Neu im Kino/Buch- und Filmkritik: „Die drei ??? – Toteninsel“, eine Abenteuergeschichte für Kinder

Januar 23, 2026

Dieses mal wollen „Die drei ???“ ihren Ferien nicht mit einem neuen Fall, sondern mit – nun, der andere Plan wird aufgeschoben, weil jetzt erst einmal das Telefon klingelt und sie dann doch einen Fall haben. Der Fall hat etwas mit dem Geschäftsmann, Miliardär und Wohltäter von Rocky Beach, Joseph Saito Hadden, zu tun und es geht um einen ebenso geheimnisvollen wie wertvollen Schatz, der auf der Pazifikinsel Makatao versteckt sein soll. Ein Betreten der als Toteninsel bekannten Insel ist lebensgefährlich, weil sie eine heilige Stätte und Ruhestätte von Toten ist und der auf der Insel aktive Vulkan demnächst explodieren könnte. Es gibt also zwei gute Gründe, Makatao nicht zu betreten.

Eine mehr als halbseidene Gruppe Schatzsucher mit wissenschaftlichem Background und zunächst unklaren Verbindungen zu dem Geheimbund Sphinx, tut es, weil Hadden sie dafür fürstlich entlohnt.

Die drei ??? – das sind die drei jugendlichen Detektive Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews, die in Rocky Beach, einem Vorort von Los Angeles, zur Schule gehen (der uninteressante Teil ihres Lebens) und Kriminalfälle lösen (der interessante Teil ihres Lebens) – machen sich auf den Weg zur Insel, weil Peter durch eine Verkettung unglücklicher Umstände von den Schatzsuchern auf ihrem Schiff mitgenommen wird. Sie wollen ihren Freund retten. Außerdem sind sie sehr neugierige Teenager.

Die drei ??? – Toteninsel“ ist der dritte Film mit Julius Weckauf, Nevio Wendt und Levi Brandl als jugendliche Detektive Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews. Jördis Triebel und Florian Lukas spielen wieder Tante Mathilda und Onkel Titus, die Zieheltern von Justus. Dieses Mal haben sie nur einen kurzen Auftritt am Filmanfang und -ende. Die Regie übernahm wieder Tim Dünschede. Das Drehbuch ist wieder von Anil Kizilbuga. Für Kontinuität ist also in jeder Beziehung gesorgt.

Wie schon in dem ersten Film „Erbe des Drachen“ geht es wieder auf Reisen.

Aber bis Justus, Peter und Bob in Richtung Makatao aufbrechen, ermitteln sie einen großen Teil der Filmzeit in Rocky Beach.

Während der erste „Die drei ???“-Film mit diesem Team (es gibt auch ältere „Die drei ???“-Filme mit anderen Schauspielern) mit einem Filmdreh in einem Schloss in Transsylvanien ein wenig in Richtung Horrorgeschichte zwinkerte und fiel Potential in punkto filmischer Anspielungen unnötig verspielte, gefiel „Die drei ??? und der Karpartenhund“ als ziemlich überzeugend geplottete Rätselkriminalgeschichte mit einigen passenden Anspielungen. „Toteninsel“ ist nun eine Abenteuergeschichte und eine Schatzsuche, die in Richtung „Uncharted“, den „Die Mumie“-Filmen (mit Brendan Fraser), Tomb Raider und Indiana Jones zwinkert.

Erwachsene dürften etwas enttäuscht über den Mangel an lustvoll zitierten Abenteuerfilm-Klassikern sein. Sie dürften sich auch über die Motivation des Bösewichts und seinen Plan, mit dem er in den Besitz des Schatzes von Makatao gelangen will, ärgern. Der Fall selbst entwickelt sich, in schönster Pulp-Manier, in dem ein Rätsel auf das nächste Rätsel aufgetürmt wird.

Für Kinder ist „Toteninsel“ eine unterhaltsame und spannende Abenteuergeschichte, die sich vor allem an Kinder vor der Pubertät richtet.

Zum Schluss muss noch eine neue Entwicklung in der Welt der „Drei ???“ angesprochen werden. Am Ende von „Die drei ??? und der Karpatenhund“ erhalten die Detektive einen MG. Nachdem die drei Detektive vorher über Jahrzehnte nicht alterten, hat Peter seinen Führerschein gemacht und er darf jetzt Auto fahren. Justus und Bob sind demnächst alt genug für ihre Führerscheine. In ihrem neuesten Film sitzen sie öfter im Auto. Handlungsentscheidend ist das nicht.

Verglichen mit der neuesten Entwicklung im „Die drei ???“-Kosmos war das allerdings nur eine kleine Änderung. Dieses Mal hilft ihnen Jelena Charkova. Bob lernte die Rollstuhlfahrerin im Krankenhaus kennen, befreundete sich mit ihr und ist begeistert von ihren Fähigkeiten am Computer. Sie ist die beste Hackerin von Rocky Beach. Mühelos dringt sie in jede Datenbank ein. Im Lauf der Geschichte muss sie das öfter tun. Auch wenn sich in diesem Fall ihre Arbeit auf reine Zuarbeit beschränkt, wildert sie in Bobs Arbeitsgebiet „Recherchen und Archiv“ und stört das fein austarierte, seit Ewigkeiten in vielen Abenteuern etablierte Gleichgewicht zwischen den drei ???. Sie ist keine Bereicherung des Teams, sondern nur eine überflüssige Figur, die eine Aufgabe übernimmt, die schon einer der drei Fragezeichen erledigte. Insofern wirkt sie wie ein überflüssiges Zugeständnis an den Zeitgeist. Mit einem weiblichen Detektivtrio, das mit den drei ??? konkurriert, hätte ich dagegen kein Problem. Auch nicht mit einer Kinderserie (und das sind „Die drei ???“), in der nur Mädels ermitteln. Gemischte Ermittlerteams gab es ja schon bei Enid Blyton.

Doch zurück zum Film. „Die drei ??? – Toteninsel“ ist ein spannender Abenteuerfilm für Kinder, den sie sich ohne erwachsene Begleitung ansehen können. Trotzdem hätte die Story besser konstruiert und die Dialoge besser geschrieben sein können. Gleiches gilt für die schauspielerischen Leistungen.

André Marx schrieb wieder einen reichhaltig illustrierten Filmroman, in dem er die Filmgeschichte gelungen nacherzählt.

Die drei ??? – Toteninsel (Deutschland 2026)

Regie: Tim Dünschede

Drehbuch: Anil Kizilbuga, André Marx (dramaturgische Beratung)

LV: André Marx: Die drei ??? – Toteninsel, 2001

mit Julius Weckauf, Nevio Wendt, Levi Brandl, Andreas Pietschmann, Jannik Schümann, Jördis Triebel, Florian Lukas, Filip Schnack, Katja Lechthaler, Philipp Christopher, Momo Beier, Pascal Buchsbaum, Amal Keller, Simon Kluth, Florentine Behrend

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 6 Jahre (und primär, wie die Bücher, bis 12/14 Jahre)

Der Roman zum Film (mit vielen Filmbildern – eine gut geschriebene und entsprechend lesenswerte Romanfassung des Films)

André Marx: Die drei ??? – Toteninsel

Kosmos, 2025

208 Seiten

13 Euro

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Die drei ??? – Toteninsel“

Moviepilot über „Die drei ??? – Toteninsel“

Kosmos über „Die drei ???“

Wikipedia über „Die drei ???“ (deutsch, englisch) und über „Die drei ??? – Toteninsel“

Meine Besprechung von Tim Dünschedes „Limbo“ (Deutschland 2019)

Meine Besprechung von Tim Dünschedes „Die drei ??? – Erbe des Drachen“ (Deutschland 2023)

Meine Besprechung von Tim Dünschedes „Die drei ??? und der Karpatenhund“ (Deutschland 2025) (und von André Marx‘ Filmroman)


TV-Tipp für den 23. Januar: Der einzige Zeuge

Januar 22, 2026

Bayern, 00.15

Der einzige Zeuge (Witness, USA 1985)

Regie Peter Weir

Drehbuch: Earl W. Wallace, William Kelley (nach einer Geschichte von William Kelley, Pamela Wallace und Earl W. Wallace)

In Philadelphia beobachtet ein achtjähriger Amish-Junge einen Polizistenmord. Auf dem Polizeirevier kann der Junge die Mörder identifizieren: es sind Kollegen des ermittelnden Detective John Book. Book muss mit dem Zeugen und seiner Mutter bei den Amish untertauchen. Dort entdeckt er eine Welt, die absolut nichts mit seiner Welt zu tun hat.

Polizeifilmklassiker, der im Genrekostüm die Geschichte eines Culture Clash erzählt.

„Weir hat einen überaus spannenden (Kriminal-)Film geschaffen, der auf Action – mit Ausnahme der gewalttätigen Schlusssequenz, die sich aber aus der Fabel völlig motiviert – weitgehend verzichten kann, weil er von Menschen handelt, die von sich aus faszinierend genug sind.“ (Fischer Film Almanach 1986)

Das Drehbuch erhielt den Edgar Allan Poe Award, den Writers Guild of America Award (WGA Award) und den Drehbuchoscar. Peter Weir und Harrison Ford waren für Oscars nominiert und als bester Film war „Der einzige Zeuge“ ebenfalls nominiert. Die Schmonzette „Jenseits von Afrika“ erhielt dann den Oscar als bester Film.

mit Harrison Ford, Kelly McGillis, Jan Rubes, Josef Sommer, Lukas Haas, Alexander Godunov, Danny Glover, Viggo Mortensen (Debüt)

Hinweise

Metacritic über “Der einzige Zeuge”

Rotten Tomatoes über “Der einzige Zeuge”

Wikipedia über „Der einzige Zeuge“ (deutsch, englisch) und über Peter Weir (deutsch, englisch)

Senses of Cinema über Peter Weir

The Peter Weir Cave (eine Fanseite)

Meine Besprechung der “Peter Weir Collection” (mit “Die Autos, die Paris auffrassen”, “Picknick am Valentinstag”, “Die letzte Flut” und “Wenn der Klempner kommt”)

Peter Weir in der Kriminalakte


Die Oscar-Nominierungen 2026

Januar 22, 2026

Die 98. Oscars werden am 15. März im Dolby Theatre in Los Angeles vergeben. Und ehe ich gleich die heute präsentierte vollständige Liste der Nominierten veröffentliche, einige Gedanken dazu:

Für die Zahlenfreaks:

Saints & Sinners“ (Sinners) erhielt 16 Nominierungen. Das ist ein Rekord und normalerweise für viele Gewinne.

One Battle after another“ erhielt 13 Nominierungen.

Marty Supreme“, „Frankenstein“ und „Sentimental Values“, der Gewinner etlicher Europäischer Filmpreise, unter anderem als bester Films, erhielten jeweils 9 Nominierungen.

Avatar: Fire and Ash“ ist für zwei Oscars nominiert: beste Kostüme und Visual Effects.

Wicked – Teil 2“ erhielt keine einzige Nominierung. Der erste Teil erhielt 10 Nominierungen und gewann 2 Oscars.

Weil ich davon ausgehe, dass „One Battle after another“, das unter anderem den Golden-Globe-Gewinner als bestes Musical oder Comedy erhielt, in den Hauptkategorien (bester Film, Regie, Drehbuch abräumt, bei den Schauspielkategorien auch einige Oscars gewinnen wird und die Kamera ebenfalls preiswürdig ist) gewinnen wird, sage ich jetzt, dass der Film für mich der große Favorit ist.

Saints & Sinners“, ebenfalls gelungen, dürfte in einigen anderen Kategorien gewinnen.

Der Oscar für den besten internationalen Film dürfte an „Sentimental Values“ gehen.

Soweit mein Blick in die Glaskugel.

Das gesagt, sind eigentlich alle nominierten Filme sehenswert.

Nominiert sind in 24 Kategorien:

Best Motion Picture of the Year

Bugonia (Ed Guiney, Andrew Lowe, Yorgos Lanthimos, Emma Stone, Lars Knudsen)

F1 (Chad Oman, Brad Pitt, Dede Gardner, Jeremy Kleiner, Joseph Kosinski, Jerry Bruckheimer)

Frankenstein (Guillermo del Toro, J. Miles Dale, Scott Stuber)

Hamnet (Liza Marshall, Pippa Harris, Nicolas Gonda, Steven Spielberg, Sam Mendes)

Marty Supreme (Eli Bush, Ronald Bronstein, Josh Safdie, Anthony Katagas, Timothée Chalamet) (wird zum Kinostart abgefeiert)

One Battle After Another (Adam Somner, Sara Murphy, Paul Thomas Anderson)

The Secret Agent (Emilie Lesclaux)

Sentimental Value (Maria Ekerhovd, Andrea Berentsen Ottmar)

Blood & Sinners (Sinners) (Zinzi Coogler, Sev Ohanian, Ryan Coogler)

Train Dreams (Marissa McMahon, Teddy Schwarzman, Will Janowitz, Ashley Schlaifer, Michael Heimler)

Best Achievement in Directing

Chloé Zhao (Hamnet)

Paul Thomas Anderson (One Battle After Another)

Ryan Coogler (Blood & Sinners)

Joachim Trier (Sentimental Value)

Josh Safdie (Marty Supreme)

Best Original Screenplay

Blue Moon (Robert Kaplow)

Ein einfacher Unfall (Jafar Panahi, Shadmehr Rastin, Nader Saïvar, Mehdi Mahmoudian)

Marty Supreme (Josh Safdie, Nader Saïvar, Shadmehr Rastin, Mehdi Mahmoudian)

Sentimental Value (Joachim Trier, Eskil Vogt)

Blood & Sinners (Ryan Coogler)

Best Adapted Screenplay

Bugonia (Will Tracy)

Frankenstein (Guillermo del Toro)

Hamnet (Maggie O’Farrell, Chloé Zhao)

One Battle After Another (Paul Thomas Anderson)

Train Dreams (Clint Bentley, Greg Kwedar)

Best International Feature Film

The Secret Agent (Brazil)

Ein einfacher Unfall (France)

Sentimental Value (Norway)

Sirât (Spain)

Die Stimme von Hind Rajab (Tunisia)

Best Animated Feature Film

Arco (Ugo Bienvenu, Félix de Givry, Sophie Mas, Natalie Portman)

KPop Demon Hunters (Maggie Kang, Chris Appelhans, Michelle Wong)

Little Amélie or The Character of Rain (Maïlys Vallade, Liane-Cho Han Jin Kuang, Nidia Santiago, Henri Magalon)

Zoomania 2 (Jared Bush, Byron Howard, Yvett Merino)

Elio (Madeline Sharafian, Domee Shi, Adrian Molina, Mary Alice Drumm)

Best Performance by an Actor in a Leading Role

Timothée Chalamet (Marty Supreme)

Leonardo DiCaprio (One Battle After Another)

Ethan Hawke (Blue Moon)

Michael B. Jordan (Blood & Sinners)

Wagner Moura (The Secret Agent)

Best Performance by an Actress in a Leading Role

Jessie Buckley (Hamnet)

Rose Byrne (If I Had Legs I’d Kick You)

Renate Reinsve (Sentimental Value)

Emma Stone (Bugonia)

Kate Hudson (Song Sung Blue)

Best Performance by an Actor in a Supporting Role

Benicio Del Toro (One Battle After Another)

Sean Penn (One Battle After Another)

Stellan Skarsgård (Sentimental Value)

Jacob Elordi (Frankenstein)

Delroy Lindo (Blood & Sinners)

Best Performance by an Actress in a Supporting Role

Elle Fanning (Sentimental Value)

Inga Ibsdotter Lilleaas (Sentimental Value)

Amy Madigan (Weapons – Die Stunde des Verschwindens)

Teyana Taylor (One Battle After Another)

Wunmi Mosaku (Blood & Sinners)

Best Achievement in Cinematography

Frankenstein (Dan Laustsen)

Marty Supreme (Darius Khondji)

One Battle After Another (Michael Bauman)

Blood & Sinners (Autumn Durald Arkapaw)

Train Dreams (Adolpho Veloso)

Best Achievement in Film Editing

F1 (Stephen Mirrione)

Marty Supreme (Ronald Bronstein, Josh Safdie)

One Battle After Another (Andy Jurgensen)

Blood & Sinners (Michael P. Shawver)

Sentimental Value (Olivier Bugge CouttéO)

Best Achievement in Production Design

Frankenstein (Tamara Deverell (production designer), Shane Vieau (set decorator))

Hamnet (Fiona Crombie (production designer), Alice Felton (set decorator))

Marty Supreme (Jack Fisk (production designer), Adam Willis (set decorator))

Blood & Sinners (Hannah Beachler (production designer), Monique Champagne (set decorator))

One Battle After Another (Florencia Martin (production designer), Anthony Carlino (set decorator))

Best Achievement in Costume Design

Frankenstein (Kate Hawley)

Hamnet (Malgosia Turzanska)

Blood & Sinners (Ruth E. Carter)

Marty Supreme (Miyako Bellizzi)

Avatar: Fire and Ash (Deborah L. Scott)

Best Sound

F1 (Gareth John, Al Nelson, Gwendolyn Yates Whittle, Gary A. Rizzo, Juan Peralta)

Frankenstein (Greg Chapman, Nathan Robitaille, Nelson Ferreira, Christian T. Cooke, Brad Zoern)

One Battle After Another (José Antonio García, Christopher Scarabosio, Tony Villaflor)

Blood & Sinners (Chris Welcker, Benjamin A. Burtt, Felipe Pacheco, Brandon Proctor, Steve Boeddeker)

Sirât (Amanda Villavieja, Laia Casanovas, Yasmina Praderas)

Best Achievement in Makeup and Hairstyling

Frankenstein (Mike Hill, Jordan Samuel, Cliona Furey)

Kokuhô (Kyôko Toyokawa, Naomi Hibino, Tadashi Nishimatsu)

Blood & Sinners (Ken Diaz, Michael Fontaine, Shunika Terry)

The Smashing Machine (Kazu Hiro, Glen P. Griffin, Björn Rehbein)

The Ugly Stepsister (Thomas Foldberg, Anne Cathrine Sauerberg)

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures (Original Score)

Bugonia (Jerskin Fendrix)

Frankenstein ( Alexandre Desplat)

Hamnet (Max Richter)

Blood & Sinners (Ludwig Göransson)

One Battle After Another (Jonny Greenwood)

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures (Original Song)

Diane Warren: Relentless (Diane Warren (music and lyric)) für „Dear Me“

KPop Demon Hunters (EJAE(music and lyric), Mark Sonnenblick, Joong Gyu-kwak, Lee Yu-han, Nam Hee-dong, Teddy Park, Jeong Seong-Hoon) für „Golden“

Blood & Sinners (Ludwig Göransson (music and lyric), Raphael Saadiq (music and lyric)) für „I Lied to You“

Viva Verdi (Nicholas Pike (music and lyric)) für „Sweet Dreams of Joy“

Train Dreams (Nick Cave (music and lyric), Bryce Dessner (music)) für „Train Dreams“

Best Achievement in Visual Effects

Avatar: Fire and Ash (Joe Letteri, Richard Baneham, Eric Saindon, Daniel Barrett)

F1 (Ryan Tudhope, Nicolas Chevallier, Robert Harrington, Keith Dawson)

Jurassic World: Die Wiedergeburt (David Vickery, Stephen Aplin, Charmaine Chan, Neil Corbould)

The Lost Bus (Charlie Noble, David Zaretti, Russell Bowen, Brandon K. McLaughlin)

Blood & Sinners (Michael Ralla, Espen Nordahl, Guido Wolter, Donnie Dean)

Best Documentary Feature

The Alabama Solution (Andrew Jarecki, Charlotte Kaufman)

Come See Me in the Good Light (Ryan White, Jessica Hargrave, Tig Notaro, Stef Willen)

Cutting Through Rocks (Sara Khaki, Mohammadreza Eyni)

Ein Nobody gegen Putin (Nominierte noch nicht veröffentlicht)

The Perfect Neighbor (Geeta Gandbhir, Alisa Payne, Nikon Kwantu, Sam Bisbee)

Best Animated Short Film

Schmetterling (Florence Miailhe, Ron Dyens)

Forevergreen (Nathan Engelhardt, Jeremy Spears)

Das Mädchen, das Perlen weinte (Chris Lavis, Maciek Szczerbowski)

Retirement Plan (John Kelly, Andrew Freedman)

The Three Sisters (Konstantin Bronzit)

Best Live Action Short Film

Butcher’s Stain (Meyer Levinson-Blount, Oron Caspi)

A Friend of Dorothy (Lee Knight, James Dean)

Jane Austen’s Period Drama (Julia Aks, Steve Pinder)

The Singers (Sam A. Davis, Jack Piatt)

Deux personnes échangeant de la salive (Alexandre Singh, Natalie Musteata)

Best Documentary Short Film

All die leeren Zimmer (Joshua Seftel, Conall Jones)

Armed Only with a Camera: The Life and Death of Brent Renaud (Craig Renaud, Juan Arredondo)

Children No More: Were and are Gone (Hilla Medalia, Sheila Nevins)

The Devil Is Busy (Christalyn Hampton, Geeta Gandbhir)

Perfectly a Strangeness (Alison McAlpine)

Best Casting (eine neue Kategorie)

Hamnet (Nina Gold)

Marty Supreme (Jennifer Venditti)

One Battle After Another (Cassandra Kulukundis)

The Secret Agent (Gabriel Domingues)

Blood & Sinners (Francine Maisler)

Honorary Award

Tom Cruise

Wynn Thomas

Debbie Allen


Neu im Kino/Filmkritik: Über den Screenlife-Science-Fiction-Thriller „Mercy“

Januar 22, 2026

Mit „Barmherzigkeit“ oder „Gnade” hat das „Mercy”-Programm nichts zu tun. Es wurde in Kalifornien installiert als Mittel gegen die überbordende Kriminalität. Das Programm simuliert ein Gerichtsverfahren mit Verteidigung, Jury und Richter mittels den in verschiedenen Datenbanken erhältlichen Informationen und Künstlicher Intelligenz. Am Ende steht das Urteil. Meistens die Todesstrafe, die sofort vollstreckt wird. Das Programm ist der feuchte Traum eines Law&Order-Fanatikers – und der Alptraum jedes Menschen, der auch nur im Ansatz an so etwas wie ein faires Gerichtsverfahren und den Rechtsstaat glaubt.

Die Regierung ist über die hundertprozentige Verurteilungsrate und die spürbar abgenommene Kriminalität hocherfreut.

Jetzt, wir schreiben den 14. August 2029, erwacht LAPD-Detective Chris Raven (Chris Pratt), einer der ersten und lautstärksten Befürworter des Programms, in einem Mercy-Gerichtssaal. Judge Maddox (Rebecca Ferguson), eine KI-Visualisierung, sagt ihm, dass er angeklagt sei, seine Frau ermordet zu haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass er die Tat begangen hat, liegt in diesem Moment bei fast 100 Prozent. Raven kann jetzt sofort die Tat gestehen, oder in den folgenden neunzig Minuten, die im Film in Echtzeit gezeigt werden, seine Unschuld beweisen. Dafür kann er alle im System gespeicherten Daten, wozu auch Bodycam-Aufnahmen, diverse Überwachungskameras, Smartphone-Aufnahmen und Chats gehören, anfordern und bestimmte Menschen anrufen.

Raven beteuert seine Unschuld. Und obwohl der Fall auf den ersten Blick wasserdicht ist, beginnt er zu kämpfen.

Timur Bekmambetow („Wanted“, „Ben Hur“) erzählt die Geschichte in Echtzeit und in einem Raum, der im Film pompös groß ist. Raven ist an einen ebenso pompösen Rollstuhl gefesselt. Er kann nur seine Finger bewegen. Mit diesen und seiner Stimme kann er Programme und Dateien aufrufen. Diese Dateien schweben dann durch den Raum. Aber all der visuelle Bohei kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Mercy” ein Desktop-Thriller ist, wie die von Bekmambetow produzierten Thriller „Searching“ (2018)

und „Missing” (2023). In diesen beiden sehenswerten Filmen, die ausschließlich vor einem Computerbildschirm spielen, beeindruckte, wie gut der Blick auf die relevanten Informationen gelenkt wurde. In „Missing“ war außerdem schockierend, auch wenn die Macher sicher etwas übertrieben, wie viele Informationen über einen Menschen in öffentlichen zugänglichen Datenbanken gefunden werden können.

In „Mercy” erledigen diese Blickführung des Zuschauers eine extrovertierte Kamera, viele Schnitte und teils die Grenze zur Lächerlichkeit überschreitenden Dialoge zwischen Raven und Maddox in einem Pseudo-Gerichtsprozess. In ihm werden alle Regeln eines ordnungsgemäßen Gerichtsverfahrens ignoriert zugunsten einer schlechten TV-Show, in der der Angeklagte sich zum Schein verteidigen darf. Er hat keinen Anwalt, kennt die Beweise gegen ihn nicht, hat in den meisten Fällen keine Ahnung, wie er seine Unschuld beweisen kann, und er ist unter extremem Zeitdruck. Da würde sogar Perry Mason ins Schwitzen geraten.

Judge Maddox verhält sich öfter wie eine schlecht programmierte Software. In der einen Sekunde klingt sie wie eine unparteiische Richterin, in der nächsten wie ein schlecht programmiertes altertümliches Sprachprogramm, das, eine bestimmte Antwort erwartend, stupide die letzte Frage wiederholt, im übernächtsten pocht sie auf Regeln, die sie einige Sekunden später über den Haufen wirft und am Ende agiert sie vollkommen frei.

Der Plot ist, wenn wir das ganze technische Brimborioum weglassen, ein Standard-Noir-Plot: ein Unschuldiger muss beweisen, dass er ein Verbrechen (meistens einen Mord) nicht begangen hat. Auch wenn wir in diesem Fall nicht wissen, ob Raven unschuldig ist, ändert das nichts an dem Plotmuster.

Bekmambetow erzählt, nach einem Drehbuch von Marco van Belle, diese Geschichte mit vielen technischen Spielereien in Echtzeit. Und damit ungeduldige Zuschauer immer darüber informiert sind, wann der Film endet, blinkt eine rückwärts ablaufende Uhr in Richtung spätestem Prozessende. Denn selbstverständlich kann der Angeklagte mit einem Geständnis den Prozess jederzeit verkürzen. (Mich lenkte diese Uhr immer wieder ab, weil sie mir zuverlässig verriet, an welchem Punkt in der Geschichte wir sind und wann das Drama endet.)

Über die Story selbst sollte nicht weiter nachgedacht werden. Zu vieles ist dann unlogisch oder nicht konsequent durchdacht. Das gilt für den Kriminalfall und die Welt, in der der Thriller spielt.

Am Ende ist „Mercy“, auch wegen der Optik, nur ein vernachlässigbarer Streamingfilm, der sich ins Kino verirrt hat.

Mercy (Mercy, USA 2026)

Regie: Timur Bekmambetow

Drehbuch: Marco van Belle

mit Chris Pratt, Rebecca Ferguson, Kali Reis, Annabelle Wallis, Chris Sullivan, Kylie Rogers

Länge: 101 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Mercy“

Metacritic über „Mercy“

Rotten Tomatoes über „Mercy“

Wikipedia über „Mercy“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Timur Bekmambetows „Abraham Lincoln, Vampirjäger (Abraham Lincoln: Vampire Hunter, USA 2012)

Meine Besprechung von Timur Bekmambetows „Ben Hur“ (Ben-Hur, USA 2016)


TV-Tipp für den 22. Januar: In den besten Händen

Januar 21, 2026

One, 23.20

In den besten Händen (La Fracture, Frankreich 2021)

Regie: Catherine Corsini

Drehbuch: Catherine Corsini

Paris, Dezember 2018: Draußen protestieren die Gelbwesten. Drinnen herrscht in der Notaufnahme eines Krankenhaues das (künstlerisch enorm verdichtete) normale Chaos mit überfordertem Personal und hysterischen Patienten, die wir im Lauf der Nacht besser kennen lernen.

Hochenergetisch, mit viel Schwarzem Humor, durchaus plakativ und mit pseudokumentarischer Handkamera erzählter Einblick in das französische Gesundheitswesen. Dabei wird die Notaufnahme zu einem Mikrokosmos der französischen Gesellschaft, ihrer Probleme und Verwerfungen. Sehenswert!

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Marina Foïs, Valeria Bruni Tedeschi, Pio Marmaï, Aissatou Diallo Sagna, Caroline Estremo, Jean-Louis Coulloc’h, Camille Sansterre, Marin Laurens, Ferdinand Perez

Hinweise

AlloCiné über „In den besten Händen“

Moviepilot über „In den besten Händen“

Metacritic über „In den besten Händen“

Rotten Tomatoes über „In den besten Händen“

Wikipedia über „In den besten Händen“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Catherine Orsinis „La belle saison – Eine Sommerliebe“ (La belle saison, Frankreich/Belgien 2015) und der Blu-ray

Meine Besprechung von Catherine Corsinis „In den besten Händen“ (La Fracture, Frankreich 2021)

Meine Besprechung von Catherine Corsinis „Rückkehr nach Korsika“ (Le retour, Frankreich 2023)


TV-Tipp für den 21. Januar: Bad Director

Januar 20, 2026

Herzlichen Glückwunsch zum heutigen Geburtstag, Oskar Roehler!

Arte, 22.55

Bad Director (Deuschland 2023)

Regie: Oskar Roehler

Drehbuch: Oskar Roehler

LV: Oskar Roehler: Selbstverfickung, 2017

Regisseur Gregor Samsa (Oliver Masucci) ist dauerfrustriert und findet alles zum Kotzen. Bis er sich in eine Prostituierte verliebt.

TV-Premiere. Ein typischer Roehler. „Bad Director“ ist kein perfekter Film, sondern eine über zweistündige bewusst dilettantische Dauerprovokation, ein gnadenloser Rundumschlag – und eine köstliche, vor Selbstironie strotzende Mediensatire, die mit 131 Minuten, wie jeder Rant, zu lang geraten ist.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Oliver Masucci, Bella Dayne, Anne Ratte-Polle, Elie Kaempfen, Götz Otto, Jürgen Tröster, Anton Rattinger, Norbert Ghafouri, Samuel Finzi

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Bad Director“

Moviepilot über „Bad Director“

Wikipedia über „Bad Director“

Meine Besprechung von Oskar Roehlers „Tod den Hippies – Es lebe der Punk!“ (Deutschland 2015)

Meine Besprechung von Oskar Roehlers „HERRliche Zeiten“ (Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Oskar Roehlers „Bad Director“ (Deuschland 2023)


Cover der Woche

Januar 20, 2026

Feine Privatdetektivkrimiserie. Lesebefehl!


TV-Tipp für den 20. Januar: Anatomie eines Falls

Januar 19, 2026

MDR, 22.55

Anatomie eines Falls (Anatomie d’une chute, Frankreich 2023)

Regie: Justine Triet

Drehbuch: Justine Triet, Arthur Harari

Fiel Samuel Maleski aus dem Fenster oder half seine Frau Sandra Voyter etwas nach? Über zweieinhalb spannende Stunden rollt Justine Triet diesen Fall akribisch auf.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sandra Hüller, Swann Arlaud, Milo Machado Graner, Antoine Reinartz, Samuel Theis, Jehnny Beth

Hinweise

Moviepilot über „Anatomie eines Falls“

AlloCiné über „Anatomie eines Falls“

Metacritic über „Anatomie eines Falls“

Rotten Tomatoes über „Anatomie eines Falls“

Wikipedia über „Anatomie eines Falls“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Justine Triets „Anatomie eines Falls“ (Anatomie d’une chute, Frankreich 2023)


R. i. P. Ralph Towner

Januar 19, 2026

R. i. P. Ralph Towner (1. März 1940, Chehalis, Washington – 18. Januar 2026, Rom, Italien)

Einer der großen Jazzgitarristen, Abteilung Fusion und Weltmusik, klassisch ausgebildet, normalerweise Akustikgitarre spielend und ein stilprägender ECM-Künstler der ersten Stunde.

Deshalb, ohne weitere Worte:

Ralph Towner spielt

Ralph Towner redet

Weitere Informationen über ihn auf seiner Homepage, bei ECM und Allmusic.


TV-Tipp für den 19. Januar: Die untreue Frau

Januar 18, 2026

Arte, 20.15

Die untreue Frau (La Femme infidéle, Frankreich/Italien 1968)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol

Anwalt Charles glaubt, dass seine Frau Hélène ihn betrügt. Ein von ihm engagierte Privatdetektiv bestätigt Charles‘ Verdacht. Er besucht den Nebenbuhler und tötet ihn im Affekt. Wie wird seine Frau darauf reagieren?

Ein Chabrol-Klassiker

Und wer danach tiefer in die Welt von Chabrol eintauchen will, kann in der Arte Mediathek im Moment sieben seiner Spielfilme (alle entstanden zwischen 1967 und 1971 und damit alle Klassiker) und drei Dokumentation über sein Werk ansehen.

mit Stéphane Audran, Michel Bouquet, Maurice Ronet, Michel Duchaussoy, Guy Marly, Serge Bento

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die untreue Frau“

Wikipedia über „Die untreue Frau“ (deutsch, englisch, französisch) und Claude Chabrol (deutsch, englisch, französisch)

Mein Nachruf auf Claude Chabrol

Claude Chabrol in der Kriminalakte


Die Gewinner des Europäischen Filmpreis 2026

Januar 18, 2026

Am gestrigen Samstag, den 17. Januar, verlieh die European Film Academy (Europäische Filmakademie [EFA]) in Berlin den 38. Europäischen Filmpreis.

Gewonnen haben, neben „Sentimental Value“, unter anderem:

European Film:

GEWINNER: SENTIMENTAL VALUE (AFFEKSJONSVERDI) (Norway, France, Denmark, Germany, Sweden) – fiction film, directed by Joachim Trier, produced by Maria Ekerhovd, Andrea Berentsen Ottmar, Juliette Schrameck, Nathanaël Karmitz, Elisha Karmitz, Fionnuala Jamison, Sisse Graum Jørgensen, Lizette Jonjic, Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade, Atilla Salih Yücer & Lars Thomas Skare

nominiert:

AFTERNOONS OF SOLITUDE (TARDES DE SOLEDAD) (Spain, France) – documentary film, directed by Albert Serra, produced by Albert Serra, Montse Triola, Pedro Palacios, Luís Ferrón, Ricard Sales & Pierre-Olivier Bardet

ARCO (France) – animated film, directed by Ugo Bienvenu, produced by Félix de Givry, Sophie Mas, Natalie Portman & Ugo Bienvenu

DOG OF GOD (DIEVA SUNS) (Latvia, United States) – animated film, directed by Raitis Ābele & Lauris Ābele, produced by Raitis Ābele, Kristele Pudane & Giovanni Labadessa

FIUME O MORTE! (Croatia, Slovenia, Italy) – documentary film, directed by Igor Bezinović, produced by Vanja Jambrović, Tibor Keser, Erica Barbiani & Marina Gumzi

IT WAS JUST AN ACCIDENT (UN SIMPLE ACCIDENT) (France, Iran, Luxembourg) – fiction film, directed by Jafar Panahi, produced by Philippe Martin, Jafar Panahi, Christel Henon & Sandrine Dumas

LITTLE AMELIE (AMÉLIE ET LA MÉTAPHYSIQUE DES TUBES) (France) – animated film, directed by Maïlys Vallade & Liane-Cho Han, produced by Edwina Liard, Nidia Santiago & Henri Magalon

OLIVIA AND THE INVISIBLE EARTHQUAKE (L’OLÍVIA I EL TERRATRÈMOL INVISIBLE) (Spain, France, Belgium, Switzerland, Chile) – animated film, directed by Irene Iborra Rizo, produced by Mikel Mas Bilbao, Ramón Alòs, Irene Iborra Rizo, Eduard Puertas Anfruns, Jean-François Le Corre, Mathieu Courtois, Hugo Deghilage, Vincent Tavier, Nicolas Burlet & Bernardita Ojeda

RIEFENSTAHL (Germany) – documentary film, directed by Andres Veiel, produced by Enzo Maaß & Sandra Maischberger

SIRĀT (SIRÂT) (Spain, France) – fiction film, directed by Oliver Laxe, produced by Domingo Corral, Oliver Laxe, Xavi Font, Pedro Almodóvar, Agustín Almodóvar, Esther García, Oriol Maymó, Mani Mortazavi & Andrea Queralt

SONGS OF SLOW BURNING EARTH (ПІСНІ ЗЕМЛІ, ЩО ПОВІЛЬНО ГОРИТЬ) (Ukraine, France, Denmark, Sweden) – documentary film, directed by Olha Zhurba, produced by Darya Bassel, Anne Köhncke & Kerstin Übelacker

SOUND OF FALLING (IN DIE SONNE SCHAUEN) (Germany) – fiction film, directed by Mascha Schilinski, produced by Maren Schmitt, Lucas Schmidt & Lasse Scharpen

TALES FROM THE MAGIC GARDEN (POHADKY PO BABICCE) (Czech Republic, Slovakia, Slovenia, France) – animated film, directed by David Súkup, Patrik Pašš, Leon Vidmar & Jean-Claude Rozec, produced by Martin Vandas, Alena Vandasová, Juraj Krasnohorský, Henrieta Cvangová, Kolja Saksida, Jean-François Le Corre & Mathieu Courtois

THE VOICE OF HIND RAJAB (France, Tunisia) – fiction film, directed by Kaouther Ben Hania, produced by Nadim Cheikhrouha, Odessa Rae & James Wilson

WITH HASAN IN GAZA (Germany) – documentary film, directed by Kamal Aljafari, produced by Kamal Aljafari & Flavia Mazzarino

European Documentary:

GEWINNER: FIUME O MORTE! (Croatia, Slovenia, Italy), directed by Igor Bezinović

nominiert

AFTERNOONS OF SOLITUDE (TARDES DE SOLEDAD) (Spain, France) directed by Albert Serra

RIEFENSTAHL (Germany), directed by Andres Veiel

SONGS OF SLOW BURNING EARTH (ПІСНІ ЗЕМЛІ, ЩО ПОВІЛЬНО ГОРИТЬ) (Ukraine, France, Denmark, Sweden), directed by Olha Zhurba

WITH HASAN IN GAZA (Germany), directed by Kamal Aljafari

European Animated Feature Film (presented in co-operation with CARTOON, the European Association of Animation Film):

GEWINNER: ARCO (France), directed by Ugo Bienvenu

nominiert

DOG OF GOD (DIEVA SUNS) (Latvia, United States), directed by Raitis Ābele & Lauris Ābele.

LITTLE AMELIE (AMÉLIE ET LA MÉTAPHYSIQUE DES TUBES) (France), directed by Maïlys Vallade & Liane-Cho Han

OLIVIA AND THE INVISIBLE EARTHQUAKE (L’OLÍVIA I EL TERRATRÈMOL INVISIBLE) (Spain, France, Belgium, Switzerland, Chile), directed by Irene Iborra Rizo

TALES FROM THE MAGIC GARDEN (POHADKY PO BABICCE) (Czech Republic, Slovakia, Slovenia, France), directed by David Súkup, Patrik Pašš, Leon Vidmar & Jean-Claude Rozec

European Director:

GEWINNER: Joachim Trier for SENTIMENTAL VALUE (AFFEKSJONSVERDI)

nominiert

Yorgos Lanthimos for BUGONIA

Oliver Laxe for SIRĀT

Jafar Panahi for IT WAS JUST AN ACCIDENT (UN SIMPLE ACCIDENT)

Mascha Schilinski for SOUND OF FALLING (IN DIE SONNE SCHAUEN)

European Actress:

GEWINNER: Renate Reinsve in SENTIMENTAL VALUE

nominiert

Leonie Benesch in LATE SHIFT

Valeria Bruni Tedeschi in DUSE

Léa Drucker in CASE 137

Vicky Krieps in LOVE ME TENDER

European Actor:

GEWINNER: Stellan Skarsgård in SENTIMENTAL VALUE

nominiert

Sergi López in SIRĀT

Mads Mikkelsen in THE LAST VIKING

Toni Servillo in LA GRAZIA

Idan Weiss in FRANZ

European Screenwriter:

GEWINNER: Eskil Vogt & Joachim Trier for SENTIMENTAL VALUE (AFFEKSJONSVERDI)

nominiert

Santiago Fillol & Oliver Laxe for SIRĀT

Jafar Panahi for IT WAS JUST AN ACCIDENT (UN SIMPLE ACCIDENT)

Mascha Schilinski & Louise Peter for SOUND OF FALLING (IN DIE SONNE SCHAUEN)

Paolo Sorrentino for LA GRAZIA

European Discovery – Prix FIPRESCI (presented in co-operation with FIPRESCI, the International Federation of Film Critics, to a director for the first full-length fiction film):

GEWINNER: ON FALLING (United Kingdom, Portugal), directed by Laura Carreira

nominiert

LITTLE TROUBLE GIRLS (KAJ TI JE DEKLICA) (Slovenia, Italy, Croatia, Serbia), directed by Urška Djukić

MY FATHER’S SHADOW (United Kingdom, Nigeria), directed by Akinola Davies Jr

ONE OF THOSE DAYS WHEN HEMME DİES (HEMME’NİN ÖLDÜĞÜ GÜNLERDEN BİRİ) (Turkey, Germany), directed by Murat Fıratoğlu

SAUNA (Denmark), directed by Mathias Broe

UNDER THE GREY SKY (POD SZARYM NIEBEM) (Poland) directed by Mara Tamkovich

European Young Audience Award:

GEWINNER: SIBLINGS (LA VITA DA GRANDI) (Italy), directed Greta Scarano

nominiert

ARCO (France), directed by Ugo Bienvenu

I ACCIDENTALLY WROTE A BOOK (VÉLETLENÜL ÍRTAM EGY KÖNYVET) (Hungary, Netherlands), directed by Nóra Lakos

European Casting Director

GEWINNER: Nadia Acimi, Luís Bértolo & María Rodrigo for SIRĀT

nominiert

Karimah El-Giamal & Jacqueline Rietz for SOUND OF FALLING (IN DIE SONNE SCHAUEN)

Yngvill Kolset Haga & Avy Kaufman for SENTIMENTAL VALUE (AFFEKSJONSVERDI)

European Cinematographer

GEWINNER: Mauro Herce for SIRĀT

nominiert

Manu Dacosse for THE STRANGER (L’ÉTRANGER)

Fabian Gamper for SOUND OF FALLING (IN DIE SONNE SCHAUEN)

European Composer (Original Score)

GEWINNER: Hania Rani for SENTIMENTAL VALUE (AFFEKSJONSVERDI)

nominiert

Jerskin Fendrix for BUGONIA

Michael Fiedler & Eike Hosenfeld for SOUND OF FALLING (IN DIE SONNE SCHAUEN)

European Costume Designer

GEWINNER: Sabrina Krämer for SOUND OF FALLING (IN DIE SONNE SCHAUEN)

nominiert

Michaela Horáčková Hořejší for FRANZ

Ursula Patzak for DUSE

 

European Editor

GEWINNER:  Cristóbal Fernández for SIRĀT

nominiert

Toni Froschhammer for DIE MY LOVE

Yorgos Mavropsaridis for BUGONIA

 

European Make-up & Hair Artist

GEWINNER: Torsten Witte for BUGONIA

nominiert

Gabriela Poláková for FRANZ

Irina Schwarz & Anne-Marie Walther for SOUND OF FALLING (IN DIE SONNE SCHAUEN)

European Production Designer

GEWINNER: Laia Ateca for SIRĀT

nominiert

James Price for BUGONIA

Jørgen Stangebye Larsen for SENTIMENTAL VALUE (AFFEKSJONSVERDI)

European Sound Designer

GEWINNER: Laia Casanovas, Amanda Villavieja & Yasmina Praderas for SIRĀT

nominiert

Johnnie Burn for BUGONIA

Gwennolé Le Borgne, Marion Papinot, Lars Ginzel, Elias Boughedir & Amal Attia for THE VOICE OF HIND RAJAB

European Lifetime Achievement

Liv Ullmann

European Achicvement on World cinema

Alce Rohrwacher

Weitere Nominierungen und Gewinner hier.

Oder auf der Wikipedia-Seite.


TV-Tipp für den 18. Januar: Rockpalast: David Bowie: Loreley 1996

Januar 17, 2026

WDR, 01.05

Rockpalast: David Bowie: Loreley 1996

Da wurde ja etwas Feines in den Archiven gefunden: das 1996er Loreley-Konzert von David Bowie.

David Bowie (vocals), Reeves Gabriels (guitar), Gail Ann Dorsey (bass), Zach Alford (drums) und Mike Garson (keyboard) spielen sich durch etliche seiner bekanntesten Songs.

Zur Einstimmung gibt es ab 23.35 Uhr die Doku „David Bowie – Der letzte Akt“ (Großbritannien 2025).

Hinweise

Rockpalast über David Bowie

Wikipedia über David Bowie (deutsch, englisch).

Homepage von David Bowie

AllMusic über David Bowie

Mein Nachruf auf David Bowie

Meine Besprechung von Nicolas Roegs „Der Mann, der vom Himmel fiel“ (The Man who fell to Earth, Großbritannien 1976) (mit David Bowie in der Hauptrolle)

Meine Besprechung von Brett Morgens „Moonage Daydream“ (Moonage Daydream, USA 2022)

 


TV-Tipp für den 17. Januar: Der Manchurian Kandidat

Januar 16, 2026

Spät in der Nacht versteckt

Sat.1, 02.30

Der Manchurian Kandidat (The Manchurian Candidate, USA 2004)

Regie: Jonathan Demme

Drehbuch: Daniel Pyne, Dean Georgaris

LV: Richard Condon: The Manchurian Candidate, 1959 (Botschafter der Angst, Der Manchurian Kandidat)

Der weltumspannende Konzern “Manchurian Global” hat einer Golfkrieg-I-Einheit falsche Erinnerungen implantiert. So wollen sie den vielversprechenden Politiker Raymond Shaw ins Weiße Haus bringen. Doch Shaws ehemaliger Vorgesetzter Ben Marco zweifelt an seinen Erinnerungen und will die Wahrheit herausfinden.

Gut besetztes Remake des Kalter Krieg-Klassikers „Botschafter der Angst“ (USA 1962). Etliche der Nebendarsteller sind aus anderen Zusammenhängen oder aus verschiedenen hochkarätigen TV-Serien und Filmen bekannt. Der Film selbst ist gut – obwohl für mich die Prämisse heute (2004) schlechter funktioniert als vor über vierzig Jahren, als Frank Sinatra die Rolle von Denzel Washington spielte. Davon abgesehen gibt es zahlreiche grandiose Szenen (ich sage nur Meryl Streep), eine beeindruckende Vision des Informationsüberschusses, überraschende Verknüpfungen von Szenen und eine träumerische Stimmung. Fast immer könnte es sein, dass Ben Marco aus einem Alptraum aufwacht.

Insgesamt ist der Polit-Thriller „Der Manchurian Kandidat“ ein gelungenes, eigenständiges Remake, das besonders beim porträtieren der Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft ein gespenstisches Bild der USA entwirft.

Mit Denzel Washington, Meryl Streep, Liev Schreiber, Jon Voight, Kimberly Elise, Jeffrey Wright, Bruno Ganz, Vera Farmiga, Robyn Hitchcock (eigentlich Musiker), Al Franken (als TV-Interviewer fast als er selbst), Paul Lazar, Roger Corman, Zeljko Ivanek, Walter Mosley (eigentlich Krimiautor), Charles Napier, Jude Ciccolella, Dean Stockwell, Ted Levine, Miguel Ferrer, Sidney Lumet

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Dar Manchurian Kandidat“

Wikipedia über „Der Manchurian Kandidat“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „The Manchurian Candidate“ von Daniel Pyne und Dean Georgaris

Wikipedia über Richard Condon (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jonathan Demmes „Ricki – wie Familie so ist“ (Ricki and the Flash, USA 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: „Aisha can’t fly away“ aus ihrem beschissenen Leben in Kairo

Januar 16, 2026

Aisha lebt in Kairo im Ain-Sham-Viertel. Die 26-jährige Sudanesin versucht als häusliche Pflegekraft und Mädchen für alles über die Runden zu kommen. Ihre Tage sind von langen Fahrten durch Kairo und ihre Nächte von Schießereien zwischen verfeindeten Banden vor ihrer Haustür bestimmt. Für einen lokalen Gangsterboss stiehlt sie von ihren Kunden die Schlüssel.

Auf dem Papier klingt die Story interessant. Es werden auch all die Trigger-Worte für den kulturbewussten Horrorfilmfan genannt und das für das Plakat benutzte Bild einer jungen Frau mit einer Batman-Maske ist ein gerade wegen seiner Einfachheit neugierig machender Hingucker.

Aber am Ende entscheiden die Story und die Präsentation, ob ein Film gelungen ist. Morad Mostafa erzählt in seinem Spielfilmdebüt „Aisha can’t fly away“ das Leben seiner Protagonistin in schönster Slow-Cinema-Manier. Aisha fährt durch die Stadt. Sie putzt eine Wohnung. Sie sieht aus dem Fenster. Sie ist meistens allein; wenn sie unter Menschen ist, redet sie wenig. Und dann beginnt alles wieder von vorne, während die Straßengangs vor ihrer Haustür herumballern und sie dem lokalen Gangsterboss, der sie dafür mietfrei wohnen lässt, die Schlüssel von den Wohnungen besorgt, in denen sie arbeitet. Anschließend klaut er aus den Wohnungen die Wertsachen. Dass er glaubt, mit dieser Methode in mehrere Wohnungen einbrechen zu können, beweist, dass er ein ziemlicher Dummkopf ist. Denn natürlich fällt der Polizei auf, dass Aisha in all diesen Wohnungen arbeitete.

Als Aisha spät im Film Veränderungen an sich bemerkt, sie einen Kunden hat, der sie zu sexuellen Handlungen zwingt und die Grenze zwischen Realität und Fantasie etwas zu verschwimmen beginnt, wird aus dem Slow-Cinema-Sozialdrama ein bisschen ein ebenso langsam und distanziert erzählter, ebenso wortkarger Horrorfilm.

Aisha can’t fly away (ʿĀʾisha lam taod qādira ʿalā al-ṭayarān. Ägypten/ Tunesien/Saudi-Arabien/Katar/Sudan/Frankreich/Deutschland 2025)

Regie: Morad Mostafa

Drehbuch: Morad Mostafa, Sawsan Youssef, Mohamed Abdelader

mit Buliana Simon Arop, Ziad Zaza, Emad Ghoniem, Mamdouh Saleh, Maya Mohamed, Mohamed Abd El-Hady

Länge: 131 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

internationaler Titel: Aisha can’t fly away

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Filmportal über „Aisha can’t fly away“

Moviepilot über „Aisha can’t fly away“

Allocine über „Aisha can’t fly away“

Rotten Tomatoes über „Aisha can’t fly away“

Wikipedia über „Aisha can’t fly away“ (englisch, französisch)


TV-Tipp frü den 16. Januar: Flucht von Alcatraz

Januar 15, 2026

3sat, 22.25

Flucht von Alcatraz (Escape from Alcatraz, USA 1979)

Regie: Don Siegel

Drehbuch: Richard Tuggle

LV: J. Campbell Bruce: Escape from Alcatraz, 1963

Frank Lee Morris plant das Unmögliche: eine Flucht von Alcatraz. Am 11. Juni 1962 gelingt dem Sträfling die Flucht; – jedenfalls verschwanden er und seinen beiden Mitflüchtlingen spurlos.

„Flucht von Alcatraz“ ist die fünfte und letzte Zusammenarbeit von Don Siegel und Clint Eastwood. Der auf einem wahren Fall beruhende, beklemmende und realistische Knastthriller wurde auf Alcatraz gedreht.

Danny Glover gibt hier in einer Nebenrolle als Häftling sein Filmdebüt.

Mit Clint Eastwood, Patrick McGoohan, Roberts Blossom, Jack Thibeau, Fred Ward, Paul Benjamin, Larry Hankin, Bruce M. Fischer, Frank Ronzio, Danny Glover

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Flucht von Alcatraz“

Wikipedia über „Flucht von Alcatraz“ (deutsch, englisch)

Roger Ebert über „Escape from Alcatraz“

Meine Besprechung von Don Siegels „Der Tod eines Killers“ (The Killers, USA 1964 – Ronald Reagans letzter Film)

Meine Besprechung von Don Siegels „Der letzte Scharfschütze“ (The Shootist, USA 1976 – John Waynes letzter Film)

Kriminalakte über Don Siegel


Neu im Kino/Filmkritik: „28 Years later: The Bone Temple“, ein netter Zombie, böse Menschen und ein merkwürdiger Doktor

Januar 15, 2026

Etliche Wow- und What-the-Fuck-Momente, einen nackten Zombie in voller Mannespracht (das sind die mit dem Rage-Virus Infizierten in dem „28 Days later“-Franchise letztendlich) und eine eher vernachlässigbare, vor sich hin plätschernde Story präsentiert Nia DaCosta dem Publikum in „28 Years later: The Bone Temple“. Ihr Horrrorfilm schließt unmittelbar an die Ereignisse von Danny Boyles „28 Years later“, der im Sommer im Kino lief, an. Aber man muss Boyles Film, der der Auftakt einer Trilogie ist, nicht gesehen haben, um den neuen Film zu verstehen.

Der zwölfjährige Spike (Alfie Williams), der am Ende des ersten Teils seine auf einer vom Festland abgetrennten Insel lebende Gemeinschaft und Familie verlies und sich einer Gruppe Jugendlicher anschloss, kämpft jetzt darum, in die von Sir Jimmy Crystal (Jack O’Connell) angeführte Gruppe aufgenommen zu werden. Gleichzeitig fragt Spike sich, ob er wirklich ein Mitglied dieser marodierenden Jugendgang werden will, die von einem offensichtlich machttrunkenem, minder begabtem Satanisten geführt wird.

Doktor Ian Kelson (Ralph Fiennes) forscht weiter und errichtet weiter den titelgebenden „Bone Temple“, eine riesige Installation von Knochen und Schädeln. Jetzt vermutet der bekennende Atheist, dass er ein Medikament gefunden hat, das die Infizierten wieder zu Menschen zurückverwandelt. Samson (Chi Lewis-Parry), der nackte riesige Alpha-Zombie aus „28 Years later“, ist dieser Zombie, der zum Menschen werden könnte. Bis dahin verbringen Samson und Kelson entspannte Nachmittage am Fluss. Kelson redet, Samson hört zu.

Nia DaCosta („Candyman“) erzählt diese beiden Plots parallel und vollkommen unabhängig voneinander in langen Erzählblöcken. Erst zum Ende führt sie die beiden Erzählstränge zu einem Finale zusammen, das eine beeindruckende Mischung aus Orgie und orgiastischem Heavy-Metal-Gottesdienst ist.

Diese Lärmorgie lockt seltsamerweise keine Zombiehorden an. Sowieso sind sie, egal wieviel Lärm die Menschen machen, in diesem Film seltsam abwesend. Bis auf wenige Momente sind sie nur noch eine abstrakte Gefahr.

Nach Dr. Kelsons Messe ist nur noch Zeit, um den dritten Teil anzudeuten. Wann der kommt, ist noch unklar. Klar ist, dass Alex Garland, der die Drehbücher zum ersten und zweiten „28 Years later“-Film schrieb und der zusammen mit Regisseur Danny Boyle diese Welt 2003 in „28 Days later“ erfand, wieder das Drehbuch schreibt. Ob er oder Danny Boyle die Regie führen wird, ist anscheinend noch unklar.

Doch zurück in die Gegenwart und damit zu DaCostas „The Bone Temple“. Der Horrorfilm überzeugt, wie schon „28 Years later“, als Abfolge eindrücklicher Szenen, die in einer liebevoll ausgemalten und gestalteten postapokalyptischen Welt spielen. Die kaum vorhandene Filmgeschichte erschöpft sich in zwei weitgehend getrennt voneinander präsentierten Charakterstudien. Erst am Ende treffen Dr. Kelson und Jimmy Crystal aufeinander. Spike ist das verbindende Glied zwischen dem ersten und dem dritten Film, der hier eine andere, ähnlich gewalttätige Gemeinschaft kennen lernt und wieder Dr. Kelson trifft.

P. S.: RTL II zeigt am Freitag, den 16. Januar, um 22.35 Uhr „28 Days later“. Wer also wissen will, wie alles begann. Oder wer noch einmal sehen will, wie Cillian Murphy durch ein menschenleeres London geht und sich fragt, in welchem Alptraum er gelandet ist.

28 Years later: The Bone Temple (USA 2026)

Regie: Nia DaCosta

Drehbuch: Alex Garland

mit Ralph Fiennes, Jack O’Connell, Alfie Williams, Erin Kellyman, Chi Lewis-Parry, Connor Newall, Erin Kellyman, Maura Bird, Ghazi Al Ruffai, Robert Rhodes, Emma Laird, Sam Locke

Länge: 110 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „28 Years later: The Bone Temple“

Metacritic über „28 Years later: The Bone Temple“

Rotten Tomatoes über „28 Years later: The Bone Temple“

Wikipedia über „28 Years later: The Bone Temple“ (deutsch, englisch)

zu Danny Boyle

Meine Besprechung von Danny Boyles „Trance – Gefährliche Erinnerung“ (Trance, GB 2013)

Meine Besprechung von Danny Boyles „Steve Jobs“ (Steve Jobs, USA 2015)

Meine Besprechung von Danny Boyles „T2 Trainspotting“ (T2 Trainspotting, Großbritannien 2017)

Meine Besprechung von Danny Boyles „28 Years later“ (28 Years later, Großbritannien/USA 2025) (nach einem Drehbuch von Alex Garland)

zu Alex Garland

Meine Besprechung von Alex Garlands „Ex Machina“ (Ex Machina, USA/Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Alex Garlands Jeff-VanderMeer-Verfilmung „Auslöschung“ (Annihilation, USA 2018)

Meine Besprechung von Alex Garlands „Men – Was dich sucht, wird dich finden“ (Men, Großbritannien 2022)

Meine Besprechung von Alex Garlands „Civil War“ (Civil War, USA 2024)

Meine Besprechung von Alex Garland/Ray Mendozas „Warfare“ (Warfare, USA/Großbritannien 2025)

zu Nia DaCosta

Meine Besprechung von Nia DaCostas „Candyman“ (Candyman, USA 2021)

Meine Besprechung von Nia DaCostas „The Marvels“ (The Marvels, USA 2023)


Neu im Kino/Filmkritik: „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ was in der Villa lauert…

Januar 15, 2026

Millie Calloway (Sydney Sweeney) ist die titelgebende ‚Housemaid‘. In ihrer Bewerbung verschweigt sie, dass sie auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen wurde und ihr aktueller Wohnsitz ihr Auto ist. Dafür wirkt sie mit ihrer großen Brille wie eine ehrbare Studentin.

Ihrer künftigen Arbeitgeber, die vermögende Famillie Winchester, verschweigt ebenfall einiges. Sie besteht aus der etwas überspannten Nina Winchester (Amanda Seyfried), ihrem überaus gutaussehendem Sonnyboy-Man und Frauenschwarm Andrew (Brandon Sklenar), der seine Bürozeit offensichtlich vor allem in einem Fitnessstudio verbringt, und ihre pausbäckige Ekeltochter Cecilia (Indiana Elle). Die Geheimnisse der Winchesters werden – und das ist jetzt kein Spoiler, weil „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ auf einem Bestseller beruht, ein Blick auf ein Regal in einer Buchhandlung, verrät, dass es mehrere „The Housemaid“-Thriller gibt und wer dann noch den Klappentext liest, sehr gut über die Filmgeschichte informiert ist – im Lauf des Films von Millie gelüftet und ziemlich endgültig gelöst. Wozu die Polizei rufen, wenn man so eine Haushaltshilfe hat.

The Housemaid“ ist ein Vorstadt-Thriller und Erotik-Thriller, der mit 133 Minuten ungefähr dreißig Minuten zu lang ist. Bis zum, zugegeben, blutigen und entsprechend fetzigem Finalen vergeht einfach viel zu viel Zeit, in der die Filmgeschichte ohne ein erkennbares Ziel und Story über weite Strecken vor sich hin plätschert. Mal geht es mehr in die eine, dann in die andere Richtung. So als würden sie beim Drehen die Story entdecken und verschiedene Möglichkeiten verwerfen. Dazwischen dürfen Sydney Sweeney und Brandon Sklenar, wie es sich für einen Neunziger-Jahre-Erotik-Thriller im „Basic Instinct“-Fahrwasser gehört, ausführlich ihre gut gebauten Oberkörper ohne störende Bekleidung präsentieren.

Während der Film als Satire über, je nach Gusto, das vom äußeren Schein besessene US-Vorstadtleben oder den kompromisslos ausgetragenen Klassenkampf zwischen armen Angestellten und moralisch verkommenen stinkreichen Arbeitgebern versagt, er nie wirklich eine Liebesgeschichte zwischen einem Familienvater und seinem Hausmädchen oder ein Ehedrama sein möchte, erreicht er als überlanger Erotik-Thriller mit umgedrehten Geschlechterrollen und einigen ‚Überraschungen‘ mühsam die Ziellinie. Dass der vor allem für sei Komödien bekannte Paul Feig es auch in diesem Genre besser kann, bewies er 2018 mit „Nur ein kleiner Gefallen“ (A simple favor).

In den USA läuft der Thriller im Kino seit dem 19. Dezember ziemlich erfolgreich. Insofern ist diese Meldung keine Überraschung: demnächst wird der zweite „The Housemaid“-Thriller verfilmt. Wieder mit Sydney Sweeney in der Hauptrolle und Paul Feig als Regisseur.

The Housemaid – Wenn sie wüsste (The Housemaid, USA 2025)

Regie: Paul Feig

Drehbuch: Rebecca Sonnenshine

LV: Freida McFadden: The Housemaid, 2022 (Wenn sie wüsste)

mit Sydney Sweeney, Amanda Seyfried, Brandon Sklenar, Michele Morrone, Elizabeth Perkins, Indiana Elle, Amanda Joy Erickson, Megan Ferguson, Ellen Tamaki

Länge: 133 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „The Housemaid“

Metacritic über „The Housemaid“

Rotten Tomatoes über „The Housemaid“

Wikipedia über „The Housemaid“ (deutsch, englisch)

Homepage von Freida McFadden

Meine Besprechung von Paul Feigs „Taffe Mädels“ (The Heat, USA 2013)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Spy – Susan Cooper Undercover“ (Spy, USA 2015)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Ghostbusters“ (Ghostbuster, USA 2016)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Nur ein kleiner Gefallen“ (A simple Favor, USA 2018) und der DVD

Meine Besprechung von Paul Feigs „Last Christmas“ (Last Christmas, Großbritannien 2019)


TV-Tipp für den 15. Januar: Destination Wedding

Januar 14, 2026

One, 20.15

Destination Wedding (Destination Wedding, USA 2018)

Regie: Victor Levin

Drehbuch: Victor Levin

Frank (Keanu Reeves) und Lindsay (Winona Ryder), die sich vom ersten Augenblick nicht ausstehen können, verbringen auf einer Hochzeit die meiste Zeit miteinander, weil sie die anderen Hochzeitsgäste noch weniger ausstehen können. So können sie wenigstens gemeinsam ablästern – und wir wissen schon von der ersten Begegnung der beiden Nicht-Turteltauben an, was passieren wird.

TV-Premiere. Herrlich entspannte Anti-Rom-Com-Rom-Com.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Keanu Reeves, Winona Ryder

Wiederholung: Freitag, 16. Januar, 22.00 Uhr

Hinweise

Moviepilot über „Destination Wedding“

Metacritic über „Destination Wedding“

Rotten Tomatoes über „Destination Wedding“

Wikipedia über „Destination Wedding“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Victor Levins „Destination Wedding“ (Destination Wedding, USA 2018)


„Furcht: Horrorgeschichten aus dem modernen Japan“, die vierte Lieferung

Januar 14, 2026

Vor wenigen Tagen erschien die vierte Lieferung der Horrorkurzgeschichten von Juoku Kawakami. Wie in den vorherigen drei „Furcht: Horrorgeschichten aus dem modernen Japan“ sind es kurze Mangas. In diesem Fall zwölf Comics auf unter zweihundert Seiten. Da ist keine Zeit für tiefgründige Charakterentwicklungen und erzählerische Umwege. Es sind eher Skizzen, die zuerst das Setting etablieren und dann direkt auf die überraschende, tiefschwarze Pointe zusteuern. Einige Male ist die Pointe etwas kryptisch. Ein schockierter Blick in einen verlorenen und später von einer nicht sichtbaren Person vor der Wohnungstür abgelegten Geldbeutel ist etwas unbefriedigend.

Aber insgesamt gefällt auch die vierte Lieferung. Die Geschichten spielen alle im heutigen Japan. Oft in Metropolen und anonymen Mehrfamilienhäusern. Moderne Kommunikationsmittel (Ja, Smartphones und andere Computer), dortige Sitten, das Leben und Verhalten von vor allem jüngeren Menschen und mehr oder weniger kollektive Ängste und Phobien stehen im Mittelpunkt der Geschichten. Diese Herangehensweise verleiht dann auch altbekannten Geschichten einen neuen Dreh.

So fühlt sich ein junger Mann, der eine Mutter mit Kinderwagen anschreit, plötzlich von dem Kinderwagen verfolgt. Ein umtriebiger „Reseller“ bekommt plötzlich Probleme beim für ihn hochprofitablem Weiterverkauf von einem limitierten Trading Card-Boxset im Internet. Plötzlich häufen sich die Beschwerden über ihn.

Die Angewohnheit Jugendlicher, Audiodateien schneller abzuspielen hat plötzlich selbstmörderische Folgen. Denn die Menschen, die sich diese Dateien anhören, hören plötzlich auch andere Geräusche. Ältere dürften sich bei dieser Geschichte an die Gerüchte über geheime und satanische Botschaften in Rocksongs erinnern, die nur hörbar sind, wenn die LP, je nach Gerücht, schneller, langsamer oder rückwärts abgespielt wird. Im Zweifelsfall probierte man alles aus.

In „Okkultes Streaming“ besuchen zwei Streamer in Tokio für ein Streaming ein Hochhaus, in dem drei Menschen unter ungeklärten Umständen starben. Als sich von ihnen nicht geplante seltsame Dinge ereignen, läuft das Streaming aus dem Ruder.

In „KI-Chat“, mit 25 Seiten die längste Geschichte des Buches, wird eindrucksvoll gezeigt, was passiert, wenn eine Studentin sich nur auf die Ratschläge einer Künstlichen Intelligenz verlässt.

Vom Prinz zum Frosch“ ist dagegen schon eine fast klassische Geschichte über eine junge verliebte Frau, die bei ihrem Traumprinz ein Geheimnis entdeckt, das, nun, sagen wir es einmal so, ihre Beziehung radikal verändert.

Und dann gibt es noch nervige Nachbarn, seltsame Begegnungen in der Sauna und tödliche Unfälle im Bahnhof.

Für den Horrorfan sind die Geschichten wieder eine kleine Packung gelungener Überraschungen.

Der fünfte Band, von insgesamt acht Bänden, ist für Mitte Februar angekündigt.

Juoku Kawakami: Furcht – Horrorgeschichten aus dem modernen Japan (Band 4)

(übersetzt von Gregor Wakoung)

Panini Manga, 2025

200 Seiten

8,99 Euro

Originalausgabe

Osore – Reiwa Kaidan – Vol. 4

Shogakukan, 2025

Hinweise

Meine Besprechung von Juoku Kawakamis „Furcht – Horrorgeschichten aus dem modernen Japan – Band 1“ (Osore – Reiwa Kaidan – Vol. 1, 2025)

Meine Besprechung von Juoku Kawakamis „Furcht – Horrorgeschichten aus dem modernen Japan – Band 2“ (Osore – Reiwa Kaidan – Vol. 2, 2025)

Meine Besprechung von Juoku Kawakamis „Furcht – Horrorgeschichten aus dem modernen Japan – Band 3″ (Osore – Reiwa Kaidan – Vol. 3, 2025)


TV-Tipp für den 14. Januar: Es

Januar 13, 2026

Pro7,  22.50

Es (It, USA 2017)

Regie: Andy Muschietti (eigentlich Andres Muschietti)

Drehbuch: Chase Palmer, Cary Fukunaga, Gary Dauberman

LV: Stephen King: It, 1986 (Es)

Alle 27 Jahre taucht in der Kleinstadt Derry, Maine, der Mörderclown Pennywise aus der Kanalisation auf und schnappt sich einige Kinder. Sieben Kinder, die sich der Club der Loser nennen, wollen nicht zu Pennywises Opfern werden.

Sehr gelungene und an der Kinokasse sehr erfolgreiche Verfilmung von Stephen Kings sehr dickem Horrorroman.

Der zweite Teil folgt am kommenden Mittwoch, den 21. Januar, um 22.35 Uhr.

Mehr in einer ausführlichen Besprechung (Teil 1, Teil 2)

mit Jaeden Lieberher, Jeremy Ray Taylor, Sophia Lillis, Finn Wolfhard, Chosen Jacobs, Jack Dylan Grazer, Wyatt Oleff, Bill Skarsgård, Nicholas Hamilton, Jake Sim, Logan Thompson, Owen Teague, Jackson Robert Scott, Stephen Bogaert, Stuart Hughes

Wiederholung: Samstag, 17. Januar, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Die Vorlage (hier mit dem Filmcover)

Stephen King: Es

(übersetzt von Alexandra von Reinhardt und Joachim Körber, bearbeitet und teilweise neu übersetzt von Anja Heppelmann)

Heyne, 2017 (Movie Tie-In)

1536 Seiten

18 Euro (aktueller Preis)

Erstausgabe der ungekürzten Übersetzung: 2011

Ältere Ausgaben enthalten eine gekürzte Übersetzung.

Originalausgabe

It

Viking, 1986

Hinweise

Moviepilot über „Es“

Metacritic über „Es“

Rotten Tomatoes über „Es“

Wikipedia über „Es“ (deutsch, englisch) und Stephen King (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Andy Muschiettis „Mama“ (Mama, Spanien/Kanada 2012)

Meine Besprechung von Andy Muschiettis Stephen-King-Verfilmung „Es“ (It, USA 2017)

Meine Besprechung von Andy Muschiettis Stephen-King-Verfilmung „Es Kapitel 2“ (It Chapter 2, USA 2019)

Meine Besprechung von Andy Muschiettis „The Flash“ (The Flash, USA 2023)

zu Stephen King

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Stephen King in der Kriminalakte, in seinem Trailer-Park und auf Europa-Tour

den Romanen von Stephen King

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Doctor Sleep“ (Doctor Sleep, 2013)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Später“ (Later, 2021)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

den Verfilmungen, teils mit Besprechungen der Romane

Meine Besprechung der auf Stephen Kings Novelle “The Colorado Kid” basierenden TV-Serie “Haven”

Meine Besprechung von Kimberly Peirces Stephen-King-Verfilmung “Carrie” (Carrie, USA 2013)

Meine Besprechung von Tod Williams‘ Stephen-King-Verfilmung „Puls“ (Cell, USA 2016)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Der dunkle Turm: Schwarz“ (The Dark Tower: The Gunslinger, 1982) und von Nikolaj Arcels Romanverfilmung „Der dunkle Turm“ (The dark Tower, USA 2017)

Meine Besprechung von Andy Muschiettis „Es“ (It, USA 2017)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Friedhof der Kuscheltiere“ (Pet Sematary, 1983) und Kevin Kölsch/Dennis Widmyers Romanverfilmung „Friedhof der Kuscheltiere“ (Pet Sematary, USA 2019)

Meine Besprechung von Andy Muschietti Stephen-King-Verfilmung „Es Kapitel 2″ (It Chapter 2, USA 2019)

Meine Besprechung von Mike Flanagans „Stephen Kings Doctor Sleeps Erwachen“ (Doctor Sleep, USA 2019) (wahrscheinlich einer der Filmtitel, die kein Mensch an der Kinokasse vollständig ausgesprochen hat)

Meine Besprechung von Rob Savages Stephen-King-Verfilmung „The Boogeyman“ (The Boogeyman, USA 2023)

Meine Besprechung von Kurt Wimmers „Kinder des Zorns“ (Children of the Corn, USA 2020)

Meine Besprechung von Osgood Perkins‘ Stephen-King-Verfilmung „The Monkey“ (The Monkey, USA/Großbritannien 2025)

Meine Besprechung von Mike Flanagans Stephen-King-Verfilmung „The Life of Chuck“ (The Life of Chuck, USA 2024)

Meine Besprechung von Franics Lawrences Stephen-King-Verfilmung „The long Walk – Todesmarsch“ (The long Walk, USA 2025)

Meine Besprechung von Edgar Wrights „The Running Man“ (The Running Man, USA 2025)