Nach dem ganzen Gerede über Friedrich Wilhelm Murnau wollt ihr jetzt sicher einen Murnau-Film sehen. „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ ist ein guter Einstieg
Es ist die englische Fassung, die Bildqualität ist okay und vermittelt einen guten ersten Eindruck von dem Film und der beklemmenden Atmosphäre. Denn Murnau war der Erste. Alle anderen haben ihm nachgeeifert.
Im Fernsehen habe ich vor längerem eine restaurierte und kolorierte Version mit einem deutlich besseren Bild gesehen (das ist auch die DVD-Version [Schnittberichte hat die Public-Domain– und die restaurierte Version miteinander verglichen]).
„‚Nosferatu‘, das ist vielleicht der Film im Zentrum von Murnaus Werk: Nicht weil er, wie durch ein Brennglas, dessen Motive und Themen versammelt und konzentriert, sondern als Mittelpunkt eines locker geflochtenen Gewebes, durch dessen Stränge er mit allen anderen Filmen zusammenhängt, ein leeres Zentrum.
Kein weiterer Murnaufilm ist so frei und offen wie ‚Nosferatu‘.“ (Fritz Göttler in Hanser Reihe Film Band 43: Friedrich Wilhelm Murnau, 1990)
„‚Nosferatu‘ ist nach wie vor die einzige Dracula-Adaption, die hauptsächlich auf den Schrecken abzielt. Max Schrecks rattenhafte, korsettierte Draculaversion besitzt keinen Zauber der Untoten, (…). Ebenso wie ‚Dracula‘ als Vorlage für den Horrorroman dienen kann, so dient ‚Nosferatu‘ (…) als Schablone für den Horrorfilm. Murnau fügte Stoker Nuancen hinzu, die überdauerten, vor allem, dass Vampire beim ersten Tageslicht vergehen.“ (James Marriott/Kim Newman: Horror – Meisterwerke des Grauens von Alien bis Zombie, 2006)
[…] Herzogs Remake von Murnaus Dracula-Version, die damals als langweilige 1-zu-1-Verfilmung des Stummfilm-Klassikers gedisst […]