt zurücklässt, ist Dexter von ihm fasziniert. Endlich hat er einen gleichrangigen Gegner gefunden.

Michael C. Hall hat bereits in „Six Feet Under – Gestorben wird immer“ Erfahrung mit Leichen und abseitigem Verhalten gesammelt. Die erfolgreiche Serie „Dexter“ knüpft daran an und ist noch gemeiner.

Die erste Folge hält sich dabei erstaunlich genau an das erste Drittel des schwarzhumorigen Romans von Jeff Lindsay, in dem Ich-Erzähler Dexter die Menschen und ihre Gefühle, mit dem kalten Blick eines Wissenschaftlers, wie eine fremde Spezies beobachtet. Der Plot und die Lösung sind dagegen zweitrangig.

Die restlichen elf Folgen der ersten Staffel, die, wie der erste Dexter-Roman, als großen Bogen die Jagd von Dexter nach dem Kühllaster-Killer schildert, strahlt RTL II an den kommenden Montagen aus.

Mal sehen, ob die Deutschen Dexter ebenfalls mögen oder ob die Serie ein Kritiker- und Nischenprogramm wird. Nach den Erfahrungen mit den „Sopranos“, „The Shield“, „24“, „Damages“, „Six Feet Under“ und „Nip/Tuck“, um nur einige zu nennen, befürchte ich letzteres. Im TV schlechte Quoten und dann gute DVD-Verkäufe.

Mit Michael C. Hall (Dexter Morgan), Julie Benz (Rita Bennett), Jennifer Carpenter (Debra Morgan), Erik King (Sergeant James Doakes), Lauren Vélez (Lt. Maria Laguerta), David Zayas (Angel Batista), James Remar (Harry Morgan), Dominic Janes (Young Dexter)

Wiederholung: Dienstag, 30. September, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Jeff Lindsay

Showtime-Homepage zu „Dexter“

The Rap Sheet über „Dexter“

Crimespree Cinema über die erste “Dexter”-Staffel (Infos über die zweite und dritte Staffel dann über die Suche-Funktion)


TV-Tipp für den 28. September

September 28, 2008

SRTL, 22.20

Columbo: Schreib oder stirb (USA 1974, R.: Robert Butler)

Drehbuch: Peter S. Fischer

Verleger Riley Greenleaf ist stinkig. Sein Bestsellerautor Alan Mallory möchte den Verlag wechseln. Greenleaf denkt sich ‚nicht mit mir’ und der tapsige Lieutenant Columbo hat einen neuen Fall

Für Krimifans ist „Schreib oder Stirb“ ein Highlight. Es gibt zahlreiche Anspielungen auf den Literaturbetrieb und Mickey Spillane (Ja, genau der!) spielt einen Bestsellerautor.

Mit Peter Falk, Jack Cassidy, Mickey Spillane

Hinweis

Meine Besprechung von Mickey Spillanes “Dead Street”


KrimiWelt-Bestenliste Oktober 2008

September 27, 2008

Die sehr männerlastige Oktober-Bestenliste der KrimiWelt-Juroren sieht so aus:

1 (3) Heinrich Steinfest: Mariaschwarz

2 (1) Richard Stark: Fragen Sie den Papagei

3 (-) Jean-François Vilar: Die Verschwundenen

4 (6) Deon Meyer: Weißer Schatten

5 (-) Massimo Carlotto: Die dunkle Unermesslichkeit des Todes

6 (5) Leonardo Padura: Der Nebel von gestern

7 (2) Jenny Siler: Portugiesische Eröffnung

8 (4) Andrew Vachss: Der Fahrer

9 (-) Michael Collins: Tödliche Schlagzeilen

9 (-) Bernhard Jaumann: Die Augen der Medusa

Weil Jenny Silers „Portugiesische Eröffnung“ in ihrer Heimat unter dem Pseudonym Alex Carr erschien, könnte sogar von einer reinen Männerliste gesprochen werden.

Ansonsten freue ich mich natürlich, dass Richard Stark und Andrew Vachss noch auf der Liste sind. John Harvey hat’s nicht mehr geschafft. Einige der älteren Werke von Jean-François Vilar:haben mir sehr gut gefallen; andere dagegen überhaupt nicht.

Die neuen Bücher von Ian Rankin, George Pelecanos und Norbert Horst müssten es dann auf die November-Liste schaffen.


TV-Tipp für den 27. September

September 27, 2008

Kabel 1, 01.25 Uhr

Boiling Point (USA 1993, R.: James B. Harris)

Drehbuch: James B. Harris

LV: Gerald Petievich: Money men, 1981 (Sumpfblüten, Boiling Point)

Innerhalb einer klassischen Genre-Geschichte (ein Cop jagt den Mörder seines Partners) präsentiert Harris eine melancholische und desillusionierte Charakterstudie über Männer, deren gescheiterte Beziehungen und großspurigen Pläne. Dabei laufen die Geschichten weitgehend unverbunden nebeneinander. Kein Klassiker, aber ein unterschätzter Film, der im Trailer zu Unrecht als Action-Film verkauft wird und viel zu wenig von Dennis Hopper zeigt. Aber Wesley Snipes war damals mit den erfolgreichen Filmen „New Jack City“, „Weiße Jungs bringen’s nicht“ und „Passagier 57“ der aufstrebende Star. „Demolition Man“ und „Die Wiege der Sonne“ starteten kurz darauf und festigten seinen Status; – auch wenn das angesichts der letzten Filme von Wesley Snipes heute schwer vorstellbar ist.

James B. Harris produzierte die frühen Kubrick-Filme, wie „Die Rechnung ging nicht auf“ und „Lolita“.

Morgen Abend zeigt Kabel 1 um 00.20 Uhr eine weitere Gerald-Petievich-Verfilmung: „Leben und sterben in L. A.“, inszeniert von William Friedkin, mit William Petersen in der Hauptrolle.

Mit Wesley Snipes, Dennis Hopper, Viggo Mortensen, Lolita Davidovich, Seymour Cassel, Tony Lo Bianco, Tobin Bell, Dan Hedaya, Paul Gleason

Hinweise

Homepage von Gerald Petievich

Wikipedia über „Boiling Point“


Kurzmeldungen: Ken Bruen, Stephen King, John Carpenter, Ian Rankin

September 26, 2008

Ken Bruen hat den vierten Roman der Serie um Detective Sergeant Brant, „Blitz“ (2002), nach Hollywood verkauft. Hoffentlich verlegen die die Handlung nicht von London nach L. A. (obwohl es bei Sjöwall/Wahlöö auch geklappt hat).

Ein Ratschlag von Stephen King:

Ein Ratschlag von John Carpenter:

Und, zum Abschluss, als Vorbereitung für die deutsche Veröffentlichung von „Exit Music“ (Ein Rest von Schuld), lassen wir Ian Rankin zu Wort kommen:


TV-Tipp für den 26. September

September 26, 2008

3Sat, 22.25

Das Mädchen und der Kommissar (F/I 1971, R.: Claude Sautet)

Drehbuch: Claude Sautet, Jean-Loup Dabadie, Claude Néron

LV: Claude Néron: Max et les ferrailleurs, 1968

Ein ehrgeiziger Polizist animiert, mit Hilfe einer Prostituierten, eine Gruppe von Kleingangstern zu einem Banküberfall. Er will sie auf frischer Tat ertappen.

Der vorzügliche französische Kriminalfilm mit Starbesetzung ist eine beklemmende Charakterstudie über einen ehrgeizigen Polizisten und die Annahme, dass der Zweck die Mittel heilige.

Mit Romy Schneider, Michel Piccoli, Bernard Fresson


R. i. P. Olov Svedelid; Übersetzer Blumenbach, Drehbuchautor Kirchner, Noir of the Week

September 25, 2008

R. i. P. Olov Svedelid (26. August 1932 – 22. September 2008)

Der Erfinder von Roland Hassel ist verstorben. Sveriges Radio schreibt:

Einer der produktivsten schwedischen Autoren, Olov Svedelid, ist gestorben. Er schrieb fast 190 Bücher. Sein letztes Werk erschien im Mai. Darin schrieb Svedelid von seinem Umgang mit der Diagnose Krebs und seinen Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem. Am bekanntesten war Svedelid für seine mehr als 20 Krimis um den Kommissar Roland Hassel, von denen etliche ins Deutsche übersetzt sind. Viele wurden mit Lars-Erik Berenett in der Hauptrolle verfilmt. Neben Detektivromanen und Krimis schrieb Svedelid auch historische Romane, Satiren, Biographien und Novellen. Svedelid starb im Alter von 76 Jahren.

Aus Deutschland gibt es, wie bei James Crumley, noch keine weiteren Meldungen. Aber einige aus Skandinavien: Stockholm Expressen, Sydsvenskan, Stockholm City und Vassa Eggen.

Die Leiden des Übersetzers. Die Süddeutsche Zeitung (Alex Rühle) traf Ulrich Blumenbach.

Ob die Welt wirklich ein Remake von „Die Brücke“ braucht, darf bezweifelt werden. Auch wenn die Pro7-Verantwortlichen nicht müde werden zu betonen, dass Bernhard Wicki damals den Roman von Gregor Dorfmeister nicht wirklich verfilmt habe (Na und? Sein Film ist ein Klassiker.), dass sie jetzt den Roman verfilmen wollten und, natürlich, alles mit sehr viel Respekt behandeln wollen.

Die Gedanken des Drehbuchautors Wolfgang Kirchner gibt es bei Stichwort Drehbuch. Das Remake läuft am Montag, den 29. September, um 20.15 Uhr. Das Original in der Nacht um 01.00 Uhr und anschließend, um 02.45 Uhr, wieder das Remake.

Der Noir of the Week ist – (Tusch) – “Der dritte Mann” (The third man).


Neu im Kino: Der Baader Meinhof Komplex, Pathology

September 25, 2008

Der Baader Meinhof Komplex (D 2008)

Regie: Uli Edel

Drehbuch: Bernd Eichinger

LV: Stefan Aust: Der Baader Meinhof Komplex, 1985 (danach mehrere überarbeitete Neuausgaben)

Buch zum Film: Katja Eichinger: Der Baader Meinhof Komplex – Das Buch zum Film, 2008

Epische Verfilmung des gleichnamigen Sachbuchs. Im Kino sind 150 Minuten Sitzfleisch (zuzüglich Werbung), im Fernsehen dann zwei mal 90 Minuten Sitzfleisch, gefordert. Tja, je schnelllebiger die Zeit wird, umso länger werden die Spielfilme.

Ansonsten wurde die vergangenen Wochen das zahlungswillige Publikum mit RAF-Geschichten und Interviews mit den Schauspielern, Drehbuchautor und Produzent Eichinger, Autor Aust und Regisseur Edel auf den deutschen Spielfilm des Jahres vorbereitet.

Die Kampagne erinnerte in ihrer medialen Präsenz an die bereits überstandenen Kampagnen für den neuen Indiana-Jones- und den neuen Batman-Film. Die Kampagne für den neuen Bond läuft ja noch.

Aber in keinem Artikel stand, dass einige Szenen vor meiner Haustür gedreht wurden. Deshalb kann der Film gar nicht schlecht sein. Nein, schon die Wahl des Drehortes qualifiziert ihn zu einem Meisterwerk. – – – Ja, ja. Nicht direkt vor meiner Haustür. Sondern in einer Querstraße. Und es war nur eine Nacht. Wahrscheinlich eine Szene, in der Bleibtreu ein Haus verlässt und sie ist nur in der TV-Fassung oder den Geschnittenen Szenen zu finden. Oder Bleibtreu war in der Nacht verhindert und die Szene wurde deshalb überhaupt nicht gedreht.

Mit Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu, Johanna Wokalek, Bruno Ganz, Simon Licht, Jan Josef Liefers, Alexandra Maria Lara, Heino Ferch, Nadja Uhl, Hannah Herzsprung, Niels-Bruno Schmidt, Stipe Erceg, Daniel Lommatzsch, Volker Bruch, Bernd Stegemann, Tom Schilling, Katharina Wackernagel, Anna Thalbach, Jasmin Tabatabai, Hans Werner Meyer

Hinweise

Homepage zum Film (Naja, aber mit Unterrichtsmaterialien)

Film-Zeit über „Der Baader Meinhof Komplex“

Pathology (Pathology, USA 2008)

Regie: Marc Schoelermann

Drehbuch: Mark Neveldine, Brian Taylor

Schoelermann drehte vorher zwei Folgen der Action-Concept-Serie „Der Clown“ und Scooter-Videos. Neveldine und Tayler schrieben das Drehbuch für den Action-Film „Crank“. Etliche Schauspieler sind aus TV-Serien bekannt.

„Pathology“ erzählt, anscheinend ziemlich kurzweilig und blutig für ein jugendliches Publikum, von einigen Jungmedizinern, die sich fragen, ob sie einen Mord verüben können, der bei einer Autopsie nicht bemerkt wird. Ted hält das zuerst für eine akademische Frage. Bis er zur ersten Autopsie gebeten wird.

Mit Milo Ventimiglia, Michael Weston, Alyssa Milano, John De Lancie, Lauren Lee Smith, Johnny Whitworth

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Pathology“

Monsters and Critics: Interview mit Marc Schoelermann, Mark Neveldine und Brian Taylor auf der Comic Con 2007

Collider: Video-Interviews mit Mark Neveldine und Brian Taylor (16. März 2008)

MovieWeb: Mark Neveldine über „Pathology“ (10. April 2008)


TV-Tipp für den 25. September

September 25, 2008

Arte, 21.00

Belle de jour – Schöne des Tages (F/I 1967, R.: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière

LV: Joseph Kessel: Belle de jour, 1928 (Belladonna; La belle de jour- Die Schöne des Tages)

Arztgattin Séverine langweilt sich. Als Lebemann Husson sie mit Madame Anais und ihrem Etablissement für erotische Wünsche und Fantasien bekannt macht, beginnt Séverine ein Doppelleben.

Einer von Buñuels zugänglichsten Filmen über die Doppelmoral des Großbürgertums. Er erhielt den Goldenen Löwen in Venedig und war bei Kritik und Zuschauern ein Erfolg. Deneuve war danach auf die Rolle der kühlen Blondine festgelegt.

Mit Catherine Deneuve, Jean Sorel, Michel Piccoli, Geneviève Page

Wiederholung: Donnerstag, 2. Oktober, 00.50 Uhr (VPS 00.45 – Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Belle de jour“

3sat über „Belle de jour“ (mit weiterführenden Links; meistens zu Wikipedia)


Hinweise: Harlan Coben, Larry Beinhart, Michael Dibdin, Robert B. Parker

September 24, 2008

Harlan Coben schreibt einen neuen Myron-Bolitar-Roman. „Long Lost“ heißt das für den 31. März 2009 angekündigte Werk. Kurzentschlossene Hardcore-Fans können Coben am 30. September in New York erleben. Dann liest er einige Ausschnitte aus dem erstmals in der ersten Person erzählten Bolitar-Roman.

Bei uns wird 2009 sein jüngstes Einzelwerk „Hold Tight“ erscheinen.

Larry Beinhart („Wag the Dog“) beantwortet einige Fragen zu seinem neuen Krimi „Salvation Boulevard“:

To date, what moment in your career has made you happiest?
Publication of my first book. I felt like my ticket to park in the parking lot of life had finally been stamped.

What question do you get asked about your writing most often?
Did I get to meet Dustin Hoffman and Robert DeNiro [during the making of Wag the Dog.] The answer is no.

Scott Timberg schreibt in der Los Angeles Times über Michael Dibdin:

Despite their prevailing noirish tone, the books are anything but joyless. Indeed, they range from the deeply grim to the comic.

Robert B. Parker schreibt über den nach seinem gleichnamigen Western entstandenen Film „Appaloosa“:

I had no part in the movie other than to sell them my book. But I promise you, you will like it. It is a magnificent film. Check the court room scene for Daniel T. Parker, as the lawyer. If you liked the book you will love the movie. If you hated the book. . . why the hell are you reading my blog?

Die New York Times (A. O. Scott) schreibt über den Western:

There is no shortage of killing — it’s a large part of how Virgil Cole, Mr. Harris’s character, makes his living — but “Appaloosa” works best as a cunning, understated sex comedy. (…) The movie’s tolerant, good-humored view of its characters drains it of some dramatic intensity, but Mr. Harris seems more interested in piquant, offhand moments than in big, straining confrontations. (…) It’s not a great western, and, as I’ve suggested, it doesn’t really try to be. Some potentially interesting political themes — about what it means for a polity to privatize its apparatus of justice and security, about the relationship between righteousness and force — are left for other, more earnest pictures to explore. This one shows a square jaw and a steely gaze, but also a smile and a wink.

Der Trailer sieht gut aus – und ich würde den Film, der angenehm altmodische Unterhaltung mit guten Dialogen zu sein scheint, gerne auf der großen Leinwand sehen.


TV-Tipp für den 24. September

September 24, 2008

SWR, 23.00

Killer – Tagebuch eines Serienmörders (USA 1996, R.: Tim Metcalfe)

Drehbuch: Tim Metcalfe

LV: Thomas E. Gaddis/James D. Long: Killer: A Journal of Murder, 1970

Widmung: „For Sam Peckinpah“

Auf Tatsachen beruhender Spielfilm über Carl Panzram (bravourös gespielt von James Woods), dem ersten bekannten Massenmörder der USA. Er wurde 1929 wegen Mordes an 21 Menschen hingerichtet.

Differenziertes Drama, das allerdings immer auf dem Niveau eines gehobenen Fernsehspiels bleibt.

Hinweise

Mark Gado auf der Crimelibrary über Carl Panzram

Serienkiller über Carl Panzram

Wikipedia über Carl Panzram

Executed Today über Carl Panzram

Serial Killer Calender über Carl Panzram


Cover der Woche

September 23, 2008


TV-Tipp für den 23. September

September 23, 2008

WDR, 22.10

Der unsichtbare Aufstand (Fr/I/D 1972, R.: Constantin Costa-Gavras)

Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Franco Solinas

In einem südamerikanischen Staat halten Revolutionäre den US-Bürger Philip Michael Santore als Geisel. Sie glauben, dass der Diplomat kein harmloser Verkehrsplaner, sondern ein Polizeiberater der Militärjunta ist.

„Der unsichtbare Aufstand“ ist der Abschluss von Costa-Gavras Trilogie über die Machenschaften totalitärer Regime. Die ersten beiden Filme waren „Z“ und „Das Geständnis“; beide mit dem damals sehr populären Yves Montand in der Hauptrolle. Dessen Starpower, die Anlehnung an bekannte Erzählmuster und das gesellschaftliche Klima sorgten für klingende Kinokassen. Außerdem blieb Costa-Gavras immer nah an historisch verbürgten Fällen. Die Entführung und Ermordung von Dan Anthony Mitrione war die reale Vorlage für „Der unsichtbare Aufstand“. Mitrione bildete in Uruguay die dortige Polizei in Foltermethoden aus. Er wurde von den Tupamaros entführt und am 10. August 1970 hingerichtet.

„Die Ambivalenz in der Rolle Santores/Mitriones hebt die Geschichte weit über die moralischen Implikationen von Gut und Böse hinaus. Hier setzt ein Mechanismus ein, der den Zuschauer im unverstellten Rahmen des Unterhaltungsgenres zur Mitarbeit, zum Nachdenken zwingt.“ (Horst Schäfer/Wolfgang Schwarzer: Von „Che“ ibs „Z“ – Polit-Thriller im Kino, 1991)

Mit Yves Montand, O. E. Hasse, Renato Salvatori, Jacques Weber, Jean-Luc Bideau, Harald Wolff

Hinweise

Wikipedia über Constantin Costa-Gavras

BFI: Ian Christie redet mit Costa-Gavras (17. November 2003)

Wikipedia über Dan Mitrione

Trivia Library über Dan Anthony Mitrione


Einige Hinweise

September 22, 2008

Declan Burke war letzte Woche bei The Rap Sheet der Gastblogger und er schrieb eine mehrteilige Serie über irische Kriminalromane. Es begann mit „1996: Year Zero„,“Prose by Any Other Name„,“With Dark Joy, the Madness: Liam O’Flahertys Assassins and Informers“, „Laugh? I almost Emigrated“ und endete mit „A Difficulty of Definitions„. Yeah, soviel zu Tartan Noir.

David J. Montgomery macht sich, anläßlich einer Besprechung des neuen Buches von Dennis Lehane, Gedanken über die Grenzen des Krimi-Genres . Diese Diskussion über Bücher, die mehr als ein Kriminalroman sind, kennen wir auch.

Im New York Magazine gibt es einen langen Artikel von Boris Kachka über das Ende der Buchindustrie: Have We Reached the End of the Book Publishing as we know it?


TV-Tipp für den 22. September

September 22, 2008

3sat, 23.15

Was kommt nach dem Copyright? (A 2008, R.: Günter Kaindlstorfer)

Drehbuch: Günter Kaindlstorfer

Ein Bericht vom Linzer Kulturfestival „Ars Electronica“, der bei uns den harmlosen Untertitel „Warum Internet und Ipod eine neue Ökonomie des Teilens hervorbringen könnten“ und in Österreich den eindeutigen Untertitel „Netzpiraten, Datendiebe, Raubkopierer – Warum wir ein neues Urheberrecht brauchen“ hat. In jedem Fall sind die 45 Minuten künstlerisch wertvoll.

Wiederholung: Donnerstag, 25. September 2008, 06.00 Uhr

Hinweise

Oberöstereich-Magazin über die Doku

3sat über die Doku

Wikipedia über das Urheberrecht

Das Kulturfestival „Ars Electronica“


TV-Tipp für den 21. September

September 21, 2008

Arte, 22.30

Romy Schneider – Eine Frau in drei Noten (A 2008, R.: Frederick Baker)

Drehbuch: Frederick Baker

Baker versucht in diesem spielfilmlangen Porträt ein Bild von Romy Schneider zu zeichnen, indem er die Kopf-, Herz- und Basisnote in dem Leben des Filmstars visualisiert.

Vor dem Porträt, immerhin ist das heute ein Arte-Themenabend, zeigt Arte den letzten Spielfilm von Romy Schneider: „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ (D/F 1982, Regie: Jacques Rouffio, Drehbuch: Jacques Kirsner, Jacques Rouffio)

Mit Romy Schneider, Alain Delon, Daniel Biasini, Claude Chabrol

Wiederholungen

Freitag, 3. Oktober, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Samstag, 4. Oktober, 15.30 Uhr

Montag, 6. Oktober, 09.55 Uhr

Hinweise

Arte über die Doku

Weitere Links zu Romy Schneider


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