TV-Tipp für den 14. September: Am Rande der Nacht

September 13, 2015

https://www.youtube.com/watch?v=HHvArK7NmCg

Arte, 20.15
Am Rande der Nacht (Tchao Pantin, Frankreich 1983)
Regie: Claude Berri
Drehbuch: Claude Berri, Alain Page
LV: Alain Page: Tchao Pantin, 1983
Ex-Polizist Lambert verdient seine normalerweise flüssigen Brötchen als Tankwart. Als sein Freund, ein arabischer Kleindealer, umgebracht wird, beginnt Lambert einen Rachefeldzug.
Äußerst gelungener Film noir – gemacht von zwei Männern, die damals für leichte Unterhaltung und Komödien bekannt waren. Der in Frankreich sehr populäre Komiker Coluche brachte sich damals als Präsidentschaftskandidat ins Gespräch. Er starb überraschend 1986 mit 41 Jahren.
Arte zeigt die Tage eine kleine, aber sehr feine Claude-Berri-Reihe mit vielen selten gezeigten Perlen. So lief „Am Rande der Nacht“ nach meiner Buchführung zuletzt im September 2009 im Fernsehen. Arte zeigt die 2014 restaurierte Fassung.
Im Anschluss, um 21.45 Uhr, läuft „Papas Kino“ (La cinéma de papa, Frankreich 1970); ein Frühwerk von Berri.
Mit Coluche, Richard Anconina, Agnès Soral, Philippe Léotard
Wiederholung: Dienstag, 15. September, 13.55 Uhr

Hinweise

You Tube hat einige Clips über “Tchao Pantin” (französisch)

Allocinè über „Am Rande der Nacht“

Wikipedia über „Am Rande der Nacht“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 24. März: Die Wahrheit

März 24, 2014

Arte, 20.15

Die Wahrheit (F/I 1960, R.: Henri-Georges Clouzot)

Drehbuch: Henri-Georges Clouzot, Véra Clouzot, Simone Drieu, Jérôme Géronimi, Michèle Perrein, Christiane Rochefort

Dominique Marceau ist angeklagt ihren Liebhaber, einen Musikstudenten, ermordet zu haben. Der Staatsanwalt will sie vor allem wegen ihres unmoralischen Lebenswandels ins Gefängnis schicken. Ihr Verteidiger versucht dagegen das Bild einer lebenshungrigen jungen Frau zu zeichnen.

Selten gezeigtes Werk von Henri-Georges Clouzot.Seine weitaus bekannteren Krimis sind „Lohn der Angst“ und „Die Teuflischen“.

In „Die Wahrheit“ benutzt Clouzot den Gerichtssaal, um über die damalige Moral zu urteilen. Brigitte Bardot überzeugte hier auch als Schauspielerin. Der Film war für einen Oscar nominiert und erhielt einen Golden Globe (natürlich in der Kategorie „Bester ausländischer Film“). Clouzot erhielt beim Mar del Plata Film Festival den Preis als bester Regisseur.

Ein intensiv gestalteter, schauspielerisch eindrucksvoller Film, der freilich bei der Aufdeckung der psychologisch-geistigen Ursachen für gesellschaftliche und individuelle Verirrungen auf eine eigene Grundhaltung verzichtet.“ (Lexikon des internationalen Films)

Clouzots Film ist eine Anklage gegen ein Justizsystem, in dem der Bourgeoisie entstammende, zumeist ältere Richter über Fälle zu entscheiden hatten, zu deren Umfeld und sozialen Ursprüngen sie keinerlei Bezug hatten. (…) Der Film (…) war ein Riesenerfolg.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

mit Brigitte Bardot, Charles Vanel, Marie-José Nat, Sami Frey, Louis Seigner, Claude Berri

Wiederholung: Freitag 4. April, 13.45 Uhr (und das bei einem Film, der FSK-18 ist)

Hinweise

Arte über eine Henri-Georges-Clouzot-Reihe

Wikipedia über Henri-Georges Clouzot (deutsch, englisch)

und „Die Wahrheit“ (deutsch, englisch, französisch)