Eine „Schwere Körperverletzung“ von Ted Lewis

Januar 4, 2021

Das war ein gelungenes Weihnachtsgeschenk von Frank Nowatzki. Kurz vor Weihnachten überreichte mir mein Postbote ein Paket von Pulp Master mit zwei schon lange angekündigten Büchern: nämlich die Übersetzung von Tom Franklins „Wilderer“ (sein Debüt; eine Sammlung von Kurzgeschichten) und die Neuausgabe von Ted Lewis‘ „Schwere Körperverletzung“; in einer neuen Übersetzung. Der Krimi erschien 1990 in Nowatzkis vorherigem Verlag „Black Lizard“ und ist, wie alle „Black Lizard“-Bücher, schon seit Ewigkeiten nicht mehr regulär erhältlich.

Ted Lewis ist einer der großen britischen Noir-Autoren. Sein bekanntester Roman ist „Jack Carters Heimkehr“ (bzw. „Jack rechnet ab“) (Jack’s return home, später Get Carter) von 1970. Der Noir wurde dreimal verfilmt: einmal 1971 von Mike Hodges mit Michael Caine als Jack Carter. Der Gangsterkrimi ist ein Klassiker. Einmal 2000 von Stephen Kay mit Sylvester Stallone als Jack Carter. Der Film ist überflüssiger Mist. Und einmal 1972 von George Armitage („Miami Blues“, „Grosse Pointe Blank“) mit Bernie Casey als Jack Carter, der hier Tyrone Tackett heißt. Die Rachegeschichte wurde ins afroamerikanische Milieu verlegt. Der Film wurde bei uns nur auf Video in einer gekürzten Fassung veröffentlicht.

Nach „Jack Carters Heimkehr“ schrieb Lewis zwei weitere Romane mit Jack Carter, „Jack Carters Gesetz“ (Jack Carters Law, 1974) und „Jack Carters Wut“ (Jack Carter and the Mafia Pidgeon, 1977), die ebenfalls nicht mehr auf Deutsch erhältlich sind und wieder veröffentlicht werden könnten. Denn es sind verdammt spannende, düstere Gangsterromane.

Schwere Körperverletzung“ war dann der letzte Roman von Ted Lewis, der nicht ganz so gut wie seine Jack-Carter-Trilogie ist. Lewis starb 1982 mit zweiundvierzig Jahren.

In dem 1980 erschienenem Noir erzählt Ted Lewis die Geschichte von George Fowler. Der Gangster hat sich nach Mablethorpe zurückgezogen. In dem langweiligen Küstenkaff will er in Ruhe abwarten, bis sich der Staub über den letzten Gangsterkrieg gelegt hat. Während er, immer einen Drink in der Hand, die Seeluft geniest, erinnert er sich an sein Leben als skrupelloser Gangster in London. Aus diesen Erinnerungen entsteht ein Bild des Verbrechens in London in den siebziger Jahren, als Pornographie in Großbritannien illegal und damit ein großes Geschäft war. Schnörkel- und illusionslos erzählt Ted Lewis das.

Gleichzeitig wird Fowler, während er sich an die erkleckliche Zahl seiner Feinde erinnert, zunehmend paranoid. Denn er glaubt, dass sie nach Mablethorpe kommen werden, um ihn zu töten. Als Gangster der alten Schule bereitet er sich auf dieses Gefecht vor.

Für Noir-Fans und Fans von Gangsterkrimis ist „Schwere Körperverletzung“ eine klare Leseempfehlung.

Und nun zum Verlag:

Vor einigen Tagen veröffentlichte Bob Sala ein sehr informatives Verlagsporträt:

Auf der „demnächst erscheinen“-Liste stehen bei Pulp Master aktuell Les Edgerton „Primat des Überlebens“ und „Das grenzgeniale Pseudo-Kidnapping“ (toller Titel), Gerald Kersh „Hirn und zehn Finger“, Dave Zeltserman „Alles endet hier“, Derek Raymond „Er starb mit offenen Augen“ (eine Neuausgabe), Paul Cain „Ansturm auf L. A.“ (dito), Garry Disher „Moder“ (ein neuer Wyatt-Roman), Mark SaFranko „Amerigone“, Buddy Giovinazzo „Keiner lebt hier“ (endlich ein neuer Roman) und Jim Nisbet „Powerball“. Für Noir-Fans ist das eine schöne Mischung alter und neuer Autoren und Bücher.

Ted Lewis: Schwere Körperverletzung

(neu übersetzt von Angelika Müller)

Pulp Master, 2020

352 Seiten

14,80 Euro

Originalausgabe

GBH

Sphere, 1980

Hinweis

Wikipedia über Ted Lewis 


TV-Tipp für den 4. Januar: Die glorreichen Sieben

Januar 3, 2021

ZDF, 22.15

Die glorreichen Sieben (The Magnificent Seven, USA 2016)

Regie: Antoine Fuqua

Drehbuch: Richard Wenk, Nic Pizzolatto (basierend auf dem Drehbuch von Akira Kurosawa, Shinobu Hashimoto und Hideo Oguni)

Die friedlichen Farmer von Rose Creek heuern sieben Revolverhelden an. Sie sollen sie gegen eine skrupellosen Minenbesitzer und seine gesetzlosen Handlanger beschützen.

Überaus gelungene und hundertfünfzigprozentig eigenständige Neuadaption von „Die sieben Samurai“, die schon einmal als Western geremaked wurden.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Denzel Washington, Chris Pratt, Ethan Hawke, Vincent D’Onofrio, Byung-hun Lee, Manuel Garcia-Rulfo, Martin Sensmeier, Haley Bennett, Peter Sarsgaard, Luke Grimes, Matt Bomer

Hinweise

Moviepilot über „Die glorreichen Sieben“

Metacritic über „Die glorreichen Sieben“

Rotten Tomatoes über „Die glorreichen Sieben“

Wikipedia über „Die glorreichen Sieben“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas “Training Day” (Training Day, USA 2001)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas “Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest” (Brooklyn’s Finest, USA 2009)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas “Olympus has fallen – Die Welt in Gefahr” (Olympus has fallen, USA 2013)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas “The Equalizer” (The Equalizer, USA 2014)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas “Southpaw” (Southpaw, USA 2015)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas „Die glorreichen Sieben“ (The Magnificent Seven, USA 2016)

Meine Besprechung von Antoine Fuquas „The Equalizer 2“ (The Equalizer 2, USA 2018)


TV-Tipp für den 3. Januar: Capote

Januar 2, 2021

Tele 5, 23.05

Capote (Capote, USA 2005)

Regie: Bennett Miller

Drehbuch: Dan Futterman

LV: Gerald Clarke: Capote: A Biography, 1988

Sehr sehenswertes Biopic über Truman Capote und seine Recherchen für den True-Crime-Bestseller “Kaltblütig”.

Philip Seymour Hoffman erhielt für seine Darstellung Capotes zahlreiche Preise, unter anderem den Oscar und Golden Globe als bester Darsteller.

Mit Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener, Clifton Collins jr., Chris Cooper, Bob Balaban, Bruce Greenwood, Mark Pellegrino, Amy Ryan

Hinweise

Moviepilot über „Capote“

Metacritic über „Capote“

Rotten Tomatoes über „Capote“

Wikipedia über „Capote“ (deutsch, englisch) und Truman Capote (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bennett Millers „Foxcatcher“ (Foxcatcher, USA 2014)

Meine Besprechung von Ande Parks/Chris Samnee Bildergeschichte „Capote in Kansas“ (Capote in Kansas, 2005) (Yep, ebenfalls über die Arbeit an „Kaltblütig“)


TV-Tipp für den 2. Januar: Jesse James – Mann ohne Gesetz

Januar 1, 2021

SWR, 20.15

Jesse James – Mann ohne Gesetz (Jesse James, USA 1939)

Regie: Henry King

Drehbuch: Nunnally Johnson (nach historischen Recherchen von Rosalind Shaffer und Jo Frances James)

Ein Westernklassiker, der die Geschichte der Brüder Frank und Jesse James erzählt, die sich an der Eisenbahngesellschaft für erlittenes Unrecht rächen wollen und zu Verbrechern werden.

Danach geht es mit den ebenfalls sehenswerten Western „Rache für Jesse James“ (von Fritz Lang) und „Ritt zum Ox-Bow“ (von William A. Wellman) weiter.

mit Tyrone Power, Henry Fonda, Nancy Kelly, Randolph Scott, Henry Hull, Brian Donlevy, John Carradine, Lon Chaney jr.

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Jesse James – Mann ohne Gesetz“

Wikipedia über „Jesse James – Mann ohne Gesetz“ (deutsch, englisch)


Die besten Bücher und Filme 2020

Januar 1, 2021

Was waren die besten und schlechtesten Filme, die ich 2020 gesehen habe und die auch einem breiten Publikum präsentiert wurden? Diese etwas verschwurbelte Frage sagt, dass ich auch Filme in die Auswahl nehme, die im Kino laufen sollten und dort nicht (siehe Disneys „Mulan“ oder, mit Tom Hanks, „Der wunderbare Mr. Rogers“ [A beautiful day in the neighborhood], der kürzlich fast unbemerkt auf DVD veröffentlicht wurde) oder nur wenige Tage (siehe die Roald-Dahl-Verfilmung „Hexen hexen“ oder der deutsche Oscar-Kandidat „Und morgen die ganze Welt“) liefen. Umgekehrt sind Filme, die ich bereits gesehen habe und die 2020 nicht in die Kinos kamen (zum Beispiel „Sky Sharks“ und die Billie-Holiday-Doku „Billie“, die beide an Weihnachten hätten anlaufen sollen), nicht in der Auswahl. Vielleicht 2021.

Was waren die besten Bücher, die ich 2020 gelesen habe? Schlechte Bücher habe ich eigentlich nicht gelesen. Während ich bei einem Film selbstverständlich bis zum Abspann aushalte (vor allem, wenn ich im Kino sitze), höre ich bei einem schlechten Buch mit dem Lesen schon viel früher auf. Und weil ich 2020 auch einige Bücher gelesen habe, die schon lange bei mir herumlagen und bei denen ich aus dem einen oder dem anderen Grund nie zum Lesen kam, sind auch alte Bücher in der engeren Auswahl.

Beginnen wir mit den Filmen.

Viele Filme, die ich in meine erste Auswahl aufnahm, hätten es in einem normalen Kinojahr nicht auf die Liste geschafft. Das liegt teilweise an der Qualität des Films („Tenet“ ist halt nur ein uralter James-Bond-Film mit Zeitreise-Schnickschnack; „Undine“ ist gut, aber auch der Film von Petzold, der mich am wenigsten berührt.). Das liegt aber auch daran, dass ich viele Filme allein zu Haus als Stream gesehen habe. Da fehlt die große, den Blick weitende und Details zeigende Leinwand, die die Schauspieler zu Riesen macht. Der Computerbildschirm verengt dagegen den Blick und verkleinert die Schauspieler zu Zwergen. Bei einem wirklich guten Film ist das egal. Aber alle Filme, die nicht gerade ein Meisterwerk oder eine Totalkatastrophe sind, beeindrucken auf dem Bildschirm weniger als auf der Leinwand. Im Zweifelsfall habe ich den Film dann in die erste Auswahl aufgenommen.

Und es fehlt das Gespräch nach dem Film. Nachdem man sich den Film gleichzeitig mit anderen Menschen angesehen und zusammen gelacht oder geweint hat. Oder sich über die schreckhafte Dame amüsierte.

Deshalb wird es Kinos weiterhin geben. 

Nach dieser langen Vorrede komme ich zu meinem dreckigen Dutzend 2020, sortiert nach den Startterminen:

  1. Kajillionaire
  2. Vergiftete Wahrheit
  3. Eine Frau mit berauschenden Talenten (nach dem Roman „Die Alte“ von Hannelore Cayre)
  4. Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra
  5. Der Fall Richard Jewell
  6. Für Sama (für alle, die gerade panisch Listen mit Erste-Welt-Problemen, wie dem befürchteten Mangel an Klopapier, erstellen)
  7. Intrige (basierend auf einem tollen historischen Roman von Robert Harris über die Dreyfus-Affäre)
  8. Little Women (noch eine Romanverfilmung)
  9. Sorry we missed you
  10. Die Wütenden – Les Misérables
  11. 1917
  12. Queen & Slim (lief am 9. Januar 2020 an und ist damit für diese Liste qualifiziert)

     

Erfreulich war, dass die beiden neuen, sehr persönlichen Filme von Abel Ferrara, “Siberia” und “Tomasso und der Tanz der Geister”, einen Kinostart erhielten.

Ebenso erfreulich war, dass Terrence Malick mit “Ein verborgenes Leben” wieder etwas zum erzählenden Kino zurückkehrte.

Die zehn schlechtesten Filme des Jahres 2020:

entfällt

Nicht, dass ich nicht auf zehn schlechte Filme kommen könnte (ich sage nur „Bloodshot“), aber dann kämen auch Filme auf die Liste, die nicht so wirklich schlecht sind.

Die zehn besten 2020 in Deutschland erschienenen Romane (und schon sind Comics, Sachbücher, ältere Bücher von Ken Bruen, Klassiker und im Original gelesene Bücher [so lese ich im Moment zum ersten Mal alle von Sir Arthur Conan Doyle geschriebenen Sherlock-Holmes-Geschichten im Original] draußen); in alphabetischer Sortierung:

  1. Hannelore Cayre: Die Alte (formidabel verfilmt)
  2. Lee Child: Der Ermittler – Ein Jack-Reacher-Roman
  3. Horst Eckert: Im Namen der Lüge
  4. Katherine Faw: Young God
  5. Sam Hawken: Vermisst
  6. Anthony Horowitz: James Bond: Ewig und ein Tag (und danach geht es mit seinen beiden Hawthorne-Krimis „Ein perfider Plan“ und „Mord in Highgate“ weiter)
  7. Dominique Manotti: Marseille.73
  8. Sara Paretsky: Altlasten
  9. Mercedes Rosende: Falsche Ursula
  10. Wallace Stroby: Zum Greifen nah

So sehen die Listen im Moment aus.


TV-Tipp für den 1. Januar: Frenzy

Januar 1, 2021

Alles Gute zum neuen Jahr!

NDR, 23.30

Frenzy (Frenzy, Großbritannien 1972)

Regie: Alfred Hitchcock

Drehbuch: Anthony Shaffer

LV: Arthur La Bern: Goodbye Piccadilly, Farewell Leicester Square, 1966 (Frenzy)

Ein Frauenmörder versetzt ganz London in Panik. Die Polizei tappt im Dunkeln. Und ein Unschuldiger kennt den richtigen Täter: seinen besten Freund.

Oder in Hitchcocks Worten: „Frenzy ist die Geschichte eines Mannes, der impotent ist und sich deshalb durch Mord ausdrückt.“

Hitchcocks vorletzter Film, seine Rückkehr nach London und seine Rückkehr in die Kritikerherzen, nachdem er seit „Die Vögel“ (1963) nichts wirklich weltbewegendes präsentierte. Zum Beispiel: „wunderbar komisches Drehbuch“ (New York Times), „Der strahlende Beweis, dass jeder, der einen spannenden Film macht, immer noch ein Lehrling dieses Meisters ist“ (Time Magazine), „Frenzy ist das reine Hitchcock-Festival“ (Harris/Lasky) – Ich konnte diese Euphorie nie teilen. Denn alle Beziehungen sind steril oder enden mit Mord. „Frenzy ist bis zum letzten Bild eine hermetische und kalt negative Vision des menschlichen Daseins.“ (Donald Spoto)

Anschließend, um 00.15 Uhr, läuft „Psycho“.

Mit Jon Finch, Barry Foster, Barbara Leigh-Hunt

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Frenzy“

Wikipedia über „Frenzy“ (deutsch, englisch) und Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2“

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks „Mr. und Mrs. Smith“

Meine Besprechung von Thilo Wydras „Alfred Hitchcock“

Meine Besprechung von Robert V. Galluzzos “Psycho Legacy” (The Psycho Legacy, USA 2010 – eine sehenswerte Doku über die “Psycho”-Filme mit Anthony Perkins, mit vielen Stunden informativem Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Stephen Rebellos “Hitchcock und die Geschichte von ‘Psycho’” (Alfred Hitchcock and the Making of ‘Psycho’, 1990)

Meine Besprechung von Sacha Gervasis Biopic “Hitchcock” (Hitchcock, USA 2012)

Meine Besprechung von Henry Keazors (Hrsg.) “Hitchcock und die Künste” (2013)

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 31. Dezember: Pop around the Clock

Dezember 30, 2020

3sat, 06.30

Pop around the Clock

Wie in den vergangenen Jahren präsentiert 3sat am letzten Tag des Jahres Live-Konzerte, die bislang meistens nicht im Fernsehen gezeigt wurden. Wer einige Konzerte verschläft, kann sie bei 3sat zu einer normalen Uhrzeit nachholen. Dort gibt es auch weitere Rockkonzerte

Dieses Jahr sind vor Sonnenaufgang und tagsüber Bob Dylan (mit einem Konzert von 1993), Ringo Star, Prince (mehrmals), Chaka Khan, Eric Clapton (sein 2019er Crossroads-Guitar-Festival), Metallica und Roger Waters dabei. Abends wird es dann poppiger mit Mariah Carey, Shakira, Christina Aguilera und einem Tribute Concert für den DJ/Remixer Avicii. Nach Mitternacht dürfen dann Alice Cooper (in jungen Jahren war der Opa ein Kinderschreck), Muse und Biffy Clyro losrocken.

Musikalisch ist das immer gut abgehangen. In den letzten Jahren überraschten mich vor allem die Konzerte von sehr entspannt aufspielenden Altstars, deren Werk ich in den vergangenen Jahrzehnten nicht verfolgte.


TV-Tipp für den 30. Dezember: Tatort: Auf offener Straße

Dezember 29, 2020

SWR, 23.25

Tatort: Auf offener Straße (Deutschland 1971)

Regie: Theo Mezger

Drehbuch: Leoni Ossowski, Gunther Solowjew

Auf offener Straße wird Joachim Fehrlein von einem wütenden Matrosen erstochen. Kommissar Lutz ermittelt.

Wahrscheinlich kein Klassiker, aber in jedem Fall ein Oldie, der lange nicht mehr im Fernsehen lief. „Auf offener Straße“ ist der vierte „Tatort“ und der erste mit Kommissar Lutz. Lutz ermittelte im Auftrag des Süddeutschen Rundfunks bis 1986 in Baden-Württemberg. Zu seinen Fällen gehört „Rot – rot – tot“ (mit Curd Jürgens).

Seinen ersten Auftritt im Film hat Kommissar Lutz allerdings erst nach 42 Minuten. Dass der Ermittler eher eine Nebenrolle hat, war damals im „Tatort“ nicht ungewöhnlich und trug zur Qualität der Krimis bei, die tief in ein Milieu eintauchten. Mit knapp 70 Minuten gehört „Auf offener Straße“ zu den kürzesten „Tatorten“; auch das war damals nicht ungewöhnlich. Damals nahm man es mit den neunzig Minuten nicht so genau.

So ist ‚Auf offener Straße‘ eher eine Milieustudie des Mannheimer Hafenlebens geworden und das traurige Soziogramm eines Matrosen, der aus Liebesleid Totschlag begeht.“ (Eike Wenzel, Hrsg.: Ermittlungen in Sachen „Tatort“, 2000)

Anschließend, um 00.35 Uhr, zeigt der SWR mit „Blinde Wut“ (Deutschland 1982, Regie: Theo Mezger, Drehbuch: Peter Scheibler) einen weiteren Kommissar-Lutz-Fall.

Mit Werner Schumacher, Wolfgang Hepp, Peter Weis, Erwin Geisler, Joachim Bliese, Renée Hepp, Karl-Heinz von Hassel (hier als Geschäftsführer einer Bar, ab 1985 beim Hessischen Rundfunk Kommissar Brinkmann)

Hinweise

Tatort-Fundus über Kommissar Lutz

Wikipedia über „Tatort: Auf offener Straße“


Cover der Woche

Dezember 29, 2020


Fremde Welten: Alan Moores „Die Ballade von Halo Jones“

Dezember 29, 2020

Halo Jones lebt im ‚Ring‘. Diese im 50. Jahrhundert in der Nähe vom heutigen Manhattan liegende Welt ist ein futuristischer Slum, in dem schon ein Einkaufsbummel eine Selbstmordmission ist. Jones ist 18 Jahre, arbeitslos und ohne eine wirkliche Perspektive auf einen Job oder irgendeine Art von Leben, die mehr als den Tag überleben ist. Zusammen mit einigen Freundinnen und einem Roboterhund haust sie in einer Wohneinheit. Diese muss sie jetzt verlassen, um Lebensmittel einzukaufen.

Ursprünglich erschien „Die Ballade von Halo Jones“ ab Juli 1984 in dem britischen Comicmagazin „2000 AD“ als einer Serie fünf- bis sechsseitiger Episoden. Im ersten „Halo Jones“-Sammelband, der jetzt auf Deutsch erschien, sind die ersten zehn Episoden versammelt. Sie machen uns mit der Welt des Rings bekannt, erzählen die Geschichte dieser Shoppingtour und lassen in Jones die Erkenntnis reifen lassen, dass sie den Ring verlassen muss.

Die Ballade von Halo Jones“ gehört zu den Frühwerken von Alan Moore. Damals schrieb er auch, ebenfalls für „2000 AD“, die von ihm erfundenen Serien „Abelard Snazz“, „D. R. & Quinch“ und „Skizz“ und zahlreiche Geschichten für „Future Shocks“. Sein legendärer Comic „Watchmen“, in dem er, zusammen mit Dave Gibbons, das Superheldengenre neu definierte und gleichzeitig eine deutlich vom Thatcher-England inspirierte Dystopie und der damaligen Ängste in westlichen kapitalistischen Gesellschaften erfand, erschien etwas später.

In der „Ballade von Halo Jones“ geht es um „Schiffe, Schicksen und Shoppen“ (Alan Moore). Oder etwas höflicher formuliert, um eine normale Frau in einer unnormalen Welt und ohne die normalen „2000 AD“-Zutaten, die primär Männer, Waffen und Gewalt waren. „Judge Dredd“ dürfte die allgemein bekannteste, bereits 1977 gestartete „2000 AD“-Serie sein.

Jetzt erschien, anscheinend zum ersten Mal auf Deutsch, der erste „Halo Jones“-Sammelband bei Panini Comics in einer großformatigen Ausgabe.

Der zweite Band ist für den 23. Februar 2021 angekündigt.

Alan Moore/Ian Gibson/Barbara Nosenzo: Die Ballade von Halo Jones – Band 1

(übersetzt von Timothy Stahl)

Panini, 2020

64 Seiten

17 Euro

Originalausgabe

The Ballad of Halo Jones

Rebellion 2000 AD, 1984

Hinweise

Comic Book Database über Alan Moore

Alan-Moore-Fanseite (etwas veraltet)

Wikipedia über Alan Moore (deutsch, englisch) und über „Die Ballade von Halo Jones“ 

Meine Besprechung von Alan Moore/Dave Gibbons’ „Watchmen” (Watchmen, 1986/1987)

Meine Besprechung von Alan Moore/Eddie Campbells “From Hell” (From Hell, 1999)

Meine Besprechung von Alan Moore (Manuskript, Original-Drehbuch)/Malcolm McLaren (Original-Drehbuch)/Antony Johnston (Comic-Skript)/Facundo Percio (Zeichnungen) „Fashion Beast: Gefeuert (Band 1)“ (Fashion Beast # 1 – 5, 2012/2013)

Meine Besprechung von Alan Moore/Kevin O’Neills „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen: 2009“ (The League of Extraordinary Gentlemen #3: 2009, 2011)

Meine Besprechung von Alan Moore/Kevin O’Neills „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen: Das schwarze Dossier“ (The League of Extraordinary Gentlemen: Black Dossier, 2007)

Meine Besprechung von Alan Moore/Jacen Burrows’ „Neonomicon“ (The Courtyard, 2003; Neonomicon #1 – 4, 2010/2011)

Meine Besprechung von Alan Moore/Gabriel Andrades „Crossed + Einhundert (Band 1)“ (Crossed plus one hundred # 1 – 6, 2015)

Meine Besprechung von Alan Moore/Kevin O’Neills „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen – Band 3: Century“ (The League of extraordinary Gentlemen, Volume III: Century # 1: 1910, #2: 1969, #3: 2009; 2009/2011/2012)

Meine Besprechung von Alan Moore/Tony S. Daniel/Kevin Conrads „Spawn: Bloodfeud – Blutfehde“ (Spawn: Blood Feud, 1995)

Meine Besprechung von Alan Moore/Kevin O’Neills „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen: Nemo – Fluss der Geister“ (Nemo: River of Ghosts, 2015)

Meine Besprechung von Alan Moore/Jacen Burrows‘ „Providence – Band 1“ (Providence, #1 – 4, 2015)


TV-Tipp für den 29. Dezember: Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)

Dezember 28, 2020

Servus TV, 20.15/23.45

Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) (Birdman, USA 2014)

Regie: Alejandro G. Iñárritu

Drehbuch: Alejandro G. Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris Jr., Armando Bo

Fesselnde Chronologie der letzten Stunde vor der Premiere von Riggan Thomsons erster Broadway-Inszenierung. Riggan war früher als Superheld „Birdman“ bekannt und diese Filmrolle hat Spuren bei ihm hinterlassen.

TV-Premiere, seltsamerweise erst knapp sechs Jahre nach dem Kinostart und dummerweise mit Werbepausen. Denn Alejandro G. Iñárritu inszenierte „Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ so, dass der Eindruck entsteht, das Drama sei ohne einen Schnitt gedreht worden.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung der Komödie.

mit Michael Keaton, Zach Galifianakis, Edward Norton, Andrea Riseborough, Amy Ryan, Emma Stone, Naomi Watts, Lindsay Duncan, Merritt Wever, Jeremy Shamos, Bill Camp, Damian Young

Hinweise

Moviepilot über „Birdman“

Metacritic über „Birdman“

Rotten Tomatoes über „Birdman“

Wikipedia über „Birdman“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Alejandro G. Iñárritus „Biutiful“ (Biutiful, Mexiko/USA 2010)

Meine Besprechung von Alejandro G. Iñárritus „Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ (Birdman, USA 2014)

Meine Besprechung von Alejandro G. Iñárritus „The Revenant – Der Rückkehrer (The Revenant, USA 2015)


Fremde Welten: Der Comic „Alien: Die Urfassung“

Dezember 28, 2020

Den Science-Fiction-Horrorfilm „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ über die Besatzung eines Frachtschiffs, die während des Raumflugs aus dem Tiefschlaf geweckt wird, einem Funksignal folgt, auf einem Planeten ein havariertes Alien-Raumschiff entdeckt, aus dem Schiff ein fremdes Lebewesen an Bord bringt und, weil dem Alien jeglicher Respekt vor dem menschlichen Leben fehlt, bis zur letzten Filmminute um ihr überleben kämpft, kennen alle. Er machte 1979 Regisseur Ridley Scott und Hauptdarstellerin Sigourney Weaver zu Stars. Bis 1997 gab es drei weitere „Alien“-Filme, die, immer mit Weaver in der Hauptrolle, von James Cameron, David Fincher und Jean-Pierre Jeunet inszeniert wurden und die Geschichte der einzigen Überlebenden des Frachtschiffs Nostromo eigenständig weiter erzählten.

Ab 2012 wandte Ridley Scott sich mit „Prometheus – Dunkle Zeichen“ und „Alien: Covenant“ wieder der „Alien“-Welt zu – und diese Filme vergessen wir besser.

Viele dürften auch Alan Dean Fosters Romanversion von „Alien“ kennen. Sie gehört zu den wirklich lesenswerten Filmromanen.

Fast niemand kannte dagegen bis jetzt die frühen Drehbuchversionen für „Alien“. Ein Drehbuch ist vor allem eine Gebrauchsanweisung für die am Film beteiligten Personen, die sich während des Produktionsprozesses immer wieder, mehr oder weniger stark, verändert. Nur die wenigsten Drehbücher stoßen außerhalb eines kleinen Kreises von Hardcore-Cineasten und Drehbuchautoren auf ein wahrnehmbares öffentliches Interesse.

Christiano Seixas (Skript der Adaption) und Guilherme Balbi (Zeichner) nahmen sich jetzt eine frühe Version des Drehbuchs von Dan O’Bannon für „Alien“ vor und ‚inszenierten‘ es als Comic. Weil bei dieser Version das Aussehen der Aliens noch unklar war (HR Giger war noch nicht engagiert) und zum Geschlecht der Besatzung der Snark (so heißt das Frachtschiff Nostromo im Comic) nur stand, dass sie sowohl Männer als auch Frauen sein könnten (yep, Sigourney Weaver war damals ebenfalls noch nicht engagiert), hatten Seixas und Balbi die Freiheit, eigene Bilder zu erschaffen. Damit ist „Alien: Die Urfassung“ auf visueller Ebene eine mögliche andere Interpretation der Geschichte. Bei der Geschichte selbst gibt es Änderungen, die vor allem den genauen Kennern des Films auffallen werden und deshalb hier nicht verraten werden sollen.

Die jetzt vorliegende „Urfassung“ ist eine gelungene und für „Alien“-Fans interessante Interpretation der bekannten Geschichte, die auch in dieser Version hochspannend ist.

Dan O’Bannon/Christiano Seixas/Guilherme Balbi: Alien – Die Urfassung

(übersetzt von Christian Heiss)

Cross Cult, 2020

112 Seiten

30 Euro

Limitiert auf 999 Exemplare

Originalausgabe

Alien: The Original Screenplay # 1 – 5

Dark Horse Books, August – Dezember 2020

Hinweise

Homepage von Christiano Seixas

Homepage von Guilherme Balbi

Wikipedia über „Alien“ (deutsch, englisch)


Die Krimibestenliste 2020

Dezember 28, 2020

Pünktlich zum Jahresende (und als Erinnerung an mein Vorhaben, noch schnell einige Bestenlisten zu erstellen) gibt es die Jahresbestenliste der Krimibestenliste der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und des Deutschlandfunk Kultur. Diese Jahresbestenliste wird aus den monatlichen Krimibestenlisten generiert. Deshalb gibt es auch keinen Überraschungssieger, von dem vorher nie jemand gehört hat, sondern eine Begegnung mit bekannten Namen und Titeln. Danach sind die zehn besten Krimis des Jahres 2020:

1.) Hope Hill Drive von Garry Disher (original 2019: Peace)

2.) Aufzeichnungen eines Serienmörders von Young-Ha Kim (original 2013: Salinja-ui gieok-beob)

3.) Götter und Tiere von Denise Mina (original 2012: Gods and Beasts)

4.) Alles, was zu ihr gehört von Sara Sligar (original 2020: Take Me Apart)

5.) Heaven, My Home von Attica Locke (original 2019: Heaven, My Home)

6.) Family Business von Lisa Sandlin (original 2019: Bird Boys)

7.) Sommer bei Nacht von Jan Costin Wagner

8.) Morduntersuchungskommission. Der Fall Melchior Nikoleit von Max Annas

9.) Der Fall Alice im Wunderland von Guillermo Martínez (original 2019: Los Crímenes de Alicia)

10.) Altlasten von Sara Paretsky (original 2017: Fallout)

Auf seiner Homepage hat Bestenlisten-Gründer Tobias Gohlis eine Liste mit den zwanzig besten Krimis veröffentlicht:


TV-Tipp für den 28. Dezember: Werk ohne Autor

Dezember 27, 2020

ARD, 20.15

Werk ohne Autor (Deutschland 2018)

Regie: Florian Henckel von Donnersmarck

Drehbuch: Florian Henckel von Donnersmarck

TV-Premiere. Dreistündiges Biopic über den Künstler Kurt Barnert von seiner Kindheit 1937 bis zu seinem Durchbruch 1966 in Wuppertal.

Das ist nicht wirklich schlecht, trotz der Länge unterhaltsam und auch kurzweilig, aber letztendlich nur bildungsbürgerliches Erbauungskino, das brav den Nationalsozialismus, die DDR und die frühen Jahre der BRD an der Biographie des Künstlers Kurt Barnert abhandelt.

Das reale Vorbild für Barnert war Gerhard Richter. Der war von dem Film, nachdem er den Trailer (!) gesehen hatte, nicht begeistert.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer, Saskia Rosendahl, Oliver Masucci, Hanno Koffler, Cai Cohrs, Jörg Schüttauf, Jeanette Hain, Ina Weise, Lars Eidinger, Jonas Dassler, Ben Becker, Hinnerk Schönemann

Wiederholung: Mittwoch, 30. Dezember, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Das Buch zum Film

Florian Henckel von Donnersmarck: Werk ohne Autor

Suhrkamp, 2018

200 Seiten

18 Euro

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Werk ohne Autor“

Moviepilot über „Werk ohne Autor“

Rotten Tomatoes über „Werk ohne Autor“

Wikipedia über „Werk ohne Autor“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Florian Henckel von Donnersmarcks „Werk ohne Autor“ (Deutschland 2018)


TV-Tipp für den 27. Dezember (+ Buchbesprechung + Neuigkeiten): Kingsman: The Secret Service

Dezember 26, 2020

Pro 7, 20.15

Kingsman: The Secret Service (Kingsman: The Secret Service, USA/Großbritannien 2015)

Regie: Matthew Vaughn

Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn

LV: Mark Millar/Dave Gibbons: Secret Service, 2012/2013 (Secret Service)

High-Tech-Genie Valentine hat einen teuflischen Plan, um die Weltbevölkerung radikal zu verkleinern. Ein Job für die Kingsman, einer ultrageheimen globalen Agentenorganisation, die ihr Quartier sehr stilbewusst in einem noblen britischen Herenbekleidungsgeschäft hat. Dort ist, nach dem Tod eines Agenten, ein Job vakant. Kingsman Harry Hart schlägt Gary „Eggsy“ Unwin, einen kleinkriminellen Taugenichts aus der Unterschicht, als künftiges Mitglied vor. Man müsse schließlich mit der Zeit gehen.

Grandiose, witzige, äußerst stilbewusste, vespielte und auch sehr brutale Liebeserklärung an die alten James-Bond-Filme, die mit einem ordentlichen Portion Comic-Ästhetik ins 21. Jahrhundert geholt werden.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Colin Firth, Samuel L. Jackson, Mark Strong, Taron Egerton, Michael Caine, Sofia Boutella

Wiederholung: Montag, 28. Dezember, 01.00 Uhr (Taggenau! – Und dann wahrscheinlich ungekürzt)

Die Vorlage

Mark Millar/Dave Gibbons: Secret Service

(übersetzt von Claudia Fliege)

Panini, 2013

172 Seiten

19,99 Euro

Originalausgabe

Secret Service # 1- 6

Millarworld, Juni 2012 – April 2013

Mehr von Eggsy

Jagd auf Red Diamond“ ist schon vor einiger Zeit erschienen und mein ursprünglicher Plan war, den von Rob Williams (Autor) und Simon Fraser (Zeichner) geschriebenen Comic im Zusammenhang mit dem neuen „Kingsman“-Film zu besprechen.

In dem Comic ist Eggsy inzwischen ein Kingsman. Aber nachdem er bei seinem letzten Einsatz den Duke of Edinburgh verprügelte, wird er beurlaubt. Kurz darauf gibt es ein Lebenszeichen des genialen Hacker Alias und weil gerade alle anderen Kingsman-Agenten im Einsatz sind, kehrt Eggsy zurück. Als er den Hacker schnappt, erfährt er, dass Red Diamond mit einem Virus alle Computer abschalten und so die vordigitale Welt wieder zurückholen will.

Williams und Fraser knüpfen gelungen an den Comic „Secret Service“ von Mark Millar und Dave Gibbons, der die Vorlage für Matthew Vaughns Film war, an. „Jagd auf Red Diamond“ ist ein schöner Spaß und eine gelungene Überbrückung für die Fans der Kingsman.

Rob Williams/Simon Fraser: Kingsman: Jagd auf Red Diamond

(übersetzt von Bernd Kronsbein)

Panini, 2019

156 Seiten

17 Euro

Originalausgabe

Kingsman: The Red Diamond # 1 – 6

September 2017 – Februar 2018

Demnächst im „Kingsman“-Universum

Eigentlich sollte der dritte „Kingsman“-Film bereits vor einigen Monaten im Kino laufen. Daraus wurde nichts. Jetzt soll „The King’s Man – The Beginning“ am 11. März 2021 starten; was ich für einen seh ambitionierten Starttermin halte. Ich gehe eher von einem Start Ende März oder im April aus.

Über den Inhalt ist nur bekannt, dass er eine Geschichte aus den Anfängen der „Kingsman“ erzählt. Mit viel Action, Explosionen, großer Starbesetzung und wieder von Matthew Vaughn inszeniert.

Außerdem sind geplant: ein dritter regulärer „Kingsman“-Film (der damit an „The Secret Service“ und „The Golden Circle“ anschließt, ein Film mit den „Statesman“, der aus dem zweiten „Kingsman“-Film „The Golden Circle“ bekannten US-amerikanischen Bruderorganisation, und eine achtstündige TV-Miniserie.

Da fehlt eigentlich nur noch eine Romanserie.

The King’s Man – The Beginning (Großbritannien/USA 2021)

Regie: Matthew Vaughn

Drehbuch: Matthew Vaughn, Karl Gajdusek (nach einer Geschichte von Matthew Vaughn)

mit Harris Dickinson, Gemma Arterton, Matthew Goode, Aaron Taylor-Johnson, Ralph Fiennes, Stanley Tucci, Charles Dance, Daniel Brühl, Djimon Hounsou, Rhys Ifans, Tom Hollander, Alexandra Maria Lara

Hinweise

Britische Homepage zum Film

Moviepilot über „Kingsman“

Metacritic über „Kingsman“

Rotten Tomatoes über „Kingsman“

Wikipedia über „Kingsman“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Matthew Vaughns Mark-Millar-Verfilmung „Kingsman: The Secret Service“ (Kingsman: The Secret Service, USA/Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Matthew Vaughns „Kingsman: The Golden Circle“ (Kingsman: The Golden Circle, USA 2017)

Homepage von Mark Millar

Meine Besprechung von Mark Millar/J. G. Jones‘ „Wanted (Mark Millar Collection 1)“ (Wanted # 1 – 6, Dezember 2003 – Februar 2005)

Meine Besprechung von Mark Millar/Steve McNivens „Nemesis“ (Nemesis, 2010/2011)

Meine Besprechung von Mark Millar/Grant Morrisons “Vampirella: Heiliger Krieg (Master Series 1)”

Meine Besprechung von Mark Millar/Steve McNivens „Wolverine: Old Man Logan“ (Old Man Logan, 2008/2009)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita, Jr. „Kick-Ass 2 (Band 1)“ (Kick-Ass 2 – Issue 1 – 4, Dezember 2010 – November 2011)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita, Jr. „Kick-Ass 2 (Band 2)“ (Kick-Ass 2 – Issue 5 – 7, Januar – Mai 2012)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita, Jr. „Hit-Girl – Kick-Ass 2: Die Vorgeschichte“ (Hit-Girl, Issue 1 – 5, August 2012 – April 2013)

Meine Besprechung von Mark Millar/Leinil Yus „Superior – Band 2“ (Superior, Issue 5 – 7, Dezember 2011 – März 2012)

Meine Besprechung von Mark Millar/Dave Gibbons‘ „Secret Service“ (Secret Service # 1- 6, Juni 2012 – April 2013)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita jr. „Kick-Ass 3 – Band 1“ (Kick-Ass 3, # 1 – 5, Juli 2013 – Januar 2014)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita jr. „Kick-Ass 3 – Band 2“ (Kick-Ass 3 – # 6 – 7, April – August 2014)

Meine Besprechung von Mark Millar/Leinil Yu/Nacho Vigalondos (Co-Autor/Drehbuch) „Super Croocks – Band 1: Der Coup“ (Super Crooks # 1 – 4, 2012)

Meine Besprechung von Jeff Wadlows Mark-Millar-Verfilmung „Kick-Ass 2“ (Kick-Ass 2, USA 2013)

Meine Besprechung von Matthew Vaughns Mark-Millar-Verfilmung „Kingsman: The Secret Service“ (Kingsman: The Secret Service, USA/Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Mark Millar/Dave Johnson/Kilian Plunketts „Genosse Superman (Mark Millar Collection 4)“ (Superman: Red Son # 1 – 3, 2003)

Meine Besprechung von Mark Millar/Rafael Albuquerque/Dave McCaigs „Huck – Held wider Willen“ (Huck # 1 – 6, November 2015 – April 2016)

Meine Besprechung von Mark Millar/Stuart Immonens „Empress“ (Empress # 1 – 7, Juni 2016 – Januar 2017)

Meine Besprechung von Mark Millar/Greg Capullos „Reborn“ (Reborn # 1 – 6, Oktober 2016 – Juni 2017)

Meine Besprechung von Mark Millar/Olivier Coipels „The Magic Order“ (The Magic Order # 1 – 6, 2018/2019)

Mein Besprechung von Mark Millar/Wilfredo Torres‘ „Jupiter’s Circle“ (Jupiter’s Circle # 1 – 6, 2015; Jupiter’s Circle 2 # 1 – 6, 2015/2016)

Meine Besprechung von Mark Millar/Ricardo Lopez Ortiz‘ „Hit-Girl in Kolumbien“ (Hit-Girl (2018) # 1 – 4, 2018)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita Jr. „Kick-Ass: Frauenpower“ (Kick-Ass (2018) # 1 – 6, 2018)

Meine Besprechung von Mark Millar/Rafael Albuquerques „Prodigy: Die böse Erde“ (Prodigy: The evil earth # 1 – 6, 2019)

Meine Besprechung von Mark Millar/Simone Bianchis „Sharkey the Bounty Hunter – Krawall im All“ (Sharkey the Bounty Hunter # 1 – 6, 2020)


TV-Tipp für den 26. Dezember: Beverly Hills Cop – Ich lös‘ den Fall auf jeden Fall

Dezember 25, 2020

ZDFneo, 20.15

Beverly Hills Cop – Ich lös’ den Fall auf jeden Fall (Beverly Hills Cop, USA 1984)

Regie: Martin Brest

Drehbuch: Daniel Petrie jr. (nach einer Geschichte von Danilo Bach und Daniel Petrie jr.)

Als ein alter Freund von Detroit-Cop Axel Foley ermordet wird, nimmt Foley Urlaub und beginnt im noblen Beverly Hills den Mörder zu jagen. Dort fällt er nicht nur wegen seiner Hautfarbe, seinen Klamotten, seinem Mundwerk, sondern auch wegen seinen Methoden (die jede geschriebene und ungeschriebene Dienstvorschrift ignorieren) auf.

Die Action-Comedy war damals ein Kassenschlager und zog zwei schwächere Fortsetzungen nach sich. Ein vierter Film ist seit Ewigkeiten im Gespräch. Aktuell soll er von Netflix produziert werden; was nicht unbedingt ein sehr vertrauenserweckendes Zeichen ist. Aus einer geplanten TV-Serie wurde nichts.

„Meisterwerk des Kommerzes“ (Fischer Film Almanach 1986)

„pures Entertainment“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm)

Tja, das Team Simpson/Bruckheimer wusste schon damals, wie sie an unser Geld kommen. Ihr nächster Film war „Top Gun“.

Das Drehbuch war für einen Oscar und den Edgar-Allan-Poe-Preis nominiert.

Anschließend zeigt ZDFneo den zweiten und dritten Leinwandauftritt von Axel Foley.

mit Eddie Murphy, Judge Reinhold, John Ashton, Lisa Eilbacher, Steven Berkoff, James Russo, Jonathan Banks, Stephen Elliott

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Beverly Hills Cop“

Wikipedia über „Beverly Hills Cop“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 25. Dezember: Wish I was here

Dezember 24, 2020

Servus TV, 20.15/23.55

Wish I was here (Wish I was here, USA 2014)

Regie: Zach Braff

Drehbuch: Adam Braff, Zach Braff

Schauspieler Aidan (Zach Braff) weigert sich, trotz Frau und Kindern, erwachsen zu werden. Da erkrankt sein Vater, der die Schule der Kinder finanziert, an Krebs und Aidan muss einige Entscheidungen treffen.

Zach Braffs liebevolle Indie-Komödie „Wish I was here“ verunsichert und irritiert nie, sondern bestätigt seine Charaktere – und die Zuschauer – in ihrem Leben.

Das gesagt ist der Film, nach „Garden State“ der zweite Spielfilm von „Scrubs“-Star Zach Braff, unterhaltsam, kurzweilig, witzig, episodisch, aber auch ziellos und oft konventionell in seinen Beschreibungen und Lösungen. Es ist auch ein Film, der im Privaten steckenbleibt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Zach Braff, Kate Hudson, Mandy Patinkin, Josh Gad, Joey King, Pierce Gagnon, Donald Faison, Ashley Greene, Jim Parsons, Michael Weston

Hinweise
Moviepilot über „Wish I was here“
Metacritic über „Wish I was here“
Rotten Tomatoes über „Wish I was here“
Wikipedia über „Wish I was here“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Zach Braffs „Wish I was here“ (Wish I was here, USA 2014)

Meine Besprechung von Zach Braffs „Abgang mit Stil“ (Going in Style, USA 2017)


TV-Tipp für den 24. Dezember: Die fabelhafte Welt der Amélie

Dezember 23, 2020

Frohes Fest!

Servus TV, 20.15

Die fabelhafte Welt der Amélie (Le fabuleux destin d’Amélie Poulain, Frankreich/Deutschland 2001)

Regie: Jean-Pierre Jeunet

Drehbuch: Guillaume Laurant, Jean-Pierre Jeunet

In einem Paris, das nicht von dieser Welt ist (und das es so nie gab), verzaubert die Kellnerin Amélie ihre Mitmenschen und macht sie glücklich. Da trifft sie ihren Märchenprinzen…

Ein märchenhafter, schnell verzaubernder, vor Einfällen überbordender, wundervoll warmherziger Film voller Humor und skurriller Typen.

mit Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz, Rufus, Yolande Moreau, Artus de Penguern

Wiederholung: Samstag, 26. Dezember, 12.30 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die fabelhafte Welt der Amélie“

Wikipedia über „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Jean-Pierre Jeunets „Die Karte meiner Träume“ (The young and prodigious T. S. Spivet, Frankreich/Kanada 2013)


Captain Future „Jenseits der Sterne“ „Im Zeitstrom verschollen“

Dezember 23, 2020

Captain Future ist ein Mann der Wissenschaft. Auf dem Mond forscht Curtis Newton, so sein bürgerlicher Name, in seinem Labor emsig mit seinem Team. Das besteht aus Professor Simon Wright, einem in einem Spezialbehälter lebendem Genie-Gehirn, Android Otho, der seine Gestalt verändern kann, und Roboter Grag, der gerne ein Mensch wäre. Sie sind auch fremde Welten erforschende und rettende Abenteurer. Newton dürfte jüngere Semester spontan an „Iron Man“ Tony Stark erinnern.

Allerdings wurde Curtis Newton bereits 1940 von Edmond Hamilton erfunden. In den nächsten Jahren schrieb Hamilton 24 „Captain Future“-Geschichten für das „Captain Future Magazine“ und, später, „Startling Stories“. Er schrieb zwischen 1940 und 1951 fast alle „Captain Future“-Geschichten. Und er ist mit diesen damals und heute immer noch sehr populären Abenteuergeschichten einer der Erfinder der Space Opera.

Seit einigen Jahren veröffentlicht der Golkonda Verlag Hamiltons „Captain Future“-Geschichten in sehr liebevollen Ausgaben. Die Romane werden neu, vollständig und gut übersetzt. Außerdem werden die Zeichnungen und das mit Captain Future zusammenhänge Bonusmaterial aus dem „Captain Future Magazine“ abgedruckt.

Jetzt sind im Rahmen dieser Neuausgabe der achte und neunte „Captain Future“-Roman „Im Zeitstrom verschollen“ und „Jenseits der Sterne“ erschienen.

Als Curtis Newton in „Im Zeitstrom verschollen“ von einem schon vor Millionen Jahre von dem sich damals zwischen Mars und Jupiter befindendem Planeten Katain an zukünftige Generationen gesendeten Hilferuf erfährt, macht er sich mit Simon Wright, Grag und Otho auf den Weg in die Vergangenheit. Denn er hat kürzlich ein Gerät erfunden, mit dem Zeitreisen möglich sind. In der Vergangenheit stolpert er in einen interplanetaren Konflikt und er hat eine Idee, wie er Katain vor der Zerstörung retten kann. Dafür muss er noch weiter in die Vergangenheit unseres Sonnensystems reisen.

in „Jenseits der Sterne“ verspricht Curtis Newton den Bewohnern des Planeten Merkur, dass er ihnen beim Überleben auf ihrem Planeten helfen wird. Die Merkurianer verbrauchen mehr Luft und Wasser als der Atmosphärenwandler produziert. Es muss also eine Möglichkeit gefunden werden, unbegrenzte Mengen an Sauerstoff und Wasser aus dem Nichts zu gewinnen. Die Lösung für das Problem könnte in der legendären Wiege der Materie liegen. Sie soll viele Lichtjahre entfernt in einer anderen Galaxie liegen. Falls es sie überhaupt gibt.

Mit dem von ihm erfundenen Vibrationsantrieb, der Flüge mit vielfacher Lichtgeschwindigkeit ermöglicht, brechen er und seine drei Gefährten zur Wiege der Materie auf. Dort, ihr ahnt es, stolpert er in einen veritablen Krieg zwischen verschiedenen Fraktionen, die nicht immer edle Absichten mit den Möglichkeiten der Wiege der Materie haben. Schließlich verleiht sie ihrem Besitzer unbegrenzte Macht.

Beide Romane sind wundervoll naive Geschichten fernab jeglicher Wirklichkeit, die fröhlich die amerikanische Mentalität vom Einzelgänger, der die Welt rettet, huldigt.

Schließlich wissen wir heute, dass in unserem Sonnensystem die anderen Planeten nicht bewohnt sind. Eigentlich sind alle wissenschaftlichen Theorien, die in den Romanen mit heiligem Ernst präsentiert werden, wundervoller Unfug. Um die bei Zeitreisen auftauchenden Probleme wird sich in „Im Zeitstrom verschollen“ nicht gekümmert. Letztendlich ist diese Zeitreise in die Vergangenheit nur ein Gimmick, der es Edmond Hamilton im Rahmen einer sich strikt chronologisch fortbewegenden Geschichte ermöglicht, einige Planeten zu zerstören. Bis dahin spielten die „Captain Future“-Geschichten in unserem Sonnensystem. Das Leben im Weltraum auf den fremden Planeten erinnert dann doch eher an die Vergangenheit, als Schatzsucher in Südamerika El Dorado, die sagenumwobene irgendwo und nirgendwo liegende Stadt aus Gold, suchten oder von Dorf zu Dorf, von Herrschaftsbereich zu Herrschaftsbereich, zogen, in Probleme gerieten und kämpften. Die Verständigung zwischen den Weltraumabenteurern und den Bewohnern fremder Planeten ist kein Problem, weil auf allen Welten mehr oder weniger Englisch oder eine mit dem englischen verwandte Sprache gesprochen wird. Auf den von unseren Helden besuchten Planeten gibt es einen gut gepflegten Hang zum antiken Kitsch, den wir auch aus „Flash Gordon“ kennen und der seit Jahrzehnten liebevoll in dicken Büchern und Filmen gepflegt wird.

Das ist, wie gesagt, unterhaltsamer Unfug und gerade deshalb sind die beiden neuen „Captain Future“-Romane „Im Zeitstrom verschollen“ und „Jenseits der Sterne“ auch achtzig Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung ein immer noch gut lesbares Vergnügen.

Edmond Hamilton: Captain Future: Im Zeitstrom verschollen

(übersetzt von Frauke Lengermann)

Golkonda, 2020

208 Seiten

14 Euro

Originalausgabe

The lost world of time

Captain Future Magazine, Herbst 1941

Edmond Hamilton: Captain Future: Jenseits der Sterne

(übersetzt von Maike Hallmann)

Golkonda, 2020

192 Seiten

14 Euro

Originalausgabe

Quest beyond the stars

Captain Future Magazin, Winter 1942

Hinweise

Wikipedia über Edmond Hamilton (deutsch, englisch) und Captain Future (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Edmond Hamiltons “Captain Future: Die Herausforderung” (Captain Future’s Challenge, 1940)

Meine Besprechung von Edmond Hamiltons „Captain Future: Der Triumph“ (The Triumph of Captain Future, 1940)

Meine Besprechung von Hardy Kettlitz‘ „Edmond Hamilton – Autor von Captain Future“ (2015)


TV-Tipp für den 23. Dezember: Alice im Wunderland

Dezember 22, 2020

Es ist nicht das „Nightmare before Christmas“, aber immerhin auch von „Frankenweenie“ Tim Burton

RTL II, 20.15

Alice im Wunderland (Alice in Wonderland, USA 2010)

Regie: Tim Burton

Drehbuch: Linda Woolverton

LV: Lewis Carroll: Alice’s Adventures in Wonderland, 1865 (Alice im Wunderland), Through the Looking-Glass, 1871 (Alice hinter Spiegeln)

Tim Burtons Interpretation der allseits bekannten Geschichte von Alice, die als Kind im Wunderland phantastische Figuren trifft und phantastische Abenteuer erlebt. Bei Burton kehrt sie als junge Erwachsene zurück in das Wunderland, wo sie ihre alten Freunde wieder trifft und ihnen beim Kampf gegen die böse Rote Königin helfen soll.

mit Mia Wasikowska, Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway, Crispin Glover, Matt Lucas

Wiederholung: Freitag, 25. Dezember, 18.10 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Alice im Wunderland“

Wikipedia über „Alice im Wunderland“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Tim Burtons “Frankenweenie” (Frankenweenie, USA 2012, nach einem Drehbuch von John August)

Meine Besprechung von Tim Burtons „Big Eyes“ (Big Eyes, USA 2014)

Meine Besprechung von Tim Burtons „Die Insel der besonderen Kinder“ (Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children, USA 2016)

Meine Besprechung von Tim Burtons „Dumbo“ (Dumbo, USA 2019)

Tim Burton in der Kriminalakte


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