Die Verleihung des Kleinkunstpreises Anfang Mai hat Georg Schramm sicher viel Freude bereitet; vor allem, weil es ihm (wieder einmal) gelang, die Honoratioren (die ihn doch inzwischen kennen müssten) gegen sich aufzubringen:
In der Stuttgarter Zetung stand über den Abend:
Aus der ersten Reihe wurden „Arschloch“ und Aufhörenrufe laut. „Das war kein Kabarett, das war Klassenkampf“, zischte Europa-Park-Chef Roland Mack. „Unglaublich, charakterlos, Sauerei“, assistierte Gattin Marianne. Doch während die erste Reihe pöbelte, jubelten die hinteren Ränge. „Der Zorn ist wichtig für eine Gesellschaft“, wies Schramm die Anwürfe zurück. Diese Gelegenheit, den anwesenden Großkopfeten die Meinung zu geigen, habe er sich nicht entgehen lassen. „Die Dramaturgie sei ihm aber ein wenig entglitten“, räumte er ein. Er hätte früher aufhören sollen, als die Prominenz in den Spiegel geschaut und erstarrt sei und bevor sie anfangen konnte, zu keifen.