TV-Tipp für den 23. Juli

Juli 23, 2008

Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Heute wird Götz George siebzig Jahre.

Deshalb:

ARD, 20.15

Die Katze (D 2008, R.: Kaspar Heidelbach)

Drehbuch: Daniel Nocke

LV: Georges Simenon: Le chat, 1966 (Der Kater; Die Katze)

Seit zwei Jahren kommunizieren Margret und Siegmar nur noch mit Zetteln und giftigen Blicken. Warum nur?

Nach Gabin/Signoret fetzen sich George/Hoger. Schauspielerisch wird’s also nichts zu meckern geben bei diesem Ehekrach.

Mit Götz George, Hannelore Hoger, Catrin Striebeck

Wiederholung: Donnerstag, 24. Juli, 10.30 Uhr

Hinweise

taz: Besprechung des Films

Eine umfangreiche Georges-Simenon-Fanseite

Wikipedia über Götz George

Weitere Artikel anläßlich des Geburtstages von Götz George: Google, Suchbegriff „Götz George“, Erweiterte Suche – Datum „in den letzten 24 Stunden“

Weitere Filme mit Götz George

Heute

ARD, 21.45 Uhr: Nicht reden, machen (30-minütige Doku über Götz George)

BR, 21.45 Uhr: Blatt und Blüte (Aus/D 2004, R.: Michael Kreindl)

WDR, 23.15 Uhr: Tatort: Zabou (D 1987, R.: Hajo Gies)

Morgen

WDR, 20.15 Uhr: Tatort: Der Fall Schimanski (D 1991, R.: Hajo Gies)

WDR, 22.00 Uhr: Der Novembermann (D 2007, R.: Jobst Oetzmann)

WDR, 23.30 Uhr: Mein Vater (D 2003, R.: Andreas Kleinert)


Besprechung des neuen Syd-Field-Buches online

Juli 23, 2008

In der Berliner Literaturkritik ist meine Besprechung von „Die häufigsten Probleme beim Drehbuchschreiben und ihre Lösungen“ von Syd Field erschienen. Im Original erschien „The Screenwriter’s Problem Solver – How to Recognize, Identify, and Define Screenwritng Problems“ bereits 1998 und vor acht Jahren erschien auch eine deutsche Ausgabe. Es ist also nicht so neu und wer bereits „Das Drehbuch“ von Syd Field gelesen hat, muss hier nicht unbedingt zuschlagen. Denn „Die häufigsten Probleme beim Drehbuchschreiben und ihre Lösungen“ vertieft nur einige, bereits in „Das Drehbuch“ behandelte Fragen, ohne wesentliche neue Erkenntnisse zu liefern.


Cover der Woche

Juli 22, 2008


Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Juli 22, 2008

Beginnen wir mit der schlechten Nachricht: Auch im Herbstprogramm veröffentlicht Ullstein keinen Roman von T. Jefferson Parker. Die gute finden Sie weiter unten.

September

Jo Nesbo: Der Erlöser (Weihnachten in Oslo: Harry Hole liefert sich ein atemloses Duell mit einem kroatischen Auftragskiller)

Oktober

Linwood Barclay: Dem Tode nah (Die kleinen Sünden bestraft der Herrgott sofort: der 17-jährige Derek will sich im leeren Haus der Nachbarn mit seiner Freundin treffen. Doch die Hausbesitzer kehren überraschend zurück, werden von einem Killer ermordet und Derek schwebt als Zeuge in Lebensgefahr.)

Carol Higgins Clark: Alptraum in Weiß (Achtes Abenteuer mit Privatdetektivin Regan Reilly: Ihr Brautkleid wird aus einer Boutique gestohlen und ihr Künftiger will vor der Hochzeit noch einen Bankräuber stellen.)

Sidney Sheldon: Blutspur (Neuauflage des Thrillers)

November

R. R. Heller: Der 13. Jünger (Eine Verschwörung biblischen Ausmaßes – angerichtet von einem schreibenden Ehepaar)

Gisa Klönne: Leise rieselt der Schnee… – Der Krimi-Adventskalender

Dezember

D. H. Dublin: Body Code (Auftakt einer neuen Thrillerserie im CSI-Milieu mit einer charmanten Ermittlerin. – Brauchen wir das wirklich? Können wir uns nicht einfach wieder „Crossing Jordan“ ansehen?)

David Hewson: Epiphanias (Zwanzig Jahre nach einem furchtbarem Mord will eine mysteriöse Frau Genugtuung für die damalige Tat. – Im Januar erscheint bei rororo Taschenbuch mit „Das zweite Leben“ ein neueres Werk von Hewson.)

Iris Johansen: Netz des Todes (Für einen Drogenbaron soll Eve Duncan ein Gesicht rekonstruieren. Als Bezahlung soll sie erfahren, was mit ihrer verschwundenen Tochter geschah.)

Dan Kavanagh: Duffy (Ja, wieder erhältlich. Und der Verlag hat spendiert sogar eine neue Übersetzung von Willi Winkler.)

Januar

Anna Blundy: Wodka Pur (Journalistin Faith Zanetti kann nicht lange das mondäne Leben in Moskau genießen. Denn sie soll einen Mord begangen haben.)

Rita Mae Brown: Auf heißer Fährte (Ein neuer Fall für Sister Jane und ihre tierischen Freunde.)

Peter Robinson: Eine seltsame Affäre (Inspektor Alan Banks ermittelt wieder: eine junge Frau wird ermordet und alle Spuren führen zu Banks.)

Michael Schomers: Todsichere Geschäfte (Taschenbuch-Ausgabe)

Februar

Peter Brendt: Seawolf (Captain Robert DiAngelo soll ein im Persischen Golf gestrandetes Seawolf-Atom-U-Boot wieder seetüchtig machen. Wenn es ihm nicht gelingt, droht eine internationale Krise)

Jens Johler: Kritik der mörderischen Vernunft (klingt bedeutungsschwer, und dass der Mörder sich Kant nennt, klingt nicht minder bedeutungsschwer. Da ist es beruhigend, dass der Wissenschaftsjournalist Troller die Spur des Mannes, der Wissenschaftler umbringt, um so den freien Willen zu schützen, aufgenommen hat. – Naja, Menschen haben schon aus dümmeren Motiven Morde begangen.)

März

Ronald Cutler: Eternitas (Ein Archäologe entdeckt eine von Jesus beschriebene Schriftrolle. Noch bevor er sie entschlüsselt hat, werden seine Mitarbeiter von einer fanatischen Gruppe umgebracht.)

Elizabeth Peters: Das Königsgrab (Amelia Peabody ermittelt am Grab des Tutenchamun.)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch


TV-Tipp für den 22. Juli

Juli 22, 2008

Arte, 21.00

Shaft (USA 1971, R.: Gordon Parks)

Drehbuch: Ernest Tidyman, John D. F. Black

LV: Ernest Tidyman: Shaft, 1970 (Shaft, Shaft und das Drogenkartell)

Musik: Isaac Hayes

Privatdetektiv Shaft sorgt in seinem Revier für Gerechtigkeit – und erfreut nebenbei mit seinen Körpersäften die Herzen der Frauen.

Damals war der Film ein Kassenknüller, heute ist er Kult. Dazu trug nicht unerheblich Isaac Hayes cooler Soundtrack bei, der Shaft bei seinen Streifzügen durch das urbane New York begleitete. Politisch ist er nicht. Gordon Parks sagt: „Es ist ein Filmvergnügen für den Samstagabend, das Leute besuchen, die den schwarzen Helden gewinnen sehen wollen.“

Mit Richard Roundtree, Moses Gunn, Charles Cioffi

Wiederholungen

Freitag, 25. Juli, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Dienstag, 5. August, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte zum Film

Pendragon-Homepage zu den Shaft-Romanen von Ernest Tidyman (und dem ganzen Rest)

Alligatorpapiere: Stefan Lichtblau über „Shaft“

Thrilling Detective über John Shaft


Fundsachen, nicht sortiert

Juli 21, 2008

Beginnen wir mit einer traurigen Nachricht:

Ernst Solèr ist tot. Er starb am bereits am Mittwoch, den 16. Juli, 48-jährig an Krebs. Er schrieb die in Zürich spielenden Krimis mit Polizeihauptmann Fred Staub.

Der Grafit-Verlag schreibt über den Erfinder des sympathischen Ermittlers Staub:

Der Verlag trauert um seinen Autor Ernst Solèr, der an diesem Mittwoch im 49. Lebensjahr an den Folgen einer tückischen Krankheit verstorben ist.
Die Arbeit an seiner Krimiserie um den sympathischen Zürcher Polizeihauptmann Fred Staub gab ihm in den letzten Lebensjahren Motivation und Lebensmut. Doch die Krankheit konnte er nicht besiegen.
Wir haben mit Ernst Solèr einen wunderbaren Menschen und vortrefflichen Autor verloren.

Peter Sennhauser schrieb einen persönlichen Nachruf.

Erfreulich ist dagegen diese Meldung: Mit „Fragen Sie den Papagei“ (Ask the Parrot, 2006) kehrt Richard Stark (auch bekannt als Donald E. Westlake) zurück auf den deutschen Buchmarkt. Der Paul Zsolnay Verlag hat dafür sogar eine informative Webseite erstellt.

David J. Montgomery hat inzwischen in seinem Crime Fiction Dossier weitere informative Texte über das Thrillerfest der ITW online gestellt: Fazit, Writer-Publisher-Partnership, Plots with a twist, Ratschläge und ein Foto.

(Zwischen den ganzen Nachberichten empfiehlt er innerhalb der „Friday’s Forgotten Books“-(Klassiker?)-Reihe „Chinaman’s Chance“ von Ross Thomas. Der Alexander Verlag hat den Roman kürzlich als „Umweg zur Hölle“ wiederveröffentlicht.)

Die einen sagen, dass das Überarbeiten einer Geschichte, diese verbessert. Die anderen sagen, dass – gerade in Hollywood – das ständige Umschreiben einer Geschichte über viele Jahre (was dort nicht Umschreiben, sondern Entwickeln heißt) zu einer schlechteren Geschichte führt. Auch das Drehbuch für „Hancock“ wurde in Hollywood viele Jahre herumgereicht (äh, entwickelt), jetzt mit Will Smith verfilmt und die Leute stürmen ins Kino. Doch hätte nicht das ursprüngliche Script von „Hancock“, das damals noch „Tonight he comes“ von Vincent Ngo, einen besseren Film ergeben? Lesen Sie selbst.

Zum Streit zwischen Bloggern und Zeitungskritikern hat Wortvogel Torsten Dewi einen lesenswerten Beitrag geschrieben. Zwar ging es ihm um Filmkritiker, deren Arbeit im Wandel der Zeit, das Verhalten der Verleihe gegenüber den verschiedenen Kritikern und die immer kürzere Zeit zwischen Pressevorführung und Filmstart (Dewi nennt als aktuelles Beispiel den neuen „Akte X“-Film. Die Pressevorführung ist drei Tage vor dem Kinostart. Für Tageszeitungen und das Internet ist das okay. Er selbst hat seinen „Akte X“-Artikel, wie alle Journalisten, die für Wochen- und Monatszeitschriften schreiben, bereits vor langem geschrieben.). Doch Dewi stellt diese Konflikte in einen größeren Zusammenhang und er schlägt – skeptisch – als künftige Arbeitsteilung vor: das Internet für die einzelnen Filmkritikern, die Zeitschriften für die längeren, mehr in die Tiefe gehenden Essays über Filme, Entwicklungen und Tendenzen:

Man kann dem Internet nicht vorwerfen, schneller zu sein als die Druckerpresse. Und vielleicht ist die aktuelle Orientierungshilfe in Sachen Film tatsächlich etwas, das die Online-Schreiber besser handhaben können. Und vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn sich Printjournalisten wieder mehr auf die größeren Zusammenhänge konzentrieren, als verkrampft Filme kurz vorzustellen. Ein Comeback des Film-Essays wäre in manchen Bereichen durchaus wünschenswert.

Wie sich die Zeiten ändern. Bei Schnittberichte ist ein Schnittbericht über „Man-Eater“ online. Die Älteren werden sich noch an diesen Skandalfilm von Joe D’Amato erinnern, der in Deutschland schnell verboten wurde und dann, nach dem Motto ‚Wenn’s verboten ist, muss es gut sein’, auf jeder zweiten Party angesehen wurde.

Die sich an den Schnittbericht anschließende Diskussion zeigt, wie sehr sich in den vergangenen knapp dreißig Jahren die Grenzen im Horrorfilm verschoben. Die meisten sagen, dass der Film langweilig und die Tricks schlecht seien. Nur einige murmeln, es handele sich um einen Klassiker (und schränken es dann auch gleich ein: für das Genre. Wichtig wegen der Diskussionen, die er damals auslöste. Man müsse ihn damals gesehen haben.)

„Noir of the Week“ stellt gewohnt ausführlich die in Deutschland nicht gelaufene Cornell-Woolrich-Verfilmung „The Guilty“ von 1947 vor.  Regie führte der Östereicher John Reinhardt. Sein letzter Spielfilm war 1953 „Briefträger Müller“ mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle.


TV-Tipp für den 21. Juli

Juli 21, 2008

HR, 00.15

Elf Uhr nachts (F/I 1965, R.: Jean-Luc Godard)

Drehbuch: Jean-Luc Godard

LV: Lionel White: Obsession, 1963

Ferdinand stolpert in eine undurchsichtige Mordgeschichte und flüchtet mit seiner Ex Marianne quer durch Frankreich auf eine einsame Insel.

Auch bzw. besser bekannt als „Pierrot le fou“. Die Krimifarce hat mit dem Buch wenig bis nichts zu tun, aber viel mit Godard, seinem filmischen Kosmos und dem Lebensgefühl der Sechziger.

Mit Jean-Paul Belmondo, Anna Karina

Hinweis

Weitere Infos


TV-Tipp für den 20. Juli

Juli 20, 2008

Arte, 20.40

Das Haus der Lady Alquist (USA 1944, R.: George Cukor)

Drehbuch: John Van Druten, Walter Reisch, John L. Balderston

LV: Patrick Hamilton: Gaslight, 1938 (Theaterstück)

Nach dem Umzug leidet Paula Alquist an Wahnvorstellungen. Oder will sie jemand in den Wahnsinn treiben?

Über den bekannt-beliebten Romantikthriller schreibt das Lexikon des internationalen Films zutreffend: „Ein ungebrochen spannender Psychokrimi, angesiedelt im viktorianischen Zeitalter, hervorragend inszeniert und gespielt. Reizvoll vor allem durch die außergewöhnliche Kameraführung.“

Ingrid Bergman erhielt für ihre Leistung den Oscar und den Golden Globe. Für die Ausstattung gab es einen weiteren Oscar. Außerdem war „Das Haus der Lady Alquist“ in allen wichtigen Oscar-Kategorien nominiert: Bester Film, Drehbuch, Kamera, Haupt- und Nebenrolle. Der große Abräumer war in diesem Jahr aber das Musical „Going my way“ (Der Weg zum Glück, R.: Leo McCarey). Erinnert sich noch jemand an diesen Film?

Hamilton schrieb auch die Vorlage zum Hitchcock-Film “Rope – Cocktail für eine Leiche”.

Mit Charles Boyer, Ingrid Bergman, Joseph Cotton, Angela Lansbury (Debüt), Barbara Everest

Wiederholungen

Mittwoch, 23. Juli, 14.55 Uhr

Donnerstag, 31. Juli, 14.55 Uhr (VPS 14.54 Uhr)

Hinweise

Kirjasto über Patrick Hamilton

Arte über „Das Haus der Lady Alquist“


TV-Tipp für den 19. Juli

Juli 19, 2008

Kabel 1, 00.10

Der Marathon-Mann (USA 1976, R.: John Schlesinger)

Drehbuch: William Goldman

LV: William Goldman: Marathon Man, 1974 (Der Marathonmann)

Ein Student kommt, durch seinen ermordeten Bruder, einer Nazi-Organisation auf die Spur.

Spannender Thriller mit hochkarätiger Besetzung und einer – immer noch – schrecklichen Zahnarzt-Szene. Ursprünglich sollte sie länger sein, aber Testvorführungen ergaben, dass das zuviel Grauen war.

Mit Dustin Hoffman, Laurence Olivier, Roy Scheider, Marthe Keller, William Devane


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juli 18, 2008

Sodele, Alfred hat’s wieder geschafft: aus einer Menge Blei wurde etwas ansehnliches. Hier gibt’s, wie gewohnt, nur die ersten (bleihaltigen?) Worte:

Hallo liebe Krimifreunde,
zu zwei Wochen mit vielen alten Bekannten: Edgar Wallace, Jerry Cotton, Henning Mankell, Hakan Nesser, Caroline Graham und Ian Fleming servieren mit ihren bekannten Charakteren größtenteils bekannte Taten.
Eine vielversprechende TV-Premiere gibt es auch: die Georges-Simenon-Verfilmung „Die Katze“ mit Geburtstagskind Götz George (Erstens: Herzlichen Glückwunsch! Zweitens: Achten Sie auf die zahlreichen, hier nicht aufgeführten Schimanski-Wiederholungen.)
Und nun zu den sehenswerten, teilweise lange nicht mehr gezeigten Wiederholungen: John Schlesingers William-Goldman-Verfilmung „Der Marathon-Mann“, Harry Shumlins Dashiell-Hammett-Lillian-Hellman-Verfilmung „Die Wacht am Rhein“, George Cukors Patrick-Hamilton-Verfilmung „Das Haus der Lady Alquist“, Jean-Luc Godards Lionel-White-Verfilmung „Elf Uhr nachts“, Gordon Parks‘ Ernest-Tidyman-Verfilmung „Shaft“, Stephen Frears‘ Jim-Thompson-Verfilmung „The Grifters“ (nach einem Drehbuch von Donald E. Westlake), Richard Brooks‘ Truman-Capote-Verfilmung „Kaltblütig“, Atom Egoyans William-Trevor-Verfilmung „Felicia, mein Engel“, Brian De Palmas Tom-Wolfe-Verfilmung „Fegefeuer der Eitelkeiten“ und es heißt wieder einmal „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“, denn „Die Rechnung ging nicht auf“ und „Schnappt Shorty“.


TV-Tipp für den 18. Juli

Juli 18, 2008

ARD, 21.45

TATORT: Mann über Bord (D 2006, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Dorothee Schön

Borowski sucht den spurlos verschwundenen Kapitän einer Fähre.

Für einen Borowski-Tatort eine ziemlich erfreuliche Angelegenheit. Immerhin sind die Schauspieler mit spürbarer Lust bei der Sache. Allerdings hangelt sich die Geschichte ziemlich langatmig an einem nicht sonderlich logischen 08/15-Whodunit entlang.

Für einen Lars Becker-Film ist „Mann über Bord“ eine langweilig-unpersönliche Angelegenheit. Aber als Einschliefhilfe ist „Mann über Bord“ sicher okay. Und wenn’s mit dem Einschlafen nicht funktioniert: Arte, 23.30: Bob Marley – Live at Rainbow, London 1977.

Mit Axel Milberg, Maren Eggert, Peter Haber, Catrin Striebeck

Hinweise

Tatort-Fundus über Kommissar Borowski (und  über „Mann über Bord„)

Das Erste: Interview mit Lars Becker zu „Mann über Bord“

Homepage von Dorothee Schön


Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Juli 17, 2008

Und gleich noch ein Verlag, der Werke von James Patterson und Jeffery Deaver veröffentlicht.

November

Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher (Taschenbuch-Ausgabe – Verhörspezialistin Kathryn Dance, die mit „Die Menschenleserin“ ihre eigene Serie erhielt, trat erstmals in diesem Lincoln-Rhyme-Amelia-Sachs-Roman auf. Gemeinsam jagen sie den Uhrmacher; einen Serienmörder, der seine Morde mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks begeht.)

Linda Howard: Gefahr (Unternehmer Bailey Wingate und seine Pilotin Cam Justice kämpfen nach einem Flugzeugabsturz über den Rocky Mountains ums Überleben. Denn Wingates Kinder wollen ihren Vater tot sehen. – Ein Ladythriller.)

Jim Kelly: Einer bleibt zurück (Bei einem Militärmanöver wird ein Skelett entdeckt. Journalist Philip Dryden sucht den Mörder.)

Hilmar Klute: Herz Kammer Jäger (Privatdetektiv Josef Celle soll im Auftrag eines Siebzigjährigen dessen Mutter suchen. Als Celle über die erste Leiche stolpert, weiß er, dass das kein Routineauftrag ist. – Krimidebüt eines Redakteurs der Süddeutschen Zeitung.)

Lisa Scott: Stummer Verrat (Eine Juraprofessorin beobachtet während eines Gefangenenaufstandes den Mord an einem Wärter. Die Mörder wollen anschließend auch die Zeugin töten.)

Colleen Thompson: Geliebter Mörder (Ist Claires Mann, der Polizist Spence, ein Mörder? Und will er sie umbringen? – Thompson ist in den USA der neue Star des romantischen Thrillers, sagt der Verlag)

Dezember

Robin Cook: Der Experte (Der mittellose Taxifahrer Davydov will sich rächen und als Ex-Biochemiker weiß er auch wie.)

Gonzalo Giner: Die letzte Reliquie (Auch in Spanien können alte Schmuckstücke die Welt in den Untergang stürzen und nur ein einzelner kann die Katastrophe aufhalten.)

Matthew Scott Hansen: Schwarzes Dickicht (Ty Greenwood sucht in den Wäldern des US-Staates Washington nach einer menschenfressenden Bestie. – Wird als Horrorthriller beworben.)

Januar

Dale Brown: Feuerstoss (ein weiterer Hich-Tech-Thriller: Jason Richter und seine Jungs von TALON jagen die Hintermänner von Ökoterroristen, die mit einer Nuklearbombe eine Ölraffinerie vernichteten.)

Clive Cussler: Höllenjagd (The Chase – Kopfgeldjäger Isaac Bell jagt einen brutalen Bankräuber.)

Tess Gerritsen: Blutmale (Taschenbuch-Ausgabe)

Tami Hoag: In aller Unschuld (Richterin Moore glaubt nicht, dass ein mehrfach verurteilter Sexualstraftäter eine Mutter und ihre beiden Töchter umgebracht hat. Doch wie lange kann sie ihm ein faires Verfahren garantieren?)

Mike Lawson: Das Poseidon-Komplott (Joe DeMarco jagt eine nordkoreanische Agentin. – Lawson erhält viele Vorschusslorbeeren. Sein Debüt „Der Luchs“ liegt auf meinem Zu-Lesen-Stapel.)

Debra Webb: Wie ein dunkler Fluch (FBI-Jungagentin Grace und Ex-Agent McBride suchen einen Entführer. Dummerweise kennt er ihre dunklen Geheimnisse.)

Februar

James Becker: Unheilig (Und wieder einmal kennt der Vatikan, wenn er seine Geheimnisse schützt, keine Skrupel.)

Andrea C. Busch (Hrsg.): Mord zwischen Messer & Gabel – 54 Krimis – 99 Rezepte (Die Erstausgabe der Sammlung aus Kurzkrimis und Kochrezepten war bei Gerstenberg.)

Linda Fairstein: Leichenfund (Killer Heat – Die New Yorker Staatsanwältin Alex Cooper jagt in der Augusthitze einen sadistischen, willkürlich zuschlagenden Serienmörder.)

J. D. Robb: Tödliche Unschuld ( Strangers in Death – ein neues Abenteuer mit Eve Dallas. Dieses Mal scheint der Tod online zu kommen.)

Nina Wright: Ein Ganove auf vier Pfoten (Das Krimidebüt scheint etwas für die Fans von Janet Evanovich zu sein.)

März

Jordan Dane: Shadowkiller (Detective Rebecca Montgomery sucht einen Frauenmörder. Bei ihren Ermittlungen trifft sie immer wieder den attraktiven Diego Galvan. Da ist dann die Frage „Ist mein Geliebter ein Mörder?“ nicht weit.)

Gina French: Aus Notwehr! – Ich tötete meinen Mann, um mein Kind zu retten (Taschenbuch-Ausgabe des englischen Sachbuchs)

Derek Meister: Todfracht (Historischer Kriminalroman: Lübeck, 1393: Patrizier Rungholts vierter Fall.)

Mark Nykanen: Der Fallensteller (Taschenbuch-Ausgabe)

Inger Ash Wolfe: Todesgebet (Inspector Hazel Micalleffs erster Fall: die kurz vor der Pensionierung stehende Polizeichefin sucht, zusammen mit ihrer achtzigjährigen Mutter nach einem Mörder, der mit seinen Taten ein Todesgebet quer durch Kanada inszeniert. – Hm.)

April

Clive Cussler/Dirk Cussler: Geheimcode Makaze – Ein Dirk-Pitt-Roman (Taschenbuch-Ausgabe des Dirk-Pitt-Thrillers.)

Olivier Descosse: Verflucht sei dein Name (Luc Vernon will herausbekommen, welches tödliche Geheimnis eine Zeichnung aus dem 16. Jahrhundert enthält. Seine Reise führt ihn über New York nach Amazonas.)

Margie Orford: Blutrose (Profilerin Clare Hart soll in Namibia eine in der Nähe einer Kaserne stattfindende Mordserie an Jungen aufklären.)

Bill Vidal: Der Clayton-Deal (Debüt: Investmentbanker Clayton erfährt von einem Millionenvermögen, das sein Großvater vor einem halben Jahrhundert in einer Schweizer Bank bunkerte. Als Clayton das Geld umbucht, gerät er in Teufels Küche. – Irgendwie klingt das nach Robert Ludlums „The Holcroft Convenant“/“Der Holcroft-Vertrag“.)

Christine Westendorf: Und jeder tötet, was er liebt (Kommissarin Greves erster Fall und erst nach drei Toten zeichnet sich eine erste Spur ab, die dann auch prompt zum Mann der ersten Leiche führt. – Taschenbuch-Ausgabe des ursprünglich bei Fredebold und Fischer erschienenen Romans.)

Mai

James Patterson: Dead (Double Cross – Im dreizehnten Alex-Cross-Roman ist der Profiler im Fadenkreuz von zwei Psychopathen.)

Fett Kursiv bedeutet „große Vorfreude“ (wenn ich den Roman noch nicht kenne) und/oder „diesem Werk wünsche ich viele Leser“ (wenn ich —).

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch


TV-Tipp für den 17. Juli

Juli 17, 2008

Das Vierte, 20.15

Fluchtpunkt San Francisco (USA 1971, R.: Richard C. Sarafian)

Drehbuch: Guillermo Cain, Barry Hall (ungenant) (nach einer Gesichte von Malcolm Hart)

Ex-Rennfahrer Kowalski wettet mit einem Freund, dass er in 15 Stunden von Denver nach San Francisco fahren kann. Auf seiner rasanten Fahrt durch die USA wird er von den Medien als Held gefeiert und von der Polizei gejagt.

„Fluchtpunkt San Francisco, ein furios fotografiertes Road-Movie, beschwört wieder einmal mehr den Mythos des freien, ungebundenen Menschen herauf, der jedoch in der modernen amerikanischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts keinen Platz mehr findet.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

Der Siebziger-Jahre-Kultfilm wurde auch in Quentin Tarantinos neuestem Film „Death Proof – Todsicher“ ausgiebig erwähnt.

Es ist unklar, welche Fassung gezeigt wird. Der Film ist FSK-18 und dürfte daher um diese Uhrzeit nur gekürzt laufen. Aber die FSK-18-Bewertung ist auch schon einige Jahre alt und aus heutiger Sicht verdient „Fluchtpunkt San Francisco“ wirklich keine FSK-18 mehr.

Mit Barry Newman, Clenvon Little, Dean Jagger, Paul Koslo

Hinweise

Wikipedia über “Fluchtpunkt San Francisco”

Deutsche Fanseite zu „Fluchtpunkt San Francisco“ (der in der DDR „Grenzpunkt Null“ hieß)

Mitschrift “Vanishing Point”

DGA: Unter the Influence: Richard Sarafian’s Vanishing Point (2004)


Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Juli 16, 2008

Viel Stoff, deshalb ohne große Vorrede:

August

Gianrico Carofiglio: In freiem Fall (Taschenbuch-Ausgabe)

September

James Patterson: Totenmesse (Terroristen nehmen während einer Trauerfeier die hochrangigen Gäste als Geisel. Der New Yorker Deeskalationsspezialist Mike Bennett soll das Schlimmste verhindern.)

November

Brett Battles: Der Profi (The Cleaner – Jonathan Quinn ist ein freiberuflicher Cleaner [aka Putzfrau] für einen amerikanischen Geheimdienst. Als er bei einem Putzauftrag über die nicht angemeldete Leiche eines bekannten Virologen stolpert, gerät er in Teufels Küche.)

Michael Crichton: Enthüllung (ist wieder lieferbar.)

Janet Evanovich/Leanne Banks: Cheers, Baby! (Romantische Komödie)

Martha Grimes: Die Trauer trägt Schwarz (Sonderausgabe eines Inspektor-Jury-Krimis zum Aktionspreis)

Mo Hayder: Die Sekte (Taschenbuch-Ausgabe des von der CWA für den Steel Dagger nominierten Werkes.)

Henning Klüver: Der Pate – Letzter Akt: Die sizilianische Mafia (Taschenbuch-Ausgabe des Sachbuchs)

Birgit Lautenbach/Johann Ebend: Totenseelen – Ein Hiddensee-Krimi (Es mag ungerecht sein, aber wenn bei einem Roman vor allem mit der Provinz, in der er spielt, geworben wird, habe ich schon keine Lust mehr zum Lesen. Und wenn dann – wieder einmal – ein siebzig Jahre zurückliegender Mord aufgeklärt wird, greife ich lieber zu etwas anderem.)

Ruth Rendell: Die Liebe eines Mörders (Taschenbuch-Ausgabe)

Francesca Weisman: Kalte Schatten (Anwalt Callum Scott kann nach einem Überfall keine Gesichter mehr unterscheiden. Dumme Sache. Noch dummer ist, dass jemand ihn umbringen will.)

Dezember

Lin Anderson: Das rote Band des Todes (Ein sechsjähriger Junge verschwindet; seine Mutter und Großmutter werden grausam ermordet. Gerichtsmedizinerin Rhonda Macleods einzige Spur ist ein afrikanischer Talisman.)

Richard A. Clarke: Break Point (Taschenbuch-Ausgabe)

Nicola Förg: Schussfahrt – Ein Allgäu-Krimi (Emons darf sich über einen weiteren Reprint eines seiner Bücher bei Goldmann freuen.)

Nicci French: Acht Stunden Angst (Taschenbuch-Ausgabe)

Elizabeth George: Wo kein Zeuge ist (Taschenbuch-Ausgabe)

Carl Hiaasen: Striptease (Neuauflage des verfilmten Comic-Crime-Bestsellers. Sehr empfehlenswert!)

Peter Temple: Spur ins Nichts (nach „Vergessene Schuld“ der zweite Krimi mit Jack Irish)

David Wolstencroft: Contact Zero (sein Debüt hat mir nicht so gefallen, aber dieses Buch wurde für den Steel Dagger nominiert.)

Januar

Patricia Cornwell: Defekt – Ein Kay-Scarpetta-Roman (Taschenbuch-Ausgabe)

Jeffery Deaver: Lautloses Duell (Neuauflage seines 2001 erstmals erschienenen „Blue Nowhere“, der von einem Duell zwischen zwei Hackern erzählt.)

Janet Evanovich: Die Chaos Queen (Die Taschenbuch-Ausgabe des elften Stephanie-Plum-Krimis)

Jack Harvey (aka Ian Rankin): Bis aufs Blut (ein weiteres Frühwerk des Erfinders von Inspector Rebus)

David Hosp: Die Tote im Wasser (Taschenbuch-Ausgabe)

John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators (Ein Krimi aus dem alten Rom)

Peter Schaar: Das Ende der Privatsphäre – Der Weg in die Überwachungsgesellschaft (Taschenbuch-Ausgabe des Sachbuchs des Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.)

Daniel Twardowski: Tod auf der Northumberland – Ein Fall für John Gowers (Erster Auftritt von Privatdetektiv Gowers. 1865 soll er in New York und auf einem Schiff den Tod eines Mannes untersuchen.)

Minette Walters: Die Schandmaske/Dunkle Kammern (Zwei Schmöker in einem Band.)

Michelle Wan: In tödlicher Absicht – Ein Krimi aus der Dordogne (Dritter Auftritt von Mara Dunn und Julian Wood.)

Februar

Laurent Botti: Totendämmerung (Türstopperdicker HorrorThriller über eine Familie, die drei Jahre nach dem Tod eines Kindes, in eine Kleinstadt zieht, in der sich bestialische Verbrechen ereignen und der Bruder des toten Jungen erfahren muss, dass die dunklen Mächte es auf ihn abgesehen habe.)

Jonathan Kellerman: Mordgier – Ein Alex-Delaware-Roman (Deutsche Erstveröffentlichung von „Compulsion“: Delaware und Sturgis fragen sich, wie der Mord an einem Partygirl und einer verwitweten alten Frau zusammenhängen. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf weitere Morde.)

Charlotte Link: Das Echo der Schuld (Taschenbuch-Ausgabe)

Maria Masella: Blumen für die Toten – Ein Fall für Commissario Mariani (In seinem ersten Fall jagt er einen Serienmörder und einen Mann, der ihm seltsame Päckchen zuschickt.)

Robert Mrazek: Die Stunde der Verräter (London 1944: Lisa und ihre Spezialeinheit sollen die Informationen zu einer streng geheimen Mission der Alliierten unter Verschluss halten. Da sterben ihre Kolleginnen unter mysteriösen Umständen.)

John Sandford: Blinder Hass (Erster Auftritt von Virgil Flowers von der Kriminalpolizei von Minnesota.)

März

Stephen Booth: Todesacker (Die beiden Polizisten Diane Fry und Ben Cooper wollen das Geheimnis der Pity Wood Farm lösen.)

Deborah Crombie: Wen die Erinnerung trügt (Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma Jansen suchen auf Bitten der im Krieg aus Berlin geflohenen Erika Rosenthal die Käuferin einer lange verschollenen Brosche.)

Ruth Downie: Der Fluch des Hirschgottes – Ein Fall für Medicus Ruso (Auch der zweite Roman mit dem Medicus spielt im alten Rom.)

Martha Grimes: Inspektor Jury spielt Katz und Maus (Wiederveröffentlichung eines Inspektor-Jury-Krimis.)

Sara Paretsky: Feuereifer (Taschenbuch-Ausgabe)

Lisa Unger: Das Gift der Lüge (Taschenbuch-Ausgabe)

April

Tom Egeland: Der Pakt der Wächter (die Fortsetzung von „Frevel“)

Zoe Ferraris: Die letzte Sure (Taschenbuch-Ausgabe eines in Saudi-Arabien spielenden Krimis, mit einem strenggläubigen Wüstenführer und einer fortschrittlichen Rechtsmedizinerin als Ermittlerteam. Sie sollen den Mord an einer schwangeren Tochter aus gutem Hause aufklären.)

Carl Hiaasen: Sumpfblüten (Taschenbuch-Ausgabe)

Jonathan Kellerman: Sharon: Die Frau, die zweimal starb – Ein Alex-Delaware-Krimi (Die deutsche Erstausgabe von „Silent Partner“ erschien bei Bastei-Lübbe.)

Adele Marini: Denn nichts ist je vergessen (Die junge, als Waise aufgewachsene Marcella will wissen, wer ihre Eltern sind. Ihre erste Spur führt in die frühen Siebziger nach Catania. Dort wurde damals eine Familie grausam ermordet. Die vierjährige Tochter überlebte.)

James Patterson: Todesahnung (Im Original „You’ve been warned“ von James Patterson und Howard Roughan. – Warum verschweigt Goldmann bei Patterson so hartnäckig die Co-Autoren?)

Nick Stone: Der Totenmeister (Der zweite Krimi mit Max Mingus spielt vor „Voodoo“ im Florida der Achtziger und erzählt die Vorgeschichte von Mingus und Boukman.)

Fett Kursiv: auf diese Werke freue ich mich am meisten.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch


TV-Tipp für den 16. Juli

Juli 16, 2008

ARD, 22.45

Deutschland, deine Künstler: Reinhard Mey (D 2008, R.: Dagmar Wittwers)

Drehbuch: Dagmar Wittwers

Wer ist der nette Berliner mit der Gitarre, dessen Lieder im Deutschunterricht durchgenommen und von Punkern nachgespielt werden?

Wiederholung: Donnerstag, 17. Juli, 01.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Das Erste über die Doku

Homepage von Reinhard Mey

Wikipedia über Reinhard Mey

Die Zeit: Doppelporträt von Susanne Gaschke über Reinhard Mey und Hannes Wader (2008 )


Cover der Woche

Juli 15, 2008


TV-Tipp für den 15. Juli

Juli 15, 2008

BR, 23.25

Komm, süßer Tod (A 2000, R.: Wolfgang Murnberger)

Drehbuch: Wolfgang Murnberger, Wolf Haas, Josef Hader

LV: Wolf Haas: Komm, süßer Tod, 1998

Ex-Polizist Brenner will bei den „Kreuzrettern“ als Sanitäter nur eine ruhige Kugel schieben. Aber einige mysteriöse Mordfälle verhageln seinen Plan.

„Komm, süßer Tod“ erhielt 1999 den Deutschen Krimipreis und galt als unverfilmbar, bis Josef Hader und Wolfgang Murnberger sich ans Drehbuch setzten und einen Kinohit drehten.

„So viel abgefeimten Wortwitz, makabre Situationskomik und wunderbar verquere Charaktertypen,…, hat man schon lange nicht mehr im Kino erlebt. Fast jede einzelne Szene hat Film-noir-Klasse. Die Krimihandlung ist abstrus, aber clever konstruiert, deren eigenwillige Rasanz ein Lob der Langsamkeit. Wien fährt und läuft Amok, aber immer mit einem guten Schmäh auf den Lippen.“ (Dullinger, AZ, 20. 9. 2001)

2004 (in Deutschland 2005) startete der zweite Brenner-Krimi „Silentium“ im Kino: gleiches Team, gleiche Qualität. Der dritte Brenner-Krimi „Der Knochenmann“, wieder mit dem bewährten Team, ist gerade abgedreht, startet im Dezember in Österreich und irgendwann in Deutschland.

Mit Josef Hader, Simon Schwarz, Barbara Rudnik, Nina Proll, Bernd Michael Lade

Hinweise

Krimi-Couch über Wolf Haas

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Wolf Haas

Planet-Interview redet mit Wolf Haas (2005, zur  Verfilmung von „Silentium“)


ITW vergibt Preise für die besten Thriller 2008

Juli 14, 2008

Zum Abschluss des diesjährigen ThrillerFest vergab die International Thriller Writers (ITW) die Preise für die besten Thriller. Die glücklichen Gewinner sind:

Best Novel

The Ghost (Ghost), von Robert Harris

Best First Novel

Heart-Shaped Box (Blind), von Joe Hill

Best Paperback Original

The Midnight Road, von Tom Piccirilli

ThrillerMaster Award

Sandra Brown

Nominiert waren diese Schreibtischtäter. Die Kategorie „Bestes Drehbuch“ entfiel, ganz gegen den Trend, immer mehr Preise zu vergeben, dieses Jahr.


Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Juli 14, 2008

Wer die Skandinavier liebt, sollte einen genaueren Blick auf diese Neuerscheinungen werfen:

November

Henning Boetius: Der Strandläufer (Schriftsteller Boysen nimmt Abschied von seinem Vater. – Ein psychologischer Roman vom Erfinder von Inspektor Piet Hieronymus.)

Davide Longo: Der Steingänger (Taschenbuch-Ausgabe eines zuerst bei Wagenbach erschienenen kurzen Romans: Cesare soll seinen Freund Fausto, mit dem er jahrelang Flüchtlinge von Italien nach Frankreich gebracht hat, getötet haben. War er’s?)

Hakan Nesser: Aus Doktor Klimkes Perspektive (Taschenbuch-Ausgabe der Sammlung von Kurzgeschichten)

Helen Tursten: Tod im Pfarrhaus/Die Tätowierung (Kriminalinspektorin Iren Huss aus Göteborg muss in zwei Fällen ermitteln.)

Dezember

Barbara Becker Jáckli: Mord im Biedermeier (Ein historischer Kriminalroman, der seine Premiere bei Emons erlebte.)

Thomas Kanger: Der tote Winkel (Ein Liebespaar wird mit einer Axt erschlagen. Noch bevor Kommissarin Elina Wiik mit ihren Ermittlungen beginnt, mischt sich der schwedische Geheimdienst ein. Denn Jamal Al-Sharif soll ein Sympathisant einer Terrorgruppe gewesen sein. Wiik glaubt nicht an diese Version und ermittelt weiter.)

Januar

Asa Larsson: Der schwarze Steg (Anwältin Rebecka Martinsson will wissen, warum die leitende Angestellte einer Grubengesellschaft ermordet wurde.)

Sergio Pitol: Defilee der Liebe (Taschenbuch-Ausgabe eines mit dem Premio Cervantes ausgezeichneten Buches: Miguel will herausfinden, warum 1942 in Mexiko-Stadt der Exilant Erich Maria Pistauer erschossen wurde und die Künstlermuse Delfina Uribe behauptete, den Toten nicht zu kennen.)

Gunnar Steinbach: Mord mit Meerblick (Ex-Kommissar Kugelmeyer verbringt an der westdänischen Küste Weihnachten unter redseligen Rentnern. Als ein Rentner umgebracht und Kugelmeyer verdächtigt wird, ihn umgebracht zu haben, beginnt er den wahren Täter zu suchen. – Klingt nach einem Geschenk für meinen Vater, der sonst nie Krimis liest.)

Sarah Stewart Taylor: Ein listiger Tod/Der Totenschmuck (Kunsthistorikerin Sweeney St. George muss zweimal böse Buben jagen.)

Februar

Stefan Brijs: Der Engelmacher (Der jetzt als Taschenbuch erscheinende Thriller erhielt von der Königlichen Akademie der Niederlande die „Goldene Eule“ als bestes Buch des Jahres.)

Aevar Örn Jósepsson: Blutberg (Kommissar Árni aus Reykjavik fragt sich, ob der Tod von sieben Bauarbeitern beim Bau eines abgelegenen Staudamms ein Unfall oder Mord war.)

März

Michael Collins: Nicht totzukriegen (USA, Mittlerer Westen, siebziger Jahre: Frank Cassidy will wissen, wer seinen Onkel erschossen hat. Die Mördersuche wird zu einer Reise in die Vergangenheit.)

Hakan Nesser: Der Tode vom Strand/Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod (Van Veeteren zweimal auf Mörderjagd)

April

Stella Blómkvist: Das letzte Treffen – Ein Island-Krimi (Anwältin Stella Blómkvist sucht den Mörder eines ermordeten und verstümmelten Mannes. Da erfährt sie von einem Kinderpornoring, zu dem der Tote Kontakt hatte.)

Klaus Hagerup/Nils Nordberg: Letzter Akt (Fernsehkommissar Niklas Faber muss, als bei einer Shakespeare-Inszenierung in Oslo einige Morde geschehen, seine kleinen grauen Zellen anstrengen.)

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv


TV-Tipp für den 14. Juli

Juli 14, 2008

Arte, 22.45

Hommage an Leonard Cohen

Das diesjährige Montréal Jazz Festival begann mit einer musikalischen Huldigung an Leonard Cohen. Es sangen und spielten unter anderem Martha Wainwright, Rufus Wainwright, K. D. Lang, Chris Botti, Jennifer Warnes, Win Butler/Regine Chassagne (Arcade Fire) und Damien Rice. Ergänzt wird der Konzertmitschnitt durch einige Ausschnitte aus einem neuen Leonard-Cohen-Konzert.

Wiederholung: Mittwoch, 30. Juli, 00.30 Uhr (VPS 00.20, Taggenau!)

Hinweise

Arte zum Konzert

Homepage von Leonard Cohen

The Leonard Cohen Files