Seit einigen Tagen zeigt Apple TV die zehnteilige Neuverfilmung mit Javier Bardem als Bösewicht. Das Finale ist für den 31. Juli angekündigt.
Heute zeigt Arte eine frühere Verfilmung der von John D. MacDonald geschriebenen Geschichte
Arte, 22.00
Kap der Angst(Cape Fear, USA 1991)
Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: Wesley Strick, James R. Webb (Drehbuch zur Verfilmung von 1962)
LV: John D. MacDonald: The executioners, 1957 (eine gekürzte deutsche Ausgabe erschien unter „Ein Köder für die Bestie“, ungekürzt – 1992 im Heyne Verlag – unter „Kap der Angst“)
Max Cady will sich nach 14 Jahren Haft an seinem Pflichtverteidiger Samuel Bowden rächen. Dieser unterschlug damals entlastende Beweise.
Das Remake von „Ein Köder für die Bestie“ (USA 1962, Regie: J. Lee Thompson) ist als Scorsese-Film enttäuschend, als – auch brutales – Psycho-Duell zwischen Nick Nolte und Robert De Niro hochspannend. Und wenn Robert De Niro Juliette Lewis im Märchenwald verführt, gefriert einem das Blut.
Mit Nick Nolte, Robert De Niro, Jessica Lange, Juliette Lewis, Joe Don Baker, Martin Balsam, Gregory Peck, Robert Mitchum
Davis (Chris Hemsworth) ist ein Profi-Dieb. Er überfällt Juweliere entlang der Highway 101 und wendet dabei keine Gewalt an. Er ist gut vorbereitet und höflich. Ältere Semester werden hier vielleicht an den von George Clooney gespielten, von Elmore Leonard erfundenen charmanten Dieb Jake Foley in „Out of Sight“ denken. Davis bewundert dagegen eher Steve McQueen, den King of Cool, und wie Frank Bullitt (in „Bullitt“) kurvt er durch Kalifornien.
‚Lou‘ Lubesnik (Mark Ruffalo) ist ein LAPD-Kriminalpolizist, der glaubt, dass es einen Dieb gibt, der entlang der Pacific Coast Highway 101 Überfälle begeht und dabei keine für die Polizei verwertbaren Spuren hinterlässt. Obsessiv jagt er ihn. Auch ohne eine ausgeprüfte Leidenschaft für Jazz könnte Lou ein geistiger Bruder von Michael Connelleys LAPD Detective Harry Bosch sein.
Die Konstellation und die parallele Erzählung zwischen dem Verbrecher und dem ihn fanatisch verfolgendem Polizisten erinnert ältere Semester an Michael Manns Meisterwerk „Heat“, auch wenn es in Bart Laytons Thriller „Crime 101“ weniger gewalttätig zugeht. Davis gehört zu den Profigangstern, die ihre Verbrechen gewaltfrei begehen. Dafür ist er zu schlau und plant zu präzise. Aber nicht immer läuft alles nach Plan.
Dritte im Bunde ist Sharon Coombs (Halley Berry). Die Versicherungsagentin muss erkennen, dass sie als Über-Fünfzigjährige nicht weiter befördert, sondern auf das Abstellgleis abgeschoben wird. Ihre Vorgesetzten halten sie für zu alt, um vermögende Kunden mit ihrem Aussehen zu einem Vertragsabschluss zu bringen. Da erhält sie von Davis ein Angebot, das sie zunächst empört ablehnt. Ältere Semester denken hier an „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ (The Thomas Crown Affair), ein weiterer Film mit Steve McQueen. Faye Dunaway spielt die den Dieb jagende Versicherungsagentin.
Zwischen ihnen agiert Ormon (Barry Keoghan) als Wild Card. Weil Money (Nick Nolte) glaubt, dass Davis zu alt für das Verbrechergeschäft wird, soll Ormon Davis beschatten. Dummerweise sind Ormons Ambitionen größer als sein kriminelles Talent.
Und wer jetzt glaubt, dass „Crime 101“, der neue Film von Bart Layton („American Animals“), basierend auf einer Steve McQueen gewidmeten Novelle von Don Winslow, eine erschreckend langweilige, vorhersehbare und überaus altmodische, aus vertrauten Versatzstücken lieblos zusammengestückelte Angelegenheit ist, irrt sich gewaltig. „Crime 101“ ist ein ruhig erzählter Thriller, der seine Vorbilder kennt, sie nebenbei zitiert, und ein gelungenes Update liefert. Vor zwanzig, dreißig Jahren wäre der Thriller als zukünftiger Klassiker gehandelt worden und hätte einen kleinen Kult ausgelöst. Heute – keine Ahnung, ob es noch ein Publikum für diese kleinen, erwachsenen Filme gibt, in denen Profis souverän ihr Können demonstrieren und die Hauptpersonen Erwachsene sind, die sich wie Erwachsene verhalten. Die Lösungen für ihre Probleme, wie sie in Konfliktsituationen reagieren und wie sie doch, mehr oder weniger, ans Ziel gelangen, entsprechen ihrem Charakter und sie überraschen. Layton nimmt sich Zeit für seine Figuren und ihre Handlungen. Das macht „Crime 101“ zu einem ziemlich langem Film. Er dauert 141 Minuten. Trotzdem ist er keine Minute zu lang. Die Don-Winslow-Verfilmung ist in jeder Sekunde eine wunderschöne Liebeserklärung an klassische Gangsterthriller und der beste Michael-Mann-Film seit „Collateral“. Damit dürfte klar sein, welche Tradition Laytons Thriller überzeugend fortschreibt.
Crime 101(Crime 101, USA 2026)
Regisseur: Bart Layton
Drehbuch: Bart Layton, Peter Straughan
LV: Don Winslow: Crime 101, 2020 (Novelle, erschienen in Broken, 2020)
mit Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Halle Berry, Barry Keoghan, Nick Nolte, Jennifer Jason Leigh, Monica Barbaro, Corey Hawkins
Länge: 141 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
–
Die Vorlage (mit neuem Titel und Cover)
Don Winslow: Crime 101 – Sechs Geschichten
(übersetzt von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann, Kerstin Fricke, Peter Friedrich und Joannis Stefanidis)
HarperCollins, 2026
512 Seiten
14 Euro
–
Deutsche Erstausgabe
Broken – Sechs Geschichten
HarperCollins, 2020
–
Originalausgabe
Broken
William Morrow, 2020
–
Druckfrisch
(sechs brandneue Kurzgeschichten, eine mit Boone Daniels. Da freut sich der Don-Winslow-Fan)
Wer jung und naiv und mit der freudigen Erwartung, die Stars Jennifer Lawrence und Robert Pattinson als Liebespaar beim Geschlechtsverkehr zu sehen, ins Kino geht, wird wahrscheinlich schreiend den Saal verlassen. Sicher: Lawrence und Pattinson spielen ein junges Paar, das aus der Großstadt in ein etwas abgelegen liegendes, heruntergekommenes Haus zieht. Sie renovieren das Haus. Sie haben Sex und bekommen ein Baby. Nach der Geburt verändert sich ihre Beziehung weiter.
Allerdings ist „Die my love“ keine heimelige RomCom mit glücklichen Menschen in einer perfekten Welt, sondern ein Film von Lynne Ramsay. Zu den vorherigen Filmen der in Glasgow geborenen, nicht besonders produktiven Regisseurin gehören „Rat Catcher“ (1999), „Morvern Callar“ (2002), „We need to talk about Kevin“ (2011; ihr bekanntestes und zugänglichstes Werk) und „A beautiful day“ (2017; der Titel kann nur und muss strikt ironisch verstanden werden). Keiner dieser wenig erklärenden, viel zeigenden und sich auf die Intelligenz des Publikums verlassenden Feelbad-Filme war ein Kassenhit. Jeder Film kam bei der Kritik gut an. Zuletzt spielten Stars wie Tilda Swinton, John C. Reilly und Joaquin Phoenix in ihren Filmen mit. Dieses Mal übernahmen Lawrence und Pattison die Hauptrollen. Die Stars aus „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ und Harry Potter bewiesen in den Jahren seit ihrem Durchbruch eine große Sympathie für abseitige Stoffe. „Die my love“ reiht sich hier nahtlos ein. Sissy Spacek und Nick Nolte übernahmen Nebenrollen.
Nach einem fröhlichen Einzug verändert die nicht schreibende Schriftstellerin Grace (Jennifer Lawrence) sich während der Schwangerschaft und nach der Geburt zunehmend. Sie ist offensichtlich von der Situation überfordert und kann immer weniger Wahn und Wirklichkeit unterscheiden. Sie flieht zunehmend in so etwas wie eine postnatale Depression. Auch ihr immer öfter, teils mehrere Tage abwesender Lebensgefährte Jackson (Robert Pattinson) verändert sich.
Dieser eskalierende Wahnsinn in dem Frau, zuerst schwanger, später Mutter, sich immer fremder in ihrem Haus fühlt und der Abstand zu ihrem sich seltsam verhaltenden Mann immer größer wird, erinnert an Darren Aaronofskys surreales Drama „Mother!“ (2017), ebenfalls mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle. „Die my love“ kann als ungehemmte, assoziativ und in Andeutungen erzählte Variante des Alptraums einer jungen Mutter nach der Geburt ihres Kindes gesehen werden. Aber, wie Aaronofsky, lässt Ramsay verschiedene Interpretationen zu.
Für die Fans von Lynne Ramsay ist „Die my love“, nachdem ihr vorheriger Film, der brutale Noir „A beautiful day“ enttäuschte, definitiv einen Blick wert.
Als hätte ich es nicht geahnt. Als „Broken“, eine Sammlung von sechs von Don Winslow geschriebenen kürzeren Geschichten, erschien, beschrieb ich sie als „ ausführliche Treatments für Hardboiled-Actionfilme“. Nun ist mit „Crime 101“ eine dieser Geschichten verfilmt worden. Als deutscher Kinostart wird der 12. Februar 2026 genannt.
Davis (Chris Hemsworth) ist ein schwer fassbarer Dieb, dessen hochriskante Raubüberfälle die Polizei vor ein Rätsel stellen. Während er gerade seinen bisher größten Coup plant – in der Hoffnung, dass es sein letzter sein wird –, trifft er auf die desillusionierte Versicherungsmanagerin Sharon (Halle Berry), und wird gezwungen mit ihr zusammenarbeiten. Darüber hinaus wird er mit Orman (Barry Keoghan) konfrontiert, ein rivalisierender Dieb, dessen Methoden weitaus beunruhigender sind als die von Davis. Als der millionenschwere Raubüberfall näher rückt, kommt der unerbittliche Detective Lt. Lubesnik (Mark Ruffalo) der ganzen Operation auf die Spur und erhöht damit das Risiko noch weiter. Die Grenzen zwischen Jäger und Gejagten beginnen zu verschwimmen. Bald sind alle gezwungen, sich mit den Folgen ihrer jeweiligen Entscheidungen auseinanderzusetzen – und mit der Erkenntnis, dass es kein Zurück mehr gibt.
Regie bei dem wendungsreichen und stylish inszenierten Crime-Thriller führte Bart Layton („American Animals“, BAFTA Film Award für „Der Blender – The Imposter“). Für das Drehbuch zeichnen Bart Layton („American Animals“) und Peter Straughan („Konklave“) verantwortlich. Produziert wurde der Film von Tim Bevan, Dimitri Doganis, Eric Fellner, Benjamin Grayson, Chris Hemsworth, Bart Layton und Derrin Schlesinger. Executive Producer sind Joely Fether, Shane Salero und Bergen Swanson.
In den Hauptrollen spielen Chris Hemsworth („Furiosa: A Mad Max Saga”), Halle Berry („Moonfall“), Mark Ruffalo („Poor Things“), Barry Keoghan („Saltburn”), Monica Barbaro („Like A Complete Unknown”), Corey Hawkins („Die letzte Fahrt der Demeter”) u.v.m.
Was die Ankündigung verschweigt und aus dem Trailer, trotz Thomas-Crown-Vibes, nur so halb hervorgeht: Davis ist ein Profidieb der Parker-Schule und ein großer Fan von Steve McQueen, dem ‚King of Cool‘. Entsprechend cool ist er bei seinen Diebstählen.
Und weil bis zum Filmstart noch genug Zeit zum Lesen der spannenden Vorlage ist:
Don Winslow: Broken – Sechs Geschichten
(übersetzt von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann, Kerstin Fricke, Peter Friedrich und Joannis Stefanidis)
LV: James Jones: The Thin Red Line, 1962 (Insel der Verdammten)
1942 soll eine US-Infanterieeinheit auf der Salomonen-Insel Guadalcanal im Pazifischen Ozean einen von den Japanern besetzten, stratetgisch wichtigen Hügel einnehmen.
Kriegsfilm im Malick-Stil: definitiv kein gewöhnlicher Kriegsfilm, sondern eine epische Meditation und ein verschwenderisches Aufgebot an Stars in teilweise nur kürzesten Auftritten. Von anderen bekannten Schauspielern wurden die gefilmten Szenen nicht in den fertigen Film übernommen und andere Schauspieler, für die Malick Rollen schrieb, sagte er vor dem Dreh ab.
mit Sean Pean, Adrien Brody, Jim Caviezel, Ben Chaplin, George Clooney, John Cusack Woody Harrelson, Elias Koteas, Jared Leto, Tim Blake Nelson, Nick Nolte, John C. Reilly, John Savage, John Travolta
Drehbuch: Roger Spottiswoode, Walter Hill, Larry Gross, Steven E. de Souza
Detective Jack Cates hat ’nur 48 Stunden‘ um den flüchtigen Schwerverbrecher Albert Ganz zu schnappen. Der Knacki Reggie Hammond soll ihm helfen.
Ein Klassiker. Hill verbindet das Buddy-Movie mit dem Actionfilm und landet einen Kassenhit. Nolte ist dabei der ewig schlecht gelaunte, Regeln brechende Cop und Murphy, in seinem ersten Filmauftritt, eine wahre Quasselstrippe.
„Hill erzählt diese im Grund sehr simple Geschichte ungeheuer direkt, kraftvoll und mit einer Wucht, dass die Gewalt beinahe physisch spürbar wird. Seine rasantes Schnittfolgen lassen keine Entspannung zu und treiben die Story und die gewitzten Dialoge mit Höchstdruck voran.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)
Danach, um 22.10 Uhr, zeigt Tele 5 die nicht so wahnsinnig überzeugende Fortsetzung „Und wieder nur 48 Stunden“ (USA 1990).
mit Nick Nolte, Eddie Murphy, Annette O’Toole, Frank McRae, James Remar, David Patrick Kelly, Sonny Landham
Wiederholung: Freitag, 4. April, 23.50 Uhr (dann könnte die ungekürzte Kinofassung laufen)
Vor „mother!“ drehte Darren Aronofsky seine Version der Geschichte von Noah – als erschreckend langweiliges Bibelepos mit „Transformers“-artigen Steinmonstern.
mit Russell Crowe, Jennifer Connelly, Ray Winstone, Emma Watson, Sir Anthony Hopkins, Logan Lerman, Douglas Booth und – im Original – den Stimmen von Frank Langella, Mark Margolis und Nick Nolte
LV: James Jones: The Thin Red Line, 1962 (Insel der Verdammten)
Als der Film seine Premiere hatte, waren die Kritiker begeistert und er erhielt auf der Berlinale den Goldenen Bären. Nach zwanzig Jahren präsentierte Terrence Malick seinen dritten Spielfilm: ein meditatives Drama über den Kampf um die Pazifikinsel Guadalcanal, das souverän alle Erfordernisse des Kriegsfilms und Starkinos unterläuft und wahrscheinlich genau deswegen ein äußerst präzises Bild vom Krieg liefert.
Es war auch, obwohl ich verstehen kann, wenn Menschen „Der schmale Grat“ nicht mögen (nachdem wir den Film im Unikino gezeigt hatten, meinten einige, das sei der schlechteste Film, den sie jemals gesehen hatten), Malicks letzter wirklich guter Film.
Nachdem er in dreißig Jahren drei Klassiker drehte – „Badlands – Zerschossene Träume“ (Badlands, 1973), „In der Glut des Südens“ (Days of Heaven, 1978) und „Der schmale Grat“ (The Thin Red Line, 1998) -, ruinierte er in wenigen Jahren seinen legendären Ruf gründlich. „The New World“ (USA 2005) hatte noch etwas, aber mit „The Tree of Life“ (USA 2011) und „To the Wonder“ (USA 2012) verabschiedete er sich endgültig von jeder erzählerischen Fessel zugunsten eines freien Assoziieren für eine überzeugte Gemeinschaft. Die Folgewerke „Knight of Cups“ (2015) und „Song to Song“ (2017) waren nur für seine Fanboys erträglich. Erst mit seinem bislang letztem Film „Ein verborgenes Leben“ (A hidden life, 2019) kehrte er ansatzweise zum Erzählkino zurück.
mit Sean Penn, Adrien Brody, Jim Caviezel, Ben Chaplin, George Clooney, John Cusack, Woody Harrelson, Elias Koteas, Jared Leto, Nick Nolte, John Savage, John Travolta, Nick Stahl, Miranda Otto
The Company You Keep – Die Akte Grant (The Company you keep, USA 2013)
Regie: Robert Redford
Drehbuch: Lem Dobbs
LV: Neil Gordon: The Company you keep, 2003
Nachdem eine Weathermen-Kampfgefährtin verhaftet wird und ein neugieriger Jungspund-Journalist seine vierzig Jahre zurückliegende terroristische Vergangenheit enthüllt, taucht der angesehene Bürgerrechtsanwalt Jim Grant unter. Um, wie der Journalist vermutet, seine Unschuld zu beweisen.
Spannender, im positiven Sinn altmodischer, vor allem auf die Dialoge setzender Polit-Thriller, bei dem der Polit-Teil eher eine Beigabe ist. Die vielen bekannten Gesichter, denen Robert Redford (als Grant) auf seiner Flucht vor dem FBI begegnet, erfreuen zuerst das Auge des gestandenen Kinofans und sorgen dann für eine angenehme Verunsicherung. Denn bei diesem All-Star-Ensemble ist schnell vollkommen unklar, wer nur einen kurzen Gastauftritt hat und wer nicht.
mit Robert Redford, Shia LaBeouf, Julie Christie, Susan Sarandon, Nick Nolte, Terrence Howard, Anna Kendrick, Stanley Tucci, Chris Cooper, Richard Jenkins, Brendan Gleeson, Brit Marling, Sam Elliott, Stephen Root, Jackie Evancho
Drehbuch: Roger Spottiswoode, Walter Hill, Larry Gross, Steven E. de Souza
Detective Jack Cates hat ’nur 48 Stunden‘ um den flüchtigen Schwerverbrecher Albert Ganz zu schnappen. Der Knacki Reggie Hammond soll ihm helfen.
Ein Klassiker. Hill verband das Buddy-Movie mit dem Actionfilm und landete einen Kassenhit. Nolte ist dabei der ewig schlecht gelaunte, Regeln brechende Cop und Murphy, in seinem ersten Filmauftritt, eine wahre Quasselstrippe.
„Hill erzählt diese im Grund sehr simple Geschichte ungeheuer direkt, kraftvoll und mit einer Wucht, dass die Gewalt beinahe physisch spürbar wird. Seine rasantes Schnittfolgen lassen keine Entspannung zu und treiben die Story und die gewitzten Dialoge mit Höchstdruck voran.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)
Danach, um 01.00 Uhr, zeigt ZDFneo die nicht so wahnsinnig überzeugende Fortsetzung „Und wieder nur 48 Stunden“
Mit Nick Nolte, Eddie Murphy, Annette O’Toole, Frank McRae, James Remar, David Patrick Kelly, Sonny Landham
The Company You Keep – Die Akte Grant (The Company you keep, USA 2013)
Regie: Robert Redford
Drehbuch: Lem Dobbs
LV: Neil Gordon: The Company you keep, 2003
Nachdem eine Weathermen-Kampfgefährtin verhaftet wird und ein neugieriger Jungspund-Journalist seine vierzig Jahre zurückliegende terroristische Vergangenheit enthüllt, taucht der angesehene Bürgerrechtsanwalt Jim Grant unter. Um, wie der Journalist vermutet, seine Unschuld zu beweisen.
Spannender, im positiven Sinn altmodischer, vor allem auf die Dialoge setzender Polit-Thriller, bei dem der Polit-Teil eher eine Beigabe ist und die vielen bekannten Gesichter, denen Robert Redford (als Grant) auf seiner Flucht vor dem FBI begegnet, erfreuen zuerst das Auge des gestandenen Kinofans und sorgen dann für eine angenehme Verunsicherung. Denn bei diesem All-Star-Ensemble ist schnell vollkommen unklar, wer nur einen kurzen Gastauftritt hat und wer nicht.
mit Robert Redford, Shia LaBeouf, Julie Christie, Susan Sarandon, Nick Nolte, Terrence Howard, Anna Kendrick, Stanley Tucci, Chris Cooper, Richard Jenkins, Brendan Gleeson, Brit Marling, Sam Elliott, Stephen Root, Jackie Evancho
LV: John Ridley: Stray Dogs, 1997 (später dann als „U-Turn“ publiziert)
Auf der Flucht vor Gläubigern bleibt Bobby Coopers 64er Mustang mitten in der Wüste liegen. Während in einer Werkstatt sein Auto repariert wird, trifft er die verheiratete Grace und seine wirklichen Probleme beginnen erst jetzt. Denn Grace will ihrem Mann Jake umbringen, Jake will Grace umbringen und beide wollen sich – gegen Bares – von Bobby helfen lassen.
Grandioses Romandebüt für die Noir-Gemeinschaft, fast grandioser Film. Denn Stones „Natural Born Killers“-Stil nervt.
Ennio Morricone schrieb die Musik.
Mit Sean Penn, Jennifer Lopez, Nick Nolte, Joaquin Phoenix, Powers Boothe, Billy Bob Thornton, Jon Voight, Claire Danes, Liv Tyler, Bo Hopkins
Drehbuch: Roger Spottiswoode, Walter Hill, Larry Gross, Steven E. de Souza
Detective Jack Cates hat ’nur 48 Stunden‘ um den flüchtigen Schwerverbrecher Albert Ganz zu schnappen. Der Knacki Reggie Hammond soll ihm helfen.
Ein Klassiker. Hill verband das Buddy-Movie mit dem Actionfilm und landete einen Kassenhit. Nolte ist dabei der ewig schlecht gelaunte, Regeln brechende Cop und Murphy, in seinem ersten Filmauftritt, eine wahre Quasselstrippe.
„Hill erzählt diese im Grund sehr simple Geschichte ungeheuer direkt, kraftvoll und mit einer Wucht, dass die Gewalt beinahe physisch spürbar wird. Seine rasantes Schnittfolgen lassen keine Entspannung zu und treiben die Story und die gewitzten Dialoge mit Höchstdruck voran.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)
Danach, um 00.45 Uhr, zeigt ZDFneo die nicht so wahnsinnig überzeugende Fortsetzung „Und wieder nur 48 Stunden“
Mit Nick Nolte, Eddie Murphy, Annette O’Toole, Frank McRae, James Remar, David Patrick Kelly, Sonny Landham
Drehbuch: Pete Dexter (nach einer Geschichte von Pete Dexter und Floyd Mutrux)
LA, fünfziger Jahre: Cop Hoover und seine Einheit sorgen wenig zimperlich für Ordnung. Als eine Bekannte von Hoover ermordet wird, stoßen sie auf einen politischen Skandal.
Natürlich erinnert vieles an die Schwarze Serie und „Chinatown“. Aber trotzdem ist „Nach eigenen Regeln“ ein unterhaltsames Period-Picture mit Starbesetzung.
Mit Nick Nolte, Chazz Palminteri, Melanie Griffith, Michael Madsen, Chris Penn, Treat Williams, Jennifer Connelly, Daniel Baldwin, Andrew McCarthy, John Malkovich, Ed Lauter, Aaron Neville (Musiker), Bruce Dern (ungenannt), Louise Fletcher (ungenannt), Rob Lowe (ungenannt), William L. Petersen (ungenannt)
The Company You Keep – Die Akte Grant (The Company you keep, USA 2013)
Regie: Robert Redford
Drehbuch: Lem Dobbs
LV: Neil Gordon: The Company you keep, 2003
Nachdem eine Weathermen-Kampfgefährtin verhaftet wird und ein neugieriger Jungspund-Journalist seine vierzig Jahre zurückliegende terroristische Vergangenheit enthüllt, taucht der angesehene Bürgerrechtsanwalt Jim Grant unter. Um, wie der Journalist vermutet, seine Unschuld zu beweisen.
Spannender, im positiven Sinn altmodischer, vor allem auf die Dialoge setzender Polit-Thriller, bei dem der Polit-Teil eher eine Beigabe ist und die vielen bekannten Gesichter, denen Robert Redford (als Grant) auf seiner Flucht vor dem FBI begegnet, erfreuen zuerst das Auge des gestandenen Kinofans und sorgen dann für eine angenehme Verunsicherung. Denn bei diesem All-Star-Ensemble ist schnell vollkommen unklar, wer nur einen kurzen Gastauftritt hat und wer nicht.
mit Robert Redford, Shia LaBeouf, Julie Christie, Susan Sarandon, Nick Nolte, Terrence Howard, Anna Kendrick, Stanley Tucci, Chris Cooper, Richard Jenkins, Brendan Gleeson, Brit Marling, Sam Elliott, Stephen Root, Jackie Evancho
Mike Banning, der gefährlichste Bodyguard für den US-Präsidenten, ist zurück. Schon in „Olympus has fallen“ und „London has fallen“ wurden während seiner Arbeitszeit Anschläge auf den Präsidenten verübt. Es kam zu massiven, ganze Innenstädte verwüstenden Kollateralschäden. Aber Banning rettete den Präsidenten.
In „Angel has fallen“ ist der aus den vorherigen Filmen in anderen Positionen arbeitende Allan Trumbull (Morgan Freeman) zum Präsidenten der USA aufgestiegen. Aufgrund der Ereignisse in den vorherigen Filmen hat Trumbull ein fast schon freundschaftliches Verhältnis zu dem Secret-Service-Agenten Banning (Gerard Butler). Banning kämpft inzwischen zwar mit gesundheitlichen Problemen. Aber er kann bei einer Übung auf einem Trainingsgelände seines Freundes Wade Jennings (Danny Huston), den Chef einer privaten Militärfirma, immer noch dessen Männer im Dutzend ausschalten.
Gegen einen Drohnenangriff, der kurz darauf auf einem selbstverständlich gut geschützten Landsitz des Präsidenten auf den Präsidenten verübt wird, ist Banning machtlos. Seine Männer werden von den Drohnen, die wie ein Schwarm Steckmücken über sie herfallen, massakriert. Nur Banning und Trumbull überleben schwer verletzt den Anschlag.
Als Banning im Krankenhaus aufwacht, erfährt er, dass seine Kollegen ihn für den Anschlag verantwortlich machen. Und schon ist der Mann, der mehrmals das Leben des Präsidenten rettete, als Attentäter angeklagt. Wenige Minuten später ist er ein Mann auf der Flucht, der herausfinden will, wer ihn als Attentäter sehen will.
In dieser Situation kann Banning nur einem Mann vertrauen: seinem Vater, den er seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Denn der Vietnamveteran Clay Banning (Nick Nolte) lebt seit Jahrzehnten als Einsiedler am Rand der Zivilisation.
„Angel has fallen“ ist eine Actionsause, die mit Auftritten bekannter Schauspieler punktet, während die einfache Geschichte sich nicht um Logik und Plausibilität bemüht.
Stattdessen scheinen die Bösewichter vor allem an möglichst spektakulären Aktionen interessiert zu sein. Warum sollte man den Präsidenten bei einem gezielten Anschlag töten, wenn man stattdessen gleichzeitig den halben Secret-Service töten und ein großes Waldgrundstück abfackeln kann? Warum soll man einen chirurgischen Anschlag verüben, wenn man stattdessen das ganze Krankenhaus in die Luft jagen kann? Und wenn man schon dabei ist, kann man das Gebiet um das Krankenhaus gleich in ein innerstädtisches Kriegsgebiet verwandeln.
Auch der Plan der Bösewichter aus dem gefeierten Bodyguard Banning den Attentäter Banning zu machen, ist Unfug. Denn bei dem Attentat überleben zwei Personen: Banning, der „Attentäter“, und Trumbull, das Opfer.
Während Banning noch von seinen ehemaligen Kollegen gejagt wird, weiß der Zuschauer schon, wer für die Attentate verantwortlich ist und auch wer der große unbekannte Drahtzieher ist.
Damit liefert „Angel has fallen“ ziemlich genau das, was man von den vorherigen beiden Banning-Filmen erwartet: gut besetzte, grob geschnitzte, bodenständige Action.
Dass dabei nach Antoine Fuqua und Babak Najafi jetzt Ric Roman Waugh die Regie übernommen hat, fällt nicht weiter auf.
In den USA belegte der Film an seinem Startwochenende mit großem Abstand den esten Platz der Kinocharts. Damit dürfte ein weiterer Film mit dem Bodyguard, der Präsidenten in Lebensgefahr bringt, um sie anschließend zu retten, beschlossen sein. Auch wenn es vor dem Filmstart hieß, das sei der letzte Film der Serie und im Film immer wieder auf Bannings körperliche Gebrechen hingewiesen wird und er einen Bürojob bekommen soll. Für Banning, der wahrscheinlich noch als rollstuhlfahrender, blinder und tauber Großvater Präsidenten beschützt, eine unvorstellbare Vorstellung.
Angel has fallen (Angel has fallen, USA 2019)
Regie: Ric Roman Waugh
Drehbuch: Ric Roman Waugh, Robert Mark Kamen, Matt Cook, Creighton Rothenberger, Katrin Benedikt
mit Gerard Butler, Morgan Freeman, Danny Huston, Nick Nolte, Lance Reddick, Jada Pinkett Smith, Piper Perabo, Tim Blake Nelson
Nachdem eine Weathermen-Kampfgefährtin verhaftet wird und ein neugieriger Jungspund-Journalist seine vierzig Jahre zurückliegende terroristische Vergangenheit enthüllt, taucht der angesehene Bürgerrechtsanwalt Jim Grant unter. Um, wie der Journalist vermutet, seine Unschuld zu beweisen.
Spannender, im positiven Sinn altmodischer, vor allem auf die Dialoge setzender Polit-Thriller, bei dem der Polit-Teil eher eine Beigabe ist und die vielen bekannten Gesichter, denen Robert Redford (als Grant) auf seiner Flucht vor dem FBI begegnet, erfreuen zuerst das Auge des gestandenen Kinofans und sorgen dann für eine angenehme Verunsicherung. Denn bei diesem All-Star-Ensemble ist schnell vollkommen unklar, wer nur einen kurzen Gastauftritt hat und wer nicht.
mit Robert Redford, Shia LaBeouf, Julie Christie, Susan Sarandon, Nick Nolte, Terrence Howard, Anna Kendrick, Stanley Tucci, Chris Cooper, Richard Jenkins, Brendan Gleeson, Brit Marling, Sam Elliott, Stephen Root, Jackie Evancho
auch bekannt als „The Company you keep – Die Akte Grant“ (Kinotitel)
Drehbuch: Roger Spottiswoode, Walter Hill, Larry Gross, Steven E. de Souza
Detective Jack Cates hat ’nur 48 Stunden‘ um den flüchtigen Schwerverbrecher Albert Ganz zu schnappen. Der Knacki Reggie Hammond soll ihm helfen.
Ein Klassiker. Hill verband das Buddy-Movie mit dem Actionfilm und landete einen Kassenhit. Nolte ist dabei der ewig schlecht gelaunte, Regeln brechende Cop und Murphy, in seinem ersten Filmauftritt, eine wahre Quasselstrippe.
„Hill erzählt diese im Grund sehr simple Geschichte ungeheuer direkt, kraftvoll und mit einer Wucht, dass die Gewalt beinahe physisch spürbar wird. Seine rasantes Schnittfolgen lassen keine Entspannung zu und treiben die Story und die gewitzten Dialoge mit Höchstdruck voran.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)
Mit Nick Nolte, Eddie Murphy, Annette O’Toole, Frank McRae, James Remar, David Patrick Kelly, Sonny Landham
Picknick mit Bären (A Walk in the Woods, USA 2015)
Regie: Ken Kwapis
Drehbuch: Rick Kerb, Bill Holderman
LV: Bill Bryson: A Walk in the Woods: Rediscovering America on the Appalachian Trail, 1998 (Picknick mit Bären)
Reiseschriftsteller Bill Bryson (Robert Redford) macht sich mit seinem Kumpel Stephen Katz (Nick Nolte) auf den Weg. Gemeinsam wollen sie den legendären 3524 Kilometer langen Appalachian Trail abwandern.
Entspannte Komödie, die den alten Herren Redford und Nolte beim Austausch von Lebensweisheiten eine große Naturbühne bietet.
Drehbuch: Deric Washburn, Harry Kleiner (nach einer Geschichte von John Milius und Fred Rexer)
Um persönliche Verfehlungen zu vertuschen, eskaliert ein hochrangiger CIA-Mann (Michael Ironside) mit seinen Männern in einem texanischen Grenzkaff den Kampf zwischen Texas-Ranger Jack Benton (Nick Nolte, seltsam unterkühlt spielend) und Bentons Schulfreund Cash Bailey (Powers Boothe) zu einer blutigen Schlacht. Denn Bailey ist inzwischen ein aus Mexiko operierender Rauschgifthändler, der mit dem CIA-Mann in schmutzige Geschäfte verwickelt ist.
„Eine ungewöhnliche Mischung aus Western, Agentenstory und Actionfilm, von Hill mit gewohnter Präzision und Effizienz inszeniert. Störend wirken die kompromisslose Gewalttätigkeit und Menschenverachtung, die die Geschichte prägen.“ (Fischer Film Almanach 1988)
Vor allem das bleihaltige Ende versucht, ziemlich erfolgreich, Sam Peckinpahs „The Wild Bunch“ zu toppen.Auch davor gibt es schon einige Peckinpah-Anspielungen.
mit Nick Nolte, Powers Poothe, Michael Ironside, Maria Conchita Alonso, Rip Torn, Clancy Brown
Wiederholung: Samstag, 30. Dezember, 00.00 Uhr (Taggenau!, anschließend „Doberman“)