Kurz bevor der Bundestag über die Vorratsdatenspeicherung (die Speicherung von allen Telefon- und Internetdaten von allen in und aus Deutschland getätigten Verbindungen für ein halbes Jahr, denn es könnte ja für die Strafverfolgung wichtig werden) beschließt, reagiert die Justizministerin dünnhäutig und beschimpft den Bundesbeauftragten für Datenschutz als wenig sachkundig. Ist ja auch nervig, wenn nicht nur die üblichen Verdächtigen stänkern, sondern tausende Bürger auf die Straße gehen und Bürgerrechtsorganisationen, Unternehmen, Journalistenverbände, die evangelische Telefonseelsorge, Psychologen- und Ärztevereinigungen die Vorratsdatenspeicherung ablehnen.
Das Nerven der Politiker geht weiter. Am Dienstag gibt es in zahlreichen Städten Demos dagegen. Die Berliner versammeln sich ab 17. 00 Uhr vor dem Bundestag (naja, fast direkt davor) und lauschen den Worten von
- Martin Buchholz, Kaberettist
- Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, MdB FDP
- Petra Pau, MdB Die Linke
- Hans-Christian Ströbele, MdB Bündnis90/Die Grünen
- Prof. Rosemarie Will, Humanistische Union