Wer in einen Film aus der Fabrik von Luc Besson geht, weiß, was er für sein Geld bekommt. Auch „Lockout“ ist, wie das Plakat verrät, „Von den Machern von ‚Transporter’“ und da steht Action, verbunden mit einem gut abgehangenem Plot, im Mittelpunkt.
In dem Science-Fiction-Thriller „Lockout“ werden die besonders schlimmen Schwerverbrecher in ein sich im Orbit befindendes und entsprechend ausbruchsicheres Gefängnis gesteckt. Die Tochter des Präsidenten will herausfinden, ob sie dort gut behandelt werden. Bei einem Gespräch mit einem Häftling kann dieser sich eine Pistole schnappen und schon startet die lustige Knastrevolte. Während die Häftlinge mit den Verhandlungen beginnen, wird Snow als Ein-Mann-Rettungsmission für die Präsidententochter losgeschickt. Er wurde gerade als Landesverräter (zu Unrecht) zu einer unglaublich langen Haftstrafe verurteilt. Wenn er die Präsidententochter rettet, winkt ihm die Freiheit.
Diese Geschichte ist natürlich schamlos von John Carpenters „Die Klapperschlange“ und seinem wesentlich schlechteren Remake „Flucht aus L. A.“, das auch Fortsetzung genannt wurde, geklaut. Die „Lockout“-Macher verlegten Carpenters Geschichte in den Weltraum, nahmen den Humor und die subkulturellen Anspielungen raus, und sie lassen eine Armada von durchgeknallten Schwerverbrechern auftreten, die auch in der „Con Air“ hätten mitfliegen können, Entsprechend unbekümmert wird in der Raumstation gemordet und geschossen. Guy Pearce spielt Snow, mit etlichen Einzeilern, auch als eine deutliche Hommage an Snake Plissken, der in Carpenters Filmen als stoischer Held wider Willen die USA retten musste.
Das Ergebnis ist; – nun, genau das was man bei den von Luc Besson produzierten Filmen erwartet: ein krachiges B-Picture, das für neunzig kurzweilige Minuten sorgt. Jedenfalls wenn man auf diese Art von Filmen steht und mit seiner Old-School-Attitüde gehört es sogar zu den besseren Actionfilmen der Besson-Schmiede.
Lockout (Lockout, Frankreich 2012)
Regie: Stephen St. Leger, James Mather (Saint & Mather)
Drehbuch: Luc Besson, Stephen St. Leger, James Mather (nach einer Idee von Luc Besson)
mit Guy Pearce, Maggie Grace, Vincent Regan, Joseph Gilgun, Lennie James, Peter Stormare, Jacky Ido, Tim Plester, Mark Tankersley, Anne-Solenne Hatte, Peter Hudson
Länge: 95 Minuten
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Hinweise
Rotten Tomatoes über „Lockout“
Wikipedia über „Lockout“ (deutsch, englisch)
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Ach, die Flucht aus New York…

[…] und er vertraute ihnen dann auch den gestern in den Kinos gestarteten Science-Fiction-Thriller “Lockout” (eine ziemlich schamlose “Die Klapperschlange”-Kopie) […]
[…] „Battleship“) mal wieder den Glauben an das Genre verliert und sich mit Actionkrachern wie „Lockout“ zufrieden geben will, kann man einen Science-Fiction-Film genießen, der nicht Unsummen für […]