Interviews, Interviews, Interviews, Abschweifungen und „Laura“

Detectives beyond Borders hat mit Bill James gesprochen (Teil 1, Teil 2):

Most crime fiction deals with police at low or middling rank. I aimed to show two very highly placed officers who are committed to fighting crime, unbribable, but very fallible morally and socially. The books aim to shock and amuse by featuring two men who virtually run a police force but also conduct personal relationships in very unconventional, even dubious, ways.

I’ve said it boringly often, but the one book that influenced me above all was The Friends Of Eddie Coyle, by George V. Higgins, for its dialogue and its subtle treatment of the fink situation.

Einige Krimis von Bill James wurden übersetzt und befinden sich inzwischen im Antiquariat ihres Vertrauens. Den großen Rest gibt’s nur im Original.

Financial Times hat mit Chuck Palahniuk (Fight Club) anläßlich seines neuen Buches „Pygmy“ ein kurzes Gespräch geführt.

Und ab nach Deutschland: Das Interviewmagazin „Galore“ gibt es nicht mehr im Kiosk um die Ecke, aber dafür im Internet und natürlich gibt es auch für Krimijunkies einige Interviews, zum Beispiel

Ingrid Noll

Gay Talese (einer der wichtigen Vertreter des New Journalism)

T. C. Boyle

Kinky Friedman

Thea Dorn

Ian Rankin (ist schon vom Dezember 2007)

Franco Nero

Orkun Ertener (der Erfinder vom „KDD“)

Serienjunkies hat mit Hermann Joha über seine neue Serie „Lasko“ („Ein schön erzähltes Märchen.“),  „Alarm für Cobra 11“, Märkte und verschiedene Projekte gesprochen (Teil 1, Teil 2):

Wir werden sicherlich von den Büchern her „Lasko“ noch mal auf ein anderes Level heben. Schauen Sie sich die ersten 50 Cobra-Folgen an. Und schauen Sie sich im Vergleich dazu an, was wir jetzt produzieren. Das ist wie die Entwicklung von einem Porsche aus den 80ern zu einem Porsche von heute. Da haben wir uns auf allen Ebenen weiterentwickelt. Und „Lasko“ ist mehr oder weniger gerade erst geboren. Wir hatten ganz gute Folgen dabei. Wir hatten aber auch Folgen, wo wir sagen: Na gut, das kriegen wir beim nächsten Mal auch noch ein kleines bißchen besser hin.

Bei RTLNow kann die aktuelle Folge kostenlos angesehen werden.

Wolfgang Menge (die Kressin-Tatorte, „Das Millionenspiel“, „Smog“) redet im Tagesspiegel über Willy Brandt, Todesfälle, Trauerreden, Preisverleihungen und das Fernsehen:

Ich verfolge häufig die Unfallmeldungen im RBB. Haben Sie das mal gesehen? Das ist toll. Zu hören, dass es wieder ein paar Idioten von der Straße gefegt hat. Da tut es mir dann auch gar nicht mehr leid, selbst nicht mehr Auto fahren zu können.

Im Tagesspiegel gibt es auch ein schönes Interview mit Harun Farocki über 1968 und die Folgen:

Die Position des opponierenden oder selbstständigen Autors wird geschwächt dadurch, dass der sogenannte Mainstream so stark ist. Das fängt schon damit an, dass der Alltag nicht doof ist: In jedem Milchladen, oder sagen wir Schnapsladen, werden Ideen zur Krise geäußert, da kommt man sich zu Recht als Autor nicht klüger vor. Es ist nicht so wie 1967, als wir dachten: Die anderen blicken alle nicht durch, die sind von Springer verblödet (lacht).

Farocki (falls ihn jemand nicht kennt)  ist einer der bedeutendsten Essayfilmer Deutschlands, arbeitet oft mit seinem Schüler Christian Petzold („Die innere Sicherheit“, „Jerichow“) zusammen und demnächst erscheint eine DVD-Box mit zwanzig seiner in den vergangenen vierzig Jahren entstandenen Filme.

In der Washington Post schreibt Ann Hornaday anläßlich der beiden Actionfilme „Transformers“ von Michael Bay und „The hurt locker“ von Kathryn Bigelow (Yeah, sie sist wieder zurück.) über die Bedeutung eines guten Drehbuchs für einen gelungenen Film:

But to call a movie well written is far more than a question of dialogue — in fact, most filmmakers agree that dialogue is the least of it. Instead, good movie writing comes down to what defines good writing in general: a command of structure, voice and momentum, all in the service of a story that grabs spectators by their throats, then leads them along a path they simply must follow or they won’t be able to eat, sleep or lead a happy life.

Even the tiniest visual details in a film — choices viewers might assume a director or editor made — were written in the screenplay. The pink underwear Scarlett Johansson wore in the opening shot of „Lost in Translation“? Specified in the script. The hamburger phone in Juno’s retro-tastic bedroom? Written into the script. The cut from a lit match to a sunrise in „Lawrence of Arabia“? Credited to editor Anne Coates, but originally written by screenwriter Robert Bolt.

In short, it’s the screenplay that, when it’s well written, makes a world come to life with plenty of vivid detail and, in creating characters with just as much singularity, makes the audience care. And it’s precisely that emotional investment that, by way of enlightened direction and superb performances, creates an indelible cinematic experience.

Im Rap Sheet verteidigt Rafe McGregor (er schreibt historische Krimis) den gegen Jahresende startenden Sherlock-Holmes-Film von Guy Ritchie gegen seine Kritiker. Denn, wer die Holmes-Geschichten noch einmal liest, wird feststellen, dass sie eine Menge Action enthalten.

Und der Noir of the Week ist der Klassiker „Laura“. Otto Preminger war der Regisseur. Jay Dratler, Samuel Hoffenstein und Betty Reinhardt schrieben, nach einer Geschichte von Vera Caspary, das Drehbuch und Dana Andrews, Gene Tierney, Vincent Price und Clifton Webb spielten die Hauptrollen.

Toller Film!

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