Cover der Woche

Januar 31, 2017

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TV-Tipp für den 31. Januar: Machtlos

Januar 31, 2017

Vielleicht sollte ich mir den Film mal wieder ansehen. Und weil mal wieder ein US-Präsident von Folter schwafelt, ist Hoods Film jetzt wieder brennend aktuell.

Pro 7 Maxx, 20.15

Machtlos (USA 2007, Regie: Gavin Hood)

Drehbuch: Kelley Sane

Der arabischstämmige, in den USA lebender, glücklich verheiratete Ingenieur Anwar El-Ibrahimi verschwindet auf einem Flug spurlos. Seine schwangere Frau sucht ihn. Er wird währenddessen in einem nordafrikanischem Land, unter der Aufsicht eines jungen Geheimdienstlers, gefoltert. Denn die Amis glauben, dass er Kontakt zu einem gefährlichen Terroristen hat.

Die Besetzung ist hochkarätig. Das Anliegen, auf die menschenrechtsverachtende Praxis der Extraordinary Renditions und die damit verbundene Folterpraxis aufmerksam zu machen, ist ehrenwert.

Aber dennoch enttäuscht „Machtlos“. Denn Hood verirrt sich in diversen Subplots, nie wird das Verhältnis zwischen den einzelnen Plots geklärt (Was ist Hauptplot? Was ist Subplot?) und das Ende ist lächerlich. Jedenfalls das Ende für den Gefolterten. Die „geniale Konstruktion“ (jedenfalls dachten die Macher das, als sie uns die Auflösung der Geschichte des jungen Liebespaares präsentieren) ist eine ziemliche Verarschung des Zuschauer.

Auf der Habenseite kann „Machtlos“ letztendlich nur das Ensemble und die Bilder verbuchen. Oh, die Musik ist auch nicht schlecht.

Ansonsten, wenn man keine Doku sehen will, sollte man sich besser noch einmal einen der legendären Politthriller von Constantin Costa-Gavras ansehen. Zum Beispiel „Das Geständnis“ mit Yves Montand in der Hauptrolle.

Oder einen der neuen und wesentlich gelungeneren Politthriller wie „Sturm“, „Green Zone“, „Operation Kingdom“ und „Syriana“. Bei denen ist Folter allerdings, falls überhaupt, nur ein Randthema.

Wahrscheinlich läuft um 20.15 Uhr eine heftig gekürzte Version des FSK-16-Streifens.

mit Jake Gyllenhaal, Reese Witherspoon, Peter Sarsgaard, Omar Metwally, Yigal Naor, Alan Arkin, Meryl Streep, J. K. Simmons

Wiederholung: Mittwoch, 1. Februar, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Rotten Tomatoes über „Machtlos“

Wikipedia über „Machtlos“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Machtlos“

Variety über Kelley Sane (Ten Screenwriters to watch, 22. Juni 2006)

Coming Soon: Interview mit Kelley Sane (18. Oktober 2007)

Meine Besprechung von Gavin Hoods „Ender’s Game – Das große Spiel“ (Ender’s Game, USA 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Jackie: Die First Lady“ und die Tage nach dem Tod ihres Mannes John F. Kennedy

Januar 30, 2017

Jacqueline ‚Jackie‘ Kennedy (Natalie Portman) lädt kurz nach dem Tod ihres Gemahls einen Journalisten (Billy Crudup) auf ihr Anwesen in Hyannisport, Massachusetts, ein. Die 34-jährige Witwe will ihm für eine Reportage ihre Sicht des Attentats auf John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas, Texas, und der Ereignisse bis zu seiner Beerdigung erzählen. Sie sagt dem Journalisten auch, dass sie vor einer Veröffentlichung den Bericht durchlesen und entsprechend ihren Wünschen korrigieren will. Sie will also eine Hofberichterstattung. Aber weil wir im Kino die unzensierte Version sehen, kann aus der Ausgangslage ein ungeschönter Einblick in die chaotischen Tage nach dem Attentat werden, die sich vor allem hinter verschlossenen Türen abspielten.

In seinem vorherigen Film „Neruda“ (ab 23. Februar in unseren Kinos) benutze Pablo Larrain eine ähnlich Konstruktion, indem er seine Geschichte auf mehreren Ebenen und verschiedenen Perspektiven erzählt. Allerdings mit einem ungleich befriedigenderem Ergebnis als in seinem fragmentarischen, bewusst immer wieder Erzählerwartungen und -konventionen brechendem US-Debüt „Jackie: Die First Lady“.

Dabei hätte man aus der Prämisse viel machen können: die auf wenige Tage und ein Ereignis kondensierte Geschichte einer Frau, die mit dem Tod ihres Mannes zurecht kommen muss und die Geschichte einer Frau, die versucht, das Erbe ihres Mannes zu bewahren. Dafür muss sie zuerst erklären, was sein Vermächtnis sein wird. Natürlich gegen Widerstände. Je mehr, desto besser.

In „Jackie“ wird allerdings genau diese Geschichte nicht erzählt. Schon die Konstruktion mit ihrer Erzählung gegenüber dem Reporter, der einfach nur ihre Worte niederschreibt und der daneben nur als schulbubenhafter Stichwortgeber fungiert, muss Jackie Kennedy (später Onassis, aber das ist ein anderer Film) gegen keine Widerstände kämpfen.

Das gleiche gilt für ihre Erzählung der Tage nach dem Tod ihres Mannes. Alle sind furchtbar besorgt. Alle versuchen, ihr zu helfen. Einige Staatsgeschäfte gehen weiter, weil sie weitergehen müssen. Wie, kurz nach dem Attentat, im Präsidentenflugzeug, die Vereidigung von Lyndon B. Johnson (John Carroll Lynch) als Kennedys Nachfolger. Johnson zieht sich dann, mit zerknautschem Gesicht zurück, während Jackie die Trauerfeierlichkeiten ihres Mannes organisiert. Dabei wird sie von einer Entourage umlagert, die sie von der Öffentlichkeit abschirmt und ihr jeden Wunsch erfüllt. Ohne Widerworte. Sie sind letztendlich Dienstboten und Butler, die, wie in einem Nobelhotel, dem Gast jeden auch noch so absurden Wunsch erfüllen und sich auch durch Stimmungsschwankungen (und Jackie hat viele, sehr viele Stimmungsschwankungen) und Meinungsänderungen (dito) nicht irritieren lassen, sondern mit einem nonchalanten „Kein Problem, Madam.“ quittieren. Auch Johnson und Kennedys Familie lassen sie gewähren, wenn sie das Weiße Haus zum neuen Camelot verklärt.

Drama oder Interesse an den Zielen von Jackie Kennedy entsteht so nicht.

Und so erschöpft sich das Interesse an „Jackie“ schnell an einem Studium der Kleider (sie war für ihren Stil bekannt), der Innenausstattung und der bekannten Schauspieler. So ist der am 25. Januar 2017 verstorbene John Hurt als Priester und Vertrauter von Jackie Kennedy in einem seiner letzten Leinwandauftritte zu sehen.

Natalie Portman, die für ihre Interpretation von Jackie Kennedy viel Lob, Preise und Nominierungen (zuletzt für den Oscar) erhielt, überzeugt mich dagegen absolut nicht. Viel zu sprunghaft und erratisch ist ihr Verhalten zwischen verwöhnter Prinzessin auf der Erbse, von Trauer geschüttelter Witwe und eiskalter Nachlassverwalterin des Erbes ihres Mannes, wie sie es gerne hätte. Das scheint dann nicht eine, sondern drei vollkommen verschiedene Personen zu sein. Insofern ist Portmans Jackie Kennedy eine bewusst auf Distanz angelegte Interpretation der realen Person, die sich in den essayistisch-fragmentarischen Stil des Films einfügt.

Nach dem grandiosen „Neruda“ ist „Jackie“ eine ziemliche Enttäuschung.

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Jackie: Die First Lady (Jackie, USA 2016)

Regie: Pablo Larrain

Drehbuch: Noah Oppenheim

mit Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Greta Gerwig, Billy Crudup, John Hurt, John Carroll Lynch, Beth Grant, Richard E. Grant, Max Casaella, Caspar Phillipson

Länge: 100 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Jackie“

Metacritic über „Jackie“

Rotten Tomatoes über „Jackie“

Wikipedia über „Jackie“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Pablo Larrains „El Club“ (El Club, Chile 2015)


TV-Tipp für den 30. Januar: Vermisst

Januar 30, 2017

Arte, 20.15

Vermisst (USA 1982, Regie: Constantin Costa-Gavras)

Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Donald Stewart, John Nichols (ungenannt)

LV: Thomas Hauser: The Execution of Charles Horman: An American Sacrifice, 1978

Ein Vater (Typ: treu-patriotischer US-amerikanischer Staatsbürger) sucht mit seiner Schwiegertochter in Chile seinen spurlos verschwundenen Sohn, der dort als Journalist arbeitete.

Costa-Gavras erster Hollywood-Film basiert auf dem Schicksal des Journalisten Charles Horman, der 1973 in Chile herausgefunden hatte, dass die amerikanische Regierung am Pinochet-Putsch gegen Salvador Allende beteiligt war.

„Aus dieser authentischen Geschichte macht Costa-Gavras einem spannenden, auch einem breiteren Publikum zugänglichen Film.“ (Fischer Film Almanach 1983)

„Vermisst“ erhielt eine halbe Golden Palme in Cannes, war für den Oscar als bester Film nominiert und das Drehbuch erhielt einen Oscar, einen BAFTA-Award und den Preis der Writers Guild of America.

mit Jack Lemmon, Sissy Spacek, Melanie John Shea, Charles Cioffi, Ricard Venture

Wiederholung: Freitag, 3. Februar, 13.55 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Vermisst“

Wikipedia über Constantin Costa-Gavras (deutsch, englisch) und „Vermisst“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: Das römische Mafiaepos „Suburra“

Januar 29, 2017

Giancarlo de Cataldo

Carlo Bonini

Stefano Sollima

Wer ein gutes Namensgedächtnis hat, hat jetzt alle nötigen Informationen, um sich auf den Weg ins Kino zu machen. Denn „Suburra“ basiert auf einem Roman von Giancarlo de Cataldo und Carlo Bonini, die bereits in mehreren hochgelobten Romanen eine inzwischen Jahrzehnte umspannende Chronik über römische Gangsterbanden und die Verstrickungen von ihnen mit der Politik schrieben. Giancarlo de Cataldo schrieb auch „Romanzo Criminale“ über die Magliana-Verbrecherbande, die in den siebziger und achtziger Jahren Rom beherrschte.

Stefano Sollima war der Regisseur der TV-Serie „Romanzo Criminale“ und, später, der TV-Serie „Gomorrha“ (die auf Roberto Savianos Tatsachenroman über die neapolitanische Mafia basiert) und des Polizeidramas „ACAB – All Cops are Bastards“, das auf dem Roman von Carlo Bonini basiert. Derzeit dreht Sollima „Soldado“, die Fortsetzung von „Sicario“. Das fällt dann wohl in die Kategorie: anderer Schauplatz, gleiches Thema.

Suburra“ erzählt dann die Geschichte von „Romanzo Criminale“ weiter. Jedenfalls insofern, dass der Film in Rom spielt und er wieder ein Porträt der Organisierten Kriminalität ist. In dem Roman gibt es dann auch einige sehr kurze Verweise auf die aus „Romazo Criminale“ bekannten und verstorbenen Bandenchefs.

In „Suburra“ plant der Samurai, der skrupellose Kopf des Verbrechens in Rom mit guten Verbindungen in die Wirtschaft und Politik, ein großes Bauprojekt, bei dem alle viel Geld verdienen können und einige Habenichts gegen ihren Willen, mehr oder weniger handgreiflich, umgesiedelt werden.

Aufgrund der Größe und der notwendigen Baugenehmigungen sind auch die Politik und die katholische Kirche involviert. Und das einzige, was der Samurai im Moment nicht gebrauchen kann, ist Unruhe und unerwünschte Aufmerksamkeit von der Polizei, der Presse und der Öffentlichkeit.

Als während einer kleinen Orgie in einem Nobel-Hotelzimmer eine von dem konservativen Abgeordneten Filippo Malgradi (im Roman Pericle Malgradi, „ein Musterbeispiel christlicher Lebensführung“) bezahlte minderjährige Prostituierte an einer Überdosis stirbt, beginnt eine Kette von Ereignissen, die Samurais Pläne gefährdet.

Sollima erzählt diese Geschichte, die in einer Woche im November 2011 spielt, bildgewaltig und mit großem epischen Atem. Dabei hat er mit seinen Drehbuchautoren Carlo Bonini, Giancarlo de Cataldo, Sandro Petraglia und Stefano Rulli (beide ebenfalls das Buch für den Spielfilm „Romanzo Criminale“ und mehrere Episoden für die legendäre TV-Serie „Allein gegen die Mafia“) das Dickicht der Personen und Handlungsstränge des Romans zurechtgestutzt, ohne es zu übermäßig zu vereinfachen. Es gibt immer noch viele Personen und viele Handlungsstränge, die sich langsam miteinander verknüpfen und gegenseitig beeinflussen. Meist, immerhin ist „Suburra“ ein Noir, in Richtung Abgrund. Nicht umsonst werden die Tage bis zur Apokalypse immer wieder eingeblendet.

Das ist großes Kino, das wegen seiner Bilder (Rom bietet halt immer einiges für das Auge) auf der großen Leinwand seinen vollen Reiz entfaltet.

Der Roman liest sich dagegen wie eine faktenversessene Reportage, die auf ausführlichen Recherchen (de Cataldo ist Richter, Bonini Investigativ-Journalist) basiert und wirklich keine Ecke des römischen Sumpfes und der Verflechtungen zwischen den verschiedenen Ebenen, Hierarchien, Personen und Organisationen unbeleuchtet lassen will. Für Italiener, die die Hintergründe, Personen (auch wenn sie im Roman andere Namen haben) und Anspielungen kennen, wird sich „Suburra“ wie eine lange Reportage lesen. Für uns ist das Geflecht des Enthüllungsromans mit den vielen handelnden Personen oft mühsam zu durchschauen.

In der aktuellen Ausgabe des Romans bei Heyne Hardcore gibt es daher dankenswerterweise auf der zweiten Umschlagseite ein Namensverzeichnis mit 37 Namen und etliche namenlose „Sonstige“.

Die bedächtige Erzählweise des Spielfilms und die vielen Personen erinnern dann an eine TV-Serie. Und die ist auch geplant. Für Netflix soll dieses Jahr die Geschichte von „Suburra“ weiter erzählen werden. Und das könnte wieder eine Serie sein, die man sich ansehen muss.

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Suburra (Suburra, Frankreich/Italien 2015)

Regie: Stefano Sollima

Drehbuch: Carlo Bonini, Giancarlo de Cataldo, Sandro Petraglia, Stefano Rulli

LV: Giancarlo de Cataldo/Carlo Bonini: Suburra, 2013 (Suburra)

mit Pierfrancesco Favino, Elio Germano, Claudio Amendola, Alessandro Borghi, Greta Scarano, Giuila Elettra Gorietti, Antonello Fassari, Jean-Hugues Anglade

Länge: 135 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Die Vorlage

Suburra von Giancarlo de Cataldo

Giancarlo de Cataldo/Carlo Bonini: Suburra

(übersetzt von Karin Fleischanderl)

Heyne, 2016

416 Seiten

9,99 Euro

Deutsche Erstausgabe

Folio Verlag, Wien/Bozen, 2015

Originalausgabe

Suburra

Giulio Einaudi editore, Turin, 2013

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Suburra“

Rotten Tomatoes über „Suburra“

Wikipedia über „Suburra“ (englisch), italienisch [mit den Tagen bis zur Apokalypse])

Perlentaucher über den Roman „Suburra“

Meine Besprechung von „Romanzo Criminale – Staffel 1“

Meine Besprechung von „Romanzo Criminale – Staffel 2“


TV-Tipp für den 29. Januar: Der Pate II

Januar 29, 2017

Arte, 20.15
Der Pate II (USA 1974, Regie: Francis Ford Coppola)
Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola
Sozusagen Pre- und Sequel zu „Der Pate“: Michael Corleone, jetzt das Familienoberhaupt, plant einen Casino-Deal auf Kuba. Und dazwischen wird der Aufstieg von Vito Corleone erzählt.
Die Fortsetzung von „Der Pate“ ist länger und mindestens genauso gut wie der erste Film. Für viele ist der zweite Pate-Film sogar noch besser (ich bin da unentschlossen). Außerdem wird „Der Pate II“ immer als Beispiel herangezogen für die These, Fortsetzungen seien besser als die Originale.
„Der Pate II“ erhielt mehrere Oscars: Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bester Nebendarsteller (Robert de Niro), Beste Filmmusik (Nino Rota, Carmine Coppola), beste Ausstattung.
Mit Al Pacino, Robert De Niro, Robert Duvall, Diane Keaton, Lee Strasberg (ja, der Schauspiellehrer), John Cazale, Talia Shire, James Caan, Harry Dean Stanton, Danny Aiello

Wiederholung: Freitag, 3. Februar, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Der Pate“ (deutsch, englisch)

Homepage von Mario Puzo

Wikipedia über Mario Puzo (deutsch, englisch)

Krimi-Couch über Mario Puzo

Kirjasto über Mario Puzo

Kaliber.38 über Mario Puzo

Time: Mario-Puzo-Titelgeschichte (28. August 1978 – mit einem schönen Titelbild)

Meine Besprechung von Norbert Grob/Bern Kiefer/Ivo Ritzer (Herausgeber) “Mythos ‘Der Pate’ – Francis Ford Coppolas Godfather-Trilogie und der Gangsterfilm (Deep Focus 10)” (2011)

Meine Besprechung von Mario Puzos „Sechs Gräber bis München“ (Six Graves to Munich, 1967)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now” (Apocalypse Now, USA 1979 – die “Full Disclosure”-Blu-ray)

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Twixt – Virginias Geheimnis“ (Twixt, USA 2011)

Francis Ford Coppola in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 28. Januar: Der Unbestechliche – Mörderisches Marseille

Januar 28, 2017

ARD, 23.40

Der Unbestechliche – Mörderisches Marseille (La French, Frankreich/Belgien 2014)

Regie: Cédric Jimenez

Drehbuch: Audrey Diwan, Cédric Jimenez

Marseille, siebziger Jahre: Richter Pierre Michel will den lokalen Drogenlord Gaetano Zampa zur Strecke bringen.

Toller Franco-Thriller, der die französische Seite der „French Connection“ zeigt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechungen.

mit Jean Dujardin, Gilles Lellouche, Céline Sallette, Mélanie Doutey, Benoît Magimel, Guillaume Gouix, Bruno Todeschini, Féodor Atkine, Moussa Maaskri

Hinweise

AlloCiné über „Der Unbestechliche“

Rotten Tomatoes über „Der Unbestechliche“

Wikipedia über „Der Unbestechliche“ (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Cédric Jimenez „Der Unbestechliche – Mörderisches Marseille“ (La French, Frankreich/Belgien 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: James McAvoy ist „Split“

Januar 27, 2017

Auf einem Shopping-Mall-Parkplatz steigt Kevin Wendell Crumb (James McAvoy) in ein Auto ein und betäubt die drei in ihm sitzenden Schülerinnen. In einem Zimmer wachen Casey (Anya Taylor-Joy), Marcia (Jessica Sula) und Claire (Haley Lu Richardson) auf. Noch während sie überlegen, wie sie sich gegen ihren Entführer wehren und flüchten können, bemerken sie, dass der hochgradig gestört ist.

Seine Psychiaterin Dr. Fletcher (Betty Buckley) hat bis jetzt insgesamt dreiundzwanzig Persönlichkeiten (von denen wir im Film nur einige sehen) bei ihm diagnostiziert. Und mindestens eine weitere Persönlichkeit verbirgt Kevin vor ihr.

The Sixt Sense“- und „Unbreakable – Unzerbrechlich“-Regisseur M. Night Shyamalans neuer Film „Split“ entstand wie sein letzter Film „The Visit“ für Blumhouse Productions, die vor allem für ultrabillige Horrorfilme bekannt ist. Nachdem Shyamalans vorherige Film Flops waren, kam „The Visit“ bei der Kritik ganz gut an und spielte auch seine Kosten locker ein. Das wird bei seiner zweiten Zusammenarbeit mit Blumhouse Productions, der weitere folgen können, ebenfalls kein Problem sein. Schließlich konzentriert sich die Geschichte auf wenige Schauplätze und Schauspieler.

Split“ ist vor allem eine schauspielerische Leistungsschau für James McAvoy. Er spielt insgesamt acht verschiedene Persönlichkeiten, die alle mehr oder weniger verrückt sind, ohne sie zu Parodien zu machen. Eine von Kevins Persönlichkeiten ist ein Kind, eine andere eine Frau. Bedrohlich sind sie alle. Auch weil das Motiv und die Absichten von Kevin im Dunkeln bleiben.

Und trotzdem überzeugt „Split“ nicht restlos. Mit gut zwei Stunden Laufzeit ist das kleine B-Picture eine halbe Stunde zu lang geraten. Der Thriller ist nämlich in erster Linie eine Charakterstudie, in der James McAvoy brillieren kann. Die Story plätschert dagegen, gestreckt um Rückblenden in Caseys Kindheit und lange Analysen von Kevins Psychiaterin, die seinen Fall von massiver dissoziativer Identitätsstörung gerne der Wissenschaftler-Gemeinde vorstellen möchte, vor sich hin. Dabei bringen die Subplots, vor allem in der präsentierten epischen Länge, den Hauptplot nicht voran. Es sind schlecht integrierte Red Herrings. Auch das halb offene Ende des Films hat nicht die Qualität des Endes von „The Sixth Sense“ oder „Die üblichen Verdächtigen“. Da wollte man sich nach dem überraschenden Ende den Film gleich noch einmal ansehen, um all die beim ersten Mal übersehenen Hinweise auf die Lösung zu sehen. Das wird einem bei „Split“ nicht passieren.

Bis auf zwei Enthüllungen am Ende (einmal der Schauplatz, einmal ein Cameo), die der Geschichte eine neue Dimension verleihen können, erzählt Shyamalan in seinem neuesten Film nur die altvertraute Geschichte von dem Irren, der Mädchen entführt.

Das ist nicht schlecht und hat auch eine angenehm altmodische Ausstrahlung. Aber nur in wenigen Momenten erreicht „Split“ die verstörende Intensität alter B-Pictures, von denen Shyamalan sich inspirieren ließ.

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Split (Split, USA 2017)

Regie: M. Night Shyamalan

Drehbuch: M. Night Shyamalan

mit James McAvoy, Anya Taylor-Joy, Betty Buckley, Haley Lu Richardson, Jessica Sula, Brad William Henke, Sebastian Arcelus, Neal Huff

Länge: 118 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Split“

Metacritic über „Split“

Rotten Tomatoes über „Split“

Wikipedia über „Split“ (deutsch, englisch) (VORSICHT Spoilergefahr!)

Meine Besprechung von M. Night Shyamalans „After Earth“ (After Earth, USA 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Resident Evil: The Final Chapter“ – ehrlich?

Januar 27, 2017

Alice (Milla Jovovich) kehrt zurück und in den ersten Minuten des neuen „Resident Evil“-Films gibt es, wie gewohnt, eine kurze Zusammenfassung der vorherigen Filme. Wobei dieses Mal einige Dinge anders erzählt werden, als wir es in der Erinnerung haben. Dr. Isaacs (Iain Glen) ist jetzt nicht mehr nur ein Gegenspieler von Alice, sondern der Chef der Umbrella Corporation und, als Firmenchef, der Verantwortliche für die Freisetzung des gefährlichen T-Virus, der die Menschheit seit dem ersten „Resident Evil“-Film vor fünfzehn Jahren ziemlich global vernichtete. Die meisten Menschen starben oder wurden zu Zombies. Die Erde wurde zu einer „Mad Max“-Endzeitwüste. Mit dem aus diesen Filmen vertrautem Kleidungsstil.

Jetzt, also in genau 48 Stunden, plant Dr. Isaacs seinen letzten Schlag mit dem er die Restmenschheit auslöschen will. Nur einige Auserwählte sollen die Katastrophe im Hive, dem unterirdischen Versteck und Riesenforschungslabor der Umbrella Corporation in Raccoon City, überleben.

Alice erfährt davon und hat zwei Tage, um nach Raccoon City zu kommen und die Katastrophe zu verhindern. Dummerweise ist das Land immer noch die „Mad Max“-Einöde der vorherigen Filme, die mit Zombies und meist höchst böswilligen Menschen bevölkert ist. Und in Raccoon City, dem Ort, an dem alles begann, wird sie bereits erwartet.

Der sechste „Resident Evil“-Film heißt „The Final Chapter“ und es soll auch wirklich das letzte Kapitel, der letzte Film sein. Obwohl von einen siebten Teil und einer TV-Serie gemunkelt wird und der Film sich, wie die vorherigen Filme, die Möglichkeit für einen weiteren Film offen hält. Dafür sprächen auch die nackten Zahlen – bis jetzt haben die „Resident Evil“-Filme weltweit eine knappe Milliarde Dollar eingespielt – und dass Milla Jovovichs Filmkarriere „Resident Evil“ ist. Warum sollte sie sie beenden?

Natürlich werden in „Resident Evil: The Final Chapter“ Fragen aus den vorherigen Filmen, die wir nicht hatten, beantwortet. Natürlich werden lose Fäden aus vorherigen Filmen zusammengeführt. Allerdings eher solala. Und Natürlich gibt es ein Ende, eine Erklärung für die bisherigen Ereignisse, für Alices bunte Biographie und ihre fehlende Erinnerung an die Zeit vor dem ersten „Resident Evil“-Film. Aber dieses Ende ist dann eher wie das Ende von „Star Wars Episode III: Die Rache der Sith“ (das ist der Film, in dem Anakin Skywalker zu Darth Vader wird): ein Ende, das ein Anfang ist.

Deshalb wirkt „The Final Chapter“ nie wie ein Abschluss, sondern von der ersten bis zur letzten Minute nur wie ein weiteres Kapitel im unendlichen Kampf von Alice gegen die Umbrella Corporation. Mit, wie immer, vielen bekannten Gesichtern aus den früheren Filmen, und einer Story, die nicht mehr als die Fassade für die Action sein will.

Das knüpft dann vor allem an Serials wie „Flash Gordon“ an und kann als Trash-Variante des Autorenkinos gesehen werden. Denn Paul W. S. Anderson ist als Regisseur, Drehbuchautor und einer der Produzenten für alles verantwortlich und es ist schon beachtlich, wie sehr er die Filme ineinander übergehen lässt (indem der nächste Film immer unmittelbar an den vorherigen anknüpft), Schauspieler immer wieder engagiert und Rückblenden zu den früheren Filmen einfügt. Da entsteht dann eine bei Spielfilmen selten gesehene Kontinuität. Vor allem wenn diese Filme über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren und unabhängig voneinander gedreht, zweimal sogar von anderen Regisseuren, werden. Mit seiner Frau Milla Jovovich setzt Anderson seine Vision kompromisslos um.

Genau wie die „Underworld“-Filme (das andere langlebige Franchise, das einer Schauspielerin viel Geld bringt) sind die „Resident Evil“-Filme dann am besten, wenn sie sich, umstellt von plakativ präsentierten filmischen Anspielungen, auf die Action konzentrieren. Diese Action ist, wie in den vorherigen „Resident Evil“-Filmen eher ein Schnipselgewitter als wirklich nachvollziehbar. Aber sie hat ihre Momente und Bilder. Und es hat schon etwas, wenn Alice in wenigen Sekunden eine halbe Armee schwerbewaffneter Männer tötet.

Damit bietet „Resident Evil: The Final Chapter“ das, was die Fans wollen: Milla Jovovich und viel Action. Der Rest ist Dekoration, bei der vor allem Iain Glen als Bösewicht gefällt. Natürlich in 3D und, wenn ihre eine vollkommen bescheuerte Entschuldigung für den nächsten Berlin-Besuch braucht, im IMAX.

Alle anderen, die schon dankend auf die vorherigen „Resident Evil“-Filme, verzichteten, können auch das letzte Kapitel ignorieren. Es unterscheidet sich höchstens graduell von den vorherigen Filmen, die als gehirnbefreites, logikfreies Popcorn-Kino ohne erkennbare Ansprüche durchaus ihre unterhaltsamen Momente hatten.

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Resident Evil: The Final Chapter (Resident Evil: The Final Chapter, USA 2016)

Regie: Paul W. S. Anderson

Drehbuch: Paul W. S. Anderson

mit Milla Jovovich, Iain Glen, Ali Larter, Shawn Roberts, Ruby Rose, Eoin Macken, William Levy, Fraser James, Lee Joon-ki

Länge: 106 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

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Moviepilot über „Resident Evil: The Final Chapter“

Metacritic über „Resident Evil: The Final Chapter“

Rotten Tomatoes über „Resident Evil: The Final Chapter“

Wikipedia über „Resident Evil: The Final Chapter“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: Wim Wenders, Peter Handke, „Die schönen Tage von Aranjuez“

Januar 27, 2017

Wim Wenders verfilmt Peter Handke. Wieder einmal. Schon als Student drehte er 1969 mit Peter Handke den Kurzfilm „3 amerikanische LP’s“. Sein erster Spielfilm „Die Angst des Tormanns vor dem Elfmeter“ (1972) basiert auf Handkes gleichnamigem Roman und Handke schrieb mit ihm die Dialoge. Für „Falsche Bewegung“ (1975), einen seiner frühen Erfolge, schrieb Handke, frei nach Johann Wolfgang Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“, das Drehbuch. „Der Himmel über Berlin“ (1987), für den sie gemeinsam das Drehbuch schrieben, war ein weltweiter Erfolg, der sogar ein Hollywood-Remake erhielt.

Jetzt, nach jahrelanger Handke-Abstinenz, verfilmte Wenders dessen Theaterstück „Die schönen Tage von Aranjuez“ mit zwei großen und einigen kleineren Ergänzungen. Eine der kleinen Ergänzungen ist die Jukebox, die einerseits schon in Wenders‘ Studentenfilmen (und in „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“) verewigt ist, andererseits an Handkes Erzählung „Versuch über die Jukebox“ erinnert. Wenders hat sie als Hommage an diese Erzählung in den Film eingebaut und deshalb steht in der Villa des Schriftstellers eine heute vollkommen unmoderne und auch unpraktische Wurlitzer. Damit kommen wir zur ersten großen Veränderung: Wenders bettet Handkes Stück in eine Rahmenhandlung ein. Dafür erfand er einen Schriftsteller, den es im Stück nicht gibt.

Der Schriftsteller (Jens Harzer) beobachtet aus seinem Arbeitszimmer heraus zwei Menschen, die sich unterhalten. Das Gespräch zwischen ihnen ist dann Handkes auf französisch geschriebenes Theaterstück „Die schönen Tage von Aranjuez“, das er einen „Sommerdialog“ nennt und in dem der Mann (Reta Kateb) und die Frau (Sophie Semin, Handkes Ehefrau) sich, nach vorher abgesprochenen Regeln, über ihre Sexualerlebnisse und seine Tage in Aranjuez unterhalten, garniert mit Bemerkungen von ihm über Obst, Bäume und Vögel. Allerdings ohne jemals wirklich konkret zu werden. Fast alles bleibt im Ungefähren und vieles an dem Dialog verläuft tastend, so als wisse der Autor nicht, wohin das Gespräch sich entwickeln soll.

In dem Film ist schnell deutlich, dass der Mann und die Frau, die beide keinen Namen haben, nur in der Fantasie des ebenfalls namenlosen Schriftstellers existieren. Und dass die Regeln – keine einsilbigen Antworten, kein Wort von Gewalt, keine Aktion, keine Handlung, sondern nur Dialog – von dem Autor selbst auferlegte Beschränkungen bei einer Schreibübung sind, in der der Mann mehr über die Sexualität der Frau, die nur in der Phantasie des Schriftstellers existiert, erfahren will. Deshalb fragt er auch als erster nach ihrem ersten sexuellen Erlebnis: „Das erste Mal, du mit einem Mann, wie ist das gewesen?“

Als Lektüre funktioniert diese Idee auch gut. Im Film weniger bis überhaupt nicht. Das beginnt mit Reta Kateb und Sophia Semin, die den Mann und die Frau spielen. Wobei spielen übertrieben ist, weil sie nicht spielen, sondern einfach nur in einem Garten auf einer Terrasse an einem Tisch sitzen, sich nicht bewegen. Sie reden in einem immergleichen monotonen Tonfall, der nicht vom Text ablenken soll, aber einschläfernd ist. Auch weil der Dialog keine Handlung und keine erkennbare Richtung hat, sondern mäandernd, mehr oder weniger konsequent, um einige Punkte kreist.

In seiner Regie spiegelt Wim Wenders dann diese Idee. Auch die Kamera folgt den Regeln, die Handke seinen beiden Redenden auferlegt: sie bewegt sich nicht. Benoit Debie nimmt einfach die beiden Redenden auf. Meistens über Minuten ohne einen Schnitt und oft in einer Totalen, in der der Mann und die Frau, am Tisch sitzend, im Bild sind. Damit verstärken die Kamera und der Schnitt die einschläfernde Tendenz des Textes.

Da hilft – und das ist die zweite große Änderung – der Auftritt von Nick Cave als Nick Cave, der am Flügel sein Liebeslied „Into my Arms“ singt, nicht. Nick Cave gibt es nicht in Handkes Stück, aber langjährige Wenders-Fans sind Nick Cave bereits öfter begegnet. Zuerst in „Der Himmel über Berlin“, als Cave mit den Bad Seeds live auftrat.

Auch in „Die schönen Tage von Aranjuez“ hat die Musik eine wichtige, das Stück kommentierende Rolle; beginnend mit Lou Reeds „Perfect Day“, der mit Bildern von menschenleeren Pariser Straßen und Parks illustriert wird, und endend mit Gus Blacks „The World is on Fire“. Wenders und Handke ohne Musik ist halt nur die halbe Miete. Jedenfalls in einem Wenders-Film.

Trotzdem funktioniert „Die schönen Tage von Aranjuez“, mal wieder in 3D gefilmt, als Film nicht. Er hat den Charme eines Standbildes, das man sich gut hundert Minuten ansehen muss und dem Begriff „Langeweile“ ungeahnte Dimensionen verleiht. Vor allem wenn man mit Handkes Prosa nichts anfangen kann. Denn Wenders‘ Film ist nur die statische Illustration des Textes.

Deshalb wäre die beste Präsentation des Filmes wahrscheinlich ein illustriertes Filmbuch. Dann könnte man sich an den Bildern erfreuen und den Text so lesen, wie man ihn lesen möchte.

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Die schönen Tage von Aranjuez (Les beaux jours d‘ Aranjuez, Deutschland/Frankreich 2016)

Regie: Wim Wenders

Drehbuch: Wim Wenders

LV: Peter Handke: Die schönen Tage von Aranjuez – Ein Sommerdialog, 2012 (Theaterstück)

mit Reta Kateb, Sophie Semin, Jens Harzer, Nick Cave

Länge: 98 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Die Vorlage

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Peter Handke: Die schönen Tage von Aranjuez – Ein Sommerdialog

Suhrkamp, 2012

72 Seiten

12,99 Euro

Hinweise

Homepage zum Film

Facebook-Seite zum Film

Filmportal über „Die schönen Tage von Aranjuez“

Moviepilot über „Die schönen Tage von Aranjuez“

Rotten Tomatoes über „Die schönen Tage von Aranjuez“

Wikipedia über „Die schönen Tage von Aranjuez“

suhrkamp über Peter Handke

Homepage von Wim Wenders

Meine Besprechung von Wim Wenders’ “Hammett” (Hammett, USA 1982)

Meine Besprechung von Wim Wenders/Juliano Ribeiro Salgados “Das Salz der Erde” (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Every thing will be fine“ (Deutschland/Kanada/Norwegen/Schweden 2015)

Wim Wenders in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 27. Januar: Iggy Pop: Post Pop Depression

Januar 27, 2017

Arte, 23.15

Iggy Pop: Post Pop Depression

Sein Konzert in der Royal Albert Hall im Mai 2016.

Iggy Pop? Nun, Henry Rollins erzählt von seinen Begegnungen mit Iggy Pop hinter und auf der Bühne:

Hinweise

Arte über „Iggy Pop: Post Pop Depression“

Wikipedia übe Iggy Pop (deutsch, englisch)

Homepage von Iggy Pop

Einen Trainspotting hab ich noch


TV-Tipp für den 26. Januar: Trance – Gefährliche Erinnerung (und ein Hinweis auf den neuen Film von Danny Boyle)

Januar 26, 2017

Pro7, 22.30

Trance – Gefährliche Erinnerung (Trance, GB 2013)

Regie: Danny Boyle

Drehbuch: Joe Ahearne, John Hodge

Kunstauktionator Simon versteckt während eines Überfalls ein wertvolles Goya-Gemälde. Weil er durch einen Schlag auf den Kopf sein Gedächtnis verloren hat und die Gangster das Gemälde unbedingt wollen, soll eine Hypnotiseurin bei der Wiederbeschaffung helfen.

Nichts, aber auch wirklich nichts ist so, wie es scheint.

Herrlich vertrackter Noir von Danny Boyle, der für meinen Geschmack schon etwas zu vertrackt wird.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung

mit James McAvoy, Vincent Cassel, Rosario Dawson, Danny Sapani, Matt Cross, Wahab Sheikh, Mark Poltimore

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Facebookseite zum Film

Film-Zeit über „Trance“

Metacritic über „Trance“

Rotten Tomatoes über „Trance“

Wikipedia über „Trance“

Meine Besprechung von Danny Boyles „Trance – Gefährliche Erinnerung“ (Trance, GB 2013)

Meine Besprechung von Danny Boyles „Steve Jobs“ (Steve Jobs, USA 2015)

Bonushinweis

Am 16. Februar startet bei uns Danny Boyles neuer Film „T2 Trainspotting“, der – yep, richtig geraten – nach zwanzig Jahren die Geschichte von „Trainspotting“ weitererzählt und wir erfahren, was aus den „Trainspotting“-Jungs wurde. Denn: the boys are back in town.

Der Trailer sieht gut aus. Die ersten Besprechungen tendieren, gebremst begeistert, zum Daumen nach oben. Jedenfalls erreicht der Film bei „Rotten Tomatoes“  derzeit einen Frischegrad von 79 %. :

 

Der Film basiert, wahrscheinlich sehr, sehr lose auf Irvine Welshs „Porno“. Schließlich schrieb Welsch den Roman, der die Geschichte von „Trainspotting“ weiter erzählt, bereits 2002 und sie spielt zehn Jahre nach seinem 1993 publiziertem Debütroman „Trainspotting“. In dem Roman versuchen die Jungs in der Zeit vor Facebook und YouPorn ihr Glück in der Pornoindustrie und, nun, einiges verläuft anders als geplant.

Was genau schief läuft, könnt ihr in der Neuausgabe des Romans nachlesen.

Porno von Irvine Welsh

Irvine Welsh: Porno

(übersetzt von Clara Drechsler und Harald Hellmann)

Heyne, 2017

576 Seiten

10,99 Euro

Originalausgabe

Porno

Jonathan Cape, London, 2002

Deutsche Erstausgabe bei Kiepenheuer & Witsch.

Hinweise

Homepage von Irvine Welsh

Meine Besprechung von Jon S. Bairds Irvine-Welsh-Verfilmung „Drecksau“ (Filth, Großbritannien 2013 – mit weiteren Videoclips) und der DVD


DVD-Kritik: Pierce Brosnan ist „Hacked“

Januar 25, 2017

Dass Selfmade-Millionär Mike Regan (Pierce Brosnan) einen gewaltigen Fehler begeht, als er den 28-jährigen IT-Praktikanten Ed Porter (James Frecheville) bittet, nach dem WLAN in seinem Haus zu gucken, wissen erfahrene Thriller-Fans. Denn selbstverständlich optimiert Porter auch gleich noch den Rest des Smart Homes. Danach kann er die Regans heimlich beobachten. Ebenso selbstverständlich hält Porter die Einladung von Regan zu einem Bier für den Beginn einer großen Freundschaft. Er nähert sich auch Regans 17-jähriger Tochter.

Als Regan ihm dann sehr unmissverständlich die Tür weist, beginnt Porter das Leben der Regans auf den Kopf zu stellen. Beginnend mit falschen Anschuldigungen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde, die Regans Firma „Regan Aviation“ in den Ruin treiben könnten.

Irgendeinen Innovationspokal wird „Hacked – Kein Leben ist sicher“ nicht erhalten. Dafür verläuft die von Dan Kay („Timber Falls“) und William Wisher („Terminator 2“, „Judge Dredd“) geschriebene Geschichte dann doch zu sehr in den gewohnten Bahnen. Daran ändern auch zeitgemäße Updates, wie Regans Smart Home mit all seinen Möglichkeiten zu einer Verletzung seiner Privatsphäre oder ein kleiner Zugriff auf Regans fahrendes Auto, nichts. Am Ende geht es, wie schon im Wilden Westen, um den mit bloßen Händen ausgetragenen Kampf von Mann gegen Mann. „Max Payne“- und „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“-Regisseur John Moore, der dieses Mal auf ein größeres Budget und dadurch mögliche Zerstörungsorgien verzichten musste, inszeniert unauffällig und die Stars – neben Brosnan und Frecheville sind Anna Friel und Michael Nyqvist dabei – fallen nicht weiter auf.

Hacked“ ist halt der professionell gemachte verhängnisvolle Affäre des Monats, dieses Mal mit etwas Computervoodoo abgeschmeckt.

Das ebenso unauffällige Bonusmaterial der DVD besteht aus einem knapp achtiminütigem Making-of und einer fast siebzehnminütigen, selbstablaufenden, stummen Bildergalerie mit Filmbildern.

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Hacked – Kein Leben ist sicher (I. T., USA/Frankreich/Irland/Dänemark 2016)

Regie: John Moore

Drehbuch: Dan Kay, William Wisher (nach einer Geschichte von Dan Kay)

mit Pierce Brosnan, James Frecheville, Anna Friel, Michael Nyqvist, Stefanie Scott, Adam Fergus, Jason Barry

DVD

Koch Media

Bild: 2.35:1 (16:9)

Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 [TV-Mix]), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Hinter den Kulissen, Deutscher und Originaltrailer, Bildergalerie

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Hacked“

Metacritic über „Hacked“

Rotten Tomatoes über „Hacked“

Wikipedia über „Hacked“

Meine Besprechung von John Moores „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben (A good day to die hard, USA 2012)


DVD-Kritik: Was ist „Operation Avalanche“?

Januar 25, 2017

Dass Stanley Kubrick die Mondladung inszenierte, ist natürlich Quatsch. Immerhin lebte der Regisseur von „2001“ schon damals in England und wenn er sich überhaupt daran beteiligt hätte, dann hätte er die Mondladung für Großbritannien inszeniert.

Außerdem war es in Wirklichkeit ganz anders. Wie die jetzt aufgetauchten Bilder von „Operation Avalanche“ zeigen, wurde die Mondlandung von zwei jungen CIA-Agenten inszeniert. Sie wurden als Dokumentarfilmer zur NASA geschickt, um einen russischen Geheimagenten zu finden. Dabei erfahren sie, dass die NASA frühestens in den siebziger Jahren Menschen vom Mond wieder zurück bringen kann. In diesem Jahrzehnt könnten sie die Astronauten nur zum Mond bringen. Aber Präsident John F. Kennedy hat den Amerikanern versprochen, dass noch in den Sechzigern ein Amerikaner den Mond betreten wird.

Matt Johnson, der Kopf der beiden CIA-Agenten und fanatischer Filmfan, verfällt auf eine wahnwitzige Idee: sie werden die Mondlandung inszenieren und der gesamten Welt eine Charade vorspielen. Es gibt nur zwei, drei Probleme: Er muss seine Vorgesetzten überzeugen (und die die NASA). Und er muss die Mondlandung und alle Ereignisse auf dem Mond inszenieren. Und zwar so, dass niemandem der Schwindel auffällt.

Und natürlich – ich verrate euch jetzt ein Geheimnis! – war es auch nicht so, wie „Operation Avalanche“ behauptet. Denn der Film von Matt Johnson ist eine Mockumentary, in der er selbst die Hauptrolle übernahm. So wurde das Team bei den Dreharbeiten kleiner und sie konnten in den NASA-Gebäuden und an anderen Orten unerkannt drehen. Schließlich waren sie, so die Legende, die ihnen Türen öffnete, nur einige Filmstudenten, die einen Dokumentarfilm drehten.

Operation Avalanche“ ist vor allem ein großer, im Sechziger-Jahre-Zeitgefühl badender Spaß für Filmfreaks und vernünftige Fans von Verschwörungstheorien (also den Menschen, die Fakten und Fiktion trennen können). Daran ändert auch das etwas schwächelnde Ende nichts. Das folgt nämlich, nachdem während des gesamten Films die Konventionen des Verschwörungsthriller ignoriert wurden, zu sehr diesen allseits bekannten Konventionen.

Nervig bei der Mockumentary ist der Pseudo-Doku-Stil mit exzessiver Wackelkamera und Unschärfen, die aus dem „The Blair Witch Project“ ein Meisterwerk konventioneller Kameraführung werden lässt. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.

Sehr informativ ist das knapp fünfzehnminütige exklusive Interview mit Matt Johnson während des Zurich Film Festivals, in dem er auf die Inspirationen für den Film, die Dreharbeiten, die Wahrscheinlichkeit einer Verschwörung eingeht und erklärt, warum die Mondlandung nicht gefälscht wurde und auch nicht gefälscht werden konnte.

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Operation Avalanche (Operation Avalnche, USA/Kanada 2016)

Regie: Matt Johnson

Drehbuch: Josh Boles, Matt Johnson

mit Matt Johnson, Owen Williams, Josh Boles, Andrew Appelle, Jared Raab

DVD

Ascot Elite

Bild: 1,85:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Interview mit Matt Johnson, Trailer, Wendecover

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Operation Avalanche“

Metacritic über „Operation Avalanche“

Rotten Tomatoes über „Operation Avalanche“

Wikipedia über „Operation Avalanche“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 25. Januar: Darjeeling Limited

Januar 25, 2017

Arte, 20.15

Darjeeling Limited (USA 2007, Regie: Wes Anderson)

Drehbuch: Wes Anderson, Roman Coppola, Jason Schwartzman

Drei Brüder, die seit Jahren nicht mehr miteinander geredet haben, wollen in Indien ihre Mutter besuchen und wieder zueinanderfinden – und wir können uns köstlich bei diesem Versöhnungsversuch mit viel Lokalkolorit amüsieren.

mit Owen Wilson, Adrien Brody, Jason Schwartzman, Amara Karan, Wally Wolodarsky, Waris Ahluwalia, Irrfan Khan, Barbet Schroeder, Bill Murray, Anjelica Huston

Wiederholung: Freitag, 27. Januar, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Darjeeling Limited“

Metacritic über „Darjeeling Limited“

Rotten Tomatoes über „Darjeeling Limited“

Wikipedia über „Darjeeling Limited“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Wes Andersons „The Grand Budapest Hotel“ (The Grand Budapest Hotel, USA/Deutschland 2014)


Cover der Woche

Januar 24, 2017

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Die Oscar-Nominierungen 2017

Januar 24, 2017

Jetzt sind die Nominierungen für die diesjährigen Oscars draußen und, wenig überraschend, führt „La La Land“ das Feld der Nominierungen mit 14 Nominierungen an. „Arrival“ und „Moonlight“ folgen mit jeweils acht Nominierungen. Etliche weitere gute Bekannte sind dabei. Auch „Toni Erdmann“ mit einer Nominierung als bester ausländischer Film. Einige Filme sind noch nicht bei uns angelaufen, aber bis auf „Loving“ (derzeit ohne Starttermin), laufen die Spielfilme alle in den kommenden Wochen bei uns an.

Die Oscars werden am Sonntag, den 26. Februar, mit viel La La verliehen.

Hier die vollständige Liste der Nominierungen:

Best Picture

Arrival (Produced by Shawn Levy, Dan Levine, Aaron Ryder and David Linde)

Fences (Produced by Scott Rudin, Denzel Washington and Todd Black)

Hacksaw Ridge (Produced by Bill Mechanic and David Permut)

Hell or High Water (Produced by Carla Hacken and Julie Yorn)

Hidden Figures (Produced by Donna Gigliotti, Peter Chernin, Jenno Topping, Pharrell Williams and Theodore Melfi)

La La Land (Produced by Fred Berger, Jordan Horowitz and Marc Platt)

Lion (Produced by Emile Sherman, Iain Canning and Angie Fielder)

Manchester by the Sea (Produced by Matt Damon, Kimberly Steward, Chris Moore, Lauren Beck and Kevin J. Walsh)

Moonlight (Produced by Adele Romanski, Dede Gardner and Jeremy Kleiner)

Best Director

Denis Villeneuve (Arrival)

Mel Gibson (Hacksaw Ridge)

Damien Chazelle (La La Land)

Kenneth Lonergan (Manchester by the Sea)

Barry Jenkins (Moonlight)

Best Actor

Casey Affleck (Manchester by the Sea)

Andrew Garfield (Hacksaw Ridge)

Ryan Gosling (La La Land)

Viggo Mortensen (Captain Fantastic)

Denzel Washington (Fences)

Best Actress

Isabelle Huppert (Elle)

Ruth Negga (Loving)

Natalie Portman (Jackie)

Emma Stone (La La Land)

Meryl Streep (Florence Foster Jenkins)

Best Supporting Actor

Mahershala Ali (Moonlight)

Jeff Bridges (Hell or High Water)

Lucas Hedges (Manchester by the Sea)

Dev Patel (Lion)

Michael Shannon (Nocturnal Animals)

Best Supporting Actress

Viola Davis (Fences)

Naomie Harris (Moonlight)

Nicole Kidman (Lion)

Octavia Spencer (Hidden Figures)

Michelle Williams (Manchester by the Sea)

Best Adapted Screenplay

Arrival (Eric Heisserer)

Fences (August Wilson)

Hidden Figures (Allison Schroeder, Theodore Melfi)

Lion (Luke Davies)

Moonlight (Barry Jenkins; Story by Tarell Alvin McCraney)

Best Original Screenplay

Hell or High Water (Taylor Sheridan)

La La Land (Damien Chazelle)

The Lobster (Yorgos Lanthimos, Efthymis Filippou)

Manchester by the Sea (Kenneth Lonergan)

20th Century Women (Mike Mills)

Best Animated Feature

Kubo and the Two Strings (Travis Knight and Arianne Sutner)

Moana (John Musker, Ron Clements and Osnat Shurer)

My Life as a Zucchini (Claude Barras and Max Karli)

The Red Turtle (Michael Dudok de Wit and Toshio Suzuki)

Zootopia (Byron Howard, Rich Moore and Clark Spencer)

Best Documentary Feature

Fire at Sea (Gianfranco Rosi and Donatella Palermo)

I Am Not Your Negro (Raoul Peck, Remi Grellety and Hebert Peck)

Life, Animated (Roger Ross Williams and Julie Goldman)

O.J.: Made in America (Ezra Edelman and Caroline Waterlow)

13th (Ava DuVernay, Spencer Averick and Howard Barish)

Best Foreign-Language Film

Land of Mine (Denmark)

A Man Called Ove (Sweden)

The Salesman (Iran)

Tanna (Australia)

Toni Erdmann (Germany)

Best Cinematography

Arrival (Bradford Young)

La La Land (Linus Sandgren)

Lion (Greig Fraser)

Moonlight (James Laxton)

Silence (Rodrigo Prieto)

Best Film Editing

Arrival (Joe Walker)

Hacksaw Ridge (John Gilbert)

Hell or High Water (Jake Roberts)

La La Land (Tom Cross)

Moonlight (Joi McMillon, Nat Sanders)

Best Costume Design

Allied (Joanna Johnston)

Fantastic Beasts and Where to Find Them (Colleen Atwood)

Florence Foster Jenkins (Consolata Boyle)

Jackie (Madeline Fontaine)

La La Land (Mary Zophres)

Best Makeup & Hairstyling

A Man Called Ove (Eva von Bahr and Love Larson)

Star Trek Beyond (Joel Harlow and Richard Alonzo)

Suicide Squad (Alessandro Bertolazzi, Giorgio Gregorini and Christopher Nelson)

Best Original Score

Jackie (Mica Levi)

La La Land (Justin Hurwitz)

Lion (Dustin O’Halloran and Hauschka)

Moonlight (Nicholas Britell)

Passengers (Thomas Newman)

Best Original Song

„Audition (The Fools Who Dream),“ from La La Land (Music by Justin Hurwitz, lyrics by Benj Pasek and Justin Paul)

„Can’t Stop the Feeling,“ from Trolls (Music and lyrics by Justin Timberlake, Max Martin and Karl Johan Schuster)

„City of Stars,“ from La La Land (Music by Justin Hurwitz, lyrics by Benj Pasek and Justin Paul)

„The Empty Chair,“ from Jim: The James Foley Story (Music and lyrics by J. Ralph and Sting)

„How Far I’ll Go,“ from Moana (Music and lyrics by Lin-Manuel Miranda)

Best Production Design

Arrival (Production design: Patrice Vermette; Set decoration: Paul Hotte)

Fantastic Beasts and Where to Find Them (Production design: Stuart Craig; Set decoration: Anna Pinnock)

Hail, Caesar! (Production design: Jess Gonchor; Set decoration: Nancy Haigh)

La La Land (Production design: David Wasco; Set decoration: Sandy Reynolds-Wasco)

Passengers (Production design: Guy Hendrix Dyas; Set decoration: Gene Serdena)

Best Sound Editing

Arrival (Sylvain Bellemare)

Deepwater Horizon (Wylie Stateman and Renée Tondelli)

Hacksaw Ridge (Robert Mackenzie and Andy Wright)

La La Land (Ai-Ling Lee and Mildred Iatrou Morgan)

Sully (Alan Robert Murray and Bub Asman)

Best Sound Mixing

Arrival (Bernard Gariepy Strobl and Claude La Haye)

Hacksaw Ridge (Kevin O’Connell, Andy Wright, Robert Mackenzie and Peter Grace)

La La Land (Andy Nelson, Ai-Ling Lee and Steve A. Morrow)

Rogue One: A Star Wars Story (David Parker, Christopher Scarabosio and Stuart Wilson)

13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi (Greg P. Russell, Gary Summers, Jeffrey J. Haboush and Mac Ruth)

Best Visual Effects

Deepwater Horizon (Craig Hammack, Jason Snell, Jason Billington and Burt Dalton)

Doctor Strange (Stephane Ceretti, Richard Bluff, Vincent Cirelli and Paul Corbould)

The Jungle Book (Robert Legato, Adam Valdez, Andrew R. Jones and Dan Lemmon)

Kubo and the Two Strings (Steve Emerson, Oliver Jones, Brian McLean and Brad Schiff)

Rogue One: A Star Wars Story (John Knoll, Mohen Leo, Hal Hickel and Neil Corbould)

Best Animated Short

Blind Vaysha (Theodore Ushev)

Borrowed Time (Andrew Coats and Lou Hamou-Lhadj)

Pear Cider and Cigarettes (Robert Valley and Cara Speller)

Pearl (Patrick Osborne)

Piper (Alan Barillaro and Marc Sondheimer)

Best Documentary Short

Extremis (Dan Krauss)

4.1 Miles (Daphne Matziaraki)

Joe’s Violin (Kahane Cooperman and Raphaela Neihausen)

Watani: My Homeland (Marcel Mettelsiefen and Stephen Ellis)

The White Helmets (Orlando von Einsiedel and Joanna Natasegara)

Best Live-Action Short

Ennemis Interieurs (Selim Azzazi)

La Femme et le TGV (Timo von Gunten and Giacun Caduff)

Silent Nights (Aske Bang and Kim Magnusson)

Sing (Kristof Deak and Anna Udvardy)

Timecode (Juanjo Gimenez)

(via The Hollywood Reporter)


TV-Tipp für den 24. Januar: Night will fall

Januar 23, 2017

Arte, 23.55 (VPS 23.50)
Night will fall – Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen (Großbritannien 2014, Regie: Andre Singer)
Drehbuch: Lynette Singer
Sehenswerte Doku über die von Alfred Hitchcock geplante Dokumentation für die Deutschen über die Konzentrationslager – und warum der Film nach dem Kriegsende nicht fertiggestellt wurde.
Auf der Berlinale 2014 wurde neben dieser Doku auch die rekonstruierte Fassung von Hitchcocks Lehrfilm gezeigt.
mit Alfred Hitchcock, Sidney Bernstein, Billy Wilder

Wiederholungen

MDR: Sonntag, 29. Januar, 23.55 Uhr

HR: Freitag, 3. Februar, 00.00 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Arte über „Night will fall“
Berlinale über „Night will fall“
Rotten Tomatoes über „Night will fall“ (Frischegrad: 100 %)
Wikipedia über „Night will fall“

Wikipedia über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Senses of Cinema (Ken Mogg) über Alfred Hitchcock

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks “Mr. und Mrs. Smith” (Mr. and Mrs. Smith, USA 1941)

Meine Besprechung von Thilo Wydras “Alfred Hitchcock”

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Robert Blochs “Psycho” (Psycho, 1959)

Meine Besprechung von Robert V. Galluzzos “Psycho Legacy” (The Psycho Legacy, USA 2010 – eine sehenswerte Doku über die “Psycho”-Filme mit Anthony Perkins, mit vielen Stunden informativem Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Stephen Rebellos “Hitchcock und die Geschichte von ‘Psycho’” (Alfred Hitchcock and the Making of ‘Psycho’, 1990)

Meine Besprechung von Sacha Gervasis auf Stephen Rebellos Buch basierendem Biopic “Hitchcock” (Hitchcock, USA 2012)


Verfilmte Bücher: „In der Nacht“ ist „Live by Night“

Januar 23, 2017

Lehane - In der Nacht - 2lehane-live-by-night-diogenes-movie-tie-in-2

Am 2. Februar läuft die neueste Dennis-Lehane-Verfilmung „Live by Night“ an. Der Roman erschien bei uns als „In der Nacht“ und damals schrieb ich über ihn:

Ein neuer Roman von Dennis Lehane ist immer gut für einige spannende Lesestunden. Das gilt auch für „In der Nacht“, seinen in den Zwanzigern und Dreißigern spielenden Gangsterroman, der – verdient – 2013 den Edgar als bester Kriminalroman des Jahres erhielt.

So – das war der Teil für alle, die wirklich jeden SPOILER vermeiden wollen, aber wissen wollen, ob es ein gutes Buch ist.

Ja, es ist ein gutes Buch.

Und ab jetzt werde ich, weil ich nicht vollkommen gekünstelt herumschwurbeln will (was dann auch wieder Spoiler durch die Hintertür wären), einiges von der Geschichte und Teile des Endes spoilern. Aber das Wissen um das Ende hat uns echten Gangsterkrimifans noch nie vom Genuss des Werkes – ich sage nur „Scarface“ – abgehalten.

Als Dennis Lehane 1994 mit seinem ersten Kenzie/Gennaro-Privatdetektivroman „Streng vertraulich“ (A Drink before the War) die Szene betrat, wurde er gleich zum Liebling der Krimifans. In Deutschland dauerte es fünf Jahre, bis seine Romane übersetzt wurden und man nahm dann keine Rücksicht auf die Reihenfolge, in der die durchaus miteinander zusammenhängenden Romane in den USA veröffentlicht wurden.

Nach fünf Kenzie/Gennaro-Geschichten konzentrierte Lehane sich ab 2001, bis auf „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile, 2010), auf Einzelwerke, in denen er verschiedene Subgenres ausprobierte. Sehr erfolgreich. Am Bekanntesten sind, auch wegen der erfolgreichen Verfilmungen „Mystic River“ und „Shutter Island“ (wobei mir hier das Buch viel besser gefällt). Außerdem wurde der Kenzie/Gennaro-Roman „Gone, Baby, Gone“ verfilmt. Ebenfalls eine äußerst gelungene Verfilmung.

Wenn sein neuester Roman „In der Nacht“ verfilmt wird, dann wohl nur als Film mit Überlänge oder, was besser wäre, als Mini-TV-Serie. Denn Lehane erzählt auf gut sechshundert kurzweiligen Seiten die Geschichte von Joe Coughlin von 1926 bis 1935. Er gehört zur Familie Coughlin, die wir aus „Im Aufruhr jener Tage“ (The given Day, 2008) kennen. Der Roman spielte unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg in Boston und Joes älterer Bruder Danny stand im Mittelpunkt. Inzwischen ist Danny nicht mehr Polizist und hat Boston verlassen.

1926 ist der neunzehnjährige Joe Coughlin Laufbursche und kleiner Gangster in Boston. Nach einem Überfall beginnt er eine Beziehung mit Emma Gould, der Freundin des Gangsterbosses Albert White. Als ein Banküberfall grandios schiefgeht, wird er zu einer zweijährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Im Nachgang des Überfalls starb auch Emma bei einem Autounfall.

Im Gefängnis nimmt ihn der mit White verfeindete Gangsterboss Maso Pescatore unter seine Fittiche. Er schickt Coughlin, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wird, nach Ybor, Florida. Dort steigt Coughlin zum lokalen Gangsterboss auf, indem er den Schmuggel von Alkohol professionalisiert, enge Kontakte zu den dortigen ethnischen Minderheiten hat, sich in die Kubanerin Graciella verliebt, immer wieder, auch skrupellos, aber meistens langfristig planend, seine Interessen durchsetzt, und mit ihr in Kuba ein neues Heim aufbaut.

Lehane folgt dabei, mit eher kleinen, aber interessanten Variationen und etlichen breit geschilderten Episoden, wie den Überfall auf das Waffenlager eines Kriegsschiffes und natürlich etlichen Konflikten mit anderen Gangstern, dem Ku-Klux-Klan und der lokalen Oberschicht, den vertrauten Pfaden des klassischen Gangsterromans vom Aufstieg und Niedergang eines Gangster.

Die wichtigste Variation ist der Protagonist. Joe Coughlin ist ein aus einem guten Haus kommender, gebildeter junger Mann. Sein Vater ist der Stellvertretende Polizeichef von Boston. Damit ist er das Gegenteil des klassischen Gangsters, der ein großmäuliger Aufsteiger aus kleinen Verhältnissen ist, ein oft nicht besonders gebildeter Einwanderer ist, der letztendlich an sich selbst scheitert. Al Capone war das Vorbild für diesen Typ. Little Caesar und Scarface die literarischen und filmischen Verarbeitungen dieses Typs. Der Ire Coughlin schlägt da mehr nach den jüdischen Gangstern, wie Meyer Lansky, die das Gangstertum als eine Phase betrachteten, um an Geld zu kommen. Ihre popkulturelle Faszination und Strahlkraft ist deutlich geringer.

Die zweite Variation ist, dass in „In der Nacht“ die Phase des Niedergangs fehlt. Joe Coughlin kann sein Imperium konsolidieren. Er liegt am Ende nicht im Schmutz. Bei ihm blinkt kein „The World is yours“ im Hintergrund.

Und dennoch, wenn man sich Coughlin und seine Beziehungen zu seinen Frauen ansieht, ist das Ende düsterer als das der klassischen Gangsterkrimis.

 

Die Verfilmung wird in der Kriminalakte zum Kinostart besprochen.

Bis dahin: Viel Spaß bei der Lektüre.

Dennis Lehane: In der Nacht

(übersetzt von Sky Nonhoff)

Diogenes, 2013

592 Seiten

10 Euro (Movie-Tie-In-Ausgabe)

Originalausgabe

Live by Night

William Morrow, New York, 2012

Die Verfilmung

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ab 2. Februar 2017 in allen Kinos, die mal wieder einen zünftigen Gangsterfilm zeigen wollen

 

Live by Night (Live by Night, USA 2016)

Regie: Ben Affleck

Drehbuch: Ben Affleck

LV: Dennis Lehane: Live by Night, 2012 (In der Nacht)

mit Ben Affleck, Elle Fanning, Remo Girone, Brendan Gleeson, Robert Glenister, Matthew Maher, Chris Messina, Sienna Miller, Zoe Saldana, Chris Cooper, Titus Welliver, Max Casella, Clark Gregg, Anthony Michael Hall

Länge: 129 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Moviepilot über „Live by Night“

Metacritic über „Live by Night“

Rotten Tomatoes über „Live by Night“

Wikipedia über „Live by Night“ (deutsch, englisch)

Homepage von Dennis Lehane

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Coronado“ (Coronado, 2006)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile, 2010)

Meine Besprechung der Dennis-Lehane-Verfilmung „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ (Gone Baby Gone, USA 2007)

Meine Besprechung von Christian De Metter/Dennis Lehanes Comic „Shutter Island“ (Shutter Island, 2008)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „Shutter Island“ (Shutter Island, 2003)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes “In der Nacht” (Live by Night, 2012)

Meine Besprechung von Dennis Lehanes „The Drop“ (The Drop, 2014) (Buch und Film)

Dennis Lehane in der Kriminalakte


Die Razzie-Nominierungen 2017

Januar 23, 2017

Seit weit büer dreißig Jahren („Trau keinem über 30!“) werden die Razzies, die Oscars für die schlechtesten Hollywood-Leistungen vergeben, und inzwischen ist das Schlachtfest schon eine Tradition mit fast schon erwartbaren Ergebnissen. Schließlich ist nicht jeder filmische Mist Razzie-würdig.

(Die Oscar-Nominierungen gibt es in einigen Stunden.)

Jedenfalls gibt es hier die Pressemitteilung, ergänzt um meine Anmerkungen (in Klammern)

FOR IMMEDIATE RELEASE

2016: A Year of Movies SO Bad The Razzies®
Had to Expand to Six Nominees Per Category!

Zoolander No. 2 and Batman v Superman
lead the Pack with Most Nominations

The crop of cinematic crap in 2016 was so extensive that this year’s 37th Annual Razzie® Awards is expanding from 5 nominees to an unprecedented 6 contenders in each of its 9 Worst Achievement in Film categories.

Leading this year’s list of movie-misfires are the 15-years-too-late sequel Zoolander No. 2 and   the WTF comic book battle-royale Batman v Superman. Each is up for both Worst Picture and Worst Prequel, Remake, Rip-Off or Sequel. Other Worst Picture nominees include Dirty Grandpa, Gods of Egypt, Hillary’s America and Independence Day: Resurgence. Acting contenders include Ben Affleck, Johnny Depp, Julia Roberts and Robert de Niro. A complete list of this year’s nominees is included with this press release and at razzies.com.

Our nomination announcement will be available at Razzie Channel after 5:30am/PST Monday. “Winners” of this year’s tackiest Tinsel Town trophy will be revealed on Saturday, February 25 – the now traditional day before the 89th Annual Giving Out of the Little Gold Naked Men.

Voting Razzie Members (1,014 from 49 US States and 24 countries) selected contenders in 8 of our 9 categories.  For Worst Screen Combo, we partnered again with Rotten Tomatoes where tens of thousands of users picked the nominees.

For more info:

Razzies.com

RazzieChannel

Razzie Facebook

Razzie Twitter

To interview with Head RAZZberry John Wilson, please e-mail:  JohnW@razzies.com

©2017, The Golden Raspberry (RAZZIE®) Awards LLC

WORST PICTURE

Batman v Superman: Dawn of Justice

Dirty Grandpa

Gods of Egypt

Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party

Independence Day: Resurgence

Zoolander No. 2

(ANMERKUNG: ich kenne zwar nicht alle Filme, „Hillary’s America“ lief auch nicht in Deutschland, aber die Filme sind Razzie-würdig.)

WORST ACTOR

Ben Affleck / Batman v Superman: Dawn of Justice

Gerard Butler / Gods of Egypt & London Has Fallen

Henry Cavill / Batman v Superman: Dawn of Justice

Robert  de Niro / Dirty Grandpa

Dinesh D’Souza [as Himself] Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party

Ben Stiller / Zoolander No. 2

(ANMERKUNG: Einspruch bei den Herren Affleck und Cavill. Affleck war mit das beste an der filmischen Gurke. Und mit welch beseelt-blasiertem Gesichtausdruck Cavill Superman spielte, hatte schon eine einsame Größe.)

WORST ACTRESS

Megan Fox / Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows

Tyler Perry / BOO! A Medea Halloween

Julia Roberts / Mother’s Day

Becky Turner [as Hillary Clinton]  Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party

Naomi Watts / Divergent Series: Allegiant & Shut-In

Shailene Woodley / Divergent Series: Allegiant

(ANMERKUNG: Hat Megan Fox gespielt, oder war sie nicht einfach nur anwesend? Und warum hat „Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows“ keine Nominierung als schlechtester Film erhalten?)

WORST SUPPORTING ACTRESS

Julianne Hough / Dirty Grandpa

Kate Hudson / Mother’s Day

Aubrey Plaza / Dirty Grandpa

Jane Seymour / Fifty Shades of Black

Sela Ward / Independence Day: Resurgence

Kristen Wiig / Zoolander No. 2

WORST SUPPORTING ACTOR

Nicolas Cage / Snowden  (ANMERKUNG: ??? Oder ist das einfach die jährliche Cage-Nennung?)

Johnny Depp / Alice Through the Looking Glass

Will Ferrell / Zoolander No. 2

Jesse Eisenberg / Batman v Superman: Dawn of Justice

Jared Leto / Suicide Squad

Owen Wilson / Zoolander No. 2

WORST SCREEN COMBO

Ben Affleck & His BFF (Baddest Foe Forever) Henry Cavill / Batman v Superman: Dawn of Justice

Any 2 Egyptian Gods or Mortals / Gods of Egypt

Johnny Depp & His Vomitously Vibrant Costume / Alice Through the Looking Glass

The Entire Cast of Once Respected Actors / Collateral Beauty

Tyler Perry & That Same Old Worn Out Wig / BOO! A Medea Halloween

Ben Stiller and His BFF (Barely Funny Friend) Owen Wilson / Zoolander No. 2

WORST DIRECTOR

Dinesh D’Souza and Bruce Schooley / Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party

Roland Emmerich / Independence Day: Resurgence

Tyler Perry / BOO! A Medea Halloween

Alex Proyas / Gods of Egypt

Zack Snyder / Batman v Superman: Dawn of Justice

Ben Stiller / Zoolander  No. 2

WORST PREQUEL, REMAKE, RIP-OFF  or SEQUEL

Alice Through the Looking Glass

Batman v Superman: Dawn of Justice: Dawn of Justice

Fifty Shades of Black

Independence Day: Resurgence

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows

Zoolander No. 2

(ANMERKUNG: Immerhin hier werden die TMNT erwähnt. Starke Konkurrenz.)
WORST SCREENPLAY

Batman v Superman: Dawn of Justice

Dirty Grandpa

Gods of Egypt

Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party

Independence Day: Resurgence

Suicide Squad

(ANMERKUNG: davon ausgehend, dass es bei den Filmen überhaupt ein Drehbuch gab.)

NOMINATIONS PER PICTURE: 

Zoolander No. 2 = 9

Batman v Superman: Dawn of Justice = 8

Dirty Grandpa = 6

Gods of Egypt = 5

Hillary’s America = 5

Independence Day: Resurgence = 5

Alice Through the Looking Glass = 3

©2017, The Golden Raspberry (RAZZIE®) Awards LLC

 


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