Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

Oktober 23, 2009

Bei den Alligatorpapieren sind meine neuesten TV-Krimi-Buch-Tipps online. Das wunderschöne Layout ist wie immer von Alligator-Alfred. Hier die einleitenden Worte:

Ab Sonntag beginnen die Nächte eine Stunde früher. Für uns Krimifans heißt das: eine Stunde länger Krimis genießen.
Zu den TV-Höhepunkten der kommenden beiden Wochen gehören die TV-Premiere des vorletzten James-Bond-Films „Casino Royale“, die beiden selten gezeigten Alfred-Hitchcock-Filme „Mr. Und Mrs. Smith“ und „Der Auslandskorrespondent“, Don Siegels Walter-Wager-Verfilmung „Telefon“, Stephen Frears Jim-Thompson-Verfilmung „The Grifters“ (nach einem Drehbuch von Donald Westlake), John Hustons W.-R.-Burnett-Verfilmung „Asphalt-Dschungel“, Michael Manns Thomas-Harris-Verfilmung „Roter Drache“ und, nach der Nachtpremiere, Israel Adrián Caetanos Claudio-Tamburrini-Verfilmung „Buenos Aires 1977“ zu einer normalen Uhrzeit.
Für die Cineasten gibt es den ersten Tonfilm der Filmgeschichte: „Der Jazzsänger“.


Krimiautoren auf den Brettern, die die Welt bedeuten

Oktober 23, 2009

Hammett, die Krimibuchhandlung unseres Vertrauens, hat wieder einen spannenden Abend organisiert. Am kommenden Mittwoch, den 28. Oktober, liest Horst Eckert ab 20.00 Uhr im „Teppichkontor“ (Gneisenaustraße 33, Berlin-Kreuzberg) aus seinem neuen Roman „Sprengkraft“.

Tja, was soll ich über „Sprengkraft“ sagen? Ich hab den Polit-Thriller bereits abgefeiert und ein kurzes Interview mit Horst Eckert über sein Buch geführt. Also: tolles Buch, sympathischer Autor und seine Lesungen sind auch gut.
Einige Tage später, am Samstag, den 7. November, treffen in der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt Linz die Krimiautoren Arne Dahl, Frank Göhre und David Peace um 19.00 Uhr aufeinander.
Dieses Treffen ist ein Teil des Krimifestivals „Mörderisches Europa“.
Apropos Peace.
Wenn ein Brite das Festland besucht, dann macht er auch gleich eine kleine Tour und stellt seinen neuen Roman „Tokio im Jahr Null“ (Tokyo Year Zero, 2007) vor:
Donnerstag, 5. November 2009, 20.00 Uhr
Krimifestival Hamburg
Moderation: Julika Griem, deutsche Textlesung: Michail Pawelitz
Hamburger Sprechwerk, Klaus-Groth-Str. 23, 20535 Hamburg
Freitag, 6. November 2009, 20.00 Uhr
English Theatre, Berlin
Moderation: Ekkehard Knörer, deutsche Textlesung: Werner Eng
In Kooperation mit der Krimibuchhandlung Hammett
ETB, Fidicinstr. 40, 10965 Berlin
Samstag, 7. November 2009, 19.00 Uhr
Posthof Linz
Programm „Mörderisches Europa“ II:
David Peace (GB) / Robert Wilson (GB) / Arne Dahl (SWE)
Moderation: Tobias Gohlis, Henry Mason
Posthof Linz, Posthofstr. 43, 4020 Linz
Montag, 9. November 2009, 20.00 Uhr
Krimi-Buchhandlung Glatteis, München
Moderation: Knut Cordsen, deutsche Textlesung: Thomas Darchinger
Mit Unterstützung des Kulturreferats München
Corneliusstr. 31, 80460 München
Mittwoch, 11. November 2009, 20.00 Uhr
Literaturhaus Salzburg
Moderation: Wolfgang Görtschacher, deutsche Textlesung: Peter Arp
Strubergasse 23, 5020 Salzburg

TV-Tipp für den 23. Oktober: Die Nacht von Soho

Oktober 23, 2009

WDR, 23.15

Die Nacht von Soho (USA 1992, R.: Irwin Winkler)

Drehbuch: Richard Price

LV: Gerald Kersh: Night and the city, 1938 (Nachts in der Stadt)

Robert de Niro macht als halbseidener Anwalt im heutigen Manhattan nicht minder halbseidene Box-Geschäfte.

Erst 2002 wurde in der „pulp master“-Reihe Kershs Klassiker ins Deutsche übersetzt und – zu Recht – allgemein gelobt. Das Buch hat auch nach über sechzig Jahren kein Patina angesetzt. Also: Unbedingt lesen!

Night and the City“ ist nach „Die Ratte von Soho“ (USA 1950, R.: Jules Dassin, mit Richard Widmark) die zweite, von der Kritik fast einhellig verrissene Verfilmung des Buches. Denn das im heutigen New York spielende Remake ist nur ein nettes, leicht düsteres Großstadtdrama.

Mit Robert de Niro, Jessica Lange, Jack Warden, Eli Wallach

Auch bekannt als „Night and the City“


Dagger-Preise 2009 verliehen – Teil 2

Oktober 22, 2009

Der zweite Teil der diesjährigen Dagger-Preise der CWA ist verliehen. Die glücklichen Gewinner sind:

CWA Gold Dagger 2009, for the best crime novel of the year

A Whispered Name, von William Brodrick (Little, Brown)

The CWA Ian Fleming Steel Dagger 2009, for the year’s best thriller

The Last Child, von John Hart (John Murray)

CWA John Creasey (New Blood) Dagger 2009, for first books by previously unpublished writers

Echoes from the Dead, von Johan Theorin (Doubleday)

The Film Dagger 2009, for the best big-screen crime thriller story

Gran Torino (Warner Bros.)

The TV Dagger 2009, for the best small-screen crime thriller drama

Red Riding (Channel 4 Films; Channel 4)

The International TV Dagger, for the best TV crime thriller drama from around the world

The Wire (HBO; BBC Two)

The Best Actress Dagger, for the female star of a crime thriller drama

Juliet Stevenson für „Place of Execution“ (Ein Ort für die Ewigkeit) (Coastal Productions; ITV1)

The Best Actor Dagger, for the male star of a crime thriller drama

Dominic West für „The Wire“ (HBO; BBC Two)

Bestseller Dagger

Harlan Coben

Hall of Fame

Colin Dexter

Lynda La Plante

Ian Rankin

Val McDermid

Die Liste mit den Nominierungen gibt es hier.

(Dank an The Rap Sheet für die Infos und den Bericht von der Verleihung.)


„100 Bullets“ beginnt mit dem Endspurt

Oktober 22, 2009

Azzarello - Risso - 100 Bullets 10

Mit einer einfachen Prämisse fing vor zehn Jahren die von Autor Brian Azzarello und Zeichner Eduardo Risso erfundene Noir-Serie „100 Bullets“ an: ein Mann kommt mit einem Koffer. In dem Koffer ist eine Pistole, hundert Kugeln die nicht zurück verfolgt werden können und der Beweis für die bislang ungesühnten Schandtaten eines Menschen gegenüber dem Empfänger des Koffers.

In den ersten Heften erzählten Azzarello und Risso noch voneinander unabhängige Geschichten, in denen das moralische Dilemma des Empfängers thematisiert wurde. Doch schon schnell tauchte eine zweite Geschichte auf. Denn der Bote, der sich Agent Graves nennt, hat eine eigene Agenda und er befindet sich mit einer seltsamen Organisation, die sich Trust nennt, im Kampf. Dieser Trust hat anscheinend versucht Graves und die von ihm angeführten Minutemen, so eine Art Special Forces ohne Regierungsauftrag, zu vernichten.

Diese Geschichte des Trust wurde in den folgenden Bänden immer wichtiger und jetzt, in dem zehnten Sammelband (der die Hefte 68 bis 75 enthält) der auf hundert Hefte angelegten Serie „100 Bullets“, nähert sich der Kampf zwischen Graves, den Minutemen und dem Trust (der am einfachsten als traditionell strukturierte Mafia beschrieben werden kann) langsam seinem Höhepunkt. Denn immer mehr Minutemen werden aus ihrem Schlaf geweckt.

Nachdem bereits in den vergangenen Heften die Geschichte immer verwickelter wurde, es immer mehr Verrat und Gegenverrat, manchmal auch Gegen-Gegenverrat, gab, frühere Nebencharaktere wichtiger wurden, Hauptcharaktere starben und so die Fronten zwischen den verschiedenen verfeindeten Parteien immer undurchsichtiger wurden, wird auch in „Dekadent“ nur wenig über die wahren Pläne der Hauptcharaktere enthüllt.

Gleichzeitig springen Brian Azzarello und Eduardo Risso auf den ersten Blick wild zwischen den verschiedenen Erzählsträngen, und zwischen Gegenwart und Vergangenheit, hin und her und liefern nur Bruchstücke, die erst im Kopf des Leser zu einer Geschichte werden und ohne die Kenntnis der vorherigen „100 Bullets“-Geschichten kaum noch verständlich sind.

Als davon unabhängige Geschichte (soweit zu diesem Zeitpunkt im „100 Bullets“-Kosmos noch davon gesprochen werden kann) gibt es in „Dekadent“ die Geschichte Brüder Rome. Der Ältere ist ein gehobener Laufbursche für eine Clevelander Unterweltgröße. Er versucht seinen jüngeren Bruder, der aus der Fleischerei des Gangster Fleisch stiehlt, zu beschützen. Eines Tages besucht Agent Graves ihn und die Dinge nehmen, nun, einen anderen tödlichen Verlauf.

Denn in dem Noir-Kosmos von Azzarello/Risso gibt es keine Hoffnung und keine einfache Flucht vor der Frage, was mit dem Geschenk von Agent Graves gemacht wird.

Schön, dass du der Typ Henkersmahlzeit bist.“.

(Brian Azzarello)

Brian Azzarello/Eduardo Risso: 100 Bullets – Dekadent (Band 10)

(übersetzt von Claudia Fliege)

Panini Comics/Vertigo 2009

196 Seiten

24,95 Euro

Originaltitel

100 Bullets: Decayed (Issue 68 – 75)

DC Comics 2006

enthält die Geschichten

Sleep, Walker (Halbschlaf, Haft 68 – 69)

A Wake (Leichenschmaus, Heft 70 – 74)

Amorality Play (Sein oder Nicht sein, Heft 75)

Hinweise

Wikipedia über „100 Bullets“ (deutsch, englisch)

Britische Fanseite zu „100 Bullets“

News A Rama: Interview mit Brian Azzarello (Oktober 2006)

UGO: Interview mit Brian Azzarello (circa 2006)

Comics Bulletin: Interview mit Brian Azzarello (circa 2006/2007)

EMF: Interview mit Marcello Frusin (29. Februar 2008)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos “Jonny Double” (Jonny Double, 2002)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Marcello Frusins “Loveless 1 – Blutrache” (Loveless: A Kin’ of Homecoming, 2006)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Marcello Frusins „Loveless 2 – Begraben in Blackwater“ (Loveless: Thicker than Blackwater, 2007)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos “100 Bullets 3 – Alle guten Dinge” (100 Bullets: Hang up on the Hang Low, 2001)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos „100 Bullets 5 – Du sollst nicht töten“ (100 Bullets Vol. 5: The Counterfifth Detective, 2002)


TV-Tipp für den 22. Oktober: Following

Oktober 22, 2009

WDR, 23.15

Following (GB 1998, R.: Christopher Nolan)

Drehbuch: Christopher Nolan

In London verfolgt der Schriftsteller Bill Passanten. Einer von ihnen ist der Einbrecher Cobb, der ihn entdeckt und zum Komplizen macht.

Überzeugendes, für sehr wenig Geld gedrehtes Neo-Noir-Regiedebüt von Nolan, der danach „Memonto“, „Insomnia“, „Prestige“ und die bei beiden Batman-Filme drehte.

In den Thriller-Elementen etwas überzogen, kündigt sich in dem Debütfilm eindrucksvoll das Talent des Regisseurs zu komplexen Verwirrspielen an.“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Jeremy Theobald, Alex Haw, Lucy Russell, John Nolan

Hinweise

Wikipedia über „Following“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Following“

Christopher-Nolan-Fanseite (letzte Aktualisierung: Oktober 2006)

Drehbuch „Following“ von Christopher Nolan


Quarrys letzter und erster Auftrag

Oktober 21, 2009

Collins - Der letzte QuarryCollins - The first Quarry

Ich bin niemand, der an Schlaflosigkeit leidet. Man könnte meinen, vom Leuteumbringen würde man Albträume kriegen. Doch die Wahrheit ist: Typen in der Profikillerbranche geht das am Arsch vorbei.

Ich war da keine Ausnahme. Ich war nicht in den Ruhestand gegangen, weil mich das Gewissen plagte. Ich hatte mich zurückgezogen, weil ich genug Geld auf der hohen Kante hatte, um bequem leben zu können, ohne arbeiten zu müssen. Und eine Zeitlang lief es gut mit dem Ruhestand.

Max Allan Collins: Der letzte Quarry

Das erzählt uns der Berufskiller Quarry auf der ersten Seite von „Der letzte Quarry“. Der Krimi erschien vor wenigen Tagen auf Deutsch. In den USA erschien seitdem „The first Quarry“ und demnächst „Quarry in the middle“. Die seltsamen Titel sind eine kleine Spielerei von Max Allan Collins. In „Der letzte Quarry“ schildert er den letzten Einsatz des Berufskillers; in „The first Quarry“ seinen ersten und in „Quarry in the middle“ einen Auftrag, den er zwischen seinem ersten und letzten Mordauftrag erfüllte.

Dieser Quarry war, neben dem Profieinbrecher Nolan, einer der ersten Seriencharaktere von Max Allan Collins. In den Siebzigern schrieb er vier Quarry-Romane, in den Achtzigern einen weiteren und später auch einige Kurzgeschichten. Aus einer, „A Matter of Principal“, entwickelte sich dann, wie Collins in dem lesenswerten Nachwort zu „Der letzte Quarry“ schreibt, zuerst Jeffrey Goodmans Kurzfilm „A Matter of Principal“ und später auch Goodmans Spielfilm „The last Lullaby“ und der Roman „Der letzte Quarry“.

Quarry hat sich am Anfang von „Der letzte Quarry“ als Manager einer Ferienanlage schon zur Ruhe gesetzt. Aber jetzt im Winter hat er nichts zu tun, langweilt sich und sieht eines Nachts in einem Tankstellen-Supermarkt einen Killer, den er von früher kennt. Er verfolgt ihn, kann die entführte Tochter des Medienmoguls Jonah Green befreien und ist danach um 100.000 Dollar reicher. Einige Monate später bietet Green ihm eine Viertelmillion Dollar, wenn er die junge Kleinstadtbibliothekarin Janet Wright umbringt.

Quarry nimmt den Auftrag an. Noch während er sie ausspioniert, fragt er sich, warum er eine so offensichtlich harmlose und unbedeutende Person umbringen soll.

Die gleiche Frage stellte Quarry sich 1970 bei seinem ersten Auftrag. Er hat seinen Vietnameinsatz glücklich überlebt, den Liebhaber seiner Frau umgebracht und fragt sich, was er mit seinen Fähigkeiten machen soll. Da bietet der Broker ihm an, für ihn als freiberuflicher Killer zu arbeiten: „How would you like to make real money at home doing what you did for almost no money overseas?“

Quarry ist einverstanden. Sein erster Auftrag ist die Ermordung des Universitätsprofessors Byron und die Vernichtung eines Manuskripts. Quarry quartiert sich in der gegenüberliegenden Wohnung ein und, dank des ausufernden Liebesleben des Professors, wird der einfache Auftrag schnell zu einer ziemlich komplizierten und leichenhaltigen Sache.

The first Quarry“ beginnt zwar gemütlich. Denn zuerst rekrutiert der Broker seinen neuen Mann. In der Unistadt beschränkt Quarry sich anfangs auf das Observieren seines Zieles. Bis dann die ersten Konflikte auftauchen und der zukünftige Profikiller einerseits in die schon bestehenden Konflikte zwischen dem Professor und seinen Frauen verwickelt wird und er andererseits einige neue Entwicklungen anstößt, die später auf ihr tödlich-fatales Ende zusteuern, dauert es schon einige Lesezeit. Aber das schwarzhumorige Ende, in dem Quarry dem Broker zeigt, was er gelernt hat und wie er Probleme beseitigt, entschädigt vollkommen für den langsamen Beginn.

In „Der letzte Quarry“ kommt Max Allan Collins dagegen wesentlich schneller zu Sache.

Davon abgesehen ist „Der letzte Quarry“ wie „The first Quarry“ eine kurze, düstere Geschichte aus dem Leben eines Profikillers, die mit überraschenden Wendungen aufwartet.

Hinweis: Auf der Bouchercon sagte Max Allan Collins, dass er gerade seinen neuen Nate-Heller-Roman „Bye Bye Baby“ beendet hat. Dieses Mal muss Privatdetektiv Heller den Mord an Marilyn Monroe aufklären. In den USA erscheint der Roman wahrscheinlich in einem Jahr.

Max Allan Collins: Der letzte Quarry

(übersetzt von Maike Stein)

Rotbuch/Hard Case Crime 2009

192 Seiten

9,90 Euro

Originalausgabe

Max Allan Collins: The last Quarry

Hard Case Crime, 2006

Max Allan Collins: The first Quarry

Hard Case Crime, 2008

208 Seiten

6.99 US-$ (circa 6 Euro)

Verfilmung

The last Lullaby (USA 2008)

Regie: Jeffrey Goodman

Drehbuch: Peter Biegen, Max Allan Collins

LV: Max Allan Collins: The last Quarry, 2006

mit Tom Sizemore, Sasha Alexander, Sprague Grayden, Bill Smitrovich

Hinweise

Homepage von Max Allan Collins

Meine Besprechung von Max Allan Collins‘ „Two for the Money“ (2004)

Meine Besprechung von Max Allan Collins‘ „The last Quarry“ (2006)

Meine Besprechung von Max Allan Collins‘ „Bones – Die Knochenjägerin: Tief begraben“ (Bones: Buried deep, 2006)

Meine Besprechung von Max Allan Collins‘ „CSI – Crime Scene Investigation: Im Profil des Todes“ (CSI: Crime Scene Investigation – Snake Eyes, 2006)

Meine Besprechung von Max Allan Collins‘ „CSI: NY – Blutiger Mond (Bloody Murder, 2006)

Meine Besprechung von Max Allan Collins‘ „CSI – Das Dämonenhaus“ (Demon House, 2004)

Meine Besprechung von Max Allan Collins‘ „CSI: Crime Scene Investigation – Die Last der Beweise“ (CSI: Crime Scene Investigation – Body of Evidence, 2003)

Max Allan Collins in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 21. Oktober: Buenos Aires 1977

Oktober 21, 2009

ARD, 00.35

Buenos Aires 1977 (Arg 2006, R.: Israel Adrián Caetano)

Drehbuch: Adrián Caetano, Esteban Student, Julian Loyola

LV: Claudio Tamburrini: Pase libre – la fuga de la Mansion Seré

Eine weitere Folge der beliebten ARD-Reihe „Wir verstecken die TV-Premiere von guten Filmen in der Nacht“. Heute: ein Politthriller über den Folterterror in Argentinien 1977.

Nach einer Denunziation wird ein Fußballer zusammen mit weiteren Staatsfeinden von Junta-Schergen verhaftet und gefoltert. Nach vier Monaten flüchten sie.

Der auf einem autobiographischen Buch basierende Film lief in Cannes (was wenig über die Qualität sagt) und erhielt, unter anderem, den Preis der Argentinean Film Critics Association Awards und Clarin Entertainment Awards jeweils als Bester Film und für das beste Drehbuch (was einiges über die Qualität sagt).

Diese geradlinige Geschehen ist von de la Serna in monochrome und sehr düstere Bilder gefasst, mit verhalten-mysteriösem Ambiente unterlegt und schauspielerisch rückhaltlos ausagiert. Das gibt dem Film einen schonungslosen Anstrich, der zu seiner eigentlich Qualität gerät: Hier geht nur und ausschließlich um die Auslieferung an ein brutales Willkürregime. Das sprengt die Grenzen den Politthrillers und garantiert nervenzerrendes Terrorkino, das zumindest einen schwachen Anschein des realen Schreckens vermittelt, der sich weltweit immer wieder ereignet. Sehenswert!“ (Marcus Stiglegger, Ikonen)

mit Rodrigo de la Serna, Nazareno Casero

Wiederholungen

Eins Festival, Samstag, 24. Oktober, 22.00 Uhr

Eins Festival, Sonntag, 25. Oktober, 01.25 Uhr (Taggenau!)


Cover der Woche

Oktober 20, 2009

Collins - Gangsterkrieg 1942


TV-Tipp für den 20. Oktober: The Final Cut

Oktober 20, 2009

ZDF, 23.30

The Final Cut – Dein Tod ist erst der Anfang (Can/D 2004, R.: Omar Naim)

Drehbuch: Omar Naim

In naher Zukunft zeichnen implantierte Chips das gesamte Leben eines Menschen auf. Nach ihrem Tod schneiden Cutter diese Erinnerungen zu einem schönen Trauervideo zusammen. Alan Hackmann ist der beste Cutter dieser Videos. Als er die Biographie des verstorbenen Firmengründers erstellen soll, entdeckt er in den Erinnerungen beunruhigendes. Gleichzeitig versucht eine Untergrundorganisation an diese Erinnerungen zu kommen.

The Final Cut“ war auf dem Sitges-Filmfest als Bester Film nominiert und in Berlin ein Anwärter für den Goldenen Bären. Aber trotz der guten Festivalresonanz (Drehbuchpreis auf dem Deauville Filmfest) und der guten Besetzung reichte es in Deutschland nur für eine DVD-Premiere und, heute, für eine TV-Premiere zu sehr ungünstiger Stunde.

Dabei ist „The Final Cut“ ein durchaus gelungenes Regiedebüt, das für SF-Fans keine großen Überraschungen birgt, aber als Schauspielerkino und Meditation über die Frage von Wissen, Verdrängung und der Wahrheit von Erinnerungen gut über die gesamte Laufzeit unterhält und zum Nachdenken anregt.

mit Robin Williams, Mira Sorvino, Jim Caviezel, Mimi Kuzyk

Hinweise

Wikipedia über „The Final Cut“

Radio Free Entertainment: Interview mit Omar Naim (12. Oktober 2004)


Bouchercon 2009: Anthonys verliehen

Oktober 19, 2009

Die diesjährigen Anthonys (dieser Preis wird von den Besuchern der Bouchercon verliehen) gingen an:

Best Novel

The Brass Verdict, von Michael Connelly (Little, Brown)

nominiert: Trigger City, von Sean Chercover (Morrow); Red Knife, von William Kent Krueger (Atria); The Girl with the Dragon Tattoo (Verblendung), von Stieg Larsson (Knopf); The Cruelest Month, von Louise Penny (Minotaur)

Best First Novel

The Girl with the Dragon Tattoo (Verblendung), von Stieg Larsson (Knopf)

nominiert: Pushing Up Daisies, von Rosemary Harris (Minotaur); Stalking Susan, von Julie Kramer (Doubleday); Death of a Cozy Writer, von G.M. Malliet (Midnight Ink); Child 44, von Tom Rob Smith (Grand Central)

Best Paperback Original

State of the Onion, von Julie Hyzy (Berkley)

nominiert: The First Quarry, von Max Allan Collins (Hard Case Crime); Money Shot (Hardcore Angel), von Christa Faust (Hard Case Crime); In a Dark Season, von Vicki Lane (Dell); South of Hell, von P.J. Parrish (Pocket Star)

Best Short Story

A Sleep Not Unlike Death,” von Sean Chercover (aus „Hardcore Hardboiled“, herausgegeben von Todd Robinson; Kensington Publishing)

nominiert: “The Night Things Changed” (Die Nacht, die alles verwandelte), von Dana Cameron (aus „Wolfsbane and Mistletoe“ [Werwölfe zu Weihnachten], herausgegeben von Charlaine Harris und Toni L.P. Kelner; Ace); “Killing Time,” von Jane K. Cleland (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, November 2008); “Skull and Cross Examination,” von Toni L.P. Kelner (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], February 2008); “Scratch a Woman,” von Laura Lippman (aus „Hardly Knew Her“; Morrow); “The Secret Lives of Cats,” von Kristine Kathryn Rusch (EQMM, July 2008)

Best Critical Non-fiction Work

Anthony Boucher: A Biobibliography, von Jeffrey Marks (McFarland & Company)

nominiert: African American Mystery Writers: A Historical and Thematic Study, von Frankie Y. Bailey (McFarland & Company); How to Write Killer Historical Mysteries, von Kathy Lynn Emerson (Perseverance Press); The Suspicions of Mr. Whicher: A Shocking Murder and the Undoing of a Great Victorian Detective, von Kate Summerscale (Walker)

Best Children’s/Young Adult Novel

The Crossroads, von Chris Grabenstein (Random House)

nominiert: Paper Towns, von John Green (Dutton Juvenile); Kiss Me, Kill Me, von Lauren Henderson (Delacorte); The Mysterious Benedict Society and the Perilous Journey, von Trenton Lee Stewart (Little, Brown); Sammy Keyes and the Cold Hard Cash, von Wendelin Van Draanen (Knopf)

Best Cover Art

The Girl with the Dragon Tattoo (Verblendung), Cover von Peter Mendelsund und geschrieben von Stieg Larsson (Knopf)

nominiert: Death Was the Other Woman, Cover von David Rotstein und geschrieben von Linda L. Richards (Minotaur); Death Will Get You Sober, Cover von David Rotstein und geschrieben von Elizabeth Zelvin (Minotaur); The Fault Tree, Cover von David Rotstein und geschrieben von Louise Ure (Minotaur); Money Shot (Hardcore Angel), Cover von Steve Cooley und geschrieben von Christa Faust (Hard Case Crime)

Special Service Award

Jon and Ruth Jordan

nominiert: Ali Karim, David Montgomery, Gary Warren Niebuhr, Sarah Weinman

(Dank an The Rap Sheet für die Infos)


TV-Tipp für den 19. Oktober: Verdacht

Oktober 19, 2009

Arte, 21.00

Verdacht (USA 1941, Regie: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: Samson Raphaelson, Joan Harrison, Alma Reville

LV: Francis Iles (Pseudonym von Anthony Berkeley): Before the fact, 1932 (Vor der Tat)

Hals über Kopf verknallt sich die schüchterne, vermögende Lina McLaidlaw in den Playboy Johnny Aysgarth. Nach ihrer Heirat erfährt sie, dass ihr Mann ein Spieler ist und dringend Geld braucht. Deshalb glaubt sie, dass er sie umbringen will.

Klassiker.

Zur Einordnung: Das ist der Hitchcock, in dem Grant mit einem Glas Milch auf einem Tablett eine Treppe hochgeht.

Durchaus spannend, aber auch humorvoll, ist ‚Verdacht‘ eine Kriminalgeschichte ohne ein Verbrechen.” (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms)

mit Joan Fontaine, Cary Grant, Sir Cedric Hardwicke, Nigel Bruce

Wiederholung: Mittwoch, 21. Oktober, 14.45 Uhr

Hinweise

Arte über „Verdacht“

Wikipedia über „Verdacht“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 18. Oktober: Columbo: Undercover

Oktober 18, 2009

SRTL, 22.15

Columbo: Undercover (USA 1994, R.: Vincent McEveety)

Drehbuch: Gerry Day

LV: Ed McBain: Jigsaw, 1970 (Schnapp-Schuß)

Zwei Männer bringen sich während eines Einbruches gegenseitig um. Während der Chef den Fall zu den Akten legen will, ist Columbos Neugier geweckt. Denn was suchte der Einbrecher in dieser Absteige? Und weshalb hielt er den ausgeschnittenen Teil eines Fotos in der Hand?

Ein untypischer Columbo-Fall. Denn Columbo muss undercover gehen und wir dürfen mitraten. Denn in „Undercover“ ist der Mörder nicht allgemein bekannt (obwohl ziemlich offensichtlich ist, wer der Mörder ist).

Unterhaltsamer, altmodischer Krimi (wegen Erzählweise, wegen Autos, wegen Einrichtung), dessen Plot auch schon 1994 ziemlich veraltet war (ein Foto als Schatzkarte; alle suchen die Schnipsel – hey, das ist nicht 1994, sondern eher 1954).

Mit Peter Falk, Ed Begley Jr., Burt Young

Auch bekannt als “Zwei Leichen und Columbo in der Lederjacke“

Hinweise

Mehr über Ed McBains Columbo-Filme

Homepage von Ed McBain

Meine ausführliche Besprechung des von Ed McBain herausgegebenen Buches „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions)

Meine Besprechung von Ed McBains „Die Gosse und das Grab“ (The Gutter and the Grave, 2005, Originalausgabe: Curt Cannon: I’m Cannon – For Hire, 1958)


Bouchercon 2009: Shamus verliehen

Oktober 17, 2009

Die Private Eye Writers of America (PWA) haben während der Bouchercon den Shamus verliehen:

Best Hardcover

Empty Ever After, von Reed Farrel Coleman (Bleak House Books)

nominiert: Salvation Boulevard, von Larry Beinhart (Nation Books); The Blue Door, von David Fulmer (Harcourt); The Price of Blood, von Declan Hughes (Morrow); The Ancient Rain, von Domenic Stansberry (St. Martin’s Minotaur)

Best First P.I. Novel

In the Heat, von Ian Vasquez (St. Martin’s Minotaur)

nominiert: Stalking Susan, von Julie Kramer (Doubleday); Swann’s Last Song, von Charles Salzberg (Five Star); The Eye of Jade, von Diane Wei Liang (Simon & Schuster); Veil of Lies, von Jeri Westerson (St. Martin’s Minotaur)

Best Paperback Original

Snow Blind, von Lori Armstrong (Medallion)

nominiert: Shot Girl, von Karen Olson (Obsidian); The Stolen, von Jason Pinter (Mira); The Black Hand, von Will Thomas (Touchstone); The Evil That Men Do, von Dave White (Three Rivers Press)

Best Short Story

Family Values,” von Mitch Alderman (Alfred Hitchcock Mystery Magazine [AHMM], June 2008)

nominiert: “Last Island South,” von John C. Boland (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], September/October 2008); “The Blonde Tigress,” von Max Allan Collins (EQMM, June 2008); “Discovery,” von Kristine Kathryn Rusch (AHMM, November 2008); “Panic on Portage Path,” von Dick Stodghill (AHMM, January/February 2008)

2009 PWA/St. Martin’s Best First Private Eye Novel (unveröffentlichtes Werk)

Michael Ayoob: Shots on Goal

Hammer Award for Best Character

Matt Scudder von Lawrence Block

The Eye (Lifetime Achievement)

Robert J. Randisi

(Dank an The Rap Sheet für die Infos;

– dort gibt es auch einen kleinen Bericht von der Verleihung)


TV-Tipp für den 17. Oktober: Absolute Power

Oktober 17, 2009

RTL II, 22.30

Absolute Power (USA 1997, R.: Clint Eastwood)

Drehbuch: William Goldman

LV: David Baldacci: Absolute Power, 1996 (Der Präsident, Absolute Power)

Einbrecher Luther Whitney beobachtet bei einem Einbruch, wie der US-Präsident eine Frau vergewaltigt und diese von seinen Leibwächtern umgebracht wird. Danach steht Whitney auf der Abschussliste verschiedener Dienste.

Ein brillanter und bitterböser Politthriller; auch wenn Goldman sich weit von Baldaccis Vorlage entfernt. „Absolute Power“ ist im besten Sinne altmodisches Kino mit einer Regie erstklassiger Darsteller.

Mit Clint Eastwood, Gene Hackman, Ed Harris, Laura Linney, Judy Davis, Scott Glenn, Dennis Haysbert, E. G. Marshall

Hinweis

Homepage von David Baldacci


Bouchercon 2009: Die Macavity-, Barry- und Derringer-Preise

Oktober 16, 2009

Die ersten Preise, die während der diesjährigen Bouchercon (dem größten Treffen von Krimifans und damit die Gelegenheit für viele Preisverleihungen und Diskussionen, die inzwischen auch teilweise später ins Netz gestellt werden), sind vergeben. Die glücklichen Gewinner des ersten Schwungs sind:

MACAVITY AWARDS

Best Mystery Novel

Where Memories Lie, von Deborah Crombie (Morrow)

nominiert:Trigger City, von Sean Chercover (Morrow); The Price of Blood, von Declan Hughes (Morrow); The Draining Lake, von Arnaldur Indridason (Minotaur); Curse of the Spellmans, von Lisa Lutz (Simon & Schuster); The Cruelest Month, von Louise Penny (Minotaur); The Fault Tree, von Louise Ure (Minotaur)

Best First Mystery

The Girl with the Dragon Tattoo (Verblendung), von Stieg Larsson (Knopf)

nominiert: Finding Nouf, von Zoë Ferraris (Houghton Mifflin Harcourt); Death of a Cozy Writer, von G.M. Malliet (Midnight Ink); Calumet City, von Charlie Newton (Simon & Schuster); An Innocent Client, von Scott Pratt (Onyx); A Carrion Death, von Michael Stanley (Harper; Headline); The Blood Detective, von Dan Waddell (Minotaur)

Best Non-fiction/Critical: African American Mystery Writers

A Historical and Thematic Study, von Frankie Y. Bailey (McFarland & Company)

nominiert: Hard-Boiled Sentimentality: The Secret History of American Crime Stories, von Leonard Cassuto (Columbia University Press); How to Write Killer Historical Mysteries, von Kathy Lynn Emerson (Perseverance Press); Scene of the Crime: The Importance of Place in Crime and Mystery Fiction, von David Geherin (McFarland & Company); Edgar Allan Poe: An Illustrated Companion to His Tell-Tale Stories, von Dr. Harry Lee Poe (Metro Books); The Suspicions of Mr. Whicher: A Shocking Murder and the Undoing of a Great Victorian Detective, von Kate Summerscale (Walker)

Best Mystery Short Story

The Night Things Changed,” (Die Nacht, die alles verwandelte) von Dana Cameron (aus Wolfsbane and Mistletoe [Werwölfe zu Weihnachten], herausgegeben von Charlaine Harris und Toni L.P. Kelner; Ace)

nominiert: “A Sleep Not Unlike Death,” von Sean Chercover (aus Hardcore Hardboiled, herausgegeben von Todd Robinson; Kensington Publishing); “Keeping Watch Over His Flock,” von Toni L.P. Kelner (aus Wolfsbane and Mistletoe); “Scratch a Woman,” von Laura Lippman (aus Hardly Knew Her; Morrow); “Between the Dark and the Daylight,” von Tom Piccirilli (Ellery Queen Mystery Magazine, September/October 2008)

Sue Feder Memorial Historical Mystery

A Royal Pain, von Rhys Bowen (Berkley)

nominiert: Stealing Trinity, von Ward Larsen (Oceanview); The Whiskey Rebels, von David Liss (Random House); Veil of Lies, von Jeri Westerson (Minotaur); Company of Liars, von Karen Maitland (Michael Joseph/ Delacorte); Nox Dormienda, von Kelli Stanley (Five Star)

BARRY AWARDS

Best Novel

The Draining Lake, von Arnaldur Indridason (Minotaur)

nominiert: Trigger City, von Sean Chercover (Morrow); Envy the Night, von Michael Koryta (Minotaur); Red Knife, von William Kent Krueger (Atria); The Cruelest Month, von Louise Penny (Minotaur); The Dawn Patrol (Pacific Private), von Don Winslow

Best First Novel

Child 44, von Tom Rob Smith (Grand Central)

nominiert: The Kind One, von Tom Epperson (Five Star); Stalking Susan, von Julie Kramer (Doubleday); City of the Sun, von David Levien (Doubleday); A Carrion Death, von Michael Stanley (Harper); Sweeping Up Glass, von Carolyn D. Wall (Center Point)

Best British Novel

The Girl with the Dragon Tattoo (Verblendung), von Stieg Larsson (MacLehose/Quercus)

nominiert: A Simple Act of Violence, von R.J. Ellory (Orion); Ritual, von Mo Hayder (Bantam Press); Shatter, von Michael Robotham (Sphere); Bleeding Heart Square, von Andrew Taylor (Michael Joseph); Bruno, Chief of Police, von Martin Walker (Quercus)

Best Paperback Original

State of the Onion, von Julie Hyzy (Berkley)

nominiert: The First Quarry, von Max Allan Collins (Hard Case Crime); Money Shot (Hardcore Angel), von Christa Faust (Hard Case Crime); The Black Path, von Åsa Larsson (Delta); Severance Package (Letzte Order), von Duane Swierczynski; Echoes from the Dead, von Johan Theorin (Doubleday)

Best Thriller

The Deceived, von Brett Battles (Delacorte)

nominiert: Collision, von Jeff Abbott (Dutton); The Survivor, von Tom Cain (Bantam Press); Finder, von Colin Harrison (Farrar, Straus, and Giroux); Night of Thunder, von Stephen Hunter (Simon & Schuster); Good People, von Marcus Sakey (Dutton)

Best Short Story

The Drought,” von James O. Born (aus „The Blue Religion“, herausgegeben von Michael Connelly; Little, Brown)

nominiert: “The Fallen,” von Jan Burke (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], August 2008); “A Trace of a Trace,” von Brendan DuBois (aus „At the Scene of the Crime“, herausgegeben von Dana Stabenow; Running Press); “A Killing in Midtown,” von G. Miki Hayden (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, January/February 2008); “Proof of Love,” von Mick Herron (EQMM, September/October 2008); “The Problem of the Secret Patient,” von Edward D. Hoch (EQMM, May 2008)

Don Sandstrom Memorial Award for Lifetime Achievement in Mystery Fandom

Art Scott

DERRINGER AWARDS

Best Flash Story (up to 1,000 words):

No Flowers for Stacey,” von Ruth McCarty (Deadfall: Crime Stories von New England Writers; Level Best Books)

No Place Like Home,” von Dee Stuart (Mysterical-E)

Best Short Story (1,001 to 4,000 words)

The Cost of Doing Business,” von Michael Penncavage (ThugLit)

Best Long Story (4,001 to 8,000 words)

The Quick Brown Fox,” von Robert S. Levinson (Alfred Hitchcock Mystery Magazine)

Best Novelette (8,001 to 17,500 words)

Too Wise,” von O’Neil De Noux (Ellery Queen Mystery Magazine)

2009 Edward D. Hoch Memorial Golden Derringer Award for Lifetime Achievement

Clark Howard

(Dank an The Rap Sheet für die Infos)


Angepiekst

Oktober 15, 2009

Pieke Biermann

Pieke überall ist vielleicht etwas übertrieben, aber Frau Biermann ist diesen Monat sehr präsent. Es begann in Hamburg mit der Verleihung eines Sonderpreises vom Weißen Ring für ihre in den vergangenen Jahren für den „Tagesspiegel“ geschriebenen und im RBB Inforadio ausgestrahlten Kriminalreportagen. Sie erschienen auch als Buch (Der Asphalt unter Berlin) und CD (Berliner Verbrechen).

Weiter geht’s am Samstag mit der sechsten und letzten Folge von „SKI – Serie Krimi International“, dem einstündigen Hörspiel „Kriegskosten“. In der Serie ermitteln der türkische Expolizist Çelik, die Psychologin Pelzer und eine Gruppe von Autisten. In „Kriegskosten“ geht’s nach Berlin. Es geht – wenig verwunderlich – um die deutsche Vergangenheit irgendwo zwischen RAF und Stasi.

Das Hörspiel wird am Samstag von 20.00 bis 21.00 Uhr im WDR Funkhaus Europa ausgestrahlt. Die Berliner dürfen die alte Frequenz des Radio Multikulti einschalten. Und übers Internet kann „Kriegskosten“ auch genossen werden.

(Die vorherigen Folgen gibt’s natürlich auch auf der SKI-Seite.)

Danach flüchtet Pieke in den Westen.

Am Montag, den 26. Oktober, um 20.00 Uhr ist sie im Literarischen Salon der Leibniz Universität (Conti-Hochhaus, 14. Etage, Königsworther Platz 1, Hannover), liest etwas vor und unterhält sich mit Stefan Wittke , dem ehemaligen Polizeireporter der HAZ und derzeitigem Pressesprecher der PolDir Hannover

Einen Tag später, am Dienstag, den 27. Oktober, liest Pieke um 20.00 Uhr im Flaschenladen (Kurfürstenstraße 23, Mainz-Neustadt) dann solo.

Weil der Westen doch nicht so golden ist, beehrt sie uns Berliner am Donnerstag, den 29. Oktober wieder. Um 19.30 Uhr wird sie im Kennedy Museum (Pariser Platz 4a) lesen und sich mit Olen Steinhauer unterhalten.

Steinhauer ist derzeit Picador-Gastprofessur an der Uni Leipzig. Die deutsche Ausgabe seines für den diesjährigen Ian Fleming Steel Dagger Award nominierten Romans „The Tourist“ ist für Januar als „Der Tourist“ bei Heyne angekündigt. Die Filmrechte wurden von George Clooneys Firma gekauft.

Davor schrieb Steinhauer eine hochgelobte und bislang nicht übersetzte Serie von fünf in einem erfundenen Ostblockstaat spielenden Thrillern, in denen er mit wechselnden Helden den Kalten Krieg aus kommunistischer Sicht schildert.


TV-Tipp für den 16. Oktober: Blow up

Oktober 15, 2009

WDR, 23.15

Blow up (GB 1966, R.: Michaelangelo Antonioni)

Drehbuch: Michelangelo Antonioni, Tonino Guerra, Edward Bond (Mitarbeit Dialoge)

LV: Julio Cortázar: Las Babas del diablo, 1959 (Kurzgeschichte, „Der Teufelsgreifer“ in Der Verfolger)

London: ein Modefotograf entdeckt, als er ein in einem Park geschossenes Foto, vergrößert, eine Leiche. Auf seiner Suche nach der Leiche und dem Mörder vermischt sich für ihn immer mehr Schein und Realität.

Das klingt jetzt nach einem Mystery-Thriller, aber der Krimiplot ist für Antonioni nur die Krücke für eine Odyssee durch das Swinging London, eine Meditation über die Wirklichkeit und eine weitere Analyse der Bindungslosigkeit der Großstädter.

Und das klingt jetzt doch zu sehr nach drögem Kunstgewerbe. Dabei ist „Blow up“ reinstes Kino und ein präzises Porträt einer bestimmten Zeit und eines Ortes.

Herbie Hancock schrieb die Musik. Rocksongs, wozu auch ein Konzert der Yardbirds gehört, ergänzen seinen Score.

‚Blow up‘ wurde nicht nur ein Schlüsselfilm der 60er Jahre, sondern auch – gerade wegen der Zensureingriffe in mehreren europäischen Ländern (die vor allem die Szene mit den zwei Mädchen betraf) – Antonionis einziger kommerzieller Erfolg.“ (Claudia Lenssen, in Michelangelo Antonioni, Hanser Reihe Film 31)

mit David Hemmings, Vanessa Redgrave, Sarah Miles, John Castle, Peter Bowles, Jane Birkin, Veruschka von Lehndorff (als Veruschka)

Hinweise

Wikipedia über „Blow up“ (deutsch, englisch)

TCM über „Blow up“

Senses of Cinema über „Blow up“

Sense of View über „Blow up“


Ein Blick hinter die Kulissen

Oktober 15, 2009

Heute: die Buchhändler, oder Thalia und die Folgen.


TV-Tipp für den 15. Oktober: Tatort: Aus der Traum

Oktober 15, 2009

Zur Vorbereitung für die Lektüre des Buchs zum Film

WDR, 20.15

Tatort: Aus der Traum (D 2006, R.: Rolf Schübel)

Drehbuch: Fred Breinersdorfer, Léonie-Claire Breinersdorfer

Buch zum Film: Martin Conrath: Aus der Traum…, 2009

Wurde die Polizistin Kathie von ihrem Freund Charlie umgebracht? Der neue Chef der Saarbrücker Mordkommission Franz Kappl ermittelt.

Breinersdorfer meinte, bei der Entwicklung des Palü-Nachfolgers hätten sie sich bewusst vom Trend absetzen wollen. Deshalb ist der neue Kommissar kein Saarländer, keine Frau und kein alter Mann (etliche TV-Kommissare würden im wirklichen Leben schon lange ihre wohlverdiente Pension genießen).

Doch es half nicht. Der Einstand des Palü-Nachfolgers ist ein langweiliger Klischeekrimi. Ein – sehr höflich formuliert – enttäuschendes Werk von Breinersdorfer (Vater und Tochter) und Rolf „Gloomy Sunday“ Schübel.

Mit Maximilian Brückner, Gregor Weber, Alice Hoffmann, Vaile, Andreas Schmidt

Hinweise:

Mehr über diesen Tatort

Homepage von Fred Breinersdorfer

Meine Besprechung des Abel-Romans „Das Hurenspiel“ von Fred und Léonie-Claire Breinersdorfer