Zweimal Delon. Einmal Top, jedenfalls künstlerisch, einmal Flop.
ARD, 00.35
Monsieur Klein (F/I 1976, R.: Joseph Losey)
Drehbuch: Franco Solinas, Fernando Morandi, Joseph Losey
Paris 1942: Robert Klein verdient als Kunsthändler gut an der Not der Juden. Eines Tages liegt vor seiner Haustür ein an ihn adressiertes Exemplar der „Les informations juives“. Klein will herausfinden, warum er die Zeitung zugeschickt bekommen hat. Er erfährt von einem gleichnamigen Juden, der sich anscheinend seiner Identität bemächtigen will.
Kafkaesker Alptraum ohne die Hoffnung auf ein Happy End, von Losey karg und sehr stilbewusst inszeniert. Delons zurückhaltendes Spiel passt perfekt zur Rolle des emotionslosen Mitläufers, der nur an sich denkt und dabei zielsicher ins Verderben läuft.
Delon war für einen Cesar als bester Schauspieler nominiert, Losey erhielt einen für die Regie und der Film gewann den Cesar für bester Film.
mit Alain Delon, Jeanne Moreau, Michel Lonsdale, Juliet Bertot, Suzanne Flon, Jean Bouise
Hinweise
Wikipedia über „Monsieur Klein“ (deutsch, englisch, französisch)
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ARD, 02.35
Der Schock (F 1982, R.: Robin Davis)
Drehbuch: Alain Delon, Robin Davis, Dominique Robelet, Claude Veillot
LV: Jean-Patrick Manchette: La position du tireur couché, 1981 (Die Position des schlafenden Killers, Position: Anschlag liegend)
Profikiller Martin Terrier hat genug Geld und will aussteigen. Das gefällt seinen Chefs nicht.
Eine weitere hochkarätig besetzte, misslungene Manchette-Verfilmung, die für das deutsche Publikum um 15 Minuten gekürzt. Die Originallänge beträgt 100 Minuten.
Mit Alain Delon, Catherine Deneuve, Philippe Léotard, Stéphane Audran
Wiederholung: RBB, Samstag, 13. November, 23.45 Uhr
Hinweise
Wikipedia über Alain Delon (deutsch, englisch, französisch)