TV-Tipp für den 14. April: Håkan Nesser’s Inspektor Barbarotti: Verachtung

April 14, 2011

Ein ruhiger Abend, vor allem weil David Leans „Reise nach Indien“ erst um 00.35 Uhr (wahrscheinlich mit Verspätung) startet und der „Satire Gipfel“ (ebenfalls ARD, 23.30 Uhr) mit dem neuen Moderator und der seltsamen Gästeauswahl auch nicht mehr so toll ist. Daher

ARD, 20.15 (auch im Livestream)

Håkan Nesser’s Inspektor Barbarotti: Verachtung (D 2011, R.: Hannu Salonen)

Drehbuch: Serkal Kus

LV: Håkan Nesser: En helt annan historia, 2007 (Eine ganz andere Geschichte)

Inspektor Barbarotti erhält einen Brief, in dem der Mord an Anna Palme angekündigt wird. Kurz darauf ist sie tot und Barbarotti hat einen neuen Fall, der, nachdem er weitere Briefe erhält, an Dramatik gewinnt.

Zweiter “Inspektor Barbarotti”-Film, in dem Anders W. Berthelsen nach Sylvester Groth die Hauptrolle übernahm und die Macher sich anscheinend kaum an die Vorlage halten.

mit Anders W. Berthelsen, Trine Dyrholm, Godehard Giese, Suzan Anbeh, Henriette Confurius

Hinweise

Homepage von Håkan Nesser

Deutsche Homepage von Håkan Nesser

ARD über den Film


Live und in Farbe: Joe Jackson: „I’m the man“

April 14, 2011

TV-Tipp für den 13. April: Jerichow

April 13, 2011

Arte, 22.00 (VPS 21.45)

Jerichow (D 2008, R.: Christian Petzold)

Drehbuch: Christian Petzold

Der unehrenhaft entlassene Soldat Thomas hilft nach einem Unfall Ali Özkan, dem Besitzer einer Imbisskette. Ali stellt ihn als Fahrer ein und bald macht er sich an Alis Frau Laura ran.

Petzolds Variante von James M. Cains „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ (The Postman always rings twice, 1934).

mit Benno Fürmann, Hilmi Sözer, Nina Hoss, André Hennicke, Claudia Geisler

Wiederholung: Mittwoch, 27. April, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage zum Film

Arte über „Jerichow“

Film-Zeit über „Jerichow“

Wikipedia über „Jerichow“


Im Verhörzimmer: Friedrich Ani und die Sache mit dem „Süden“

April 12, 2011

Die Rückkehr von Tabor Süden in sein geliebtes München in dem grandiosen Roman „Süden“ verschaffte mir einen guten Vorwand für ein Gespräch mit Krimiautor Friedrich Ani. Das fast „Tatort“-lange Gespräch fand vor einer Woche ohne Zeugen in einem Nebenzimmer des Hotel Savoy in der Nähe des legendären Bahnhof Zoo statt.

 

Süden“

 

Am Ende von „Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel“ quittierte Tabor Süden („Ich arbeite auf der Vermisstenstelle der Kripo und kann meinen eigenen Vater nicht finden.“) seinen Dienst bei der Kripo und, bis auf das kurze Gastspiel „Der verschwundene Gast“ 2008 in der „Kaliber.64“-Reihe (wobei Süden in der Geschichte noch Polizist ist), gab es in den vergangenen Jahren kein Lebenszeichen von ihm. Er war verschwunden. In Köln hieß es. Mit „Süden“ kehrt Tabor Süden jetzt nach sechs Jahren wieder in ein verändertes München zurück. Er hat einen Anruf von seinem Vater erhalten. Und weil der Mensch auch etwas zum Beißen braucht (wobei Tabor Süden sich in „Süden“ vor allem flüssig ernährt), nimmt er einen Job in der Detektei von Edith Liebergesell an. Sein erster Auftrag: er soll einen vermissten Wirt finden.

Für Süden-Erfinder Friedrich Ani war Tabor Süden in den vergangenen Jahren allerdings sehr präsent. Es gab die schon erwähnte „Kaliber.64“-Geschichte. Es gab die beiden im April 2009 ausgestrahlten, hochkarätig besetzte, sehenswerte TV-Filme „Kommissar Süden und das Geheimnis der Königin“ (Regie: Martin Enlen) und „Kommissar Süden und der Luftgitarrist“ (Regie: Dominik Graf), für die Ani die Drehbücher schrieb und auch einen Grimme-Preis erhielt. Ursprünglich war eine Tabor-Süden-TV-Serie mit Ulrich Noethen als Tabor Süden geplant, aber irgendein ZDF-interner Kuddelmuddell (auch Ani weiß immer noch nicht, was genau zur Einstellung nach nur zwei Filmen führte, aber er ist darüber immer noch verärgert) beendete die Serie, bevor sie ihr Publikum finden konnte. Wiederholungen gab es bislang keine und auch auf DVD wurden die beiden „Kommissar Süden“-Filme nicht veröffentlicht. Und dabei waren die Quoten gar nicht so schlecht.

Damals bekam Ani wieder Lust auf Tabor Süden.

Für den dritten, 2009 erschienenen Polonius-Fischer-Roman „Totsein verjährt nicht“ hatte er ursprünglich ein Treffen von Fischer und Süden geplant. Der Verlag war von der Idee nicht begeistert und so musste Fischer das verschwundene Mädchen suchen.

Und dann schrieb Ani den neuen Süden-Roman und gleichzeitig drei halbstündige Hörspiele für den SWR, die im Juni und Juli gesendet werden. In diesen kurzen Vermisstengeschichten ist Tabor Süden ein Privatdetektiv. Das ist nur der Beginn einer Süden-Offensive.

Im November gibt es als Taschenbuch die Weihnachtsgeschichte „Süden und die Schlüsselkinder“. Der Knaur-Verlag plant parallel dazu eine Wiederveröffentlichung der ersten drei Süden-Bücher mit einem neuen Cover. Im Frühjahr 2012 wird es einen zweiten, kürzeren Süden-Roman geben und die zweite, wieder aus drei Süden-Büchern bestehende Lieferung und im Herbst 2012 die letzten vier Süden-Romane des zehnbändigen Zykluses; parallel zur Taschenbuch-Ausgabe von „Süden“. Im Frühjahr 2013 gibt es einen weiteren Süden-Roman als Hardcover, für den es auch schon erste Ideen gebe. Denn Ani will ihn weiter als Detektiv ermitteln lassen und dann auch mehr von der Detektei erzählen.

Dieser Wechsel von der Polizei in eine Detektei war von Ani gewollt. Dennoch stellt sich die Frage, ob Ani mit dem Wechsel seine Charakters von einem an Recht und Gesetz gebundenen Polizisten zu einem Privatdetektiv, der über keine besondere Rechte verfügt, aber auch nicht mehr gezwungen ist, einen Verbrecher zu verhaften, eine Verschiebung in seinem erzählerischem Kosmos plant.

Es war schon eine extrem bewusste Entscheidung, jetzt mal jemand zu haben, der nicht eine Polizeibelobigungsfunktion hat. Ich wollte, dass er seine Arbeit weitermachen kann. Das Suchen von vermissten Personen geht auch in einer Detektei sehr gut. Das ist relativ realistisch und passt auch gut zum Süden. So ein Freelancer, der Geld verdienen muss, und seine Arbeit machen kann. Der Süden ist in dem Sinn ja kein Anarcho. Er ist vielleicht ein bisschen viel im Gasthaus oder er trinkt gelegentlich Bier, aber er ist von seiner Haltung kein anarchistischer Mensch. Er ist ein gewissenhafter Mensch. Er ist gern unter Leuten. Er ist gern dabei. Deshalb braucht er einen Beruf, wo er nicht versandelt. Die Gefahr bei Tabor Süden ist, dass er vereinsamt, wenn er nichts zu tun hat. Das spürt er. Deshalb braucht er einen Job – und den hat er jetzt. Ich bin schon froh, dass ich den Polizeiapparat jetzt nicht mehr beschreiben muss. Das fand ich auch immer ein bisschen einengend.

Manchmal bin ich da etwas mürrisch. Weil ich finde, wir schreiben genug Polizeibelobigungskrimis und irgendwann ist auch mal gut“, sagt Ani.

Von Anfang an war „Süden“ als längeres Werk geplant. Die Romane „Die Erfindung des Abschieds“, „German Angst“ und „Verzeihen“ mit Tabor Süden waren zwar auch länger, aber am bekanntesten ist die aus zehn Bänden bestehende, zwischen 2001 und 2005 erschienene Süden-Serie, deren Titel mit „Süden und…“ beginnen. Diese Bücher hatten immer zweihundert Seiten. „Süden“ ist ungefähr doppelt so lang. Dafür erzählt Ani auch drei Geschichten: die lange Geschichte vom verschwundenen Wirt, die private Geschichte von Südens Suche nach seinem Vater und eine kurze Geschichte von einer verschwundenen Mutter. Diese Struktur habe er von den TV-Filmen übernommen. Trotzdem sieht er seinen Stil als konträr zur TV-Dramaturgie an.

Der Roman ist meine Art zu schreiben“, betont er. Dort könne er auch Nebenfiguren ihren Raum geben und er müsse sich nicht an feste Vorgaben, wozu inzwischen die streng festgelegte Länge eines TV-Films und, bei einer Reihe wie „Tatort“, die Wünsche der Stammschauspieler gehören, halten.

Denn er nimmt sich lieber Zeit und, auch wenn am Ende von „Süden“ eine Thriller-Spannung aufkommt, ist es in einem gewissen Rahmen egal, ob Süden den Wirt tot oder lebendig findet.

(Kurzer Einschub: ich würde jetzt gerne unsere Diskussion über das Ende einfügen, aber das wäre ein Mega-Spoiler. Deshalb lasse ich es heute bleiben, aber ich will einige Ausschnitte aus dem Interview transkribieren. Dann erfahrt ihr auch Friedrich Anis Meinung zu dem Ende von „Süden“, warum der „Süden“ die viereinhalbte Fassung ist und ihr könnt einiges über die von uns während des Interviews beschrittenen Irrwege lesen. Doch jetzt weiter im Text.)

Das liegt auch daran, dass in „Süden“ die einzelnen Geschichten sich zu einem kunstvollem Ganzen fügen, das von Tabor Süden der wieder einmal im Milieu der kleinen Leute und Wirte ermittelt, zusammengehalten.

Mei, ich find halt; – ich hab halt immer gedacht, man sollte über das schreiben, was man kennt, was man liebt, was einen aufregt, was einem nahe ist. Ich glaub schon, dass ich mich auch in andere Milieus hineindenken könnte oder kann. Aber die kleinen Leute, die Unscheinbaren, sind mir halt die liebsten und einer muss es machen. Es ist halt meine Welt. Das bin halt ich. Und – und ich find, das gibt immer noch einen Menge her. Das erschöpft sich nicht. Der Simenon hat auch hunderte von Büchern über sehr unscheinbare Leute geschrieben. Das geht. Man muss halt nur die Augen aufhalten. Ich versuch das auch oft im Drehbuch. Dass ich Leute habe, die auch ganz normale Berufe haben. Und die Redakteure sind dann immer wieder ganz erstaunt, dass das auch mal wieder vorkommt.

Es gibt auch Leute, die das gar nicht mögen. Die sagen dann, das ist so sozialkritisch.

Aber Sozialkritik interessiert mich nicht. Ist eigentlich auch Quatsch.“

Für mich ist das Buch zeitlos. Es gibt keine plakative Hartz-IV-Kritik und Handys und Computer kommen eigentlich nicht vor“, werfe ich ein. So besitzt Tabor Süden erst am Ende des Romans ein Handy.

Ja, vieles ist vielleicht doch spürbar, wenn man es will.

Aber mir gefällt das eigentlich. Ich mag das, dass die alle etwas wie aus der Zeit gefallen sind. Das war auch in den zwei Verfilmungen so. Vor allem im „Luftgitarristen“ vom Dominik Graf. Dass man das Gefühl hat, die sind alle etwas neben der Gegenwart. Das ist mir da so bewusst geworden.

Das ist eine schöne Vorstellung. – Dabei bleib ich.“

Und diese Vorstellung hat Friedrich Ani in „Süden“ kongenial umgesetzt. Denn in „Süden“ ist Tabor Süden ganz bei sich – und Friedrich Ani ist auch ganz bei sich. Ein feines Buch.

Friedrich Ani: Süden

Droemer, 2011

368 Seiten

19,99 Euro

Lesungen

Dienstag, 12. April 2011, 19 Uhr

Café Weiß, Geißstraße 16, Stuttgart (Krimi & Hörbuch Undercover)

Mittwoch, 13. April 2011, 20 Uhr

Der Monarch, Skalitzer Straße 134, Berlin (Krimibuchhandlung Hammett)

Donnerstag, 14. April 2011, 20 Uhr

Goldener Löwe, Kellergewölbe, Am Markt 6, Olpe (Buchhandlung Dreimann)

Freitag, 15. April 2011, 20 Uhr

Die Fabrik, Mittlerer Hasenpfad 5, Frankfurt (Buchhandlung Schutt)

Hinweise

Homepage von Friedrich Ani

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Wer lebt, stirbt“ (2007)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Der verschwundene Gast“ (2008)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Totsein verjährt nicht” (2009)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Die Tat” (2010)

Planet-Interview: Interview mit Friedrich Ani (18. Dezember 2008)


Cover der Woche

April 12, 2011


DVD-Kritik: Brittany Murphys Abschiedsvorstellung „Ohne jede Spur“

April 12, 2011

Selten ist der letzte Film eines Künstlers ein Klassiker. Auch Brittany Murphys letzter Film „Ohne jede Spur“ – sie starb 32-jährig am 20. Dezember 2009 an einer Lungenentzündung – wäre, wenn er nicht die Adelung des letzten Films hätte, ein vollkommen unerhebliches Nebenwerk, bei dem die teilweise ziemlich namhafte Besetzung erstaunt. Denn die Story – Eine junge Frau sucht ihren spurlos im Krankenhaus verschwundenen Freund. Dabei ist sie, weil niemand den Verschwundenen gesehen hat, auf sich allein gestellt. – versackt nach einer bekannt-bewährten Prämisse zuerst im dramaturgischem Leerlauf (dafür darf die erstaunlich schlecht aussehende Frau Murphy durch die Gänge des Krankenhauses wandeln) und, nachdem nach einer knappen Stunde der Grund für das Verschwinden ihres Freundes enthüllt wird, endet alles in einem kläglich vorhersehbarem Showdown.

Mit knapp neunzig Minuten vergeht die Zeit bei diesem Direct-to-DVD-Werk halbwegs schnell, aber nicht angenehm.

Denn wenn es nicht etliche, wahrscheinlich ungewollte, Irritationen gäbe (wie holprige Dramaturgie, Logiklöcher von epischen Ausmaßen, schlecht ausgelegte falsche Fährten, banalste Dialoge, uneinheitliche Charakterzeichnungen und Darstellungen [wobei Regisseur und Filmhistoriker Peter Bogdanovich in einem Kurzauftritt als Psychiater grandios neben der Spur spielt; fast wie einer der verrückten Wissenschaftler aus der goldenen Zeit der B-Pictures], eine uneinheitlicher Erzählhaltung [Soll es eine Pseudo-Doku sein? Ein Noir? Ein Thriller? Eine Psycho-Thriller? Ein Drama über eine Frau, die den Kontakt zur Realität verliert? – Es ist mal dieses, mal jenes, am Ende nichts von allem, aber dafür gibt es immer wieder bedeutungsschwanger eingeblendete Überwachungsaufnahmen], uneinheitliche Kameraarbeit und Schnitt), wäre „Ohne jede Spur“ Malen nach Zahlen. Aber dann wäre am Ende wenigstens ein rundes Bild herausgekommen.

Ohne jede Spur“ dürfte nur den Die-Hard-Brittany-Murphy-Fans gefallen. Alle anderen können das mit einem Minimal-Budget gedrehte Werk getrost ignorieren.

Weil der Trailer den Film ziemlich gelungen zusammenfasst, gibt es ihn erst jetzt

 

Ohne jede Spur (Abandoned, USA 2010)

Regie: Michael Feifer

Drehbuch: Peter Sullivan (nach einer Geschichte von Jeffrey Schenck und Peter Sullivan)

mit Brittany Murphy, Dean Cain, Mimi Rogers, Peter Bogdanovich, Jay Pickett, Tim Thomerson, Scott Anthony Leet, America Young, Tara Subkoff

DVD

Sunfilm

Bild: 1:1,85 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS 5.1, DD 5.1), Englisch DD 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: –

Länge: 85 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweis

Homepage zum Film

 


TV-Tipp für den 12. April: Tödliche Entscheidung

April 11, 2011

RBB, 23.00

Tödliche Entscheidung (USA 2007, R.: Sidney Lumet)

Drehbuch: Kelly Masterson

Andy, der für Drogen Geld aus der Firmenkasse nahm, kann seinen Bruder Hank überreden, das elterliche Juweliergeschäft zu überfallen. Der Überfall, auch weil die Mutter gar nicht daran denkt, irgendwelchen hergelaufenen, maskierten Verbrechern die Juwelen zu geben, geht schief – und dann bröckelt die heile Fassade der Familie verdammt schnell ab.

Mit seinem bislang letztem Film drehte Sidney Lumet, nach einigen schwächeren Werken, mit einer Familientragödie noch einmal so richtig voll auf. Er seziert, wieder einmal, die Kehrseite des amerikanischen Traums anhand. Dieses Mal am Beispiel einer ziemlich kaputten, weißen Mittelstandsfamilie.

Der Pitch war vielleicht: „Family Business“, aber ohne Lacher.

„Tödliche Entscheidung“ ist ein feiner Noir und, kein Wunder bei der Besetzung, großes Schauspielerkino.

mit Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Albert Finney, Marisa Tomei, Aleksa Palladino, Michael Shannon, Amy Ryan, Sarah Livingston, Brían F. O’Byrne, Rosemary Harris

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Französische Homepage zum Film

Wikipedia über „Tödliche Entscheidung“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Tödliche Entscheidung“

Die Zeit: Katja Nicodemus trifft Sidney Lumet (12. April 2008)

Mein Nachruf auf Sidney Lumet (25. Juni 1924 – 9. April 2011)


TV-Tipp für den 11. April: Fluchtziel Europa: Jenseits vom Traum

April 11, 2011

3sat, 23.25

Fluchtziel Europa: Jenseits vom Traum (Aus 2007, R.: Johanna Tschautscher)

Drehbuch: Johanna Tschautscher

Nachdem unser neuer Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU-liberal bis auf die Knochen) aus aktuellem Anlass ein Zeichen wahrer europäischer Solidarität aussendet („Italien muss sein Flüchtlingsproblem selbst regeln.“) lohnt es sich, einen Blick auf die Flüchtlinge zu werfen.

Auch wenn die Doku schon etwas älter ist, sind die Probleme und Sehnsüchte der aus Afrika Flüchtenden noch immer aktuell.

Hinweise

3sat über die Doku

Wikipedia über Johanna Tschautscher

Homepage von Johanna Tschautscher


R. i. P. Sidney Lumet

April 10, 2011

R. i. P. Sidney Lumet (25. Juni 1924, Philadelphia, Pennsylvania – 9. April 2011, New York City, New York)

Nicht jeder seiner Filme (ich nenne nur das überflüssige John-Cassavetes-Remake „Gloria“) wurde ein Klassiker. Aber die meisten Sidney-Lumet-Filme sind richtig gut und es gibt erstaunlich viele Klassiker dabei. Schon das Kinodebüt des Live-TV-Regisseurs, die Theaterverfilmung „Die zwölf Geschworenen“ (12 angry Men, USA 1957), wurde ein Klassiker. Gleichzeitig steckte Sidney Lumet mit diesem Film bereits die wichtigsten Pfeiler seines künftigen Schaffens ab: die Frage nach Schuld, Unschuld, schuldig werden und der Verantwortung des Einzelnen, das Funktionieren und Nicht-Funktionieren von Systemen (die Korruption innerhalb der Systeme thematisierte er erst später), die Wichtigkeit von guten Schauspielern, Drehbuch und einer der Geschichte dienenden Kamera. Denn in diesem Punkt war Lumet immer angenehm altmodisch. Auch in seinem letzten Film, dem grandiosem Noir-Drama „Tödliche Entscheidung“ (Before the Devil knows you are dead, USA 2007) blieb er sich in jedem Punkt treu.

Dazwischen drehte Sidney Lumet „Angriffsziel Moskau“ (Fail Safe, USA 1964), „Ein Haufen toller Hunde“ (The Hill, GB 1965), seine erste Zusammenarbeit mit Sean Connery, „Der Anderson-Clan“ (The Anderson Tapes, USA 1971), „Sein Leben in meiner Gewalt“ (The Offence, GB 1972), „Mord im Orient-Express“ (Murder on the Orient Express, GB 1974) und „Family Business“ (Family Business, USA 1990) folgten, „Serpico“ (Serpico, USA 1973) und „Hundstage“ (Dog Day Afternoon, USA 1975) festigten den Ruf von Al Pacino als grandiosem Schauspieler, „Network“ (Network, USA 1976) ist eine erschreckend aktuelle Mediensatire, „Prince of the City“ (Prince of the City, USA 1981), „The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ (The Verdict, USA 1982), „Tödliche Fragen“ (Q & A, USA 1990), „Nacht über Manhattan“ (Night falls on Manhattan, USA 1996) und das unterschätzte „Find me guilty – Der Mafiaprozess (Find me guilty, USA 2006) beschäftigten sich immer wieder mit dem Rechtssystem. In „Daniel“ (Daniel, USA 1983) und „Die Flucht ins Ungewisse“ (Running on empty, USA 1988) beschäftigte er sich mit der jüngeren amerikanischen Vergangenheit. In „Power – Der Weg zum Ruhm“ (Power, USA 1986) wirft er einen erhellenden Blick auf die US-amerikanischen Wahlkämpfe.

Und dabei habe ich seine wenigen, eher gradlinigen Kriminalfilme, wie „Der Morgen danach“ (The morning after, USA 1986), „Sanfte Augen lügen nicht“ (A stranger among us, USA 1992) und „Jenseits der Unschuld“ (Guilty as sin, USA 1993), seine Komödien und Dramen noch nicht erwähnt.

Sehenswert sind alle seine Filme. Sie sind unterhaltsam, gut gemacht und meistens ist man am Ende des Films sogar etwas schlauer als vorher.

2005 erhielt er seinen einzigen Oscar: einen Ehrenoscar. Damit erging es ihm wie Alfred Hitchcock, der 1968 den Irving G. Thalberg Memorial Award erhielt.

Sidney Lumet starb am 9. April in der Stadt, die immer im Mittelpunkt seiner Arbeit stand und deren Chronist er war: New York City.

Nachrufe gibt es bei Spiegel Online, FAZ, Telegraph und der New York Times.

Sidney Lumet in der Kriminalakte und bei Wikipedia (deutsch, englisch).


TV-Tipp für den 10. April: Die Zeit nach Mitternacht

April 10, 2011

Arte, 20.15

Die Zeit nach Mitternacht (USA 1985, R.: Martin Scorsese)

Drehbuch: Joseph Minion

Computerprogrammierer Paul Hackett ist ein ganz gewöhnlicher Mann, der eines Tages eine schöne, junge Frau trifft und ihr in ins verrufene Künstlerviertel SoHo folgt. Dort gerät in einer Nacht sein wohlgeordnet-langweiliges Leben aus den Fugen.

Extrem selten gezeigte schwarze New-York-Komödie von Martin Scorsese.

Das Kino der Paranoia und Verfolgung erreicht einen Höhepunkt in ‚Die Zeit nach Mitternacht‘, einer alptraumhaften schwarzen Komödie von Martin Scorsese. Gleichsam eine Mischung aus ‚The Trial‘ (Der Prozess) und ‚Mean Streets‘ (Hexenkessel), wäre dieser angstbeladene Film wirklich lustig, würde er nicht mit jedermanns schlimmsten Befürchtungen über die heutige Großstadt spielen. (…) Für ernsthafte Kinogänger allerdings ist der Film ein Muss.“ (Variety)
mit Griffin Dunne , Rosanna Arquette, Verna Bloom, Thomas Chong, Linda Fiorentino, Teri Garr, John Heard, Cheech Marin, Will Patton

Wiederholungen

Samstag, 16. April, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Montag, 18. April, 14.45 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „Die Zeit nach Mitternacht“ (deutsch, englisch)

Martin Scorsese in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 9. April: Die Hölle von Henri-Georges Clouzot

April 9, 2011

BR, 00.00

Die Hölle von Henri-Georges Clouzot (Fr 2009, R.: Serge Bromberg, Rucandra Medrea)

Drehbuch: Serge Bromberg

Spielfilmlange Doku über den Spielfilm „Die Hölle“ von Henri-Georges Clouzot („Lohn der Angst“, „Die Teuflischen“) mit Romy Schneider und Serge Reggiani. Der Dreh wurde nach wenigen Wochen abgebrochen und die wenigen Aufnahmen verschwanden im Archiv.

1994 verfilmte Claude Chabrol Clouzots Drehbuch.

Die Hölle von Henri-Georges Clouzot“ gewann den César als beste Dokumentation.

mit Romy Schneider, Serge Reggiani, Henri-Georges Clouzot

Hinweise

Wikipedia über „Die Hölle“ (deutsch, englisch, französisch)

BR über „Die Hölle von Henri-Georges Clouzot“

Schnitt über „Die Hölle von Henri-Georges Clouzot“

 


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

April 8, 2011

Für alle, die schon immer wissen wollten, welche Kriminalromanverfilmungen in den Tagen vor Ostern im TV laufen, muss auf die von mir erstellten und von Alligator-Alfred grandios bebilderten TV-Krimi-Buch-Tipps klicken. Als Appetitanreger gibt es hier die ersten Zeilen:

In den Tagen vor Ostern sind vor allem J. Lee Thompsons John-D.-MacDonald-Verfilmung „Ein Köder für die Bestie“, W. S. Van Dyke IIs Dashiell-Hammett-Verfilmung „Der dünne Mann“, Sam Mendes‘ Max-Allan-Collins-Verfilmung „Road to Perdition“, David Cronenbergs John-Wagner/Vince-Locke-Verfilmung „A History of Violence“, Alfred Hitchcocks Arthur-La-Bern-Verfilmung „Frenzy“, Sam Peckinpahs „Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia“ (zu nächtlicher Stunde), Francis Ford Coppolas Mario-Puzo-Verfilmung „Der Pate“ (dito) und, als TV-Premiere, David Ayers James-Ellroy-Verfilmung „Street Kings“ sehenswert.


Die KrimiZeit-Bestenliste April 2011

April 8, 2011

Die KrimiZeit-Bestenliste (Ex-KrimiWelt-Bestenliste) für den Ostermonat April:

1 (-) Peter Temple: Wahrheit

2 (-) Friedrich Ani: Süden

3 (3) Daniel Woodrell: Winters Knochen

4 (-) Linus Reichlin: Er

5 (1) Elmore Leonard: Road Dogs

6 (7) Heinrich Steinfest: Wo die Löwen weinen

7 (5) Richard Stark: Sein letzter Trumpf

8 (-) Arne Dahl: Opferzahl

9 (-) Didier Decoin: Der Tod der Kitty Genovese

10 (-) Elisabeth Herrmann: Zeugin der Toten

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat

Sechs Neueinsteiger. Dabei kann gegen Friedrich Ani (tolles Buch), Peter Temple (will ich noch lesen), Didier Decoin (dito) nichts gesagt werden. Daniel Woodrell und Richard Stark sind ebenfalls fantastisch. Nur von Elmore Leonads „Road Dogs“ war ich enttäuscht.

 


Fundstücke

April 8, 2011

Der linke Sänger Billy Bragg („A new England“) erklärt, warum er dieses Jahr keine Einkommenssteuer zahlt:

Volker Pispers sagt einiges zur FDP nach dem Rücktritt von Guido Westerwelle:


TV-Tipp für den 8. April: A Very British Gangster

April 8, 2011

Arte, 22.40

A Very British Gangster (GB 2007, R.: Donal MacIntyre)

Drehbuch: Donal MacIntyre

Tolle spielfilmlange Doku über den während der Dreharbeiten aktiven Manchester-Gangster Dominic Noonan, der erstaunlich offen vor der Kamera über sein Leben und seine Homosexualität spricht.

Beim Cognac Festival du Film Policier erhielt „ A Very British Gangster“ den Großen Preis.

Wiederholung: Dienstag, 19. April, 01.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „A Very British Gangster“

Meine ausführliche Besprechung von „A Very British Gangster“

 


Neu im Kino/Filmkritik: Jason Statham ist „The Mechanic“

April 7, 2011

Dass Jason Statham die Rolle von Charles Bronson übernahm, war keine schlechte Idee.

Dass Ben Foster die Rolle von Jan-Michael Vincent übernahm, war auch keine schlechte Idee.

Dass Simon West die Regie übernahm, war ebenfalls keine schlechte Idee. Denn Michael Winner, der Regisseur des 1972er-Originals „Kalter Hauch“, ist vor allem als Handwerker, der einen Action-Film gut über die Zeit bringt, bekannt (Über seine Botschaft, in Filmen wie „Ein Man sieht rot“, schweigen wir mal.). Simon West, auf dessen Konto „Con Air“, „Wehrlos – Die Tochter des Generals“ und „Lara Croft: Tomb Raider“ gehen, ist bekannt für schöne Bilder und krachig inszenierte Action. Die gibt es auch in „The Mechanic“.

Leider muss man sagen. Denn der von Jason Statham gespielte Profikiller Arthur Bishop kann Attentate so inszenieren, dass es, je nach Wunsch des Auftraggebers, nach einem Unfall oder etwas anderem aussieht. Jetzt soll er seinen väterlichen Freund Harry McKenna (Donald Sutherland) umbringen. Er tut es höchst widerwillig. Als er danach McKennas Sohn Steve (Ben Foster) trifft, nimmt Bishop, der jetzt doch so etwas wie Gefühle hat, Steve McKenna unter seine Fittiche. Er bringt ihm das Handwerk des Auftragmörders bei. Dabei entwickelt sich so etwas wie eine Freundschaft zwischen dem schweigsamen Bishop und dem jungen, heißblütigem und entsprechend unzuverlässigem McKenna, der mit seinen waghalsigen und unüberlegten Aktionen auch Bishop gefährdet.

Eben diese Aktionen von McKenna machen „The Mechanic“ dann zu einem gewöhnlichem Action-Film, bei dem am Ende die Probleme mit einem Maximum an Explosionen und, damit verbunden, öffentlicher Aufmerksamkeit (eben genau das, was Bishop immer vermied) erledigt werden.

Denn gerade in der ersten Hälfte des Films nimmt Simon West sich viel Zeit, die Arbeit eines Profikillers der unter dem Radar der Polizei agiert, stilvoll zu zeigen. Auch die Beziehung zwischen Bishop und dem Sohn seines letzten Opfers entwickelt sich nachvollziehbar und ist ziemlich komplex geraten. Das erinnert alles an die grandiosen, dreckigen Gangsterfilme der siebziger Jahre. Auch die absolute Konzentration auf die Hauptgeschichte und die Länge des Films (93 Minuten) erinnert an die ökonomische Erzählweise der Vergangenheit. Gerade deshalb, als ob die Macher im Schlussspurt der Mut verlassen hätte, verärgert dann das krachige Ende.

Dennoch ist „The Mechanic“ für Genrefans ein gelungener Film, der sich nicht vor dem Original verstecken muss. Denn „Kalter Hauch“ ist nicht so gut, wie jetzt manchmal gesagt wird.

The Mechanic (The Mechanic, USA 2011)

Regie: Simon West

Drehbuch: Richard Wenk, Lewis John Carlino (nach seinem Drehbuch „The Mechanic“)

mit Jason Statham, Ben Foster, Donald Sutherland, Tony Goldwyn, Mini Anden, James Logan, Jeff Chase, Christa Campbell

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „The Mechanic“

Premium Hollywood: Interview mit Lewis John Carlino (31. Januar 2011)

Online Chat: Interview mit Lewis John Carlino (31. Januar 2011)

Dieses Plakat gefällt mir viel besser


 


TV-Tipp für den 7. April: Auf den Spuren von Easy Rider

April 7, 2011

Arte, 22.10

Auf den Spuren von Easy Rider (D/USA 2010, R.: Simon Witter, Hannes Rossacher)

Drehbuch: Simon Witter, Hannes Rossacher

Beginn einer vierteiligen Dokureihe über den Film „Easy Rider“ und seine Wirkung.

Wiederholung: Sonntag, 24. April, 02.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „Auf den Spuren von Easy Rider“

Kriminalakte über „Easy Rider“


DVD-Kritik: Der vergessene Western-Klassiker „Der letzte Wagen“ von Delmer Daves mit Richard Widmark

April 6, 2011

Als der Western „Der letzte Wagen“ irgendwann in den Achtzigern im Fernsehen lief, sah ich ihn und der Film über ein als Verbrecher verfolgtes Halbblut (gespielt von Richard Widmark), das einer Gruppe Siedler hilft, durch das Indianerreservat zu fahren, gefiel mir und ich wollte ihn mir bei der nächsten Wiederholung gerne wieder ansehen. Aber aus Gott weiß was für Gründen lief der Western, im Gegensatz zu irgendwelchen Schrottfilmen, die mindestens zweimal pro Jahr gezeigt werden, seitdem nicht mehr im Fernsehen.

Vor allem erinnerte ich mich daran, dass Richard Widmark an das Rad eines Planwagens gefesselt war.

Das ist er, wie ich jetzt beim Ansehen der gerade erschienenen, schön gestalteten DVD bemerkte, aber nur wenige Minuten am Anfang des Films. Die meiste Zeit trägt er Handschellen und kann sich ziemlich frei bewegen.

Außerdem bemerkte ich, dass ich fast den ganzen Film vergessen hatte (naja, über zwanzig Jahre ist eine lange Zeit), aber mein damaliger Eindruck immer noch stimmt: „Der letzte Wagen“ ist ein großartiger Film.

Denn die wenigen Mängel (am Ende wird es arg pathetisch; einige Charaktere sind noch etwas zu plakativ in gut und böse unterteilt) verschwinden gegenüber dem immer noch straffem Erzähltempo, den großartigen Landschaftsaufnahmen, den guten Action-Szenen, den guten Schauspielerleistungen und dem differenziertem Drehbuch, das ein ziemlich ungeschöntes und realistisches Bild des Wilden Westen zeichnete. Denn Delmer Daves zeigte auch, wie schwer das Überleben in der Wildnis war, welche Gefahren drohten und wie man doch in der Wüste Essbares findet.

Außerdem ist „Der letzte Wagen“ einer der ersten Western, der den Zwiespalt eines Mannes, der zwischen den Kulturen steht, aufnimmt. Der von Richard Widmark gespielte Comanche Todd ist ein von Indianern großgezogenes Halbblut, das vom Sheriff erbarmungslos gejagt wird, weil er mehrere weiße Männer ermordete und auf seiner Flucht vor weiteren Morden nicht zurückschreckt. Auch einige Siedler halten ihn anfangs für eine Bestie; die anderen berufen sich auf die christliche Ethik. Durch seine Taten erwirbt Todd zwar während der Reise den Respekt der wenigen Siedler, die einen Indianerüberfall überlebten. Aber Regisseur Delmer Daves und Richard Widmark glorifizieren Commanche Todd nie als edlen Wilden. Denn er bleibt immer ein höchst zwiespältiger Charakter, der skrupellos tötet und dessen Loyalität nur ihm allein gehört. Jedenfalls am Anfang.

Es dauerte noch zehn Jahre, bis in der grandiosen Elmore-Leonard-Verfilmung „Man nannte ihn Hombre“ (die im direkten Vergleich zum „letzten Wagen“ allerdings schwächer ist) wieder ein Halbblut und der Rassismus der Siedler im Mittelpunkt eines Western stand. Denn auch dieses, von Paul Newman gespielte, Halbblut musste einer Gruppe Weißer, die ihn verachteten, helfen. Und dann kam „Little Big Man“.

Aber am Anfang stand „Der letzte Wagen“.

Der letzte Wagen (The last wagon, USA 1956)

Regie: Delmer Daves

Drehbuch: James Edward Grant, Delmer Daves, Gwen Bagni Gielgud (nach ihrer Geschichte)

mit Richard Widmark, Felicia Farr, Susan Kohner, Tommy Rettig, Stephanie Griffin, Ray Stricklyn

DVD

Koch Media (Edition Westernlegenden #3)

Bild: 2.35:1 (16:9)

Ton: Deutsch (Kino- und TV-Synchronisation), Englisch (Dolby Digital 2.0/4.0), Italienisch

Untertitel: Englisch, Italienisch

Bonusmaterial: Bildergalerie, Kinotrailer, Booklet

Länge: 95 min

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Wikipedia über „Der letzte Wagen“

Turner Classic Movies über „Der letzte Wagen“


TV-Tipp für den 6. April: Lili Marleen

April 6, 2011

ARD, 00.35

Lili Marleen (D 1980, R.: Rainer Werner Fassbinder)

Drehbuch: Manfred Purzer, Rainer Werner Fassbinder, Joshua Sinclair (Mitarbeit)

LV: Lale Andersen: Der Himmel hat viele Farben

Fassbinders Version von Lale Andersens Leben. Gedreht im UFA-Look, aber mit genug Haken und Ösen, um jede blinde Identifikation zu verhindern.

Mit Hanna Schygulla, Giancarlo Giannini, Mel Ferrer, Karl-Heinz von Hassel, Christine Kaufmann, Hark Bohm, Karin Baal, Udo Kier, Erik Schumann, Gottfried John, Elisabeth Volkmann, Barbara Valentin, Adrian Hoven, Willy Harlander, Franz Buchrieser, Rainer Werner Fassbinder, Brigitte Mira, Irm Hermann, Harry Baer, Milan Boor, Volker Spengler

Hinweise

Rainer-Werner-Fassbinder-Foundation

Wikipedia über Rainer Werner Fassbinder (deutsch, englisch)


Cover der Woche

April 5, 2011