Das Vierte, 20.15
Bunny und Bill (USA 1971, R.: Gerd Oswald)
Drehbuch: Stanley Z. Cherry, Coslough Johnson
Das könnte fast ein neuer Film sein: Nachdem die Witwe Bunny O’Hare ihr Haus an die Bank verloren hat, beschließt sie, mit einem flüchtigen Ex-Bankräuber die Bank zu überfallen.
Bekannt wurde die sehr, sehr selten gezeigte, fast unbekannte Komödie, weil Hauptdarstellerin Bette Davis gegen die Produzenten klagte, weil sie den Kommentar zur Gesellschaft, der im Drehbuch enthalten war, im Film vermisste. „Das Scharmützel ging aus wie das Hornberger Schießen. Indes fällt schwer, sich vorzustellen, worin die sozialkritische Komponente des Films hätte angelegt sein sollen, überzeugen doch weder Geschichte, Regie noch Darsteller.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms)
„Anspruchslose Verulkung“ (Lexikon des internationalen Films)
Der Deutsche Gerd Oswald inszenierte in Hollywood etliche Episoden für TV-Serien, die Ira-Levin-Verfilmung „Ein Kuss vor dem Tode“ (sein Spielfilmdebüt) und den durchaus gelungenen, fast vollkommen unbekannten deutschen Noir „Am Tag, als der Regen kam“. Sein letzter Spielfilm war 1975 die Johannes-Mario-Simmel-Verfilmung „Bis zur bitteren Neige“.
mit Bette Davis, Ernest Borgnine, Jack Cassidy, Joan Delaney
auch bekannt als „Die ganz verrückte Rentnergang“, „Die Rentnergang“ und „Zwei Rentner außer Rand und Band“
Wiederholung: Samstag, 19. Januar, 00.00 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Turner Classic Movies über „Bunny und Bill“