KrimiWelt-Bestenliste April 2008

Die KrimiWelt-Bestenliste für den April sieht so aus:

1          (2)       Robert Littell: Die Söhne Abrahams

2          (3)       Peter Temple: Shooting Star

3          (9)       Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome

4          (-)        David Peace: 1983

5          (1)       Martin Cruz Smith: Stalins Geist

6          (-)        Andrew McGahan: Last Drinks

7          (-)        Lee Child: Sniper

8          (-)        Lawrence Block: Verluste

9          (-)        Michael Collins: Der Bestseller-Mord

10       (-)        Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse

 

Die vielen Neueinsteiger wirbeln die Liste so richtig auf. Trotzdem kenne ich, bis auf drei, alle empfohlenen Krimis.

Robert Littells „Die Söhne Abrahams“ ist ein gutes Buch über den Israel-Palästina-Konflikt, das aber nicht die Qualität von „Die kalte Legende“ erreicht. Dafür ist die Geschichte dann doch zu bekannt und die beiden religiösen Fanatiker hauen sich ihre Thesen und Interpretationen der heiligen Schriften zu spannungslos um die Ohren. Peter Temples „Shooting Star“ ist ein traditioneller Privatdetektivroman, bei dem das Porträt der verkommenen Familie schwärzer als gewohnt ausfällt. David Peace schließt mit „1983“ sein Red-Riding-Quartett mit einem vielstimmigen Chor ab. „Stalins Geist“ von Martin Cruz Smith ist der neueste Renko-Roman und ein Porträt des heutigen Russland. Lee Child setzt mit „Sniper“ seine Jack-Reacher-Serie überaus spannend fort. Ein guter Thriller für eine schlaflose Nacht. Allan Guthries „Abschied ohne Küsse“ ist eines von drei auf Deutsch erschienenen Hard-Case-Crime-Büchern, bei denen Rotbuch zum Glück auch die Covergestaltung der Originale übernommen hat. Guthrie erzählt eine grimmige, schwarzhumorige Gangstergeschichte, in der ein des Mordes verdächtiger Geldeintreiber den Mörder seiner Tochter sucht (Noch witziger ist das Hard-Case-Crime-Buch „Flop“ von Ken Bruen und Jason Starr.). Lawrence Block erlebt derzeit in Deutschland eine gelungene Rückkehr mit dem Frühwerk „Abzocker“ (ebenfalls in der Hard-Case-Crime-Reihe) und dem blutigen Matthew-Scudder-Roman „Verluste“. In „Verluste“ hilft Scudder seinem Freund Mick Ballou und das geht nicht ohne ein gehöriges Maß an Gewalt und Toten ab.

 

In den Klammern ist die Platzierung vom Vormonat.

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