TV-Tipp für den 23. Dezember: Ein Mann in Bestform

Dezember 23, 2019

Arte, 23.40

Ein Mann in Bestform (Paradis pour tous, Frankreich 1982)

Regie: Alain Jessua

Drehbuch: Alain Jessua, André Ruellan

Als ein gescheiterter Versicherungsvertreter nach einem gescheitertem Suizidversuch im Rollstuhl sitzt, ergeht er sich nicht in Selbstmitleid. Denn ein experimentierfreudiger Arzt wendet eine experimentelle Behandlung auf ihn an, die gegen Depressionen hilft. Und gegen Gewissensbisse.

Alain Jessuas witzige Gesellschaftssatire konfrontiert den konsumorientierten Trend unserer Leistungsgesellschaft mit unangepassten Querdenkern – eine Situation, die sogenannte normale Menschen an den Rand des Wahnsinns treibt.“ (Fischer Film Almanach 1992)

Gut gespielte, aber nur mittelmäßig inszenierte Komödie über das Leben und die Leistungsgesellschaft.“ (Lexikon des internationalen Films)

als Film, der die Gratwanderung zwischen Spannung und Satire versucht, ist es ein tapferes, exzentrisches Experiment.“ (Phil Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie)

Unbekanntester Film des inzwischen nicht mehr sonderlich bekannten Alain Jessua. Zu seinen anderen, ebenfalls kaum gezeigten Filmen gehören „Der Schocker“ (Traitement de choc, 1973), „Die letzte Warnung“ (Armaguedon, 1977, beide mit Alain Delon) und „Die Hunde“ (Les chiens, 1979, mit Gérard Depardieu und Fanny Ardant).

Die deutsche Premiere des letzten Films von Patrick Dewaere war 1991 auf Video.

Dewaere, der damals in Frankreich ein Star war, verübte 1982 35-jährig Suizid.

mit Patrick Dewaere, Stéphane Audran, Fanny Cottençon, Jacques Dutronc, Philippe Léotard

auch bekannt als „Brainwash – Ein Mann in Bestform“ (VHS-Titel)

Hinweise

Wikipedia über „Ein Mann in Bestform“ und Alain Jessua (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 22. Februar: Rette deine Haut, Killer/Der Schocker – Der Preis für ein Leben

Februar 22, 2016

Arte, 20.15
Rette deine Haut, Killer (Frankreich 1981, Regie: Alain Delon)
Drehbuch: Alain Delon, Christopher Frank
LV: Jean-Patrick Manchette: Que d´os, 1976 (Knüppeldick)
Bei der Suche nach einem vermissten blinden Mädchen stößt ein Privatdetektiv in ein Wespennest.
Mit stark reduzierten Erwartungen gerade noch genießbarer Film. Delon folgt in seinem Regiedebüt fast sklavisch genau Manchettes Handlung. Aber die Handlung war bei Manchette nie das wichtigste.
Heute wird anscheinend die Originalfassung gezeigt. Die deutsche Fassung ist um mindestens zehn Minuten gekürzt (hier der Schnittbericht).
Mit Alain Delon, Anne Parillaud, Michel Auclair, Daniel Ceccaldi, Jean-Pierre Darras

Wiederholung: Freitag, 4. März, 01.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über“Rette eine Haut, Killer“ (deutsch, englisch, französisch) und  Jean-Patrick Manchette (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Jean-Patrick Manchette

Kaliber.38 über Jean-Patrick Manchette

Mordlust über Jean-Patrick Manchette

Informative Manchette-Seite vom Distel Literaturverlag

Französische Jean-Patrick-Manchette-Seite

Meine Besprechung von Jean-Patrick Manchette/Barth Jules Sussmans “Der Mann mit der roten Kugel” (L’homme au boulet rouge, 1972)

Meine Besprechung von Jean-Patrick Manchettes “Portrait in Noir” (2014)

Meine Besprechung von Max Cabanes/Jean-Patrick Manchette/Doug Headlines “Fatale” (Fatale, 2014)

Meine Besprechung von Piere Morels Jean-Patrick-Manchette-Verfilmung „The Gunman“ (The Gunman, Großbritannien/Frankreich/Spanien 2015)

Jean-Patrick Manchette in der Kriminalakte


Arte, 22.00
Der Schocker – Der Preis für ein Leben (Frankreich/Italien 1972, Regie: Alain Jessua)
Drehbuch: Alain Jessua
Hélène Masson (Annie Girardot) begibt sich zur Verjüngungskur in die Privatklinik von Dr. Devilers (Alain Delon). Sie verliebt sich in ihn, entdeckt das Geheimnis seiner Verjüngungskur und gerät in Lebensgefahr.
Einer der wenigen bemerkenswerten Filme in Delons Spätwerk (also dem gesamten Post-Jean-Pierre-Melville-Werk), der heute endlich wieder (?) einmal (?) im TV läuft und bei uns nicht auf DVD veröffentlicht ist.
„Der ungemein spannende Film erhielt ausschließlich positive Kritiken, auch wenn Alain Delon in der Rolle des verrückten Wissenschaftlers manchen Rezensenten zu ‚playboyhaft‘ erschien.“ (Ronald M. Hahn/Volker Jansen: Lexikon des Horrorfilms, 1985/1989)
mit Alain Delon, Annie Girardot, Michel Duchaussoy, Robert Hirsch, Jean-Francois Calvé

Wiederholungen
Freitag, 26. Februar, 16.05 Uhr (VPS 15.55)
Donnerstag, 3. März, 00.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über die kleine Alain-Delon-Reihe

Wikipedia über „Der Schocker“ (englisch, französisch)

Homepage von Alain Delon

Wikipedia über Alain Delon (deutsch, englisch, französisch)

Kriminalakte zum 75. Geburtstag von Alain Delon

Meine Besprechung von “Der Leopard” (mit Alain Delon und Burt Lancaster)

Meine Besprechung von “Die Abenteurer” (mit Alain Delon und Lino Ventura)

Alain Delon in der Kriminalakte