Verfilmte Kriminalromane am 9. Juni im TV

Das Vierte, 22.00

Wer Gewalt sät (GB 1971, R.: Sam Peckinpah)

Drehbuch: David Zelag Goodman, Sam Peckinpah

LV: Gordon Williams: The siege of Trencher’s Farm, 1969 (spatter Straw Dogs)

Der friedfertig-weltfremde Mathematiker David Summer will im Heimatdorf seiner Frau Amy ungestört eine wissenschaftliche Arbeit beenden. Aber schon bald wird er von den Dorfbewohnern in einen Strudel der Gewalt gezogen.

Im Wesentlichen verlegt Sam Peckinpah seine bekannten Western-Topoi in die Gegenwart. Es ist eine bittere Studie über Gewalt und die Eskalation von Gewalt. Denn am Ende verteidigt David Summer sein Haus mit roher Gewalt.

„Straw Dogs ist ein vollständiges Werk – eine struktriere Vision des Lebens auf Film.“ (Pauline Kael, New Yorker, 1971)

Leider zeigt Das Vierte die gekürzte FSK-16-Fassung. Für diese und auch die auf DVD erhätliche Fassung wurde die für den Film zentrale und von Kritik und Publikum heftig attackierte Vergewaltigung von Amy durch die Dörfler gekürzt. Im Original ist die Szene quälend lang und es ist unklar, wie sehr Amy die von ihr provozierte Vergewaltigung geniest. Für den 12. Juli 2007 ist eine ungekürzte Doppel-DVD des Films angekündigt. Damit wird die Reihe der guten Peckinpah-(Wieder)Veröffentlichungen fortgesetzt.

Mit Dustin Hoffman, Susan George, Peter Vaughan, David Warner

RTL II, 22.05

Todesstille (Aus 1989, R.: Philip Noyce)

Drehbuch: Terry Hayes

LV: Charles Williams: Dead calm, 1963 (Tödliche Flaute)

Das Ehepaar Ingram fischt einen Mörder aus dem Wasser. Aus Dankbarkeit will er sie umbringen.

Spannender Drei-Personen-Thriller mit Nicole Kidman, Sam Neill, Billy Zane

Stellvertretend für die vielen euphorischen Stimmen: Todesstille „bewegt sich vielmehr auf der differenzierten, fast altmodischen Ebene einer Gattung von Filmen, die seit Jahren nahezu ausgestorben schien, jener kalkulierten Spannungsstücke, die mit einem Minimum an Konfliktstoff auskommen und deren Effekt sich vornehmlich aus der Machart ableitet.“ (film-dienst)

Wiederholung um 01.55 Uhr

ARD, 22.55

JAMES BOND: Im Angesicht des Todes (GB 1985, R.: John Glen)

Drehbuch: Richard Maibaum, Michael G. Wilson

LV: Ian Fleming: From a view to a kill, 1960 (Tod im Rückspiegel, Kurzgeschichte)

In einer Zeit, als es noch kein Internet gab: Max Zorin will die Computerweltmacht erringen, indem er Silicon Valley flutet. James Bond verhindert das Schlimmste.

Ziemlich müde Angelegenheit von Kleiderständer Moore. Danach war er reif für die Rente.

Mit Roger Moore, Christopher Walken, Tanya Roberts, Grace Jones, Patrick Macnee

WDR, 01.00

Unternehmen Rosebud (USA 1975, R.: Otto Preminger)

Drehbuch: Erik Lee Preminger, Marjorie Kellogg (ungenannt)

LV: Paul Bonnecarrere, Joan Hemingway: Rosebud, un chantage qui bouleverse le monde, 1973, (Unternehmen Rosebud)

Palästinensische Terroristen entführen fünf Millionärstöchter. Agent Larry Martin soll sie befreien.

Von Preminger sind wir besseres gewohnt. „Spannungsloser Agenten- und Politthriller voller Klischees.“ (Lexikon des internationalen Films)

„Unternehmen Rosebud“ ist das einzige Drehbuch von Premingers Sohn Erik Lee.

Mit Peter O’Toole, Richard Attenborough, Raf Vallone, Isabelle Huppert, Kim Cattrall (Debüt), Klaus Löwitsch

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