Für alle Fälle Fitz: Nine Eleven (GB 2006, R.: Antonia Bird)
Drehbuch: Jimmy McGovern
„Nine Eleven“ ist der okaye Nachklapp zur legendären Serie „Für alle Fälle Fitz“ (Cracker): der Psychologe Eddie „Fitz“ Fitzgerald besucht wegen der Hochzeit seiner Tochter wieder das inzwischen gründlich durchsanierte Manchester. Fitz, der sich in den vergangenen Jahren kein Jota änderte, torpediert zuerst die Hochzeit und mischt sich anschließend in einen Mordfall ein: zwei Amerikaner wurden ermordet.
„Nine Eleven“ verbindet gelungen den Antiterrorkrieg der USA mit dem Nordirlandkonflikt und, wenn es die vorherigen „Cracker“-Filme nicht gäbe, hätte mir der bislang letzte Auftritt von Robbie Coltrane als Fitz noch besser gefallen.
Jimmy McGoverns Drehbuch war vollkommen zu Recht für den Edgar nominiert.
ZDFneo zeigt an den kommenden Freitagen die ersten „Cracker“-Episoden. Allerdings scheint es sich um leicht gekürzte Fassungen zu handeln. Auf DVD sind die ungekürzten Folgen erschienen.
mit Robbie Coltrane, Barbara Flynn, Kieran O’Brien, Anthony Flanagan
Wer die Millenium-Trilogie von Stieg Larsson verschlungen hat, wird natürlich auch in den dritten Teil gehen und sich an einer romannahen Verfilmung erfreuen können. Auch wenn ein gesamter Subplot entfernt wurde. Aber wie schon in „Verblendung“ und „Verdamnis“ bleibt das Gerüst der Geschichte intakt.
Für die anderen Menschen – nun, sieht das Ganze etwas anders aus.
„Vergebung“ schließt nahtlos an den zweiten Teil „Verdammnis“ an. Lisbeth Salander liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Ihr Vater Alexander Zalachenko (im Buch Zalatschenko) im Zimmer nebenan und ihr Bruder Ronald Niedermann ist auf der Flucht. Der Staat bereitet die Anklage gegen Lisbeth vor. Immerhin hat sie versucht ihren Vater zu töten. Ihr Freund, der Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist, versucht ihr zu helfen.
Gleichzeitig versuchen die Beamten, die den russischen Überläufer Zalachenko die letzten Jahrzehnte schützten, ihn und damit auch sich weiterhin zu schützen.
Diese Aufräumaktion und wie sie schiefgeht wird im Film und im Buch in epischer und quälend-langatmiger Breite erzählt. Denn anstatt die Karten neu zu verteilen und damit alle Gewissheiten aus „Verdammnis“ wieder zumindest in Frage oder sogar komplett auf den Kopf zu stellen, erzählt Larsson einfach chronologisch weiter, was passiert. Deshalb ist die Hauptstory (Mikael versucht Lisbeth zu rehabilitieren) nur ein dröger Nachklapp zu der vorherigen Geschichte. Es ist, weil eigentlich in „Verdammnis“ bereits alles gesagt wurde und in „Vergebung“ keine neuen Erkenntnisse die alten Gewissheiten in Frage stellen, ein elend langer Epilog, bei dem viel, aber immer mit klarer Rollenverteilung, intrigiert wird. Denn Zalachenkos Freunde von der Sicherheitspolizei (SiPo) wollen Lisbeth Salander jetzt endgültig in die Psychiatrie einweisen lassen.
Auf der Leinwand ist dieses Pläneschmieden von einer Armada sprechender Köpfe oft ziemlich langweilig anzusehen. Denn Kino ist Bewegung und in „Vergebung“ gibt es das nur homöopathische Dosen.
Wenn Larssons Charaktere nicht gerade reden, schreiben und lesen sie. Das ist in einem Roman kein Problem, aber auf der Leinwand, wenn notgedrungen mit Voice-Over und Selbstgesprächen gearbeitet wird, langweilig.
Dagegen fällt immer stärker auf, dass die Bücher von Stieg Larsson Märchen für Erwachsene sind. Es gibt die edlen Guten und die fiesen, teilweise erstaunlich dilettantisch agierenden Bösen. Dazwischen gibt es nichts und am Ende geht die Geschichte gut aus. Denn der edle Ritter (aka Mikael Blomkvist, der nicht Kalle Blomkvist genannt werden möchte) hat die Jungfrau (aka Lisbeth Salander, die zeitgemäße Version von Pippi Langstrumpf mit starken Verhaltensstörungen) gerettet. Dass Salander am Ende noch einmal ihrem untergetauchten Bruder begegnet, ist nur ein Tribut an die gewandelten Zeiten. Immerhin gibt es inzwischen in Buch, Film und Computerspiel genug Frauen, die lustvoll ganze Horden von Männern verprügeln und töten.
So vereint „Vergebung“ das Beste und das Schlechteste von Stieg Larsson jetzt auch im Film. Obwohl wieder viel überflüssiger Ballast gestrichen wurde, ist der Film viel zu lang. Genaugenommen ist „Vergebung“ nur ein Epilog zu „Verdammnis“, der anstatt 5 Minuten fast 150 Minuten dauert und überraschungsfrei und ziemlich humorlos die Stationen eines Strafverfahrens abhakt. Nur die superdoofen Gegner von unserem tapferen Journalisten Blomkvist erstaunen immer wieder.
Für Larsson-Fans ist „Vergebung“ sicher eine probate Illustration des Buches. Wer aber den zweiten Teil der Millenium-Trilogie „Verdammnis“ nicht gelesen oder gesehen hat, wird sich beim Sehen von „Vergebung“, weil die meisten Charaktere und Hintergründe nicht mehr eingeführt werden, öfters sehr verloren fühlen.
In Schweden ist bereits die deutlich TV-Version von „Verblendung“ (dem besten Film der Trilogie), „Verdammnis“ und „Vergebung“ gelaufen. Larsson-Fans sollten sich also überlegen, ob sie sich jetzt die Einzel-DVDs kaufen oder auf den Extended-Cut warten.
Vergebung (Luftslottet som sprängdes, Schweden/Dänemark/Deutschland 2009)
Regie: Daniel Alfredson
Drehbuch: Ulf Rydberg (nach dem Roman von Stieg Larsson)
mit Michael Nyqvist, Noomi Rapace, Jacob Ericksson, Sofia Ledarp, Mikael Spreitz, Niklas Hjulström, Lena Endre, Michalis Koutsogiannakis, Yasmine Garbi, Per Oscarsson, Anders Ahlborn Rosendahl
Der Pariser Journalist Roland Wolf will den berühmten, für seine Wohltätigkeit bekannten Showmaster Christian Legagneur auf dessen Landsitz interviewen. Dabei blickt er hinter Legagneurs Fassade. Außerdem will Wolf herausfinden, was dort mit seiner Schwester geschah.
„Die Deformation beim Tanz um das goldene Kalb, die behaglich rosa getönte Fassade von Habgier und rücksichtsloser Menschenverachtung, die Verlogenheit in den Unterhaltungsmedien. Typische Themen in Chabrols Oeuvre, das mit diesem Film um ein unterhaltsames Meisterwerk reicher geworden ist.“ (Fischer Film Almanach 1988)
Arte nimmt den 80. Geburtstag von Claude Chabrol am 24. Juni zum Anlass, einige seiner Filme wieder zu zeigen. Nach „Masken“ stehen „Der Schrei der Eule“ (Montag, 7. Juni), „Das Biest muss sterben“ (Montag, 14. Juni), „Der Frauenmörder von Paris“ (Montag, 21. Juni) und „Betty“ (Donnerstag, 24. Juni) auf dem Programm.
Mit Philippe Noiret, Robin Renucci, Bernadette Lafont, Monique Chaumette
Wenn man heute den Roman „The Shootist“ von Glendon Swarthout liest, hat man immer John Wayne vor Augen. Denn wer außer dem ikonischen Westerndarsteller sollte einen alternden Revolverhelden spielen?
In der gleichnamigen, sich sehr genau an den Roman haltenden Verfilmung spielte John Wayne dann den gefürchteten Revolverhelden John Bernard Books. Am 22. Januar 1901 nimmt er in Carson City ein Zimmer bei der Witwe Bond Rogers (Lauren Bacall). Sein Arzt (James Stewart) hatte ihm gesagt, dass er Krebs habe (das war damals die Todesursache Nr. 1 für Revolverhelden) und in wenigen Wochen qualvoll sterben werde.
Glendon Swarthout entwarf in seinem Roman ein pessimistisches Bild der Gesellschaft und Don Siegel hatte, obwohl der Film etwas positiver endet, keine Probleme, dem zu folgen. In „Der Shootist – Der letzte Scharfschütze“ (doofer denglischer Titel) ist der Revolverheld Books von einer Horde Geschäftemacher, die alle seinen Tod als eine Möglichkeit zum Geldverdienen sehen und sich dafür nicht schämen, und einem Ortspolizisten, der seine Freude über Books baldiges Sterben auch vor Books nicht verbirgt, umgeben. Books wenigen „Freunde“ sind seine Vermieterin und sein Arzt, den er seit fünfzehn Jahren (also seit „Der Mann, der Liberty Valence erschoss“) nicht mehr gesehen hat. In einem solchen Umfeld wird der mehrfache Mörder Books zu einem ehrlichen Mann, der seinem Kodex folgt und Gewalt immer nur zur Selbstverteidigung benutzt.
Books, der sich über die menschliche Natur keine Illusionen macht, treibt in seinen letzten Tagen den Preis für sein Eigentum und seinen Leichnam in die Höhe. Nicht weil er das Geld für sich oder seine Nachkommen (die es nicht gibt) benötigt, sondern aus Prinzip. Aus Prinzip wirft er auch einen Journalisten, der Books Geschichte leicht ausgeschmückt verkaufen möchte, aus dem Gästehaus der Witwe Rogers.
Gleichzeitig freundet Books sich, soweit das ein Mann, der immer auf sich allein gestellt war, mit seiner Vermieterin Bond Rogers an und er versucht für ihren Sohn Gillom (der spätere Regisseur Ron Howard [zuletzt „Frost/Nixon“ und „Illuminati“]) ein Vater zu sein. Denn Gillom bewundert den Revolverhelden maßlos.
In diesen Tagen fragt Books sich, wie er sterben möchte und welches Bild von sich er der Welt überlassen will. Dafür bereitet er seinen Tod, in einem abschließendem Duell, präzise vor.
Am Ende macht er der Stadt sogar, wie im Buch ein Bewohner von Carson City sagt, noch ein Geschenk: „He killed every hard case around!“
Gleichzeitig hat er sich einen würdigen Abgang verschafft.
Jedenfalls im Film.
Dass „Der Shootist“ John Waynes letzter Film wurde, ahnte 1976 niemand. Damals war es nur ein weiterer John-Wayne-Film. Aber jeder wusste, dass der am 26. Mai 1907 geborene John Wayne langsam zu alt wurde, um den Cowboy zu spielen. Viele bekannte Schauspieler, die von dem Projekt hörten, wollten eine der letzten Gelegenheiten wahrnehmen, mit der Legende zu spielen – und verzichteten dafür auch auf ihre üblichen Gagen. So kostete der Film trotz seiner namhaften Besetzung nur 4,5 Millionen Dollar.
Als John Wayne am 11. Juni 1979, wie Books, an Krebs starb, erhielt der Film eine bittere Pointe. Denn während des Drehs glaubte John Wayne, den Krebs besiegt zu haben.
Inzwischen ist „Der Shootist“, wie Swarthouts Roman, ein Western-Klassiker. Die Western Writers of America verliehen Swarthouts Buch den Spur-Award als bester Western-Roman des Jahres 1975. Später nahmen sie „The Shootist“ in die Liste der 21 besten Western, Swarthout in die Liste der besten Western-Autoren und die Verfilmung in die Liste der zehn besten Western des zwanzigsten Jahrhunderts auf.
Außerdem ist der von Don Siegels inszenierte melancholische Spätwestern unbestritten einer von John Waynes besten Filme – und in jedem Fall, nach einigen schwachen und durchschnittlichen Filmen, ein würdiger Abschied aus dem Filmgeschäft.
Der Shootist – Der letzte Scharfschütze (The Shootist, USA 1976)
Regie: Don Siegel
Drehbuch: Miles Hood Swarthout, Scott Hale
LV: Glendon Swarthout: The Shootist, 1975 (Der Superschütze)
mit John Wayne, Lauren Bacall, Ron Howard, James Stewart, Richard Boone, Hugh O’Brian, Bill McKinney, Harry Morgan, John Carradine, Richard Lenz, Scatman Crothers
Tatort: Schönes Wochenende (D 1980, R.: Wolfgang Staudte)
Drehbuch: Uwe Erichsen, Martin Gies
In seinem letzten Fall verlässt Kommissar Haferkamp sein vertrautes Revier: Zusammen mit seiner Ex will er ein Wochenende im Bergischen Land verbringen. Aber statt gemeinsamen Wanderungen klärt er, ohne das Hotel zu verlassen, einen Mord an einem Ganoven und einen Überfall auf einen Großmarkt auf. Seine Ex erträgt die Ermittlungen ihres Ex mit Fassung.
Mit einem ungewöhnlichen Fall endete die Ära des bekannt-beliebten Kommissars. Denn bislang ermittelte er nicht in seiner Freizeit.
mit Hansjörg Felmy, Willy Semmelrogge, Karin Eickelbaum, Bernd Schäfer, Dieter Prochnow, Peter Millowitsch, Uwe Ochsenknecht
Drehbuch: Herman Miller, Dean Reisner, Howard Rodman (nach einer Story von Herman Miller)
Ein Sheriff aus Arizona verfolgt in New York einen flüchtigen Mörder.
Die erste Zusammenarbeit von Don Siegel und Clint Eastwood ist eine Vorstudie für „Dirty Harry“ und war der beginn einer jahrelangen Freundschaft. Der Film kam beim Publikum gut an, aber ich stimme Richard Schickel zu: „Dennoch bleibt der Eindruck bestehen, (…) dass es sich um einen verworrenen und im Ton vergriffenen Film handelt, der nie sein eigentliches Ziel findet, sondern von Schlüsselszene zu Schlüsselszene wandert – beziehungsweise kriecht.“ (Clint Eastwood – Eine Biographie)
„Coogans großer Bluff“ war auch das Vorbild für die TV-Serie „Ein Sheriff in New York“ (McCloud, mit Dennis Weaver).
mit Clint Eastwood, Lee J. Cobb, Susan Clark, Tisha Sterling, Don Stroud, Seymour Cassel
1955 begann es mit einem kleinen Auftritt in Jack Arnolds „Die Rache des Ungeheuers“ (Revenge of the Creature)
Von 1959 bis 1966 spielte er in der TV-Serie „Rawhide“ (Cowboys, Tausend Meilen Staub) Rowdy Yates:
1964 bestieg er den Flieger nach Italien und spielte in Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ (Per un Pugno di Dollari) Joe, besser bekannt als ‚Fremder ohne Namen‘:
Sein Debüt als Regisseur gab er 1971 mit „Sadistico – Wunschkonzert für einen Toten“ (Play Misty for Me):
Ebenfalls 1971 spielte er „Dirty Harry“ in Don Siegels Copthriller:
1976 war er „Der Texaner“ (The Outlaw Josey Wales):
1979 endete seine langjährige Zusammenarbeit mit Don Siegel mit dem Knastthriller „Flucht von Alcatraz“ (Escape from Alcatraz).
1982 entdeckte ich Clint Eastwood in „Firefox“:
1988 überließ er, aus nachvollziebaren Gründen, Forest Whitaker die Hauptrolle in „Bird“:
1992 erhielt er für „Erbarmungslos“ (Unforgiven) seinen ersten Oscar als bester Regisseur. Außerdem erhielt er den Oscar für den besten Film:
2004 wiederholte sich bei „Million Dollar Baby“ das Spiel: Clint Eastwood erhielt die Trophäe in den Kategorien „bester Film“ und „beste Regie“:
Seine bislang letzte Hauptrolle hatte er 2008 in „Gran Torino“:
Danach drehte er „Invictus“ (bereits im Kino) und „Hereafter“ (Postproduktion) und als nächstes will er ein Biopic über den FBI-Chef J. Edgar Hoover inszenieren.
Alles Gute zum achtzigsten Geburtstag, Clint Eastwood!
Mord unter Zeugen – Shooting Dogs (GB/D 2005, R.: Michael Caton-Jones)
Drehbuch: David Wolstencroft
Gleiches Thema wie “Hotel Ruanda”, aber dieses Mal nimmt ein Pater in seiner Missionsschule die vor dem Bürgerkrieg Flüchtenden auf. Weil „Shooting Dogs“ nach dem vorzüglichen „Hotel Ruanda“ in die Kinos kam, wurde er kaum beachtet.
Mit John Hurt, Hugh Dancy, Dominique Horwitz, Louis Mahony
Dieser kleinliche Streit überschattet aber nicht sein immenses Werk als Schauspieler und Regisseur. Nach der IMDB spielte Dennis Hopper er zwischen 1954 und 2010 in über zweihundert Filmen und TV-Serien mit. Vieles davon, vor allem in den letzten Jahren, ist nur Müll, den er zum Geldverdienen mit seiner Anwesenheit beehrte. Aber er spielte auch in vielen Klassikern mit. Dazu gehören, zwischen Hollywood-Mainstream, Blockbustern und Independent pendelnd, „…denn sie wissen nicht was sie tun“ (Rebel without a cause, USA 1955), „Giganten“ (Giant, USA 1955, wieder mit James Dean), „Zwei rechnen ab (Gunfight at the O.K. Corral, USA 1957), „Die vier Söhne der Katie Elder“ (The four Sons of Katie Elder, USA 1965), „Der Trip“ (The Trip, USA 1967), „Der Unbeugsame“ (Cool Hand Luke, USA 1967), „Hängt ihn höher“ (Hang ‚em high, USA 1968), „Der Marshall“ (True Grit, USA 1969), „Der amerikanische Freund“ (D 1977), „Apocalypse Now“ (USA 1979), „Rumble Fish“ (USA 1983), „Das Osterman-Weekend“ (USA 1983), „White Star“ (D 1983; wahrscheinlich kennt niemand diesen Roland-Klick-Film), „Blue Velvet“ (USA 1986), „Indian Runner“ (USA 1991), „Red Rock West“ (USA 1993), „True Romance“ (USA 1993), „Speed“ (USA 1994), „Waterworld“ (USA 1995), „The Blackout“ (USA 1997), „Land of the Dead“ (USA 2005), „Palermo Shooting“ (D 2008) und dann war er noch der Bösewicht in der ersten Staffel von „24“. Er spielte wahrscheinlich mit jedem bekannte Schauspieler der letzten fünfzig Jahre und wahrscheinlich jeder renommierte Regisseur gab oder versuchte ihm Anweisungen zu geben.
Er inszenierte „Easy Rider“ (USA 1969), „The last Movie“ (USA 1971), „Explodierende Träume“ (Out of the Blue, USA 1980), „Colors – Farben der Gewalt“ (USA 1988) und „The hot Spot – Spiel mit dem Feuer“ (The hot Spot, USA 1990). Das ist zwar ein schmales, aber letztendlich beeindruckendes Werk mit einer hohen Klassikerdichte.
LV: Forrest Carter: The Rebel Outlaw: Josey Wales, 1973 (Gone to Texas; The Outlaw Josey Wales; Josey Wales
Missouri, während des Bürgerkriegs: Marodierende Nordstaatler bringen die Familie von Farmer Josey Wales um. Er schwört Rache, schließt sich den Südstaatlern an, ergibt sich nicht am Ende des Bürgerkrieges, wird als Outlaw gejagt und will irgendwann nur noch seine Ruhe haben. Aber langsam hat er eine Ersatzfamilie im Schlepptau.
Ein feiner Western
mit Clint Eastwood, Chief Dan George, Sondra Locke, Bill McKinney, John Vernon, Paula Trueman, Sam Bottoms
3 (4) Paco Ignacio Taibo II: Der Schatten des Schattens
4 (-) Henning Mankell: Der Feind im Schatten
5 (-) Francisco González Ledesma: Der Tod wohnt nebenan
6 (5) Arne Dahl: Dunkelziffer
7 (-) Dominique Manotti: Letzte Schicht
8 (6) Michael Connelly: So wahr uns Gott helfe
9 (-) Patricia Duncker: Der Komponist und seine Richterin
10 (8) Adrian McKinty: Der sichere Tod
–
In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
–
Huch, schon wieder fünf Neueinsteiger.
Erfreulich ist, dass Josh Bazell, Michael Connelly und Adrian McKinty weiterhin drin sind und dass Pete Dexter mit seinem endlich übersetztem Debütroman drin ist.
Wyoming, 1880: Als der ehemalige Revolverheld William Munny erfährt, dass die Huren von Big Whiskey ein Kopfgeld von 1000 Dollar auf zwei Cowboys aussetzten, die eine von ihnen verstümmelte, schnallt er wieder seinen Colt um. Denn er braucht das Geld für sich und seine beiden Kinder; – auch wenn er es mit zwei Gefährten teilen muss.
„‚Erbarmungslos‘ ist offensichtlich ein feinfühlig gemachter und ausbalancierter Film, und, wenn man seine Einsichten in die menschliche Natur bedenkt, so düster, wie ein Genrefilm überhaupt nur sein kann. Aber er präsentiert sich nicht finster, was er teilweise seinen Autoren verdankt. (…) Abgesehen von ‚revisionistisch‘ , war das von den Kritikern am häufigsten verwendete Wort ‚Meisterstück‘.“ (Richard Schickel: Clint Eastwood – Eine Biographie)
„ein vorzüglicher Spätwestern, der wie seit Peckinpahs ‚The Wild Bunch‘ nicht mehr verstört.“ (Fischer Film Almanach 1993)
„Erbarmungslos“ erhielt vier Oscars, unter anderem als bester Film. Clint Eastwood erhielt für seine Regie und sein Spiel zahlreiche Preise und Nominierungen.
Das Drehbuch war für den Edgar, Oscar, Golden Globe und WGA Award nominiert und erhielt von den Western Writers of America den Spur Award als bestes Western-Drehbuch.
Außerdem erhielt „Erbarmungslos“ den Bronze Wrangler der Western Heritage Awards.
Bei Rotten Tomatoes liegt der Frischegrad für diesen Western bei 96 Prozent.
Auf einer 2008 veröffentlichten Liste der zehn besten Western setzte das American Film Institute „Erbarmunglos“ auf den vierten Platz.
mit Clint Eastwood, Gene Hackman, Morgan Freeman, Richard Harris, Jaimz Woolvett, Saul Rubinek, Francis Fisher, Jeremy Ratchford
Via The Rap Sheet erreichte mich folgende wirklich überraschende, aber auch sehr neugierig machende Meldung:
Jeffery Deaver schreibt den nächsten James-Bond-Roman.
Deaver sagt zum Projekt:„The novel will maintain the persona of James Bond as Fleming created him and the unique tone the author brought to his books, while incorporating my own literary trademarks: detailed research, fast pacing and surprise twists.”
Der Thriller soll im Mai 2011 in den USA und England erscheinen und der Arbeitstitel „Project X“ wird sich sicher auch noch ändern.
Die Geschichte spielt in der Gegenwart und James Bond wird mindestens drei exotische Orte besuchen.
Das verrät nicht viel und könnte auch zu fast jedem Bond-Buch und -Film gesagt werden. Trotzdem bin ich schon jetzt sehr gespannt auf den Thriller. Denn der letzte Buchauftritt von James Bond in Sebastian Faulks‘ „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008) war enttäuschend und spannend wird’s bei Jeffery Deaver immer.
Der neue Trailer für Michael Winterbottoms Jim-Thompson-Verfilmung „The Killer inside me“ gefällt mir wirklich gut. Leider gibt es immer noch keinen deutschen Starttermin.
(Dank an Spinetingler für den Hinweis, dass in den USA vor vierzig Jahren diese Chester-Himes-Verfilmung startete. Deutschlandstart war am 26. Januar 1971.)
Oklahoma in den Dreißigern: Countrysänger Red Stovall ist ein todkranker Alkoholiker, aber vor seinem Tod will er in Nashville in der Grand Ole Opry singen. Damit sein Traum in Erfüllung geht, begleitet ihn sein vierzehnjähriger Neffe Whit. Und dieser muss bei dieser Fahrt vom Kind zum Mann werden.
Ein Drama über einen Verlierer, das Clint Eastwood am Herzen lag, ein gewaltiger Schritt weg von seinem damaligen Leinwandimage war (davor drehte er „Firefox“, danach „Dirty Harry kommt zurück“) und ein Kassenflop wurde. Denn damals war Clint Eastwood vor allem der Fremde ohne Namen (immer noch), Dirty Harry (sowieso) und der Mann aus San Fernando mit dem Orang-Utan Clyde. Erst 1986 wurde der Film in einigen deutschen Kinos gezeigt.
Verna Bloom meinte: „Wenn Clint ein Versager wäre, dann wäre er Red.“
„Es ist offensichtlich ein sehr einfacher Film. Und er wurde auch mit einfachen Mitteln gemacht – in einem Zeitrahmen von fünf Wochen und einem Budget von knapp über 3 Millionen Dollar. Das Studio verlangte ein positives Ende, was Clint jedoch sorgfältig vermied.
Von der Kritik wurde dieser Film radikal unterbewertet.“ (Richard Schickel: Clint Eastwood – Eine Biographie)
Yep.
„Honkytonk Man“ ist eine schöne Liebeserklärung an die kleinen Leute und eine Brücke zu seinem mit „Erbarmungslos“ einsetzendem Spätwerk.
mit Clint Eastwood, Kyle Eastwood, John McIntire, Alexa Kenin, Verna Bloom
Als „Yukon“ 1981 in den Kinos anlief, kam er bei der Kritik nicht gut an und die meisten Zuschauer sahen sich lieber „Jäger des verlorenen Schatzes“, „James Bond – In tödlicher Mission“, „Auf dem Highway ist die Hölle los“, „Cap und Capper“, „Die Klapperschlange“, „Superman II“ oder „Das Boot“ an (und Kommissar Schimanski löste seine ersten Fälle). Dagegen war „Yukon“ dann doch unübersehbar aus einem anderen Jahrzehnt.
Später verschwand der Film in der Versenkung.
Jetzt liegt die DVD vor – und „Yukon“ ist ein sehr unterhaltsamer, im positiven Sinne altmodischer Abenteuerfilm mit Angie Dickinson (in einer vollkommen überflüssigen Nebenrolle), Lee Marvin und Charles Bronson als Jäger und Gejagter in der wundervollen kanadischen Bergwelt.
Diese von Menschen unberührten Berge umkreist die Kamera während des Vorspanns. Es ist eine unwirtliche Landschaft, in der der Mensch nur geduldet ist.
Der betont auffällige Hinweis vor dem ersten Bild, dass der Film auf einer wahren Geschichte beruhe ist Hollywood-Voodoo. Denn die wahre Geschichte der Menschenjagd nach Albert Johnson, dem verrückten Trapper vom Rat River, war ganz anders.
Doch zurück zum Film und wie in den ersten Minuten alle wichtigen Charaktere und Themen eingeführt werden. Schon während des Vorspanns reitet ein in Fellen eingehüllter Mann langsam durch den Schnee. Er trifft auf eine Gruppe Männer, die einen Hundekampf veranstalten. Der Mann kauft den schwerverletzten Hund und verschwindet.
Bis jetzt sind sechs Minuten vergangen und wir kennen den Guten (Charles Bronson als Albert Johnson), der ohne sein Zutun in Gefahr gerät, und den Bösewicht Hazel (Ed Lauter), der es nicht verkraften kann, dass ein hergelaufener Fremder ihm seinen Hundekampf versaut, ihn vor seinen Männern demütigt und mit einer verächtlichen Geste den halbtoten Hund für stolze 200 Dollar abkauft. Als Hazel in der sechsten Filmminute sagt „Wir werden uns wiedersehen. Mir klaut niemand etwas.“ ist der die nächsten neunzig Minuten bestimmende Konflikt klar umrissen – und unsere Sympathien sind ebenso klar verteilt.
Die jetzt folgende Schrift „Yukon Territory, November 1931“ verrät Ort und Zeit der Geschichte. Im Bild ist ein kleiner Friedhof und die langsam zurückfahrende Kamera enthüllt die gesamte Poesie des Holzschildes: „Rat River Cemetary“.
Die nächsten drei Minuten gehören Lee Marvin, der den desillusionierten Sergeant Edgar Millen der Royal Canadian Mounted Police spielt, der es sich in diesem Nest mit Alkohol, Frauen und einem schwarzen Freund gemütlich eingerichtet hat . Er ist letztendlich der zweite Gute. Er wird zu einer Menschenjagd gezwungen, obwohl er in Johnson einen Geistesverwandten sieht. Auch dies wird schon in seiner ersten Szene deutlich: Hazel beschwert sich bei Millen, dass Johnson seinen Hund gestohlen habe. Millen lässt ihn abblitzen. Aber gegen die sich im folgenden entwickelnde Dynamik zwischen den beiden Kontrahenten, wobei Hazel die treibende Kraft ist, hat er keine Chance und so führt er plötzlich eine Menschenjagd an – und versucht dabei den Gejagten zu schützen.
Dieser Konflikt zwischen Johnson und Hazel ist natürlich auch ein Konflikt zwischen dem edlen Cowboy, der schweigsam tut, was getan werden muss, und dem niederträchtig-feigen Kapitalisten, der vor allem um sein Image besorgt ist und die Wahrheit schamlos verbiegt. Es ist auch ein Konflikt zwischen Wilder Westen und Moderne.
Aber bei Peter Hunt (dessen bekanntester Film immer noch sein Debüt, der James-Bond-Film „Im Geheimdienst ihrer Majestät“, ist) führt diesen Konflikt nicht, wie bei Sam Peckinpah, zu einem Riss innerhalb seiner Charaktere. Während bei Peckinpah immer auch die Frage verhandelt wurde, wie die Prinzipien des Westerners im zwanzigsten Jahrhundert überleben können, und daher seine Charaktere sich auch immer zwischen Anpassung und Treue zu ihren Prinzipien (und einem von der Zeit überholten way of life) entscheiden mussten, wird in „Yukon“ eben dieser Moralkodex des Westerners nicht hinterfragt. Er wird von Johnson und Millen verkörpert. Deren Gegner stehen dagegen für die schlechten Seiten der Moderne: Habgier, Hass und Egozentrik. Hazel und seine Gefolgsleute – eine ziemlich debile Ansammlung von, hm, Hinterwäldlern – sind so überzeichnet, dass sie vor allem als Bösewichte taugen. Das gilt auch für den Journalisten, der mit der von seiner Zeitung ausgelobten Belohnung, die niederen Instinkte der Jäger noch anstachelt. Da ist das Ende der Menschenjagd, trotz einer kleinen Überraschung am Ende, klar.
„Yukon“ ist insofern ein naiver Western, der gerade deshalb heute noch gut angesehen werden kann. Weil er jetzt nicht mehr an sein Entstehungsjahr, das damalige Kinoprogramm und die damaligen gesellschaftlichen Diskurse gebunden ist, wirkt er sogar besser als damals. Immerhin erzählt er, ökonomisch den alten Hollywood-Erzähltugenden gehorchend, eine einfache Geschichte in der die Charaktere und die Geschichte im Mittelpunkt stehen.
Als Bonusmaterial gibt es den amerikanischen und deutschen Trailer (die sich nur in der Tonspur unterscheiden), eine Bildergalerie mit Plakaten und Standfotos und einen knapp dreißigminütigen Mitschnitt einer Pressekonferenz, der zwar nicht viel über den Film verrät, aber dafür Charles Bronson und Lee Marvin in bester Laune zeigt. Mit ihren selbstironischen und auch überlegten Statements zeigen sie, dass sie intelligenter als ihr öffentliches Macho-Image sind. Der anwesende Produzent Murray Shostak fällt nicht weiter auf.
Der Mitschnitt ist ein historisch interessantes Dokument für die Fans der beiden Schauspieler und eine sehr nette Beigabe der DVD-Macher, die wieder einmal zeigt, wie viel Mühe Koch-Media sich mit der deutschen Erstveröffentlichung gemacht hat. Denn sogar die US-amerikanische Ausgabe von Anchor Bay muss ohne Bonusmaterial auskommen.
Yukon (Death Hunt, USA 1981)
Regie: Peter R. Hunt
Drehbuch: Michael Grais, Mark Victor
mit Charles Bronson, Lee Marvin, Carl Weathers, Andrew Stevens, Ed Lauter, Angie Dickinson, Scott Hylands
auch bekannt als „Ein Mann wird zur Bestie“
–
DVD
Koch-Media
Bild: 1.85:1 (16:9)
Ton: Deutsch, Englisch, Italienisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch, Italienisch
Bonusmaterial: Radio-Interview mit Charles Bronson und Lee Marvin (optionale Untertitel: deutsch, italienisch), Bildergalerie, Trailer (deutsch, englisch), Wendecover
Tödliche Versprechen – Eastern Promises (GB/USA/Can 2007, Regie: David Cronenberg)
Drehbuch: Steven Knight
Eine Hebamme gerät zwischen die Fronten der Russenmafia. Denn sie besitzt ein Tagebuch, das einige Verbrecher belastet. Ein Killer soll sie umbringen.
Hartes, in London spielendes, top besetztes Gangsterdrama von David Cronenberg.
Steven Knight schrieb unter anderem das Oscar- und BAFTA-nominierte und mit dem Edgar Allan Poe-Preis ausgezeichnete Drehbuch zum Stephen Frears-Film „Kleine schmutzige Tricks“ (Dirty Pretty Things, GB 2002).
„Eastern Promises“, wurde, oft in den Kategorien, bester Film, beste Regie, beste Hauptrolle und bestes Drehbuch, für zahlreiche Preise nominiert und erhielt auch einige. Knights Drehbuch war für den Edgar nominiert.
Im Moment arbeiten Steven Knight, David Cronenberg und Viggo Mortensen an einer Fortsetzung von „Eastern Promises“.
mit Viggo Mortensen, Naomi Watts, Armin Müller-Stahl, Vincent Cassel
Wer für die „Kaliber .64“-Reihe schreiben will, muss nur zwei Bedingungen erfüllen: ein deutschsprachiger Autor sein und einen 64-seitigen Text (naja, genaugenommen etwas weniger, aber im Satz kann immer noch etwas geschummelt werden) abliefern. Oh, und es sollte auch eine Kriminalgeschichte sein, aber das versteht sich bei dem Reihennamen und weil nur Krimiautoren (wie Friedrich Ani, Horst Eckert, Gunter Gerlach, Frank Göhre, Robert Hültner, Wolfgang Schorlau und Manfred Wieninger) und -autorinnen (wie Christine Grän, Edith Kneifl, Susanne Mischke, Regula Venske und Gabriele Wolff) gefragt werden ja von selbst. Und dennoch scheitern erstaunlich viele Autoren.
Auch Jan Costin Wagners „Kaliber .64“-Geschichte „Sandmann träumt“ ist nur ein Langweiler, der träge auf sein Ende zuschlurft. Der titelgebende Christoph Sandmann ist ein 59-jähriger, verheirateter Gymnasiallehrer, der sich in eine seiner Schülerinnen verliebt. Er schmachtet sie aber nur wie ein verliebter Teenager an. Als für eine Klassenfahrt ein Lehrer ausfällt, springt er ein. Während der Klassenfahrt (Abfahrt auf Seite 27) kommt es zu einem Ereignis, das Jan Costin Wagner auf Seite 49 so schnell und emotionslos schildert, dass erst auf der nächsten Seite deutlich wird, was Sandmann getan hat.
Die restlichen elf Seiten sind dann auch schnell gelesen und man fragt sich, warum Jan Costin Wagners Kimmo-Jonetaa-Romane so abgefeiert wurden.
Denn er gewinnt der altbekannten Geschichte vom Lehrer, der sich in eine Schülerin verliebt, keine neuen Aspekte ab. Sandmann ist als Charakter eine typische Schriftstellerfantasie, die mit den heutigen Lehrern nichts zu tun hat. So hat Sandmann als Endfünfziger 1968, die Siebziger mit freiem Sex, Kinderläden und dem Neuen Deutschen Film (Fassbinder, Herzog, Schlöndorff, Wenders), die Hochzeit der Friedensbewegung, Helmut Kohl, die Einheit und den 11. September erlebt, aber er verhält sich wie der vergeistigt-verklemmte Lehrer aus den weltfremden Filmen der fünfziger Jahre.
Dieser überaus passive Lehrer Sandmann bleibt – auch wegen Wagners knapper Sprache und den ermüdenden Stummelsätzen, die an ein schlechtes Drehbuch erinnern (Oh, halt, „Sandmann träumt“ ist ja ein Exposé für den nächsten TV-Film ohne sozialkritischen Touch) – als Charakter genauso austauschbar wie seine Kollegen und die Schüler.
„Sandmann träumt“ blickt schüchtern in Richtung Patricia Highsmith und Georges Simenon (die Non-Maigrets) und bewegt sich dann zielstrebig in die entgegengesetzte Richtung in die Ödnis des papiernen Pseudo-Psychothrillers, der weder Psycho noch Thriller, aber viel Pseudo ist.