ZDF, 21.15
Soko 5113: Dar Urteil (D 2007, R: Michael Wenning, B: Sebastian Andrae)
ZDF 00.30
Soko 5113: Der erste Fall (D 1978, R: Ulrich Stark, B: Hasso Plötze)
ZDF, 02.45
Soko 5113: Das Geheimnis von Blandford Castle (D 2003, R: Zbynek Cerven, B: Conny Lens)
„Die Soko-5113-Nacht anlässlich des 30-jährigen Sendejubiläums“ nennt das ZDF den heutigen Soko-Dreier. Es gibt einen neuen, spielfilmlangen Fall, einen Zusammenschnitt des ersten Falls auf 130 Minuten (wahrscheinlich wurde dafür einfach nur der Vor- und Abspann weggeschnitten – aber in jedem Fall: Endlich wieder einmal im TV!) und einen neueren Fall, der ein SW-Hommage an den traditionellen britischen Kriminalroman ist.
Der Ursprung für die Serie war der Roman „Der Durchläufer“ des Kriminalpolizisten Dieter Schenk (der heute vor allem als Schriftsteller und Historiker arbeitet). Hasso Plötze entwickelte daraus eine Polizeiserie, die einen realistischen Blick auf die Arbeit einer Sonderkommission wirft. Dazu trug auch bei, dass private Probleme ein Teil der Fälle waren, mit folgenübergreifenden Geschichten experimentiert wurde und Soko-Mitglieder immer wieder einen unrühmlichen Abgang hatten. Einer wurde von einem Kollegen erschossen. Einer schnappte sich einen Koffer voll Geld. Einer heiratete reich. Da wurde sich gelungen amerikanischer und englischer Vorbilder bedient.
Das war alles noch zu Werner Kreindls Lebzeiten. Er verkörperte den kompromisslosen Soko-Leiter Göttmann. Danach übernahm Kollege Schickl (Wilfried Klaus) das Ruder. Die letzten Folgen mit ihm sind abgedreht. Sein Nachfolger – schließlich bedeutet in Deutschland ein Darstellerwechsel nicht das Ende der Serie – ist Gerd Silberbauer (zuletzt „Der Landarzt“ und „Alles außer Sex“).
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