Cineasten und künftige Cineasten freuen sich auf dieses selten gezeigte Meisterwerk
Arte, 20.40
Intolerance (USA 1916, R.: D. W. Griffith)
Drehbuch: D. W. Griffith
In seiner Anklage gegen das Unrecht verbindet David Ward Griffith das Schicksal von Fabrikarbeitern im 20. Jahrhundert mit dem Untergang Babels, der Kreuzigung Jesu und der Bartholomäusnacht in Paris 1572. Nach dem umstrittenen, kommerziell erfolgreichen Ku-Klux-Klan-Epos „Geburt einer Nation“ (Birth of a Nation) prangert Griffith in „Intolerance“ Vorurteile und Unmenschlichkeiten an. In seinem Momumentalfilm („Intolerance“ gilt als der erste Monumentalfilm) präsentiert Griffith eine komplexe Geschichte und er ließ als einer der ersten (vielleicht sogar der erste) die Kamera als eigenständigen Akteur agieren. An der Kinokasse lohnte sich sein Mut nicht. Dem damaligen Publikum war ein über dreistündiger Film einfach zu lang.
Arte zeigt eine dreistündige, restaurierte Fassung des Films.
Mit Lillian Gish, Mae Marsh, Vera Lewis, Sam de Grasse, Fred Turner
Weitere Informationen:
Bonner Kinemathek zum Film (Zusammenstellung von Ausschnitten aus Kritiken und Filmfotos)
Sense of Cinema (John Steinle) über D. W. Griffith (langer, englischer Artikel über den Regisseur mit weiterführenden Links)