Besprechung Garry Disher „Niederschlag“ online

August 20, 2008

Meine Besprechung von Garry Dishers letztem Wyatt-Roman „Niederschlag“ (The Fallout, 1997) ist online in der Berliner Literaturkritik. Nachdem ich bereits den vorletzten Wyatt-Roman „Port Vila Blues“ abgefeiert habe, dürte es niemanden erstaunen, dass mir auch „Niederschlag“ gefallen hat. Vielleicht setzt Disher sich ja irgendwann ein seinen Schreibtisch und schreibt einen siebten Wyatt.


TV-Krimi-Buch-Tipps online

August 15, 2008

Am Montag faulenzt der Alligator in der Sonne. Am Dienstag schnappt er sich die Texte und am Mittwoch die Illustrationen. Am Freitag spukt er das Ergebnis aus. Für die Kriminalakte konnte nur ein kleiner Teil archiviert werden:

Sommerzeit ist Wiederholungszeit. Aber dieses Mal haben die Programmmacher auch einige, nicht immer unbedingt sehenswerte, TV-Premieren eingeschmuggelt. Die sehenswerten Filme sind Lynda La Plantes „Der Preis des Verbrechens: Tödliches Geheimnis“, Ed Herzogs „Unter Verdacht: Brubeck“ (nach einem Drehbuch von Wolfgang Stauch), Richard Brooks Frank-O’Rourke-Verfilmung „Die gefürchteten Vier“ (dieses Mal ohne Werbepausen), Barry Levinsons Larry-Beinhart-Verfilmung „Wag the dog“, Theodor Kotullas Schimanski-Tatort „Einzelhaft“ (nach einem Drehbuch von Frank Göhre), die Martin-Scorsese-Nicholas-Pileggi-Filme „Casino“ und „GoodFellas“, David Lynchs Barry-Gifford-Verfilmung „Wild at Heart“, Alfred Hitchcocks David-Dodge-Verfilmung „Über den Dächern von Nizza“, Roy Ward Bakers Robert-Bloch-Verfilmung „Irrgarten des Schreckens“ und die schon seit Ewigkeiten nicht mehr (falls überhaupt jemals im TV) gezeigte Jean-Vautrin-Verfilmung „Dog Day“ (einer der letzten Auftritte von Lee Marvin).


TV-Krimi-Buch-Tipps online

August 2, 2008

Wer den Sommer nicht in der Strandbar mit einem guten Buch und einigen anderen Dingen verbringen möchte, kann natürlich vorm Fernseher einige ruhige Stunden mit diesen Verfilmungen von Krimis verbringen. Alligator Alfred hat sich die lange Version geschnappt, aber ein kleiner Teil konnte in der Kriminalakte archiviert werden:

passend zu den sommerlichen Temperaturen bieten die TV-Sender mit Brunetti, Wallander, van Veeteren und Jerry Cotton filmische Schonkost an.
Empfehlenswert sind dagegen Franklin J. Schaffners Henri-Charrière-Verfilmung „Papillon“, Lars Beckers drittem Nachtschicht-Film „Tod im Supermarkt“, Henri Verneuils Claude-Veillot-Verfilmung „100.000 Dollar in der Sonne“ (ein Film mit Jean-Paul Belmondo und Lino Ventura kann nicht ganz schlecht sein), John Boormans John-le-Carré-Verfilmung „Der Schneider von Panama“, Robert Aldrichs Mickey-Spillane-Verfilmung „Rattennest“, John Frankenheimers Richard-Condon-Verfilmung „Botschafter der Angst“, Raoul Walshs Western-Verfilmung von W.-R.-Burnetts „High Sierra“, Patrick Lecontes über zehn Jahre nicht mehr gezeigte Georges-Simenon-Verfilmung „Die Verlobung des Monsieur Hire“, Claude Sautets Claude-Néron-Verfilmung „Das Mädchen und der Kommissar“, „Shaft“ sorgt weiterhin in seinem Revier für Ordnung, „Arabeske“ wird weiterhin entschlüsselt, für die Westernfreunde gibt es „Mein großer Freund Shane“ und „Django“, und, als TV-Premiere, die Jan-Guillou-Verfilmung „Evil“.


Besprechung des neuen Syd-Field-Buches online

Juli 23, 2008

In der Berliner Literaturkritik ist meine Besprechung von „Die häufigsten Probleme beim Drehbuchschreiben und ihre Lösungen“ von Syd Field erschienen. Im Original erschien „The Screenwriter’s Problem Solver – How to Recognize, Identify, and Define Screenwritng Problems“ bereits 1998 und vor acht Jahren erschien auch eine deutsche Ausgabe. Es ist also nicht so neu und wer bereits „Das Drehbuch“ von Syd Field gelesen hat, muss hier nicht unbedingt zuschlagen. Denn „Die häufigsten Probleme beim Drehbuchschreiben und ihre Lösungen“ vertieft nur einige, bereits in „Das Drehbuch“ behandelte Fragen, ohne wesentliche neue Erkenntnisse zu liefern.


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juli 18, 2008

Sodele, Alfred hat’s wieder geschafft: aus einer Menge Blei wurde etwas ansehnliches. Hier gibt’s, wie gewohnt, nur die ersten (bleihaltigen?) Worte:

Hallo liebe Krimifreunde,
zu zwei Wochen mit vielen alten Bekannten: Edgar Wallace, Jerry Cotton, Henning Mankell, Hakan Nesser, Caroline Graham und Ian Fleming servieren mit ihren bekannten Charakteren größtenteils bekannte Taten.
Eine vielversprechende TV-Premiere gibt es auch: die Georges-Simenon-Verfilmung „Die Katze“ mit Geburtstagskind Götz George (Erstens: Herzlichen Glückwunsch! Zweitens: Achten Sie auf die zahlreichen, hier nicht aufgeführten Schimanski-Wiederholungen.)
Und nun zu den sehenswerten, teilweise lange nicht mehr gezeigten Wiederholungen: John Schlesingers William-Goldman-Verfilmung „Der Marathon-Mann“, Harry Shumlins Dashiell-Hammett-Lillian-Hellman-Verfilmung „Die Wacht am Rhein“, George Cukors Patrick-Hamilton-Verfilmung „Das Haus der Lady Alquist“, Jean-Luc Godards Lionel-White-Verfilmung „Elf Uhr nachts“, Gordon Parks‘ Ernest-Tidyman-Verfilmung „Shaft“, Stephen Frears‘ Jim-Thompson-Verfilmung „The Grifters“ (nach einem Drehbuch von Donald E. Westlake), Richard Brooks‘ Truman-Capote-Verfilmung „Kaltblütig“, Atom Egoyans William-Trevor-Verfilmung „Felicia, mein Engel“, Brian De Palmas Tom-Wolfe-Verfilmung „Fegefeuer der Eitelkeiten“ und es heißt wieder einmal „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“, denn „Die Rechnung ging nicht auf“ und „Schnappt Shorty“.


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juli 6, 2008

Bei den Alligatorpapieren sind die neuen „TV-Krimi-Buch-Tipps“ erschienen. Wer den vollständigen Überblick über die demnächst im Fernsehen laufenden Verfilmungen von Krimanalfilmen studieren will, muss klicken. Ohne Klicken gibt’s nur die Erwähnung der Höhepunkte:

Hallo liebe Krimifreunde,

zu zwei Wochen, in denen Wiederholungen die Höhe- und auch Tiefpunkte des TV-Programms bilden. Zu den Tiefpunkten zählen, wenn da nicht die Musik von Peter Thomas wäre, die beiden Jerry-Cotton-Filme und der Alain-Delon-Film „Der Panther II – Eiskalt wie Feuer“ (nach einem Roman Frédéric H. Fajardie). Zu den Höhepunkten zählen Clint Eastwoods Dennis-Lehane-Verfilmung „Mystic River“, J. Lee Thompsons John-D.-MacDonald-Verfilmung „Ein Köder für die Bestie“, Orson Welles‘ Whit-Masterson-Verfilmung „Im Zeichen des Bösen“, Peter Godfreys lange nicht mehr gezeigte Wilkie-Collins-Verfilmung „Das Geheimnis der Frau in Weiß“, Jean-Luc Godards Dolores-Hitchens-Verfilmung „Die Außenseiterbande“, Wolfgang Murnbergers Wolf-Haas-Verfilmung „Komm, süßer Tod“, Barry Sonnenfelds Elmore-Leonard-Verfilmung „Schnappt Shorty“ und Alfred Hitchcocks Robert-Bloch-Verfilmung „Psycho“ (die eine „Psycho“-Nacht eröffnet).


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juni 20, 2008

Alfred hat wieder keine Qualen gescheut (Verzicht auf das gestrige Fußballspiel) und im WWW viele schöne Bilder für meine TV-Krimi-Buch-Tipps gefunden. Doch welche empfehlenswerten Krimi-Verfilmungen laufen die nächsten beiden Wochen im Fernsehen? Nun:

Herzlich willkommen, liebe Krimifreunde
zu einer TV-Premiere und vielen Wiederholungen. Die sehenswerte Premiere ist Detlev Bucks Gregor-Tressnow-Verfilmung „Knallhart“. Die sehenswerten Wiederholungen sind Oliver Stones John-Ridley-Verfilmung „U-Turn“, als Ergänzung gibt’s John Ridleys Regiedebüt „The Hunt – Eiskalte Liebe“, Richard Brooks‘ Frank-O’Rourke-Verfilmung „Die gefürchteten Vier“, George Stevens‘ Jack-Schaefer-Verfilmung „Mein großer Freund Shane“ (Yep, noch ein Western), etwas moderner wird’s mit Sam Mendes‘ Max-Allan-Collins-Verfilmung „Road to Perdition“, René Clements Patricia-Highsmith-Verfilmung „Nur die Sonne war Zeuge“, Stanley Donens Alex-Gordon-Verfilmung „Arabeske“, Sidney Lumets Robert-Daley-Verfilmung „Nacht über Manhattan“, Jean-Luc Godards Debüt „Außer Atem“, Claude Chabrol verrät „Die Farbe der Lüge“, James B. Harris‘ James-Ellroy-Verfilmung „Der Cop“, Robert Altmans Raymond-Chandler-Verfilmung „Der Tod kennt keine Wiederkehr“ und Sean Connery muss als James Bond zweimal die Welt retten in „Man lebt nur zweimal“ und „Sag niemals nie“.


Besprechung „Todsichere Geschäfte“ online

Juni 13, 2008

Heute erschien in der Berliner Literaturkritik meine Besprechung von Michael Schomers Sachbuch „Todsichere Geschäfte – Wie Bestatter, Behörden und Versicherungen Hinterbliebene ausnehmen“ (Econ, 2007). Mir hat das informative Buch gut gefallen.


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juni 6, 2008

Alligator-Alfreds (der nach seinem Italienurlaub nur noch Don Alfredo genannt werden will) hat keine Sekunde gezögert, meine TV-Krimi-Buch-Tipps mit Bildern zu verschönern.  Deshalb gibt’s hier nur die ersten Zeilen:

Hallo liebe Krimifreunde
zu den ersten TV-Krimi-Buch-Tipps des Sommers. Denn, egal was das Thermometer sagt: erst wenn die Edgar-Wallace-Verfilmungen gezeigt werden ist Sommer. Neben Edgar Wallace verschönern diese, teils selten gezeigten, Filme die heißen EM-Tage: Stephen Frears grandiose Jim-Thompson-Verfilmung „The Grifters“ (nach einem Drehbuch von Donald E. Westlake), Raoul Walshs Eric-Ambler-Verfilmung „Spion im Orientexpress (Drehbuch: W. R. Burnett), Sidney Lumets Robert-Daley-Verfilmung „Nacht über Manhattan“, Sam Raimis Scott-B.-Smith-Verfilmung „Ein einfacher Plan“, Carol Reeds Graham-Greene-Verfilmung „Der dritte Mann“, Alfred Hitchcocks Patrick-Hamilton-Verfilmung „Cocktail für eine Leiche“ (falls Sie den Film in den vergangenen Tagen verpasst haben), Alvin Rakoffs ewig nicht mehr gezeigte James-Hadley-Chase-Verfilmung „An einem Freitag um halb zwölf“ (ein Caper-Movie, das ich noch nicht kenne), Sidney Lumets Reginald-Rose-Verfilmung „Die zwölf Geschworenen“, Orson Welles Whit-Masterson-Verfilmung „Im Zeichen des Bösen“ und J. Lee Thompsons John-D.-MacDonald-Verfilmung „Ein Köder für die Bestie“.
Zum Entspannen gibt es Gene Quintanos Donald-E.-Westlake-Verfilmung „Why me?“ und Elvis und JFK kämpfen gegen „Bubba Ho-Tep“ (nach einer Geschichte von Joe R. Lansdale).


Spurensuche über Krimireihen online

Juni 4, 2008

Alligator-Alfreds Tatendrang ist nicht zu bändigen. Kaum hat er sich die neue Spurensuche geschnappt, stellt er sie auch schon online. Der Titel „Mordmäßige Krimireihen“ gibt bereits einen deutlichen Hinweis auf den Inhalt. Denn dieses Mal bespreche ich die neuen Bücher aus den Häusern Edition Nautilus, Edition Köln, Hard Case Crime (dem deutschen Ableger) und Funny Crimes. Die Autoren und Titel sind, in der Reihenfolge ihres Auftretens:

Friedrich Ani: Der verschwundene Gast

Bernhard Jaumann: Geiers Mahlzeit

Roman Rausch: Meet the Monster

Egon Eis: Duell im Dunkel

Hansjörg Martin: Kein Schnaps für Tamara

Friedhelm Werremeier: Taxi nach Leipzig

-ky: Einer von uns beiden

Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse (Kiss her goodbye)

Ken Bruen & Jason Starr: Flop (Bust)

Lawrence Block: Abzocker (Grifter’s Game; früher: Mona; Sweet Slow Death)

Lawrence Block: Verluste (Everybody dies)


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Mai 29, 2008

Wegen Urlaubs (Alligator-Alfred erholte sich unter südlichen Olivenhainen) erscheinen die TV-Krimi-Buch-Tipps erst heute in der schönen Version. Die Kriminalakte liefert nur den groben Überblick:

Willkommen zu zwei Wochen delikat angerichteter Leichen und weiterer Straftaten. Besonders empfehlenswerte Deliktvarianten finden Sie im ersten Trimmel-Tatort „Taxi nach Leipzig“ (nach dem unlängst wieder veröffentlichten Roman von Friedhlem Werremeier), José Giovannis „Endstation Schafott“, Jules Dassins Eric-Ambler-Verfilmung „Topkapi“, Robert Rodriguez Frank-Miller-Verfilmung „Sin City“, Alfred Hitchcocks Frederick-Knott-Verfilmung „Bei Anruf Mord“ und seiner Patrick-Hamilton-Verfilmung „Cocktail für eine Leiche“ (oder Warum Theater nicht langweilig ist.), Alan Parkers William-Hjortsberg-Verfilmung „Angel Heart“, Jacques Tourneurs Richard-Matheson-Verfilmung „Ruhe sanft GmbH“, Sidney Lumets Lawrence-Sanders-Verfilmung „Der Anderson-Clan“, Steven Spielbergs Frank-Abagnale-Verfilmung „Catch me if you can“, Sam Peckinpahs Jim-Thompson-Verfilmung „Getaway“ (nach dem Drehbuch von Walter Hill), Walter Hills John-Godey-Verfilmung „Johnny Handsome“, Claude Pinoteaus Francis-Ryck-Verfilmung „Ich – Die Nummer eins“ und Don Coscarellis Joe-R.-Lansdale-Verfilmung „Bubba Ho-Tep“ gibt sich wieder die Ehre.
Andreas Kleinerts Christine-Grän-Verfilmung „Hurenkinder“ feiert endlich seine TV-Premiere.


Besprechung „Endstation Kabul“ online

Mai 29, 2008

In der Berliner Literaturkritik erschien meine Besprechung von Achim Wohlgethans „Endstation Kabul – Als deutscher Soldat in Afghanistan“. Wie die Überschrift „Endstation Langeweile“ verrät, hält sich meine Begeisterung für dieses Buch in sehr überschaubaren Grenzen.


„Die Söhne Abraham“ online

Mai 20, 2008

Die Berliner Literaturkritik hat heute meine Besprechung von Robert Littells neuestem Roman „Die Söhne Abrahams“ (Vicious Circle, 2006) veröffentlicht. Nach „Die kalte Legende“ und „Zufallscode“ war ich von seinem neuesten Werk etwas enttäuscht.

Ein, schon etwas älteres, aber lesenswertes Interview gibt es im January Magazine. Ein Neues über „Die Söhne Abrahams“ und seinen Sohn Jonathan in der Welt.


„Welt am Sonntag“ und „Focus“ über das „Krimijahrbuch 2008“

Mai 19, 2008

Die „Welt am Sonntag“ ist begeistert; „Focus“ nicht, aber dafür wird mein Name richtig geschrieben.

(Dank an Watching the Detectives und Krimiblog für die Hinweise.)


Besprechung David Peace „1983“ online

Mai 11, 2008

Meine Besprechng von David Peaces „1983“ (Nineteen Eighty Three, 2002) ist online in der Berliner Literaturkritik. Die ersten drei Bände des Red Riding Quartetts habe ich in der Spurensuche abgefeiert.

Wer mehr über David Peace wissen möchte (der Gute hat immer noch keine Homepage), sollte The Rap Sheet besuchen. Ali Karim hat dort heute einen längeren Text (mit einem älteren Interview) veröffentlicht. Der Anlass war dieser Artikel über David Peace im Guardian. Dort sagt Peace über James Ellroy: John Williams’s book about noir writers, Into the Badlands, was my guide, and I discovered James Ellroy. His novel White Jazz was the Sex Pistols for me. It reinvented crime writing and I realised that, if you want to write the best crime book, then you have to write better than Ellroy. Und darüber, dass er Krimiautor genannt wird: Ian Rankin has written a modern history of Edinburgh that has been a huge achievement and a fantastic body of work. If people are put off by him being called a crime writer, that is their loss. But, considering his sales, not many seem to be put off. I suppose I don’t really have that great an imagination, and there is so much from the real world that I just don’t understand. Some of that involves crime of whatever scale or form, and in that case I don’t see the point of making something up. The novel seems the perfect form to examine what has happened in real life, the things that have deeply affected ordinary people and reflected the times they lived in.


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Mai 9, 2008

Bevor Alligator-Alfred in den Süden flüchtete, stellte er meine TV-Krimi-Buch-Tipps online. Wie immer gibt’s hier die ersten Zeilen (die schön-bunte Version hier):

Besonders freue ich mich auf die TV-Premiere der Joe-Lansdale-Verfilmung „Bubba Ho-Tep“. Unbedingt ansehen! Die weiteren Höhepunkte der kommenden beiden Wochen sind „Absolute Power“ und „Dirty Harry“ (beide mit Clint Eastwood), Georges Lautners Raf-Vallet-Verfilmung „Der Fall Serrano“, Jean-Pierre Melvilles „Der eiskalte Engel“ (beide mit Alain Delon), Bob Rafelsons James-M.-Cain-Verfilmung „Wenn der Postmann zweimal klingelt“, Billy Wilders Holmes-Watson-Hommage „Das Privatleben des Sherlock Holmes“, die Noir-Hommage „Der unauffällige Mr. Crane“ der Coen-Brüder, Gilles Grangiers Georges-Bayle-Verfilmung „Gas-Oil“, Georges Armitages Charles-Willeford-Verfilmung „Miami Blues“, Alfred Hitchcocks Patrick-Hamilton-Verfilmung „Cocktail für eine Leiche“, Otto Premingers lange nicht mehr gezeigte Robert-Traver-Verfilmung „Anatomie eines Mordes“ (beide mit Geburtstagskind James Stewart), Robert Altmans Edward-Anderson-Verfilmung „Diebe wie wir“, seine Raymond-Chandler-Verfilmung „Der Tod kennt keine Wiederkehr“, Jules Dassins Auguste-le-Breton-Verfilmung „Rififi“ und seine Eric-Ambler-Verfilmung „Topkapi“ (oder Beginn und Ende des Caper-Movies).
Oh, und die beiden Frank-Schätzing-Verfilmungen „Die dunkle Seite“ und „Mordshunger“ haben ebenfalls ihre TV-Premiere.


Besprechung Peter Temple „Shooting Star“ online

Mai 5, 2008

Bei der Berliner Literaturkritik ist meine Besprechung von Peter Temples neuestem Roman „Shooting Star“ (Shooting Star, 1999) online. Mehr über Temple erfahren Sie in meinen Besprechungen von „Kalter August“ (The Broken Shore, 2005) und seinem Debüt „Vergessene Schuld“ (Bad Debts, 1996).


TV-Krimi-Buch-Tipps online

April 25, 2008

Die Alligatoren haben sich meine TV-Krimi-Buch-Tipps geschnappt, gut verdaut und so ausgeschieden. Das Mahl begann mit diesen Worten:

In den kommenden zwei Wochen gibt es zahlreiche Auftritte der altbekannten Herren James Bond, Alfred Hitchcock und Henning Mankell. Außerdem zeigen die TV-Sender Jean-Pierre Melvilles Pierre-Lesou-Verfilmung „Der Teufel mit der weißen Weste“ (als Nachschlag zu Jean-Paul Belmondos Geburtstag), den Columbo-Fall „Schreib oder stirb“ (mit Mickey Spillane), Jacques Derays Derek-Raymond-Verfilmung „Mörderischer Engel“, Clint Eastwoods Andrew-Klavan-Verfilmung „Ein wahres Verbrechen“, Dennis Hoppers viel zu selten gezeigte Charles-Williams-Verfilmung „The Hot Spot“, Ron Sheltons irgendwie James-Ellroy-Verfilmung „Dark Blue“, John Schlesingers Robert-Lindsey-Verfilmung „Der Falke und der Schneemann“, die Patricia-Highsmith-Verfilmungen „Nur die Sonne war Zeuge“ und „Ripley’s Game“ und, als TV-Premiere, Florent Emilio Siris Robert-Crais-Verfilmung „Hostage – Entführt“.


Krimijahrbuch 2008

April 18, 2008

So sieht es aus:

Das steht drin:

Bücher…

Ulrich Noller / Dieter Paul Rudolph: Krimi international 2007

Bernd Kochanowski: USA 2007 – die Krimipreise

Jörg von Bilavsky: Der Charme des Morbiden. Krimis aus Österreich

Jost Hindersmann: »Der Krieg hatte Dänemark erreicht« Kampf der Kulturen und Irak-Krieg in dänischen Kriminalromanen 2007

Ulrich Noller / Dieter Paul Rudolph: Deutschsprachige Krimis 2007

Rumpel / Wörtche / Noller / Rudolph: SIEBEN für die (vorläufige) Ewigkeit

Menschen…

Ulla Lessmann: Neugierige Anarchistin. Ein Gespräch mit Sabine Deitmer

Mario Fuhse: Herbstliche Rhythmen. Gespräch mit Frank Göhre

Christiane Geldmacher: Krimiautorin in Zeiten des Internets. Ein Interview mit Henrike Heiland

Jasna Mittler: »Wenn das Manuskript fertig ist, habe ich mein Vergnügen gehabt« Über den Autor Gunter Gerlach

Ludger Menke: »Kriminalliteratur ist für mich eine nostalgische Sache« Ein Interview mit Gilbert Adair

Ekkehard Knörer: Gefahrenzonen, Kriegsgebiete. Der Politthrillerautor Dan Fesperman

Beate Hinrichs: Lebenslustig, aber nicht gertenschlank. Katy Munger und Casey Jones. Eine Hommage

Alte Krimis…

Dieter Paul Rudolph: Die Bescholtenen. Zur Modernität »alter Krimis«

Ralf Koss: Zur Unterhaltung freigegeben. Historische Kriminalromane und die Weimarer Republik

Carsten Würmann: Volksgemeinschaft mit Verbrechern – zum Krimi im Dritten Reich

Michael Farin: Selber Weltall. Dr. Mabuse – ein deutscher Held

Jochen König: Philip Marlowes Erben sollen ermitteln, doch sind nicht auffindbar! Zur Lage des Hardboiled-Krimis in Deutschland am Anfang eines neuen Jahrtausends

Joachim Feldmann: Ermittlungen in einer heillosen Welt. Christopher J. Sansoms historische Kriminalromane

Film und Fernsehen…

Axel Bussmer: Zwischen Gewaltexzessen und Schauspielerkino. Die Kriminalfilme des Kinojahres 2007

Axel Bussmer: Korrupte Polizisten als Helden. Die Polizeiserie The Shield als Gesellschaftsporträt

Jost Hindersmann: »Am I mad, in a coma, or back in time?« Die britische TV-Serie Life on Mars – Gefangen in den Siebzigern

Ulrich Noller: Die Substanz des Buches in den Dienst der Gesetze des Films stellen. Liane Jessen, Fernsehspielchefin des Hessischen Rundfunks, über Genregeschichten in Literatur, Film und Fernsehen

Stephanie Busch und Ulrich Noller: »Wenn ab 16 Uhr alle anderen zu Hause sind, gehört mir die Stadt«. Drehbuchautor Orkun Ertener über seine Serie KDD – Kriminaldauerdienst

Hörspiel…

Ulrich Noller: »Das ist großartig!« Im Gespräch mit Uta-Maria Heim

Catharina Sommer: Radio-Tatort Köln/Düsseldorf: Der Emir. Eine solide Produktion ohne authentische Geräusche

Catharina Sommer: Wie der Radio-Tatort klingen sollte: „Es muss den Bauch erreichen, ohne den Kopf auszuschalten“

Matthias Kapohl: Entscheidung zum Thrill: Zur Hörspielbearbeitung von Joey Goebels Vincent – ein Werkstattbericht

Catharina Sommer: Hören mit Liebe. Das Infoportal »hoerspielkrimi.de«

… und Theorien und Fakten

Ulrich Noller: Die Erzähltechniken der Kriminalliteratur. Was ist das überhaupt, ein Krimi? Interviews mit Jochen Vogt und Thomas Wörtche

Thomas Wörtche: Kleiner staubtrockener, humorloser und kondensierter Kriterienkatalog für idealtypische, anständige Rezensionen von Kriminalromanen

Ludger Menke: Memento mori – Nekrolog für das Jahr 2007

Thomas Przybilka: Die Sekundärliteratur – Tipps des Jahres 2007. Eine Auswahl der deutschsprachigen Titel

Und das Teil kostet nur 12 Euro. Damit die darbenden Autoren sich demnächst einen Döner leisten können (Pizza war letztes Jahr), müssen viele, viele, viele Bücher verkauft werden. Denn der Umfang blieb gleich.

Als einer der Mitverantwortlichen (wenn auch nur zu einem kleinen Teil – das ursprünglich von mir geplante James-Crumley-Porträt werde ich irgendwann liefern. Vielleicht zum nächsten runden Geburtstag des 1939 geboren Bartträgers.) bin ich natürlich zur Begeisterung verpflichtet.

Doch auch wenn ganz objektiv betrachtet ist das „Krimijahrbuch 2008“ ein schönes Teil, eine würdige Fortsetzung des „Krimijahrbuchs 2006“ und des „Krimijahrbuchs 2007“ und gehört in jede gut sortierte Bibliothek.

Alle drei Bände können Sie schnell und unkompliziert beim Verlag, beim Buchhändler ihres Vertrauens oder bei Amazon kaufen. Etwas komplizierter wird’s bei mir, aber mit etwas gutem Willen bekommen wir auch das hin.

Christina Bacher, Ulrich Noller und Dieter Paul Rudolph (Hrsg.): Krimijahrbuch 2008

KrimiKritik 10, Nordpark Verlag, 2008

300 Seiten

12 Euro


Zwei Jazzbücher in der BLK

April 4, 2008

In der Berliner Literturkritik erschien meine Doppelbesprechung von Pannonica De Koenigswartes „Die Jazzmusiker und ihre drei Wünsche“ und Michael Jacobs‘ „All that Jazz – die Geschichte des Jazz“. „All that Jazz“ ist eine erweiterte und aktualisierte Neuauflage, die ihr Geld nicht wert ist. Denn der zwölf Jahre Haupttext wurde anscheinend (ich hatte die Erstausgabe nicht zur Hand, deshalb schreibe ich nur anscheinend, aber eigentlich bin ich mir hundertprozentig sicher) nicht geändert. Die Lektüre- und Hörempfehlungen nur minimal. Dafür gibt es ein neues Kapitel. Das ist für eine Neuanschaffung einfach zu wenig.

„Die Jazzmusiker und ihre drei Wünsche“ ist dagegen ein schönes Geschenk für den Jazzfan. Baronesse Pannonica de Koenigswarter, eine Jazzmäzenin, fragte Jazzer nach ihren drei Wünschen und schoß viele Bilder, oft in intimen Augenblicken, von ihnen.