TV-Tipps für das lange Wochenende

TV-Tipp für den 3. Oktober

ZDF, 23.30

Arsène Lupin (F/I/E/GB 2004, R.: Jean-Paul Salomé)

Drehbuch: Jean-Paul Salomé, Laurent Vachaud, Nicolas Saada

LV: Maurice Leblanc: La comtesse de Cagliostro, 1924 (Die Gräfin von Cagliostro oder die Jugend des Arsène Lupin)

Meisterdieb Arsène Lupin soll die verschwundenen Königsjuwelen finden. Das wollen auch einige andere Parteien mit unlauteren Absichten und eine mysteriöse, ewig junge Gräfin becirct Lupin.

„Zu viel kann gar nicht genug sein in diesem überbordenden und im charmantesten Sinne naseweisen Abenteuerfilm, randvoll mit großen Gefühlen, großer Romantik, großem Wagemut und fantastischen Elementen. Hinreißend frech folgt hier auf jede noch so tolldreiste Actionsequenz ein noch furioserer Stunt und immer neue Wendungen werden aus dem Hut gezaubert, bis der erzählerische Faden uns irgendwann sanft entgleitet. Egal!“, bewirbt das Programmheft des 19. Fantasy Filmfest gewohnt euphorisch dieses aufwändige Spektakel, das in Deutschland, wie es sich inzwischen für einen französischen Film gehört, seine Premiere auf DVD erlebte.

Mit Romain Duris, Kristin Scott Thomas, Eva Green, Mathieu Carrière

Hinweise

Wikipedia über Arsène Lupin

Krimi-Couch über Maurice Leblanc

Kirjasto über Maurice Leblanc

TV-Tipp für den 4. Oktober

WDR, 00.15

Der unauffällige Mr. Crane (USA 2001, R.: Joel Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

Friseur Ed Crane führt ein unauffälliges und ehrliches Leben, bis ihm ein Kunde ein todsicheres Geschäft anbietet.

Die Noir-Hommage „The Man who wasn’t there“ ist einer der schönsten Filme der Coen-Brüder.

„Kein Fehler, sich dieses kunstvolle Meisterwerk der Melancholie anzusehen.“ (Adrian Prechtel, AZ, 8. November 2001)

Mit Billy Bob Holland, Frances McDormand, James Gandolfini, Scarlett Johansson, Richard Jenkins, Tony Shalhoub

Auch bekannt als “The Man who wasn’t there” (Kinotitel)

Hinweise

You know, for Kids! (Coen-Seite)

Drehbuch „The Man who wasn’t there“ von Joel & Ethan Coen

TV-Tipp für den 5. Oktober

Arte, 20.45

Die Affäre der Sunny von B. (USA 1990, R.: Barbet Schroeder)

Drehbuch: Nicholas Kazan

LV: Alan M. Dershowitz: Reversal of Fortune – Inside the von Bülow Case, 1985 (Die Affäre der Sunny von B.)

Die Staatsanwaltschaft glaubt Millionär Claus von Bülow habe versucht seine Frau zu töten. Nach seiner Verurteilung engagiert von Bülow den Rechtsprofessor Alan Dershowitz. Dieser erwirkt 1985 einen Freispruch.

Schroeder verfilmte den wahren, in der Sensationspresse ausführlich behandelten Fall: „Nuancierte Regie, effizientes Drehbuch, eine Kamera, die in Einstellung, Bewegung und Farbe die Welten der drei Hauptpersonen exakt differenziert und konfrontiert, exzellente Hauptdarsteller, die in jeder Sequenz überzeugen, haben ein vielschichtiges Kunstwerk geschaffen. Hervorzuheben ist das Fingerspitzengefühl, mit dem unverhüllt ein Vorgang behandelt wird, dessen Protagonisten, einschließlich der wahren Sunny, alle noch leben.“ (Fischer Film Almanach 1992)

Mit Jeremy Irons, Glenn Close, Ron Silver, Annabella Sciorra

Wiederholung: Dienstag, 7. Oktober, 14.55 Uhr

Hinweise

Spiegel: Gerhard Mauz über Alan Dershowitz, die Vorlage und die Verfilmung (6/1991)

Crime Library: Mark Gribben über den von-Bülow-Fall

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