R. i. P. Stuart Kaminsky (29. September 1934 – 9. Oktober 2009)
Der enorm produktive Krimiautor starb am Freitag. In Deutschland war er vor allem für seine Serien um Porfiry Rostinikov, Toby Peters und Abe Lieberman bekannt. Nur wenige dürften seine Lew-Fonesca-Serie und seine beiden Jim-Rockford-Romane kennen. Denn in den vergangenen Jahren wurden seine Bücher nicht mehr übersetzt. Die Ausnahme waren seine drei „CSI: NY“-Romane „Der Tote ohne Gesicht“, „Blutige Spur“ und „Sintflut“.
Er schrieb über sechzig Kriminalromane, zahlreiche Kurzgeschichten, Sachbücher über den Film und die hochgelobte Biographien über Don Siegel, Clint Eastwood, John Huston und Gary Cooper. Außerdem war er einer der Drehbuchautoren von Sergio Leones „Es war einmal in Amerika“.
Stuart Kaminsky erhielt in den vergangenen Jahrzehnten für sein Werk zahlreiche Preise und wurde 2006 von Mystery Writers of America zum Grandmaster ernannt.
Stu was a prolific writer, and an important mentor for many writers, including me. No one understood the history of the noir form better, but his many different series covered many aspects of the genre. His Rostnikov books were so carefully researched that when he finally made it to Moscow, after the fall of the Iron Curtain, the Mayor of Moscow came to meet him personally to praise Stu for his deep understanding of a city that he’d never visited. (Sara Paretsky)
Nachrufe gibt es bei Krimiblog, Sarah Weinman, The Rap Sheet, Sarasota Herald Tribune, The Outfit (Sara Paretsky mit einigen persönlichen Worten. In den Kommentaren gibt es weitere Erinnerungen) und Lee Goldberg (ebenfalls mit Erinnerungen an Kaminsky; dort habe ich auch die traurige Nachricht zuerst gelesen).
Eine umfassende Bibliographie von Kaminskys Werken gibt es bei Fantastic Fiction; eine unvollständige in der Krimi-Couch.