TV-Tipp für den 26. Januar: Kafka

Januar 26, 2010

RBB, 22.45

Kafka (USA/F 1991, R.: Steven Soderbergh)

Drehbuch: Lem Dobbs

Buch zum Film: Francois Rivière: Kafka

Prag, 20er Jahre: Kafka untersucht den Tod eines Freundes. Dabei gerät er in ein kafkaeses Abenteuer.

Stilbewußte, vor Ort gedrehte Liebeserklärung an Franz Kafka und sein Werk, das hier mit seinem Leben verwoben wird. Am Ende – geht so in Richtung James Bond – lässt der zitatenreiche Film dann nach.

Damals wurde der Film von der Kritik nicht so freundlich aufgenommen. Wahrscheinlich, weil sie alle ein Remake von Soderberghs Erstling „Sex, Lies, and Videotape“ (Sex, Lügen und Video, USA 1989) erwarteten. Eine der positiven: „Ein besonders für Kafka-Kenner und Liebhaber sehr interessante Arbeit, die vor allem auch beweist, dass Soderbergh sich enorm weiterentwickelt hat.“ (Blickpunkt: Film, 20. 3. 1992)

Mit Jeremy Irons, Theresa Russel, Alec Guiness, Ian Holm, Jeroen Krabbé, Armin Müller-Stahl, Brian Glover, David Jansen


Die Lefty-, Bruce-Alexander-, Panik- und Dily-Nominierungen

Januar 25, 2010

Während der Left Coast Crime Convention vom 11. bis 14. März in Los Angeles werden einige Preise vergeben. Nominiert sind:

Lefty Award (for a humorous mystery)

Swan for the Money, von Donna Andrews (Minotaur)

Living with Your Kids Is Murder, von Mike Befeler (Five Star)

Strangle a Loaf of Italian Bread, von Denise Dietz (Five Star)

Getting Old Is a Disaster, von Rita Lakin (Dell)

High Crimes on the Magical Plane, von Kris Neri (Red Coyote Press)

Bruce Alexander Award (for a historical mystery set before 1950)

Tears of Pearl, von Tasha Alexander (Minotaur)

In a Gilded Cage, von Rhys Bowen (Minotaur)

A Trace of Smoke, von Rebecca Cantrell (Forge)

Freedom’s Fight, von Gary Phillips (Parker Publishing)

Serpent in the Thorns, von Jeri Westerson

Panik Award (for L.A.-based noir, honoring deceased LCC 2010 chairman Paul Anik)

Cemetery Road, von Gar Anthony Haywood (Severn House)

Trust No One, von Gregg Hurwitz (St. Martin’s Press)

Death Was in the Picture, von Linda L. Richards (St. Martin’s Press)

Boulevard, von Stephen J. Schwartz (Forge)

Dilys Award (verliehen von der Independent Mystery Booksellers Association für den Krimi, den die Buchhändler am liebsten verkauft haben)

The Sweetness at the Bottom of the Pie, von Alan Bradley (Delacorte)

A Quiet Belief in Angels, von R.J. Ellory (Overlook)

The Dark Horse, von Craig Johnson (Viking)

The Girl Who Played with Fire (Verdammnis), von Stieg Larsson (Knopf)

The Ghosts of Belfast, von Stuart Neville (Soho)

The Brutal Telling, von Louise Penny (Minotaur)

The Shanghai Moon, von S.J. Rozan (Minotaur)

(Dank an The Rap Sheet für die Infos)


TV-Tipp für den 25. Januar: Ken Folletts Eisfieber

Januar 25, 2010

ZDF, 20.15

Ken Folletts Eisfieber – Teil 1 (D 2010, R.: Peter Keglevic)

Drehbuch: Beatrix Christian, Olaf Kraemer, Federica Pontremoli

LV: Ken Follett: Whiteout, 2005 (Eisfieber)

Edinburgh im Dezember: Aus einem Bio-Labor verschwindet ein supertödlicher Virus. Die Sicherheitsbeauftragte Antonia Gallo glaubt, dass der hochverschuldete Sohn des Laborleiters Stanley Oxenford hinter dem Einbruch steckt – und los geht die Hatz über Stock und Stein in das verschneite Landhaus der Oxenfords.

Den zweiten Teil gibt’s am Mittwoch, den 27. Januar, um 20.15 Uhr.

Erstausstrahlung eines prominent besetzten Zweiteilers. Die ersten Kritiken sagen übereinstimmend, dass der erste Teil eher lahm, aber der zweite ziemlich gut ist. Warum also nicht einfach nur den zweiten Teil ansehen?

Das ZDF plant weitere Follett-Verfilmungen. Im Moment wird für Pro 7/Sat.1 als achtstündiges Epos „Die Säulen der Erde“ (The Pillars of the Earth, 1990) verfilmt.

mit Heiner Lauterbach, Isabella Ferrari, Tom Schilling, Matthias Brandt, Anneke Kim Sarnau, Bülent Sharif, Katharina Wackernagel, Sophie von Kessel

Hinweise

ZDF über „Ken Folletts Eisfieber“

Homepage von Ken Follett


Jaaames Ellroy besucht Deutschland

Januar 24, 2010

Eine Woche. Mit seinem neuen Buch. Blut will fließen. Die Termine:

München, 25. Januar 2010

um 20.00 Uhr im Literaturhaus (Salvatorplatz 1)

Moderation: Claudius Seidl, FAS

Deutsche Lesung: Matthias Brandt

Hamburg, 26. Januar 2010

um 20.00 Uhr im Literaturhaus (Schwanenwik 38)

Köln, 27. Januar 2010

um 20.00 Uhr im Literaturhaus (Schönhauser Str. 8)

Stuttgart, 28. Januar 2010

um 20.00 Uhr im Literaturhaus (Breitscheidstr. 4)

Berlin, 29. Januar 2010

um 19.00 Uhr in Kulturkaufhaus Dussmann (Friedrichstr. 90)

Und weil ich mit dem abschließenden Band seiner Underworld-Trilogie „Blut will fließen“ (Blood’s a Rover, 2009) noch nicht fertig bin, gibt es zur Einstimmung für die Abende mit James Ellroy einige aktuelle Videos



TV-Tipp für den 24. Januar: Mann unter Feuer

Januar 24, 2010

Pro 7, 22.30

Mann unter Feuer (USA 2004, R.: Tony Scott)

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: A. J. Quinnell: Man on Fire, 1980 (Der Söldner, Mann unter Feuer)

Ex-CIA-Agent John Creasy ist in Mexiko City der Leibwächter einer siebenjährigen Millionärstochter. Als sie von Gangstern entführt wird, startet er einen blutigen Rachefeldzug.

Scotts formale Brillanz bei der Bild- und Tongestaltung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Mann unter Feuer“ ein viel zu lang geratenes, eindimensionales Rachedrama ist.

Mit Denzel Washington, Dakota Fanning, Christopher Walken, Giancarlo Giannini, Mickey Rourke

Wiederholung: Montag, 25. Januar, 03.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Mann unter Feuer“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Mann unter Feuer“

UGO: Interview mit Tony Scott über „Man on Fire“

Drehbuch „Man on Fire“ von Brian Helgeland (Fassung vom 10. Februar 2003)

A.-J.-Quinnell-Fanseite


TV-Tipp für den 23. Januar: Mean Streets – Hexenkessel

Januar 23, 2010

Herzlichen Glückwunsch, Marty!

RBB, 23.40

Mean Streets – Hexenkessel (USA 1973, R.: Martin Scorsese)

Drehbuch: Martin Scorsese, Mardik Martin

New York, Lower East Side: Charlie versucht sich um seinen leicht durchgeknallten Kumpel Johnny Boy zu kümmern. Denn dieser verärgert mit seinen Eskapaden auch die Mafia.

Grandioses Frühwerk von Martin Scorsese und der Start von mehreren großen Karrieren.

Mean Streets besteht vor allem aus einem Mosaik von Momentaufnahmen und Anekdoten; an Stelle einer kontinuierlichen Entwicklung herrscht die Kontinuität des Stillstands. Vielleicht ist das der Hauptgrund, warum Mean Streets so irritierend authentisch wirkt.“ (Hans Günther Pflaum in Peter W. Jansen/Wolfram Schütte [Hrsg.]: Martin Scorsese – Hanser Reihe Film 37, 1986)

Die größte Ironie bei dem Film ist, dass „Mean Streets“ untrennbar mit New York verbunden ist, obwohl, wegen des Geldes, die meisten Szenen nicht an Originalschauplätzen sondern in Los Angeles gedreht wurden

Mit Robert De Niro, Harvey Keitel, David Proval, Amy Robinson, Robert Carradine, David Carradine, Martin Scorsese (als Shorty, der Killer im Auto)

Hinweise

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

Martin-Scorsese-Fanseite


Die zehn besten Krimis 2009?

Januar 22, 2010

Die KrimiWelt hat jetzt ihre Jahresbestenliste veröffentlicht. Qualifiziert sind Krimis, die im Lauf des Jahres auf einer der monatlichen Bestenlisten auftauchten.

Hier ist die Liste:

1 Roger Smith: Kap der Finsternis

2 Fred Vargas: Der verbotene Ort

3 David Peace: Tokio im Jahr Null

4 Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott

5 Don Winslow: Frankie Machine

6 Friedrich Ani: Totsein verjährt nicht

7 Tana French: Totengleich

8 Richard Stark: Keiner rennt für immer

9 Pete Dexter: Paris Trout

10 James Sallis: Dunkle Schuld

Kein Ken Bruen? Kein Garry Disher? Kein Horst Eckert (Hm, war der überhaupt auf der Liste?)?


TV-Tipp für den 22. Januar: In der Hitze der Nacht

Januar 22, 2010

WDR, 23.15

In der Hitze der Nacht (USA 1967, R.: Norman Jewison)

Drehbuch: Sterling Siliphant

LV: John Ball: In the heat of the night, 1965 (In der Hitze der Nacht)

In einem Südstaatenkaff müssen ein weißer, reaktionärer Sheriff und ein afroamerikanischer Kollege einen Mord aufklären.

John Balls hochgelobter, erfolgreicher Roman war der erste Auftritt eines afroamerikanischen Polizisten als Sympathieträger. Ball wollte damit zur Verständigung zwischen den Rassen beitragen. Außerdem reflektierte er in seinem Krimi die damaligen politischen Kämpfe des Civil Rights Movements in den Südstaaten.

Die enorm erfolgreiche Verfilmung erhielt fünf Oscars, unter anderem als bester Film des Jahres. Aus heutiger Sicht ist „In der Hitze der Nacht“ ein extrem naives und einseitiges Bekenntnis zur Rassenversöhnung (etwas guter Wille und schon geht´s) und ein technisch gut gemachter Whodunit.

Poitier drehte noch zwei schwächere Fortsetzungen. Letztendlich wurde es ein normaler, bestenfalls durchschnittlicher Polizeikrimi. Am nächsten Freitag (29. Januar) zeigt der WDR um 23.15 Uhr die erste Fortsetzung „Zehn Stunden Zeit für Virgil Tibbs“ (They call me Mister Tibbs!, USA 1970, Regie: Gordon Douglas, Drehbuch: Alan R. Trustman, James R. Webb)

Mit Sidney Poitier, Rod Steiger, Warren Oates, Lee Grant

Hinweise

Wikipedia über „In der Hitze der Nacht“ (deutsch, englisch)

Nick’s Flick Picks review of „In the Heat of the Night“

Culture Cartel: Tony Pellum über „In the Heat of the Night (1. August 2002)

Slate: Mark Harris über „In the Heat of the Night“ (5. Februar 2008)

Drehbuch „In the Heat of the Night“ (Zweite Fassung vom 28. September 1966) von Stirling Silliphant

The Hollywood Interview befragt Norman Jewison (15. März 2008)


Surrogate, Sachbeschädigungen und einige Morde

Januar 21, 2010

Mit „Tron“ und den Romanen von William Gibson, Bruce Sterling und Neal Stephenson tauchten wir vor Jahren, als wir das Internet noch nicht kannten, in den Cyberspace ab.

Der erste „Matrix“-Film (die beiden grottigen Fortsetzungen lassen wir links liegen) drehte dann die ganze Sache etwas um – und etliche SF-Autoren monierten zu Recht die Logikschwächen dieser Konstruktion.

Robert Venditti drehte mit seinem Comicdebüt „The Surrogates“ diese Denkschraube noch etwas weiter. Denn während in den Cyberpunk-Romanen immer klar war, dass die Akteure in der realen Welt leben und der Cyberspace eine rein elektronische Welt ist, die allerdings vielfältig mit der realen Welt verknüpft ist und sie auch beeinflusst, ist das bei Venditti anders. Jedenfalls irgendwie. Denn es gibt keinen Cyberspace, aber die Menschen verlassen ihre Wohnungen nicht mehr. Sie schicken Surrogate – menschlich aussehende Roboter, die von ihnen gesteuert werden – nach draußen. Insofern ist der Cyberspace, in dem wir jede gewünschte Identität annehmen können und folgenlos Erfahrungen sammeln können, ein Teil der Wirklichkeit geworden.

Das ist auf den ersten Blick eine faszinierende Idee und Autor Robert Venditti und Zeichner Brett Weldele setzen sie auch kongenial um. Auf den zweiten Blick ist es aber auch ein ziemlicher Unfug. Denn wahrscheinlich wird es, außer in „Blade Runner“, nie Roboter geben, die von Menschen nicht mehr unterschieden werden können. Aber diese Replikanten agierten selbstständig. Die Surrogate sind dagegen ferngesteuerte Hüllen. Es wird also eine gewaltige Rechnerleistung beanspruchen, diese Roboter durch die gesamte Metropole fernzusteuern. Und es stellt sich die Frage, warum ein solch riesiger Aufwand betrieben werden sollte.

(Das heißt nicht, dass es in naher Zukunft nicht mehr spezielle ferngesteuerte Arbeitsroboter gibt, die für Menschen gefährliche oder monotone Tätigkeiten, wie dem Entschärfen von Bomben und dem Bau von Häusern und Tunnels, übernehmen.)

Dennoch gibt es in Vendittis und Weldeles 2054 spielendem Comic in Central Georgia Metropolis diese sich stellvertretend für echte Menschen durch die Stadt bewegenden Surrogate. Es gibt für uns normale Verbrechen, wie Einbruch, Diebstahl und Mord, praktisch nicht mehr. Es gibt dagegen öfters Sachbeschädigungen – an den Surrogaten. Auch jetzt müssen der ältere Polizist Harvey Greer und sein jüngerer Partner Pete Ford wieder so einen Fall von Sachbeschädigung aufklären. Während eines Gewitters sterben bei einem Liebesspiel in einer dunklen Gasse zwei Surrogate. Die erste Vermutung der Polizisten, dass sie durch einen Blitzschlag verkohlt sind, wird durch die Obduktion und Aufzeichnung der letzten Minuten der Surrogate widerlegt. Ein maskierter Mann hat sie mit einem Stromschlag gebraten. Greer und Ford beginnen diesen Mann zu suchen. Als nächstes werden die Surrogate von zwei Wächtern von Clark Technologies gebraten und eine EMP-Offensivsystem gestohlen. Greer glaubt, dass der Täter einen größeren Rachefeldzug gegen die Surrogate plant.

Nachdem bei einem Zusammentreffen mit ihm Greers Surrogat zerstört wird, muss er seine Wohnung verlassen.

Unter dem Deckmantel einer actionhaltigen Whodunit-Geschichte behandelt „The Surrogates“ auch philosophische Fragen, wie was das Menschsein ausmacht und welche Realität wir wollen: die geschönte aus der Werbung oder die ungeschönte.

Das ist kein Selbstbewusstsein, sondern die Wirklichkeit. Das hier ist es, wer ich bin, und wenn ich mich verlinke, ändert sich daran nichts.“

Wenn ich verlinkt bin, sehe ich jünger aus. Ich fühle mich jünger. Wenn das nicht die Wirklichkeit ist, dann weiß ich nicht, was.“

Weldele zeichnete die Geschichte mit klaren Strichen und meist einfarbigen Panels, die fast wie ein Storyboard für einen Film wirken.

Und in Hollywood ist „The Surrogates“ auch gelandet.

Die gleichnamige Verfilmung von Jonathan Mostow läuft heute in den Kinos an. Das Drehbuch ist von Michael Ferris und John Brancato. Auf ihr Konto gehen auch der grandiose David-Fincher-Film „The Game“, die Gurke „Catwoman“ und die beiden letzten „Terminator“-Filme. Bruce Willis übernahm die Hauptrolle. Das Konzept der Surrogaten wurde aus der Graphic Novel übernommen. Die Story, wie schon der Trailer zeigt, wurde etwas aufgepeppt. Optisch sieht der mit 88 Minuten ungewöhnlich kurze SF-Thriller jetzt wie die Bruce-Willis-Version der freien Isaac-Asimov-Verfilmung „I, Robot“ aus. Also „Stirb langsam, Roboter“.

Robert Venditti/Brett Weldele: The Surrogates

(übersetzt von Christian Langhagen)

Cross Cult, 2009

208 Seiten

26 Euro

Originalausgabe

The Surrogates

Top Shelf Productions, 2006/2009

Verfilmung

Surrogates (USA 2009)

Regie: Jonathan Mostow

Drehbuch: Michael Ferris, John Brancato

mit Bruce Willis, Radha Mitchell, Rosamund Pike, James Cromwell, Ving Rhames

Hinweise

Homepage von Robert Venditti

Homepage von Brett Weldele

UGO: Interview mit Robert Venditti (13. April 2009)

BC Refugee Blog: Interview mit Robert Venditti (12. Oktober 2009)

Comicgate: Interview mit Robert Venditti und Brett Weldele (7. November 2009)

Slam Multimedia: Interview mit Robert Venditti und Brett Weldele (2009)

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Surrogates“


TV-Tipp für den 21. Januar: Satire Gipfel

Januar 21, 2010

ARD, 22.45

Satire Gipfel

Matthias Richling, Frank Lüdecke, Christoph Sieber und Axel Pätz (sein erster Auftritt in der Sendung) nehmen sich, live aus der Hauptstadt, die aktuelle Politik und den ganzen Rest vor.

Und wer’s verpasst, kann hier sein Glück versuchen.


R. i. P. Robert B. Parker

Januar 20, 2010

R. i. P. Robert B. Parker (17. September 1932 – 18. Januar 2010)

Am Montag starb Robert B. Parker am Schreibtisch beim Schreiben seines nächsten Romans.

Im Moment fehlen mir noch die Worte. Parker erneuerte mit seinen Spenser-Romanen in den Siebzigern den Privatdetektivroman. Später kamen noch die Serien mit Privatdetektivin Sunny Randall und Kleinstadt-Cop Jesse Stone und einige wenige Einzelwerke hinzu. Außerdem vollendete er das Manuskript „Poodle Springs“ von Raymond Chandler. Dieser Marlowe-Roman wurde mit James Caan verfilmt. Die Spenser-Romane bildeten die Vorlage für eine TV-Serie mit Robert Urich, die Stone-Romane für eine TV-Spielfilmreihe mit Tom Selleck.

Zuletzt veröffentlichte Robert B. Parker pro Jahr mehrere Romane, die, auch wenn die Geschichte nicht so gelungen war, immer wieder durch seine klare Sprache und den Humor überzeugten.

Harlan Coben sagte: “Wenn wir über Detektivromane sprechen, nennen ihn 90 Prozent von uns als Einfluss, und die anderen Lügen.”

Für Max Allan Collins ist Robert B. Parker einer der zehn wichtigsten Privatdetektiv-Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts und George P. Pelecanos meinte: „Die zahllosen Imitationen der Spenser-Romane – und es gibt viele – haben unsere Wahrnehmung der Originale getrübt. Wir haben keine Lust mehr auf Spensers Söhne, also haben wir keine Lust mehr auf Spenser.“

Im Rap Sheet haben J. Kingston Pierce und Kevin Burton ihre Gedanken formuliert. Sarah Weinman in Confessions of an Idiosyncratic Mind (dort gibt es auch Links zu vielen weiteren Nachrufen).

Weitere Nachrufe gibt es in der Toronto Sun (ausführliche AP-Meldung), Boston Globe, Boston Herald und Washington Post.

Ich habe zuletzt über seinen ’neuesten‘ Spenser-Roman „Hundert Dollar Baby“ (Hundred Dollar Baby, 2006) geschrieben (dort gibt es auch einige weitere Links).


Die Edgar-Nominierungen 2010

Januar 20, 2010

Die Mystery Writers of America haben die Nominierungen für den diesjährigen Edgar-Allan-Poe-Preis bekannt gegeben. Der Preis wird am 29. April 2010 im Grand Hyatt Hotel, New York City, verliehen.

Die Nominierten sind:

BEST NOVEL

The Missing von Tim Gautreaux (Random House – Alfred A. Knopf)

The Odds von Kathleen George (Minotaur Books)

The Last Child von John Hart (Minotaur Books)

Mystic Arts of Erasing All Signs of Death (Das Clean-Team) von Charlie Huston (Random House – Ballantine Books)

Nemesis von Jo Nesbø, übersetzt von Don Bartlett (HarperCollins)

A Beautiful Place to Die von Malla Nunn (Simon & Schuster – Atria Books)

BEST FIRST NOVEL BY AN AMERICAN AUTHOR

The Girl She Used to Be von David Cristofano (Grand Central Publishing)

Starvation Lake von Bryan Gruley (Simon & Schuster – Touchstone)

The Weight of Silence von Heather Gudenkauf (MIRA Books)

A Bad Day for Sorry von Sophie Littlefield (Minotaur Books – Thomas Dunne Books)

Black Water Rising von Attica Locke (HarperCollins)

In the Shadow of Gotham von Stefanie Pintoff (Minotaur Books)

BEST PAPERBACK ORIGINAL

Bury Me Deep von Megan Abbott (Simon & Schuster)

Havana Lunar von Robert Arellano (Akashic Books)

The Lord God Bird von Russell Hill (Pleasure Boat Studio – Caravel Books)

Body Blows von Marc Strange (Dundurn Press – Castle Street Mysteries)

The Herring-Seller’s Apprentice von L.C. Tyler (Felony & Mayhem Press)

BEST FACT CRIME

Columbine von Dave Cullen (Hachette Book Group – Twelve)

Go Down Together: The True, Untold Story of Bonnie and Clyde von Jeff Guinn (Simon & Schuster)

The Fence: A Police Cover-Up Along Boston’s Racial Divide von Dick Lehr (HarperCollins)

Provenance: How a Con Man and a Forger Rewrote the History of Modern Art von Laney Salisbury und Aly Sujo (The Penguin Press)

Vanished Smile: The Mysterious Theft of Mona Lisa von R.A. Scotti (Random House – Alfred A. Knopf)

BEST CRITICAL/BIOGRAPHICAL

Talking About Detective Fiction von P.D. James (Random House – Alfred A. Knopf)

The Lineup: The World’s Greatest Crime Writers Tell the Inside Story of Their Greatest Detectives, herausgegeben von Otto Penzler (Hachette Book Group – Little, Brown and Company)

Haunted Heart: The Life and Times of Stephen King von Lisa Rogak (Thomas Dunne Books)

The Talented Miss Highsmith: The Secret Life and Serious Art of Patricia Highsmith von Joan Schenkar (St. Martin’s Press)

The Stephen King Illustrated Companion von Bev Vincent (Fall River Press)

BEST SHORT STORY

„Last Fair Deal Gone Down“ (in Crossroad Blues) von Ace Atkins (Busted Flush Press)

„Femme Sole“ (in Boston Noir) von Dana Cameron (Akashic Books)

„Digby, Attorney at Law“ (in Alfred Hitchcock Mystery Magazine) von Jim Fusilli (Dell Magazines)

„Animal Rescue“ (in Boston Noir) von Dennis Lehane (Akashic Books)

„Amapola“ (in Phoenix Noir) von Luis Alberto Urrea (Akashic Books)

BEST JUVENILE

The Case of the Case of Mistaken Identity von Mac Barnett (Simon & Schuster Books for Young Readers)

The Red Blazer Girls: The Ring of Rocamadour von Michael D. Beil (Random House Children’s Books – Alfred A. Knopf)

Closed for the Season von Mary Downing Hahn (Houghton Mifflin Harcourt Children’s Books)

Creepy Crawly Crime von Aaron Reynolds (Henry Holt Books for Young Readers)

The Case of the Cryptic Crinoline von Nancy Springer (Penguin Young Readers Group – Philomel Books)

BEST YOUNG ADULT

Reality Check von Peter Abrahams (HarperCollins Children’s Books – HarperTeen)

If the Witness Lied von Caroline B. Cooney (Random House Children’s Books – Delacorte Press)

The Morgue and Me von John C. Ford (Penguin Young Readers Group – Viking Children’s Books)

Petronella Saves Nearly Everyone von Dene Low (Houghton Mifflin Harcourt Children’s Books)

Shadowed Summer von Saundra Mitchell (Random House Children’s Books – Delacorte Press)

BEST TELEVISION EPISODE TELEPLAY

Place of Execution” Drehbuch von Patrick Harbinson (PBS/WGBH Boston)

Strike Three” (The Closer), Drehbuch von Steven Kane (Warner Bros TV for TNT)

Look What He Dug Up This Time” (Damages), Drehbuch von Todd A. Kessler, Glenn Kessler & Daniel Zelman (FX Networks)

Grilled” (Breaking Bad), Drehbuch von George Mastras (AMC/Sony)

Living the Dream” (Dexter), Drehbuch von Clyde Phillips (Showtime)

ROBERT L. FISH MEMORIAL AWARD

„A Dreadful Day“ (in Alfred Hitchcock Mystery Magazine) von Dan Warthman (Dell Magazines)

GRAND MASTER

Dorothy Gilman

RAVEN AWARDS

Mystery Lovers Bookshop, Oakmont, Pennsylvania

Zev Buffman, International Mystery Writers’ Festival

ELLERY QUEEN AWARD

Poisoned Pen Press (Barbara Peters & Robert Rosenwald)

THE SIMON & SCHUSTER – MARY HIGGINS CLARK AWARD

(Presented at MWA’s Agents & Editors Party on Wednesday, April 28, 2010)

Awakening von S.J. Bolton (Minotaur Books)

Cat Sitter on a Hot Tin Roof von Blaize Clement (Minotaur Books)

Never Tell a Lie von Hallie Ephron (HarperCollins – William Morrow)

Lethal Vintage von Nadia Gordon (Chronicle Books)

Dial H for Hitchcock von Susan Kandel (HarperCollins)


TV-Tipp für den 20. Januar: Geld für alle!

Januar 20, 2010

ARD, 23.30

Geld für alle! (D 2010, R.: Ulrich Stein, Christian Gramstadt)

Drehbuch: Ulrich Stein, Christian Gramstadt

Gibt es Alternativen zum Kapitalismus? Und wie können die aussehen? Die ARD-Reporter machen sich auf die Suche und entdecken Sterntaler, Grundeinkommen und ethische Geldanlagen.

Wiederholung: Donnerstag, 21. Januar, 02.55 Uhr

Hinweis

ARD über die Doku


DVD-Kritik: „Sie nannten ihn Stick“

Januar 19, 2010

Als „Sie nannten ihn Stick“ in der ersten Hälfte der achtziger Jahre in die Kinos kam, wurde er von den Kritikern geschlachtet. Auch Elmore Leonard mag diese Verfilmung nicht. Das liegt bei diesem Krimi auch an der gar nicht so unüblichen Hollywood-Produktion. Zuerst wurde Elmore Leonard beauftragt ein Drehbuch zu schreiben. In den Siebzigern hatte er bereits die Drehbücher zu „The Moonshine War“ (Whisky brutal, mit Richard Widmark und Alan Alda), „Joe Kidd“ (Sinola, mit Clint Eastwood), „Mr. Majestik“ (Das Gesetz bin ich, mit Charles Bronson) geschrieben und auch einige seiner Romane (vor allem seine Western) waren verfilmt worden. Am bekanntesten aus dieser Zeit ist wahrscheinlich „Hombre“ (Man nannte ihn Hombre, mit Paul Newman).

Als er sein Drehbuch ablieferte, fehlte den Produzenten die nötige Action. Joseph Stinson schrieb die gewünschten Szenen. Er hatte damals das Drehbuch für den Dirty-Harry-Film „Sudden Impact“ (Dirty Harry kommt zurück) und das Burt-Reynolds/Clint-Eastwood-Vehikel „City Heat“ geschrieben. Die Dreharbeiten liefen anscheinend problemlos. Als der Film dann fertig war, gab es – auch das ist für Hollywood nicht ungewöhnlich – einen Nachdreh. Das Studio wollte noch mehr Action. Oh, und mehr Skorpione.

Das alles wussten die Kritiker beim Filmstart. Außerdem hatte Burt Reynolds für „City Heat“ eine Razzie-Nominierung erhalten und seine vorherigen Filme waren Flops (mal finanziell, mal künstlerisch, mal beides). Da schlugen die Kritiker gerne kräftig zu und auch an der Kasse war der Film kein Hit.

Dagegen hatte Elmore Leonard 1984 für „La Brava“ den Edgar erhalten und er hatte bereits viele loyale Fans.

Aber wenn man „Sie nannten ihn Stick“ heute, über 25 Jahre nach seiner Premiere wiedersieht, entdeckt man einen gar nicht so schlechten kleinen Florida-Unterweltkrimi.

Ernest ‚Stick‘ Stickley (den Leonard-Fans aus „Beute“/“Dies ist ein Überfall“ [Ryan’s Rules/Swag, 1976] kennen) hat gerade einige Jahre im Knast verbracht. Jetzt will er in Miami ein neues Leben beginnen und auch für seine Teenager-Tochter wieder ein Vater sein. Ein alter Kumpel nimmt ihn mit zu einer in den Sümpfen stattfindenden Geldübergabe. Diese geht schief. Ein Albino-Killer erschießt seinen Kumpel. Stick kann flüchten.

Über einen exzentrischen Millionär, der sich gerne mit Verbrechern umgibt, hofft Stick, an den Mörder seines Freundes und die für die Geldübergabe versprochene Bezahlung zu kommen.

Burt Reynolds zeichnete in seiner fünften Regiearbeit (wenn man die TV-Folge für die kurzlebige Krimiserie „Hawk“ mitzählt) ein unsentimentales Bild vom Gangster- und Jet-Set-Leben in Florida in den frühen Achtzigern; mit schönen Landschaftsaufnahmen und ohne den „Miami Vice“-Glamour. Stattdessen konzentriert er sich ungewöhnlich ausführlich auf die einzelnen Charaktere und ihre sich teilweise langsam entwickelnden Beziehungen zueinander. Stick scheint sogar phasenweise seinen Racheplan zu vergessen. Er freundet sich mit dem Diener und der Freundin des Millionärs an. Er trifft sich mit seiner Tochter. Aber dann schlagen die Konventionen des Gangsterfilms wieder zu und Stick muss gegen die Drogenhändler kämpfen. Dennoch ist die Action eher dünn gesät und konzentriert sich vor allem auf den Anfang (die gut gefilmte misslungene Geldübergabe in den Everglades) und das Ende (den legendären Sturz von Stuntman Dar Robinson, der auch den Albino-Killer spielte, und einen Schusswechsel).

Gerade dieses Hollywood-Action-Ende ist ärgerlich. Im Buch endet die Geschichte ziemlich unblutig (Keine Angst: es gibt Blut und Leichen). Im Film ist dieses Ende auch ähnlich enthalten. Dann wird der Wunsch der Produzenten nach „Action“ befriedigt und Stick nimmt zur Beseitigung von einigen Gangstern eine MG in die Hand. Aber der Stick, den wir bis dahin kennen gelernt haben, hätte die Verbrecher cool gegeneinander ausgespielt. Er war zwar im Knast, aber blöde ist er nicht.

Insofern ist Ernest Stickley ein Vorläufer von Jack Foley (gespielt von George Clooney in „Out of Sight“), Chili Palmer (gespielt von John Travolta in „Get Shorty“ und „Be Cool“) oder Jackie Brown (gespielt von Pam Grier in „Jackie Brown“) und damit natürlich ein typischer Leonard-Charakter.

Der Film selbst pendelt dagegen unentschlossen zwischen Gangsterdrama und witzigem (eher witzig gemeintem) Actionfilm. Dennoch, oder gerade wegen seiner Mängel, ist er als früher Vorläufer der heutigen Florida-Krimis, die zwischen Action, Comedy (manchmal auch Klamauk) und Noir pendeln, sehenswert.

Beim Ansehen der Bildergalerie der jetzt erschienenen, spartanisch ausgestatteten DVD-Weltpremiere von „Sie nannten ihn Stick“ sieht man etliche Bilder von Szenen und Schauspieler, die es nicht in den Film geschafft haben. Da wäre ein Director’s Cut – falls es die Szenen überhaupt noch und in einer akzeptablen Qualität gibt – sicher ein interessanter Film.

Sie nannten ihn Stick (Stick, USA 1983)

Regie: Burt Reynolds

Drehbuch: Elmore Leonard, Joseph C. Stinson

mit Burt Reynolds, Candice Bergen, George Segal, Charles Durning, José Perez, Gastulo Guerra

DVD

MIG Filmgroup

Laufzeit: 110 Minuten

Bild: 1.85 (16:9 anamorph)

Ton: Deutsch, Englisch (2.0)

Untertitel: Deutsch

FSK: ab 16 Jahre

Extras: Bildergalerie, Wendecover

Vorlage

Elmore Leonard: Stick

Arbor House, 1983

Übersetzung

Elmore Leonard: Sie nannten ihn Stick

(übersetzt von Heidi Meller)

Heyne, 1985

(Neuauflage 1990 in der Blauen Reihe als „Stick“)

Hinweise

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Elmore Leonard in der Kriminalakte

The Great Smokies Review: Ein Gespräch mit Joe Stinson (Fall 2009)


Cover der Woche

Januar 19, 2010


Besprechung von „Ouvertüre um Mitternacht“ online

Januar 19, 2010

In der Berliner Literaturkritik feiere ich Gerald Kershs „Ouvertüre um Mitternacht“ (Prelude to a Certain Midnight, 1947) ziemlich hemmungslos ab.


TV-Tipp für den 19. Januar: Nachtschicht – Amok!

Januar 19, 2010

ZDF neo, 21.00

Nachtschicht: Amok! (D 2003, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Lars Becker

Überaus gelungener Einstand einer Gruppe Hamburger Polizisten, die die Nachtschicht haben und gleichzeitig mehrere Fälle lösen müssen. Der größte Fall ist dabei in einer Bank die Geiselnahme von Ex-Roadie Schlosser.

Becker: „Wir orientieren uns an der Popkultur.“ und der „Tip“ ist wirklich begeistert von diesem hochkarätig besetzten TV-Movie.

Mit Armin Rohde, Uwe Ochsenknecht, Katharina Böhm, Ken Duken, Cosma Shiva Hagen, Minh-Khai Phan-Thi

Wiederholung: Mittwoch, 20. Januar, 04.10 Uhr (Taggenau!)


Stuttgarter Krimipreis verliehen

Januar 19, 2010

Es bleibt in der Familie. Denn die Preisträger des ersten Stuttgarter Krimipreises kommen alle aus dem Ländle. Zwei leben sogar in Stuttgart (Hm, schwäbische Sparsamkeit?):

Bester deutschsprachiger Kriminalroman 2009

Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto

Bester deutschsprachiger Wirtschaftskriminalroman 2009

Ulrich Ritzel: Beifang

Bester deutschsprachiger Debütkriminalroman 2009

Thomas Hoeth: Herbstbotin

Der Preis wird am 8. März auf der Abschlussgala der Stuttgarter Kriminächte vergeben.


Kleinkram

Januar 18, 2010

Wer hat dieses Jahr einen Golden Globe erhalten?

Ein kurzes Interview mit Iris Kiefer (Leiterin Fiction bei Filmpool) und Susanne Wagner (Executive Producer von „Countdown“) über „Countdown“:

Susanne Wagner: Wir zeigen immer die entscheidende Sequenz des Geschehens, dann gehen wir zurück zur Tat und zum Tatort. Ich finde deshalb nicht, dass unser Konzept unsere Geschichten in irgendeiner Form einengt.

Iris Kiefer: Wir erzählen all das mit gewisser Selbstironie, augenzwinkernd. Natürlich spielt Sebastian Ströbel einen Macho, aber dennoch kommt er bei Frauen extrem gut an. Unsere Studien zeigen, dass er weiblichen Zuschauern gute Laune bereitet.

Ähem, „Countdown“ ist eine neue RTL-Krimiserie, die Donnerstags um 21.15 Uhr (zwischen „Alarm für Cobra 11“ und „Bones“) läuft. Sie kann auch hier angesehen werden.

Irgendwie halte ich die Idee jede Folge als eine lange Rückblende zu erzählen für einen doofen Gimmick, den ich bei „CSI: Miami“ einmal pro Staffel akzeptieren kann, und die ersten Minuten sind gewollt witzig.

Ray Banks schreibt über Derek Raymonds „Dead Man Upright“.

Robert-Ludlum-Neuigkeiten: Marc Forster soll bei „The Chancellor Manuscript“ die Regie übernehmen, Peter O-Brien das Drehbuch schreiben und Leonardo DiCaprio ist immer noch für die Hauptrolle im Gespräch.

Bei Collider ist Ben Begley mit dem achten Staffelauftakt von „24“ ziemlich zufrieden:

24 is by no means a perfect show, but what it usually delivers on is action packed seasons and cliffhangers at the end of each episode.  Season 8, which starts with a 4-hour premiere tomorrow night, has a lot to live up to after last year’s non-stop insanely good season.  Some critics would disagree, but I thought season 7 was pure 24 gold.  Although the premiere isn’t as intense as I had hoped, some great new elements have been introduced.  And let’s just say Renee Walker returns with a vengeance!

Wer nicht auf den Kinostart warten will:

Michael Spierig/Peter Spierig: Daybreakers

Gary Whita: The Book of Eli


TV-Tipp für den 18. Januar: Nachtschicht – Wir sind die Polizei

Januar 18, 2010

ZDF, 20.15

Nachtschicht: Wir sind die Polizei (D 2010, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Lars Becker

In Hamburg geht’s auch in der neuen „Nachtschicht“-Folge rund: die Schicht beginnt mit einem Krokodil. Dann gibt es schlagende Männer, Männer, die in Frauenkleidern einen Juwelierladen überfallen und falsche Polizisten (Kennen wir die nicht schon von der vorherigen Folge?).

mit Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi, Roeland Wiesnekker, Peter Kremer, Cosma Shiva Hagen, Ralph Herforth, Oliver Stokowski