Die Krimibestenliste April 2026

April 3, 2026

Als Ostergeschenk für den Krimifan gibt es die April-Krimibestenliste, präsentiert von von Deutschlandfunk Kultur:

1 (5) Colin Walsh: Kala

Aus dem Englischen von Andrea O’Brien

Gutkind, 512 Seiten, 24 Euro

2 (4) Garry Disher: Zuflucht

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Unionsverlag, 329 Seiten, 29 Euro

3 (–) Ken Jaworowski: What about the bodies

Aus dem Englischen von Lea Dunkel

Pendragon, 319 Seiten, 24 Euro

4 (–) Michael Idov: Das Riga-Komplott

Aus dem Englischen von Stefan Lux

Suhrkmap, 329 Seiten, 17 Euro

5 (1) Daniel Faßbender: Heaven’s Gate

Diogenes, 291 Seiten, 19 Euro

6 (8) Jérôme Leroy: Die kleine Faschistin

Aus dem Französischen von Cornelia Wend

Edition Nautilus, 147 Seiten, 18 Euro

7 (–) Lars Findsen / Jacob Weinreich: Dunkelmann

Aus dem Dänischen von Friederike Buchinger

Scherz, 476 Seiten, 18 Euro

8 (6) Dave Zeltserman: Alles endet hier

Aus dem Englischen von Michael Grimm und Angelika Müller

Pulp Master, 282 Seiten, 16 Euro

9 (–) Gary Victor: Erschütterungen

Aus dem Kreolischen von Peter Trier

Litradukt, 94 Seiten, 13 Euro

10 (–) Sophie Sumburane: Keine besonderen Auffälligkeiten

Edition Nautilus, 296 Seiten, 20 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Für die Statistiker:

Ein Krimi wurde von einer Frau geschrieben.

Fünf Krimis wurden aus dem Englischen, einer aus dem Französischen, einer aus dem Dänischen und einer aus dem Kreolischen übersetzt. Das letzte ist eine Premiere.

Einige Krimis liegen auf meinem Zu-Lesen-Stapel, einige sollten demnächst bei mir eintreffen – und ich sollte mich endlich mal ein einige überfällige Besprechungen setzen. Unter anderem zur Tony-Hillerman-Neuausgabe (Lesebefehl), Richard Hallas‘ „Wer verliert gewinnt“ (dito), Edgar Reitz‘ Filmbuch zu „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ (dito), Tilo Bernhardts „Sieben Vorschläge für einen besseren öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ (ähem, sagen wir mal zur Abwechslung lesenswert) und das Jahrbuch des Lexikon des Internationalen Films.


Die Krimibestenliste März 2026

März 7, 2026

Im Monat der Leipziger Buchmesse empfiehlt die monatliche Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur, folgende Kriminalromane zur Lektüre:

1 (-) Daniel Faßbender: Heaven’s Gate

291 Seiten, 19 Euro, Diogenes

2 (1) Jo Nesbø: Minnesota

(Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob)

407 Seiten, 24,99 Euro, Ullstein

3 (-) Gianrico Carofiglio: Der Horizont der Nacht

(Aus dem Italienischen von Verena von Koskull)

282 Seiten, 25 Euro, Folio

4 (-) Garry Disher: Zuflucht

(Aus dem Englischen von Peter Torberg)

336 Seiten, 24 Euro, Unionsverlag

5 (-) Colin Walsh: Kala

(Aus dem Englischen von Andrea O’Brien)

512 Seiten, 24 Euro, Gutkind

6 (-) Dave Zeltserman: Alles endet hier

(Aus dem Englischen von Michael Grimm und Angelika Müller)

282 Seiten, 16 Euro, Pulp Master

7 (-) M. W. Craven: Die Witwe

(Aus dem Englischen von Marie-Luise Bezzenberger)

501 Seiten, 16,99 Euro, Droemer Knaur

8 (-) Jérôme Leroy: Die kleine Faschistin

(Aus dem Französischen von Cornelia Wend)

147 Seiten, 18 Euro, Edition Nautilus

9 (-) Drew Hayden Taylor: Cold

(Aus dem Englischen von Leo Strohm)

448 Seiten, 28 Euro, Merlin

10 (-) Frauke Buchholz: Endzeit

321 Seiten, 20 Euro, Pendragon

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Neun Neueinsteiger, acht Übersetzungen, fünf aus dem Englischen, eine Autorin.


Die Krimibestenliste Februar 2026

Februar 16, 2026

Närrischer Schnee vor der Haustür, gepflegte Morde für die Couch gibt es in der monatlichen Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk Kultur.

Besonders lesenswert sind danach folgende zehn Kriminalromane:

1 (7) Jo Nesbø: Minnesota

Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob

Ullstein, 407 Seiten, 24,99 Euro

2 (–) Robert Brack: Die nackte Haut

Edition Nautlius, 216 Seiten, 18 Euro

3 (–) Josh Winning: Verbrenn das Negativ

Aus dem Englischen von Stefan Lux

Suhrkamp, 374 Seiten, 18 Euro

4 (–) Henry Wise: Holy City

Aus dem Englischen von Karen Witthuhn

Polar, 340 Seiten, 26 Euro

5 (1) Pascal Garnier: Die Eskimo-Lösung

Aus dem Französischen von Felix Mayer

Septime, 140 Seiten, 20 Euro

6 (–) Louise Penny: Der schwarze Wolf:

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck

Kampa, 512 Seiten, 24,90 Euro

7 (4) Eliza Clark: Penance

Aus dem Englischen von Simona Turini

Festa, 492 Seiten, 24,99 Euro

8 (3) Robert Jackson Bennett: The Tainted Cup

Aus dem Englischen von Jakob und Karla Schmidt

Adrian Wimmelbuchverlag, 416 Seiten, 16,95 Euro

9 (–) Jonny Sweet: Der Kellerby-Code

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf

Suhrkamp, 365 Seiten, 18 Euro

10 (5) Martin von Arndt: Der Wortschatz des Todes

Ars vivendi, 288 Seiten, 18 Euro

In ( ) ist die Platzierung von Vormonat

Henry Wise wird die Tage besprochen. Ich fand den Edgar-Preisträger eher durchwachsen. Gut gefallen hat mir Don Winslows „The Final Score“, eine Sammlung von sechs brandneuen Kurzgeschichten, was wohl ein No Go für die Liste ist.

Ansonsten: auf der Liste stehen sechs Übersetzungen aus dem Englischen, eine aus dem Norwegischen, eine aus dem Französischem und zwei Bücher mussten nicht übersetzt werden.

Wenn ich mich nicht verzählt oder ein Pseudonym übersehen habe, wurden acht Krimis von Männern und zwei von Frauen geschrieben.

Ein Roman hat unter zweihundert, einer über fünfhundert Seiten.


Die Krimibestenliste Januar 2026

Januar 12, 2026

Neues Jahr, neue Bestenliste; – mit vielen alten Bekannte. Auf der ersten Liste des Kalenderjahres, präsentiert von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur, stehen:

1 (9) Pascal Garnier: Die Eskimo-Lösung

Aus dem Französischen von Felix Mayer

Septime, 140 Seiten, 20 Euro

2 (1) Lavie Thidhar: Adama

Aus dem Englischen von Conny Lösch

Suhrkamp, 425 Seiten, 22 Euro

3 (–) Robert Jackson Bennett: The Tainted Cup

Aus dem Englischen von Jakob und Karla Schmidt

Adrian & Wimmelbuchverlag, 416 Seiten, 16,95 Euro

4 (–) Eliza Clark: Penance

Aus dem Englischen von Simona Turini

Festa, 492 Seiten, 24,99 Euro

5 (5) Martin von Arndt: Der Wortschatz des Todes

Ars vivendi, 288 Seiten,18 Euro

6 (4) Regina Nössler: Ein widerliches kleines Gefühl

Konkursbuch, 334 Seiten, 14 Euro

7 (–) Jo Nesbø: Minnesota

Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob

Ullstein, 407 Seiten, 24,99 Euro

8 (3) Charles den Tex: Repair Club – Der Countdown läuf

Aus dem Niederländischen von Simone Schroth

HarperCollins, 463 Seiten, 14 Euro

9 (7) Håkan Nesser: Eines jungen Mannes Reise in die Nacht

Aus dem Schwedischen von Paul Berf

btb, 352 Seiten, 25 Euro

10 (8) Robert Gailbraith: Der Tote mit dem Silberzeichen

Aus dem Englischen von Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz

Blanvalet, 1247 Seiten, 32 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.


Die Krimijahresbestenliste 2025

Januar 2, 2026

Aus ihren monatlichen, von Deutschlandfunk Kultur präsentierten Krimibestenlisten haben die Damen und Herren Kritiker (Kritiker:innen?) ihre Auswahl für die Jahreskrimibestenliste getroffen. Danach sind die zehn besten Kriminalromane des Jahres 2025:

1) Lavie Tidhar: Adama

2) Zoran Drvenkar: Asa

3) Liz Moore: Der Gott des Waldes

4) Ivy Pochoda: Sing mir vom Tod

5) Megan Abbott: Hüte dich vor der Frau

6) Kate Atkinson: Nacht über Soho

7) Jonathan Coe: Der Beweis meiner Unschuld

8) Sebastian Barry: Jenseits aller Zeit

9) Gustavo Faverón Patriau: Unten leben

10) Nick Harkaway: Smiley

Dann wünsche ich mal spannende Unterhaltung.


Meine Tops und Flops 2025: Buch und Film

Dezember 31, 2025

Es ist schon wieder so weit: während die einen auf die Weihnachtsmärkte stürmen und über die Preise meckern (anstatt die fünfzig Euro für einmal Glühwein und Currywurst in einem guten Restaurant zu investieren) oder Silvesterböller kaufen (ohne über die Preisen zu meckern), sitzen die anderen über Jahresrückblicken und Bestenlisten. So auch ich.

Nach langem Nachdenken, räsonieren über nicht gesehene Filme und nicht gelesene Bücher, streichen, umstellen, wieder umstellen sehen meine Jahresbestenlisten für Kinofilme (und schon sind all die TV-Filme draußen) und Bücher (und schon konkurrieren Kriminalromane mit Sachbüchern und Comics) im Moment so aus (und würden in einigen Stunden wohl wieder anders aussehen):

 

Die zehn besten Filme des Jahres

Dieses Jahr war die Auswahl schwierig. Es gab viele gute, aber wenige großartige Filme, die mich sofort mitrissen und lange nachwirkten. Es gab sehr viele Filme, die großartig anfingen, irgendwann im zweiten Akt den Plot verloren und die Geschichte mit einem ärgerlichen dritten Akt beendeten; – falls sie mir nicht alle sagen wollten, dass das Leben sinnlos ist und der Zufall die herrschende Kraft im Universum ist.

Außerdem enttäuschten von vielen normalerweise zuverlässige Regisseuren die neuen Filmen.

Wenn ich mich auf zehn Filme beschränke, die 2025 im Kino anliefen (ch habe schon potentielle Anwärter für die 2026er Jahreslisten):

One Battle after another (schon während des Films sagte ich mir: der kommt auf meine Jahresbestenliste; – wenn ich eine Jahresbestenliste erstelle) (Das ist die ehrliche und angesichts der eintrudelnden Prognosen, Besten- und Nominierungslisten die absolut gefahrlose Wahl. Eigentlich jeder liebt diesen Film.)

Und jetzt, in keiner besonderen Reihenfolge, die Plätze 2 bis 10:

Blood & Sinners

Bugonia

Caught Stealing (Der Roman von Charlie Huston ist trotzdem besser.)

Die Farben der Zeit

Franz K.

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße (weil Wolfgang Beckers letzter Film, weil ein Berlin-Film – und weil er so gut in die Weihnachtszeit passt.)

Heldin

Juror # 2 (Clint Eastwoods letzter Film – bis zu seinem nächsten Film)

September 5 – The Day Terror went live

Die zehn schlechtesten Filme des Jahres

Oder: Was lief da schief?

Auch hier in alphabetischer Reihenfolge

The Alto Knights (sprachlos im Kino sitzend in einem Gangsterfilm von Barry Levinson mit Robert De Niro in der Hauptrolle, nach einem Drehbuch von Nicholas Pileggi)

Captain America: Brave New World (gutes Superheldenkino ist nur noch eine Erinnerung)

Conjuring 4 (absolut enttäuschender Abschluss einer gelungenen Horrorfilmreihe)

Eddington

Five Nights at Freddy’s 2

Honey don’t (50 Prozent Coen sind mindestens 50 Prozent zu wenig Coen)

Nosferatu (immerhin eine Gelegenheit, einige ältere Dracula-Verfilmungen wieder anzusehen)

Silent Night, Deadly Night

Tanz der Titanen

The Toxic Avenger (tja, nun, eine Entschuldigung, sich das Original mal wieder anzusehen)

ehrenwerte Nennung (weil ich ja nur Filme nehmen will, die im Kino liefen)

Play Dirty (Amazon Prime – Shane Black verfilmt Richard Stark. Wie kann das zu so einem unwitzigen Actionmurks führen, der nie Richard Starks Parker, sondern, mit allen zugedrückten Augen, Donald E. Westlakes Dortmunder an einem ganz schlechten Tag ist? „Play Dirty“ ist als Westlake/Stark-Verfilmug eine Vollkatastrophe. Dabei weiß und kann Black es besser.)

Filme, die besser als verdammt gut aussehende Screensaver mit Musik funktionieren

Avatar: Fire and Ash

Tron: Ares

 

 

Die zehn besten Bücher des Jahres

Wieder sind nur die Bücher qualifiziert, die dieses oder letztes Jahr erstmals auf Deutsch erschienen. Damit haben sich ältere oder noch nicht übersetzte Romane für diese Liste disqualifiziert. Und sie sollte weiblicher als meine letzte Bestenliste sein.

Also, mühelos quotiert:

Megan Abbott: Hüte dich vor der Frau

Jonathan Coe: Der Beweis meiner Unschuld

Frank Göhre: Sizilianische Nacht

Thomas Knüwer: Das Haus in dem Gudelia stirbt

Isabel Kreitz: Die letzte Einstellung

Jake Lamar: Viper’s Dream

Anna Mai: Broilerkomplott

Sara Paretsky: Wunder Punkt

Mercedes Rosende: Ursula fängt Feuer

Josef Schnelle: Der Mann, der das Kino liebte – Francois Truffaut und seine Filme

Einige Bücher, die es mit hoher Wahrscheinlichkeit auf diese Liste geschafft hätten, fehlen, weil ich aus verschiedenen Gründen viele ältere Romane (Ich sage nur „Momo“ und „Stiller“) las, dieses Jahre alle für den Glauser-Preis nominierten Romane und Debüts besprach, etliche Sachbücher lesen wollte und einige schlechte Bücher lesen musste.

Aber eine Liste der schlechtesten Bücher des Jahres ist unfair, weil da die vielen schlechten Bücher, die ich nicht zu Ende gelesen habe, fehlen würden.

Das gesagt lese ich gerade, wegen Park Chan-wooks „No other Choice“, die von Donald E. Westlake geschriebene Vorlage „The Ax“ (1997) und, nachdem ich die Verfilmung gesehen habe, steht Jordan Harpers „Die Rache der Polly McClusky“ (She rides shotgun, 2017) weit oben auf meiner Zu-Lesen-Liste.

Und was sind eure Tops und Flops?


Die Krimibestenliste Dezember 2025

Dezember 6, 2025

Was steht denn auf der letzten Krimibestenliste des Jahres, die immer am Anfang des Monats erscheint und von Deutschlandfunk Kultur präsentiert wird?

Nun:

1 (1) Lavie Thidhar: Adama

Aus dem Englischen von Conny Lösch

Suhrkamp, 425 Seiten, 22 Euro

2 (2) Andreas Pflüger: Kälter

Suhrkamp, 495 Seiten, 25 Euro

3 (10) Charles den Tex: Repair Club – Der Countdown läuft

Aus dem Niederländischen von Simone Schroth

HarperCollins, 463 Seiten, 14 Euro

4 (3) Regina Nössler: Ein widerliches kleines Gefühl

Konkursbuch, 334 Seiten, 14 Euro

5 (–) Martin von Arndt: Der Wortschatz des Todes

Ars vivendi, 288 Seiten, 18 Euro

6 (7) Mick Herron: Down Cemetery Road – Zoë Boehm ermittelt in Oxford

Aus dem Englischen von Stefanie Schäfer

Diogenes, 550 Seiten, 19 Euro

7 (–) Håkan Nesser: Eines jungen Mannes Reise in die Nacht

Aus dem Schwedischen von Paul Berf

btb, 352 Seiten, 25 Euro

8 (–) Robert Gailbraith: Der Tote mit dem Silberzeichen

Aus dem Englischen von Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz

Blanvalet, 1247 Seiten, 32 Euro

9 (–) Pascal Garnier: Die Eskimo-Lösung

Aus dem Französischen von Felix Mayer

Septime, 140 Seiten, 20 Euro

10 (6) Sash Bischoff: Sweet Fury – Zärtlich ist die Rache

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmerman

Fischer, 394 Seiten, 24 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Am 19. Dezember erscheint die Jahresbestenliste. Sie setzt sich aus den Büchern zusammen, die in diesem Jahr auf der monatlichen Krimibestenliste standen.

Ich sollte mich auch an meine Jahresbestenlisten setzen.


Die Krimibestenliste November 2025

November 9, 2025

Zur eigenen Lektüre und als mögliche Weihnachtsgeschenke (man kann ja auch schon vor dem 4. Advent einkaufen) empfehlen die Damen und Herren Krimikritiker in ihrer monatlichen Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk Kultur, folgende meist seitenstarken Kriminalromane:

1 (–) Lavie Thidhar: Adama

Aus dem Englischen von Conny Lösch

Suhrkamp, 425 Seiten, 22 Euro

2 (–) Andreas Pflüger: Kälter

Suhrkamp, 495 Seiten, 25 Euro

3 (–) Regina Nössler: Ein widerliches kleines Gefühl

Konkursbuch, 334 Seiten, 14 Euro

4 (1) Lilia Hassaine: Tödliche Transparenz

Aus dem Französischen von Anne Thomas

Lenos, 249 Seiten, 26 Euro

5 (2) Zoran Drvenkar: Asa

Suhrkamp, 697 Seiten, 23 Euro

6 (–) Sash Bischoff: Sweet Fury – Zärtlich ist die Rache

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

Fischer, 394 Seiten, 24 Euro

7 (–) Mick Herron: Down Cemetery Road – Zoë Boehm ermittelt in Oxford

Aus dem Englischen von Stefanie Schäfer

Diogenes, 550 Seiten, 19 Euro

8 (4) Susanne Tägder: Die Farbe des Schattens

Tropen, 314 Seiten, 17 Euro

9 (–) Thomas Pynchon: Schattennummer

Aus dem Englischen von Nikolaus Stingl und Dirk van Gunsteren

Rowohlt, 397 Seiten, 26 Euro

10 (–) Charles den Tex: Repair Club – Der Countdown läuft

Aus dem Niederländischen von Simone Schroth

HarperCollins, 463 Seiten, 14 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Naa, da steht ja auch einiges ganz oben auf meiner Zu-Lesen-Liste. Jetzt müssen nur noch die Tage länger, viel länger werden.


Die Krimibestenliste Oktober 2025

Oktober 4, 2025

Während des Wetterumschwungs von Lesen auf der Parkbank zu Lesen auf der Couch präsentiert Deutschlandfunk Kultur seine monatliche Krimibestenliste:

1 (–) Lilia Hassaine: Tödliche Transparenz

Aus dem Französischen von Anne Thomas

Lenos, 249 Seiten, 26 Euro

2 (1) Zoran Drvenkar: Asa

Suhrkamp, 697 Seiten, 23 Euro

3 (7) Jerome Charyn: Ravage & Son

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger

Suhrkamp, 336 Seiten, 18 Euro

4 (–) Susanne Tägder: Die Farbe des Schattens

Tropen, 314 Seiten, 17 Euro

5 (4) Gustavo Faverón Patriau: Unten leben

Aus dem Spanischen von Manfred Gmeiner

Droschl, 600 Seiten, 34 Euro

6 (2) Jonathan Coe: Der Beweis meiner Unschuld

Aus dem Englischen von Cathrine Hornung

Folio, 409 Seiten, 28 Euro

7 (–) James Lee Burke: Im Süden

Aus dem Englischen von Alexander Wagner

btb, 351 Seiten, 15 Euro

8 (–) James Lee Burke: Clete

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger

Pendragon, 346 Seiten, 24 Euro

9 (–) Jake Lamar: Viper’s Dream

Aus dem Englischen von Robert Brack

Edition Nautilus, 205 Seiten, 20 Euro

10 (–) Mathijs Deen: Die Lotsin

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke

Mare, 362 Seiten, 23 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat


Die Krimibestenliste September 2025

September 8, 2025

Ohne weitere Worte: die monatliche Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk Kultur:

1 (–) Zoran Drvenkar: Asa

Suhrkamp, 697 Seiten, 23 Euro

2 (–) Jonathan Coe: Der Beweis meiner Unschuld

Aus dem Englischen von Cathrine Hornung

Folio, 409 Seiten, 28 Euro

3 (9) Louise Doughty: Deckname Bird

Aus dem Englischen von Astrid Arz

Suhrkamp, 392 Seiten, 18 Euro

4 (–) Gustavo Faverón Patriau: Unten leben

Aus dem Spanischen von Manfred Gmeiner

Droschl, 600 Seiten, 34 Euro

5 (3) Sara Paretsky: Wunder Punkt

Aus dem Englischen von Else Laudan

Ariadne/Argument, 500 Seiten, 25 Euro

6 (–) Emiko Jean: The Return of Ellie Black

Aus dem Englischen von Anne Fröhlich

Goldmann, 349 Seiten, 16 Euro

7 (–) Jerome Charyn: Ravage & Son

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger

Suhrkamp, 336 Seiten, 18 Euro

8 (2) Nick Harkaway: Smiley

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Ullstein, 367 Seiten, 24,99 Euro

9 (5) Simon Mason: Ein Mord im November

Aus dem Englischen von Sabine Roth

Goldmann, 397 Seiten, 17 Euro

10 (–) Andrea Camilleri: Riccardino

Aus dem Italienischen von Rita Seuß und Walter Kögler

Lübbe, 302 Seiten, 25 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.


Die Krimibestenliste August 2025

August 3, 2025

Neuer Monat, hoffentlich besseres Wetter (d. h. statt im Pullover auf der Couch halbnackt auf der Parkbank, im Biergarten, am Strand) und eine neue Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk Kultur, im Gepäck:

1 (–) Gregory Galloway: Die Verpflichtung

Aus dem Englischen von Karen Witthuhn

Polar, 280 Seiten, 17 Euro

2 (1) Nick Harkaway: Smiley

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Ullstein, 367 Seiten, 24,99 Euro

3 (–) Sara Paretsky: Wunder Punkt

Aus dem Englischen von Else Laudan

Ariadne/Argument, 500 Seiten, 25 Euro

4 (4) Les Edgerton: Das grenzgeniale Pseudo-Kidnapping

Aus dem Englischen von Stefan Rohmig

Pulp Master, 366 Seiten, 16 Euro

5 (–) Simon Mason: Ein Mord im November

Aus dem Englischen von Sabine Roth

Goldmann, 397 Seiten, 17 Euro

6 (–) Alexandra Wilson: Die feindliche Zeugin

Aus dem Englischen von Karin Diemerling

Suhrkamp, 367 Seiten, 18 Euro

7 (5) Davide Longo: Ländliches Requiem

Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner und Felix Mayer

Rowohlt, 526 Seiten, 27 Euro

8 (–) J. Robert Lennon: Hard Girls

Aus dem Englischen von Stefan Lux

Suhrkamp, 416 Seiten, 18 Euro

9 (–) Louise Doughty: Deckname Bird

Aus dem Englischen von Astrid Arz

Suhrkamp, 392 Seiten, 18 Euro

10 (–) Reda El Arbi: Asimovs Kindergarten

Lectorbooks, 648 Seiten, 24 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Nachdem die letzte Krimibestenliste mit neun Übersetzungen aus dem Englischen eine fast rein englischsprachige Liste war, geht es dieses Mal bunter zu. Denn eine der neun Übersetzungen kommt aus dem Italienischem. Der deutschsprachige Krimi spielt in der benachbarten Schweiz in Zürich.

Wie immer liegen einige der genannten Bücher, neben James Lee Burkes „Clete“ auch auf meinem Zu-Lesen-Stapel. Sara Paretsky stellt demnächst ihren neuen Roman in Deutschland vor:

am Mittwoch, 10. September 2025 in Hamburg: Herbstlese Blankenese!

am Donnerstag, 11. September in HH-Eimsbüttel, Buchladen Osterstraße

am Freitag, 12. September in Kassel-Wilhelmshöhe, Brencher Buchhandlung

am Samstag, 13. September in Berlin, im silent green (Kulturquartier im Wedding)

am Dienstag, 16. September in München, Amerikahaus, Krimibuchhandlung glatteis

Davor muss ich „Wunder Punkt“ lesen und abfeiern.

Im Moment bin ich bei Christa Fausts neuem Hardboiled-Krimi „The Get Off“. Keine Ahnung, ob der HardCaseCrimi-Krimi jemals ins Deutsche übersetzt wird. Aber ad hoc könnten Ariadne/Argument, Polar und Suhrkamp einen Blick riskieren.


Die Krimibestenliste Juli 2025

Juli 5, 2025

Präsentiert von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur gibt es die monatlichen Empfehlungen der Krimibestenliste für einen blutigen Sommermonat:

1 (7) Nick Harkaway: Smiley

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Ullstein, 367 Seiten, 24,99 Euro

2 (1) Kate Atkinson: Nacht über Soho

Aus dem Englischen von Anette Grube

DuMont, 527 Seiten, 25 Euro

3 (8) Becky Manawatu: Auē

Aus dem Englischen von Jana Grohnert

Kröner, 459 Seiten, 27 Euro

4 (–) Les Edgerton: Das grenzgeniale Pseudo-Kidnapping

Aus dem Englischen von Stefan Rohmig

Pulp Master, 366 Seiten, 16 Euro

5 (–) Davide Longo: Ländliches Requiem

Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner und Felix Mayer

Rowohlt, 527 Seiten, 26 Euro

6 (–) Stephen King: Kein Zurück

Aus dem Englischen von Bernhard Kleinschmidt

Heyne, 639 Seiten, 28 Euro

7 (–) Sophie Morton-Thomas: Das Nest

Aus dem Englischen von Lea Dunkel

Pendragon, 302 Seiten, 22 Euro

8 (–) Eliza Clark: Boy Parts

Aus dem Englischen von Elena Helfrecht

Festa, 367 Seiten, 24,99 Euro

9 (–) Eli Cranor: Ozark Dogs

Aus dem Englischen von Cornelius Hartz

Atrium, 285 Seiten, 24 Euro

10 (4) Leye Adenle: Spur des Geldes

Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer

InterKontinental, 370 Seiten, 24,50 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Neun Übersetzungen aus dem Englischen. Puh.

Sehr gut gefällt mir der Originaltitel von „Das Nest“. „Bird Spotting in a Small Town“ klingt für einen Kriminalroman so harmlos, dass das Krimi-geschulte Hirn sofort neugierig ist.

Gleiches gilt für „Das grenzgeniale Pseudo-Kidnapping“, bzw. im Original „The Genuine, Imitation, Plastic Kidnapping“.


Die Krimibestenliste Juni 2025

Juni 7, 2025

Lange Abende im heimischen Garten mit penetranten Stechmücken oder im Park mit um einen herum schleichenden Dealern, die einem mit verschwörerischer Stimme die von Deutschlandfunk Kultur präsentierte aktuelle Krimibestenliste herunternuscheln:

1 (–) Kate Atkinson: Nacht über Soho

Aus dem Englischen von Anette Grube

DuMont, 527 Seiten, 25 Euro

2 (1) Uketsu: HEN NA E – Seltsame Bilder

Aus dem Japanischen von Heike Patzschke

Lübbe, 271 Seiten, 24 Euro

3 (5) Tom Hillenbrand: Thanatopia

Kiepenheuer & Witsch

380 Seiten, 18 Euro

4 (8) Leye Adenle: Spur des Geldes

Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer

InterKontinental, 370 Seiten, 24,50 Euro

5 (3) Frank Göhre: Sizilianische Nacht

CulturBooks, 162 Seiten, 17 Euro

6 (6) Dolores Redondo: Wenn das Wasser steigt

Aus dem Spanischen von Anja Rüdiger

btb, 556 Seiten, 17 Euro

7 (–) Nick Harkaway: Smiley

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Ullstein, 367 Seiten, 24,99 Euro

8 (–) Becky Manawatu: Auē

Aus dem Englischen von Jana Grohnert

Kröner, 459 Seiten, 27 Euro

9 (9) Susanne Kaiser: Riot Girl

Wunderlich, 413 Seiten, 24 Euro

10 (4) Dirk Schmidt: Die Kurve

Suhrkamp, 275 Seiten, 17 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Ich nehme einmal die Sizilianische Nacht.


Die Krimibestenliste Mai 2025

Mai 3, 2025

Neuer Monat, neue Krimibestenliste, wie gewohnt präsentiert von Deutschlandfunk Kultur:

1 (–) Uketsu: HEN NA E – Seltsame Bilder

Aus dem Japanischen von Heike Patzschke

Lübbe, 271 Seiten, 24 Euro

2 (2) Liz Moore: Der Gott des Waldes

Aus dem Englischen von Cornelius Hartz

C. H. Beck, 590 Seiten, 26 Euro

3 (5) Frank Göhre: Sizilianische Nacht

CulturBooks, 162 Seiten, 17 Euro

4 (4) Dirk Schmidt: Die Kurve

Suhrkamp, 275 Seiten, 17 Euro

5 (–) Tom Hillenbrand: Thanatopia

Kiepenheuer & Witsch, 380 Seiten, 18 Euro

6 (–) Dolores Redondo: Wenn das Wasser steigt

Aus dem Spanischen von Anja Rüdiger

btb, 556 Seiten, 17 Euro

7 (–) Candice Fox: Devil’s Kitchen

Aus dem Englischen von Andrea O’Brien

Suhrkamp, 432 Seiten, 18 Euro

8 (–) Leye Adenle: Spur des Geldes

Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer

InterKontinental, 370 Seiten, 24,50 Euro

9 (–) Susanne Kaiser: Riot Girl

Wunderlich, 413 Seiten, 24 Euro

10 (–) Jérôme Leroy: Die letzte Französin

Aus dem Französischen von Cornelia Wend

Edition Nautilus, 101 Seiten, 16 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Viel Stoff, den du beim Dealer deines Vertrauens bestellt und anschließend auf einer Parkbank genossen werden kann.


Die Krimibestenliste April 2025

April 6, 2025

Zwischen 1. April (Wo sind sie geblieben, die guten Aprilscherze?) und 1. Mai (Na, ihr wisst schon.) präsentiert Deutschlandfunk Kultur die monatliche Krimibestenliste.

Die Lese- und Ostergeschenkempfehlungen sind:

1 (6) Johannes Groschupf: Skin City

Suhrkamp, 234 Seiten, 17 Euro

2 (3) Liz Moore: Der Gott des Waldes

Aus dem Englischen von Cornelius Hartz

C. H. Beck, 590 Seiten, 26 Euro

3 (5) Garry Disher: Desolation Hill

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Unionsverlag, 346 Seiten, 24 Euro

4 (–) Dirk Schmidt: Die Kurve

Suhrkamp, 275 Seiten, 17 Euro

5 (–) Frank Göhre: Sizilianische Nacht

CulturBooks, 162 Seiten, 17 Euro

6 (7) Max Annas: Tanz im Dunkel

Suhrkamp, 240 Seiten, 17 Euro

7 (1) Ivy Pochoda: Sing mir vom Tod

Aus dem Englischen von Stefan Lux

Suhrkamp, 332 Seiten, 17 Euro

8 (2) Megan Abbott: Hüte dich vor der Frau

Aus dem Englischen von Peter Hammans

Pulp Master, 373 Seiten, 16 Euro

9 (–) J. G. Ballard: Super-Cannes

Aus dem Englischen von Helma Schleif

Diaphanes, 478 Seiten, 25 Euro

10 (10) Nicolás Ferraro: Ámbar

Aus dem Spanischen von Kirsten Brandt

Pendragon, 314 Seiten, 22 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Puh, viermal Suhrkamp. Vier deutsche Autoren und drei Autorinnen.

Einiges steht auch auf meiner Zu-Lesen-Liste (Moore. Disher!, Göhre!…), aber im Moment bin ich noch mit den für den diesjährigen Glauser nominierten Krimis beschäftigt.

Außerdem ist Tade Thompsons finaler Band seiner Wormwood-Trilogie „Rosewater: Die Erlösung“ endlich erschienen. Das ist Science-Fiction und sollte mir, wie seine vorherigen Bücher, sehr gut gefallen.


Die Krimibestenliste März 2025

März 9, 2025

Bundestagswahl, Hamburgwahl und die närrischen Tage sind überstanden. Anstatt zu feiern haben die Damen und Herren Krimikritiker die monatliche Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk Kultur, erstellt. Für besonders lesenswert halten sie folgende Geschichten voller Mord und Totschlag:

1 (1) Ivy Pochoda: Sing mir vom Tod

Aus dem Englischen von Stefan Lux

Suhrkamp, 332 Seiten, 17 Euro

2 (2) Megan Abbott: Hüte dich vor der Frau

Aus dem Englischen von Peter Hammans

Pulp Master, 373 Seiten, 16 Euro

3 (–) Liz Moore: Der Gott des Waldes

Aus dem Englischen von Cornelius Hartz

C. H. Beck, 590 Seiten, 26 Euro

4 (3) Sebastian Barry: Jenseits aller Zeit

Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser

Steidl, 278 Seiten, 28 Euro

5 (–) Garry Disher: Desolation Hill

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Unionsverlag, 346 Seiten, 24 Euro

6 (–) Johannes Groschupf: Skin City

Suhrkamp, 234 Seiten, 17 Euro

7 (4) Max Annas: Tanz im Dunkel

Suhrkamp, 240 Seiten, 17 Euro

8 (–) Norbert Horst: Sweet Home

Goldmann, 386 Seiten, 17 Euro

9 (8) Wolfgang Schorlau: Black Forest

Kiepenheuer & Witsch, 443 Seiten, 18 Euro

10 (–) Nicolás Ferraro: Ámbar

Aus dem Spanischen von Kirsten Brandt

Pendragon, 314 Seiten, 22 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Fünf Neueinsteiger, drei Suhrkamp-Bücher, fünf Übersetzungen aus dem Englischen, eine aus dem Spanischen und, auf den Plätzen sechs bis neun, vier Krimis von deutschsprachigen Autoren,

Drei Krimis wurden von Frauen geschrieben. Sie belegen die ersten drei Plätze.

Oh, und nur zwei Bücher haben über vierhundert Seiten. Drei haben weniger als dreihundert Seiten, sind also von angenehmer Kürze.

Das waren jetzt einige unsortierte Anmerkungen, ehe ich mit der Lektüre von Nicole Eicks für den Glauser nominierten Krimi „Wenn der Engel kommt“ fortfahre. Ich bin jetzt auf Seite 124 und es gibt schon, auch wenn das nichts über die Qualität des Werkes aussagt, viele, sehr viele Leichen. In den kommenden Tagen will ich weitere für den Glauser nominierte Krimi lesen und abfeiern. Ich hoffe auf eine weitgehend spannende Lektüre.


Die Krimibestenliste Februar 2025

Februar 10, 2025

Der kürzeste Monat des Jahres. Trotzdem stehen auf der monatlichen Krimibestenliste von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur wieder zehn Kriminalromane, die dieses Mal allerdings alle ziemlich kurz sind. Nur ein empfohlener Krimi hat über vierhundert Seiten:

1 (–) Ivy Pochoda: Sing mir vom Tod

Aus dem Englischen von Stefan Lux

Suhrkamp, 332 Seiten, 17 Euro

2 (–) Megan Abbott: Hüte dich vor der Frau

Aus dem Englischen von Peter Hammans

Pulp Master, 373 Seiten, 16 Euro

3 (1) Sebastian Barry: Jenseits aller Zeit

Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser

Steidl, 278 Seiten, 28 Euro

4 (–) Max Annas: Tanz im Dunkel

Suhrkamp, 240 Seiten, 17 Euro

5 (–) Wolf Haas: Wackelkontakt

Hanser, 239 Seiten, 25 Euro

6 (–) Cemile Sahin Kommando Ajax

Aufbau, 351 Seiten, 25 Euro

7 (–) Lars Sommer: Die innere Führung

Ars vivendi, 304 Seiten, 18 Euro

8 (–) Wolfgang Schorlau: Black Forest

Kiepenheuer & Witsch, 443 Seiten, 18 Euro

9 (6) Doug Johnstone: Einbalsamiert

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger

Polar, 397 Seiten, 26 Euro

10 (–) Catherine Ryan Howard: The Trap

Aus dem Englischen von Dietmar Schmidt

Lübbe, 350 Seiten, 18 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

An die Abbott-Besprechung muss ich mich endlich mal setzen. Den Roman habe ich schon vor einigen Wochen gelesen und, nun, er hat mich nicht so wahnsinnig begeistert.

Deutlich begeisterter bin ich von David L. Ulins „Die Frau, die schrie“. Die ersten Seiten sind so sehr gut abgehangener Noir, dass ich schon jetzt Lust darauf bekomme, wieder etwas von James M. Cain, Cornell Woolrich oder einem anderen Noir-Autor zu lesen.


Die Krimibestenliste Januar 2025

Januar 11, 2025

Die Weihnachtsbücher sind schon ausgelesen (oder bereits für den Sommerurlaub verstaut)? Neuer Lesestoff wird dringend gesucht? Nun, die monatliche Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk Kultur, hat da zehn Vorschläge:

1 (–) Sebastian Barry: Jenseits aller Zeit

Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser

Steidl, 278 Seiten, 28 Euro

2 (3) Una Mannion: Sag mir, was ich bin

Aus dem Englischen von Tanja Handels

Steidl, 375 Seiten, 28 Euro

3 (2) Katniss Hsiao: Das Parfüm des Todes

Aus dem Chinesischen von Karin Betz

Suhrkamp, 484 Seiten, 20 Euro

4 (1) Pascal Garnier: Zu nah am Abgrund

Aus dem Französischen von Felix Mayer

Septime, 144 Seiten, 20 Euro

5 (4) Gaea Schoeters: Trophäe

Aus dem Niederländischen von Lisa Mensing

Zsolnay, 255 Seiten, 24 Euro

6 (–) Doug Johnstone: Einbalsamiert

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger

Polar, 397 Seiten, 26 Euro

7 (5) Tim O’Brien: America Fantastica

Aus dem Englischen von Gregor Hens

HarperCollins, 527 Seiten, 24 Euro

8 (–) Rob Hart: Assassins Anonymous

Aus dem Englischen von Barbara Röhl

Lübbe, 333 Seiten, 12,90 Euro

9 (–) Femi Kayode: Gaslight

Aus dem Englischen von Andreas Jäger

btb, 448 Seiten, 16 Euro

10 (–) Jessica Knoll: Bright Young Women:

Aus dem Englischen von Jasmin Humburg

Eichborn, 461 Seiten, 18 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.


Die besten und enttäuschendsten Filme und Bücher 2024

Dezember 21, 2024

Es ist wieder an der Zeit für die jährlichen Bestenlisten. Oft erstelle ich keine, weil ich mit dem Konzept einer Bestenliste meine Probleme habe. Trotzdem habe ich es dieses Jahr wieder gemacht und ihr glaubt nicht, wie lange ich Bücher und Filme hin und herschob und mich ärgerte, dass ich einige Bücher nicht gelesen habe, die sonst mit Sicherheit auf der Liste stünden, während ich Bücher las, die niemals auch nur eine Chance auf einen Platz auf der Bestenliste hatten. Naja, vorbei ist vorbei und ich muss mit den Büchern und Filmen arbeiten, die ich kenne.

 

Die zwanzig besten Spielfilme des Jahres, die 2024 in Deutschland im Kino anliefen (ab Platz vier in keiner bestimmten Reihenfolge)

  1. The Substance (The Substance, Großbritannien/USA 2024, Regie: Coralie Fargeat)
  2. The Zone of Interest (The Zone of Interest, Großbritannien/Polen/USA 2023, Regie: Jonathan Glazer)
  3. Poor Things (Poor Things, USA 2023, Regie: Yorgos Lanthimos)
  4. Anora (Anora, USA 2024, Regie: Sean Baker)
  5. Challengers – Rivalen (Challengers, USA 2024, Regie: Luca Guadagnino)
  6. The Holdovers (The Holdovers, USA 2023, Regie: Alexander Payne)
  7. In Liebe, eure Hilde (Deutschland 2024, Regie: Andreas Dresen)
  8. Die Ermittlung (Deutschland 2024, Regie: RP Kahl) (die überzeugende Bebilderung eines vierstündigen Theaterstücks von 1965, das heute immer noch wichtig ist)
  9. Cranko (Deutschland 2024, Regie: Joachim A. Lang)
  10. Rickerl – Musik is höchstens a Hobby (Österreich/Deutschland 2023, Regie: Adrian Goiginger)
  11. Green Border (Zielona granica, Polen/Tschechien/Frankreich/Belgien 2023, Regie: Agnieszka Holland)
  12. Verbrannte Erde (Deutschland 2024, Regie: Thomas Arslan) (Ich liebe einfach Parkers Erben)
  13. A Killer Romance (Hit Man, USA 2023, Regie: Richard Linklater)
  14. Blink Twice (Blink Twice, USA 2024, Regie: Zoë Kravitz)
  15. Emilia Pérez (Emilia Pérez, Frankreich 2024, Regie: Jacques Audiard)
  16. MaXXXine (MaXXXine, USA 2024, Regie: Ti West)
  17. Immaculate (Immaculate, USA/Italien 2024, Regie: Michael Mohan) (Nonnenhorror mit Sydney Sweeney; sie überzeugt auch in „Reality“)
  18. Late Night with the Devil (Late Night with the Devil, Australien/USA/Vereinigte Arabische Emirate 2023, Regie: Cameron Cairnes, Colin Cairnes)
  19. Robot Dreams (Robot Dreams, Spanien/Frankreich 2023, Regie: Pablo Berger)
  20. Problemista (Problemista, USA 2023, Regie: Julio Torres)

     

Insgesamt war es kein schlechtes Kinojahr. Das zeigt auch ein Blick auf die mindestens zehn Film, die es nicht auf diese Liste schafften, die ursprünglich eine Liste mit den zehn besten Filmen des Jahres sein sollte.

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Die (mehr oder weniger) zehn größten filmischen Enttäuschungen des Jahres

 

– Alle Filme mit einer „2“ im Titel (wie „Gladiator II“, „Vaiana 2“, „Smile 2“, „Joker: Folie à Deux“, „Beetlejuice Beetlejuice“, „Alles steht Kopf 2“, „Nightwatch: Demons are forever“,…) (es sind nicht unbedingt objektiv schlechte Filme, aber sie wiederholen einfach noch einmal die in sich abgeschlossene und gute Geschichte des tollen Originals. Nur schlechter.)

 

– Eigentlich alle Superheldenfilme (wie „Deadpool & Wolverine“, „Madame Web“ [noch ein Film mit Madame Sweeney], „Kraven the Hunter“,…) (vor einigen Jahren freute ich mich auf neue Superheldenfilme. Inzwischen ist es anders. Nicht weil ich älter wurde [Ja, auch.], sondern weil die Filme oft ein überragend lieblos und ambitionslos zusammengestellter Kladderadatsch sind. Dabei ist jedes Mal genug Geld und Talent für einen mindestens passablen Film vorhanden.)

 

außerdem (in keiner besonderen Reihenfolge):

  1. The Crow (The Crow, Großbritannien/Frankreich/USA/Deutschland 2024, Regie: Rupert Sanders) (ein freies Remake, das die Welt nicht braucht; oder, anders gesagt: man muss das Original nicht kennen, um zu wissen, dass diese Neuinterpretatiion ein schlechter Film ist)
  2. Argylle (Argylle, USA 2024, Regie: Matthew Vaughn) (keine Bond-Parodie, sondern ein Desaster, das auch Sam Rockwell nicht retten kann)
  3. The Apprentice – The Trump Story (The Apprentice, USA 2024, Regie: Alli Abbasi) (nichts was über einen schlechten SNL-Sketch hinausgeht und deutlich weniger informativ als eine gute Zeitungsreportage. )
  4. Civil War (Civil War, USA 2024, Regie: Alex Garland) (technisch gut gemacht, aber mehr verpasste Chancen als ein Schweizer Käse Löcher hat)
  5. Kinds of Kindness (Kinds of Kindness, USA 2024, Regie: Yorgos Lanthimos) (auch nach zweimaligem Sehen: nur Leftovers aus dem vorherigen Film)
  6. Buñuel – Filmemacher des Surrealismus (Buñuel, un cineasta surrealista, Spanien 2021, Regie: Javier Espada) (Für wen wurde der Film gemacht?)
  7. Godzilla x Kong: The New Empire (Godzilla x Kong: The New Empire, USA 2024, Regie: Adam Wingard) (Wo ist Roland Emmerich, wenn wir ihn brauchen?)
  8. Back to Black (Back to Black, Großbritannien 2024, Regie: Sam Taylor-Johnson) (nach diesem Amy-Winehouse-Biopic erscheint Reinaldo Marcus Greens „Bob Marley: One Love“ [Bob Marley: One Love, USA 2024] in einem deutlich positiveren Licht)
  9. The Fall Guy (The Fall Guy, USA 2024, Regie: David Leitch) (Konfuser Langweiler. Ähnlickeiten mit der TV-Serie sind zufällig.)

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Solitär

Megalopolis (Megalopolis, USA 2024, Regie: Francis Ford Coppola) (was für ein Werk! Gleichzeitig sehenswert und gescheitert, aber nicht sehenswert gescheitert. Nachdem Coppola in den letzten Jahren seine früheren Filme in mehr oder weniger überarbeiteter Form wieder in die Kinos brachte, verwirklicht er hier, ohne auf irgendjemand und irgendetwas Rücksicht zu nehmen, sein über Jahrzehnte verfolgtes Traumprojekt um. Wenn nur das Ergebnis mehr als ein Bilderbogen mit den Nebenfiguren eines in Gotham spielenden Batman-Films ohne Batman wäre.)

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Ehrenwerte Nennung

Caligula – The Ultimate Cut (Caligula – The Ultimate Cut, USA 2023, Regie: Tinto Brass, Rekonstruktion: Thomas Negovan) (aus dem Material kann man wahrscheinlich keinen guten Film machen, aber dieser Cut dürfte die beste Fassung des Skandalfilms sein. Außerdem durfte ich diesen dreistündigen kruden Mix aus Größenwahnsinn, Sex und Gewalt auf einer verdammt großen Leinwand sehen. Ja, solche Filme werden heute nicht mehr gemacht.)

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Die zehn besten Bücher des Jahres, die erstmals dieses (oder letztes) Jahr in Deutschland erschienen; wieder in keiner besonderen Reihenfolge:

  1. Horst Eckert: Nacht der Verräter (2024)
  2. Jürgen Heimbach: Waldeck (2024)
  3. Marc-Uwe Kling: Views (2024) (Krimis kann er auch)
  4. Joe R. Lansdale: More better Deals – Tödliche Geschäfte (More better Deals, 2020)
  5. Don Winslow: City in Ruins (City of Ruins, 2024) (Abschuss einer grandiosen Trilogie, die chronologisch gelesen werden sollte, und, so Don Winslow, sein letzter Roman)
  6. Anthony Ryan: Ein Fluss so rot und schwarz (als A. J. Ryan: Red River Seven, 2023)
  7. Anthony J. Quinn: Frau ohne Ausweg (Border Angels, 2013) (und danach geht es mit seinen weiteren an der irisch/nordirischen Grenze spielenden Polizeiromanen mit Detective Celcius Daly weiter; zwei sind bereits übersetzt)
  8. Ken Bruen: Scharfe Munition (Ammunition, 2007) (und nach der Saga um Detective Sergeant Brant geht es weiter mit einem der vielen nicht übersetzten Krimis mit Galway-Privatdetektiv Jack Taylor)
  9. Ross Thomas: Die Narren sind auf unserer Seite (The Fools in Town are on our side, 1970; erste vollständige Übersetzung; die Übersetzung von 1972 ist radikal gekürzt; für den Einstieg in die Welt von Ross Thomas empfehle ich allerdings einen seiner kürzeren Romane)
  10. Mark Salisbury: Being Bond: Daniel Craig – Ein Rückblick (Being Bond: A Daniel Craig Retrospective, 2024)

 

außerdem

Martin Amis: Intererssengebiet (The Zone of Interest, 2014) (wegen der sehr freien Verfilmung „The Zone of Interest“ habe ich den Roman gelesen und, nun, er gehört zu Amis‘ besten Werken)

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Wenn ich mir jetzt meine Listen selbstkritisch ansehe, gebe ich ein Versprechen: Nächstes Jahr wird vor allem die Bücherliste weiblicher.

 

Und was waren eure Lieblinge?

 


Die Krimibestenliste 2024

Dezember 14, 2024

Wer zu faul ist, sich aus den monatlichen Krimibestenlisten seinen Weihnachtswunschlesezettel herauszudestillieren, kann die Jahreskrimibestenliste nehmen. Auf ihr wurde, präsentiert von Deutschlandfunk Kultur, diese Arbeit bereits erledigt:

1) Lavie Tidhar: Maror

Aus dem Englischen von Conny Lösch

Suhrkamp, 639 Seiten, 22 Euro

2) Megan Abbott: Wage es nur!

Aus dem Englischen von Karen Gerwig

Pulp Master, 342 Seiten, 16 Euro

3) Tana French: Feuerjagd

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

Fischer, 525 Seiten, 25 Euro

4) Liza Cody: Die Schnellimbissdetektivin

Aus dem Englischen von Iris Konopik

Ariadne/Argument, 351 Seiten, 18 Euro

5) Una Mannion: Sag mir, was ich bin

Aus dem Englischen von Tanja Handels

Steidl, 375 Seiten, 28 Euro

6) Fred Vargas: Jenseits des Grabes

Aus dem Französischen von Claudia Marquardt

Limes, 526 Seiten, 26 Euro

7) Ross Thomas: Die Narren sind auf unserer Seite

Aus dem Englischen von Gisbert Haefs und Julian Haefs

Alexander, 580 Seiten, 20 Euro

8) Liz Nugent: Seltsame Sally Diamond

Aus dem Englischen von Kathrin Razum

Steidl, 391 Seiten, 26 Euro

9) Pascal Garnier: Zu nah am Abgrund

Aus dem Französischen von Felix Mayer

Septime, 144 Seiten, 20 Euro

10) Christoffer Carlsson: Wenn die Nacht endet

Aus dem Schwedischen von Ulla Ackermann

Kindler, 461 Seiten, 24 Euro

Auf diese Liste können nur Krimis kommen, die bereits auf einer der monatlichen Krimibestenlisten waren.

Maror“ sollte ich endlich mal aus der Gefangenschaft des Zu-Lesen-Stapels befreien.

Ansonsten für die Statistikfans einige Beobachtungen, die nichts über die Qualität der Werke aussagen:

Es ist kein deutscher Krimi auf der Liste.

Sieben Krimis wurden aus dem Englischen übersetzt, zwei aus dem Französischen und einer aus dem Schwedischen.

Sechs, wenn ich mich nicht verzählt habe, wurden von Frauen geschrieben.

Von Megan Abbott erschien jetzt „Hüte dich vor der Frau“ (Beware the Woman, 2023). D. h. ich werde ihren neuen Schauerroman zusammen mit ihren anderen bei pulp master erschienenen Noirs besprechen. Das ist jedenfalls mein Plan.