Neu im Kino/Filmkritik: Über Barbara Lodens New-Hollywood-Charakterstudie „Wanda“

April 10, 2026

Zum ersten Mal hörte ich in einem Video von „Wanda“.

Danach wanderte der Film auf meine Watchlist.

Und jetzt läuft er – erstmals! – im Kino. Seine deutsche Premiere feierte Barbara Lodens einziger Film, zwei Jahre nach seiner Premiere in Venedig und ein Jahr nach seinem US-Kinostart, am 7. November 1972 in der ARD. In den vergangenen Jahren wurde der nur von wenigen gesehene und lange kaum erhältliche Film immer mehr als vergessenes New-Hollywood-Meisterwerk und Klassiker des feministischen Kinos gefeiert.

Zu den Fans des Films gehören, um nur einige bekannte Namen zu nennen, Isabelle Huppert, Nan Goldin, Marguerite Duras, John Waters, Christian Petzold, Wim Wenders und Pamela Anderson.

Als Barbara Loden 1969 „Wanda“ drehte, war sie bereits eine bekannte Schauspielerin mit Erfolgen am Broadway – unter anderem erhielt sie 1964 den Tony Award – und im Fernsehen. 1967 heiratete sie den Regisseur Elia Kazan („Die Faust im Nacken“, „Jenseits von Eden“), wurde wieder schwanger und konzentrierte sich auf die Arbeit hinter der Kamera. Die Charakterstudie „Wanda“ wurde dann ihr erster und einziger Spielfilm. Gedreht wurde er mit einem Mini-Budget, nach ihrem Drehbuch und mit ihr als Hauptdarstellerin.

Die titelgebende Wanda driftet kurz nach ihrer Scheidung durch das ländliche Pennsylvania. Die Scheidung und dass ihr Mann das Sorgerecht für die Kinder erhielt, akzeptierte sie vor Gericht klaglos. Aus einem schlecht bezahlten Aushilfsjob wird sie entlassen, weil sie zu langsam ist.

Ziellos streift sie durch die Stadt. In einem Kino wird ihr ihr Geld gestohlen. In einer Bar trifft sie einen Mann, den sie für den Barkeeper hält. Sie bleibt bei ihm. Aber Norman Dennis ist kein Barkeeper, sondern ein Berufsverbrecher, der gerade so über die Runden kommt. In der Bar stahl er die Tageseinnahmen. Jetzt plant er einen Bankraub.

Wer jetzt eine Bonnie-und-Clyde-Geschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Wanda ist niemals so fasziniert oder erregt von Norman wie Bonnie Parker es von Clyde Barrow war. Bestenfalls erzählt Barbara Loden eine lustlose Parodie auf Arthur Penns „Bonnie und Clyde“, in der sie in jedem Moment das Gegenteil von Arthur Penn macht.

Bei Barbara Loden ist der Verbrecher nur ein um sein Überleben kämpfender Handlungsreisender, der in billigen Hotelzimmern übernachtet und panisch die Zeitungen nach Meldungen über seine Taten durchblättert. Für ihn ist Wanda ein Dienstmädchen, dem er Befehle gibt und das er herablassend behandeln kann. Wanda akzeptiert das ohne Widerspruch. Bis auf einige wenige Momente hat sie keinen eigenen Willen. Enervierend passiv erträgt sie jede Demütigung. Und Loden bemüht sich noch nicht einmal im Ansatz, Wanda sympathischer zu machen.

Das interressante bei „Wanda“ ist die Präsentation und der Blick auf die Hauptfigur. In quasi-dokumentarischen Aufnahmen, mit Laienschauspielern, Improvisationen und einem kleinen Stab von insgesamt vier Personen, zeigt Loden eine Frau aus der Unterschicht und den Strukturen, in denen sie lebt.

Inzwischen, über fünfzig Jahre nach seiner Entstehung, ist die präzise beobachtete Charakterstudie auch eine Zeitkapsel auf die USA in den späten sechziger Jahren und die Arbeiterklasse, in der von Frauenemanzipation und den damaligen politischen Diskussionen nichts zu spüren war.

Cineasten werden auch bemerken, wie stark Loden vom damaligen europäischen Kino beeinflusst war und wie sehr sich ihr Film von anderen New-Hollywood-Filmen unterscheidet.

Wanda“ ist der Auftakt der Reihe RE:VISITED von Grandfilm. Der Verleih will unter diesem Label in den kommenden Monaten filmhistorisch bedeutende Werke des Independent-Kinos in restaurierten Fassungen in die Kinos bringen und so zu einer Wiederentdeckung beitragen.

Wanda (Wanda, USA 1970)

Regie: Barbara Loden

Drehbuch: Barbara Loden

mit Barbara Loden, Michael Higgins, Dorothy Shupenes, Peter Shupenes, Jerome Thier, Marian Thier

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Wanda“

Rotten Tomatoes über „Wanda“

Wikipedia über „Wanda“ (deutsch, englisch)

Criterion: „Wanda“ Now: Reflections on Barbara Loden’s Feminist Masterpiece (20. Juli 2018)


TV-Tipp für den 10. April: From Dusk till Dawn

April 9, 2026

„Planet Terror“; – da erinnern wir uns an eine frühere Zusammenarbeit von Quentin Tarantino und Robert Rodriguez

RTL II, 22.50

From Dusk till Dawn (From Dusk till Dawn, USA 1996)

Regie: Robert Rodriguez

Drehbuch: Quentin Tarantino

Die Bankräuber Seth und Richard nehmen auf ihrer Flucht vor der Polizei eine Pfarrersfamilie als Geisel. Als sie in der abgewrackt-ranzigen Truckerkneipe „Titty Twister“ als Mahlzeit für die Stammgäste dienen sollen, verbünden sie sich gegen die Vampire.

Zwei Filme zum Preis von einem: die erste Hälfte ist ein Road-Movie-Geiseldrama, die zweite Hälfte ein extrem blutiger und saukomischer Horrorfilm, der heute wohl wieder in einer gekürzten Fassung gezeigt wird.

mit Harvey Keitel, George Clooney, Quentin Tarantino, Juliette Lewis, Cheech Marin, Fred Williamson, Salma Hayek, Marc Lawrence, Michael Parks, Tom Savini, John Saxon, Danny Trejo, John Hawkes und die Titty Twisters House Band (aka Tito & Tarantula)

Wiederholung: Sonntag, 12. April, 01.05 Uhr (Dann sollte der FSK-18-Film in der ungekürzten Fassung gezeigt werden.)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „From Dusk Till Dawn“

Wikipedia über „From Dusk Till Dawn“ (deutsch, englisch)

zu Robert Rodriguez

Meine Besprechung von Frank Miller/Robert Rodriguez‘ „Sin City 2: A Dame to kill for (Frank Miller’s Sin City: A Dame to kill for, USA 2014)

Meine Besprechung von Robert Rodriguez‘ „Alita: Battle Angel“ (Alita: Battle Angel, USA 2019)

Meine Besprechung von Robert Rodriguez‘ „Hypnotic“ (Hypnotic, USA 2023) 

Robert Rodriguez in der Kriminalakte

zu Quentin Tarantino

The Quentin Tarantino Archives (Fanseite)

Everthing Tarantino (dito)

Q-Tarantino.de (noch eine Fanseite)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‘Inglourious Basterds’“ (Kleine Schriften zum Film: 1, 2009)

Meine Besprechung von Quentin Tarantinos „Django Unchained“ (Django Unchained, USA 2012)

Kriminalakte über Quentin Tarantino und „Django Unchained“ (Bilder,Pressekonferenz und Comic)

Meine Bespechung von Quentin Tarantinos „The Hateful 8“ (The Hateful Eight, USA 2015)

Meine Besprechung von Quentin Tarantinos „Once upon a Time in…Hollywood“ (Once upon a Time in…Hollywood, USA 2019)

 Quentin Tarantino in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Ready or Not 2“ – die blutige Menschenjagd geht weiter

April 9, 2026

Grace (Samara Weaving) glaubt, dass sie entkommen ist und, nach einer Dusche, einem Kleiderwechsel und etwas ärztlicher Versorgung, ihr altes Leben wieder aufnehmen kann.

In dem Moment läutet der Hohe Rat bereits die zweite Runde ein. Nachdem Grace in „Ready or Not“ in die ultrareiche Familie Le Domas einheiraten wollte, diese sie in der Nacht vor der Hochzeit in ihrem Schloss zu einem Spiel zwang, in dem sie um ihr Leben kämpfen musste und sie, wider alle Erwartungen, das Spiel überlebte und dabei die gesamte Familie Le Domas tötete, ist jetzt der Platz, den die Familie Le Domas in der Welt des sich über den gesamten Globus erstreckenden Satanistensekte hatte, vakant. Die Nachfolge fällt der Familie zu, die Grace töten kann.

Und schon ist, wenige Minuten nach dem Beginn von „Ready or Not 2“, die zweite Runde eingeläutet. Wieder in einem riesigen, von der Welt hermetisch abgetrenntem, riesigen Anwesen. Während Grace im ersten Film allein um ihr Überleben kämpfte, wird sie jetzt von ihrer Schwester Faith (Kathryn Newton) begleitet. Die beiden Schwestern haben sich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Sie hassen sich. Auch jetzt kommen sie nur zusammen, weil Faith in Graces Unterlagen als Notfallkontakt genannt wurde und die Klinik ihn kontaktierte. Diese ist zunächst keine große Hilfe. Faith glaubt ihrer Schwester nicht, dass sie um ihr Leben kämpfen müssen.

Ihre Gegner sind die Oberhäupter verschiedener, über den gesamten Globus verteilter, sehr vermögender Familien, die seit Jahrhunderten einem Satanistenkult angehören. Sie haben keine Skrupel. Aber sie sind auch nicht immer die Schlauesten und sie sind keine ausgebildeten Killer.

Einerseits wiederholen Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett das Erfolgsrezept von „Ready or Not“, andererseits erzählen sie die Geschichte weiter und heben das Spiel auf ein vollkommen neues Level.

Für Entzücken sorgt der Anwalt der Satanisten (Elijah Wood). Er soll das Treffen des Hohen Rats und den ordungsgemäßen Ablauf der Suche nach einem Nachfolger für die verstorbene Familie Le Domas beaufsichtigen. Er kennt jede noch so abstruse, teils seit Jahrhunderten nicht mehr angewandte Regel, die sich der Verein in den vergangenen Jahrhunderten gegeben und danach vergessen hat. Aber, wie im richtigen Leben, kann die richtige Anwendung der Regeln über Sieg oder Ableben entscheiden.

Ready or Not 2“ ist ein gelungenes Splattervergnügen mit Humor und köstlich aufspielenden Schauspielern, die immer wieder im Blut baden müssen. Das Regieduo Matt Bettinelli-Olpin/Tyler Gillett erzählt in dieser Fortsetzung die Geschichte der Sekte und von Grace so gut zu Ende, dass ein dritter Teil das in „Ready or Not“ und „Ready or Not 2“ erzählte ad absurdum führen und das Ende verraten würde. 

Ready or Not 2 (Ready or Not 2: Here I come, USA 2026)

Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett

Drehbuch: Guy Busick

mit Samara Weaving, Kathryn Newton, Sarah Michelle Gellar, Shawn Hatosy, Elijah Wood, Nestor Carbonell, Juan Pablo Romero, Maia Jae, Olivia Cheng, Antony Hall, Nadeem Umar-Khitab, Varun Saranga, Masa Lizdek, Kevin Durand, David Cronenberg

Länge: 108 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Ready or Not 2“

Metacritic über „Ready or Not 2“

Rotten Tomatoes über „Ready or Not 2“

Wikipedia über „Ready or Not 2“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Matt Bettinelli-Olpin/Tyler Gilletts „Devil’s Due -Teufelsbrut“ (Devil’s Due, USA 2014)

Meine Besprechung von Matt Bettinelli-Olpin/Tyler Gilletts „Ready or Not – Auf die Plätze fertig tot“ (Ready or Not, USA 2019)

Meine Besprechung von Matt Bettinelli-Olpin/Tyler Gilletts „Scream“ (Scream, USA 2022)

Meine Besprechung von Matt Bettinelli-Olpin/Tyler Gilletts „Scream VI“ (Scream VI, USA 2023)

Meine Besprechung von Matt Bettinelli-Olpin/Tyler Gilletts „Abigail“ (Abigail, USA 2024)


Neu im Kino/Filmkritik: „How to make a killing – Todsicheres Erbe“ erhalten

April 9, 2026

Joaah, auf dem Papier klingt das vielsprechend: eine schwarze kapitalismuskritische Komödie mit einem Schauspieler, der sich in den vergangenen Jahren einen guten Ruf als gut aussehender und kluger Sonnyboy erwarb. Sagen wir mal: eine jüngere Ausgabe von Brad Pitt. Aber auch Brad Pitt hat in seinem Werk einige Stinker. Und das ist „How to make a killing – Todsicheres Erbe“ im Werk von Glen Powell. Mit „Top Gun: Maverick“ hatte er seinen Durchbruch. Seitdem bewies er in „Twisters“, „Wo die Lüge hinfällt“ (Anyone but you) und, vor allem, „A Killer Romance“ (Hit Man) seine Vielfalt.

In John Patton Fords Film spielt er einen armen Milliardenerben. Als Sohn einer von der Familie verstoßenen Mutter wird er von der Familie auf Beerdigungen bestenfalls geduldet. Das ändert nichts daran, dass er in der Erbfolge irgendwann das gesamte Vermögen der stinkreichen Familie erhalten wird. Weil er ziemlich weit unten in der Erbfolge steht, ist die Chance, noch zu Lebzeiten zu erben, praktisch Null. Aber wenn alle, die in der Erbfolge vor ihm stehen, demnächst sterben, bekäme er in naher Zukunft das Vermögen. Weil eine solche Menge natürlich Todesfälle sehr unwahrscheinlich ist, will er seinem Glück nachhelfen. Sein erster Mord geschieht fast zufällig.

Dass es bei diesem Mord nicht bleibt, wissen wir schon von der ersten Minute. Wir wissen auch, wie die Geschichte endet. Denn Becket Redfellow sitzt im Gefängnis. Für seine Taten wurde er zum Tod verurteilt. In wenigen Stunden soll das Urteil vollstreckt werden. Davor entschließt er sich, dem Gefängnisgeistlichen sein Leben zu erzählen. Schon vor seinem Geständnis sagt er, dass er sehr schlau sei, alles genau geplant habe und in wenigen Stunden das Gefängnis verlassen kann. Er hält sich also für ein kriminellles Mastermind.

John Patton Ford zeigt jetzt, anfangs nervig und konfus zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her springend, wie Becket mit dem Geistlichen redet und zeigt, was er tat, um verhaftet und bestraft zu werden. Glen Powell spielt den von sich überzeugten Trottel Becket als eine wenig überzeugende Mischung aus Lausbub und Psychopath. Denn auch wenn er Menschen ermordet, sollen wir ihn mögen und sympathisch finden. Das geschieht allerdings nicht, wenn es im Drehbuch behauptet wird und der Schauspieler es sagt, sondern wenn wir die Gründe für sein Handeln verstehen und emotional auf seiner Seite stehen. Oder wenn wir ihn für irgendwie interessant halten. Powells Spiel in dieser Komödie ist meilenweit von seinem überzeugendem Spiel als Undercover-Agent und Profikiller in „A Killer Romance“ entfernt. Während er in Richard Linklaters Komödie mühelos, mit erkennbarem Spaß in jede Rolle schlüpfte, ist in „How to make a killing“ alles Behauptung, getragen von der Angst, dass das Publikum Becket für unsympathisch halten könnte. Die Story selbst pendelt unentschlossen zwischen Satire, Drama und Krimi und funktioniert weder als Satire, noch als Schwarze Komödie, noch als Drama, noch als Kriminalfilm. Durchgängig fehlt ihr der Fokus. Die notwendigen Zuspitzungen; von denen viele auf der Hand liegen, erfolgen nicht. In „How to make a killing – Todsicheres Erbe“ bleibt es bei der banalen Behauptung, dass alle reichen Menschen den Tod verdient haben.

Nicht auszudenken, was der richtige Regisseur oder der richtige Autor daraus gemacht hätte. Ich denke da, zum Beispiel, an Donald E. Westlake, dessen bitterböse Kapitalismus-Satire „Der Freisteller“ (The Ax) kürzlich von Park Chan-wook als „No other choice“ wieder formidabel verfilmt wurde. Oder ich erinnere mich sehr, sehr dunkel an Robert Hamers „Adel verpflichtet“ (Kind Hearts and Coronets). Diese Komödie mit Alec Guiness in acht verschiedenen Rollen diente Ford als lose Inspiration für seinen Film.

Dagegen ist „How to make a killing – Todsicheres Erbe“ nur kalter Kaffee.

How to make a killing – Todsicheres Erbe (How to make a killing, Großbritannien 2026)

Regie: John Patton Ford

Drehbuch: John Patton Ford

mit Glen Powell, Margaret Qualley, Jessica Henwick, Bill Camp, Zach Woods, Topher Grace, Ed Harris, Bianca Amato, Raff Law, Alexander Hanson

Länge: 106 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „How to make a killing – Todsicheres Erbe“

Metacritic über „How to make a killing – Todsicheres Erbe“

Rotten Tomatoes über „How to make a killing – Todsicheres Erbe“

Wikipedia über „How to make a killing – Todsicheres Erbe“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 9. April: Die Frau des Nobelpreisträgers

April 8, 2026

RBB, 20.15

Die Frau des Nobelpreisträgers – The Wife (The Wife, Großbritannien/Schweden/USA 2017)

Regie: Björn Runge

Drehbuch: Jane Anderson

LV: Meg Wolitzer: The Wife, 2003 (Die Ehefrau)

1992: US-Romancier Joe Castleman ist im siebten Himmel. Er erhält den Nobelpreis! Zusammen mit seiner Frau Joan und ihrem Sohn David fliegt er nach Stockholm zur Preisverleihung. Während er im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht, erinnert sich seine Frau an ihr gemeinsames Leben und ihre erste Begegnung, als sie in den fünfzigern eine Studentin mit einer verheißungsvollen Schriftstellerkarriere war und sich in Joe verliebt.

Grandioses, präzise inszeniertes Schauspielerkino, das als intimes Ehedrama die Frage stellt, wie eine langfristige Beziehung funktioniert, wer dafür mehr von seinem Leben aufgibt, was man dafür bekommt und ob es nicht doch ein ungefähr gleichgewichtiges Geben und Nehmen sein sollte.

Glenn Close wurde für ihr Spiel einhellig gelobt und erhielt etliche Preise, u. a. einen Golden Gobe. Vielleicht nicht der prestigeträchtigste Preis, den sie für diese Rolle erhielt, aber der mit dem schönsten Titel ist „Actress Defying Age and Ageism“, verliehen von der Alliance of Women Film Journalists.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung. Dort gibt es auch einige Interviews zum Film.

mit Glenn Close, Jonathan Pryce, Christian Slater, Max Irons, Annie Starke, Harry Lloyd, Alix Wilton Regan, Elizabeth McGovern, Karin Franz Körlof

Wiederholung: Freitag, 10. April, 23.40 Uhr

Hinweise

Moviepilot über „Die Frau des Nobelpreisträgers“

Metacritic über „Die Frau des Nobelpreisträgers“

Rotten Tomatoes über „Die Frau des Nobelpreisträgers“

Wikipedia über „Die Frau des Nobelpreisträgers“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Björn Runges „Die Frau des Nobelpreisträgers – The Wife“ (The Wife, Großbritannien/Schweden/USA 2017)


TV-Tipp für den 8. April: Planet Terror

April 7, 2026

Nitro, 00.15

Planet Terror (Grindhouse: Planet Terror/Planet Terror, USA 2007)

Regie: Robert Rodriguez

Drehbuch: Robert Rodriguez

Blöde Sache: ein in einer Militärbasis gelagertes Gas wird freigesetzt und verwandelt die Bewohner einer Kleinstadt in blutrünstige Zombies. Ex-Go-Go-Girl Cherry Darling (Rose McGowan) und ihr Ex-Freund El Wray (Freddy Rodriguez) stellen sich mit einigen Not-Verbündeten gegen die Zombies.

TV-Premiere. Köstlich absurd-abstruse Splatterorgie und eine gewollt trashige Hommage an das trashige Siebziger-Jahre-Bahnhofskino.

Davor, ab 22.00 Uhr, zeigt Nitro, die andere Hälfte des Grindhouse-Doppelpackets: Quentin Tarantinos „Death Proof – Todsicher“.

mit Rose McGowan, Freddy Rodriguez, Michael Biehn, Josh Brolin, Marley Shelton, Naveen Andrews, Jeff Fahey, Tom Savini, Michael Parks, Bruce Willis, Fergie, Quentin Tarantino

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Planet Terror“

Wikipedia über „Planet Terror“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Frank Miller/Robert Rodriguez‘ „Sin City 2: A Dame to kill for (Frank Miller’s Sin City: A Dame to kill for, USA 2014)

Meine Besprechung von Robert Rodriguez‘ „Alita: Battle Angel“ (Alita: Battle Angel, USA 2019)

Meine Besprechung von Robert Rodriguez‘ „Hypnotic“ (Hypnotic, USA 2023) 

Robert Rodriguez in der Kriminalakte


Cover der Woche

April 7, 2026

Erinnert sich noch jemand an die Serie? Muss mensch sich an sie erinnern?


TV-Tipp für den 7. April: Die Legende von Paul und Paula

April 6, 2026

MDR, 22.55

Die Legende von Paul und Paula (DDR 1973)

Regie: Heiner Carow

Drehbuch: Ulrich Plenzdorf, Heiner Carow

Ein in der DDR enorm erfolgreicher Film über eine junge Frau und einen jungen Mann und die Widrigkeiten des Alltags.

Ein erfrischend unterhaltsamer und offener Film, der Traum und Wirklichkeit, Poesie und banale Alltagsrealität mischt und mit Spaß, Ironie und Ernst künstlerisch entfaltet.“ (Lexikon des Internationalen Films)

Mit Angelica Domröse, Winfried Glatzeder, Heidemarie Wenzel, Fred Delmare, Rolf Ludwig

Hinweise

Filmportal über „Die Legende von Paul und Paula“

Wikipedia über „Die Legende von Paul und Paula“


TV-Tipp für den 6. April: Batic und Leitmayr: Die Zwei vom Tatort sagen Servus

April 5, 2026

ARD, 21.45

Batic und Leitmayr: Die Zwei vom Tatort sagen Servus (Deutschland 2026)

Regie: Heiko Rauber

45-minütige Doku über die bekannt-beliebten „Tatort“-Kommissare Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl), die sich heute Abend in den verdienten Ruhestand verabschieden. Hundert Fälle habe sie seit 1991 in und um München aufgeklärt. Einige Klassiker sind dabei, ein wirklich schlechter Fall war nicht dabei.

Hinweise

ARD über die Doku und Batic und Leitmayr

Wikipedia über Batic und Leitmayr


Frohe Ostern!

April 5, 2026


TV-Tipp für den 5. April: Das Leben des Brian

April 4, 2026

Es gab Jesus und…

RTL II, 20.15

Das Leben des Brian (Monty Pythons Life of Brian, Großbritannien 1979)

Regie: Terry Jones

Drehbuch: Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin

Das Leben von Brian, das erstaunliche Parallelen zu dem von Jesus Christus hat, und hier von Monty Python kräftig durch den Kakao gezogen wird.

Kult. Und wahrscheinlich schon tausendmal gesehen.

Der deutsche Kinostart war am 15. August 1980

Anschließend, um 22.05 Uhr, reiten „Die Ritter der Kokosnuss“ durch…ein schönes Königreich.

mit Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin, Terence Bayler, Carol Cleveland, Kenneth Colley, Neil Innes, Charles McKeown

Wiederholung: Montag, 6. April, 01.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Das Leben des Brian“

Wikipedia über „Das Leben des Brian“ (deutsch, englisch) und über Monty Python (deutsch, englisch)

YouTube-Kanal von Monty Python (und wer mit dem Englischen Probleme hat, muss einfach seine Wunschsprache eingeben)

Monty Python’s Completely Useless Web Site (und auch nicht autorisiert)


TV-Tipp für den 4. April: Knives out – Mord ist Familiensache

April 3, 2026

HR, 20.15

Knives out – Mord ist Familiensache (Knives out, USA 2019)

Regie: Rian Johnson

Drehbuch: Rian Johnson

Privatdetektiv Benoit Blanc soll herausfinden, wer den vermögenden Krimiautor Harlan Thrombey an seinem 85. Geburtstag ermordete. Blanc vermutet, dass der Mörder ein Familienmitglied ist.

Gelungenes, sehr unterhaltsames, witziges und stilbewusstes Update des klassischen Rätselkrimis.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Daniel Craig, Chris Evans, Jamie Lee Curtis, Toni Collette, Don Johnson, Michael Shannon, Ana de Armas, Katherine Langford, LaKeith Stanfield, Jaeden Martell, Christopher Plummer, Riki Lindhome, Edi Patterson, Frank Oz, K Callan, Noah Segan, M. Emmet Walsh

Hinweise

Moviepilot über „Knives out“

Metacritic über „Knives out“

Rotten Tomatoes über „Knives out“

Wikipedia über „Knives out“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Looper“ (Looper, USA 2012 – mit weiteren Bildern, Links und einem 35-minütigem Interview mit Rian Johnson und Joseph Gordon-Levitt) und der DVD

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017) und des Filmromans

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Knives out – Mord ist Familiensache“ (Knives out, USA 2019)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Wake up Dead Man: A Knives Out Mystery“ (Wake up Dead Man: A Knives Out Mystery, USA 2025)


Die Krimibestenliste April 2026

April 3, 2026

Als Ostergeschenk für den Krimifan gibt es die April-Krimibestenliste, präsentiert von von Deutschlandfunk Kultur:

1 (5) Colin Walsh: Kala

Aus dem Englischen von Andrea O’Brien

Gutkind, 512 Seiten, 24 Euro

2 (4) Garry Disher: Zuflucht

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Unionsverlag, 329 Seiten, 29 Euro

3 (–) Ken Jaworowski: What about the bodies

Aus dem Englischen von Lea Dunkel

Pendragon, 319 Seiten, 24 Euro

4 (–) Michael Idov: Das Riga-Komplott

Aus dem Englischen von Stefan Lux

Suhrkmap, 329 Seiten, 17 Euro

5 (1) Daniel Faßbender: Heaven’s Gate

Diogenes, 291 Seiten, 19 Euro

6 (8) Jérôme Leroy: Die kleine Faschistin

Aus dem Französischen von Cornelia Wend

Edition Nautilus, 147 Seiten, 18 Euro

7 (–) Lars Findsen / Jacob Weinreich: Dunkelmann

Aus dem Dänischen von Friederike Buchinger

Scherz, 476 Seiten, 18 Euro

8 (6) Dave Zeltserman: Alles endet hier

Aus dem Englischen von Michael Grimm und Angelika Müller

Pulp Master, 282 Seiten, 16 Euro

9 (–) Gary Victor: Erschütterungen

Aus dem Kreolischen von Peter Trier

Litradukt, 94 Seiten, 13 Euro

10 (–) Sophie Sumburane: Keine besonderen Auffälligkeiten

Edition Nautilus, 296 Seiten, 20 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Für die Statistiker:

Ein Krimi wurde von einer Frau geschrieben.

Fünf Krimis wurden aus dem Englischen, einer aus dem Französischen, einer aus dem Dänischen und einer aus dem Kreolischen übersetzt. Das letzte ist eine Premiere.

Einige Krimis liegen auf meinem Zu-Lesen-Stapel, einige sollten demnächst bei mir eintreffen – und ich sollte mich endlich mal ein einige überfällige Besprechungen setzen. Unter anderem zur Tony-Hillerman-Neuausgabe (Lesebefehl), Richard Hallas‘ „Wer verliert gewinnt“ (dito), Edgar Reitz‘ Filmbuch zu „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ (dito), Tilo Bernhardts „Sieben Vorschläge für einen besseren öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ (ähem, sagen wir mal zur Abwechslung lesenswert) und das Jahrbuch des Lexikon des Internationalen Films.


TV-Tipp für den 3. April: Drive

April 2, 2026

RTL II, 22.30

Drive (Drive, USA 2011)

Regie: Nicolas Winding Refn

Drehbuch: Hossein Amini

LV: James Sallis: Drive, 2005 (Driver, später wegen des Films „Drive“)

Der namenlose Fluchtwagenfahrer führt ein ruhiges, zurückgezogenes Leben, bis er sich in eine Frau verliebt und ihrem Freund bei einem Überfall helfen will. Der Überfall geht schief…

Allseit abgefeierter Neo-Noir, der schon jetzt als Kultfilms gelabelt wird. Mehr gibt es in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston, Albert Brooks, Oscar Isaac, Christina Hendricks, Ron Perlman, Kaden Leos

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Drive”

Wikipedia über “Drive” (deutsch, englisch)

Cannes: Presseheft für “Drive”

zu James Sallis

Homepage von James Sallis

Thrilling Detective über Turner

Eindrücke vom Berlin-Besuch von James Sallis

Meine Besprechung von James Sallis „Stiller Zorn“ (früher: Die langbeinige Fliege) (The Long-Legged Fly, 1992)

Meine Besprechung von James Sallis‘ „Nachtfalter“(Moth, 1993)

Meine ‘Besprechung’ von James Sallis’ „Deine Augen hat der Tod“ (Death will have your eyes, 1997)

Meine Besprechung von James Sallis’ „Driver“ (Drive, 2005)

Meine Besprechung von James Sallis’ „Dunkle Schuld“ (Cypress Groove, 2003)

Meine Besprechung von James Sallis’ „Dunkle Vergangenheit“ (Cripple Creek, 2006)

Meine Besprechung von James Sallis’ “Dunkles Verhängnis” (Salt River, 2007)

Meine Besprechung von James Sallis’ “Der Killer stirbt” (The Killer is dying, 2011)

Meine Besprechung von James Sallis’ “Driver 2″ (Driven, 2012)

James Sallis in der Kriminalakte

zu Nicolas Winding Refn

Meine Besprechung von Nicolas Winding Refns „Fear X“ (Fear X, USA 2003)

Meine Besprechung von Nicolas Winding Refns „Drive“ (Drive, USA 2011)

Meine Besprechung von Nicolas Winding Refns „Only God Forgives“ (Only God Forgives, Frankreich/Dänemark 2013)

Meine Besprechung von Nicolas Winding Refns „The Neon Demon“ (The Neon Demon, USA/Frankreich/Dänemark 2016)

Nicolas Winding Refn in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Alpha“, der neue Film von Julia Ducournau

April 2, 2026

Blöder Film. Denn vieles fügt sich erst am Ende mehr oder weniger zusammen. Einiges bleibt unklar. Und weil sich bis zum Ende keine richtige Geschichte entfaltet (wie bei einem Rätselkrimi, in dem der Detektiv die Puzzlesteine zusammenfügt oder wie bei „Die üblichen Verdächtigen“ und „The sixth Sense“, wo das Ende die vorherige Geschichte in einem vollkommen anderem Licht erscheinen lässt), kann auch kaum über Julia Ducournaus neuen Film gesprochen werden.

Vielleicht soviel: er spielt in Frankreich in den achtziger Jahren. Die dreizehnjährige Alpha lässt sich während einer drogengeschwängerten Party ein „A“ in ihren Arm tätowieren. Ihre allein erziehende Mutter, Ärztin im örtlichen Krankenhaus, reagiert panisch. Nicht wegen der Tätowierung, sondern wegen ihrer Entstehung und der Möglichkeit, dass die Nadel nicht desinfiziert war. Sie führt sofort einen AIDS-Test durch. Ddie Tätowierung heilt nicht richtig. Alpha verändert sich. Sie könnte sich mit infiziert haben; – es kann sich allerdings auch um normaler pubertäre Veränderungen handeln.

In ihr Zimmer zieht ihr drogensüchtiger Onkel ein. Sie verstehen sich. Alpha baut eine tiefere Verbindung zu dem immer wieder sehr lebenslustigem Mann auf. Dummerweise gehört er zu den Infizierten.

Diese Infizierten sind Menschen, deren Körper sich immer mehr verändert. Sie sehen immer mehr aus wie griechische oder römische Statuen. Sie werden immer mehr zu einer Art netter und harmloser Marmor-Zombies. Über den Ursprung der Seuche erfahren wir nichts. Aber sie scheint weitgehend harmlos zu sein.

Oft ist in dem Horrorfilm unklar, ob es sich um eine Fantasie, eine Vor- oder eine Rückschau handelt. Die eine Chronologie und Erklärung, die man hat, wird wenige Minuten später in dem Film widerlegt. „Alpha“ funktioniert vor allem als surrealistischer (Alp)Traum.

Trotzdem bleibt am Ende der Eindruck, dass „Titane“-Regisseurin Julia Ducournau sich hoffnungslos in ihren Ideen verirrte. Nur wenig fügt sich zusammen. Einiges spielt, wenn man eine Chronologie erstellen will, weder in der Gegenwart, noch in der Vergangenheit, sondern in einer Fantasiewelt jenseits von Gegenwart und Vergangenheit. Zu vieles bleibt nur eine schön aussehende Idee. So sehen die Infizierten gut aus. Womit sie infiziert wurden, ist unklar. Aber AIDS ist es nicht. Der in der zweiten Hälfte auftauchende rote Wind sorgt ebenfalls für schön dystopische Bilder. Was der Wind dann mit den Infizierten, Alpha, ihrem Onkel und ihrer Mutter zu tun hat, bleibt der Fantasie des Zuschauers überlassen.

Die spätestens in der zweiten Hälfte erahnbare Erklärung am Filmende sorgt dann für etwas Klarheit. Es ändert aber nichts daran, dass „Alpha“ ein ziemlich frustrierender Horrorfilm ist. Früher nannte man solche Filme ‚ambitioniert‘.

Alpha (Alpha, Frankreich/Belgien 2025)

Regie: Julia Ducournau

Drehbuch: Julia Ducournau

mit Mélissa Boros, Tahar Rahim, Golshifteh Farahani, Finnegan Oldfield, Emma Mackey

Länge: 128 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Moviepilot über „Alpha“

AlloCiné über „Alpha“

Metacritic über „Alpha“

Rotten Tomatoes über „Alpha“

Wikipedia über „Alpha“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Julia Ducournaus „Titane“ (Titane, Frankreich 2021)


Neu im Kino/Filmkritik: Über Kristoffer Borglis Anti-RomCom „Das Drama – Nochmal auf Anfang“

April 2, 2026

Wenige Tage vor ihrer Hochzeit sind Emma (Zendaya), Lektorin, und Charlie (Robert Pattinson), ein aus England in die USA eingewanderter Kunstkurator, beide gut verdienend und in einer schicken Wohnung lebend, mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt. Es geht um den Hochzeitstanz, das Essen, den Wein, die Musik, die Hochzeitsfotos und die Reden, die sie halten werden. Schließlich soll es eine perfekte Hochzeitsfeier werden. Es wird, das kann verraten werden, für die Anwesenden eine Feier, die sie nicht vergessen werden.

Der Grund ist ein Spiel, das Emma und Charlie auf den Vorschlag ihrer besten Freunde Rachel (Alana Haim) und Mike (Mamoudou Athie) eine knappe Woche vor der Hochzeit spielen. Sie vertrauen sich die schlimmste Sache an, die sie in ihrem Leben gemacht haben – und schweigen anschließend darüber.

Reihum gestehen sie ein solches Geheimnis. Als Emma ihnen das Schlimmste, was sie jemals getan hat, verrät, sind die anderen schockiert. Rachel hält es für eine nicht zu verzeihende Sache. Mike versucht zu vermitteln. Charlie fragt sich, ob er Emma wirklich kennt, liebt und heiraten will.

Mit dieser schönen Prämisse kann Kristoffer Borgli („Sick of Myself“, „Dream Scenario“) lustvoll moderne Beziehungen sezieren und das ganze Drumherum um eine Eheschließung, das in den USA wohl noch einige Nummern pompöser ausfällt als hier, zertrümmern. Gnadenlos und mit sardonischem Humor dreht er an der Eskalationsschraube und lässt im Finale von „Das Drama – Nochmal auf Anfang“ die Hochzeitsfeier komplett aus dem Ruder laufen. Die Eskalation gelingt ihm, weil er aus einer Mücke (Emmas schlimmster Tat) einen Elefanten macht und seine Figuren zutiefst hypochondrische Menschen sind, die die Verfehlungen anderer Menschen glasklar sehen und die eigenen galant ignorieren. Denn – ohne jetzt mehr zu verraten – die schlimmen Taten von Rachel, Mike und Charlie sind schlimmer als Emmas Tat.

Borgli erzählt diese Geschichte eines Mannes, der an seiner großen Liebe zweifelt, pointiert, hauptsächlich aus Charlies Sicht und, immer wieder, mit zur kurzzeitigen Desorientierung beitragenden Zeitsprüngen und Bildern aus Charlies Fantasie. Die Schauspieler, und das gilt auch für Nebenfiguren wie eine Tanzlehrerin, eine Hochzeitsfotografin, die beiden DJs und Charlies Arbeitskollegin, spitzen ihre Figuren, mal mehr, mal weniger, satirisch zu und liefern sie dem Gespött des Publikums aus. 

Die Selbsterkenntnis folgt dann möglicherweise während des Gesprächs nach der tiefschwarzen Satire.

Das Drama – Nochmal auf Anfang (The Drama, USA 2026)

Regie: Kristoffer Borgli

Drehbuch: Kristoffer Borgli

mit Zendaya, Robert Pattinson, Alana Haim, Mamoudou Athie, Hailey Benton Gates, Sydney Lemmon, Hannah Gross, Anna Baryshnikov, Jordyn Cunet

Länge: 106 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Das Drama“

Metacritic über „Das Drama“

Rotten Tomatoes über „Das Drama“

Wikipedia über „Das Drama“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Kristoffer Borglis „Sick of myself“ (Syk Pke, Norwegen 2022)

Meine Besprechung von Kristoffer Borglis „Dream Scenario“ (Dream Scenarion, USA 2023)


Neu im Kino/Filmkritik: Über die neueste Verfilmung von Victor Hugos „Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean“

April 2, 2026

Victor Hugos „Die Elenden“ besteht aus fünf Bänden. In der alten Diogenes-Ausgabe von 1986, die ich besitze (und als Jugendlicher verschlungen habe [Wer braucht schon den „Herr der Ringe“, wenn er Jean Valjean hat?]) erstreckt sich Hugos epischer, immer wieder lustvoll ausfransender Roman auf fünf Bücher und insgesamt, mit allen Anmerkungen, 1856 engbedruckte Seiten.

Der Roman ist ein Klassiker. Französisches Kulturgut und immer wieder verfilmt mit Stars und Pomp. Meistens wird der gesamte Roman als Epos verfilmt. Schließlich erzählt Hugo eine ereignisreiche Abenteuergeschichte, die gut als Film funktioniert.

In seiner Verfilmung geht Éric Besnard den anderen Weg. Er konzentriert sich auf einen kleinen, aber sehr wichtigen Teil der von Hugo über viele Seiten erzählten Geschichte. Besnard verfilmte nur das Zweite Buch („Der Rückfall“) des ersten Bandes. In diesem siebzig Seiten umfassendem Buch erzählt Hugo, wie die Begegnung mit einen Geistlichen dazu führt, dass Jean Valjean zu einem anderen Menschen wird. In dem Moment legt Hugo das Fundament für den weiteren Roman. Ohne diese Begegnung gäbe es nicht den Jean Valjean, den die Welt aus dem Roman und den vielen, vielen Verfilmungen kennt.

Im Dezember 1815 kehrt der gerade nach zwanzig Jahren aus der Haft entlassene Jean Valjean bei einem Priester ein. Der nimmt ihn freundlich und ohne Vorurteile auf. Trotzdem bestiehlt der verbitterte, von der Gesellschaft gemiedene und als Ex-Sträfling verachtete Valjean ihn. Als Gendarmen Valjean auf seiner Flucht verhaftet und Bienvenu das gestohlene wertvolle Silberbesteck zurückgeben wollen, sagt Bienvenu, er habe Valjean die Gegenstände geschenkt und er gibt dem ihm, vor den Augen der Polizei, noch zwei wertvolle Kerzenleuchter.

Diese Begegnung führt dazu, dass Valjean über seine Haltung zur Welt nachdenkt. Er wird zum geläuterten Mann und will fortan nur noch Gutes tun. Dafür setzt er sein Vermögen, das er sich ausgehend von dem Silberbesteck und dem Kerzenleuchter erarbeitete, ein.

Besnards Kammerspiel enthällt wie in einem Brennglas die zentralen Konflikte des Romans. Im Mittelpunkt der in sich abgeschlossenen Geschichte stehen Jean Valjean und der Geistliche Bienvenue. Er ist ein Bischof, der auf allen Prunk verzichtet. Seine Schwester und seine Magd wohnen bei ihm und bringen weitere Perspektiven ein.

Einige kurze Rückblenden in Valjeans Leben – er wurde für den Diebstahl eines Stückes Brot und mehrere Fluchtversuche zu insgesamt neunzehn Jahren Zuchthaus verurteilt – Bienvenues Leben vermitteln weitere Informationen über diese beiden gegensätzlichen Männer.

Im Zentrum der Begegnung zwischen dem Sträfling und dem Geistlichen stehen dabei heute immer noch aktuelle Fragen, die in einem deutlich anderem Rahmen auch in der ebenfalls diese Woche startenden schwarzen Hochzeitskomödie „Das Drama“ behandelt werden.

Durch diese Konzentration auf eine kurze Episode, wenige Personen, gespielt von guten Schauspielern, die auch schweigend viel sagen, und wenige, eigentlich nur einen Handlungsort umgeht Besnard die Gefahr, sich entscheiden zu müssen, was er weglässt oder er nur noch episodisch und oberflächlich erzählt, während er versucht, alle wichtigen Ereignisse in einen langen Film zu pressen. Es gelingt ihm auch so.

Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean (Jean Valjean, Frankreich 2025)

Regie: Éric Besnard

Drehbuch: Éric Besnard

LV: Victor Hugo: Les Misérables, 1862 (Die Elenden)

mit Grégory Gadebois, Bernard Campan, Alexandra Lamy, Isabelle Carré

Länge: 99 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean“

AlloCiné über „Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean“

Rotten Tomatoes über „Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean“

Wikipedia über „Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean“ (deutsch, französisch)


TV-Tipp für den 2. April: Ich Capitano

April 1, 2026

ZDF, 00.30

Ich Capitano (Io capitano, Italien/Belgien 2023)

Regie: Matteo Garrone

Drehbuch: Matteo Garrone, Massimo Gaudioso, Massimo Ceccherini, Andrea Tagliaferri

TV-Premiere zu einer unverschämten Uhrzeit. Bewegendes Drama über zwei senegalesische Teenager, die nach Europa auswandern wollen. In „Ich Capitano“ erzählt Mateo Garrone, was sie auf ihrer Reise quer durch Afrika und über das Mittelmeer erleben.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Seydou Sarr, Moustapha Fall, Issaka Sawadogo

Hinweise

Homepage zum Film

Moviepilot über „Ich Capitano“

Metacritic über „Ich Capitano“

Rotten Tomatoes über „Ich Capitano“

Wikipedia über „Ich Capitano“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Matteo Garrones „Das Märchen der Märchen“ (Tale of Tales/Il racconto dei racconti, Italien/Frankreich/Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Matteo Garrones „Dogman“ (Dogman, Italien/Frankreich 2018)

Meine Besprechung von Matteo Garrones „Ich Capitano“ (Io capitano, Italien/Belgien 2023)


TV-Tipp für den 1. April: Ender’s Game

März 31, 2026

Kabel Eins, 20.15

Ender’s Game – Das große Spiel (Ender’s Game, USA 2013)

Regie: Gavin Hood

Drehbuch: Gavin Hood

LV: Orson Scott Card: Ender’s Game, 1985 (Enders Spiel)

Der junge Ender Wiggin soll zum Anführer im Kampf gegen die außerirdischen Formics ausgebildet werden. Dabei ist Ender noch ein Kind.

Durchaus gelungene Mainstream-Verfilmung eines Science-Fiction-Klassikers, die nicht die Komplexität der Vorlage erreicht.

Mehr in meiner Besprechung des Films und der Vorlage.

mit Asa Butterfield, Harrison Ford, Ben Kingsley, Abigail Breslin, Hailee Steinfeld, Moises Arias, Viola Davis, Nonso Anozie, Aramis Knight, Jessica Harthcock

Wiederholung: Donnerstag, 2. April, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Ender’s Game – Das große Spiel“

Metacritic über „Ender’s Game – Das große Spiel“

Rotten Tomatoes über „Ender’s Game – Das große Spiel“

Wikipedia über „Ender’s Game – Das große Spiel“ (deutsch, englisch)

Homepage von Orson Scott Card

Phantastik-Couch über Orson Scott Card

Wikipedia über Orson Scott Card (deutsch, englisch)

Epilog: Interview mit Orson Scott Card (2004)

Meine Besprechung von Orson Scott Card (Projektleitung)/Christopher Yost (Skript)/Pasqual Ferrys (Zeichnungen) „Ender’s Game – Das große Spiel (Band 1)“ (Ender’s Game: Battle School 1 – 5, 2009)

Meine Besprechung von Orson Scott Card (Projektleitung)/Christopher Yost (Skript)/Pasqual Ferry (Zeichnungen) „Ender’s Game – Das große Spiel (Band 2)“ (Ender’s Game: Command School 1 – 5, 2010)

Meine Besprechung von Orson Scott Cards „Enders Spiel“ (Ender’s Game, 1985, 1991 erschien eine vom Autor leicht überarbeitete Ausgabe) und Orson Scott Cards „Enders Schatten“ (Ender’s Shadow, 1999)

Meine Besprechung von Gavin Hoods „Ender’s Game – Das große Spiel“ (Ender’s Game, USA 2013)

Meine Besprechung von Gavin Hoods „Official Secrets“ (Official Secrets, Großbritannien/USA 2019)

Die Vorlage

Man kann die Romane unabhängig voneinander lesen und man muss „Enders Schatten“ nicht lesen, um „Enders Spiel“ zu verstehen, aber „Enders Schatten“ ist ein wirklich lesenswerter anderer Blick auf die Ausbildung von Ender Wiggins. Und daher empfehle ich beide Romane; in chronologischer Reihenfolge.

Orson Scott Card: Enders Spiel

(übersetzt von Karl-Ulrich Burgdorf)

Heyne, 2012

464 Seiten

9,99 Euro (E-Book)

Originalausgabe

Ender’s Game

Tor, 1985

(1991 erschien eine vom Autor leicht überarbeitete Ausgabe)

Frühere deutsche Ausgaben als „Das große Spiel“ und, als Doppelband mit dem zweiten Ender-Roman, als „Ender“.

Orson Scott Card: Enders Schatten

(übersetzt von Regina Winter)

Heyne, 2013

592 Seiten

5,99 Euro (E-Book“

Originalausgabe

Ender’s Shadow

Tor, 1999


Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2026

März 31, 2026

Heute wurden die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2026 bekannt gegeben. Die Verleihung ist am Freitag, den 29. Mai, ab 19.00 Uhr als Livestream in der ARD Mediathek und im TV ab 22.20 Uhr in der ARD.

Bevor ich zu den Nominierungen komme, muss ich unbedingt darauf hinweisen, dass dieses Mal, bis auf einen Dokumentarfilm, der am Donnerstag anläuft, alle Filme bereits im Kino liefen. Das war in früheren Jahren anders und verhinderte jede sinnvolle Diskussion über die Nominierungen.

Nominiert sind:

BESTER SPIELFILM

22 BAHNEN (Produktion: Anna-Malike Eigl, Thomas Wöbke, Philipp Trauer ∙ BerghausWöbke Filmproduktion, Constantin Film – Regie: Mia Maariel Meyer · Drehbuch: Elena Hell)

ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE (Produktion: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade ∙ Komplizen Film, Sentana Filmproduktion, Doll Filmproduktion, Warner Bros. Film Productions Germany – Regie & Drehbuch: Simon Verhoeven)

AMRUM (Produktion: Fatih Akin, Herman Weigel ∙ bombero international, Warner Bros. Film Productions Germany, Rialto Film – Regie: Fatih Akin · Drehbuch: Hark Bohm, Fatih Akin)

DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE (Produktion: Felix von Boehm ∙ Lupa Film, CG Cinema, Hype Studios – Regie & Drehbuch: Kirill Serebrennikov)

GELBE BRIEFE (Produktion: Ingo Fliess ∙ if… Productions Film, Haut et Court, Liman Film – Regie: İlker Çatak · Drehbuch: İlker Çatak, Ayda Meryem Çatak, Enis Köstepen)

IN DIE SONNE SCHAUEN (Produktion: Maren Schmitt, Lucas Schmidt, Lasse Scharpen ∙ Studio Zentral – Regie: Mascha Schilinski · Drehbuch: Mascha Schilinski, Louise Peter)

BESTER DOKUMENTARFILM

IM PRINZIP FAMILIE (Produktion: Britta Strampe, Laura Klippel ∙ Bandenfilm – Regie: Daniel Abma)

SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF (Produktion: Irene Höfer ∙ Medea Film Factory, Dschoint Ventschr Filmproduktion – Regie: Sabine Lidl) (Kinostart: 2. April 2026)

SOLDATEN DES LICHTS (Produktion: Karoline Henkel, Jasper Mielke, Arto Sebastian ∙ Wood Water Films, patatino – Regie: Julian Vogel, Johannes Büttner)

BESTER KINDERFILM

DAS GEHEIME STOCKWERK (Produktion: Norbert Lechner, Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Bady Minck ∙ KEVIN LEE Filmgesellschaft, AMOUR FOU Vienna, AMOUR FOU Luxembourg – Regie: Norbert Lechner · Drehbuch: Antonia Rothe-Liermann, Katrin Milhahn)

ZIRKUSKIND (Produktion: Katharina Bergfeld, Martin Heisler ∙ Flare Film – Regie & Drehbuch: Julia Lemke, Anna Koch)

BESTE REGIE

Simon Verhoeven · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

İlker Çatak · GELBE BRIEFE

Mascha Schilinski · IN DIE SONNE SCHAUEN

BESTES DREHBUCH

Simon Verhoeven · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

İlker Çatak, Ayda Meryem Çatak, Enis Köstepen · GELBE BRIEFE

Mascha Schilinski, Louise Peter · IN DIE SONNE SCHAUEN

BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE

Luna Wedler · 22 BAHNEN

Senta Berger · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

Özgü Namal · GELBE BRIEFE

BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE

Laura Tonke · 22 BAHNEN

Claudia Geisler-Bading · IN DIE SONNE SCHAUEN

Lena Urzendowsky · IN DIE SONNE SCHAUEN

BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE

Bruno Alexander · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

August Diehl · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

Tansu Biçer · GELBE BRIEFE

BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

Jannis Niewöhner · 22 BAHNEN

Michael Wittenborn · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

Peter Kurth · DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE

Thorsten Merten · DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE

Leonard Kunz · DER TIGER

BESTE KAMERA/BILDGESTALTUNG

Karl Walter Lindenlaub · AMRUM

Vladislav Opelyants · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

Judith Kaufmann · GELBE BRIEFE

Fabian Gamper · IN DIE SONNE SCHAUEN

BESTER SCHNITT

Gesa Jäger · GELBE BRIEFE

Evelyn Rack · IN DIE SONNE SCHAUEN

Maxine Goedicke · SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF

BESTES SZENENBILD

Vladislav Ogay · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

Zazie Knepper · GELBE BRIEFE

Cosima Vellenzer (Szenenbild), Maike Kiefer (Set Dec) · IN DIE SONNE SCHAUEN

BESTES KOSTÜMBILD

Birgit Missal · AMRUM

Tatiana Dolmatovskaya · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

Sabrina Krämer · IN DIE SONNE SCHAUEN

BESTES MASKENBILD

Maike Heinlein · AMRUM

Mariia Tutukina · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

Anne-Marie Walther, Irina Schwarz · IN DIE SONNE SCHAUEN

BESTE FILMMUSIK

Dascha Dauenhauer · 22 BAHNEN

Stefan Goetsch alias Hainbach · AMRUM

Lorenz Dangel · DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE

Marvin Miller · GELBE BRIEFE

BESTE TONGESTALTUNG

Eckhard Kuchenbecker, Dominik Schleier, Nico Krebs, Christoph Merkele, Hanse Warns · ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

Joern Martens, Tobias Fleig, Corinna Fleig, Richard Borowski · AMRUM

David Almeida-Ribeiro, Olivier Touche, Olivier Goinard · DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE

Claudio Demel, Billie Mind, Kai Tebbel, Sebastian Heyser, Jürgen Schulz · IN DIE SONNE SCHAUEN

Jacques Kieffer, Tobias Koch, Bertin Molz · SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK?

BESTE VISUELLE EFFEKTE

Tomer Eshed, Dennis Rettkowski, Frank Kaminski · DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 4

Michael Wortmann, Frank Schlegel · MOMO

Max Riess, Mona Mohr · WOODWALKERS 2

EHRENPREIS DES DEUTSCHEN FILMPREISES

Wim Wenders

BESUCHERSTÄRKSTER FILM

DAS KANU DES MANITU (Regie & Produktion: Michael Bully Herbig)

Für die Zahlenfreaks:

IN DIE SONNE SCHAUEN: 11 Nominierungen

GELBE BRIEFE: 9 Nominierungen

ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE: 7 Nominierungen

DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE: 7 Nominierungen

AMRUM: 6 Nominierungen

22 BAHNEN: 5 Nominierungen

DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE: 3 Nominierungen (erstaunlich wenige Nominierungen)

SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF: 2 Nominierungen

IM PRINZIP FAMILIE: 1 Nominierung

SOLDATEN DES LICHTS: 1 Nominierung

DAS GEHEIME STOCKWERK: 1 Nominierung

ZIRKUSKIND: 1 Nominierung

DER TIGER: 1 Nominierung

SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK?: 1 Nominierung

DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 4: 1 Nominierung

MOMO: 1 Nominierung

WOODWALKERS 2: 1 Nominierung