Cover der Woche

Februar 17, 2026

Ross Thomas (19. Februar 1926, Oklahoma City – 18. Dezember 1995, Santa Monica, Kalifornien)

Sein fulminanter, mit dem Edgar ausgezeichneter Debütroman.

Der Rest ist Kriminalgeschichte – und kann inzwischen beim Alexander Verlag vollständig in neuen und vollständigen Übersetzungen nachgelesen werden.

Hinweise

Alexander Verlag über Ross Thomas

Wikipedia über Ross Thomas (deutsch, englisch)

Alligatorpapiere: Gerd Schäfer über Ross Thomas (Reprint “Merkur”, November 2007)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Gottes vergessene Stadt” (The Fourth Durango, 1989)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Umweg zur Hölle“ (Chinaman’s Chance, 1978)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Kälter als der Kalte Krieg“ (Der Einweg-Mensch, The Cold War Swap, 1966)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Teufels Küche“ (Missionary Stew, 1983)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Am Rand der Welt“ (Out on the Rim, 1986)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Voodoo, Ltd.“ (Voodoo, Ltd., 1992)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ “Der Yellow-Dog-Kontrakt” (Yellow Dog Contract, 1976)

Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Gelbe Schatten“ (Cast a Yellow Shadow, 1967)

Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Der achte Zwerg“ (The Eight Dwarf, 1979)

Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Die Backup-Männer“ (The Backup Men, 1971)

Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Dämmerung in Mac’s Place“ (Twilight at Mac’s Place, 1990)

Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Die Narren sind auf unserer Seite“ (The Fools in Town are on our side, 1970; Deutsche Erstausgabe: Unsere Stadt muss sauber werden, 1972)

Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Zu hoch gepokert – Ein Philip-St.-Ives-Fall“ (The Highbinders, 1973; Deutsche Erstausgabe: Ein scharfes Baby, 1974)

Kleine Ross-Thomas-Covergalerie in der Kriminalakte

 


Neu übersetzt: Raymond Chandlers Philip-Marlowe-Roman „Lebwohl, mein Liebling“

Februar 17, 2026

Solche Bücher werden heute nicht mehr geschrieben.“ ist ein oft benutzter dummer Spruch. Und trotzdem stellt sich beim wiederholten Lesen von Raymond Chandlers zweitem Philip-Marlowe-Roman, der jetzt in einer neuen Übersetzung von Melanie Walz bei Diogenes erschien, genau dieses Gefühl ein. Oder wann habt ihr zum letzten Mal in einem neueren Roman solche Sätze gelesen?

Er war sehr groß, nicht größer als zwei Meter, nicht breiter als ein Bierlaster.“

Selbst auf der Central Avenue, nicht für unscheinbare Kleidung bekannt, sah er so diskret aus wie eine Tarantel auf einem Babykuchen.“

Eine Hand, in der ich hätte sitzen können, fuhr aus dem Halbdunkel, packte meine Schulter und zerquetschte sie zu Brei. Dann zerrte die Hand mich durch die Tür und hob mich wie ein Spielzeug auf die erste Stufe.“

Und das sind nur einige willkürlich ausgewählte Sätze aus den ersten drei Seiten eines über dreihundertseitigen Kriminalromans.

Diese metaphernreiche Spache, die Chandler oft vorgeworfen und bis weit über den Exzess parodiert wurde, ist heute verschwunden zugunsten von oft nur kryptischen Beschreibungen. Wie die Gegend und die Personen aussehen, wie der Erzähler sie empfindet, kann sich der Leser mehr oder weniger selbst zusammenreimen. Oder auf eine Verfilmung hoffen, die die Bilder zu den Sätzen liefert.

Da sind diese farbenreichen Beschreibungen und Vergleiche eine Wohltat. Schnell entsteht ein Bild von Moose Malloy, einem nach acht Jahren frisch aus dem Gefängnis entlassenem Bankräuber, der seine große, spurlos verschwundene Liebe Velma sucht, und der Bar, die er gerade zerstört. Er bringt auch den Geschäftsführer des Lokals um und verschwindet spurlos. Jedenfalls soweit das für so einen Riesen möglich ist.

Marlowe, der gerade nichts zu tun hat, beginnt in seiner Stadt Los Angeles das Riesenbaby Malloy und die schon vor Jahren verschwundene Velma zu suchen. Kurz darauf ist er mitten in einem – jedenfalls für uns Leser – wundervollem Schlamassel.

Lebwohl, mein Liebling“ wurde zweimal gut verfilmt. 1942 erfolgte im Rahmen der „The Falcon“-Filmserie als „The Falcon Takes Over“ eine erste Verfilmung des Romans, die den Plot in ein anderes fiktionales Universum übertrug. Die erste richtige Verfilmung von „Lebwohl, mein Liebling“ ist auch die erste Verfilmung eines Chandler-Romans in der Philip Marlowe als Philip Marlowe auftrat. Edward Dmytryks „Murder, my Sweet“ war an der Kinokasse erfolgreich, wurde mit den Edgar ausgezeichnet, Raymond Chandler war mit dem Hauptdarsteller Dick Powell als Marlowe zufrieden und, während der Noir in den USA ziemlich bekannt ist, ist er hier fast unbekannt. Die deutsche Premiere war 1972 im Fernsehen. 1988 folgte sogar eine Kinoauswertung.

Die zweite Verfilmung war 1976 von Dick Richards mit Robert Mitchum als Marlowe. „Fahr zur Hölle, Liebling“ gefiel den Fans und lief bis vor einigen Jahren öfter im Fernsehen.

Aktuell scheinen beide Filme nur auf DVD/Blu-ray erhältlich zu sein.

Der immer noch absolut lesenswerte Roman ist dagegen, vorzüglich neu übersetzt und mit einem extra für diese Ausgabe geschriebenem Nachwort, gut erhältlich.

They remain great works of American literature, as readable and enjoyable as when the were first published.“ (Nick Rennison, Hrsg: Bloomsbury Good Reading Guide to Crime Fiction, 2003)

Raymond Chandler: Lebwohl, mein Liebling

(übersetzt von Melanie Walz)

(mit einem Nachwort von Paul Ingendaay)

Diogenes, 2026

368 Seiten

26 Euro

Originalausgabe

Farewell, my Lovely

Alfred A. Knopf, New York, 1940

Erste vollständige Übersetzung

Lebwohl, mein Liebling

(übersetzt von Wulf Teichmann)

Diogenes, 1976

Die guten Verfilmungen

Leb wohl, Liebling (Murder, my Sweet, USA 1944)

Regie: Edward Dymtryk

Drehbuch: John Paxton

LV: Raymond Chandler: Farewell, my lovely, 1940 (Lebewohl, mein Liebling/Betrogen und gesühnt/Lebwohl, mein Liebling)

mit Dick Powell, Claire Trevor, Anne Shirley, Otto Kruger

Alternativtitel sind in Deutschland „Murder, my Sweet“ und „Mord, mein Liebling“

Fahr zur Hölle, Liebling (Farewell, My Lovely, USA 1975)

Regie: Dick Richards

Drehbuch: David Zelag Goodman

LV: Raymond Chandler: Farewell, my lovely, 1940 (Lebewohl, mein Liebling/Betrogen und gesühnt/Lebwohl, mein Liebling)

mit Robert Mitchum, Charlotte Rampling, John Ireland, Harry Dean Stanton, Anthony Zerbe, Sylvester Stallone, Jim Thompson

Hinweise

Wikipedia über „Lebwohl, mein Liebling“ (deutsch, englisch), Philip Marlowe (deutsch, englisch) und Raymond Chandler (deutsch, englisch)

Thrilling Detective über Philip Marlowe

Thrilling Detective über Raymond Chandler

Krimi-Couch über Raymond Chandler

Mordlust über Raymond Chandler

Mein Hinweis auf Raymond Chandlers „Das hohe Fenster“ (The High Window, 1942)

Meine Besprechung von Raymond Chandlers „Die Lady im See“ (The Lady in the Lake, 1943)


TV-Tip für den 17. Februar: Spy – Susan Cooper undercover

Februar 16, 2026

Kabel Eins, 20.15

Spy – Susan Cooper Undercover (Spy, USA 2015)

Regie: Paul Feig

Drehbuch: Paul Feig

Die Waffenhändlerin Rayna Boyanov (Rose Byrne) will eine Mini-Atombombe verkaufen. Und weil sie die Identitäten von allen CIA-Feldagenten kennt, kann nur Susan Cooper (Melissa McCarthy) das Geschäft verhindern. Denn bislang ist die CIA-Agentin, die noch keinen einzigen Außeneinsatz hinter sich hat, ein unbeschriebenes Blatt. Mit einer falschen Identität nähert sie sich in Paris Boyanov, die dort gerade die Atombombe verkaufen will.

Köstliche Agentenfilm-Parodie und Liebeserklärung an die James-Bond-Filme.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Melissa McCarthy, Jason Statham, Jude Law, Rose Byrne, Miranda Hart, Bobby Cannavale, Allison Janney, Peter Serafinowicz, Morena Baccarin, 50 Cent, Ben Falcone

Wiederholung: Mittwoch, 18. Februar, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Spy“

Metacritic über „Spy“

Rotten Tomatoes über „Spy“

Wikipedia über „Spy“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Taffe Mädels“ (The Heat, USA 2013)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Spy – Susan Cooper Undercover“ (Spy, USA 2015)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Ghostbusters“ (Ghostbuster, USA 2016)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Nur ein kleiner Gefallen“ (A simple Favor, USA 2018) und der DVD

Meine Besprechung von Paul Feigs „Last Christmas“ (Last Christmas, Großbritannien 2019)

Meine Besprechung von Paul Feigs „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ (The Housemaid, USA 2025)

 


Die Krimibestenliste Februar 2026

Februar 16, 2026

Närrischer Schnee vor der Haustür, gepflegte Morde für die Couch gibt es in der monatlichen Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk Kultur.

Besonders lesenswert sind danach folgende zehn Kriminalromane:

1 (7) Jo Nesbø: Minnesota

Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob

Ullstein, 407 Seiten, 24,99 Euro

2 (–) Robert Brack: Die nackte Haut

Edition Nautlius, 216 Seiten, 18 Euro

3 (–) Josh Winning: Verbrenn das Negativ

Aus dem Englischen von Stefan Lux

Suhrkamp, 374 Seiten, 18 Euro

4 (–) Henry Wise: Holy City

Aus dem Englischen von Karen Witthuhn

Polar, 340 Seiten, 26 Euro

5 (1) Pascal Garnier: Die Eskimo-Lösung

Aus dem Französischen von Felix Mayer

Septime, 140 Seiten, 20 Euro

6 (–) Louise Penny: Der schwarze Wolf:

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck

Kampa, 512 Seiten, 24,90 Euro

7 (4) Eliza Clark: Penance

Aus dem Englischen von Simona Turini

Festa, 492 Seiten, 24,99 Euro

8 (3) Robert Jackson Bennett: The Tainted Cup

Aus dem Englischen von Jakob und Karla Schmidt

Adrian Wimmelbuchverlag, 416 Seiten, 16,95 Euro

9 (–) Jonny Sweet: Der Kellerby-Code

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf

Suhrkamp, 365 Seiten, 18 Euro

10 (5) Martin von Arndt: Der Wortschatz des Todes

Ars vivendi, 288 Seiten, 18 Euro

In ( ) ist die Platzierung von Vormonat

Henry Wise wird die Tage besprochen. Ich fand den Edgar-Preisträger eher durchwachsen. Gut gefallen hat mir Don Winslows „The Final Score“, eine Sammlung von sechs brandneuen Kurzgeschichten, was wohl ein No Go für die Liste ist.

Ansonsten: auf der Liste stehen sechs Übersetzungen aus dem Englischen, eine aus dem Norwegischen, eine aus dem Französischem und zwei Bücher mussten nicht übersetzt werden.

Wenn ich mich nicht verzählt oder ein Pseudonym übersehen habe, wurden acht Krimis von Männern und zwei von Frauen geschrieben.

Ein Roman hat unter zweihundert, einer über fünfhundert Seiten.


TV-Tipp für den 16. Februar: Zwei Freundinnen

Februar 15, 2026

Arte, 20.15

Zwei Freundinnen (Les Biches, Frankreich/Italien 1968)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Paul Gégauff, Claude Chabrol

In Paris trifft die reiche Müßiggängerin Frédérique (Stéphane Audran) auf die Pflastermalerin Why (Jacqueline Sassard). Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine erotische Liaison. Als der Heterosexuelle Paul (Jean-Louis Trintignant) auf Frédériques Landsitz auftaucht, entsteht eine instabile Dreiecksbeziehung.

Extrem selten gezeigter Chabrol-Klassiker (was inzwischen auf ungefähr alle seine Filme zutrifft: sie werden inzwischen nur noch alle Jubeljahre gezeigt) – und Teil einer kleinen Chabrol-Retrospektive in der Arte-Mediathek.

mit Stéphane Audran, Jacqueline Sassard, Jean-Louis Trintignant, Henri Attal, Dominique Zardi, Nane Germon, Serge Bento, Claude Chabrol (als Regisseur)

Wiederholung: Mittwoch, 18. Februar, 15.40 Uhr

Hinweise

AlloCiné über „Zwei Freundinnen“

Rotten Tomatoes über „Zwei Freundinnen“

Wikipedia über „Zwei Freundinnen“ (deutsch, englisch, französisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 15. Februar: Lawrence von Arabien

Februar 14, 2026

3sat, 20.15

Lawrence von Arabien (Lawrence of Arabia, Großbritannien 1962)

Regie: David Lean

Drehbuch: Robert Bolt, Michael Wilson (ursprünglich ungenannt, 1978 von der WGA wieder hergestellt)

Klassiker. 210-minütiger Monumentalfilm über den britischen Offizier T. E. Lawrence, der während des Ersten Weltkriegs die arabischen Stämme im Kampf gegen die Türkei eint und anführt.

„kein Geschichtsbild, vielmehr eine höchst subjektive Zusammenfassung der historischen Ereignisse“ (Lexikon des internationalen Films)

Dem Erfolg bei der Kritik und an der Kasse tat das keinen Abbruch.

Maurice Jarre schrieb die Musik.

mit Peter O’Toole, Alec Guinness, Anthony Quinn, Jack Hawkins, Omar Sharif, José Ferrer, Anthony Quayle, Claude Rains, Arthur Kennedy

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Lawrence von Arabien“

Wikipedia über „Lawrence von Arabien“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „Once upon a time in Gaza“, als drei Männer sich trafen

Februar 14, 2026

Gaza, 2007: Osama, Inhaber eines Falafel-Geschäfts und Drogenhändler, Yahya, ein bei ihm angestellter Student, und Abou Sami, ein korrupter Polizist, treffen aufeinander und eine eher zufällige Abfolge von Ereignissen entwickelt sich, die zu Osamas Tod, weiteren Toten und der Mitarbeit Yahyas in einem patriotischem, palästinensischem No-Budget-Actionfilm als Hauptdarsteller führen. Anfangs lassen einige atmosphärische Nachtaufnahmen auf einen Noir-Gangsterfilm hoffen.

Diese Hoffnungen erfüllen sich nicht. Formal zerfällt das von den Zwillingsbrüdern Tarzan und Arab Nasser unglaublich dröge erzählte Drama „Once upon a time in Gaza“ in zwei fast vollständig voneinander unabhängige Kurzfilme mit viel Füllmaterial und noch mehr verpassten Gelegenheiten.

Once upon a time in Gaza (Once upon a time in Gaza, Frankreich/Palästina/Deutschland/Portugal/Katar/Jordanien 2025)

Regie: Tarzan Nasser, Arab Nasser

Drehbuch: Tarzan Nasser, Arab Nasser, Amer Nasser, Marie Legrand

mit Nader Abd Alhay, Ramzi Maqdisi, Majd Eid

Länge: 90 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Filmportal über „Once upon a time in Gaza“

Moviepilot über „Once upon a time in Gaza“

Rotten Tomatoes über „Once upon a time in Gaza“

Wikipedia über „Once upon a time in Gaza“


Neu im Kino/Filmkritik: Über Sönke Wortmanns Jan-Weiler-Verfilmung „Die Ältern“

Februar 14, 2026

Irgendwann…also, nein, die anderen werden natürlich älter, aber man selbst fühlt sich immer noch so jung wie damals. Auch wenn die 21-jährige Tochter jetzt ausziehen will. Und die Ehefrau gleich mit. Hannes Wenger (Sebastian Bezzel), Bestsellerautor, der anscheinend sein Debüt mit abnehmendem Verkaufserfolg immer wieder recycled (Er sollte mal Herrn Fitzek fragen, wie man es anders macht.) ist schockiert. Er hat sich doch, wenn er nicht gerade am Schreibtisch Geschichten erfand, liebevoll um seine Familie gekümmert und in der großen Vorstadtvilla alle umsorgt. Jetzt sitzt er mit seinem Sohn Nick in einer unfreiwilligen Männer-WG.

Diese unfreiwillige WG-Gründung und die sich daraus ergebenden Probleme sind nicht der Beginn eines „Hangover“-ähnlichen Klamauks, sondern ein erstaunlich feinsinniger Film über Beständigkeit, Veränderungen und sanfte Neubeginne.

Die Vorlage für Sönke Wortmanns neue Komödie stammt von Jan Weiler. „Die Ältern“ ist der vierte Band seiner erfolgreichen, teils bereits verfilmten Pubertier-Reihe, in der er die Erlebnisse der Familie Wenger schildert, vor allem wie die Kinder erwachsen werden. Inzwischen steht der Auszug der Kinder auf der Agenda.

Wortmann schildert Hannes Kampf um Beständigkeit in einer sich verändernden Welt wird humorvoll im Heinz-Erhardt-Stil. Dieser zum zustimmenden Schmunzeln anregende, niemanden verletztenden, leicht selbstironische Humor wahrt immer ein bestimmtes Niveau. Die Geschichte, die die einzelnen Erlebnisse von Hannes auf seinem Weg zur Selbsterkenntnis strukturiert, stößt seine Figuren niemals in existentielle Krisen. Sie geht auch niemals sonderlich in die Tiefe, aber sie ist durchaus geeignet, auch über das eigene wohl situierte Leben und notwendige und nicht notwendige Veränderungen nachzudenken. Also, so Veränderungen, wie einmal ein anderes Restaurant auzuprobieren oder die nächsten Ferien an einem anderen Ort zu verbringen. Oder den Schreibtisch umzuräumen.

Die Ältern (Deutschland 2026)

Regie: Sönke Wortmann

Drehbuch: Jan Weiler, Robert Gold

LV: Jan Weiler: Die Ältern, 2020

mit Sebastian Bezzel, Anna Schudt, Kya-Celina Barucki, Philip Müller, Judith Bohle, Thomas Loibl, Nilma Farooq

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Die Ältern“

Moviepilot über „Die Ältern“

Meine Besprechung von Sönke Wortmanns „Frau Müller muss weg“ (Deutschland 2014)

Meine Besprechung von Sönke Wortmanns „Der Vorname“ (Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Sönke Wortmanns „Eingeschlossene Gesellschaft“ (Deutschland 2022)

Meine Besprechung von Sönko Wortmanns „Der Nachname“ (Deutschland 2022)


TV-Tipp für den 14. Februar: The Report

Februar 13, 2026

One, 22.00

The Report (The Report, USA 2019)

Regie: Scott Z. Burns

Drehbuch: Scott Z. Burns

TV-Premiere. Hochspannender und, auch für die Menschen, die alle Fakten im Schlaf herunterbeten können, informativer Polit-Thriller über die schwierige Entstehung des „Feinstein-Reports“. 2009 beauftragte die US-Senatorin Dianne Feinstein den Senatsmitarbeiter Daniel J. Jones, einen Bericht über die ‚erweiterten Verhörmethoden‘ (Folter) der CIA nach dem 11. September zu schreiben. Er vertieft sich in die Akten und ist, obwohl die Fakten damals schon bekannt waren, schockiert.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Adam Driver, Annette Benning, Ted Levine, Jon Hamm, Sarah Goldberg, Maura Tierney, Michael C. Hall, Douglas Hodge, Fajer Kaisi, Jennifer Morrison, Tim Blake, Corey Stoll, Matthew Rhys

Wiederholung: Sonntag, 15. Februar, 23.15 Uhr

Hinweise

Moviepilot über „The Report“

Metacritic über „The Report“

Rotten Tomatoes über „The Report“

Wikipedia über „The Report“ (deutsch, englisch) und den CIA-Folterbericht (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Scott Z. Burns‘ „The Report“ (The Report, USA 2019)


Neu im Kino/Filmkritik: Zu neuesten Verfilmung von Emily Brontës „“Wuthering Heights“ – Sturmhöhe“

Februar 13, 2026

Der Roman ist ein oft verfilmter Klassiker der englischen Literatur. Die letzte bekanntere Verfilmung von Emily Brontës „Wuthering Heights“ (Die Sturmhöhe) ist von 2011. Andrea Arnold machte die Liebesgeschichte zu einen echten Arnold-Film. Die Hauptrollen spielen zwei knapp zwanzigjährige Schauspieler. Sie sind in dem Alter, das die von ihnen gespielten Figuren auch im Buch haben. Catherine stirbt im Roman als 19-jährige. Das ist kein Spoiler. Es wird schon in der Personenübersicht des Romans verraten. Heathcliff wird von einer dunkelhäutigen Person gespielt. Im Roman bleibt seine Herkunft im Dunkeln. Er sei, heißt es im Roman, ein „dunkelhäutiger Zigeuner“ oder ein Inder oder von ähnlich niedrigem gesellschaftlichem Rang. Wir reden hier, wenn wir uns auf die Jahre konzentrieren, in denen der Film spielt, von den Jahren zwischen 1771 und 1784.

Die neueste Brontë-Verfilmung ist von „Promising Young Woman“-Regisseurin Emerald Fennell. Margot Robbie und Jacob Elordi übernahmen die Hauptrollen. Sie spielen das Liebespaar Cathy und Heathcliff. Wie fast alle anderen Verfilmungen konzentriert Fennell sich auf deren Geschichte und ignoriert den umfangreicheren Rest des Romans.

Fennells Film beginnt, nachdem sie eine öffentliche Hinrichtung in drastischen Details und sensationslüsternen Kommentaren zeigt, mit der Ankunft von Heathcliff auf dem Hof der Earnshaws. Er liegt im Moor von Yorkshire. Earnshaw hat den Jungen, über dessen Herkunft nichts bekannt ist, bei einer Reise aufgenommen. Zunächst ist er für Cathy Earnshaw ein Spielkamerad. Später vertieft sich ihre Beziehung. Sie sind ineinander verliebt und würden am liebsten zusammen bleiben.

Trotzdem heiratet sie, gesellschaftlichen Konventionen folgend, den neuen Nachbarn Edgar Linton. Heathcliff verläßt den Hof. Einige Jahre später kehrt er als reicher Mann zurück. Fortan haben, unter Lintons und den Augen des Personals, Cathy und Heathcliff eine seltsam verquere Liebesbeziehung, die mit ihrem Tod endet. Damit endet auch der Film.

Emily Brontës Roman wird immer, so auch im Filmtrailer, als „größten Liebesgeschichte aller Zeiten“ gelabelt. Angesichts der Beziehung zwischen Cathy und Heathcliff wirkte das schon immer etwas seltsam. In der aktuellen Interpretation ist dieses Labeling noch seltsamer.

Sie sind zwei sehr unsympathische Menschen. Gehässig, rachsüchtig, intrigant, egoistisch. Für eine gute Filmgeschichte ist das kein Problem. Ein Problem ist, dass sie außerdem zwei uninteressante Menschen. Die anderen in der Geschichte vorkommenden Menschen sind, bis auf Edgar Linton, ähnlich uninteressante Grobiane.

Eine Liebesgeschichte erzählt „Wuthering Heights“ nur insofern, dass Cathy und Heathcliff Gefühle füreinander haben. Es ist eine toxische Beziehung, eine extreme Co-Abhängigkeit, die schon für Teenager schwierig gewesen wäre. Für Erwachsene (jedes Bild von Robbie und Elordi zeigt, dass sie schon lange keine Teenager mehr sind) sollte dieses Verhalten direkt zu einer psychiatrischen Behandlung führen.

Das was sie füreinander empfinden ist das Gegenteil von Liebe. Ihre Geschichte ist keine Liebesgeschichte, sondern die Travestie einer Liebesgeschichte. Das ist „Eine fatale Affäre“ im Moor von Yorkshire; wobei unklar ist, wer Täter und wer Opfer ist.

Jedenfalls in dem Teil, den Emerald Fennell in ihrem Film zeigt, der nur einen Bruchteil des Romans verfilmt, vieles weglässt und vieles verändert.

Sie interpretiert dabei die, uh, Liebesgeschichte mit den Gefühlsaufwallungen eines Teenagers. Sie las den Roman zum ersten Mal als Vierzehnjährige. Sie lässt alles weg, was einen Teenager nicht interessiert. Das sind die englische Klassengesellschaft und der Rassismus gegenüber dem Findelkind Heathcliff. Beides verhindert seinen gesellschaftlichen Aufstieg. Es erklärt auch seinen Hass und Rachsucht gegenüber Linton und der Gesellschaft. Im Film funktioniert diese Erklärung natürlich nicht.

Die Liebe zwischen Cathy und Heathcliff bleibt, ab dem Moment, in dem sie von Robbie und Elordi gespielt werden, reine Behauptung. Als Kinder, gespielt von Charlotte Mellington und Owen Cooper, ist die tiefe Freundschaft glaubwürdiger. Beide sind, wie oben schon angedeutet und wie die Leser des Romans wissen, keine besonders sympathischen Menschen. Sie ist manipulativ. Er ist ein Grobian. Beide sind rachsüchtig und auf sich selbst bezogen.

Alle anderen Figuren sind vernachlässigbare Nebenfiguren. Das gilt auch und vor allem für Heathcliffs Gegner Linton, den Ehemann von Cathy, der anscheinend ein ziemlich netter Kerl ist. Aber mehr als zweieinhalb weitgehend bedeutungslose Szenen hat er nicht.

Wer nach dem Trailer ein kunterbuntes Über-Kitsch-Fest erwartet, wird enttäuscht sein. Diese Bilder, die sich stilistisch an den Cover-Entwürfen für entsprechende für ein jüngeres weibliches Publikum gestaltete Romance-Novellen orientieren (Auch Fennell las den Roman erstmals in einer Ausgabe mit einem solchen Cover. Auf dem sah Heathcliff wie Elordi aus), werden fast vollständig im Trailer gezeigt.

Der Rest des deutlich über zweistündigen Films hat einige eindrucksvolle Bilder, einige könnten sogar aus einem Gothic-Horrorfilm sein, und viele unglaublich dunkle Bilder, in denen kaum erkennbar ist, was gezeigt wird. Es sind sparsam bewegte dunkle Holzschnitzereien. Das Erzähltempo ist langsam. Da sterben sogar in einer Oper die Ariensängerinnen in ihrer großen Sterbeszene schneller.

Inszeniert ist diese Version von „Wuthering Heights“ wie ein altmodischer Kostümfilm, der sich nicht darum kümmert, ob die Kleider und die Ausstattung wirklich in die Zeit passen. Solange es gut aussieht, ist es okay. Auch dass Robbie und Elordi deutlich älter sind, als die Personen, die sie spielen, ist egal. 1940 wurde sich um solche Details auch nicht gekümmert. Heute mutet diese Unbekümmertheit, trotz der Verwendung neuer Songs von Charli XCX, unglaublich altmodisch an. Oder wie die Fantasie einer Vierzehnjährigen, die sich gerade ein altes Hollywood-Melodrama angesehen hat..

Vor allem, wenn man sich an Andrea Arnolds Interpretation erinnert, in der Alter und Hautfarbe von Cathy und Heathcliff mit der des Romans übereinstimmen und deren Gefühle nachvollziehbar sind, ist Emerald Fennells in jeder Beziehung ein ziemlicher Rückschritt weit zurück in die Vergangenheit, in der erstaunlich wenig funktioniert.

P. S.: Der überkorrekte deutsche Titel ist „“Wuthring Heights“ – Sturmhöhe“. Der ebenso überkorrekte Originaltitel „Wuthering Heights“. Aber das sieht einfach zu affig aus. Jedenfalls abseits von dem Filmplakat.

Wuthering Heights“ – Sturmhöhe („Wuthering Heigths“, Großbritannien/USA 2026)

Regie: Emerald Fennell

Drehbuch: Emerald Fennell

LV: Emily Brontë: Wuthering Heights – A Novel by Ellis Bell, in Three Volumes, 1847 (Die Sturmhöhe)

mit Margot Robbie, Jacob Elordi, Hong Chau, Shazad Latif, Alison Oliver, Martin Clunes, Ewan Mitchell, Charlotte Mellington, Owen Cooper

Länge: 137 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Die Vorlage

(wer die gesamte Geschichte lesen und erfahren will, warum ein vor fast 180 Jahren erschienener Roman immer noch gelesen, interpretiert und verehrt wird)

Emily Brontë: Die Sturmhöhe

(übersetzt von Grete Rambach)

Insel Verlag, 2025

464 Seiten

16 Euro

Der Roman erschien und ist erhältlich in verschiedenen Übersetzungen bei verschiedenen Verlagen unter leicht abweichenden Titeln.

Originalausgabe

Wuthering Heights

Thomas Cautley Newby Publishers, London, 1847

Hinweise

Moviepilot über „Wuthering Heights“

Metacritic über „Wuthering Heights“

Rotten Tomatoes über „Wuthering Heights“

Wikipedia über „Wuthering Heights“ (Roman: deutsch, englisch; Film: deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Emerald Fennells „Promising Young Woman“ (Promising Young Woman, USA 2020)


TV-Tipp für den 13. Februar: Der Pate

Februar 12, 2026

3sat, 22.25

Der Pate (The Godfather, USA 1972)

Regie: Francis Ford Coppola

Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola

LV: Mario Puzo: The Godfather, 1969 (Der Pate)

Die Mafia als gepflegter Familienbetrieb. Ein immer wieder gern gesehener Klassiker.

Mit Marlon Brando, Al Pacino, James Caan, John Cazale, Robert Duvall, Diane Keaton, Sterling Hayden, Al Lettieri, Talia Shire

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Pate“

Wikipedia über „Der Pate“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Norbert Grob/Bern Kiefer/Ivo Ritzer (Herausgeber) „Mythos ‘Der Pate’ – Francis Ford Coppolas Godfather-Trilogie und der Gangsterfilm (Deep Focus 10)“ (2011)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now: The Final Cut“ (USA 1979/2019) und der Blu-ray

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „The Outsiders: The complete Novel“ (The Outsiders, USA 1983/2005) und der Blu-ray

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Rumble Fish“ (Rumble Fish, USA 1983)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Meine Besprechung von Franics Ford Coppolas „Megalopolis“ (Megalopolis, USA 2024)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Roy Thomas/Mike Mignolas „Bram Stoker’s Dracula“ (Bram Stoker’s Dracula 1-4, 1993) (der Comic-Version von Coppolas Film)

Meine Besprechung von Mario Puzos „Sechs Gräber bis München“ (Six Graves to Munich, 1967)


Neu im Kino/Filmkritik: Nanni Moretti behauptet „Das Beste liegt noch vor uns“

Februar 12, 2026

Nanni Moretti dreht einen Film mit sich in der Hauptrolle, über einen Regisseur der einen Film dreht, der Nanni Moretti sein könnte. Das ist für langjährige Fans von Nanni Moretti nichts Neues. Seine Spielfilme waren in den vergangenen Jahrzehnten auch immer mehr oder weniger offensichtliche und autobiographische Auseinandersetzungen mit seinem Leben, seinen politischen Ansichten und seinem Heimatland Italien. Wie alle Linksintellektuellen haderte er oft mit den Wahlentscheidungen seiner Landsleute. Und er fährt wieder durch die leeren Straßen Roms. Dieses Mal nicht auf einer Vespa, sondern, ganz im Trend, auf einem E-Scooter.

In diesem Moment kommt Giovanni (so heißt Nanni Moretti in dem Film) zur Ruhe. Dazwischen wird er zur Verzweiflung getrieben von jüngeren Mitarbeitern, die nicht glauben wollen, dass es in Italien Kommunisten gab. Die gibt es ja nur in Russland. Und von deutlich jüngeren Netflix-Angestellten, die seinen Film finanzieren wollen, ihm wiederholt sagen, dass ihre Filme in 190 Länder gezeigt würden, und er dafür in einer bestimmten Minute etwas bestimmtes zeigen müsse und der Film einen What-the-fuck-Moment haben müsse. Das sind Drehbuchregeln, die knallhart mit dem europäischen Kino kollidieren.

Er selbst treibt seine Familie und seine Mitarbeiter mit peinlich zu befolgenden Ritualen halb in den Wahnsinn. Aber trotz aller Schrullen ist er doch ein höchst sympathischer Zeitgenosse.

Auch wenn er sich in die Schlusseinstellung eines Gangster-Thrillers, den seine Frau produziert, einmischt. Diese Gewalttätigkeit verstoße gegen alle filmischen Prinzipien (Endlich hält jemand filmische Reinheitsgebote hoch und glaubt an die Kraft der Kunst!). Er stoppt die gesamten Dreharbeiten, ruft Kollegen an, fragt sie um ihre Meinung. Am Ende sogar Martin Scorsese.

Dazwischen sehen wir den Film, den Giovanni dreht. In dem, bis auf die Teile, die an Giovannis Wünsche angepasst werden, historisch akkuratem Drama geht es um eine Richtungsentscheidung in der Kommunistischen Partei Italiens. 1956 besucht ein aus Ungarn kommender Zirkus eine moderne Betonsiedlung. Als die Sowjetunion in Ungarn einmarschiert und die Artisten um Unterstützung für ihr Land bitten, vertreten der linientreue Redakteur der Parteizeitung und seine Sekretärin gegensätzliche Positionen. Für Giovanni ist sein neuer Film ein politisches Aufklärungswerk. Seine Hauptdarstellerin behauptet dagegen, es handele sich um eine Liebesfilm und sie will die Drehbuchzeilen nicht präzise aufsagen, sondern nachempfinden.

Und es wird mehr gesungen und getanzt als in Morettis anderen Filmen. Das dürfte der größte Unterschied zu seinen früheren Filmen sein.

Das Beste liegt noch vor uns“ ist ein wundervoll leichter, charmant vor sich hin improvisierter Sommerfilm, der mühelos zwischen den verschiedenen Geschichten hin- und herspringt. Moretti erzählt dies, gewohnt, leicht satirisch, humorvoll, vor positiver Energie strotzend und nie verletzend. Fast drei Jahre nach seiner Internationalen Premiere 2023 in Cannes – in Italien lief die Komödie bereits im April 2023 an – kommt diese überaus vergnügliche und Laune machende Komödie, die auch eine schöne Liebeserklärung an das Kino und die Kinokultur ist, auch bei uns in die Kinos.

Das Beste liegt noch vor uns (Il sol dell’avvenire, Italien 2023)

Regie: Nanni Moretti

Drehbuch: Francesca Marciano, Nanni Moretti, Federica Pontremoli, Valia Santella

mit Nanni Moretti, Margherita Buy, Silvio Orlando, Barbora Bobulova, Mathieu Amalric, Zsolt Anger, Jerzy Stuhr, Valentina Romani, Teco Celio, Elena Lietti, Flavio Furno

Länge: 95 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Das Beste liegt noch vor uns“

Metacritic über „Das Beste liegt noch vor uns“

Rotten Tomatoes über „Das Beste liegt noch vor uns“

Wikipedia über „Das Beste liegt noch vor uns“ (deutsch, englisch, italienisch)

Meine Besprechung von Nanni Morettis „Mia Madre“ (Mia Madre, Italien/Frankreich 2015)

Meine Besprechung von Nanni Morettis „Drei Etagen“ (Tre Piani, Italien/Frankreich 2021)


Neu im Kino/Filmkritik: Mit Don Winslow auf der „Crime 101“

Februar 12, 2026

Davis (Chris Hemsworth) ist ein Profi-Dieb. Er überfällt Juweliere entlang der Highway 101 und wendet dabei keine Gewalt an. Er ist gut vorbereitet und höflich. Ältere Semester werden hier vielleicht an den von George Clooney gespielten, von Elmore Leonard erfundenen charmanten Dieb Jake Foley in „Out of Sight“ denken. Davis bewundert dagegen eher Steve McQueen, den King of Cool, und wie Frank Bullitt (in „Bullitt“) kurvt er durch Kalifornien.

‚Lou‘ Lubesnik (Mark Ruffalo) ist ein LAPD-Kriminalpolizist, der glaubt, dass es einen Dieb gibt, der entlang der Pacific Coast Highway 101 Überfälle begeht und dabei keine für die Polizei verwertbaren Spuren hinterlässt. Obsessiv jagt er ihn. Auch ohne eine ausgeprüfte Leidenschaft für Jazz könnte Lou ein geistiger Bruder von Michael Connelleys LAPD Detective Harry Bosch sein.

Die Konstellation und die parallele Erzählung zwischen dem Verbrecher und dem ihn fanatisch verfolgendem Polizisten erinnert ältere Semester an Michael Manns Meisterwerk „Heat“, auch wenn es in Bart Laytons Thriller „Crime 101“ weniger gewalttätig zugeht. Davis gehört zu den Profigangstern, die ihre Verbrechen gewaltfrei begehen. Dafür ist er zu schlau und plant zu präzise. Aber nicht immer läuft alles nach Plan.

Dritte im Bunde ist Sharon Coombs (Halley Berry). Die Versicherungsagentin muss erkennen, dass sie als Über-Fünfzigjährige nicht weiter befördert, sondern auf das Abstellgleis abgeschoben wird. Ihre Vorgesetzten halten sie für zu alt, um vermögende Kunden mit ihrem Aussehen zu einem Vertragsabschluss zu bringen. Da erhält sie von Davis ein Angebot, das sie zunächst empört ablehnt. Ältere Semester denken hier an „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ (The Thomas Crown Affair), ein weiterer Film mit Steve McQueen. Faye Dunaway spielt die den Dieb jagende Versicherungsagentin.

Zwischen ihnen agiert Ormon (Barry Keoghan) als Wild Card. Weil Money (Nick Nolte) glaubt, dass Davis zu alt für das Verbrechergeschäft wird, soll Ormon Davis beschatten. Dummerweise sind Ormons Ambitionen größer als sein kriminelles Talent.

Und wer jetzt glaubt, dass „Crime 101“, der neue Film von Bart Layton („American Animals“), basierend auf einer Steve McQueen gewidmeten Novelle von Don Winslow, eine erschreckend langweilige, vorhersehbare und überaus altmodische, aus vertrauten Versatzstücken lieblos zusammengestückelte Angelegenheit ist, irrt sich gewaltig. „Crime 101“ ist ein ruhig erzählter Thriller, der seine Vorbilder kennt, sie nebenbei zitiert, und ein gelungenes Update liefert. Vor zwanzig, dreißig Jahren wäre der Thriller als zukünftiger Klassiker gehandelt worden und hätte einen kleinen Kult ausgelöst. Heute – keine Ahnung, ob es noch ein Publikum für diese kleinen, erwachsenen Filme gibt, in denen Profis souverän ihr Können demonstrieren und die Hauptpersonen Erwachsene sind, die sich wie Erwachsene verhalten. Die Lösungen für ihre Probleme, wie sie in Konfliktsituationen reagieren und wie sie doch, mehr oder weniger, ans Ziel gelangen, entsprechen ihrem Charakter und sie überraschen. Layton nimmt sich Zeit für seine Figuren und ihre Handlungen. Das macht „Crime 101“ zu einem ziemlich langem Film. Er dauert 141 Minuten. Trotzdem ist er keine Minute zu lang. Die Don-Winslow-Verfilmung ist in jeder Sekunde eine wunderschöne Liebeserklärung an klassische Gangsterthriller und der beste Michael-Mann-Film seit „Collateral“. Damit dürfte klar sein, welche Tradition Laytons Thriller überzeugend fortschreibt.

Crime 101 (Crime 101, USA 2026)

Regisseur: Bart Layton

Drehbuch: Bart Layton, Peter Straughan

LV: Don Winslow: Crime 101, 2020 (Novelle, erschienen in Broken, 2020)

mit Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Halle Berry, Barry Keoghan, Nick Nolte, Jennifer Jason Leigh, Monica Barbaro, Corey Hawkins

Länge: 141 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Die Vorlage (mit neuem Titel und Cover)

Don Winslow: Crime 101 – Sechs Geschichten

(übersetzt von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann, Kerstin Fricke, Peter Friedrich und Joannis Stefanidis)

HarperCollins, 2026

512 Seiten

14 Euro

Deutsche Erstausgabe

Broken – Sechs Geschichten

HarperCollins, 2020

Originalausgabe

Broken

William Morrow, 2020

Druckfrisch

(sechs brandneue Kurzgeschichten, eine mit Boone Daniels. Da freut sich der Don-Winslow-Fan)

Don Winslow: The Final Score

(übersetzt von Conny Lösch)

HarperCollins, 2026

336 Seiten

24 Euro

Originalausgabe

The Final Score

William Morrow, 2026

Hinweise

Moviepilot über „Crime 101“

Metacritic über „Crime 101“

Rotten Tomatoes über „Crime 101“

Wikipedia über „Crime 101“ (deutsch, englisch)

Homepage von Don Winslow

Wikipedia über Don Winslow (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Don Winslows “London Undercover – Neal Careys erster Fall” (A cool Breeze on the Underground, 1991)

Meine Besprechung von Don Winslows “China Girl – Neal Careys zweiter Fall” (The Trail to Buddha’s Mirror, 1992)

Meine Besprechung von Don Winslows „Way Down on the High Lonely – Neal Careys dritter Fall“ (neue Übersetzung von „Das Schlangenmaul“; Way Down on the High Lonely, 1993)

Meine Besprechung von Don Winslows „A long Walk up the Water Slide – Neal Careys vierter Fall“ (A long Walk up the Water Slide, 1994)

Meine Besprechung von Don Winslows „Palm Desert – Neal Careys fünfter Fall“ (While Drowning in the Desert, 1996)

Meine Besprechung von Don Winslows „Bobby Z“ (The Death and Life of Bobby Z, 1997)

Meine Besprechung von Don Winslows „Die Sprache des Feuers“ (California Fire & Life, 1999)

Meine Besprechung von Don Winslows „Tage der Toten“ (The Power of the Dog, 2005)

Meine Besprechung von Don Winslows „Pacific Private“ (The Dawn Patrol, 2008)

Meine Besprechung von Don Winslows „Pacific Paradises“ (The Gentlemen’s Hour, 2009)

Meine Besprechung von Don Winslows “Savages – Zeit des Zorns” (Savages, 2010)

Meine Besprechung von Don Winslows „Satori“ (Satori, 2011)

Mein Interview mit Don Winslow zu “Satori” (Satori, 2011)

Meine Besprechung von Don Winslows “Kings of Cool” (The Kings of Cool, 2012)

Meine Besprechung von Don Winslows „Vergeltung“ (Vengeance, 2014 – noch nicht erschienen)

Meine Besprechung von Don Winslows „Missing. New York“ (Missing. New York, 2014 – noch nicht erschienen)

Meine Besprechung von Don Winslows „Das Kartell“ (The Cartel, 2015)

Meine Besprechung von Don Winslows „Germany“ (Germany, 2016 – noch nicht erschienen)

Meine Besprechung von Don Winslows „Broken – Sechs Geschichten“ (Broken, 2020) und mein Hinweis auf die Verfilmung

Meine Besprechung von Don Winslows „City of Dreams“ (City of Dreams, 2023)

Meine Besprechung von Don Winslows „City in Ruins“ (City in Ruins, 2024)

Mein Hinweis auf Don Winslows „London Undercover – Neal Careys erster Fall“ (A Cool Breeze on the Underground, 1991)

Mein Hinweis auf Don Winslows „Jahre des Jägers“ (The Border, 2019)

Mein Hinweis auf Don Winslows Lesereise zu „City on Fire“ (City on Fire, 2022) – und ein Bild von der Lesung

Meine Besprechung von Oliver Stones Don-Winslow-Verfilmung „Savages“ (Savages, USA 2012)

Don Winslow in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 12. Februar: Das Leben ist eine Baustelle

Februar 11, 2026

RBB, 20.15

Das Leben ist eine Baustelle (Deutschland 1996)

Regie: Wolfgang Becker

Drehbuch: Wolfgang Becker, Tom Tykwer

Einen großen Plan vom Rest seines Lebens hat niemand von Wolfgang Beckers jungen und überaus sympathischen Protagonisten. Denn das Leben ist eine Baustelle und immer passiert irgendetwas. Zum Beispiel Jans folgenreiche Begegnung mit der Demonstrantin Vera, die gerade vor zwei Zivilpolizisten wegrennt. Danach ist er seinen Job los und schwer verliebt in Vera, die er später zufällig wieder trifft

Wunderschöne Tragikomödie, der Berlin zum unperfekten Sehnsuchtsort machte (Es muss ja nicht immer Seattle, New York, London oder Paris sein.) und zum Kultfilm wurde.

Wolfgang Becker sagte danach „Good bye, Lenin!“, Tom Tykwer ließ Lola durch Berlin rennen und X Filme Creative Pool wurde schnell zu der angesagten deutschen Produktionsgesellschaft.

mit Jürgen Vogel, Christiane Paul, Ricky Tomlinson, Christiana Papamichou, Rebecca Hessing, Armin Rohde, Martina Gedeck, Meret Becker, Andrea Sawatzki

Wiederholung: Freitag, 13. Februar, 23.30 Uhr

Hinweise

Filmportal über „Das Leben ist eine Baustelle“

Wikipedia über „Das Leben ist eine Baustelle“

Meine Besprechung von Wolfgang Beckers Daniel-Kehlmann-Verfilmung „Ich und Kaminski“ (Deutschland/Belgien 2015)

Meine Besprechung von Wolfgang Beckers Maxim-Leo-Verfilmung „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ (Deutschland 2025)


TV-Tipp für den 11. Februar: Tatort: Der gelbe Unterrock

Februar 10, 2026

SWR, 23.45

Tatort: Der gelbe Unterrock (Deutschland 1980)

Regie: Christian Kühn

Drehbuch: Christian Kühn

Kommissarin Buchmüller sucht während der Mainzer Fastnacht einen Sexualmörder.

Dritter und letzter Fall von Oberkommissarin Marianne Buchmüller (Nicole Heesters), der seit seiner Erstausstrahlung jahrzehntelang mehr im TV lief. Offiziell weil er zu schlecht war. Die erste und bislang einzige Wiederholung (so mein Überblick) war am 16. Januar 2016.

Damals gab es von allen Seiten Proteste: die Kritiker fanden ihn nicht gut, es gab zu viel Gewalt (weshalb die Erstausstrahlung auch erst nach 21.00 Uhr war), die Zuschauer protestierten (damals noch per Post) und auch die Karnevalisten beschwerten sich.

mit Nicole Heesters, Dieter Ohlendieck, Henry van Lyck, Jörg Holm, Michael Prelle, Esther Christinat, Rolf Zacher

Hinweise

Tatort-Fans über „Tatort: Der gelbe Unterrock“

Wikipedia über „Tatort: Der gelbe Unterrock“


Cover der Woche

Februar 10, 2026


TV-Tipp für den 10. Februar: Bis wir tot sind oder frei

Februar 9, 2026

BR, 23.30

Bis wir tot sind oder frei (Schweiz/Deutschland 2020)

Regie: Oliver Rihs

Drehbuch: Dave Tucker, Oliver Rihs, Ivan Madeo, Norbert Maass, Oliver Keidel

In den achtziger Jahren ist der Unternehmersohn Walter Stürm in der Schweiz bekannt als Berufsverbrecher und Ausbrecherkönig. Mit seiner neuen Anwältin, Barbara Hug vom Zürcher Anwaltskollektiv, wird er auch zu einer Symbolfigur und Held der linken Szene.

Wie es dazu kam, schildert Oliver Rihs, mit viel Zeitkolorit, in seinem gelungenen, auf wahren Ereignissen basierendem Drama. Hoffentlich zeigt Arte nicht die hochdeutsche Synchronisation sondern die Originalfassung.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Marie Leuenberger, Joel Basman, Jella Haase, Bibiana Beglau, Anatole Taubman, Pascal Ulli, Philippe Graber

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Bis wir tot sind oder frei“

Moviepilot über „Bis wir tot sind oder frei“

Rotten Tomatoes über „Bis wir tot sind oder frei“

Wikipedia über „Bis wir tot sind oder frei“

Meine Besprechung von Oliver Rihs‘ „Bis wir tot sind oder frei“ (Schweiz/Deutschland 2020)


TV-tipp für den 9. Februar: Verbrannte Erde

Februar 8, 2026

Arte, 21.55

Verbrannte Erde (Deutschland 2024)

Regie: Thomas Arslan

Drehbuch: Thomas Arslan

Berufsverbrecher Trojan kehrt für einen großen Gemäldediebstahl nach Berlin zurück. In der Hauptstadt, die er viele Jahre mied, trifft er auf alte Bekannte und Feinde. Alte und einige neue.

TV-Premiere. Feiner Neo-Noir-Gangsterthriller für die Fans von Parker und seinen Erben.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Mišel Matičević, Marie Leuenberger, Alexander Fehling, Tim Seyfi, Marie-Lou Sellem, Katrin Röver, Bilge Bingül

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Verbrannte Erde“

Moviepilot über „Verbrannte Erde“

Rotten Tomatoes über „Verbrannte Erde“

Wikipedia über „Verbrannte Erde“ (deutsch, englisch)

Berlinale über „Verbrannte Erde“

Meine Besprechung von Thomas Arslans „Helle Nächte“ (Deutschland 2017)

Meine Besprechung von Thomas Arslans „Verbrannte Erde“ (Deutschland 2024)


TV-Tipp für den 8. Februar: Gosford Park

Februar 7, 2026

Arte, 20.15

Gosford Park (Gosford Park, Großbritannien/Italien/USA/Deutschland 2001)

Regie: Robert Altman

Drehbuch: Julian Fellowes (nach einer Idee von Robert Altman und Bob Balaban)

Auf dem Landsitz Gosford Park trifft sich eine Jagdgesellschaft mit ihrer Dienerschaft. Als der Hausherr ermordet wird, muss ein Inspektor den Mörder suchen.

Sehr gelungene Gesellschaftskomödie mit einem Hauch Agatha Christie und einem „Was? Die ist auch dabei?“-Ensemble.

Der Film erhielt, neben vielen anderen Preisen, den BAFTA als bester Film, eine Golden Globe für die Regie, einen Oscar für das Drehbuch und die Screen Actors Guild zeichnete gleich das gesamte Ensemble aus.

Drehbuchautor Julian Fellowes ist auch der Erfinder von „Downtown Abbey“.

mit Maggie Smith, Michael Gambon, Kristin Scott Thomas, Camilla Rutherford, Charles Dance, Geraldine Somerville, Tom Hollander, Natasha Wightman, Jeremy Northam, Bob Balaban, James Wilby, Claudie Blakley, Laurence Fox, Ryan Phillippe, Stephen Fry, Kelly Macdonald, Clive Owen, Helen Mirren, Eileen Atkins, Emily Watson, Alan Bates, Derek Jacobi, Richard E. Grant

Wiederholung: Donnerstag, 12. Februar, 14.00 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Gosford Park“

Wikipedia über „Gosford Park“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ron Manns Doku „Altman“ (Altman, Kanada 2014)


TV-Tipp für den 7. Februar: Milk

Februar 6, 2026

ZDFneo, 20.15

Milk (Milk, USA 2008)

Regie: Gus Van Sant

Drehbuch: Dustin Lance Black

Überzeugendes Biopic über Harvey Milk, der in den siebziger Jahren in San Francisco politisch aktiv und bekannt wurde als erster offen homosexueller Stadtverordneter in den USA. Am 27. November 1978 wurde er in San Francisco von dem Ex-Cop und Ex-Stadtrat Dan White erschossen.

Für das Drehbuch und den Hauptdarsteller gab es einen Oscar. Um nur zwei Preise aus dem Feld der über sechzig gewonnenen Preise und gut hundertfünfzig Nominierungen zu nennen.

mit Sean Penn, James Franco, Diego Luna, Emile Hirsch, Josh Brolin, Lucas Grabeel, Victor Garber, Jeff Koons

Hinweise

Metacritic über „Milk“

Rotten Tomatoes über „Milk“

Wikipedia über „Milk“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Gus Van Sants „The Sea of Trees – Liebe wird dich nach Hause führen“ (The Sea of Trees, USA 2015)

Meine Besprechung von Gus Van Sants „Don’t worry, weglaufen geht nicht“ (Don’t worry, he won’t get far on foot, USA 2018)