TV-Tipp für den 9. August: The Woman King

August 8, 2025

Pro 7, 20.15

The Woman King (The Woman King, USA 2022)

Regie: Gina Prince-Bythewood

Drehbuch: Dana Stevens (nach einer Geschichte von Maria Bello und Dana Stevens)

Afrika, frühes 19. Jahrhundert: die Oyo verkaufen Schwarze als Sklaven an die Weißen. Nancisa (Viola Davis!), Anführerin einer Elite-Kriegerinnen-Kampftruppe, will das ändern.

Konventionelles, aber äußerst packend erzähltes, von wahren Ereignissen inspiriertes Drama, bei dem gefällt, wie kompetent die bekannte Geschichte aus weiblicher Perspektive erzählt wird.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Viola Davis, Thuso Mbedu, Lashana Lynch, Sheila Atim, Hero Fiennes Tiffin, John Boyega, Jordan Bolger, Jayme Lawson

Wiederholung: Sonntag, 10. August, 02.25 Uhr (Taggenau! Wahrscheinlich wird in der Nachtwiederholung die ungekürzte Fassung des FSK-16-Films gezeigt)

Hinweise

Moviepilot über „The Woman King“

Metacritic über „The Woman King“

Rotten Tomatoes über „The Woman King“

Wikipedia über „The Woman King“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood fragt, ob der Film den Geschichtsunterricht ersetzten kann

Meine Besprechung von Gina Prince-Bythewoods „The Woman King“ (The Woman King, USA 2022).


TV-Tipp für den 18. August: The Woman King

August 17, 2024

Pro 7, 20.15

The Woman King (The Woman King, USA 2022)

Regie: Gina Prince-Bythewood

Drehbuch: Dana Stevens (nach einer Geschichte von Maria Bello und Dana Stevens)

Afrika, frühes 19. Jahrhundert: die Oyo verkaufen Schwarze als Sklaven an die Weißen. Nancisa (Viola Davis!), Anführerin einer Elite-Kriegerinnen-Kampftruppe, will das ändern.

TV-Premiere. Konventionelles, aber äußerst packend erzähltes, von wahren Ereignissen inspiriertes Drama, bei dem gefällt, wie kompetent die bekannte Geschichte aus weiblicher Perspektive erzählt wird.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Viola Davis, Thuso Mbedu, Lashana Lynch, Sheila Atim, Hero Fiennes Tiffin, John Boyega, Jordan Bolger, Jayme Lawson

Wiederholung: Montag, 19. August, 01.20 Uhr (Taggenau! Auch in der Nachtwiederholung soll die gekürzte Fassung des FSK-16-Films gezeigt werden)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Woman King“

Metacritic über „The Woman King“

Rotten Tomatoes über „The Woman King“

Wikipedia über „The Woman King“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood fragt, ob der Film den Geschichtsunterricht ersetzten kann

Meine Besprechung von Gina Prince-Bythewoods „The Woman King“ (The Woman King, USA 2022).


Neu im Kino/Filmkritik: „The Woman King“ Viola Davis rules

Oktober 6, 2022

1823 in Westafrika: an der Küste legen immer wieder die Schiffe der Sklavenhändler an. Im Landesinnern existiert das Königreich von Dahomey. Ihr König Ghezo überlegt, wie er mit den Weißen Handel treiben kann.

Verteidigt wird das Königreich von den Agojie, einer Einheit von Kriegerinnen. Angeführt werden die Amazonen von der Generalin Nanisca (Viola Davis). Ihre Gegner sind die Sklavenhändler und der mit ihnen verfeindete Stamm der Oyo.

Gina Prince-Bythewood („Die Bienenhüterin“, „The Old Guard“) erzählt in ihrem neuesten Film „The Woman King“ die Geschichte von Nanisca, die gegen von außen kommende Feinde und Intrigen am königlichen Hof kämpfen muss. Denn auch die anderen Frauen am Hof versuchen den jungen, neuen und daher in Regierungsgeschäften unerfahrenen König Ghezo zu beeinflussen. Es geht darum, ob sie in Kriege ziehen sollen, ob sie mit den Weißen Handel treiben sollen und welche Waren sie ihnen anbieten sollen. Halt die üblichen Probleme in einem Königreich.

Daneben erzählt Prince-Bythewood die Geschichte der jungen Nawi. Sie ist von dem martialischem Auftreten der Agojie fasziniert. Nachdem das aufmüpfige Mädchen sich schon wieder weigerte, den von ihren Eltern ausgesuchten Mann zu heiraten, wird sie von ihnen zu den Agojie geschickt. Dort soll sie zu einer Kriegerin ausgebildet werden. Für ihre wichtige Aufgabe verzichten die Kriegerinnen, wie katholische Priester, auf Sex und Liebe. Als Nawi im Wald einen überaus gut aussehenden Weißen sieht, könnte das zu Problemen mit ihrem Gelübde führen.

Die Geschichte von „The Woman King“ basiert, wie die Macher immer wieder betonen, auf historischen Begebenheiten. So gab es die Agojie von 1600 bis 1904. Aber mit den Fakten wird eher locker umgegangen und galant weggelassen, was nicht in die heroische und ziemlich einfache Filmgeschichte passt. Außerdem störte uns, wenn wir ehrlich sind, bei den zahlreichen Sissi- und Robin-Hood-Filmen und den in Fürstenhäusern und Burgen spielenden Filmdramen, in denen Adelsgeschlechter und deren Höflinge munter gegeneinander intrigrieren, sich blutig bekämpfen und verlieben, dieser freie Umgang mit Fakten nie.

Auch in „The Woman King“ wird, vor fotogener Kulisse, eine deftige Geschichte voller Intrigen und Kämpfe erzählt. Wie zuletzt bei „Top Gun: Maverick“ wird eine bekannte Geschichte gekonnt, voller Energie und mit genug kleinen Variationen erzählt, um kurzweilig zu unterhalten. Das ist gut gemachtes, sein Publikum respektvoll behandelndes Blockbusterkino.

So spielt „The Woman King“ nicht in irgendwelchen zugigen, dunklen mittelalterlichen Burgen, sondern unter der warmen afrikanischen Sonne. Die Palastintrigen werden von Frauen ausgeübt. Immerhin gibt es einen König, der in einer altbekannten europäischen Version der Geschichte vielleicht eine Königin oder ein Tattergreis gewesen wäre. Der tapfere Feldherr ist eine Frau. Sie befiehlt eine Armee weiblicher Kämpfer. Das führt dann auch zu zwei großen Veränderungen gegenüber den üblichen Kriegsfilmen, in denen Soldaten auf einem Kasernenhof geschliffen werden. In „The Woman King“ findet die Ausbildung unter afrikanischer Sonne statt. Alles ist viel bunter. Es wird nicht gebrüllt, sondern viel getanzt, gesungen und gelacht.

Alle diese Änderungen können und wollen nicht darüber hingwegtäuschen, das nur die Geschlechter und die Hautfarbe geändert wurden. Die Story ist aus unzähligen anderen Filmen bekannt. Deshalb konnte ich die Uhr danach stellen, wann welche Wendung oder Überraschung kommt, und wie sich die Geschichte entwickelt. Aber Gina Prince-Bythewood erzählt das, trotz der Laufzeit von 135 Minuten, so straff, kompetent und energetisch, dass man mit Freude die Geschichte von Nanisca und Nawi verfolgt.

Außerdem hat Viola Davis die Hauptrolle. Naja, eine Hauptrolle.

The Woman King (The Woman King, USA 2022)

Regie: Gina Prince-Bythewood

Drehbuch: Dana Stevens (nach einer Geschichte von Maria Bello und Dana Stevens)

mit Viola Davis, Thuso Mbedu, Lashana Lynch, Sheila Atim, Hero Fiennes Tiffin, John Boyega, Jordan Bolger, Jayme Lawson

Länge: 135 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Woman King“

Metacritic über „The Woman King“

Rotten Tomatoes über „The Woman King“

Wikipedia über „The Woman King“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood fragt, ob der Film den Geschichtsunterricht ersetzten kann


Neu im Kino/Filmkritik: „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ oder Nicholas Sparks mit einer kleinen Krimibeigabe

März 8, 2013

Nach seinem verunglückten Krimi „Der Hypnotiseur“ ist Lasse Hallström mit seiner zweiten Nicholas-Sparks-Verfilmung „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ wieder auf vertrautem Territorium. Gefühlskino für Frauen, die eine Liebesgeschichte sehen wollen. Daran ändert auch die in den Film hineingezogene Kriminalgeschichte nichts. Denn sie ist so vorhersehbar, dass ich schon vor dem Filmstart wusste, warum Katie (Julianne Hough) panisch aus Boston flüchtet und wie die Geschichte endet.

Auf ihrer Flucht taucht sie unter falschem Namen in dem Küstenort Southport, North Carolina (den Ort gibt es wirklich und es wurde vor Ort gedreht), unter. Sofort verliebt sich der verwitwete Tante-Emma-Ladenbesitzer Alex (Josh Duhamel), der immer noch seiner vor drei Jahren verstorbenen Frau hinterhertrauert und ihre beiden Kinder liebevoll großzieht, in sie. Und Katie zieht in ein abgelegenes Haus ein, arbeitet als Kellnerin in einem Seelokal, freundet sich mit ihrer Nachbarin (Cobie Smulders) an und – Überraschung! – verliebt sich, nach einem kurzen Anstandszögern, in Alex.

Währenddessen setzt in Boston ein Polizist alle Hebel in Bewegung, um sie zu finden.

Safe Haven“ ist, abgesehen von dem läppischen Krimisubplot, der für etwas Feuer in den letzten Filmminuten sorgt, eine Schnulze, bei der die gut aussehenden Schauspieler in einer ebenso gut aussehenden Kleinstadt vor allem gut aussehen müssen, was ihnen angesichts ihres Aussehens, leicht fällt und Alex und Katie sich, nachdem einige kleinere Problemchen beseitigt wurden, ineinander verlieben dürfen, während sie noch von den Geistern ihrer Vergangenheit belästigt werden.

Lasse Hallström inszenierte das kompetent und es macht durchaus Spaß, den schönen Menschen in der schönen Landschaft beim Posieren zuzusehen. „Safe Haven“ ist halt ein typischer Nicholas-Sparks-Film – und wenn man, gerüstet mit mehreren Packungen Taschentücher, in einen solchen Film geht, weiß man auch, was man bekommt.

In den USA ist der Very-Romantic-Thriller mit einem kleinen Touch Geistergeschichte jedenfalls ein voller Erfolg, der im Moment etwas weniger als das zeitgleich gestartete Big-Budget-Actionfilm-Desaster „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ eingespielt hat. In den nächsten Tagen müsste „Safe Haven“ vor dem neuen „Stirb langsam“-Film liegen. Naja, der sichere Hafen ist auch der bessere Film.

Safe Haven - Plakat

Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht (Safe Haven, USA 2012)

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: Leslie Bohem, Dana Stevens

LV: Nicholas Sparks: Safe Haven, 2010 (Wie ein Licht in der Nacht; Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht)

mit Josh Duhamel, Julianne Hough, Cobie Smulders, David Lyons, Mimi Kirkland, Noah Lomax

Länge: 115 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Safe Haven“

Metacritic über „Safe Haven“

Rotten Tomatoes über „Safe Haven“

Wikipedia über „Safe Haven“ (deutsch, englisch)

Homepage von Nicholas Sparks

Meine Besprechung von Lasse Hallströms „Lachsfischen im Jemen“ (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)

Meine Besprechung von Lasse Hallströms Lars-Kepler-Verfilmung „Der Hypnotiseur“ (Hypnotisören, Schweden 2012)