TV-Tipp für den 28. Juli: Sully

Juli 27, 2021

ZDF, 20.15

Sully (Sully, USA 2016)

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: Todd Komarnicki

LV: Chesley Sullenberger/Jeffrey Zaslow: Highest Duty, 2009 (Man muss kein Held sein; Sully: Das Wunder vom Hudson)

Sehenswertes Biopic über Captain Chesley ‚Sully‘ Sullenberger, der am 15. Januar 2009 sein Passagierflugzeug kurz nach dem Start auf dem Hudson River notlanden musste. Die fast unmögliche Notladung gelang. Alle Passagiere konnten gerettet werden.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Tom Hanks, Aaron Eckhart, Laura Linney, Mike O’Malley, Jamey Sheridan, Anna Gunn, Holt McCallany, Chris Bauer, Jane Gabbert, Ann Cusack, Molly Hagan, Patch Darragh, Michael Rapaport

Hinweise

Moviepilot über „Sully“

Metacritic über „Sully“

Rotten Tomatoes über „Sully“

Wikipedia über „Sully“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „Sully“: Gelungene Notlandung oder Totalcrash im Realitätscheck?

Meine Besprechung von Pierre-Henri Verlhacs (Herausgeber) „Clint Eastwood – Bilder eines Lebens“ (2008)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Hereafter – Das Leben danach“ (Hereafter, USA 2010)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “Jersey Boys” (Jersey Boys, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „American Sniper“ (American Sniper, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Sully“ (Sully, USA 2016)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „The Mule“ (The Mule, USA 2018)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Der Fall Richard Jewell! (Richard Jewell, USA 2019)

Meine Besprechung von Kai Blieseners „Clint Eastwood – Mann mit Eigenschaften“ (2020)

Clint Eastwood in der Kriminalakte

Die Vorlage

Zum Filmstart erschien Chesley B. Sullenbergers Biographie mit einem neuen Titel und neuem Cover

Sully von Chesley B Sullenberger

Chesley B. Sullenberger/Jeffrey Zaslow: Sully – Das Wunder vom Hudson

(übersetzt von Michael Bayer, Norbert Juraschitz und Henning Dedekind)

Penguin Verlag, 2016

352 Seiten

10 Euro

Deutsche Erstausgabe als „Man muss kein Held sein – Auf welche Werte es im Leben ankommt“

Originalausgabe

Highest Duty – My Search for what really matters

William Morrow, New York, 2009


Cover der Woche

Juli 27, 2021


TV-Tipp für den 27. Juli: Parasite

Juli 26, 2021

ARD, 23.00

Parasite (Gisaengchung, Südkorea 2019)

Regie: Bong Joon Ho

Drehbuch: Bong Joon Ho, Han Jin Won

Eine Großstadt in Südkorea, Gegenwart: Familie Kim lebt in einer verwanzten, auch mal überschwemmten, viel zu kleinen Kellerwohnung. Die ebenfalls vierköpfige Familie Park lebt in einem schicken Haus. Als der Sohn der Familie Kim bei den Parks einen Job als Nachhilfelehrer erhält, öffnet sich für die Kims die Tür zu einem besseren Leben, die sie skrupellos wahrnehmen.

TV-Premiere zu einer bescheidenen Uhrzeit. „Parasite“ ist eine tiefschwarze, sehr präzise Gesellschaftssatire, bei der schnell unklar ist, wer die titelgebenden Parasiten sind. Nachdem der in jeder Beziehung überzeugende Thriller in Cannes abgefeiert wurde, erhielt er u. a. den Oscar als bester Film und den Oscar als bester ausländischer Film.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Song Kang Ho, Lee Sun Kyun, Cho Yeo Jeong, Choi Woo Shik, Park So Dam, Lee Jung Eun, Chang Hyae Jin

Hinweise

Moviepilot über „Parasite“

Metacritic über „Parasite“

Rotten Tomatoes über „Parasite“

Wikipedia über „Parasite“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bong Joon Hos „Snowpiercer (Snowpiercer, Südkorea/USA/Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Bong Joon Hos „Okja“ (Okja, USA/Südkorea 2017)

Meine Besprechung von Bong Joon Hos „Parasite“ (Gisaengchung, Südkorea 2019)


TV-Tipp für den 26. Juli: The Mule

Juli 25, 2021

ARD, 20.15

The Mule (The Mule, USA 2018)

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: Nick Schenk

LV: Sam Dolnick: The Sinaloa Cartel’s 90-Year-Old Drug Mule (The New York Times Magazine, 2014)

TV-Premiere. Clint Eastwood spielt einen Lilienzüchter, der mit dem Transport von Drogen für ein Drogenkartell Geld verdient. Denn niemand würde einen tüteligen Opa für einen Schmuggler von riesigen Mengen Drogen halten.

The Mule“ ist, auf einer wahren Geschichte basierend und hervorragend besetzt, traditionsbewusstes, gewohnt unprätentiöses Hollywood-Erzählkino. Halt genau das, was man von einem Clint-Eastwood-Film erwartet.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Der nächste Film von und mit Clint Eastwood, die Verfilmung von N. Richard Nashs Roman „Cry Macho“, soll am 21. Oktober in Deutschland im Kino anlaufen. In dem 1978 spielendem Neowestern soll Eastwood einen Jungen von seiner in Mexiko lebenden, alkoholsüchtigen Mutter zu seinem Vater nach Texas bringen.

mit Clint Eastwood, Bradley Cooper, Laurence Fishburne, Michael Peña, Dianne Wiest, Andy Garcia, Alison Eastwood, Taissa Farmiga, Ignacio Serricchio, Loren Dean, Eugene Cordero

Hinweise

Moviepilot über „The Mule“

Metacritic über „The Mule“

Rotten Tomatoes über „The Mule“

Wikipedia über „The Mule“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood prüft den Wahrheitsgehalt der Moritat

Meine Besprechung von Pierre-Henri Verlhacs (Herausgeber) „Clint Eastwood – Bilder eines Lebens“ (2008)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Hereafter – Das Leben danach“ (Hereafter, USA 2010)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “Jersey Boys” (Jersey Boys, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods “American Sniper” (American Sniper, USA 2014)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Sully“ (Sully, USA 2016)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „The Mule“ (The Mule, USA 2018)

Meine Besprechung von Clint Eastwoods „Der Fall Richard Jewell! (Richard Jewell, USA 2019)

Meine Besprechung von Kai Blieseners „Clint Eastwood – Mann mit Eigenschaften“ (2020)

Clint Eastwood in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 25. Juli: Three Billboards outside Ebbing, Missouri

Juli 24, 2021

Pro7, 20.15

Three Billboards outside Ebbing, Missouri (Three Billboards outside Ebbing, Missouri, USA 2017)

Regie: Martin McDonagh

Drehbuch: Martin McDonagh

Mildred Hayes (Frances McDormand, die für ihre Rolle ihren zweiten Oscar erhielt) ist stinkig. Ihre Tochter wurde vergewaltigt und ermordet. Aber die Polizei findet den Täter nicht. Also macht sie auf drei angemieteten Werbetafeln ihrem Ärger Luft – und setzt damit im Dorf einiges in Gang.

Bitterböse, scharfsinnige Schwarze Komödie.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Peter Dinklage, Abbie Cornish, John Hawkes, Zeljko Ivanek, Lucas Hedges, Caleb Landry Jones, Sandy Dixon, Clarke Peters, Samara Weaving, Amanda Warren, Kerry Condon

Wiederholung: Montag, 26. Juli, 01.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“

Metacritic über „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“

Rotten Tomatoes über „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“

Wikipedia über „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Martin McDonaghs „7 Psychos“ (Seven Psychopaths, UK/USA 2012)

Meine Besprechung von Martin McDonaghs „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ (Three Billboards outside Ebbing, Missouri, USA 2017)


TV-Tipp für den 24. Juli: Die Welt der Wunderlichs

Juli 23, 2021

BR, 23.30

Die Welt der Wunderlichs (Deutschland/Schweiz 2016)

Regie: Dani Levy

Drehbuch: Dani Levy

Allein unter Irren – das ist für Mimi der gelebte Normalzustand. Sie ist die einzige Normale in der Familie Wunderlich. Als sie bei einem Casting mitmachen will, möchte sie das ohne die Hilfe ihrer Familie tun…

Herrlich unaufgeräumte, gewollt dysfunktionale Komödie, die gerade deshalb gefällt. Auch wenn das Ende schwach ist.

Mehr in meiner ausführlichen Kritik.

mit Katharina Schüttler, Ewi Rodriguez, Peter Simonischek, Christiane Paul, Martin Feifel, Steffen Groth, Hannelore Elsner, Arabella Kiesbauer, Thomas Anders, Sabrina Setlur, Friedrich Liechtenstein

Hinweise

Filmportal über „Die Welt der Wunderlichs“

Moviepilot über „Die Welt der Wunderlichs“

Wikipedia über Dani Levy

Meine Besprechung von Dani Levys „Die Welt der Wunderlichs“ (Deutschland/Schweiz 2016)

Meine Besprechung von Dani Leys Marc-Uwe-Kling-Verfilmung „Die Känguru-Chroniken“ (Deutschland 2020)


Neu im Kino/Filmkritik: „Infidel“ – der gute Christ und die bösen Moslems

Juli 23, 2021

Hätte Doug Rawlins (Jim Caviezel) in der Live-TV-Sendung seine Klappe gehalten oder sich etwas diplomatischer ausgedrückt, wäre ihm das alles nicht passiert. Aber ein wahrer gläubiger Christ muss auch in Kairo in einer Talkshow dem Publikum erklären, wer der einzig wahre Gott ist. Und das ist nach Ansicht des christlichen Bloggers Rawlins natürlich Jesus Christus.

Einige Moslems sind über diesen Missionierungsversuch so verärgert, dass sie ihn aus seinem Hotel entführen und über einige Stationen in den Iran verschleppen. Dort soll ihm der Prozess gemacht werden.

Währenddessen versucht seine Frau Liz (Claudia Karvan) ihn zu retten. Nach einem tragischen Unfall ist sie ungläubig geworden. Sie arbeitet in einer wichtigen Position im US-Handelsministerium. Trotzdem will ihr die US-Regierung bei der Befreiung ihres Mannes nicht helfen. Also reist sie auf eigene Faust in den Nahen Osten.

Cyrus Nowrastehs „Infidel“ ist ein Film mit einer Botschaft, die allerdings denkbar ungeschickt präsentiert wird und deren Präsentation für ungewollte Lacher sorgt. Das beginnt schon damit, dass „Infidel“ strukturell einfach ein Kalter-Kriegs-Thriller ist, in dem die bösen Russen durch die bösen Moslems ausgetauscht wurden. Wobei in „Infidel“ alle Moslems böse sind. Wenn sie im Westen leben, treiben sie selbstverständlch ein doppeltes Spiel und bereiten in ihrem Keller Terroranschläge vor.

Damit sind die Fronten klar verteilt und die Story kann sich von sattsam bekanntem Plot-Point zu vorhersehbarem Plot-Point hangeln. Mit erfolglosen Ausbruchsversuchen, weicheierigen Karrierebeamten und etwas Action. Vor allem am Filmende, wenn Rawlins aus dem Gefängnis befreit werden soll.

Die Figuren sind so eindimensional geschrieben, dass man sich nie für sie interessiert. So wird immer wieder behauptet, dass Rawlins ein hundertfünfzigprozentig christlich überzeugter, wortstarker Blogger ist. Aber viel erfahren wir nicht über seinen Glauben. Das was wir erfahren, bewegt sich auf dem Niveau von Binsenweisheiten und dem nett vorgetragenem Versuch, andere dazu zu bringen, sich Jesus Christus bedingungslos zu unterwerfen.

Für einen theologisch interessanten Disput mit seinem Folterknecht Ramzi (Hal Ozsan) reicht das nicht. Wobei Ramzi sich auch nur dafür interessiert, dass Rawlins seinen Glauben verrät. Dabei verlässt er sich im Zweifelsfall nicht auf Worte, sondern auf Schläge und Psychoterror. Die Ankläger und Richter bei dem Schauprozess mit schon vorher feststehendem Todesurteil sind an so einem Disput selbstverständlich ebenfalls nicht interessiert. Ihnen geht es nur um Herrschaft, Unterdrückung und Unterwerfung.

Infidel“ ist ein ‚faith based‘-B-Actionthriller der billigen Sorte. Das liegt vor allem daran, dass Nowrastehs Film ein ärgerlicher ideologischer Quark ist, der nie den nihilistischen Charme anderer B-Pictures versprüht. Diese Actionkracher können mit den Worten ‚Vergebung‘ und ‚Gnade‘ auch nichts anfangen. Aber sie behaupten nie, die christliche Botschaft, die ja eine Botschaft der Liebe und des Verständnisses sein soll, zu verkünden.

Infidel (Infidel, USA 2020)

Regie: Cyrus Nowrasteh

Drehbuch: Cyrus Nowrasteh

mit Jim Caviezel, Claudia Karvan, Hal Ozsan, Stelio Savante, Isabelle Adriani

Länge: 109 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Kinostart: 22. Juli 2021

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Infidel“

Metacritic über „Infidel“

Rotten Tomatoes über „Infidel“

Wikipedia über „Infidel“


TV-Tipp für den 23. Juli: 700 Meilen westwärts

Juli 22, 2021

BR, 22.50

700 Meilen westwärts (Bite the bullet, USA 1975)

Regie: Richard Brooks

Drehbuch: Richard Brooks

Selten gezeigter, 1906 spielender Spätwestern über ein Pferderennen: dem Sieger des 700 Meilen langen Rennens quer durch die Pampa winkt ein erkleckliches Preisgeld. Richard Brooks konzentriert sich, vor einer traumhaften Landschaft, vor allem auf die Motive der Charaktere und ihren Kampf gegeneinander.

„Ein fetter Brocken Americana, gut gewürzt mit einem Optimismus und Positivismus, wie sie im heutigen Film selten geworden ist. Brooks’ Drehbuch ist ein Wunder an Kompression und Humor. Wenn Coburn eine Dame von immensen Proportionen tätschelt und wie zu sich selber sagt ‘Ich hatte fast vergessen, wie gut sich eine schlechte Frau anfühlt’, sagt er in einem einzigen Satz sehr viel über sich selbst.“ (Arthur Knight, The Hollywood Reporter)

mit Gene Hackman, Candice Bergen, James Coburn, Ben Johnson, Ian Bannen, Jan-Michael Vincent, Robert Donner, Mario Arteaga, Paul Stewart

Hinweise

Rotten Tomatoes über „700 Meilen westwärts“

Wikipedia über „700 Meilen westwärts“ (deutsch, englisch)

Richard Brooks in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „In the Heights: Rhythm of New York“ spüren

Juli 22, 2021

Es gibt auch eine deutsche Synchronisation von „In the Heights: Rhythm of New York“. Aber sie ist etwas sinnfrei. Nicht, weil es in dem Film so wenig Dialog gibt, sondern weil, bis auf wenige Sätze, alle Dialoge die Vorbereitung für den nächsten Song, die nächste Musical-Nummer, sind. Denn „In the Heights“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsmusicals von Lin-Manuel Miranda. Er schrieb auch das unglaublich erfolgreiche Musical „Hamilton“ über den US-amerikanischen Gründervater Alexander Hamilton.

Davor schrieb er „In the Heights“. Die Arbeit an dem Musical begann er schon während seines Studiums an der Wesleyan Universität. 1999 wurde eine frühe Version des Stücks über den Ort, an dem er aufwuchs, aufgeführt. Später überarbeitete und erweiterte Miranda, zusammen mit Quiara Alegría Hudes, das Stück. 2007 gab es die Off-Broadway-, 2008 die Broadway-Premiere. Danach folgten fast 1200 Aufführungen am Broadway im Richard Rogers Theatre, 13 Tony-Nominierungen, eine umjubelte Plattenaufnahme des Stücks und jetzt ein Kinofilm, für den die Liebeserklärung an ein Stadtviertel und seine Menschen wieder überarbeitet wurde. Jon M. Chu übernahm die Regie. Zu seinen vorherigen Filmen gehören „Crazy Rich“ und die Tanzfilme „Step Up to the Streets“ und „Step Up 3D“.

In einer Strandbar mit einem unnatürlich aussehendem Horizont (aber, hey!, es ist ein Musical und da ist natürlich nichts natürlich) bittet eine Schar Kinder Usnavi (Anthony Ramos) ihnen von seiner Vergangenheit zu erzählen. Der junge Bodega-Betreiber beginnt ihnen in epischer Ausführlichkeit von den Heights zu erzählen. Die Heights sind das New Yorker Stadtviertel Washington Heights, ein Latino-Einwandererviertel in Manhattan. Usnavi erzählt von seinem Leben und dem Leben im Viertel. Es geht um seine Freunde, seine Bekannten, die Menschen, die er täglich in seinem Viertel trifft und um seine Liebe zu Nina, die in Stanford studiert und so aufsteigen kann. Dafür verschuldet sich ihr Vater Kevin Rosario, ein Taxiunternehmer, immer mehr.

Aus diesen Episoden ergibt sich das Bild einer sehr lebendigen und, trotz aller Probleme, lebenswerten Nachbarschaft. Damit knüpft John M. Chus Film an Wayne Wangs „Smoke“/“Blue in the Face“-Filmdoppel an, das ein anderes New Yorker Stadtviertels und der in ihm lebenden Menschen ähnlich liebevoll porträtiert. Spike Lees früher Klassiker „Do the right thing“, der ein anderes New Yorker Stadtviertel porträtiert, fällt dagegen wesentlich wütender und kämpferischer aus.

In „In the Heights“ plätschern die bestenfalls lose miteinander verknüpften Episoden eher vor sich hin. Sicher, es gibt die Liebesgeschichte zwischen Usnavi und Nina, die er schon seit Ewigkeiten kennt und es wird nach dem Gewinner eines Lotterieloses gesucht. Es gibt auch einen Stromausfall, der im Film pompös mit einem Countdown vorbereitet wird. Aber wirklich dringend scheint keines der Probleme zu sein. Es sind einfach Ereignisse aus dem Alltag der kleinen Leute und ihrer kleinen Träume.

Dabei spricht „In the Heights“ unter seiner fröhlichen Musical-Oberfläche erstaunlich viele aktuelle Probleme der USA, von Einwanderergesellschaften und von Großstädten an, die naturgegeben auch immer zu einem großen Teil aus Einwanderer bestehen. Es geht um illegale Einwanderung, Gentrifizierung (so muss ein alteingessener, sich fest in weiblicher Hand befindender Frisörsalon einige Straßen weiter ziehen) und den amerikanischen Traum, den jeder träumt, aber an dem nicht jeder teilnehmen darf. Das bekommt vor allem Nina zu spüren, die sich an der Universität nicht akzeptiert fühlt und wieder zurück in die Heights möchte, während alle Bewohner ihr, als sie in den Semesterferien zurück kommt, zum ersten Schritt ihres Aufstiegs aus den Heights gratulieren.

Die Musik – meistens Latin-Pop – ist Geschmacksache. Meinen Geschmack trifft sie absolut nicht. Der Gesang ist mal so, mal so. Schließlich sind die Schauspieler nicht unbedingt großartige Sänger. Das kennen wir auch aus anderen Musicalfilmen der vergangenen Jahre.

Die Tanznummern sind dagegen oft großartig und für die große Leinwand komponiert. Da tanzen Menschenmassen durch breite New-Yorker-Straßen und Hinterhöfe. Da wird aus dem sommerlichen Treiben in einem vollen Freibad ein präzise choreographiertes Wasserballett, bei dem alle fröhlich mitmachen.

Für Musical-Fans ist Jon M.Chus „In the Heights“ natürlich ein Pflichttermin. Aber auch für andere Zuschauer ist das Musical interessant, weil es viele aktuelle Probleme anspricht und es so auch einen Einblick in die Gefühlslage der Latino-Bevölkerung in einem Stadtviertel gibt.

In the Heights: Rhythm of New York (In the Heights, USA 2021)

Regie: Jon M. Chu

Drehbuch: Quiara Alegría Hudes (nach einem Konzept von Lin-Manuel Miranda, basierend auf dem Musical von Lin-Manuel Miranda und Quiara Alegría Hudes)

mit Anthony Ramos, Leslie Grace, Corey Hawkins, Melissa Barrera, Olga Merediz, Daphne Rubin-Vega, Jimmy Smits, Gregory Diaz IV, Stephanie Beatriz, Dascha Polanco

Länge: 143 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „In the Heights“

Metacritic über „In the Heights“

Rotten Tomatoes über „In the Heights“

Wikipedia über „In the Heights“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jon M. Chus „G.I. Joe 3D: Die Abrechnung“ (G.I. Joe: Retaliation, USA/Kanada 2013)

Meine Besprechung von Jon M. Chus „Die Unfassbaren 2 – Now you see me“ (Now you see me 2, USA 2016) und der DVD


TV-Tipp für den 22. Juli: Zielfahnder – Flucht in die Karpaten

Juli 21, 2021

Aus vielen Gründen nicht wirklich als Vorbereitung für Dominik Grafs neuen Kinofilm „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ (mit Tom Schilling, Albrecht Schuch und Saskia Rosendahl) geeignet. Seine überzeugende und selbstverständlich sehenswerte Erich-Kästner-Verfilmung läuft am 5. August 2021 an.  Bis dahin könnt ihr Kästners Roman lesen.

So! Und jetzt zu

BR, 23.15

Zielfahnder – Flucht in die Karpaten (Deutschland 2016)

Regie: Dominik Graf

Drehbuch: Rolf Basedow

Die beiden LKA-Zielfahnder Hanna Landauer und Sven Schröder verfolgen den flüchtigen Gewaltverbrecher Liviu Caramitru bis nach Rumänien.

Mit gut zwei Stunden Laufzeit sprengt Dominik Graf dieses Mal locker das übliche Neunzig-Minuten-TV-Korsett. Mit seinem hohen Erzähltempo verlangt er den aufmerksamen Zuschauer, der sich aus ein, zwei Andeutungen eine ganze Geschichte zusammenreimen muss. Und mit dem ungewöhnlichen Schauplatz zeigt er uns eine fremde Welt, in der die Gesetze des „Tatort“ nicht mehr gelten.

Hochspannender, grandioser Thriller

mit Ulrike C. Tscharre, Ronald Zehrfeld, Arved Birnbaum, Axel Moustache, Dragos Bucur, Radu Binzaru, Anna Schäfer

Hinweise

Meine Besprechung von Dominik Grafs „Schläft ein Lied in allen Dingen“

Meine Besprechung der von Dominik Graf inszenierten TV-Serie  „Im Angesicht des Verbrechens“

Meine Besprechung von Johannes F. Sieverts Interviewbuch „Dominik Graf – Im Angesicht des Verbrechens: Fernseharbeit am Beispiel einer Serie“

Meine Besprechung von Chris Wahl/Jesko Jockenhövel/Marco Abel/Michael Wedel (Hrsg.) “Im Angesicht des Fernsehens – Der Filmemacher Dominik Graf”

Meine Besprechung von Dominik Grafs “Die geliebten Schwestern” (Deutschland/Österreich 2013/2014)

Dominik Graf in der Kriminalakte


Cover der Woche

Juli 21, 2021


TV-Tipp für den 21. Juli: Das Impfdrama

Juli 21, 2021

ARD, 22.50

Das Impfdrama (Deutschland 2021)

Regie: Dominik Wessely, Antje Boehmert

Drehbuch: Dominik Wessely, Antje Boehmert

Spielfilmlange Doku über „Deutschlands Weg aus der Pandemie“. Dafür begleiteten Dominik Wessely und Antje Boehmert 13 Menschen, die in acht Bundesländern in verschiedenen Positionen gegen die Pandemie kämpfen, über mehrere Monate. Ein Blick hinter die Kulissen.

Hinweise

SWR über die Doku und in der Mediathek (bis 21. Juli 2022)


TV-Tipp für den 20. Juli: Tatort: …und dann ist Zahltag

Juli 19, 2021

NDR, 23.30

Tatort: …und dann ist Zahltag (Deutschland 1976)

Regie: Jürgen Roland

Drehbuch: Werner Jörg Lüddecke

LV: Joachim Jessen/Jens Lerch: Der Zahltag, 1976

Das Kind von Ex-Knacki Ewald Merten wird entführt. Die Entführer verlangen von ihm einen Banküberfall. Merten tut’s und liefert damit die Ablenkung für einen weiteren Banküberfall. Kommissar Brammer ermittelt; – naja, eigentlich nicht. Denn er fährt in Urlaub und überlässt dem Kollegen Hese die Arbeit.

Alter „Tatort“, der wahrscheinlich zuletzt 2010 im Fernsehen lief.

Mit Knut Hinz, Günther Bothur, Günter Heising, Uwe Dallmeier, Jörg Pleva, Monica Bleibtreu

Hinweise

Wikipedia über „Tatort: …und dann ist Zahltag“

Tatort-Fundus über Kommissar Brammer und die Vorlage „Der Zahltag“

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Werner Jörg Lüddecke


TV-Tipp für den 19. Juli: Green Book – Eine besondere Freundschaft

Juli 18, 2021

ARD, 20.15

Green Book – Eine besondere Freundschaft (Green Book, USA 2018)

Regie: Peter Farrelly

Drehbuch: Peter Farrelly, Nick Vallelonga, Brian Currie

TV-Premiere. Gut gemachtes, auf einer wahren Geschichte basierendes Feelgood-Movie über die sich während einer Konzerttour durch die Südstaaten in den frühen sechziger Jahren entwickelnde Freundschaft zwischen dem Konzertpianisten Don Shirley (Mahershala Ali) und seinem für diese Tournee engagiertem Fahrer und Rausschmeißer Tony ‚The Lip‘ Vallelonga (Viggo Mortensen).

Der allgemeine Jubel über den Film, die zahlreichen Preise, unter anderem der Oscar als bester Film des Jahres (Spike Lee hatte mit seinem Wutausbruch, dass jeder andere nominierte Film den Oscar mehr verdient hätte als „Green Book“, vollkommen recht), können nicht über die doch ziemlich altbackene Ideologe des Films (der weiße Mann als Retter des Schwarzen und mit etwas gutem Willen kann der Rassissmus besiegt werden) hinwegtäuschen. „Green Book“ ist halt perfektes Hollywood-Wohlfühlkino.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Viggo Mortensen, Mahershala Ali, Linda Cardellini, Sebastian Maniscalco, Dimiter D. Marinov, P. J. Byrne

Wiederholung: Dienstag, 20. Juli, 02.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Green Book“

Metacritic über „Green Book“

Rotten Tomatoes über „Green Book“

Wikipedia über „Green Book“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood sieht sich diese Männerfreundschaft an

Meine Besprechung von Peter Farrellys „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ (Green Book, USA 2018)


TV-Tipp für den 18. Juli: Ready Player One

Juli 17, 2021

Pro7, 20.15

Ready Player One (Ready Player One, USA 2018)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Zak Penn, Ernest Cline

LV: Ernest Cline: Ready Player One, 2011 (Ready Player One)

2045: Der zwanzigjährige Wade lebt in Columbus, Ohio, im Armenviertel. Die meiste Zeit verbringt er allerdings, wie viele andere Menschen, in der virtuellen Welt der OASIS. Als OASIS-Erfinder James Halliday stirbt, beginnt die Jagd auf sein Erbe. Dafür müssen in der OASIS drei Aufgaben gelöst und ein Easter Egg gefunden werden. Der Gewinner erhält die Kontrolle über die OASIS und viel Geld.

Spielbergs äußerst kurzweiliger Science-Fiction-Abenteuerfilm ist, wie Ernest Clines erfolgreicher Roman, eine Liebeserklärung an die Pop-Kultur der achtziger Jahre, die Spielberg mit seinen Filmen und seiner Firma entscheidend prägte.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Tye Sheridan, Olivia Cooke, Ben Mendelsohn, Lena Waithe, T. J. Miller, Philip Zhao, Win Morisaki, Hannah John-Kamen, Simon Pegg, Mark Rylance

Wiederholung: Montag, 19. Juli, 01.55 Uhr (Taggenau!)

Die Vorlage

Ernest Cline: Ready Player One

(übersetzt von Hannes und Sara Riffel)

Fischer TOR, 2018 (Filmausgabe)

544 Seiten

9,99 Euro

Originalausgabe

Ready Player One

Crown Publishing, 2011

Hinweise

Moviepilot über „Ready Player One“

Metacritic über „Ready Player One“

Rotten Tomatoes über „Ready Player One“

Wikipedia über „Ready Player One“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Homepage von Ernest Cline


TV-Tipp für den 17. Juli: Die Frau des Nobelpreisträgers

Juli 16, 2021

Schon wieder, aber zu einer besseren Uhrzeit

One, 21.45

Die Frau des Nobelpreisträgers – The Wife (The Wife, Großbritannien/Schweden/USA 2017)

Regie: Björn Runge

Drehbuch: Jane Anderson

LV: Meg Wolitzer: The Wife, 2003 (Die Ehefrau)

1992: US-Romancier Joe Castleman ist im siebten Himmel. Er erhält den Nobelpreis! Zusammen mit seiner Frau Joan und ihrem Sohn David fliegt er nach Stockholm zur Preisverleihung. Während er im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht, erinnert sich seine Frau an ihr gemeinsames Leben und ihre erste Begegnung, als sie in den fünfzigern eine Studentin mit einer verheißungsvollen Schriftstellerkarriere war und sich in Joe verliebt.

Grandioses, präzise inszeniertes Schauspielerkino, das als intimes Ehedrama die Frage stellt, wie eine langfristige Beziehung funktioniert, wer dafür mehr von seinem Leben aufgibt, was man dafür bekommt und ob es nicht doch ein ungefähr gleichgewichtiges Geben und Nehmen sein sollte.

Glenn Close wurde für ihr Spiel einhellig gelobt und erhielt etliche Preise, u. a. einen Golden Gobe. Vielleicht nicht der prestigeträchtigste Preis, den sie für diese Rolle erhielt, aber der mit dem schönsten Titel ist „Actress Defying Age and Ageism“, verliehen von der Alliance of Women Film Journalists.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung. Dort gibt es auch einige Interviews zum Film.

mit Glenn Close, Jonathan Pryce, Christian Slater, Max Irons, Annie Starke, Harry Lloyd, Alix Wilton Regan, Elizabeth McGovern, Karin Franz Körlof

Wiederholung: Montag, 19. Juli, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Die Frau des Nobelpreisträgers“

Metacritic über „Die Frau des Nobelpreisträgers“

Rotten Tomatoes über „Die Frau des Nobelpreisträgers“

Wikipedia über „Die Frau des Nobelpreisträgers“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Björn Runges „Die Frau des Nobelpreisträgers – The Wife“ (The Wife, Großbritannien/Schweden/USA 2017)


Neu im Kino/Filmkritik: „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ und eine neue Heimat finden

Juli 16, 2021

In Arkansas will Jacob Yi auf einem einsam gelegenem Gelände koreanisches Gemüse anbauen. Vorher lebte er mit seiner Frau Monica und ihren Kindern, der zwölfjährigen Anne und dem siebenjährigem, schwer kranken David in Kalifornien. Als Hilfsarbeiter sortierte er in einer Hühnerfarm zehn Jahre lang Hühner aus. Zum Überleben reichte der karge Lohn. Aber nicht zur Verwirklichung des amerikanischen Traums. Der soll sich für die koreanisch-amerikanische Einwandererfamilie jetzt in Arkansas erfüllen.

In seinem vierten, hochgelobtem und mit über fünfzig Preisen ausgezeichnetem Spielfilm „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ erzählt Lee Isaac Chung, mehr oder weniger, die Geschichte seiner Kindheit und seiner Familie in den Achtzigern in Arkansas. Seinen Ursprung hatte Chungs Film in einer Sammlung von Notizen, die er anfertigte, um seiner Tochter von seinen Eltern und seiner Familie zu erzählen.

Dieser Ursprung bestimmt dann auch die Erzählhaltung, Perspektive und Stimmung des Films. „Minari“ sucht nicht das große Drama oder die große Konfrontation zwischen sich unversöhnlich gegenüberstehenden nett-strebsamen Einwanderern und bösartig-rassistischen Einheimischen. Chung konzentriert sich auf das Leben der koreanischen Familie und, vor allem, wie sie miteinander umgehen und versuchen, das schwere Leben auf der Farm zu meistern. Dabei ist das Farmhaus keine Villa mit einer großen Veranda, sondern ein Wohnwagen. Zwar ein großer Wohnwagen und ohne Räder, aber immer noch ein auf einer Wiese stehender Wohnwagen, in dem schon für die vierköpfige Familie zu wenig Platz ist. Nachdem die direkt aus Korea kommende Großmutter Soon-Ja (Youn Yuh-jung; Oscar als beste Nebendarstellerin) zu ihnen zieht, ist alles noch beengter.

Aber an ein Haus ist nicht du denken. Zuerst müssen die Felder bestellt werden. Dafür verhandeln sie mit einem Wünschelrutengänger, der behauptet, Wasser auf dem trockenen Landstück zu finden. Jacob hat eine andere Lösung für das Problem. Sie bestellen den Boden. Er sammelt Erfahrungen als Farmer. Dabei hilft ihm der mindestens sehr schrullige, in religiösen Rätseln sprechende Paul (Will Patton). Aber er ist kein religiöser Fanatiker, sondern einfach nur der nette durchgeknallte Nachbar von nebenan (ohne Axt!). Später versucht Jacob seine Ernte an Händler zu verkaufen, die sie an die koreanische Gemeinschaft in der nächsten größeren Stadt verkaufen können. David und seine Großmutter begegenen in einem Tümpel einer Schlange. Chung erzählt auch, wie durch eine Verkettung unglücklicher Umstände die Großmutter ein Feuer auslöst, das auf die Scheune mit der Ernte übergreift. Und er erzählt, wie die Familie den Gottesdienst besucht und in die Gemeinde aufgenommen wird.

Das geschieht alles ohne die großen Kinokonflikte. Stattdessen lösen sich in „Minari“ eigentlich alle potentiellen Konflikte schnell in Wohlgefallen auf. Fast so wie im richtigen Leben. Außerdem will Chung, wie gesagt, von seiner Familie, ihrem Leben, ihrer Herkunft und wie sie an einem anderen Ort eine neue Heimat finden, erzählen.

Ist damit ein wenig wie das Blättern in alten Aufzeichnungen oder einem Fotoalbum.

Letztendliche erzählt Chung, mit viel Sympathie für seine autobiographisch inspirierten Figuren und die Schönheiten der Landschaft, die sattsam bekannte Geschichte vom amerikanischen Traum und wie er sich, nach Rückschlägen, erfüllt. Nur dieses Mal nicht für ausgewanderte Europäier, sondern für eine neue Generation von Einwanderern. Das ist eine durchgehend optimistische Erzählung, die keine Brüche, keine Untiefen und auch keine dunklen Seiten hat. Dafür gibt es dann andere Filme; – die natürlich auch nicht dafür taugen, seiner Tochter die Familiengeschichte zu erzählen.

Minari – Wo wir Wurzeln schlagen (Minari, USA 2020)

Regie: Lee Isaac Chung

Drehbuch: Lee Isaac Chung

mit Steven Yeun, Yeri Han, Alan Kim, Noel Kate Cho, Yuh-Jung Youn, Scott Haze, Will Patton, Darryl Cox, Esther Moon

Länge: 116 Minuten

FSK. Ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Minari“

Metacritic über „Minari“

Rotten Tomatoes über „Minari“

Wikipedia über „Minari“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 16. Juli: Der Marsianer – Rettet Mark Watney

Juli 15, 2021

Pro7, 20.15

Der Marsianer – Rettet Mark Watney (The Martian, USA 2015)

Regie: Ridley Scott

Drehbuch: Drew Goddard

LV: Andy Weir: The Martian, 2011/2014 (Der Marsianer)

Wegen eines Sturms wird die erste bemannte Marsmission hastig abgebrochen und, durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, Crewmitglied Mark Watney auf dem Mars zurückgelassen. Weil auch jede Funkverbindung unterbrochen ist, beginnt Watney sich auf dem Mars einzurichten. Bis Hilfe kommt…

Hochspannendes und realistisches SF-Abenteuer, mit einer ordentlichen Portion Humor. „Der Marsianer“ war ein Erfolg bei der Kritik und dem Publikum. Er ist einer von Scotts besten Filmen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Matt Damon, Jessica Chastain, Kristen Wig, Jeff Daniels, Michael Pena, Kate Mara, Sean Bean, Sebastian Stan, Aksel Hennie, Chiwetel Ejiofor, Donald Glover, Benedict Wong, Mackenzie Davis

Wiederholung: Samstag, 17. Juli, 02.05 Uhr (Taggenau!)

Die Vorlage

Andy Weir: Der Marsianer – Rettet Mark Watney
(übersetzt von Jürgen Langowski)
Heyne, 2015
512 Seiten
9,99 Euro

Deutsche Erstausgabe
Heyne, 2014

Originalausgabe
The Martian
2011 (online)
(gedruckt 2014 bei Crown und Del Rey)

Hinweise
Moviepilot über „Der Marsianer“
Metacritic über „Der Marsianer“
Rotten Tomatoes über „Der Marsianer“
Wikipedia über „Der Marsianer“ (deutsch, englisch)
Homepage von Andy Weir

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Prometheus” (Prometheus, USA 2012)

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Exodus – Götter und Könige (Exodus – Gods and Kings, USA 2014)

Meine Besprechung von Ridley Scotts „Alien: Covenant“ (Alien: Covenant, USA 2017)

Meine Besprechung von Ridley Scotts „Alles Geld der Welt“ (All the Money in the World, USA 2017)

Ridley Scott in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Nebenan“ in der Eckkneipe trifft ein Schauspieler auf einen Stammgast

Juli 15, 2021

Sympathisch ist dieser Schauspieler nicht und Daniel Brühl bemüht sich in seinem Regiedebüt „Nebenan“ in den ersten Minuten sehr erfolgreich, den von ihm gespielten Protagonisten als von sich selbst überzeugtes, egozentrisches Arschloch einzuführen. Da muss alles an seinem Platz sein. Die Kinder müssen still sein. Und selbstverständlich muss die nur mit einem Fahrstuhl erreichbare Maisonettewohnung picobello sauber sein. Auch die überlaute, sich wie ein leicht dissonantes Uhrwerk anzuhörende und später an wenigen Stellen präzise eingesetzte Musik von Jakob Grunert und Moritz Friedrich trägt dazu bei, sich möglichst unwohl zu fühlen.

Aber dann, wenn Daniel auf dem Weg von seiner Wohnung im Prenzlauer Berg auf dem Weg zum Flughafen einen kurzen Stopp in seiner Stamm-Eckkneipe „Zur Brust“ einlegt und dort Bruno (Peter Kurth) trifft, verändert sich alles. Bruno wirkt wie der nette, vielleicht etwas muffelige Nachbar und dass er den schnöseligen Schauspieler wohltuend respektlos behandelt, ist erfrischend. Zunächst.

Denn Bruno hat eine überaus negative Meinung zu Daniels Filmen. Vor allem die Filme, in denen er DDRler spielte, gefallen dem Ossi Bruno nicht. Das sei alles nicht authentisch.

Aber schnell wird offensichtlich, dass es Bruno nicht nur um das Herunterputzen des erfolgreichen Schauspielers und Gentrifizierer geht. Er lebt in der gegenüberliegenden Wohnung und hat einen Blick auf Daniels lichtdurchflutete Wohnung, die wie ein Fremdkörper in dem Altbau wirkt. Bruno lebte schon zu DDR-Zeiten dort. Er wuchs in dem Haus auf. Er sieht sich jetzt als den Blockwart des Hauses, der alles über seine Nachbarn weiß und auch keine Scham spürt, wenn er ihnen nachschnüffelt. Schließlich hat der Wendeverlierer das schon in der DDR gemacht.

Aus dieser Begegnung zweier gegensätzlicher Figuren entwickelt Daniel Kehlmann, der das Drehbuch zusammen mit Ideengeber Daniel Brühl entwarf, ein schwarzhumoriges Kammerspiel, in dem Peter Kurth und Daniel Brühl groß aufspielen können, während Bruno mit boshafter Freude Daniels Leben zerstört.

Das Leben dieses Film-Daniel weist dabei zahlreiche Gemeinsamkeiten mit Daniel Brühls Biographie auf. So lebt Brühl in Berlin ebenfalls im Prenzlauer Berg, ist ebenfalls verheiratet und hat ebenfalls zwei Söhne. Weltweit bekannt wurde Brühl 2003 mit dem unglaublich erfolgreichem DDR-Film „Good Bye, Lenin!“. Im Film beschwert Bruno sich als erstes über Daniels Darstellung eines Ostlers vor zwanzig Jahren in einem Kassenhit. Im Film bereitet Daniel sich auf ein Casting für eine Rolle in einem Superheldenfilm vor. Brühl spielte 2016 in dem Superheldenfilm „The First Avenger: Civil War“ (Captain America: Civil War) mit. Undsoweiterundsofort. Allerdings behauptet Brühl, er sei nicht so gockelhaft wie Daniel und viel netter. In jedem Fall sollte „Nebenan“ nicht als autobiographisches Werk, sondern als eine Fiktion über das Verhältnis von Prominenten und Fans, von Zugezogenen und Einheimischen (die über die in Szene-Vierteln uferlos steigenden Mieten stöhnen) und von Westlern und Ostlern sehen.

Das sich schnell entwickelnde intensive Psychoduell zwischen diesen beiden gegensätzlichen Figuren ist wendungsreich, höchst unterhaltsam mit seinen pointierten Dialogen und auch hochgradig künstlich. Schließlich konnte Bruno nicht wissen, dass Daniel einen Zwischenstopp in der Eckkneipe macht. Das wusste Daniel selbst vorher nicht.

Damit wäre es eine zufällige Begegnung, auf die Bruno ausgezeichnet vorbereitet ist. Denn in einer Plastiktüte schleppt er all die Dokumente, wozu auch einige Bankunterlagen gehören, mit, mit denen er Daniels perfektes Leben zerstören kann.

Nebenan“ ist ein großer Spaß ohne einen eindeutigen Gewinner oder Verlierer. Jetzt läuft das neunzigminütige Kammerspiel, das fast ausschließlich in der Eckkneipe spielt, im Kino und demnächst, wenn Kehlmann das Drehbuch als Theaterstück freigibt, sicher auch auf einigen Theaterbühnen. Viel müsste dafür nicht geändert werden.

Nebenan (Deutschland 2021)

Regie: Daniel Brühl

Drehbuch: Daniel Kehlmann (nach einer Idee von Daniel Brühl)

mit Daniel Brühl, Peter Kurth, Rike Eckermann, Aenne Schwarz, Gode Benedix, Vicky Krieps

Länge: 94 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Filmportal über „Nebenan“

Moviepilot über „Nebenan“

Rotten Tomatoes über „Nebenan“

Wikipedia über „Nebenan“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: Mit „Fast & Furios 9“ geht die Fast & Furious Saga weiter

Juli 15, 2021

Beginnen wir mit der schockierenden Meldung: wer den neuen „Fast & Furious“-Film für ein pubertäres Trinkspiel nutzen möchte, hat gute Chancen, den Actionfilm halbwegs nüchtern zu überleben. Jedenfalls gefühlt hat Dom Toretto (Vin Diesel) dieses Mal viel seltener „Familie“ gegrummelt als in den vorherigen Filmen der Reihe. Dabei lernen wir jetzt seinen uns und seiner großen Filmfamilie bislang vollkommen unbekannten Bruder kennen. Und wir erfahren, wie ihr Vater gestorben ist. Das hat uns bis jetzt nicht interessiert. Es war einfach vollkommen unwichtig für die Filme.

Ihr Vater verunglückte 1989 tödlich bei einem Autorennen. Sein Tod war selbstverständlich kein Unfall. Und als Dom damals mehr über den Tod erfuhr, verstieß er Jakob. Seitdem sind sie, so wird uns gesagt, Todfeinde. Das überzeugt weder psychologisch, noch erzählerisch.

Aber psychologisch und erzählerisch überzeugende Erklärungen waren noch nie die Stärke der „Fast & Furious“-Filme. Zuerst waren es kleine B-Pictures mit Männern, Muskeln, Mädels und Motoren. Inszwischen hat der Eskapismus der Filme damals ungeahnte und heute immer noch fantastische Dimensionen erreicht.

Aus der Bande Straßenrennfahrer, die vor zwanzig Jahren im ersten „Fast & Furious“-Film mit Überfällen Geld für ihr Hobby verdienen, ist inzwischen eine die Welt vor Bösewichtern rettenden James-Bond-Eliteeinheit mit unbegrenzten Ressourcen geworden. Ihr neuer Auftrag ist, einen Bösewicht davon abzuhalten, die Welt zu vernichten. Dafür benötigt er einen in zwei Hälften geteilten achteckigen Würfel (sieht gut aus) und ein Passwort (sieht ebenfalls gut aus). Alle drei Teile sind irgendwo auf dem Globus an verschiedenen Orten.

Danach kann er mit einem Computervirus die gesamte Welt nach seinen Wünschen neu programmieren. Die einzige Rettung der Menschheit: Spezialteam Dom & Family.

Die Story dieser Schnitzeljagd wurde wahrscheinlich entworfen, nachdem auf Notizzettel Szenen, Situationen und One-Liner aufgeschrieben und diese dann von dem zweijährigem Sohn des Produzenten nebeneinander gelegt wurden. Wie bei „Godzilla vs. Kong“ gibt es auch in „Fast & Furious 9“ keine Story; jedenfalls keine Story, mit der man sich auseinandersetzen kann.

Der Bösewicht; – uh, das ist ein großes Problem des Films. Bei einem Bond-Film kennen wir ihn. Wir kennen seinen Namen. Er hat einige große und größenwahnsinnige Auftritte. Er hat eine grandiose Zentrale, die am Ende des Films fotogen vernichtet wird. In „Fast & Furious 9“ werden uns zwei wenig überzeugende Bösewichter angeboten. Der eine ist Doms Bruder Jakob (John Cena). Nachdem sich vor dreißig Jahren die Wege der Toretto-Brüder trennten, wurde Jakob, über einige Umwege, zu einem Auftragskiller und Söldner, der seinem Bruder immer noch zeigen will, wie toll er ist, und der unbedingt von ihm anerkannt werden möchte.

Er ist allerdings nur der Handlanger des Bösewichts. In einem Bond-Film iwäre er die Figur, die Bond einigen Ärger bereitet und von ihm getötet wird.

Im Rahmen der „Fast & Furious“-Saga ist da natürlich ein anderer Weg vorgezeichnet. Nämlich die Rückkehr in die Familie. Das macht Jakob von Anfang an zu einem schwachen Gegner. Oder, anders gesagt, einem Gegner, dessen seit über dreißig Jahren gepflegter Hass auf den Helden nie glaubwürdig wirkt. Der andere Bösewicht ist der Mann für den Jakob arbeitet. Otto heißt er. Er ist ein verwöhnter Milliardärssohn und, laut Presseheft, ein aufstrebender Oligarch. Weil sich das Drehbuch nicht weiter für ihn interessiert, ist er weder bedrohlich, noch erinnerungswürdig.

Der Rest des Films besteht aus Actionszenen (dazu gleich mehr), einigen Solala-Gags, in denen auch selbstironisch die übertriebenen und unmöglichen Ereignisse dieses und der vorherigen Filme kommentiert werden, einer touristischer Weltreise einmal rund um den Globus in achtzig Minuten und Auftritten vieler alter Bekannter. Ungefähr jeder, der mal irgendwann in einem der Filme dabei war, darf in irgendeinem Zusammenhang auftreten. Mehr oder weniger sinnvoll. Manchmal auch nur in einer Rückblende. Oder er wird von den Toten wieder zu den Lebenden zurück geholt und die Fans freuen sich, dass Han damals nicht gestorben ist, sondern dass sein Tod ein elaborierter Schwindel war, weil Han andere Dinge tun musste, die für den neuen Film von entscheidender Bedeutung sind.

Die Action ist erstaunlich rar gesät, übertrieben und unglaubwürdig. Da kloppen sich die Toretto-Brüder in einem alten Gebäude in Edinburgh durch die Wände, als seien es keine meterdicken Steinwände, sondern dünne Pappwände. Da wird auf durch Straßen rasenden Autos gestanden, als stünden sie in einer Garage. Da wird von Fahrzeug zu Fahrzeug gesprungen, als könne nichts passieren. Da wird gegen eine Überzahl gekämpft, mal mit Fäusten, mal mit Schusswaffen, mal mit Bomben – und trotzdem fließt nie auch nur ein Tropfen Blut. Auch wenn sie gerade in einer Innenstadt alle Autos demolieren, Unfälle provozieren und über Bürgersteige rasen, wird kein Unbeteiligter verletzt. Da wird mit ultrastarken Magneten gespielt, was dann dazu führt, dass man Gegenstände, von Messern und Gabeln bis hin zu Autos und Lastern durch die Gegend bewegen kann. Das alles würde in einen Cartoon nicht weiter auffallen. Und es ist auch fast einerlei, ob die Cartoon-Action gezeichnet oder, wie hier, am Computer erschaffen wurde.

In diesem Kosmos physikalischer Unmöglichkeiten (jedenfalls soweit ich das mit meiner schlechten Physiknote beurteilen kann) ist dann ein 1984er Pontiac Fiero im Weltraum noch die vernünftigste Unmöglichkeit.

Das Finale spielt in Tiflis und selbstverständlich auf der Straße, weil es in der Serie ja irgendwie um Autos und Autostunts geht. Deshalb ist die Zentrale des Bösewichts auch kein prächtiges Gebäude, sondern ein durch die Stadt fahrender gepanzerter Laster. Ein rein funktionales, militärisches Gefährt, das laut Presseheft 4 Meter hoch und 26 Tonnen schwer ist. Trotzdem kann es sich, dank der Hilfe von Team Toretto und den schon erwähnten Magneten, überschlagen.

Auch wenn ständig etwas passiert, ist „Fast & Furious 9“ eine ziemliche langweilige Angelegenheit, in der alles größer und spektakulärer sein muss und noch mehr den Fan-Wünschen entsprechen muss als in den vorherigen Filmen. Nur gehen die Macher mit diesem Konzept jetzt mindestens zwei Schritte zu weit und lassen die Story zu sehr links liegen. So kann der neueste „Fast & Furious“-Film in keinster Weise an die gelungeneren vorherigen Filme anknüpfen. Vor allem nicht an den fantastischen fünften Film. Das ist der, in dem Don und seine Verbrecherkumpels tagsüber durch Rio de Janeiro einen zimmergroßen Safe abtransportieren. Das war, mit zwei zugedrückten Augen, noch möglich.

Und dieses Cartoon-Actionspektakel soll in zwei Filmen noch so weitergehen. Justin Lin soll sie inszenieren. Chris Morgan, der dieses Mal nicht das Drehbuch schrieb, soll wieder das Drehbuch schreiben. Dann werden wir auch sehen, wie wichtig Morgan für die vorherigen Filme war und ob sie, um noch einmal auf James Bond zurückzukommen, „F9“ als ihren „Moonraker“ begreifen und den nächsten, noch titellosen „Fast & Furios“-Film als Rückkehr zu einem realistischeren Actionfilm begreifen. Bei Bond hieß das „In tödlicher Mission“. Danach kamen „Octopussy“ und „Im Angesicht des Todes“.

Fast & Furious 9 (F9: The Fast Saga, USA 2021)

Regie: Justin Lin

Drehbuch: Daniel Casey, Justin Lin (nach einer Geschichte von Justin Lin, Alfredo Botello und Daniel Casey, basierend auf Charekteren von Gary Scott Thompson)

mit Vin Diesel, Michelle Rodriguez, Tyrese Gibson, Chris ‚Ludacris‘ Bridges, John Cena, Nathalie Emmanuel, Jordana Brewster, Sung Kang, Helen Mirren, Kurt Russell, Charlize Theron, Anna Sawai, Don Omar, Shea Whigham, Shad Moss, Lucas Black, Jason Tobin, Michael Rooker, Thue Ersted Rasmussen

Länge: 143 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homeapge zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Fast & Furious 9“

Metacritic über „Fast & Furious 9“

Rotten Tomatoes über „Fast & Furious 9“

Wikipedia über „Fast & Furious 9“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Justin Lins „Fast & Furious Five“ (Fast Five, USA 2011)

Meine Besprechung von Justin Lins „Fast & Furios 6“ (Furios Six; Fast & Furious Six, USA 2013)

Meine Besprechung von James Wans „Fast & Furious 7“ (Furious 7, USA 2015)

Meine Besprechung von F. Gary Grays „Fast & Furious 8“ (The Fate of the Furious, USA 2017)

Meine Besprechung von David Leitchs „Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ (Fast & Furious presents: Hobbs & Shaw, USA 2019)

Meine Besprechung von Justin Lins „True Detective – Die komplette zweite Staffel“ (True Detective – Season 2, USA 2015; Lin führte bei zwei Folgen die Regie)

Meine Besprechung von Justin Lins „Star Trek Beyond“ (Star Trek Beyond, USA 2016)


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