Lola! Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2022

Mai 12, 2022

Für den diesjährigen Deutschen Filmpreis sind nominiert:

Bester Spielfilm

Contra (Christoph Müller, Tom Spieß)

Grosse Freiheit (Benny Drechsel)

Lieber Thomas (Michael Souvignier, Till Derenbach)

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush (Claudia Steffen, Christoph Friedel)

Spencer (Jonas Dornbach, Janine Jackowski, Maren Ade)

Wunderschön (Lothar Hellinger, Christopher Doll)

Bester Dokumentarfilm

The Other Side of the River (Frank Müller, Antonia Kilian, Guevara Namer)

We Are All Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden (Michael Loeken, Ulrike Franke)

Wem gehört mein Dorf? (Marcel Lenz, Guido Schwab)

Bester Kinderfilm

Der Pfad (Daniel Ehrenberg)

Die Schule der magischen Tiere (Alexandra Kordes, Meike Kordes)

Beste Regie

Grosse Freiheit: Sebastian Meise

Lieber Thomas: Andreas Kleinert

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Andreas Dresen

Bestes Drehbuch

Grosse Freiheit: Thomas Reider, Sebastian Meise

Lieber Thomas: Thomas Wendrich

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Laila Stieler

Beste weibliche Hauptrolle

Ursula Strauss (Le Prince)

Sara Fazilat (Nico)

Saskia Rosendahl (Niemand ist bei den Kälbern)

Meltem Kaptan (Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush)

Beste männliche Hauptrolle

Franz Rogowski (Grosse Freiheit)

Albrecht Schuch (Lieber Thomas)

Farba Dieng (Toubab)

Beste weibliche Nebenrolle

Jella Haase (Lieber Thomas)

Anja Schneider (Lieber Thomas)

Sandra Hüller (Das schwarze Quadrat)

Beste männliche Nebenrolle

Henry Hübchen (Leander Haußmanns Stasikomödie)

Jörg Schüttauf (Lieber Thomas)

Godehard Giese (Niemand ist bei den Kälbern)

Alexander Scheer (Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush)

Beste Kamera / Bildgestaltung

Grosse Freiheit: Crystel Fournier

Lieber Thomas: Johann Feindt

Spencer: Claire Mathon

Bester Schnitt

A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe: Bettina Böhler

Grosse Freiheit: Joana Scrinzi

Lieber Thomas: Gisela Zick

Beste Tongestaltung

Axiom: Michael Schlömer, Paul Rischer, Martin Steyer

Fly: Bertin Molz, Thorsten Bolzé, Mario Hubert, Marco Hanelt, Benedikt Uebe

In den Uffizien: Andreas Hildebrandt, Filipp Forberg, Matthias Lempert

Niemand ist bei den Kälbern: Jonathan Schorr, Dominik Leube, Gregor Bonse, John Gürtler

Beste Filmmusik

Peterchens Mondfahrt: Ali N. Askin

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Johannes Repka, Cenk Erdoğan

Wunderschön: Annette Focks

Bestes Szenenbild

Leander Haußmanns Stasikomödie: Lothar Holler

Lieber Thomas: Myrna Drews

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Susanne Hopf

Bestes Kostümbild

Grosse Freiheit: Tanja Hausner

Leander Haußmanns Stasikomödie: Janina Brinkmann

Lieber Thomas: Anne-Gret Oehme

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Birgitt Kilian

Bestes Maskenbild

Grosse Freiheit: Heiko Schmidt

Lieber Thomas: Uta Spikermann, Grit Kosse

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Grit Kosse, Uta Spikermann

Beste visuelle Effekte

Leander Haußmanns Stasikomödie: Denis Behnke

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Thomas Loeder

Die Schule der magischen Tiere: Dennis Rettkowski, Markus Frank, Tomer Eshed

Besucherstärkster Film

Die Schule der magischen Tiere

Ehrenpreis

Jürgen Jürges

Lieber Thomas“, „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ und „Große Freiheit“ sind mit ihren vielen Nominierungen die Favouriten. „Lieber Thomas“ ist in zwölf Kategorien nominiert, „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ in zehn und „Große Freiheit“ in acht. Nach meinem Gefühl wird das epische Biopic „Lieber Thomas“ (über Thomas Brasch) die meisten Preise erhalten. Das Zwei-Personenstück „Große Freiheit“ ist eine paritätisch produzierte österreichisch-deutsche Koproduktion, die auch in zehn Kategorien für den Österreichischen Filmpreis nominiert ist. „Rabiye Kurnaz gegen George V. Bush“ ist einfach zu sehr hollywoodkompatibles Feelgood-Kino.

Spencer“ wurde als bester Film nominiert und er wäre ein mehr als würdiger Preisträger. Pablo Larraíns grandioses Drama ist letztendlich nur aufgrund seiner Finanzierung ein deutscher Film.

Erfreulich und erwähnenswert ist, dass dieses Mal die nominierten Filme vor der Preisverleihung im Kino gelaufen sind und, wie bei den Oscars, alle sich die Filme ansehen konnten und kundig über sie reden können. In der Vergangenheit starteten etliche Filme erst nach der Preisverleihung, die für die ausgezeichneten Filme auch einen Geldregen bedeutete.

Die Verleihung der Lolas ist am 24. Juni in Berlin im Palais am Funkturm.


Deutscher Filmpreis 2021 – Die Preisträger:innen

Oktober 1, 2021

Wer hat darf denn dieses Jahr mit den Lolas (und dem damit verbundenem Preisgeld) heimgehen? Erstaunlich oft „Ich bin dein Mensch“ und erstaunlich selten „Fabian“. Da gab es wohl so einen „Dominik Graf muss nicht schon wieder alle Preise gewinnen“-Effekt und, wie ich schon bei der Veröffentlichung der Nominierungsliste schrieb, „Ich bin dein Mensch“ ist auch ein guter Film. Der zweite große Gewinner ist „Tides“ – und damit hätten zwei Genrefilme, zwei Science-Fiction-Film, die beide sehenswert sind, groß abgeräumt.

Also, hier noch einmal die vollständige Liste, ergänzt um die Gewinner:innen:

Bester Spielfilm:

GEWINNER BRONZE: Curveball – Wir machen die Wahrheit

GEWINNER SILBER: Fabian oder Der Gang vor die Hunde

GEWINNER GOLD: Ich bin dein Mensch

Je suis Karl

Schachnovelle

Und morgen die ganze Welt

Bester Dokumentarfilm

GEWINNER: Herr Bachmann und seine Klasse

Space Dogs

Walchensee Forever (Kinostart demnächst)

Bester Kinderfilm

GEWINNER: Die Adern der Welt

Jim Knopf und die Wilde 13

Beste Regie

Dominik Graf (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Maria Speth (Herr Bachmann und seine Klasse) (Kinostart demnächst)

GEWINNER: Maria Schrader (Ich bin dein Mensch)

Bestes Drehbuch

Oliver Keidel, Johannes Naber (Curveball – Wir machen die Wahrheit)

Constantin Lieb, Dominik Graf (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

GEWINNER: Jan Schomburg, Maria Schrader (Ich bin dein Mensch)

Beste weibliche Hauptrolle

Saskia Rosendahl (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

GEWINNER: Maren Eggert (Ich bin dein Mensch)

Luna Wedler (Je suis Karl)

Beste männliche Hauptrolle

GEWINNER: Oliver Masucci (Enfant terrible)

Dan Stevens (Ich bin dein Mensch)

Jannis Niewöhner (Je suis Karl)

Beste weibliche Nebenrolle

Meret Becker (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

GEWINNER: Lorna Ishema (Ivie wie Ivie)

Birgit Minichmayr (Schachnovelle)

Beste männliche Nebenrolle

GEWINNER: Thorsten Merten (Curveball – Wir machen die Wahrheit)

Hary Prinz (Enfant terrible)

Milan Peschel (Je suis Karl)

Beste Kamera / Bildgestaltung

GEWINNER: Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Hanno Lentz)

Home (Frank Griebe)

One of these Days (Michael Kotschi) (Kinostart demnächst)

Bester Schnitt

A Symphony of Noise (Andrew Bird)

GEWINNER: Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Claudia Wolscht)

Walchensee Forever (Anja Pohl) (Kinostart demnächst)

Beste Tongestaltung

GEWINNER: A Symphony of Noise (Pascal Capitolin, Richard Borowski)

Enfant terrible (Andreas Wölki, Hubertus Rath, Kai Tebbel)

Nebenan (Roland Winke, Lars Ginzel, Noemi Hampel, Dominik Schleier)

Schachnovelle (Gunnar Voigt, Jan Petzold, Martin Steyer)

Space Dogs (Jonathan Schorr, Simon Peter, Tobias Adam)

Tides (Lars Ginzel, Frank Kruse, Markus Stemler)

Beste Filmmusik

Enfant terrible (Martin Todsharow)

Jim Knopf und die Wilde 13 (Ralf Wengenmayr, Marvin Miller)

GEWINNER: Tides (Lorenz Dangel)

Bestes Szenenbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Claus Jürgen Pfeiffer)

Schachnovelle (Matthias Müsse)

GEWINNER: Tides (Julian R. Wagner)

Bestes Kostümbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Barbara Grupp)

Jim Knopf und die Wilde 13 (Anke Winckler)

GEWINNER: Schachnovelle (Tanja Hausner)

Tides (Leonie Zykan) (Kinostart demnächst)

Bestes Maskenbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Nannie Gebhardt-Seele, Anna Freund)

Schachnovelle (Daniela Skala)

GEWINNER: Tides (Sabine Schumann)

Beste visuelle Effekte

Jim Knopf und die Wilde 13 (Frank Schlegel)

Schachnovelle (Michael Wortmann)

GEWINNER: Tides (Denis Behnke)

Besucherstärkster Film

Nightlife (Regie: Simon Verhoeven)

Ehrenpreis

Senta Berger


Lola!!! Die Nominierten für den Deutschen Filmpreis 2021

August 19, 2021

Wer hat denn dieses Jahr die Chance auf eine Lola, wie der Deutsche Filmpreis inzwischen genannt werden möchte. Nominiert sind eine doch überschaubare Zahl von Filmen, die noch nicht alle im Kino angelaufen sind.

In der Kategorie „Bester Spielfilm“ sind nominiert:

Curveball – Wir machen die Wahrheit (Kinostart demnächst)

Fabian oder Der Gang vor die Hunde

Ich bin dein Mensch

Je suis Karl (Kinostart demnächst)

Schachnovelle (Kinostart demnächst)

Und morgen die ganze Welt

(Mein Tipp: Fabian oder Der Gang vor die Hunde; Ich bin dein Mensch fand ich auch gelungen. Die anderen Filme – ach schweigen wir darüber, bis sie im Kino anlaufen)

Bester Dokumentarfilm

Herr Bachmann und seine Klasse (Kinostart demnächst)

Space Dogs

Walchensee Forever (Kinostart demnächst)

Bester Kinderfilm

Die Adern der Welt

Jim Knopf und die Wilde 13

Beste Regie

Dominik Graf (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Maria Speth (Herr Bachmann und seine Klasse) (Kinostart demnächst)

Maria Schrader (Ich bin dein Mensch)

Bestes Drehbuch

Oliver Keidel, Johannes Naber (Curveball – Wir machen die Wahrheit)

Constantin Lieb, Dominik Graf (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Jan Schomburg, Maria Schrader (Ich bin dein Mensch)

Beste weibliche Hauptrolle

Saskia Rosendahl (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Maren Eggert (Ich bin dein Mensch)

Luna Wedler (Je suis Karl) (Kinostart demnächst)

Beste männliche Hauptrolle

Oliver Masucci (Enfant terrible)

Dan Stevens (Ich bin dein Mensch)

Jannis Niewöhner (Je suis Karl) (Kinostart demnächst)

Beste weibliche Nebenrolle

Meret Becker (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Lorna Ishema (Ivie wie Ivie) (Kinostart demnächst)

Birgit Minichmayr (Schachnovelle) (Kinostart demnächst)

Beste männliche Nebenrolle

Thorsten Merten (Curveball – Wir machen die Wahrheit) (Kinostart demnächst)

Hary Prinz (Enfant terrible)

Milan Peschel (Je suis Karl) (Kinostart demnächst – Peschel ist grandios!)

Beste Kamera / Bildgestaltung

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Hanno Lentz)

Home (Frank Griebe)

One of these Days (Michael Kotschi) (Kinostart demnächst)

Bester Schnitt

A Symphony of Noise (Andrew Bird) (Kinostart demnächst)

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Claudia Wolscht)

Walchensee Forever (Anja Pohl) (Kinostart demnächst)

Beste Tongestaltung

A Symphony of Noise (Pascal Capitolin, Richard Borowski)

Enfant terrible (Andreas Wölki, Hubertus Rath, Kai Tebbel)

Nebenan (Roland Winke, Lars Ginzel, Noemi Hampel, Dominik Schleier)

Schachnovelle (Gunnar Voigt, Jan Petzold, Martin Steyer) (Kinostart demnächst)

Space Dogs (Jonathan Schorr, Simon Peter, Tobias Adam)

Tides (Lars Ginzel, Frank Kruse, Markus Stemler) (Kinostart demnächst – für SF-Fans ein Dystopie-Pflichttermin)

Beste Filmmusik

Enfant terrible (Martin Todsharow)

Jim Knopf und die Wilde 13 (Ralf Wengenmayr, Marvin Miller)

Tides (Lorenz Dangel)

Bestes Szenenbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Claus Jürgen Pfeiffer)

Schachnovelle (Matthias Müsse) (Kinostart demnächst)

Tides (Julian R. Wagner) (Kinostart demnächst)

Bestes Kostümbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Barbara Grupp)

Jim Knopf und die Wilde 13 (Anke Winckler)

Schachnovelle (Tanja Hausner) (Kinostart demnächst)

Tides (Leonie Zykan) (Kinostart demnächst)

Bestes Maskenbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Nannie Gebhardt-Seele, Anna Freund)

Schachnovelle (Daniela Skala) (Kinostart demnächst)

Tides (Sabine Schumann) (Kinostart demnächst)

Beste visuelle Effekte

Jim Knopf und die Wilde 13 (Frank Schlegel)

Schachnovelle (Michael Wortmann) (Kinostart demnächst)

Tides (Denis Behnke)

Besucherstärkster Film

Nightlife (Regie: Simon Verhoeven) (nicht „Die Känguru-Chroniken“)

Ehrenpreis

Senta Berger

Das ZDF zeigt am 1. Oktober um 23.00 Uhr die Verleihung der Lolas.


Deutscher Filmpreis 2020: Die Gewinner

April 25, 2020

Coronabedingt erfolgte die Preisverleihung des 70. Deutschen Filmpreises am Freitag ohne Publikum. Das änderte nichts daran, dass sie im Fernsehen übertragen wurde und dass viel Geld verteilt wurde. In den meisten Kategorien waren nur drei Personen bzw. Filme nominiert. Allein schon angesichts dieses überschaubaren Wettbewerbs, konnte man sich, im Gegensatz zu den Oscars, die potentiellen Gewinner schon vor der Preisverleihung ausrechnen. Insofern überraschen mich die vielen, durchaus verdienten Preise für „Systemsprenger“ nicht. Auch die Ignoranz gegenüber „Lara“ und „Undine“ (demnächst im Kino) überrascht nicht. Das war schon so bei den Nominierungen.

Die Gewinner sind:

Bester Spielfilm

Gold: „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt

Silber: „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani (läuft irgendwann im Kino)

Bronze: „Es gilt das gesprochene Wort“ von Ilker Çatak

Bester Dokumentarfilm

Born in Evin“ von Maryam Zaree

Bester Kinderfilm

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ von Caroline Link

Beste weibliche Hauptrolle

Helena Zengel („Systemsprenger“)

Beste männliche Hauptrolle

Albrecht Schuch („Systemsprenger“)

Beste weibliche Nebenrolle

Gabriela Maria Schmeide („Systemsprenger“)

Beste männliche Nebenrolle

Albrecht Schuch („Berlin Alexanderplatz“)

Beste Regie

Nora Fingscheidt („Systemsprenger“)

Bestes Drehbuch

Nora Fingscheidt („Systemsprenger“)

Beste Kamera

Yoshi Heimrath („Berlin Alexanderplatz“)

Bester Schnitt

Stephan Bechinger und Julia Kovalenko („Systemsprenger“)

Beste Musik

Dascha Dauenhauer („Berlin Alexanderplatz“)

Bestes Szenenbild

Silke Buhr („Berlin Alexanderplatz“)

Bestes Kostümbild

Sabine Böbbis („Lindenberg! Mach dein Ding“)

Bestes Maskenbild

Astrid Weber und Hannah Fischleder („Lindenberg! Mach dein Ding“)

Beste Tongestaltung

Corinna Zink, Jonathan Schorr, Dominik Leube, Oscar Stiebitz und Gregor Bonse („Systemsprenger“)

Beste visuelle Effekte und Animation

Jan Stoltz und Claudius Urban („Die Känguru-Chroniken“)

Besucherstärkster Film des Jahres

Das perfekte Geheimnis“ von Bora Dagtekin

Ehrenpreis

Edgar Reitz


Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2020

März 11, 2020

Vor einigen Minuten die Nominierungen für den diesjährigen Deutschen Filmpreis wurden bekannt gegeben. Die 70. Verleihung des Deutschen Filmpreises wird von Edin Hasanovic moderiert und am Freitag, den 24. April, um 22.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

Nominiert sind:

BESTER SPIELFILM

Berlin Alexanderplatz (Besprechung zum Filmstart)

Es gilt das gesprochene Wort

Lara

Lindenberg! Mach dein Ding

Systemsprenger

Undine (Besprechung zum Filmstart)

BESTER DOKUMENTARFILM

Born in Evin

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien

BESTER KINDERFILM

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Fritzi – Eine Wendewundergeschichte

BESTE REGIE

Ilker Çatak (Es gilt das gesprochene Wort)

Nora Fingscheidt (Systemsprenger)

Burhan Qurbani (Berlin Alexanderplatz)

BESTES DREHBUCH

Martin Behnke, Burhan Qurbani (Berlin Alexanderlatz)

Nora Fingscheidt (Systemsprenger)

Nils Mohl, Ilker Çatak (Es gilt das gesprochene Wort)

BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE

Anne Ratte-Polle (Es gilt das gesprochene Wort)

Alina Serban (Gipsy Queen)

Helena Zengel (Systemsprenger)

BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE

Jella Haase (Berlin Alexanderplatz)

Lisa Hagmeister (Systemsprenger)

Gabriela Maria Schmeide (Systemsprenger)

BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE

Jan Bülow (Lindenberg! Mach dein Ding)

Welket Bungué (Berlin Alexanderplatz)

Albrecht Schuch (Systemsprenger)

BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

Pasquale Aleardi (Ich war noch niemals in New York)

Godehard Giese (Es gilt das gesprochene Wort)

Albrecht Schuch (Berlin Alexanderplatz)

BESTE KAMERA/BILDGESTALTUNG

Yoshi Heimrath (Berlin Alexanderplatz)

Frank Lamm (Deutschstunde)

Jieun Yi (O Beautiful Night)

BESTER SCHNITT

Stephan Bechinger, Julia Kovalenko (Systemsprenger)

Bettina Böhler (Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien)

Heike Gnida (Pelikanblut)

Andreas Menn (Mein Ende. Dein Anfang.)

BESTES SZENENBILD

Silke Buhr (Berlin Alexanderplatz)

Matthias Müsse (Ich war noch niemals in New York)

Sebastian Soukup (Narziss und Goldmund) (Besprechung zum Filmstart)

Tim Tamke (Freies Land)

BESTES KOSTÜMBILD

Ingken Benesch (Freies Land)

Sabine Böbbis (Lindenberg! Mach dein Ding)

Thomas Oláh, Nora Bates (Ich war noch niemals in New York)

BESTES MASKENBILD

Helene Lang (Narziss und Goldmund)

Astrid Weber, Hannah Fischleder (Lindenberg! Mach dein Ding)

Gerhard Zeiss (Ich war noch niemals in New York)

BESTE FILMMUSIK

Lorenz Dangel (Deutschstunde)

Dascha Dauenhauer (Berlin Alexanderplatz)

John Gürtler (Systemsprenger)

BESTE TONGESTALTUNG

Simone Galavazi, Michel Schöpping (Berlin Alexanderplatz)

Andreas Mücke-Niesytka, Martin Steyer, Dominik Schleier, Benjamin Hörbe, Bettina Böhler (Undine)

Corinna Zink, Jonathan Schorr, Dominik Leube, Oscar Stieblitz, Gregor Bonse (Systemsprenger)

BESTE VISUELLE EFFEKTE UND ANIMATION

Frank Kaminski (Berlin Alexanderplatz)

Sven Martin (Ich war noch niemals in New York)

Jan Stoltz, Claudius Urban (Die Känguru-Chroniken)

EHRENPREIS DES DEUTSCHEN FILMPREISES

Edgar Reitz

BESUCHERSTÄRKSTER FILM

Das perfekte Geheimnis (Regie: Bora Dagtekin)

Wie immer sind auch etliche Filme für den Deutschen Filmpreis nominiert, die noch nicht im Kino angelaufen sind. Wie „Undine“ und „Berlin Alexanderplatz“, der mit Nominierungen überschüttet wurde. Da ich den Film schon gesehen habe und ich nicht sonderlich begeistert von dem Drei-Stunden-Opus bin, verstehe ich diesen Nominierungsregen nicht. Systemsprenger“ hat vielleicht ein, zwei Nominierungen zu viel erhalten und „Lara“ viel zu wenige. „Nur eine Frau“ (Kinostart 9. Mai 2019 und damit nach der Verleihung des letztjährigen Filmpreises) war ja schon letztes Jahr im Rennen um den Deutschen Filmpreis. .


Deutscher Filmpreis 2018. Wer hat die Lolas gewonnen?

April 29, 2018

Die Verleihung des diesjährige Deutschen Filmpreises ist überstanden und, weil der Deutsche Filmpreis als Teil der Kulturförderung mit fast drei Millionen Euro dotiert ist, dürfen die Gewinner sich über erkleckliche Überweisungen auf ihr Konto freuen. Das ist auch ein Problem dieses Preises, der seit seinem Bestehen kulturelle und kommerzielle Belange miteinander vermischt.

Das war früher, als er noch Bundesfilmpreis hieß und die Gewinner von einer Kommission bestimmt wurden, anders.

Seit 2005 bestimmen die Mitglieder der Deutschen Filmakademie die Gewinner. Das Verfahren ähnelt dem der Oscars. Aber der Oscar ist ein nicht dotierter Preis der Branche, mit dem sie sich selbst feiert. Und ein Oscar ist normalerweise an der Kinokasse Gold wert.

Jedenfalls, die diesjährigen Gewinner sind

Bester Spielfilm – Gold: 3 Tage in Quiberon

Bester Spielfilm – Silber: Aus dem Nichts

Bester Spielfilm – Bronze: Western

Bester Kinderfilm: Amelie rennt

Bester Dokumentarfilm: Beuys

Beste Hauptdarstellerin: Marie Bäumer (3 Tage in Quiberon)

Bester Hauptdarsteller: Franz Rogowski (In den Gängen [Kinostart: 24. Mai 2018 – ähem, das ist noch ein Unterschied zu den Oscars. Da dürfen nur Filme nominiert und ausgezeichnet werden, die bereits im Kino liefen])

Beste Nebendarstellerin: Birgit Minichmayr (3 Tage in Quiberon)

Bester Nebendarsteller: Michael Gwisdek (3 Tage in Quiberon)

Beste Regie: Emily Atef (3 Tage in Quiberon)

Bestes Drehbuch: Fatih Akin/Hark Bohm (Aus dem Nichts)

Beste Kamera: Thomas W. Kiennast (3 Tage in Quiberon)

Bester Schnitt: Stephan Krumbiegel, Olaf Voigtländer (Beuys)

Bestes Szenenbild: Erwin Prib (Manifesto)

Bestes Kostümbild: Bina Daigeler (Manifesto)

Bestes Maskenbild: Morag Ross, Massimo Gattabrusi (Manifesto)

Beste Filmmusik: Christoph M. Kaiser, Julian Maas (3 Tage in Quiberon)

Beste Tongestaltung: André Bendocchi Alves, Eric Devulder, Martin Steyer (Der Hauptmann)

Besucherstärkster Film: Fuck ju Göhte 3

Ehrenpreis: Hark Bohm

 


Ola, Lola! Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2018

März 14, 2018

Heute wurden die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2018 verkündet. Die vollständige Liste mit allen Nominierungen in sechzehn Kategorien findet ihr hier.

In den Hauptkategorien sind nominiert:

Bester Spielfilm

3 TAGE IN QUIBERON (Regie: Emily Atef) (Kinostart: 12. April)

AUS DEM NICHTS (Regie: Fatih Akin)

DER HAUPTMANN (Regie: Robert Schwentke) (Kinostart: 15. März)

IN DEN GÄNGEN (Regie: Thomas Stuber) (Kinostart: 24. Mai)

DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER (Regie: Lars Kraume)

WESTERN (Regie: Valeska Grisebach)

Bester Dokumentarfilm

BEUYS (Regie: Andres Veiel)

DAS KONGO TRIBUNAL (Regie: Milo Rau)

TASTE OF CEMENT (Regie: Ziad Kalthoum) (Kinostart: 24. Mai)

Bester Kinderfilm

AMELIE RENNT (Regie: Tobias Wiemann)

DIE KLEINE HEXE (Regie: Regie: Michael Schaerer)

Die Preisverleihung ist am Sonntag, den 27. April, in Berlin im Palais am Funkturm. Das Erste zeigt die Gala am gleichen Abend um 22.00 Uhr; d. h., wer sich die Spannung erhalten will, sollte vorher nicht surfen.

Der Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den Deutschen Film geht an Hark Bohm. Der Preis für den besucherstärksten deutschen Film des Jahres geht an „Fack ju Göhte 3“.

Die Gewinner in den verschiedenen Kategorien werden von den tausendneunhundert Mitglieder der Deutschen Filmakademie bestimmt. Damit bestimmen sie auch, wie die knapp drei Millionen Euro Preisgelder der Bundesregierung verteilt werden.

Wie in den vergangenen Jahren sind auch wieder etliche Filme nominiert, die noch nicht im Kino gelaufen sind und die teilweise sogar erst nach der Preisverleihung im Kino anlaufen. Das macht es natürlich unmöglich, breit über die Filme zu diskutieren, die nur wenige sehen konnten.

Bei den Oscars ist das anders. Da sind in den USA alle Filme vorher im Kino angelaufen und es kann schon lange vor der Preisverleihung trefflich über die Qualitäten der verschiedenen Filme und die größten Überraschungen und Fehlentscheidungen der Jury gestritten werden.


Deutscher Filmpreis 2017 – die Vorauswahl

Januar 9, 2017

Die Vorauswahl für den diesjährigen Deutschen Filmpreis steht fest und, auch wenn noch nicht alle Filme im Kino angelaufen sind, überrascht sie nicht.

Toni Erdmann“ ist dabei und nachdem beim Cannes-Filmfestival die deutschen Filmkritiker dem Film am liebsten alle möglichen und unmöglichen Preise gegeben hätten, ist er natürlich der heiße Favorit.

Ich bevorzuge dann einmal „Tschick“ – und lasse mich von den weiteren Auswahlrunden überraschen.


TV-Tipp für den 27. Mai: Der Deutsche Filmpreis 2016

Mai 27, 2016

ARD, 22.15

Der Deutsche Filmpreis 2016

Nicht ganz live zeigt das Erste die diesjährige Verleihung des Deutschen Filmpreises.

Ganz Ungeduldige können schon ab 15.30 Uhr auf der Seite des Deutschen Filmpreises die neuesten Informationen erhalten.

Eigentlich sollte „Der Staat gegen Fritz Bauer“, der die meisten Nominierungen erhielt, auch die meisten Preise erhalten. Auch angesichts der Konkurrenz.

Lassen wir uns also überraschen.


Wer wird Lola? Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2016

April 15, 2016

Nachdem im Januar die Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis verkündet wurde, wurden heute die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis verkündet und die Liste ist deutlich kürzer. Schon damals favorisierte ich „Der Staat gegen Fritz Bauer“. Neben, mit Bauchschmerzen, Wim Wenders‘ „Every thing will be fine“. Jetzt ist Tom Tykwers Dave Eggers-Verfilmung „Ein Hologramm für den König“ (Kinostart 28. April) nominiert und ich habe bei dem Film die gleichen Bauchschmerzen. Denn deutscher Finanzierung wirkt das mit Tom Hanks prominent besetzte, in Saudi-Arabien spielende Drama nie wie ein deutscher Film.

Mit neun Nominierungen ist „Der Staat gegen Fritz Bauer“ der klare Favorit und ich würde ihm auch einige Lolas geben.

Die Verleihung der mit üppigen Preisgeldern ausgestatteten Lolas ist am 27. Mai 2016 in Berlin und sie wird auch im Ersten übertragen.

Nominiert sind:

Bester Spielfilm

4 Könige

Der Staat gegen Fritz Bauer

Ein Hologramm für den König

Er ist wieder da

Grüße aus Fukushima

Herbert

Bester Dokumentarfilm

Above and Below

Democracy – Im Rausch der Daten

Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen

Bester Kinderfilm

Heidi

Rico, Oskar und das Herzgebreche

Bestes Drehbuch

4 Könige (von Esther Bernstorff)

Der Staat gegen Fritz Bauer (von Lars Kraume, Olivier Guez)

Hedi Schneider steckt fest (von Sonja Heiss)

Beste Regie

Der Staat gegen Fritz Bauer (Lars Kraume)

Er ist wieder da (David Wnendt)

Vor der Morgenröte (Maria Schrader)

Beste weibliche Hauptrolle

Ein Atem (Jördis Triebel)

Grüße aus Fukushima (Rosalie Thomass)

Hedi Schneider steckt fest (Laura Tonke)

Beste weibliche Nebenrolle

4 Könige (Anneke Kim Sarnau)

Herbert (Lina Wendel)

Mängelexemplar (Laura Tonke)

Vor der Morgenröte (Barbara Sukowa)

Beste männliche Hauptrolle

Der Staat gegen Fritz Bauer (Burghart Klaußner)

Er ist wieder da (Oliver Masucci)

Herbert (Peter Kurth)

Beste männliche Nebenrolle

Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück (Michael Nyqvist)

Der Staat gegen Fritz Bauer (Ronald Zehrfeld)

Er ist wieder da (Fabian Busch)

Beste Kamera/Bildgestaltung

Above and Below (Markus Nestroy)

Herbert (Peter Matjasko)

Ich und Kaminski (Jürgen Jürges)

Bester Schnitt

Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück (Hansjörg Weißbrich)

Ein Hologramm für den König (Alexander Berner)

Ich und Kaminski (Peter R. Adam)

Bestes Szenenbild

Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück (Bernd Lepel)

Das Tagebuch der Anne Frank (Volker Schaefer)

Der Staat gegen Fritz Bauer (Cora Pratz)

Ich und Kaminski (Christian M. Goldbeck)

Bestes Kostümbild

Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück (Nicole Fischnaller)

Der Staat gegen Fritz Bauer (Esther Walz)

Heidi (Anke Winckler)

Bestes Maskenbild

Der Staat gegen Fritz Bauer (Astrid Mariaschk)

Herbert (Hanna Hackbeil)

Ich und Kaminski (Lena Lazzarotto, Henny Zimmer)

Beste Filmmusik

Der Staat gegen Fritz Bauer (Julian Maas, Christoph M. Kaiser)

Every Thing Will Be Fine (Alexandre Desplat)

Ich und Kaminski (Lorenz Dangel)

Beste Tongestaltung

Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück (Frank Kruse, Bruno Tarrière, Carlo Thoss)

Ein Hologramm für den König (Frank Kruse, Matthias Lempert, Roland Winke)

Er ist wieder da (Stefan Korte, Paul Rischer)


Die Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis 2016

Januar 11, 2016

Heute wurde die Vorauswahl für den diesjährigen Deutschen Filmpreis bekannt gegeben. Wie immer sind noch nicht alle Filme angelaufen und für einige gab es noch keine Pressevorführungen, weshalb ich hier unmöglich eine wirklich vernünftige Prognose stellen kann (auch weil ich über einige Filme noch nichts sagen darf). Oder, anders gesagt: von den Filmen, die ich schon sehen konnte und die bereits im Kino laufen, würde ich den Preis an „Every thing will be fine“ (mit Bauchschmerzen, weil es, abgesehen von den Geldgebern und Wim Wenders, eigenlich kein deutscher Film ist) oder an „Der Staat gegen Fritz Bauer“ (jaja, Historiendrama, basierend auf Tatsachen und Schauspielerkino und damit genau der prototypische Oscar-Gewinner) vergeben. Beim Dokumentarfilm würde ich den Preis an „Democracy“ oder „Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen“ (ich meine: Dominik Graf!!!) geben, aber die Frank-Zappa-Doku kenne ich noch nicht. Bei den Kinderfilmen tippe ich, ungesehen, auf „Hördur“.
Die Vorauswahl ist die Grundlage für die Nominierungen, die am 28. April verkündet werden. Die Preisverleihung ist am 10. Juni in Berlin.
Nominierungstauglich sind:
Spielfilm
4 Könige (Regie: Theresa von Eltz, Drehbuch: Esther Bernstorff)
Agnes (Regie: Johannes Schmid, Drehbuch: Nora Lämmermann, Johannes Schmid
Babai (Regie: Visar Morina, Drehbuch: Visar Morina)
Der Bunker (Regie: Nikias Chryssos, Drehbuch: Nikias Chryssos)
California City (Regie: Bastian Günther, Drehbuch: Bastian Günther)
Coconut Hero (Regie: Florian Cossen, Drehbuch: Elena von Saucken)
Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück (Regie: Florian Gallenberger, Drehbuch: Torsten Wenzel, Florian Gallenberger)
Die dunkle Seite des Mondes (Regie: Stephan Rick, Drehbuch: Catharina Junk, Stephan Rick)
Ein Atem (Regie: Christian Zübert, Drehbuch: Christian Zübert, Ipek Zübert)
Ein Hologramm für den König (Regie: Tom Tykwer, Drehbuch: Tom Tykwer)
Er ist wieder da (Regie: David Wnendt, Drehbuch: David Wnendt, Mizzi Meyer)
Every Thing Will Be Fine (Regie: Wim Wenders, Drehbuch: Bjørn Olaf Johannessen)
Grüsse aus Fukushima (Regie: Doris Dörrie, Drehbuch: Doris Dörrie)
Hedi Schneider steckt fest (Regie: Sonja Heiss, Drehbuch: Sonja Heiss)
Herbert (Regie: Thomas Stuber, Drehbuch: Thomas Stuber, Clemens Meyer)
Honig im Kopf (Regie: Til Schweiger, Drehbuch: Hilly Martinek)
Ich bin dann mal weg (Regie: Julia von Heinz, Drehbuch: Jane Ainscough, Christoph Silber, Sandra Nettelbeck)
Ich und Kaminski (Regie: Wolfgang Becker, Drehbuch: Thomas Wendrich, Wolfgang Becker)
Junges Licht (Regie: Adolf Winkelmann, Drehbuch: Nils Beckmann, Till Beckmann, Adolf Winkelmann)
Lenalove (Regie: Florian Gaag, Drehbuch: Florian Gaag)
Die Lügen der Sieger (Regie: Christoph Hochhäusler, Drehbuch: Ulrich Peltzer, Christoph Hochhäusler)
Mängelexemplar (Regie: Laura Lackmann, Drehbuch: Laura Lackmann)
Der Nachtmahr (Regie: AKIZ, Drehbuch: AKIZ)
Schrotten! (Regie: Max Zähle, Drehbuch: Max Zähle)
Der Staat gegen Fritz Bauer (Regie: Lars Kraume, Drehbuch: Lars Kraume, Olivier Guez)
Das Tagebuch der Anne Frank (Regie: Hans Steinbichler, Drehbuch: Fred Breinersdorfer)
Vor der Morgenröte (Regie: Maria Schrader, Drehbuch: Maria Schrader, Jan Schomburg)
Das Wetter in geschlossenen Räumen (Regie: Isabelle Stever, Drehbuch: Isabelle Stever)

Dokumentarfilm
Above and Below (Regie: Nicolas Steiner, Drehbuch: Nicolas Steiner)
Am Kölnberg (Regie: Laurentia Genske, Robin Humboldt)
Democracy – Im Rausch der Daten (Regie: David Bernet, Drehbuch: David Bernet)
Das dunkle Gen (Regie: Miriam Jakobs, Gerhard Schick, Drehbuch: Miriam Jakobs, Gerhard Schick)
Eat That Question – Frank Zappa in His Own Words (Regie: Thorsten Schütte, Drehbuch: Thorsten Schütte)
Ein letzter Tango (Regie: German Kral, Drehbuch: German Kral)
Himmelverbot (Regie: Andrei Schwartz, Drehbuch: Andrei Schwartz)
Parchim International (Regie: Stefan Eberlein, Drehbuch: Stefan Eberlein)
Urmila (Regie: Susan Gluth, Drehbuch: Susan Gluth, Kristl Philippi, Silke Cecilia Schultz)
Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen (Regie: Dominik Graf, Drehbuch: Dominik Graf)

Kinderfilm
Gespensterjäger (Regie: Tobi Baumann, Drehbuch: Murmel Clausen, Tobi Baumann und Martin Ritzenhoff)
Heidi (Regie: Alain Gsponer, Drehbuch: Petra Volpe)
Hördur (Regie: Ekrem Ergün, Drehbuch: Dorothea Nölle)
Ostwind 2 (Regie: Katja von Garnier, Drehbuch: Lea Schmidbauer, Kristina Magdalena Henn)
Rico, Oskar und das Herzgebreche (Regie: Wolfgang Groos, Drehbuch: Martin Gypkens)
Ritter Trenk (Regie: Anthony Power, Drehbuch: Gerrit Hermans)


Die Lolas 2015

Juni 19, 2015

Die Deutschen Filmpreise (gekoppelt an eine erkleckliche staatliche Fördersumme von drei Millionen Euro) sind vergeben. Die Gewinner der diesjährigen Lolas sind:
Bester Spielfilm in Gold: VICTORIA (Sebastian Schipper und Jan Dressler/MonkeyBoy
GmbH/Regie: Sebastian Schipper)
Bester Spielfilm in Silber: JACK (Jan Krüger & René Römert/Port au Prince Film & Kultur Produktion GmbH/Regie: Edward Berger)
Bester Spielfilm in Bronze: ZEIT DER KANNIBALEN (Milena Maitz/Studio.TV.Film GmbH/Regie: Johannes Naber)
Bester Dokumentarfilm: CITIZENFOUR (Dirk Wilutzky, Laura Poitras, Mathilde Bonnefoy/Praxis Films Berlin GmbH/Regie: Laura Poitras )
Bester Kinderfilm: RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN (Philipp Budweg, Robert Marciniak/Lieblingsfilm GmbH & Fox International Productions (Germany) GmbH/Regie: Neele Leana Vollmar)
Bestes Drehbuch: Stefan Weigl: ZEIT DER KANNIBALEN
Beste Regie: Sebastian Schipper: VICTORIA
Beste weibliche Hauptrolle: Laia Costa in VICTORIA
Beste männliche Hauptrolle: Frederick Lau in VICTORIA
Beste weibliche Nebenrolle: Nina Kunzendorf in PHOENIX
Beste männliche Nebenrolle: Joel Basman in WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK.
Beste Kamera / Bildgestaltung: Sturla Brandth Grøvlen: VICTORIA
Bester Schnitt: Robert Rzesacz: WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER
Bestes Szenenbild: Silke Buhr: WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER
Bestes Kostümbild: Barbara Grupp: DIE GELIEBTEN SCHWESTERN
Bestes Maskenbild: Nannie Gebhardt-Seele, Tatjana Krauskopf: DIE GELIEBTEN SCHWESTERN
Beste Filmmusik: Nils Frahm: VICTORIA
Beste Tongestaltung: Bernhard Joest-Däberitz, Florian Beck, Ansgar Frerich, Daniel Weis: WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER
Ehrenpreis: Barbara Baum
Besucherstärkster Film: HONIG IM KOPF (Til Schweiger/barefoot films gmbh)

Von den nominierten Filmen ist „Victoria“ sicher eine gute Wahl. Immerhin geht es beim Deutschen Filmpreis nicht um eine brancheninterne Feierveranstaltung (jaa, der äußere Schein trügt), sondern um die Vergabe von staatlichen Geldern für kulturell bedeutsame Werke. In dem Zusammenhang verstehe ich die Nominierung von dem US-Vorbilder schlecht kopierenden Hackerkrimi „Who am I – Kein System ist sicher“ überhaupt nicht. Auch nicht, dass er sogar zwei Preise gewonnen hat. Da hätte ich, außer bei der Tongestaltung (da waren „Citizenfour“ und „Victoria“ nominiert), ohne eine Zehntelsekunde zu zögern, jeden der konkurrierenden Filme bevorzugt.


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