Gut, davor gibt es um 20.15 Uhr Rainer Werner Fassbinders „Fontane – Effi Briest“ (D 1974) und danach, um 23.55 Uhr, sein Regiedebüt, den Kurzfilm „Der Stadtstreicher“ (D 1965), aber für Krimifans ist natürlich erster Spielfilm „Liebe ist kälter als der Tod“ (D 1969) viel wichtiger.
Arte, 22.30
Liebe ist kälter als der Tod (D 1969, R.: Rainer Werner Fassbinder)
Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder
Zuhälter Franz will nicht für das Syndikat (aka die US-Mafia) arbeiten. Zusammen mit dem Killer Bruno und der Hure Joanna plant er einen Bankraub. Aber zwei von den dreien spielen falsch.
Ein Gangsterdrama, das ein anderes Bild vom Verbrechen zeichnet als die Edgar-Wallace- und Stahlnetz-Filme und deutlich seine Vorbilder zitiert.
„Aus all diesen Versatzstücken und Zitaten wurde indes ein persönlicher Film, der sich auch von vergleichbaren Arbeiten anderer junger Regisseure der Zeit unterscheidet, von Lemkes ’48 Stunden bis Acapulco‘ und Thomes ‚Detektive‘: er ist schäbiger, trostloser und noch hollywoodferner als diese beiden anderen Münchner Kriminalfilme.“ (Wilhelm Roth, in Rainer Werner Fassbinder, Reihe Film 2, Carl Hanser Verlag, 1985)
mit Ulli Lommel, Hanna Schygulla, Rainer Werner Fassbinder, Hans Hirschmüller, Ingrid Caven, Irm Hermann, Yaak Karsunke (als Kommissar)
Hinweise
Arte über die Fassbinder-Reihe
Rainer-Werner-Fassbinder-Foundation