TV-Tipp für den 20. Februar: Mädchen mit Gewalt

Februar 20, 2018

WDR, 23.40

Mädchen mit Gewalt (Deutschland 1970)

Regie: Roger Fritz

Drehbuch: Jürgen Knop (nach einer Idee von Friedel Schnitzler)

Werner und Mike reißen Alice auf. In einer Kiesgrube vergewaltigt Werner sie. Als Alice damit droht, zur Polizei zu gehen, eskaliert die Gewalt.

TV-Premiere einer Perle des deutschen (Genre)Films. Mit der Musik von The Can.

Über seinen ersten Film „Mädchen, Mädchen“ (Deutschland 1966) steht in Robert Fischer/Joe Hembus „Der Neue Deutsche Film – 1960 – 1980“ (1981): „Immerhin steht Roger Fritz seiner Sache so gelassen gegenüber, dass die Geschichte nie in dem Mief endet, der hier im Altfilm fällig gewesen wäre, noch in der Larmoyanz, in der sie bei prätentiöseren Jungfilmern wegzuschwimmen pflegte.“ Das kann wahrscheinlich auch über „Mädchen mit Gewalt“, seinen dritten Spielfilm gesagt werden.

Obwohl das „Lexikon des internationalen Films“ überhaupt nicht begeistert war: „Zynischer Reißer, mit dem Roger Fritz vollends in die Niederungen kommerzieller Spekulation gerät. Ein brisantes Thema – Gewalt gegen Frauen, der Zusammenhang von Frustration und Aggression – wird völlig instinkt- und gefühllos verspielt.“

Fun Fact: Der schon 1968 gedrehte Film wurde von Arthur Cohn co-finanziert, auf englisch gedreht und später von den Schauspielern deutsch synchronisiert. Nur Arthur Brauss konnte sich wegen anderer Verpflichtungen nicht synchronisieren.

mit Helga Anders, Klaus Löwitsch, Arthur Brauss, Monika Zinnenberg, Rolf Zacher

auch bekannt als „Mädchen… nur mit Gewalt“

Hinweise

Moviepilot über „Mädchen mit Gewalt“

Filmportal über „Mädchen mit Gewalt“

Wikipedia über „Mädchen mit Gewalt“


TV-Tipp für den 25. August: Das Blaue Palais: Der Gigant

August 25, 2013

ZDFkultur, 22.00 Uhr

Das Blaue Palais: Der Gigant (Deutschland 1976)

Letzter Film einer fünfteiligen Miniserie (so heißt das ja heute) über ein unabhängiges Forschungsinstitut. In „Der Gigant“ geht es um die Entwicklung eines neuen Werkstoffs, für den ein Konzern sich interessiert. Aber der Leiter des Instituts weist nachdrücklich auf die mit der Herstellung verbundenen Umweltschäden hin.

Auch in den anderen „Das blaue Palais“-Filmen geht es immer, im Rahmen von spannenden Geschichten, um wissenschaftliche Entdeckungen und den damit verbundenen philosophischen Fragen .

mit Dieter Laser, Jean-Pierre Zola, Ben Zeller, Helga Anders, Eva Renzi, Peter Fricke

Wiederholung: Montag, 26. August, 01.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Rainer Erler

Wikipedia über Rainer Erler und „Das Blaue Palais“


TV-Tipp für den 6. Juni: Jerry Cotton: Der Mörderclub von Brooklyn

Juni 6, 2013

 

Kein Meisterwerk, aber der von 102 auf 85 Minuten gekürzte „Robocop“ (3sat, 22.25 Uhr) muss echt nicht sein. Daher

 

Das Vierte, 20.15 (Wiederholung um 23.55 Uhr)

 

Jerry Cotton: Der Mörderclub von Brooklyn (D 1966, R.: Werner Jacobs)

 

Drehbuch: Alex Berg (Pseudonym von Herbert Reinecker)

 

LV: gleichnamige Heftserie aus dem Bastei-Lübbe-Verlag

 

Jerry Cottons fünfter Kinoeinsatz: drei New Yorker Millionäre werden erpresst. Der tapfere FBI-Agent sucht den Erpresser.

 

Jerrys erster Einsatz in Farbe – und irgendwie farbloser als die SW-Fälle. Die Musik von Peter Thomas ist dagegen kultig wie immer.

 

Helmut Förnbacher (er spielt Bryan) verdient heute sein Geld in erster Linie als Regisseur (u. a. Tatort).

 

Mit George Nader, Heinz Weiss, Helga Anders, Richard Münch, Karl Stepanek, Helmut Förnbacher, Heinz Reincke, Horst Michael Neutze

Hinweise

 

Wikipedia über Jerry Cotton

 

Bastei über Jerry Cotton

 

 Meine Besprechung von Martin Comparts „G-Man Jerry Cotton“ (2010)