
Ausgehend von meinem heutigen TV-Tipp gibt es ein weiteres Bild aus der Ausstellung „Inventing Queer Cinema“ der Deutschen Kinemathek.

Ausgehend von meinem heutigen TV-Tipp gibt es ein weiteres Bild aus der Ausstellung „Inventing Queer Cinema“ der Deutschen Kinemathek.
Arte, 20.15
Close (Close, Belgien/Frankreich/Niederlande 2022)
Regie: Lukas Dhont
Drehbuch: Lukas Dhont, Angelo Tijssens
Die beiden Freunde Léo und Rémi verbringen viel Zeit miteinander. Als die beiden Dreizehnjährigen auf eine neue Schule kommen, vermutet eine Mitschülerin, dass sie mehr als nur Freunde sind.
Coming-of-Age-Drama mit einer starken ersten und extrem schwachen zweiten Hälfte.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Eden Dambrine, Gustav de Waele, Èmilie Dequenne, Léa Drucker, Keven Janssens, Marc Weiss
Hinweise
Wikipedia über „Close“ (deutsch, englisch, französisch)
Meine Besprechung von Lukas Dhonts „Girl“ (Girl, Belgien/Niederlande 2018)
Meine Besprechung von Lukas Dhonts „Close“ (Close, Belgien/Frankreich/Niederlande 2022)

Wegen: Joseph Hansens in Los Angeles und Umgebung ermittelnder Versicherungsdetektiv Dave Brandstetter war zwar nicht der erste offen schwule Detektiv, aber Hansen machte ab 1970 mit „Fadeout“ (Verbrannte Erde/Fadeout) ein breiteres Publikum mit ihm vertraut. Hansen (1923 – 2004) schrieb verdammt gut in der Hardboiled-Tradition (Hammett undsoweiter) und schuf mit seinem Ermittler ein erfolgreiches Subgenre. Hansen schrieb zwölf Brandstetter-Hardboiled-Krimis. Neun wurden ins Deutsche übersetzt.
NDR, 22.00
Tatort: Kneipenbekanntschaft (Deutschland 1974)
Regie: Jörg-Michael Baldenius
Drehbuch: Hans Drawe, Rüdiger Humpert
Mitten in der Nacht wird in Hannover in einem Park eine lebenslustige, wohlhabende Witwe (das waren damals mindestens zwei Mordmotive) ermordet. Kommissar Heinz Brammer ermittelt.
Erster von vier Brammer-Krimis, der unabhängig von der Qualität des Falls als zeithistorisches Dokument interessant ist. Außerdem sehen wir Hobby-Musiker Brammer beim Besuch eines Udo-Lindenberg-Konzerts.
Die restliche Musik ist von Rolf Kühn.
mit Knut Hinz, Peter Kuiper, Rosemarie Fendel, Dieter Prochnow, Edda Pastor, Klaus Schwarzkopf, Udo Lindenberg & das Panikorchester
Hinweis

Die erste Ausstellung der Deutschen Kinemathek an ihrem Übergangsstandort präsentiert auch ein Stück Berlin-Geschichte, das nur möglich wurde, weil das Archiv des Filmverleihs Salzgeber geöffnet wurde. Der Filmverleih wurde 1985 von Manfred Salzgeber in West-Berlin gegründet mit dem Ziel, schwule Filme zu verleihen. Und Berlin war und ist für den queeren Film wichtig.
Schon vor der Gründung des Verleihs – Salzgeber fand 1985 für den Film „Buddies“, den ersten Spielfilm über AIDS, keinen Verleiher oder TV-Sender – engagierte der 1943 geborene und 1994 verstorbene Filmfanatiker sich für schwule Belange. Unter anderem bei der Gründung des Internationalen Forums des Jungen Films, später bei der Berlinale, als Kinobetreiber und gut vernetzter Entdecker und Förderer von Filmen abseits des Mainstreams, die nach seiner Überzeugung gesehen werden sollten. Mit Wieland Speck schuf er 1987 im Panorama der Berlinale den Teddy Award, den weltweit ersten offiziellen queeren Filmpreis auf einem A-Festival.
Viele Filme über queeres Leben entstanden in Berlin. Rosa von Praunheim lebte und arbeitete bis zu seinem Tod in Berlin. Sein Spielfilm „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ (1971) kann für die schwule und lesbische Community und ihr Selbstbewusstsein nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Konzipiert und kuratiert wurde die Ausstellung von Björn Koll, der sich mit ihr einen Traum erfüllte. Seit 1989 arbeitet er in verschiedenen Funktionen bei Salzgeber. 1994 wurde er Eigentümer und wurde 2007 alleiniger Geschäftsführer der Salzgeber & Co. Medien GmbH. Zur Ausstellung sagt er: „Es geht bei ‚Inventing Queer Cinema‘ (…) nicht um die Frage, wer was erfunden hat. Das queere Kino ist ein imaginärer Raum und Traum, der von Millionen Menschen auf der Welt gespeist und geteilt wird. Der Wunsch, sich selbst zu sehen unf für andere sichtbar zu werden, war dabei immer stärker als alle Widrigkeiten bei Produktion und Herausbringung.“


Die Ausstellung nutzt die Räumlichkeiten des E-Werk, einem seit 1987 denkmalgeschütztem Umspannwerk, und zeigt gleichzeitig die Begrenzungen auf. Denn so hoch die Eingangshalle mit 8,75 Meter ist, so wenig Platz ist für die Präsentation all der in Jahrzehnten gesammelten und jetzt zu einem kleinen Teil ausgestellten Exponate. Dafür laden die frei schwebenden Plakate und Bilder zum Assozieren und Erinnern ein.
Die Ausstellung in der Eingangshalle teilt sich auf ein einen Prolog, der auf die Geschichte des queeren Film in den zwanziger Jahren in der Weimarer Republik eingeht. Es gibt die schon erwähnten, den Raum dominierenden Visuals und etwas abgeschottete Ecken für Rosa von Praunheim, eine Box für Manfred Salzgeber und eine auf drei Leinwände aufgeteilte Präsentation.
Bei Rosa von Praunheim wird sich in einer auf sechs Monitoren aufgeteilten Präsentation auf „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ und die Wirkungsgeschichte des Films konzentriert. In „Manfreds Box“ gibt es einen Einblick in das Wirken von Manfred Salzgeber mit 1993 entstandenen Mitschnitten aus seiner Einführung in die queere Filmgeschichte und Interviews mit Kollegen und Freunden. Im Fokus Fernsehen wird gezeigt, wie sich in den vergangenen Jahrzehnten in Talkshows, im Kinderfernsehen und in Filmen und Serien die Präsentation queerer Menschen veränderte.
Ein weiterer Blickfang ist die Installation „Celebrating Queer Cinema“. Auf drei Leinwänden werden Ausschnitte aus 22 Filmen gezeigt.


Im Schaltwerk werden erstmals Dokumente und Gegenstände aus dem Archiv des Filmverleih Salzgeber präsentiert. Es gehört jetzt zum Bestand der Stiftung Deutsche Kinemathek.
Während die Ausstellung primär eine Einführung in das Thema ist, gibt es zur Vertiefung eine Filmreihe und begeltende Veranstaltungen.
Die Filmreihe besteht aus 96 Filmen, die zwischen 1924 (Carl Theodor Dreyers „Michael“) und 2023 (Paul B. Preciados „Orlando, meine politische Biografie“, Vuk Lungulov-Klotz‘ „Mutt“, Hannes Hirschs „Drifter“, Harvey Rabbits „Captain Faggotron saves the Universe“ und Malgorzata Szumowska/Michal Englerts „Frau aus Freiheit“) ihre Premiere hatten. Fast die Hälfte der teils mehrfach gezeigten Filme stammen aus den siebziger, achtziger und neunziger Jahren. Es werden Filmen von Elfi Mikesch, Ulrike Ottinger, Rosa von Praunheim, Monika Treut und Frank Ripploh gezeigt. Es gibt auch Entdeckungen wie „100 Tage, Genosse Soldat“. Der sowjetische Film von 1990 über fünf junge Männer, die ihren Militärdienst nicht überleben, ist, je nach Sicht, immer noch oder wieder aktuell.
Zu den begleitenden Veranstaltungen gehören Drehbuchlesungen und Publikumsdiskussionen. Zu den Gästen gehören Monika Treut, Angelina Maccarone, Elfi Mikesch, Wieland Speck und Jochen Hick.
Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, sich nach dem Besuch der Ausstellung weiter in das Thema zu vertiefen. Und vielleicht gibt es auch irgendwann noch ein von Björn Koll angedachtes Buch zur Ausstellung.
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Die Ausstellung „Inventing Queer Cinema“ ist in der Deutschen Kinemathek (Mauerstraße 79, Berlin) von jetzt bis zum 13. September 2026.
Sie ist von Donnerstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Weil ich die Till-Raether-Verfilmung „Danowski – Neunauge“ (Premiere um 20.15 Uhr im ZDF, inszeniert von Jonas Grosch mit Milan Peschel wieder als Kommissar Adam Danowski) noch nicht gesehen habe:
Arte, 20.15
Jesse James – Mann ohne Gesetz (Jesse James, USA 1939)
Regie: Henry King
Drehbuch: Nunnally Johnson (nach historischen Recherchen von Rosalind Shaffer und Jo Frances James)
Ein Westernklassiker, der die Geschichte der Brüder Frank und Jesse James erzählt, die sich an der Eisenbahngesellschaft für erlittenes Unrecht rächen wollen und zu Verbrechern werden.
mit Tyrone Power, Henry Fonda, Nancy Kelly, Randolph Scott, Henry Hull, Brian Donlevy, John Carradine, Lon Chaney jr.
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Jesse James – Mann ohne Gesetz“
Wikipedia über „Jesse James – Mann ohne Gesetz“ (deutsch, englisch)
Am Samstag, den 9. Mai 2026, verliehen die International Thriller Writers (ITW) in New York während dem Thrillerfest XXI auf dem ThrillerFest Awards Banquet die Thriller Awards verliehen an folgende Thriller:
BEST STANDALONE NOVEL
Megan Collins – CROSS MY HEART (Atria)
nominiert
Ruth Knafo Setton – ZIGZAG GIRL (Black Spring Press)
Gilly Macmillan – THE BURNING LIBRARY (William Morrow)
Sarah Pekkanen – THE LOCKED WARD (St. Martin’s Press)
Olivia Worley – SO HAPPY TOGETHER (Minotaur)
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BEST SERIES NOVEL
Robert Crais – THE BIG EMPTY (Penguin/Putnam)
nominert
James Byrne – CHAIN REACTION (Minotaur)
John McMahon – HEAD CASES (Minotaur)
Christopher Reich – THE TOURISTS (Thomas & Mercer)
Vincent Zandri – TERMINAL MOONLIGHT (Down & Out Books)
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BEST FIRST NOVEL
Kelsey Cox – PARTY OF LIARS (Minotaur)
nominiert
Chris Chibnall – DEATH AT THE WHITE HART (Pamela Dorman Books)
Sophie Stava – COUNT MY LIES (Gallery/Scout Press)
Zoe B. Wallbrook – HISTORY LESSONS (Soho Crime)
Liann Zhang – JULIE CHAN IS DEAD (Atria)
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BEST AUDIOBOOK
Michael Robotham – THE WHITE CROW (Simon & Schuster) – Narrated by Katy Sobey
Nominiert
S. A. Cosby – KING OF ASHES (Macmillan) – Narrated by Adam Lazarre-White
Mark Edwards – THE WASP TRAP (Simon & Schuster) – Narrated by John Hopkins, Anna Burnett
Marisa Kashino – BEST OFFER WINS (Macmillan) – Narrated by Cia Court
Xan Kaur – WHEN DEVILS SING (Macmillan) – Narrated by Michael Crouch, Anjali Kunapaneni, Jennifer Pickens, Landon Woodson
CN Mabry, N’Dia Rae – THE CHEATER’S WIFE (Simon Maverick) – Narrated by Ruffin Prentiss, Machelle Williams
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BEST YOUNG ADULT NOVEL
Diana Rodriguez Wallach – THE SILENCED (Delacorte Press)
nomniert
Liz Lawson – MURDER BETWEEN FRIENDS (Delacorte Press)
Margot McGovern – THIS STAYS BETWEEN US (Penguin Young Readers)
Clay McLeod Chapman – SHINY HAPPY PEOPLE (Delacorte Press)
Julie Soto – THE THRASHERS (Wednesday Books)
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BEST SHORT STORY
Jessica Van Dessel – THE VIOLENT SEASON (Alfred Hitchcock Mystery Magazine)
nominiert
Katrina Carrasco – LEVEL UP (Bywater Books)
Scott William Carter – THE SEDUCTION OF DR. DIMENSION (Ellery Queen Mystery Magazine)
Lee Child – ELEVEN NUMBERS (Amazon Original Stories)
David Lagercrantz – FALSE NOTE (Amazon Original Stories)
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Außerdem wurden ausgezeichnet:
2026 ThrillerMaster, Lisa Scottoline
2026 ThrillerMaster, Harlan Coben
2026 Silver Bullet Award, Douglas Preston
2026 Spotlight Guest, Rachel Howzell Hall
2026 Spotlight Guest, Luis Alberto Urrea
2026 Thriller Legend, Barbara Peters
2026 ThrillerFan, Jordon Moblo
2026 Thriller Volunteer of the Year, James L’Etoile
Am gestrigen Samstag, den 9. Mai, verlieh Das Syndikat, der Verein für deutschprachige Kriminalliteratur, in Salzburg auf der Criminale den Friedrich-Glauser-Preis an:
Bester Roman
Anne Freytag: Blaues Wunder (Kampa)
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Bestes Debüt
Susanne Kaiser: Riot Girl (Wunderlich)
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Bester Kurzkrimi
Elke Pistor: Zu kurz. So lang. Ein Jahr (in “Festlich morden”, Emons)
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Jugendkrimi
Nina Scheweling: Academy of Lies – Anatomie einer Verschwörung (Loewe)
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Kinderkrimi
Benedict Mirow: Joshua Jackelby (Thienemann)
Arte, 22.20
Minari – Wo wir Wurzeln schlagen (Minari, USA 2020)
Regie: Lee Isaac Chung
Drehbuch: Lee Isaac Chung
TV-Premiere. Feinfühlig und die üblichen dramatischen Spannungsmomente ignorierend erzählt Lee Isaac Chung die Geschichte seiner aus Korea in die USA eingewanderten Familie und seiner Kindheit in den achtziger Jahren im ländlichen Arkansas.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Steven Yeun, Yeri Han, Alan Kim, Noel Kate Cho, Yuh-Jung Youn, Scott Haze, Will Patton, Darryl Cox, Esther Moon
Hinweise
Wikipedia über „Minari“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Lee Isaac Chungs „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ (Minari, USA 2020)
Meine Besprechung von Lee Isaac Chungs “Twisters” (Twisters, USA 2024)
3sat, 23.25
Macbeth (Macbeth, Großbritannien 1971)
Regie: Roman Polanski
Drehbuch: Roman Polanski, Kenneth Tynan
LV: William Shakespeare: The Tragedy of Macbeth, 1606 (Macbeth)
Roman Polanskis selten gezeigte werktreue und gewalttätige Verfilmung von Shakespeares „Macbeth“. Damals kontrovers aufgenommen und ein Kassenflop, heute ein Klassiker.
mit Jon Finch, Francesca Annis, Martin Shaw, Nicholas Selby, John Stride, Stephen Chase
Hinweise
3sat über „Macbeth“ (Film sollte anschließend in der Mediathek verfügbar sein)
Rotten Tomatoes über „Macbeth“
Wikipedia über „Macbeth“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Roman Polanskis “Venus im Pelz” (La Vénus á la Forrure, Frankreich/Polen 2013)
Meine Besprechung von Roman Polanskis „Intrige“ (J’accuse, Frankreich/Italien 2019)
Ein Dokumentarfilm über die Klimakatastrophe und Wissenschaftler, die versuchen sie zu verhindern, und in dem nicht die üblichen Verdächtigen kluge Statements abgeben, ist natürlich erfreulich.
Und jetzt kommen wir schon zum Aber.
In seinem beobachtendem Dokumentarfilm „Das Gewicht der Welt“ porträtiert Florian Heinzen-Ziob mit großer Geduld und Sympathie Maria Hörhold, Doktorin der Glaziologie, Sebastian Seiffert, Professor für Physikalische Chemie, und Nana-Maria Grüning, Doktorin der molekularen Biologie, bei ihrer Arbeit, ihrem umweltpolitischem Engagement und im Privatleben. Sie forschen. Sie halten Vorträge vor Studierenden (gut, das ist ihre Arbeit und gleichzeitig ein eleganter Weg, einige Fakten einzustreuen). Sie reden auch vor Nicht-Akademikern. Sie treffen sich mit Kollegen. Sie engagieren sich. Maria Hörhold bei „Scientist 4 Future“. Nana-Maria Grüning ist Gründungsmitglied von „Scientist Rebellion Deutschland“. So nennt sich die Wissenschaftler-Ausgabe der „Letzten Generation“. Die im Film gezeigten öffentlichen Aktionen von „Scientist Rebellion Deutschland“ sind dann der von der „Letzten Generation“ bekannte öffentlichkeitswirksame Mix aus Festklebe- und Farbverteilaktionen. Bei der Bevölkerung, die überzeugt werden sollte, stießen sie zu großen Teilen auf Unverständnis und Ablehnung.
In der Dokumentation selbst gibt es, abgesehen von wütenden Autofahrern, keine Gegenstimmen oder eine Reflektion, die über das hinausgeht, was die Protagonisten selbst sagen. Damit entfällt auch eine Diskussion über den präzisen Sinn der Aktionen und ob sie ihr Ziel erreichen. Stattdessen wollen sie bei „Scientist Rebellion Deutschland“ so weitermachen.
Maria Hörhold und Sebastian Seiffert versuchen es mit Aufklärung und der Gründung eines Unternehmens zur Meerwasserentsalzung.
„Das Gewicht der Welt“ beschränkt sich auf die Beobachtung der drei Filmprotagonisten, die besorgt über den Zustand der Welt sind und die sich, teilweise rührend naiv, engagieren. Das führt in dem Film dazu, dass es fast keine Analyse des individuellen Handelns gibt, dass dieses Handeln nicht in eine Beziehung zur Gesellschaft, zur Politik und zur Wissenschaft gesetzt und kritisch hinterfragt wird. Also ob eine bestimmte Protestform ein wirksames Mittel ist, um bei der Bevölkerung das Bewusstsein über die Klimaktastrophe zu schärfen und diese dann zu einem bestimmten Handeln zu animieren. Es wird auch nicht gefragt, warum sie diese und keine andere Form des Engagements wählen. Beispielsweise beim „Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland“ (BUND) oder in einer Partei.
Der vor kurzem angelaufene Dokumentarfilm „Blame“ über mehrere Wissenschaftler, die zum Coronavirus forschen und sich während und nach der Pandemie fragten, warum plötzlich niemand mehr auf sie hörte, gibt einen viel besseren Einblick in das Denken und Wirken von Wissenschaftlern. Die Wissenschaftler und der Regisseur versuchen auch zu verstehen, wie es zu dem Backlash kam.
Wer wissen möchte, wie schlimm die Umweltzerstörung ist und was dagegen getan werden kann, kann sich Al Gores ebenfalls im Kino gezeigten Dokumentarfilme „Eine unbequeme Wahrheit“ (2006) und „Immer noch eine unbequeme Wahrheit – Unsere Zeit läuft“ (2017) ansehen.
Oder er/sie/es besucht die örtliche, teilweise seit Jahrzehnten bestende Umwelt- und Naturschutzgruppe und erfährt einiges über ihre lange Geschichte, wie sie ihre Ziele umsetzen, welche Rolle ziviler Ungehorsam dabei spielt und wer ihre Gegner sind.

Das Gewicht der Welt (Deutschland 2025)
Regie: Florian Heinzen-Ziob
Drehbuch: Florian Heinzen-Ziob
mit Nana-Maria Grüning, Maria Hörhold, Sebastian Seiffert
Länge: 98 Minuten
FSK: ab 0 Jahre
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Hinweise
Filmportal über „Das Gewicht der Welt“
Moviepilot über „Das Gewicht der Welt“
Die 1.-Mai-Demos sind bei sommerlichen Temperaturen überstanden. Die kalten Temperaturen treiben einen jetzt wieder in den Lesesessel. Als Lektüre empfiehlt die monatliche Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk Kultur, folgende Kriminalromane:
1 (–) Andrew Welsh-Huggins: The Mailman
Aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence
Hoffmann und Campe, 398 Seiten, 18 Euro
2 (–) Denise Mina: Die große Hitze
Aus dem Englischen von Else Laudan
Ariadne/Argument, 301 Seiten, 24 Euro
3 (9) Gary Victor: Erschütterungen
Aus dem Kreolischen von Peter Trier
Litradukt, 94 Seiten, 13 Euro
4 (3) Ken Jaworowski: What about the bodies
Aus dem Englischen von Lea Dunkel
Pendragon, 319 Seiten, 24 Euro
5 (–) Helena Falke: Noch fünf Tage
Suhrkamp, 302 Seiten, 20 Euro
6 (–) Pascal Garnier: Mond gefangen in einem toten Auge
Aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn
Septime, 132 Seiten, 20 Euro
7 (1) Colin Walsh: Kala
Aus dem Englsichen von Andrea O’Brien
Gutkind, 512 Seiten, 24 Euro
8 (–) Leye Adenle: Schatter der Schuld
Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer
InterKontinental, 408 Seiten, 24,50 Euro
9 (–) Ping Lu: Dunkle Gewässer
Aus dem Taiwanischen von Monika Lui
Drachenhaus, 264 Seiten, 26 Euro
10 (2) Garry Disher: Zuflucht
Aus dem Englischen von Peter Torberg
Unionsverlag, 329 Seiten, 24 Euro
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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
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Meine Besprechung von Denise Minas Philip-Marlowe-Roman “Die große Hitze” gibt es die Tage. Ebenso, anlässlich der Verfilmung, meine Besprechung von Leonie Swanns „Glennkill“ (2006 ausgezeichnet mit dem Glauser) und dann liegen hier noch einige gelesene Sachbücher herum.
Nitro, 22.00
Baby Driver (Baby Driver, USA 2017)
Regie: Edgar Wright
Drehbuch: Edgar Wright
Mit Musik geht bei ‚Baby‘ nicht alles besser. Bei geht alles nur mit Musik. Zum Beispiel wenn er als Fluchtwagenfahrer einigen Gangstern bei der Flucht vor der Polizei hilft. Als er sich verliebt, will er aus dem Verbrecherleben aussteigen. Davor soll er noch bei dem berühmten letzten großen Überfall mitmachen.
Harter Gangsterthriller mit einer Portion Humor und so viel gut ausgewählter Musik, dass er sich mühelos zum Gangster-Musical qualifiziert. Und ich meine das lobend!
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Ansel Elgort, Kevin Spacey, Lily James, Jon Hamm, Jamie Foxx, Eiza González, Jon Bernthal, Micah Howard, Morse Diggs, CJ Jones, Sky Ferreira, Lance Palmer, Flea, Lanny Joon, Big Boi, Killer Mike, Paul Williams, Jon Spencer, Walter Hill
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Baby Driver“
Wikipedia über „Baby Driver“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Edgar Wrights „The World’s End“ (The World’s End, Großbritannien 2013)
Meine Besprechung von Edgar Wrights „Baby Driver“ (Baby Driver, USA 2017)
Meine Besprechung von Edgar Wrights „The Sparks Brothers“ (The Sparks Brothers, USA 2021)
Meine Besprechung von Edgar Wrights „Last Night in Soho“ (Last Night in Soho, Großbritannien 2021)
Meine Besprechung von Edgar Wrights „The Running Man“ (The Running Man, USA 2025)
„Mortal Kombat II“ ist der Mittelteil einer Trilogie, der nicht mit den üblichen Mittelteilen einer Trilogie zu kämpfen hat. Das liegt daran, dass es in dem Videospiel „Mortal Kombat“ und auch in dem vorherigen „Mortal Kombat“-Film (davor gab es schon zwei Kinofilme und mehrere Animationsfilme) nicht um ein „Herr der Ringe“-würdiges Worldbuilding geht. Es geht, wenn wir die ‚Mortal Kombat‘-Mythologie um die Outworld, Earthrealm (aka die Erde), Zauberer und auserwählten Kämpfern auf ihren Kern herunterbrechen, geht es um einen in zehn Turnieren ausgetragenen Kampf um die Zukunft des Universums. Bestritten werden diese Turniere von auserwählten Kämpfern mit besonderen Fähigkeiten in verschiedenen Kampfarenen.
Die Dramaturgie unterscheidet sich nicht von einer Abfolge von Boxkämpfen um den Weltmeistertitel. Da muss man auch nicht wissen, was vor oder nach dem Kampf geschieht. Man muss auch nichts über die Kämpfer wissen; außer, vielleicht, ihren Fähigkeiten im Ring. Eine Dramaturgie, abseits von einem ‚Der Gewinner kommt in die nächste Runde‘ gibt es nicht. Man muss also nicht alle vorherigen; – eigentlich muss man keinen vorherigen Kampf gesehen haben, um den letzten Kampf zu verstehen. Das ist in Zeiten, in denen in anderen Filmuniversen, wie dem MCU, das Wissen um alle vorherigen Filme und TV-Serien vorausgesetzt wird, erholsam und angenehm altmodisch.
Ging es Simon McQuoid in „Mortal Kombat“ (2021), zwischen vielen, langen Kämpfen, noch um die Aufnahme von Cole Young in das Team Erde, geht es ihm jetzt um die Aufnahme von Johnny Cage (Karl Urban) in die Gruppe der Champions von Earthrealm. Sie müssen die Schreckensherrschaft von Shao Khan, dem Herrscher über die Outworld, beenden. Cage ist ein abgehalfterter, stramm auf die Pensionsgrenze zugehender Actionstar, dessen Karriere-Höhepunkt in in Achtzigern und frühen Neunzigern in B-Pictures war. Aber irgendeine besondere Fähigkeit muss er haben; neben dem ikonischen Aufsetzen seiner Sonnenbrille und pseudocoolen One-Linern, die direkt aus einem dummen 80er-Jahre-Actionfilm stammen könnten.
Bis auf diesen prominenten und einige weniger prominente Neuzugänge und einigen mehr oder weniger überraschenden Auftritten von Kämpfern aus „Mortal Kombat“ (2021), die dort möglicherweise starben, unterscheidet sich „Mortal Kombat II“ kaum von seinem Vorgänger. Die Minimal-Story dient nur dazu, die fast die gesamte Filmzeit in Anspruch nehmenden Kämpfe mit vielen, vielen, sehr vielen Kämpfern zu verbinden. Laut Produzent E. Bennett Walsh gibt es in dem Fantasy-Actionfilm 18 Hauptcharaktere. Damit auch Zuschauer, die sich nicht für das dem Film zugrunde liegenden Computerspiele interessieren, die Figuren unterscheiden können, verfügen sie über weniger Eigenschaften und ein oft erinnerungswürdiges Aussehen.
Erzählerisch bewegt sich die Geschichte auf der Stufe eines Kinderfilms mit klar gezeichneten eindimensionalen Figuren, deren Existenzberechtigung in der Teilnahme an den Kämpfen besteht. Diese sind dann so brutal, dass „Mortal Kombat II“, im Geist der Spielvorlage, beileibe kein Kinderfilm ist. Er ist eher das filmische Äquivalent zu einem Wrestling-Kampf mit spritzendem Blut und anderen Dingen.
Die Fantasy-Welt, in der die Geschichte spielt, stammt selbstverständlich aus dem Computer. Die bewusst amateurhaft gestalteten Kulissen und Effekte sehen durchgehend wie die Kulisse für ein vor Jahrzehnten gedrehtes Fantasy-B-Picture aus. Das sind Bilder, die bereits ab 1936 in den „Flash Gordon“-Serials kultiviert wurden. Damals wurden die Kulissen gemalt. Es gab Lichteffekte und Blitze. Halt alles, was gut aussieht und mit einem Minibudget hergestellt werden kann. Darum finden die Kämpfe in „Mortal Kombat II“ fast immer ohne Publikum, aber dafür mit Donner und Blitzen, an absolut austauschbaren, dunklen Orten statt.
Weil in „Mortal Kombat II“ die Bilder und die Art, wie die Geschichte erzählt wird, durchgehend aus der Vergangenheit kommen, gehört Simon McQuoids Fantasy-Film, wie die letzte Woche gestartete Komödie „Der Teufel trägt Prada 2“, zu den Filmen, die vor allem nostalgische Gefühle bedienen. „Mortal Kombat II“ wirkt durchgehend wie ein 80er-Jahre-Actionfilm. Die Fans von „Mortal Kombat“ (2021) werden sich freuen, dass sie viele, auch aus den Computerspielen bekannte Figuren ohne störende Überraschungen auf der Kinoleinwand sehen können.
Sie dürfen sich auch auf den dritten und abschließenden Film der Trilogie freuen. Wieder mit Simon McQuoid als Regisseur, Jeremy Slater als Drehbuchautor und, nun, den überlebenden Kämpfern dieses Turniers.

Mortal Kombat II (Mortal Kombat II, USA 2026)
Regie: Simon McQuoid
Drehbuch: Jeremy Slater (basierend auf dem Videospiel „Mortal Kombat“ von Ed Boon und John Tobias)
mit Karl Urban, Adeline Rudolph, Jessica McNamee, Josh Lawson, Ludi Lin, Mehcad Brooks, Tati Gabrielle, Lewis Tan, Damon Herriman, Martyn Ford, Max Huang, Chin Han, Tadanobu Asano, Joe Taslim, Hiroyuki Sanada
Länge: 116 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
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Hinweise
Moviepilot über „Mortal Kombat II“
Metacritic über „Mortal Kombat II“

Vor wenigen Tagen erschien ihr neuer Schafskrimi.
In wenigen Tagen startet im Kino die Verfilmung ihres ersten Schafskrimi.
Aber was ist ein Schafskrimi? Nun, das ist, wenn wir uns bei der Erklärung auf die drei bislang von Leonie Swann geschriebenen Schafkrimis konzentrieren, ein Krimi, in dem die Geschichte aus der Perspektive von Schafen erzählt wird und Schafe einen Mordfall aufklären. Als Leonie Swanns erster Schafskrimi 2005 erschien, war er ein Überraschungserfolg. „Glennkill“ wurde 2006 in der Kategorie Bestes Debüt mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet und in 25 Sprachen übersetzt. In dem cozy Rätselkrimi will eine Schafherde, angeführt von Amateurdetektivin Miss Maple, dem klügsten Schaf der Herde, herausfinden, wer ihren Schäfer George Glenn mit einem Spaten ermordete und anschließend auf ihrer Wiese liegen ließ.
Ihr neuer Roman „Widdersehen“, gleichzeitig ihr dritter Schafskrimi, spielt nach dem Frankreichausflug „Garou“, wieder auf der aus „Glennkill“ vertrauten irischen Wiese. Aber sie sieht nicht mehr so schön aus wie früher. Als dann auch noch ihre Schäferin Rebecca spurlos verschwindet, müssen Miss Maple und die Schafherde wieder ermitteln. Ihre einzigen Spuren sind ein Finger und ein Brief, den die Schafe nicht lesen können.
Mit diesem Roman im Gepäck begibt die inzwischen in der Nähe von Cambridge lebende gebürtige Bayerin Leonie Swann sich auf Lesereise.
Die aktuell geplanten Termine sind:
Berlin | Thalia Tauentzienstraße
Dienstag, 12. Mai | 20 Uhr
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Bremen | Thalia Hansehof
Mittwoch, 13. Mai | 19:30 Uhr
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Odenthal | Literatur am Dom
Freitag, 26. Juni | 20:00 Uhr
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München | Literaturhaus
Dienstag, 21. Juli
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Frankfurt | Literaturhaus
Mittwoch, 7. Oktober (Zum Start der Frankfurter Buchmesse könnte es ziemlich voll werden.)
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Weitere Termine sollen folgen.
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Leonie Swann: Widdersehen
Dumont, 2026
336 Seiten
25 Euro
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So fing es an


Leonie Swann: Glennkill
Dumont, 2026
416 Seiten
14 Euro
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Originalausgabe
Goldmann, 2005
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Die Verfilmung startet am Donnerstag, den 14. Mai 2026.
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So ging es weiter
Leonie Swann: Garou
Dumont, 2026
448 Seiten
14 Euro
–
Originalausgabe
Goldmann, 2010
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Hinweise
One, 20.15
Juliet, Naked (Juliet, Naked, Großbritannien/USA 2018)
Regie: Jesse Peretz
Drehbuch: Evgenia Peretz, Tamara Jenkins, Jim Taylor
LV: Nick Hornby: Juliet, Naked, 2009 (Juliet, Naked)
Duncan Thomson (Chris O’Dowd) ist begeistert. Der Überfan ist in den Besitz bislang unbekannter Demoaufnahmen von seinem großen Idol Tucker Crowe gelangt. Er schreibt einen langen Text über dieses Meisterwerk. Duncans langjährige Freundin Annie Platt (Rose Byrne) sieht es anders und schreibt in einem Tucker-Crowe-Fanforum, dass “Juliet, Naked” nicht so großartig sei. Kurz darauf meldet sich der seit 25 Jahren untergetauchte Tucker Crowe (Ethan Hawke) bei ihr. Etwas später klopft er an ihre Haustür.
Warmherzige RomCom über alles, was wir in den Werken von “High Fidelity” Nick Hornby lieben.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Rose Byrne, Ethan Hawke, Chris O’Dowd, Lily Brazier, Ayoola Smart, Azhy Robertson, Phil Davis
Hinweise
Moviepilot über „Juliet, Naked“
Metacritic über „Juliet, Naked“
Rotten Tomatoes über „Juliet, Naked“
Wikipedia über „Juliet, Naked“
Meine Besprechung von Jesse Peretz‘ “Juliet, Naked” (Juliet, Naked, Großbritannien/USA 2018)
Wer den Ton der aztekische Todes-Pfeife hört, wird kurz darauf sterben.
Jetzt bläst eine Schülerin der Pellington High, als sie mit vier Schulkameraden eine nächtliche Mini-Party feiert, in diese Pfeife.
Fortan müssen sie um ihr Überleben kämpfen. Aus dieser Prämisse, die Horrorfans möglicherweise an die „Final Destination“-Filme erinnert, macht Corin Hardy einen gradlinigen Horrorfilm mit ordentlichen Effekten, einer durchaus überschaubaren Zahl von Toten und vielen Suspense-Momenten.
Weil die Erscheinungsform, die der Tod annimmt, durchgehend CGI-generiert ist, sind Effekte möglich, die sonst nicht möglich wären. Schließlich sind Gelenke nicht endlos biegsam.
Corin Hardy präsentiert mit „Whistle“ einen sich kurzweilig und gelungen innerhalb bekannter Bahnen bewegenden Horrorfilm. Die im Abspann versteckte Schlusspointe sollte man besser nicht als einen direkten Hinweis auf eine sich direkt an diesen Film anschließende Fortsetzung sehen. Man sollte sich auch nicht zu sehr mit Fragen der Logik beschäftige, wie beispielsweise der Frage, warum der Schulspind der neuen Schülerin in den vergangenen Monaten, nach dem entsetzlichen Tod eines anderen Schüler (den wir am Filmanfang sehen), nicht geöffnet und ausgeräumt wurde.

Whistle (Whistle, Kanada 2025)
Regie: Corin Hardy
Drehbuch: Owen Egerton
mit Ali Skovbye, Dafne Keen, Jhaleil Swaby, Nick Frost, Percy Hynes White, Sky Yang, Sophie Nélisse
Länge: 101 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
Kinostart: 7. Mai 2026
–
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Whistle“
Wikipedia über „Whistle“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Corin Hardys „The Nun“ (The Nun, USA 2018)

Weil das Buch wahrscheinlich schon gelesen wurde, erfolgt jetzt ein wahrscheinlich vollkommen überflüssiger Lesebefehl. Lesebefehl!
RTL, 20.15
A Haunting in Venice (A Haunting in Venice, USA 2023)
Regie: Kenneth Branagh
Drehbuch: Michael Green
LV: Agatha Christie: Hallowe’en Party, 1969 (Die Schneewittchen-Party; Die Halloween-Party, und neuerdings A Haunting in Venice)
Hercule Poirot wird 1947 in Venedig zu einer Séance eingeladen. Poirot glaubt nicht an den Hokuspokus. Als eine der Anwesenden stirbt, will Poirot den Mörder finden.
TV-Premiere. Dritter und bislang schwächster Hercule-Poirot-Film von und mit Kenneth Branagh. Ein Grund ist, dass der Filmfall nichts mit dem Romanfall zu tun hat. Ein anderer ist, dass Drehbuchautor Michael Green und Branagh keinen Rätselkrimi, sondern eine Spukgeschichte erzählen. Das ist als überkandidelter Gothic-Horror-Versuch halbwegs unterhaltsam, hat aber mit Agatha Christie und Hercule Poirot nichts zu tun.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Kenneth Branagh, Kyle Allen, Michelle Yeoh, Camille Cottin, Jamie Dornan, Tina Fey, Jude Hill, Ali Khan, Emma Laird, Kelly Reilly, Riccardo Scamarcio
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Die Vorlage in der Filmausgabe

Agatha Christie: A Haunting in Venice
(übersetzt von Hiltgunt Grabler) (mit einem Vorwort von Michael Green)
Atlantik, 2023
256 Seiten
14 Euro
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Ältere deutsche Titel
Die Schneewittchen-Party (ursprünglicher Titel)
Die Halloween-Party (Titel der Neuausgabe von 2018)
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Originalausgabe
Hallowe’en Party
Harper Collins, London 1969
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Hinweise
Moviepilot über „A Haunting in Venice“
Metacritic über „A Haunting in Venice“
Rotten Tomatoes über „A Haunting in Venice“
Wikipedia über „A Haunting in Venice“ (deutsch, englisch), die Vorlage (deutsch, englisch), Hercule Poirot (deutsch, englisch) und Agatha Christie (deutsch, englisch)
Thrilling Detective über Hercule Poirot
zu Kenneth Branagh
Meine Besprechung von Kenneth Branaghs „Cinderella“ (Cinderella, USA 2015)
Meine Besprechung von Kenneth Branaghs „Belfast“ (Belfast, USA 2021)
zu Agatha Christie
Krimi-Couch über Agatha Christie
Meine Besprechung von Agatha Christies „Mord im Orientexpress“ (Murder on the Orient Express, 1934)