TV-Tipp für den 29. April: Schtonk

April 29, 2017

Phoenix, 20.15

Schtonk (Deutschland 1992)

Regie: Helmut Dietl

Drehbuch: Helmut Dietl, Ulrich Limmer

Äußerst unterhaltsame Satire über die gefälschten Hitlertagebücher, die der „stern“ 1983 begeistert aufkaufte und deren Echtheit das Magazin ewig betonte.

Dietl benutzt die Affäre „als Material für eine frivole Farce über die Anfälligkeit der Deutschen, Fakten zu verdrängen und neue Geschichtswahrheiten zu klittern; viele möchten heute noch Adolf Hitler entlastet sehen.“ (Fischer Film Almanach 1993)

Ich befürchte, der über zwanzig Jahre Kassenknüller über eine noch länger zurückliegende Affäre ist heute kein Jota veraltet.

mit Götz George, Uwe Ochsenknecht, Christiane Hörbiger, Rolf Hoppe, Dagmar Manzel, Veronica Ferres, Rosemarie Fendel, Karl Schönböck, Harald Juhnke, Ulrich Mühe, Martin Benrath, Georg Marischka, Hark Bohm, Wolfgang Menge

Hinweise

Filmportal über „Schtonk“

Moviepilot über „Schtonk“

Wikipedia über „Schtonk“


TV-Tipp für den 12. Januar: Nachtschicht: Reise in den Tod

Januar 12, 2017

ZDFneo, 20.15
Nachtschicht: Reise in den Tod (Deutschland 2012, Regie: Lars Becker)
Drehbuch: Lars Becker
Während einer Polizeikontrolle verliert ein Schleuser einen Teil seiner aus Afrika kommenden Fracht, eine aus Afrika kommende Hausangestellte beschwert sich bei der Polizei über ihre Arbeitgeber und das bewährte „Nachtschicht“-Team erlebt wieder eine unruhige Nacht, in der alles mit allem zusammen hängt.
Das Lexikon des internationalen Films meint: „Dicht inszenierter und gut gespielter (Fernseh-)Kriminalfilm.“ Besser hätte ich es auch nicht sagen können.
Ach ja: gewohnt gut besetzt.
mit Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi, Götz George, Jeanette Hain, Peter Kremer, Hadnet Tesfai, Dominique Siassia, Clemens Schick, Filip Peeters, Christian Redl, Jan-Gregor Kremp

Wiederholung: Freitag, 13. Januar, 03.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

ZDF über „Nachtschicht: Wir sind alle keine Engel“

Wikipedia über „Nachtschicht“

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Lars Becker

Lars Becker in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 24. September: Tatort: Schwarzes Wochenende

September 23, 2016

WDR, 23.15

TATORT: Schwarzes Wochenende (Deutschland 1986, Regie: Dominik Graf)

Drehbuch: Dominik Graf, Bernd Schwamm, Michael Hatry

Möbelfabrikant Hencken wird vor Schimanskis Stammhotel „Ideal“ erschossen. Für Schimanski, der die Intrigen zweier verfeindeter Familien aufklären muss, der Auftakt zu einem wirklich schwarzen Wochenende. Und das alles ohne seine geliebte Jacke.

Damals war Dominik Grafs „Tatort“ bei der Kritik ziemlich schlecht weggekommen, heute wird er – zu Recht – als einer der düsteren Klassiker gefeiert. Einer der Höhepunkte des Films ist eine halbstündige Verhörsequenz. Heute undenkbar.

Mit Götz George, Eberhard Feik, Ulrich Matschoss, Dieter Pfaff, Marita Breuer, Marie-Louise Millowitsch

Hinweise

Tatort-Fundus über Kommissar Schimanski

Wikipedia über „Tatort: Schwarzes Wochenende“

Meine Besprechung von Dominik Grafs „Schläft ein Lied in allen Dingen“

Meine Besprechung der von Dominik Graf inszenierten TV-Serie  „Im Angesicht des Verbrechens“

Meine Besprechung von Johannes F. Sieverts Interviewbuch „Dominik Graf – Im Angesicht des Verbrechens: Fernseharbeit am Beispiel einer Serie“

Meine Besprechung von Chris Wahl/Jesko Jockenhövel/Marco Abel/Michael Wedel (Hrsg.) “Im Angesicht des Fernsehens – Der Filmemacher Dominik Graf”

Meine Besprechung von Dominik Grafs “Die geliebten Schwestern” (Deutschland/Österreich 2013/2014)

Dominik Graf in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 17. September: Tatort: Zweierlei Blut

September 17, 2016

WDR, 22.30

Tatort: Zweierlei Blut (Deutschland 1984, Regie: Hajo Gies)

Drehbuch: Felix Huby, Fred Breinersdorfer

Der achte Fall der Kommissare Schimanski und Thanner führt sie in die Welt des Fußballs. Nach einem Spiel wird die Leiche von Antonio im Stadion gefunden. Während Thanner die Stadionbeschäftigten verhört, geht Schimanski undercover in den Fanclub.

Und bei einem der Fußballfans (Dietmar Bär) bewirkte Schimanski wahre Resozialisierungswunder.

Die Musik ist von Spliff.

mit Götz George, Eberhard Feik, Chiem van Houweninge, Ulrich Matschoss, Cerhard Olschweski, Brigitte Janner, Despina Pajanou, Dietmar Bär

Hinweise

Tatort-Fundus Kommissar Schimanski 

Horst-Schimanski-Fanseite

Wikipedia über „Tatort: Zweierlei Blut“

Meine Besprechung von Martin Schüllers „Moltke“ (2010) (Roman zum Schimanski-Tatort)

Homepage von Fred Breinersdorfer

Homepage von Felix Huby

Lexikon deutscher Kriminalautoren über Felix Huby (Stand: Januar 2007)

Planet Interview: Gespräch mit Felix Huby (21. Dezember 2008)

Meine Besprechung von Felix Hubys „Fast wie von selbst – Ein Gespräch mit Dieter de Lazzer“ (2008)

Meine Besprechung von Felix Hubys “Null Chance” (2009)

Meine Besprechung von Felix Hubys “Bienzle und das ewige Kind” (2009)

Meine Besprechung von Felix Hubys „Adieu, Bienzle“ (2011)

 


TV-Tipp für den 23. März: Die Katze

März 23, 2016

Arte, 20.15

Die Katze (Deutschland 1988, Regie: Dominik Graf)

Drehbuch: Uwe Erichsen, Christoph Fromm

LV: Uwe Erichsen: Das Leben einer Katze, 1984 (später “Die Katze”)

In der Düsseldorfer Innenstadt endet ein Bankraub in einer Geiselnahme. Die Polizei umstellt die Filiale und ein nervenzerfetzendes Duell beginnt. Aber die Polizisten wissen nicht, dass sie von Probek beobachtet werden und dieser alles geplant hat.

Grandioser deutscher Action-Thriller, der sich nicht vor amerikanischen Vorbildern verstecken muss.

“Für einen bundesdeutschen Spielfilm zeigt ‘Die Katze’ eine erstaunliche Professionalität: präzise Kamera- und Schauspielerführung, eine funktionelle Dramaturgie, eine funktionierende Geschichte.” (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms – Völlig überarbeitete Neuausgabe)

Beim Cognac Festival du Film Policier gab’s dafür den “Grand Prix” und den “FR3 Grand Prix” (Unwichtige Bonus-Information: Guy Hamilton war der Juryvorsitzende).

Danach: dranbleiben für die Doku „Krimis und das Dritte Reich“ (Deutschland 2016, mit Dominique Manotti, Philip Kerr und Volker Kutscher) und, um 23.05 Uhr, „Die Frau des Polizisten“ (Deutschland 2013, Regie: Philip Gröning).

mit Götz George, Gudrun Landgrebe, Heinz Hoenig, Ralf Richter

Wiederholung: Freitag, 1. April, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Uwe Erichson

Vierundzwanzig über „Die Katze“ (Interview mit Christoph Fromm)

Meine Besprechung von Dominik Grafs „Schläft ein Lied in allen Dingen“

Meine Besprechung der von Dominik Graf inszenierten TV-Serie  „Im Angesicht des Verbrechens“

Meine Besprechung von Johannes F. Sieverts Interviewbuch „Dominik Graf – Im Angesicht des Verbrechens: Fernseharbeit am Beispiel einer Serie“

Meine Besprechung von Chris Wahl/Jesko Jockenhövel/Marco Abel/Michael Wedel (Hrsg.) “Im Angesicht des Fernsehens – Der Filmemacher Dominik Graf”

Meine Besprechung von Dominik Grafs “Die geliebten Schwestern” (Deutschland/Österreich 2013/2014)

Dominik Graf in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 26. Dezember: Tatort: Moltke

Dezember 26, 2015

HR, 23.15

Tatort: Moltke (Deutschland 1988)

Regie: Hajo Gies

Drehbuch: Axel Götz, Jan Hinter, Thomas Wesskamp

Roman zum Film: Martin Schüller: Moltke, 2010

Moltke, der seine Mittäter nie verriet, saß neun Jahre im Knast. Jetzt will er seinen Teil von der damaligen Beute haben und seinen Bruder rächen. Kommissar Schimanski, der Moltke eigentlich ganz sympathisch findet, will das Schlimmste verhindern.

Moltke“ ist der neunzehnte Schimanski-Film und, abgesehen von dem Auftritt von Dieter Bohlen und seiner Musik (damals und heute: Würg.), ein guter „Tatort“, der den Sozialarbeiter Schimanski während der Weihnachtstage auf Hochtouren arbeiten lässt und, aus Schimanskis Sicht, eine zünftige Rachegeschichte im Gangstermilieu erzählt. Dafür gab es, erstmals für einen „Tatort“, den Adolf-Grimme-Preis.

mit Götz George, Eberhard Feik, Ulrich Matschoss, Chiem van Houweninge, Hubert Kramar, Iris Disse, Gerd Silberbauer, Wolfgang Preiss, Jan Biczycki, Jürgen Heinrich, Dieter Bohlen, Ludger Pistor

Hinweise

Tatort-Fundus Kommissar Schimanski 

Horst-Schimanski-Fanseite

Wikipedia über „Moltke“

Meine Besprechung von Martin Schüllers „Moltke“ (2010)


TV-Tipp für den 25. Juni: Tod einer Polizistin

Juni 24, 2015

ZDFneo, 20.15
Tod einer Polizistin (Deutschland 2013, Regie: Matti Geschonneck)
Drehbuch: Magnus Vattrodt, Bernd Lange
Polizistenmörder Frank benutzt eine Anhörung zur Flucht aus dem Gefängnis. Während die Berliner Polizei nach ihm fahndet, will er sich an den Menschen rächen, die ihn damals ins Gefängnis brachten. Ganz oben auf seiner Liste ist der legendäre Kommissar Theweleit.
Spannender Krimi mit gut aufgelegten Darstellern und einigen Twists; vor allem nachdem eine junge Polizistin sich noch einmal den alten Fall ansieht.
mit Götz George, Jürgen Vogel, Rosalie Thomass, Uwe Kockisch, Uwe Preiss, Michael Schenk, Therese Hämer
Hinweise
Filmportal über „Tod einer Polizistin“
Wikipedia über „Tod einer Polizistin“


TV-Tipp für den 21. Mai: Nachtschicht: Reise in den Tod

Mai 21, 2015

ZDFneo, 20.15
Nachtschicht: Reise in den Tod (Deutschland 2012, Regie: Lars Becker)
Drehbuch: Lars Becker
Während einer Polizeikontrolle verliert ein Schleuser einen Teil seiner aus Afrika kommenden Fracht, eine aus Afrika kommende Hausangestellte beschwert sich bei der Polizei über ihre Arbeitgeber und das bewährte „Nachtschicht“-Team erlebt wieder eine unruhige Nacht, in der alles mit allem zusammen hängt.
Das Lexikon des internationalen Films meint: „Dicht inszenierter und gut gespielter (Fernseh-)Kriminalfilm.“ Besser hätte ich es auch nicht sagen können.
Ach ja: gewohnt gut besetzt.
mit Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi, Götz George, Jeanette Hain, Peter Kremer, Hadnet Tesfai, Dominique Siassia, Clemens Schick, Filip Peeters, Christian Redl, Jan-Gregor Kremp

Hinweise

ZDF über „Nachtschicht: Wir sind alle keine Engel“

Wikipedia über „Nachtschicht“

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Lars Becker

Lars Becker in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 6. Mai: Kirmes

Mai 5, 2015

RBB, 22.45
Kirmes (Deutschland 1960, Regie: Wolfgang Staudte)
Drehbuch: Wolfgang Staudte, Claus Hubalek
1944: ein junger Deserteur flüchtet in seinen Heimatort in der Eifel. Er hofft auf Hilfe.
Bitteres, selten gezeigtes Kriegsdrama
„Das ist seit Wickis ‚Brücke‘ immerhin der wichtigste, anständigste deutsche Zeitfilm, der sich offen der Vergangenheit stellt. Vielleicht hat er mich deshalb noch stärker beeindruckt, weil er nicht mit dem Zusammenbruch endet. (…) Staudtes Antwort ist genau, aber bitter.“ (Hans-Dieter Ross, Süddeutsche Zeitung, 1960)
mit Götz George, Juliette Mayniel, Hans Mahnke, Wolfgang Reichmann, Benno Hoffmann
Hinweise
Filmportal über „Kirmes“
Wikipedia über „Kirmes“


TV-Tipp für den 18. Mai: Solo für Klarinette

Mai 18, 2014

BR, 22.55
Solo für Klarinette (Deutschland 1998, Regie: Nico Hofmann)
Drehbuch: Susanne Schneider
LV: Elsa Lewin: I Anna, 1984 (Solo für Klarinette)
Ein Kommissar mit desaströsem Familienleben verknallt sich bei den Ermittlungen in die Tatverdächtige.
Die bislang letzte Regiearbeit von Nico Hofmann ist ein beeindruckendes Krimidrama, das Berlin zu Klein-New-York stilisiert. Beim Kinoeinsatz gab es einen kleinen Skandal wegen der Sexszenen (Bild fungierte mal wieder eifrig als Lautsprecher der Werbekampagne) und einige Kritiker verrissen den Film über Gebühr (z. B. „Einer der ärgerlichsten Versuche, das deutsche Serienkrimiformat auf die Leinwand zu übertragen. Ein an Banalität kaum überbietbares Drehbuch, schematische Charaktere und der peinlich anbiedernde Versuch, über die engsten Genregrenzen hinaus etwas zu sagen, stellen eine gewaltige Herausforderung an den Langmut der Zuschauer dar.“ Multimedia). Insgesamt muss sich die intensiv-düstere Charakterstudie „Solo für Klarinette“ nicht vor us-amerikanischer Ware verstecken.
Weil der Film, der aus meiner Erinnerung vor allem in den problematischen Teilen ziemlich nah am Buch ist, seit fast zehn Jahren nicht mehr im TV lief, ist es auch fast eine Wiederentdeckung.
Eine zweite Verfilmung von Lewins Roman entstand 2012. Unter der Regie von Barnaby Southcombe spielten Gabriel Byrne und Charlotte Rampling in „I, Anna“ das Liebespaar.
Mit Götz George, Corinna Harfouch, Tim Bergmann, Barbara Auer, Barbara Rudnik, Christian Redl, Tobias Schenke, Katharina Thalbach, Rita Russek, Heinrich Schafmeister

Hinweise

Filmportal über „Solo für Klarinette“

Wikipedia über „Solo für Klarinette“