Neu im Kino/Filmkritik: Jason Statham bietet „Shelter“

März 26, 2026

Seit Jahren versteckt Michael Mason (Jason Statham) sich auf einer einsamen Insel in den Äußeren Hebriden. Alle sieben Tage bekommt er Lebensmittel geliefert. Das ist sein einziger Kontakt zum Rest der Welt. Als während eines Sturms der Kutter, der ihn mit Lebensmitteln versorgt, sinkt, kann er die dreizehnjährige Jessie (Bodhi Raie Breathnach) vor dem Ertrinken retten. Er bringt das verletzte Mädchen, das jetzt eine Vollwaise ist, nicht in das nächste Krankenhaus, sondern pflegt sie bei sich.

Als er mit ihr auf das Festland muss, um einige Kleinigkeiten zu besorgen, werden sie von einer Videokamera beobachtet. Der britische Geheimdienst MI6 sieht die Bilder, identifiziert ihn als einen gefährlichen Terroristen und schickt ein Spezialteam los. In Wirklichkeit ist Mason kein Terrorist, sondern ein abtrümmiger Agent.

Gejagt wird er auf Befehl von seinem früheren MI6-Vorgesetzten Steven Manafort (Bill Nighy). Nachdem Manafort wegen skandalträchtiger Geheimdienstaktionen in den Ruhestand versetzt wurde, agiert und manipuliert er aus dem Hintergrund. Im Rahmen eines ultrageheimen Geheimprogrammes ließ er Mason zur Tötungsmachine ausbilden. Als Mason bei einen seiner Aufträge Gewissensbisse bekam und einen Mordbefehl verweigerte, setzte Manafort seinen besten Mann auf die Abschussliste. Mason tauchte unter.

Jetzt werden Mason und Jessie von Manaforts Auftragkiller Workman (Bryan Vigler), einer jüngeren Ausgabe von Mason, und allen verfügbaren MI6-Spezialeinsatzkommandos quer durch Großbritannien bis nach London gejagt.

Shelter“ ist der neue Film von Ric Roman Waugh. In den letzten Jahren inszenierte er mehrere Actionfilme mit Gerald Butler in der Hauptrolle. Zuletzt die Dystopie „Greenland 2“. Dieses Mal übernahm Jason Statham die Hauptrolle. Das Ergebnis unterscheidet sich kaum von seinen anderen Filmen. Auch sein neuester Actionfilm ist grundsolide, altmodische B-Picture Thrillerkost, die etwas besser ist, als man es erwartet.

Die Geschichte bewegt sich, ziemlich überraschungsfrei, innerhalb der bekannten Actionthriller-Konventionen. Einiges, wie dass Mason Jessie nicht sofort zum nächsten Krankenhaus bringt und danach entweder auf seine Insel zurückkehrt oder an einem anderen Ort untertaucht, muss man einfach akzeptieren. Es gibt eine äußerst milde Warnung vor den Möglichkeiten staatlicher Überwachung in demokratischen Gesellschaften. In erster Linie sind die überall vorhandenen öffentlichen und privaten Kameras ein spannungssteigerndes Element. Denn Masons Jäger können ihn und das Mädchen immer überall finden. Manafort kann auch, aus seinem Home-Office, nach Belieben alle Daten manipulieren. Es gibt mehrere gute Actionszenen, die teils auf dem Land und teils in London spielen und vor Ort gedreht wurden. Das trägt zum Realismus bei.

Und so schlägt Jason Statham sich in einer Rolle, die er im Schlaf beherrscht, durch eine gut abgehangene, nicht vollkommen unrealistische, angenehm bodenständig inszenierte und erzählte Geschichte, die den Fans genau das bietet, was sie erwarten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Shelter (Shelter, Großbritannien 2026)

Regie: Ric Roman Waugh

Drehbuch: Ward Parry

mit Jason Statham, Bodhi Rae Breathnach, Bill Nighy, Naomi Ackie, Daniel Mays, Harriet Walter, Bryan Vigier, Michael Shaeffer, Bally Gill

Länge: 108 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Shelter“

Metacritic über „Shelter“

Rotten Tomatoes über „Shelter“

Wikipedia über „Shelter“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ric Roman Waughs „Snitch – Ein riskanter Deal“ (Snitch, USA 2013)

Meine Besprechung von Ric Roman Waughs „Angel has fallen“ (Angel has fallen, USA 2019)

Meine Besprechung von Ric Roman Waughs „Greenland“ (Greenland, USA 2020)

Meine Besprechung von Ric Roman Waughs „Kandahar“ (Kandahar, USA 2023)

Meine Besprechung von Ric Roman Waughs „Greenland 2“ (Greenland 2: Migration, USA 2025)


Neu im Kino/Filmkritik: Die Splatterorgie „They will kill you“

März 26, 2026

Die freundlich gemeinte, auf den Badezimmerspiegel geschriebene und übersehene Warnung, die erst sichtbar wird, wenn genug Wasserdampf im Raum ist, kommt etwas spät. Denn in dem Moment hat Asia Reaves (Zazie Beetz) bereits ihr Zimmer in der Nobelherberge „Virgil“ bezogen. Es ist ein in New York liegendes, seit über hundert Jahren existierendes Gasthaus, das eine „John Wick“-Aura versprüht. Und dieser Eindruck täuscht nicht. Das „Virgil“ ist kein normales Hotel. Die Gäste und Teile des Personals sind speziell. Das stellt Asia, die hier als Zimmermädchen anfangen will, schon in der ersten Nacht fest, als einige maskierte Wesen sie im Schlaf betäuben wollen. Asia wird wach. Sie wehrt sich – und Regisseur Kirill Sokolow („Why don’t you just die!“, „No Looking Back“) präsentiert die erste große Actionszene seines neuen Films „They will kill you“. Ab diesem Moment gibt es, bis auf wenige Verschnaufpausen, nur noch Action. Und viele Lacher. Asia tritt und schlägt um sich. Sie setzt alles ein, was es in einem Personalzimmer gibt. In ihrem Koffer hat sie einige weitere Überraschungen, wie eine Schrotflinte und ein Schwert. Körperteile und Köpfe fliegen durch das Zimmer. Blut spritzt. Am Ende steht nur noch Asia – bevor einige Minuten später alle von ihr abgeschlachteten Menschen wieder aufstehen. Sie sind Unsterbliche. Asia soll für ein regelmäßig stattfindendes Ritual das Opfer sein.

Die letzten zehn Jahre ihres Lebens verbrachte Asia im Gefängnis. Sie wollte ihre jüngere Schwester vor ihrem gewalttätigem Vater beschützen und verletzte ihn schwer. In den Waschräumen des Gefängnisses erhielt sie ihre Kampfausbildung. Jetzt ist sie ins „Virgil“ gekommen, um ihre Schwester aus dem Haus herauszuholen.

They will kill you“ ist eine abgedrehte Splatter-Schlachtplatte mit viel schwarzem Humor, abstrusen Kämpfen (auch mit einer brennenden Axt), bizarren Einfälle (ich sage nur „Auge“) und sehr viel herumspritzendem Blut.

Die Story selbst ist eine neunzigminütige Nacherzählung von „Ready or not“ und „Ready or not 2“ (ab dem 9. April im Kino). Nur schlechter. Die Regeln des Tötens und Überlebens werden so improvisiert, dass der nächste Kill funktioniert. Oder halt nicht. Immerhin sind in dem Moment bereits der Kopf, Arme und Beine der Untoten fotogen durch den Raum verteilt worden. Es gibt mehrere erklärende Rückblenden, die deutlich schlechter in die Geschichte eingeflochten als zuletzt in „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ oder in einem Tarantino-Film. In diesen Filmen sind sie ein Teil der Geschichte, der die Geschichte vorantreibt. In „They will kill you“ verlangsamen sie die in einer Nacht spielende Haupthandlung.

Frei nach der legendären Gerichtsentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Einzug des Horrorfilms „Tanz der Teufel“, dass Zombies keine Menschen seien und ihnen damit keine Menschenwürde zukomme, dürfen die Bewohner des „Virgil“ in diesem Tanz der Untoten gequält, massakriert, um Körperteile erleichtert, dem Gelächter des Publikums zum Frass vorgeworfen und, nun, immer wieder kurzzeitig getötet werden. Die unsterblichen Mitglieder der satanischen Sekte stehen ja wieder auf. Erst am Ende des Films befördert Asia sie final (bis zur im Horrorfilmgenre natürlich immer möglichen Fortsetzung) in einen anderen Bewusstseinszustand.

Zazie Beetz, die wir spätestens seit „Deadpool 2“ als Heldin mit der Superkraft „Glück“ kennen und lieben, überzeugt auch hier als lucky Heldin, die alles tut, um ihre jüngere Schwester zu retten und eine beeindrucken Menge an Frisurvarianten präsentiert. Da ist dann wirklich keine Zeit, das blutbesudelte T-Shirt zu wechseln.

They will kill you (They will kill you, USA 2026)

Regie: Kirill Sokolow (alternative Schreibweise: Sokolov)

Drehbuch: Alex Litvak, Kirill Sokolow

mit Zazie Beetz, Myha’la, Paterson Joseph, Tom Felton, Heather Graham, Patricia Arquette

Länge: 95 Minuten

FSK: ab 16 Jahre (wie sich die Zeiten ändern)

Hinweise

Moviepilot über „They will kill you“

Metacritic über „They will kill you“

Rotten Tomatoes über „They will kill you“

Wikipedia über „They will kill you“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 26. März: Stadt der Gewalt

März 25, 2026

Tele 5, 22.00

Stadt der Gewalt (Shinjuku Incident, Hongkong 2009)

Regie: Derek Yee (Pseudonym von Tung-Shing Yee)

Drehbuch: Tung-Shing Yee, Tin Nam Chun

In den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts reist der arme chinesische Arbeiter Tietou (Jackie Chan) illegal nach Japan. Er sucht seine Freundin Xiu Xiu und schlägt sich in Tokios Vergnügungsviertel Shinjuku mit schlechtbezahlten Jobs und kleinen Gaunereien durch. Da erfährt er, dass Xiu Xiu inzwischen die Frau eines Yakuza-Bosses ist.

Noir-Drama mit einer ordentlichen Portion Action, das vor allem als Gangsterdrama mit Botschaft überzeugt. Ebenfalls überzeugend ist Jackie Chan in einer ungewohnt ernsten Rolle, die ihn vor allem als Schauspieler fordert.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Jackie Chan, Naoto Takenaka, Daniel Wu, Xu Jinglei

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Stadt der Gewalt“ 

Wikipedia über „Stadt der Gewalt“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Derek Yees „Stadt der Gewalt“ (Shinjuku Incident, Hongkong 2009)


TV-Tipp für den 25. März: Watching You – Die Welt von Palantir und Alex Karp

März 24, 2026

3sat, 20.15

Watching you – Die Welt von Palantir und Alex Karp (Deutschland 2024)

Regie: Klaus Stern

Drehbuch: Klaus Stern

Spielfilmlange Doku über Alex Karp, den Gründer der US-amerikanischen Firma Palantir. Aktuell diskutieren deutsche Sicherheitsbehörden über einen Einsatz der US-Überwachungssoftware. Aber anstatt sich mit der von Polizei und Geheimdiensten eingesetzten, von Datenschützern kritisierten Überwachungssoftware auseinanderzusetzten, konzentriert „Watching you“ sich auf Alex Karp, der als etwas schrulligen und interviewscheuer Unternehmer porträtiert wird.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Anschließend, um 21.45 Uhr, zeigt 3sat die 15-minütige Kurzdoku „Vordenker des Silikon Valley – Warum Big Tech Trump unterstützt“ (Deutschland 2026), und danach muss sofort umgeschaltet werden. Ab 22.00 Uhr zeigt der BR die 45-minütige, ebenfalls brandneue Doku „Gefährliche Intelligenz – Kindesmissbrauch mit KI“.

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Watching you“

Moviepilot über „Watching you“

Wikipedia über Klaus Stern, Palantir (deutsch, englisch) und Alex Karp (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Klaus Sterns „Watching you – Die Welt von Palantir und Alex Karp“ (Deutschland 2024)


Cover der Woche

März 24, 2026

Gutes Buch, gut verfilmt von John Huston mit Albert Finney in der Hauptrolle.

Eine absolute Leseempfehlung.


TV-Tipp für den 24. März: The Nice Guys

März 23, 2026

Kabel 1, 22.30

The Nice Guys – Nett war gestern! (The Nice Guys, USA 2016)

Regie: Shane Black

Drehbuch: Shane Black, Anthony Bagarozzi

Buch zum Film: Charles Ardai: The Nice Guys, 2016

Los Angeles in den Siebzigern: Nach einem etwas ruppigen Start arbeiten Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und Schläger Jackson Healy (Russell Crowe) zusammen. Sie wollen herausfinden, was der Tod eines Pornostars mit einer vermissten jungen Frau und einem labyrinthischen politischen Ränkespielen zu tun haben.

Wundervoll-kurzweiliger Mix aus Buddymovie und Privatdetektivkrimi und eine witzige Liebeserklärung an das Genre. Kultig.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Russell Crowe, Ryan Gosling, Angourie Rice, Matt Bomer, Margaret Qualley, Keith David, Yaya DaCosta, Beau Knapp, Kim Basinger, Lois Smith, Murielle Telio, Gil Gerard

Wiederholung: Donnerstag, 26. März, 01.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „The Nice Guys“

Metacritic über „The Nice Guys“

Rotten Tomatoes über „The Nice Guys“

Wikipedia über „The Nice Guys“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Shane Blacks „Iron Man 3“ (Iron Man, USA 2013)

Meine Besprechung von Shane Blacks „The Nice Guys“ (The Nice Guys, USA 2016) und der Blu-ray

Meine Besprechung von Shane Blacks „Predator – Upgrade“ (The Predator, USA 2018)


Wie war die Leipziger Buchmesse 2026?

März 23, 2026

Dann wollen wir, nach dem Prolog, in drei kurzen Kapiteln berichten

die Fakten

Am Donnerstag und Freitag besuchten 105.000 Menschen die Leipziger Buchmesse. Einer davon war ich. Insgesamt kamen über 313.000 Besucher zur diesjährigen Leipziger Buchmesse. Das ist ein Rekordbesuch. Letztes Jahr waren es 296.000 Besucher. Über 2.000 Aussteller aus 54 Ländern (auch Grönland) präsentierten ihre Bücher. Es gab über 3.000 Veranstaltung, meistens Lesungen und Gesprächsrunden, auf dem Messegelände und in der Stadt.

Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe, sagt dazu: „Ob Belletristik oder Sachbücher, gezeichnete oder gesprochene Bücher – dass die Leipziger Buchmesse mit ihrem Angebot noch mehr Menschen als je zuvor anzieht, macht uns wirklich stolz. Sie ist ein unverzichtbarer Treffpunkt für alle, die Bücher lieben.“

Der bekannteste Preis ist der Preis der Leipziger Buchmesse. Er ging an:

Belletristik: Katerina Poladjan: Goldstrand [S. Fischer]

Sachbuch/Essayistik: Marie-Janine Calic: Balkan-Odyssee. 1933-1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa [C.H. Beck]

Übersetzung: Manfred Gmeiner: Unten leben (von Gustavo Faverón Patriau) [Literaturverlag Droschl]

Es gab aber auch noch andere Preise:

Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung

Miljenko Jergović: Das verrückte Herz. Sarajevo Marlboro Remastered (Übersetzung: Brigitte Döbert, Suhrkamp)

Erster Tancho Award für herausragende deutschsprachige Mangaka:

Kategorie Verlagspublikation: Sozan Coskun: Kiela und das letzte Geleit (Band 3) (altraverse)

Kategorie Selfpublishing: Lisa Santrau (LIAN): Rabenfluch 3: Zauber und Schatten

die Eindrücke

Zwischen den Gesprächen an verschiedenen Ständen (und meiner Meisterleistung, den großen Stand von Random House [Heyne, Goldmann, Blanvalet, usw.] zu übersehen, obwohl ich davor stand) besuchte ich dieses Jahr auch zwei Lesungen:

Horst Eckert las aus seinem neuen Thriller „Die Praktikantin“ (Heyne). In ihm will die titelgebende Praktikantin Carla Bergmann, zusammen mit dem Investigativjournalisten Jan Koller, herausfinden, warum in ein von Exilrussen gemietetes Büro eingebrochen wurde und die deutschen Behörden den Einbruch vertuschen wollen. Eckert verriet mir vor der Lesung, dass er bereits an seinem nächsten Roman schreibt und wir in ihm Figuren aus der „Praktikantin“ wieder begegnen werden.

Malin Thunberg Schunke (rechts im Bild), die seit vielen Jahren in Deutschland lebt, stellte zusammen mit ihrer Übersetzerin Stefanie Werner (links im Bild) ihren zweiten auf Deutsch erschienenen Roman vor. „Tödliche Fehler“ (Polar Verlag) ist ihr zweiter Roman (von fünf) mit dem Eurojust-Ermittlerduo Fabia Moretti und Esther Edh. Dieses Mal wollen sie herausfinden, was mit polnischen und rumänischen Saisonarbeitern auf einem in der Nähe von Neapel liegendem Bauernhof geschah. Thunberg Schunke und Werner meinten, bei der Lektüre könne einem der Appetit vergehen. Außerdem verriet Werner, dass sie gerade den dritten Roman der Serie übersetze. Er soll nächstes Jahr erscheinen.

Schon im letzten Jahr fiel auf, dass Dark Romance/Fantasy-Romane vor allem bei Leserinnen äußerst beliebt sind. Die großen Stände von einzelnen Autorinnen und die langen Schlangen sagen alles.

Sebastian Fitzek, den ich nicht traf, dürfte sich auf der Messe bei seinen täglichen, immer mehrstündigen Signierstunden einen veritablen Tennisarm erschrieben haben. Wie letztes Jahr.

die Pläne

Wieder einige Interviews führen oder ein absolut unvor….ich bleibe bei den Interviews. Das ist schwieriger.


TV-Tipp für den 23. März: Razzia in Paris

März 22, 2026

Arte, 20.15

Razzia in Paris (Razzia sur la chnouf, Frankreich 1955)

Regie: Henri Decoin

Drehbuch: Henri Decoin, Maurice Griffe

LV: Auguste le Breton: Razzia sur la chnouf, 1954

Ein Polizist ermittelt undercover gegen eine Bande von Rauschgifthändlern.

Dies ist wahrscheinlich Decoins bester Film: ein halbdokumentarischer, eher unbekannter, trotzdem wichtiger film policier, der ein genaues Bild des Drogenhandels in Paris in den Fünfzigern liefert. Außerdem verschwimmen, wie später bei Melville, die Grenzen zwischen Gut und Böse.

Mit Jean Gabin, Lino Ventura, Albert Remy

Wiederholung: Mittwoch, 25. März, 14.00 Uhr

Hinweise

Arte über „Razzia in Paris“

Wikipedia über „Razzia in Paris“ (deutsch, englisch, französisch)

 


Neu auf Netflix: Das Spielfilm-Finale „Peaky Blinders – The Immortal Man“

März 22, 2026

1940 spielt der spielfilmlange Nachschlag „Peaky Blinders – The Immortal Man“ zur TV-Serie „Peaky Blinders“. In einigen Ländern (Deutschland gehörte nicht dazu) wurde der Gangsterkrimi vor seinem Netflix-Start auch im Kino gezeigt.

Peaky Blinders“ ist – diese Erklärung ist nötig, weil die in Großbritannien allgemein bekannte TV-Serie in Deutschland fast unbekannt ist – eine von Steven Knight erfundene und, bis auf zwei Episoden, bei denen ein Co-Autor mitschrieb, allein geschriebene TV-Serie. Sie erzählt in sechs aus jeweils sechs Episoden bestehenden Staffeln das Leben der titelgebenden Peaky Blinders zwischen 1919 und 1933.

1919 sind die von Tommy Shelby angeführten Gangster die ungekrönten Herrscher in ihrem Viertel in Birmingham. In der ersten Staffel müssen sie, nachdem sie zufällig eine Waffenlieferung des Militärs erbeuten, gegen einen skrupellosen Polizisten kämpfen. Er soll die Waffen finden. Egal wie.

Die aufwendig produzierte Serie war ein Erfolg bei der Kritik und dem Publikum. Denn Knight und Otto Bathurst, der Regisseur der ersten drei Folgen, erzählen ihre vor hundert Jahren spielende Gangstersaga wie eine zeitgenössische Gangstersaga. Das lag an der Geschichte, der Ausstattung, den Schauspielern, der Inszenierung und der Musik. Der Titelsong „Red Right Hand“ ist von Nick Cave and The Bad Seeds. In den einzelnen Episoden erklangen weitere Songs von Nick Cave und anderen Alternative-Rock-Musikern.

Das war 2013, als die erste „Peaky Blinders“-Folge ausgestrahlt wurde, revolutionär und stilprägend für zahlreiche weitere Serien und Filme.

Der Spielfilm-Nachschlag „Peaky Blinders – The Immortal Man“, der die Geschichte der TV-Serie weiter- und zu Ende erzählt, beginnt sieben Jahre nach dem Serienende. Steven Knight schrieb das Drehbuch. Tom Harper, der drei der sechs Episoden der ersten „Peaky Blinders“-Staffel inszenierte, inszenierte jetzt das Ende der Geschichte von Tommy Shelby.

Im November 1940 lebt Tommy Shelby (Cillian Murphy), der nun frühere Anführer der Peaky Blinders, zurückgezogen in einem Landhaus. Er schreibt seine Memoiren und wird von Erinnerungen heimgesucht. Bitten, nach Birmingham zurückzukehren, ignoriert er.

In Birmingham führt sein Sohn Duke (Barry Keoghan), zu dem er keinen Kontakt hat, jetzt die Peaky Blinders an. Skrupel kennen Duke und seine Männer nicht. Nach einem Bombenangriff der Nazis auf eine Munitionsfabrik bedienen sie sich hemmungslos an der herumliegenden Munition und sonstigen für sie wertvollen Gegenständen. Duke zögert auch nicht, ein Geschäft mit dem aalglatten und skrupellosen Naziagenten John Beckett (Tim Roth) abzuschließen. Er und seine Männer werden das in den Hafen von Birmingham geschmuggelte Falschgeld im Land verteilen.

Beckett organisiert für die Nazis den Transport des in einem Konzentrationslager hergestellten gefälschten Pfundnoten nach Großbritannien. Die Blüten sollen dort unter das Volk gebracht werden und mit einer Geldschwemme die britische Wirtschaft destabiliseren.

Diese Idee beruht auf der wahren „Aktion Bernhard“. Der Plan wurde nie vollständig umgesetzt. Für einen Spielfilm ist es dennoch eine gute Ausgangsidee, in der auch die moralische Integrietät der Verbrecher getestet werden kann.

Neben dieser Geschichte erzählt Knight ungefähr gleichberechtigt auch die Geschichte der sich verändernden Beziehung von Tommy Shelby zu seinem Sohn Duke und eine Geistergeschichte. Denn Tommy Shelby wird von den Dämonen und Sünden seiner Vergangenheit heimgesucht und er möchte sterben. Aber er ist anscheinend der Mann, der nicht sterben darf. Dieser Themenkomplex – Trauer, Tod, Abschied, Dämonen der Vergangenheit – ist für den langsam erzählten Film wichtiger als der Vater-Sohn-Konflikt und die Kriminalgeschichte. Schon bei Tommy Shelbys erstem Auftritt ist klar, dass er sich im folgenden nicht in einen weiteren Kampf stürzen wird, sondern er seinen letzten Kampf kämpfen wird.

Diese spielfilmlange Abschiedsvorstellung ist nicht schlecht. Sie ist auch für Menschen, die die TV-Serie nicht kennen, genießbar als düsterer Einzelfilm über einen Mann, der von Geistern seiner Vergangenheit verfolgt wird und Erlösung sucht. Sie ist aber auch etwas enttäuschend. Stilelemente, die vor dreizehn Jahren revolutionär waren, sind heute zu vertraut. Die Dialoge könnten besser sein. Das Finale erinnert in seiner konfusen und auch kryptischen Inszenierung an TV-Serien, in denen das Budget für einen großen Kampf mit fotogenen Explosionen nicht vorhanden ist.

Die Geschichte ist – wenn wir sie mit den abschließenden Episoden von Rainer Werner Fassbinders „Berlin Alexanderplatz“ und Edgar Reitz‘ „Heimat – Eine deutsche Chronik“ vergleichen – viel zu brav. Während Fassbinder und Reitz ein von allen dramaturgischen Konventionen befreites Fest der Lebenden und Toten inszenierten, bleibt es bei Harper/Knight bei einem konventionellem während des Kriegs spielendem, schleppend erzähltem Gangsterfilm, in dem auch bei den Verbrechern irgendwann der Patriotismus erwacht (wie in Vincent Shermans heute ziemlich unbekanntem Gangsterfilm „Agenten der Nacht“ [All through the Night, USA 1942] mit Humphrey Bogart), und vielen Geistern und geisterhaften Erscheinungen, die den Gangsterfilmplot ausbremsen. Am Ende sitzt „The Immortal Man“ etwas unglücklich zwischen diesen Plots.

Peaky Blinders – The Immortal Man (Peaky Blinders: The Immortal Man, Großbritannien 2026)

Regie: Tom Harper

Drehbuch: Steven Knight

mit Cillian Murphy, Rebecca Ferguson, Tim Roth, Sophie Rundle, Ned Dennehy, Packy Lee, Ian Peck, Jay Lycurgo, Barry Keoghan, Stephen Graham

Länge: 112 Minuten

FSK: – (dürfte eine FSK 16 werden)

Hinweise

Netflix über „Peaky Blinders – The Immortal Man“

Moviepilot über „Peaky Blinders – The Immortal Man“

Metacritic über „Peaky Blinders – The Immortal Man“

Rotten Tomatoes über „Peaky Blinders – The Immortal Man“

Wikipedia über „Peaky Blinders – The Immortal Man“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Tom Harpers „Misfits – Staffel 1“ (Misfits, Großbritannien 2009) (Harper inszenierte drei Episoden der ersten Staffel)

Meine Besprechung von Tom Harpers „Die Frau in Schwarz 2: Engel des Todes“ (The Woman in Black 2: Angel of Death, Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Otto Bathursts „Peaky Blinders – Gangs of Birmingham: Geschenk des Todes/Waffenpoker“ (Großbritannien 2013)

Meine Besprechung von Steven Knights „Im Netz der Versuchung“ (Serenity, USA 2019)

 


TV-Tipp für den 22. März: Shutter Island

März 21, 2026

Sat.1, 23.40

Shutter Island (Shutter Island, USA 2009)

Regie: Martin Scorsese

Drehbuch: Laeta Kalogridis

LV: Dennis Lehane: Shutter Island, 2003 (Shutter Island)

Shutter Island, 1954: U. S. Marshall Teddy Daniels und sein neuer Partner Chuck Aule sollen auf Shutter Island herausfinden, wie die Mehrfachmörderin und Patientin Rachel Solando aus dem streng abgesicherten Hospital entkommen konnte. Schnell ist Daniels einer größeren Verschwörung auf der Spur. Aber kann er seinen Sinnen noch trauen?

Und was kann bei dem Team Scorsese/DiCaprio schon schief gehen? Vor allem wenn sie als Spielmaterial einen spannenden Thriller von Dennis Lehane haben.

Nun, entgegen der allgemeinen Euphorie fand ich „Shutter Island“ todsterbenslangweilig und ungefähr so subtil wie Scorseses John-D.-MacDonald-Verfilmung „Kap der Angst“ (Cape Fear, USA 1991). Lehanes Roman ist dagegen grandios.

Mit Leonardo DiCaprio, Ben Kingsley, Mark Ruffalo, Max von Sydow, Michelle Williams, Emily Mortimer, Patricia Clarkson, Jackie Earle Haley, Ted Levine, John Carroll Lynch, Elias Koteas

Lesetipp

Dennis Lehane: Shutter Island

(übersetzt von Steffen Jacobs)

Diogenes, 2015

432 Seiten

14 Euro

Originalausgabe

Shutter Island

William Morrow, 2003

Hinweise

Metacritic über „Shutter Island“

Rotten Tomatoes über „Shutter Island“

Wikipedia über „Shutter Island“ (deutsch, englisch)

The Boston Globe: Interview mit Dennis Lehane über “Shutter Island” (14. Februar 2010)

Kriminalakte über den Film „Shutter Island“

zu Dennis Lehane

Homepage von Dennis Lehane

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Coronado“ (Coronado, 2006)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile, 2010)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Shutter Island“ (Shutter Island, 2003)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes “In der Nacht” (Live by Night, 2012)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „The Drop“ (The Drop, 2014) (Buch und Film)

Meine Besprechung von Ben Afflecks Dennis-Lehane-Verfilmung „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ (Gone Baby Gone, USA 2007)

Meine Besprechung von Ben Afflecks Dennis-Lehane-Verfilmung „Live by Night“ (Live by Night, USA 2016)

Meine Besprechung von Christian De Metters Comicversion von Dennis Lehanes „Shutter Island“ (Shutter Island, 2008 [Comic])

Dennis Lehane in der Kriminalakte

zu Martin Scorsese

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street” (The Wolf of Wall Street, USA 2013)

Meine Besprechung von Martin Scorseses „Silence“ (Silence, USA 2016)

Meine Besprechung von Martin Scorseses „Killers of the Flower Moon (Killers of the Flower Moon, USA 2023)

Martin Scorsese in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Is this thing on?“ Darf ich aus meinem Leben erzählen?

März 21, 2026

Nach einem gemeinsamen Abend bei Freunden trennen sich auf dem Heimweg die Wege von Alex Novak (Will Arnett) und Tess (Laura Dern). Tess fährt zu ihren Kindern. Alex driftet durch das nächtliche New York und landet, weil er kein Geld dabei hat, um den Eintritt zu bezahlen, er aber noch nicht nach Hause gehen will, auf der Open-Mic-Bühne des Olive Tree Cafes. Vor dem Publikum erzählt er spontan aus seinem Leben. Witzig ist das nicht. Noch nicht einmal wirklich tragikomisch. Aber irgendwie sind das Publikum und vor allem die anderen Open-Mic-Performer berührt. Sie ermuntern ihn zu einem weiteren Auftritt. Und Alex hat auf der Bühne etwas verspürt, was ihn zum weitermachen antreibt.

Fortan erzählt er auf der Bühne, mehr wahrhaftig als komisch, aus seinem Leben und von seinen Gefühlen.

Dazwischen zeigt Bradley Cooper in seinem dritten Spielfilm dieses Leben. Nach über sechsundzwanzig Jahren, zwanzig davon verheiratet, haben Alex und Tess sich getrennt. Warum wird in Coopers „Is this thing on?“ nicht wirklich deutlich. Sie leben jetzt zwar in getrennten Wohnungen, aber sie verstehen sich immer noch ausgezeichnet und die Kindererziehung teilen sie sich problemlos. Sie sind immer füreinander da. Sogar glückliche Familien wären über so viel Harmonie und selbstlosen Zusammenhalt begeistert.

Gleichzeitig beginnen sie darüber nachzudenken, wie sie ihr weiteres Leben gestalten sollen. Tess knüpft an ihr früheres Leben als Spitzensportlerin an. Alex scheint auf der Comedy-Bühne als Stand-up-Komiker seinen Leben einen neuen Sinn zu geben. Er findet neue Freunde und kann auf der Bühne eine Bestätigung finden, die er vorher anscheinend nicht hatte. Denn obwohl Alex die Hauptfigur der warmherzigen Komödie ist, erfahren wir wenig über ihn.

Zwei Stunden erzählt Bradley Cooper, keiner strikten Dramaturgie gehorchend, feinfühlig, wahrhaftig und mit spürbarer Sympathie für seine durchgehend sympathischen Figuren aus dem Leben einiger stinknormaler Menschen, die keinerlei finanzielle Probleme haben und die offensichtlich glücklich und zufrieden sind.

Das mag vor allem Menschen in einer ähnlichen Situation wie Alex und Tess ansprechen.

Is this thing on? (Is this thing on?, USA 2025)

Regie: Bradley Cooper

Drehbuch: Bradley Cooper, Will Arnett, Mark Chappell (nach einer Geschichte von Will Arnett, Mark Chappell und John Bishop)

mit Will Arnett, Laura Dern, Andra Day, Bradley Cooper, Amy Sedaris, Sean Hayes, Christine Ebersole, Ciarán Hinds, Scott Icenogle

Länge: 121 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Is this thing on?“

Metacritic über „Is this thing on?“

Rotten Tomatoes über „Is this thing on?“

Wikipedia über „Is this thing on?“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bradley Coopers „A Star is born“ (A Star is born, USA 2018)


Neu im Kino/Filmkritik: Paolo Sorrentino verleiht Toni Servillo „La Grazia“

März 21, 2026

Einsam sitzt Mariano De Santis (Toni Servillo) in seinem festungsähnlichem Amtssitz. Nur seine Tochter Dorotea (Anna Ferzetti) ist immer bei ihm und berät ihn. In einem halben Jahr endet seine Amtszeit als Präsident Italiens. Die noch nötigen Amtsgeschäfte erledigt er überdrüssig mit steinerner Miene. Er muss nur noch über ein schon lange vorbereitetes und noch länger diskutiertes Gesetz zur Sterbehilfe und über zwei Begnadigungen entscheiden. Der unter seinen akademischen Kollegen hochgeachtete und respektierte Jurist zögert allerdings. Es sind Entscheidungen, die sein Vermächtnis prägen werden.

Paolo Sorrentinos neuer Film „La Grazia“ ist eine weitere seiner Studien von erlesenem Stillstand vor prächtiger Kulisse. Der Präsidentenpalast verströmt als historisches Gebäude aus jeder Pore Geschichte. Toni Servillo verkörpert den zaudernden Präsidenten mit steinerner Miene. Meistens ist er allein. Immer zaudert er aus eher nebulösen Gründen. So hat er gegen das Gesetzt zur Sterbehilfe keine grundlegenden juristischen, politischen oder persönliche Einwände. Er zaudert nur um des Zauderns Willen.

So ist „La Grazia“ von Paolo Sorrentino, wie gesagt, eine weitere Studie im Stillstand, verbunden mit der Erinnerung an möglicherweise bessere Zeiten. Es passiert wenig bis nichts in dieser intimen Zustandsbeschreibung. Sorrentino übertönt es auch nicht, wie früher, mit Lautstärke oder felliniesken Figuren und breit gefächerten Tableaus.

In „La Grazia“ begnügt sich Sorrentino mit dem gewohnt überzeugend auftretendem Toni Servillo damit, seinen Lieblingsschauspieler in historische Räume zu setzen oder zu stellen. Das sieht prächtig aus, ist voller Nostalgie und verströmt die Aura gediegener Langeweile. Denn auch wenn De Santis vor einigen wichtigen Entscheidungen steht, scheint keine dieser Entscheidungen für das Leben der von ihm regierten Italiener besonders wichtig oder umstritten zu sein.

Das gesagt, ist es eine Wohltat, im Kino über zwei Stunden einen Politiker zu sehen, der ein hundertfünfzigprozentiger Anti-Trump und der intellektuelle Gegenentwurf zu vielen italienischen Politikern ist. Dazu gehört auch der ebenfalls von Toni Servillo in Paolo Sorrentinos Biopic „Loro“ porträtierte ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

La Grazia (La Grazia, Italien 2025)

Regie Paolo Sorrentino

Drehbuch: Paolo Sorrentino

mit Toni Servillo, Anna Ferzetti, Orlando Cinque, Massimo Venturiello, Milvia Marigliano, Giuseppe Gaiani, Giovanna Guida, Alessia Giuliani, Roberto Zibetti, Vasco Mirandola, Linda Messerklinger, Rufin Doh Zeyenouin

Länge: 133 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „La Grazia“

Metacritic über „La Grazia“

Rotten Tomatoes über „La Grazia“

Wikipedia über „La Grazia“ (deutsch, englisch, italienisch)

Meine Besprechung von Paolo Sorrentinos „Cheyenne – This must be the Place“ (This must be the Place, Italien/Frankreich/Irland 2011)

Meine Besprechung von Paolo Sorrentinos „La grande Bellezza – Die große Schönheit“ (La grande Bellezza, Italien/Frankreich 2013)

Meine Besprechung von „Paolo Sorrentino – Director’s Collection“

Meine Besprechung von Paolo Sorrentinos „Loro – Die Verführten“ (Loro, Italien/Frankreich 2018)

Meine Besprechung von Paolo Sorrentinos „Parthenope“ (Parthenope, Italien/Frankreich 2024)


TV-Tipp für den 21. März: Die Blechtrommmel

März 20, 2026

3sat, 22.10

Die Blechtrommel (Deutschland/Frankreich 1979)

Regie: Volker Schlöndorff

Drehbuch: Volker Schlöndorff, Jean-Claude Carrière, Franz Seitz, Günther Grass (Dialogbearbeitung)

LV: Günter Grass: Die Blechtrommel, 1959

Die Geschichte von Blechtrommler Oskar Matzerath, der am 12. September 1927 als Dreijähriger beschließt, nicht weiter zu wachsen.

Ein Klassiker des deutschen Films, ausgezeichnet, u. a., mit der Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar als bester ausländischer Film und ein Kassenerfolg.

Mit David Bennent, Mario Adorf, Angela Winkler, Daniel Olbrychski, Katharina Thalbach, Heinz Bennent, Andrea Ferréol, Fritz Hakl, Ernst Jacobi, Otto Sander, Charles Aznavour

Hinweise

Filmportal über „Die Blechtrommel“

Rotten Tomatoes über „Die Blechtrommel“

Wikipedia über „Die Blechtrommel“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Volker Schlöndorffs „Rückkehr nach Montauk“ (Deutschland 2017)


Leipziger Buchmesse 2026 – Prolog

März 20, 2026

Mein Donnerstag: Leipziger Buchmesse – mit vielen guten Gesprächen, einer leckeren Pizza und der Preis der Leipziger Buchmesse ging an:

KATEGORIE BELLETRISTIK: Katerina Poladjan: „Goldstrand“ [S. Fischer]

KATEGORIE SACHBUCH/ESSAYISTIK: Marie-Janine Calic: „Balkan-Odyssee. 1933-1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa“ [C.H. Beck]

KATEGORIE ÜBERSETZUNG: Manfred Gmeiner: „Unten leben“ (Gustavo Faverón Patriau) [Literaturverlag Droschl]


TV-Tipp für den 20. März: Die üblichen Verdächtigen

März 19, 2026

BR, 00.25

Die üblichen Verdächtigen (The usual Suspects, USA 1995)

Regie: Bryan Singer

Drehbuch: Christopher McQuarrie

„Wer ist Keyser Soze?“ fragen sich einige nur scheinbar zufällig in eine Gefängniszelle eingesperrte Verbrecher und, nach einem Massaker im Hafen von San Pedro, auch ein Zollinspektor. Er lässt sich von dem einzigen Überleben erzählen, wie es zu dem Blutbad im Hafen kam.

Nach zwei Stunden gibt es die überraschende Enthüllung. Heute dürfte das Ende bekannt sein.

„Einer der intelligentesten Thriller des Jahres.“ (Fischer Film Almanach 1997)

McQuarries Drehbuch erhielt unter anderem den Edgar und den Oscar.

Mit Kevin Spacey, Chazz Palminteri, Stephen Baldwin, Gabriel Byrne, Benicio Del Toro, Kevin Pollak, Pete Postlethwaite, Suzy Amis, Giancarlo Esposito, Dan Hedaya, Paul Bartel, Louis Lombardi

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die üblichen Verdächtigen“

Wikipedia über “Die üblichen Verdächtigen” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bryan Singers „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ (X-Men: Days of Future Past, USA 2014)

Meine Besprechung von Bryan Singers „X-Men: Apocalypse“ (X-Men: Apocalypse, USA 2016)

Meine Besprechung von Bryan Singer/Dexter Fletchers „Bohemian Rhapsody“ (Bohemian Rhapsody, USA 2018)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Jack Reacher“ (Jack Reacher, USA 2012)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Rouge Nation“ (Mission Impossible: Rouge Nation, USA 2015)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Fallout“ (Mission: Impossible – Fallout, USA 2018)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Dead Reckoning Teil eins“ (Mission: Impossible – Dead Reckoning Part One, USA 2023)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – The Final Reckoning“ (Mission: Impossible – The Final Reckoning, USA 2025)


Neu im Kino/Buch- und Filmkritik: Ryan Gosling ist „Der Astronaut – Project Hail Mary“ ist seine Mission

März 19, 2026

Als Ryland Grace wach wird, liegen neben ihm zwei ziemlich verweste Leichen und er hat keine Ahnung, wo er ist.

So fangen Krimis und Horrorgeschichten an. „Der Astronaut – Project Hail Mary“ ist allerdings keine Horrorgeschichte und auch kein Thriller, sondern der von Sony Pictures erhoffte nächste Science-Fiction-Blockbuster. Als Grundlage des Films diente der dritte und bislang neueste Roman von Hard-SF-Autor Andy Weir, dem Autor von „Der Marsianer“. Ryan Gosling übernahm die Hauptrolle. Sandra Hüller hat in ihrem gelungenem Hollywood-Debüt die wichtigste und mit entsprechend viel Leinwandzeit ausgestattete Nebenrolle.

Es dauert im Roman und im Film einige Zeit, bis Ryland Grace herausgefunden hat, wer er ist und wo er sich befindet. Er ist in dem Raumschiff Hail Mary und fliegt zum Tau-Ceti-System. Er erwachte aus einem künstlichen Koma. Er und seine beiden toten, arg verwesten Mitastronauten wurden dorthin geschickt, um die Welt zu retten. Denn die Astrophagen entziehen der Sonne das für das Leben auf der Erde nötige Licht. Die einzelligen Lebewesen begeben sich entlang des Petrowa-Strahls auf eine Reise zu Tau Ceti. Die Menschheit hofft, dass die Astronauten herausfinden, warum die Astrophagen sich zu dem Ort bewegen und wie man die Entwicklung umkehren kann.

Vor dem Raumflug ohne Rückfahrtticket war Dr. Ryland Grace Lehrer an einer Highschool. Davor stand dem promovierten Molekularbiologen eine Karriere als Wissenschaftler offen. Er publizierte auch ein in der Wissenschaftler-Gemeinde wahrgenommenes Papier über den Ursprung des Lebens. Darin vertrat er die These, Leben sei nicht unbedingt von Wasserstoff und Sauerstoff abhängig. Die Wissenschaftlerin Eva Stratt (Sandra Hüller) nahm ihn in ihr Team, die Petrowa-Taskforce, auf. Sie wurde von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen beauftragt, die Menschheit zu retten. Alles, was sie dafür braucht oder haben möchte, steht ihr zur Verfügung. Sie muss es nur anfordern.

An seinem Zielort trifft Ryland auf ein Alien-Schiff und einen Außerirdischen. Dieser knuffig aussehende, an Bernd das Brot erinnernde Außerirdische, den Ryland Rocky nennt, hat die gleiche Mission. Nur: wie sollen sie sich verständigen?

Das Regie-Duo Phil Lord und Christopher Miller („Spider-Man: Into the Spider-Verse“, „The Lego Movie“) und Drehbuchautor Drew Goddard halten sich in ihrer Verfilmung eng an Andy Weirs Roman. Aber immer, wenn es im Roman wissenschaftliche Erklärungen gibt, biegt der Film in Richtung Comedy ab. So bleibt im Film die gesamte Wissenschaft rätselhaft. Das war in „Der Marsianer“ anders. In Ridley Scotts Verfilmung von Andy Weirs Debütroman, ebenfalls nach einem Drehbuch von Drew Goddard, glaubte man nach dem Film, man habe die gesamte Wissenschaft und die Feinheiten des Kartoffelanbaus verstanden. Nach „Der Astronaut – Project Hail Mary“ fühlt man sich bestenfalls kurzweilig unterhalten und besser. Denn trotz drohendem Weltuntergang und Selbstmordmission ist „Der Astronaut“ ein Feelgood-Film.

Lord und Goddard erzählen die Geschichte mit ihren zahlreichen Rückblenden, flott und immer auf die nächste Pointe hin. Die Zeit – der Film dauert fast drei Stunden – vergeht schnell, aber die Geschichte ist auch etwas dünn für die epische Laufzeit.

Bei dem ebenfalls sehr langem Roman – aufgrund des kleinen Drucks führen die 560 Seiten etwas in die Irre – erfahren wir mehr über die wissenschaftlichen Grundlagen und auch über die komplizierte Arbeit der Wissenschaftler an den Astrophagen, den ständigen Versuchen und, manchmal tödlichen, Irrtümern, und den Vorbereitungen für den viele Jahre dauernden Flug durch den Weltraum.

Gleichzeitig besteht genug Zeit, sich zu fragen, warum es in der Hail Mary nicht eine leicht zu findende Datei gibt, die den aus dem Tiefschlaf aufwachenden Astronauten sofort verraten würde, wo sie gerade sind und warum sie dort sind. Weil es so ein Papier mit den wichtigen Informationen nicht gibt, muss Ryland alles mühsam enträtseln.

Der Astronaut – Project Hail Mary (Project Hail Mary, USA 2026

Regie: Phil Lord, Christopher Miller

Drehbuch: Drew Goddard

LV: Andy Weir: Project Hail Mary, 2021 (Der Astronaut; Der Astronaut – Project Hail Mary)

mit Ryan Gosling, Sandra Hüller, Lionel Boyce, Ken Leung, Milana Vayntrub

Länge: 157 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Die Vorlage (mit mehr naturwissenschaftlichen Erklärungen und Filmcover)

Andy Weir: Der Astronaut – Project Hail Mary

(übersetzt von Jürgen Langowski)

Heyne, 2026

560 Seiten

14 Euro

Originalausgabe

Poject Hail Mary

Ballantine Books, New York, 2021

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Der Astronaut – Project Hail Mary“

Metacritic über „Der Astronaut – Project Hail Mary“

Rotten Tomatoes über „Der Astronaut – Project Hail Mary“

Wikipedia über „Der Astronaut – Project Hail Mary“ (Roman: deutsch, englisch; Film: deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Phil Lord/Christopher Miller „22 Jump Street“ (22 Jump Street, USA 2014)

Meine Besprechung von Drew Goddards „Bad Times at the El Royale“ (Bad Times at the El Royale, USA 2018)

Meine Besprechung von Ridley Scotts Andy-Weir-Verfilmung „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ (The Martian, USA 2015)

Homepage von Andy Weir

Bookmarks über „Der Astronaut“

 


TV-Tipp für den 19. März: Under the Silver Lake

März 18, 2026

ZDF, 00.45

Under the Silver Lake (Under the Silver Lake, USA 2018)

Regie: David Robert Mitchell

Drehbuch: David Robert Mitchell

Los Angeles, 2011: Das spurlose Verschwinden seiner neuen Nachbarin Sarah reißt Sam aus seiner Slacker-Lethargie. Er vermutet hinter ihrem Verschwinden ein großes Verbrechen und eine noch größere Verschwörung.

TV-Premiere. Neo-Noir-Komödie, die wie ein in den neunziger Jahren gedrehter Film wirkt, der mindestens zwanzig Jahre zu spät ins Kino kam. Außer Zitaten nichts gewesen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Andrew Garfield, Riley Keough, Topher Grace, Callie Hernandez, Don McMandus, Jeremy Bobb, Riki Lindholme Zosia Mamet, Jimmi Simpson, Grace van Patten

Hinweise

Moviepilot über „Under the Silver Lake“

Metacritic über „Under the Silver Lake“

Rotten Tomatoes über „Under the Silver Lake“

Wikipedia über „Under the Silver Lake“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von David Robert Mitchells „It Follows“ (It Follows, USA 2014)

Meine Besprechung von David Robert Mitchells „Unter the Silver Lake“ (Under the Silver Lake, USA 2018)


Jamie Lee Curtis ist nicht „Mother Nature“

März 18, 2026

Jetzt macht sie auch noch Comics! Dabei ist die Entstehungsgeschichte von „Mother Nature“, der ersten Graphic Novel von Jamie Lee Curtis (Ja, genau, die Jamie Lee Curtis!), etwas komplizierter.

Curtis hatte ein Drehbuch für einen Öko-Horrorfilm konzipiert und mitgeschrieben. Als Comiczeichner und -autor Karl Stevens davon hörte, wollte er es lesen. Daraus entwickelte sich eine Zusammenarbeit zwischen ihm, Curtis und Regisseur Russell Goldman, dem Regisseur der von Comet Pictures/Blumhouse geplanten, sich anscheinend im Moment in der Entwicklungshölle befindenden Verfilmung. Schon früh ließen sie sich von Indigenen beraten. Sie gaben ihnen einen Einblick in deren Leben und Kultur.

Die in New Mexico liegende Kleinstadt Catch Creek ist ökonomisch von Cobalt Industries abhängig. Die Firma fördert vor Ort Öl, ist experimentellen Fördermethoden gegenüber aufgeschlossen und gibt sich als Wohltäter. Ihr neuestes Projekt ist das Mother-Nature-Project. Mit einer neuen Technologie soll verunreinigtes Wasser aufbereitet werden. Es soll, in den Worten der Chefin Cobalt Industries Cynthia Butterfield, aus der Wüste eine grüne Oase machen. Die erste Testanlage wird demnächst in Catch Creek fertiggestellt.

Seit dem Tod ihres Vaters – als er 1995 eine Erdöltiefpumpe von Cobalt Industries reparieren wollte, wurde er von ihr erschlagen – kämpft Nova Terrell gegen den Konzern. Sie macht ihn für den Tod ihres Vaters und weitere Schweinereien verantwortlich. Während ihrer Sabotageaktionen entdeckt sie auf dem Boden eine gelb-grünliche Flüssigkeit und sieht den Geist einer Frau.

Mother Nature“ ist ein zwiespältiges Werk – und jetzt begebe wir uns in das Spoiler-Territorium; wobei im Nachwort von Brian Lee Young und dem Interview mit Jamie Lee Curtis und Russell Goldman einiges Verraten wird. In der Geschichte selbst bleibt der Bezug zur Diné-Kultur eher kryptisch. Über weite Strecken der Geschichte wirkt die aus der Erde kommende Bedrohung wie eine x-beliebige Bedrohung, die am Ende, je nachdem, was dem Autor besser gefällt, mit einem Hinweis auf die Rache der Natur an den Umweltfreveln der Menschen oder einer ungünstigen Kombination von Chemikalien und Lebewesen oder einer Mischung aus beidem erklärt.

Bis dahin plätschert die Geschichte mit seltsamen Sichtungen, bizarren Todesfällen und Subplots überraschend spannungsfrei vor sich hin.

Jamie Lee Curtis/Russell Goldman/Karl Stevens: Mother Nature – Die Rache der Erdgeister

(übersetzt von Sandra Kentopf)

Panini Comics, 2026

184 Seiten

29 Euro

Originalausgabe

Mother Nature

Titan Comics, 2023

Hinweise

Panini über den Comic

Wikipedia über „Mother Nature“


TV-Tipp für den 18. März: The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten

März 17, 2026

Arte, 20.15

The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (The Descendants, USA 2011)

Regie: Alexander Payne

Drehbuch: Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash

LV: Kaui Hart Hemmings: The Descendants, 2009 (Mit deinen Augen, Neuveröffentlichung unter „The Descendants“)

Auch im Paradies haben die Menschen alltägliche Probleme. So muss Rechtsanwalt Matt King (George Clooney) sich auf Hawaii mit der weiteren Nutzung des Landes, das seit Generationen im Familienbesitz ist und von ihm verwaltet wird, herumschlagen, seine Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma und er muss sich jetzt um seine beiden Töchter kümmern. Da erfährt er, dass seine Frau einen Liebhaber hatte.

Paynes Film ist eine feine, warmherzige und lebenskluge Komödie über Familien und andere alltägliche Probleme.

mit George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Robert Forster, Judy Greer, Matthew Lillard, Nick Krause, Amara Miller, Mary Birdsong, Rob Huebel, Patricia Hastie

Hinweise

Rotten Tomatoes über „The Descendants“

Wikipedia über „The Descendants“ (deutschenglisch)

The Wall Street Journal: Interview mit Kaui Hart Hemmings über “The Descendants” (23. November 2011)

Stuttgarter Zeitung: Mein Interview mit Alexander Payne über „The Descendants“

Meine Besprechung von Alexander Paynes „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ (The Descendants, USA 2011, mit George Clooney)

Meine Besprechung von Alexander Paynes „Nebraska“ (Nebraska, USA 2013)

Meine Besprechung von Alexander Paynes „Downsizing“ (Downsizing, USA 2017)

Meine Besprechung von Alexander Paynes „The Holdovers“ (The Holdovers, USA 2023)

Alexander Payne in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Nat Faxon/Jim Rashs „Ganz weit hinten“ (The Way Way Back, USA 2013)


Cover der Woche

März 17, 2026

Ein Klassiker