TV-Tipp für den 23. September

WDR, 22.10

Der unsichtbare Aufstand (Fr/I/D 1972, R.: Constantin Costa-Gavras)

Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Franco Solinas

In einem südamerikanischen Staat halten Revolutionäre den US-Bürger Philip Michael Santore als Geisel. Sie glauben, dass der Diplomat kein harmloser Verkehrsplaner, sondern ein Polizeiberater der Militärjunta ist.

„Der unsichtbare Aufstand“ ist der Abschluss von Costa-Gavras Trilogie über die Machenschaften totalitärer Regime. Die ersten beiden Filme waren „Z“ und „Das Geständnis“; beide mit dem damals sehr populären Yves Montand in der Hauptrolle. Dessen Starpower, die Anlehnung an bekannte Erzählmuster und das gesellschaftliche Klima sorgten für klingende Kinokassen. Außerdem blieb Costa-Gavras immer nah an historisch verbürgten Fällen. Die Entführung und Ermordung von Dan Anthony Mitrione war die reale Vorlage für „Der unsichtbare Aufstand“. Mitrione bildete in Uruguay die dortige Polizei in Foltermethoden aus. Er wurde von den Tupamaros entführt und am 10. August 1970 hingerichtet.

„Die Ambivalenz in der Rolle Santores/Mitriones hebt die Geschichte weit über die moralischen Implikationen von Gut und Böse hinaus. Hier setzt ein Mechanismus ein, der den Zuschauer im unverstellten Rahmen des Unterhaltungsgenres zur Mitarbeit, zum Nachdenken zwingt.“ (Horst Schäfer/Wolfgang Schwarzer: Von „Che“ ibs „Z“ – Polit-Thriller im Kino, 1991)

Mit Yves Montand, O. E. Hasse, Renato Salvatori, Jacques Weber, Jean-Luc Bideau, Harald Wolff

Hinweise

Wikipedia über Constantin Costa-Gavras

BFI: Ian Christie redet mit Costa-Gavras (17. November 2003)

Wikipedia über Dan Mitrione

Trivia Library über Dan Anthony Mitrione

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