TV-Tipp für den 13. Februar: Das große Fressen

Februar 13, 2011

3sat, 23.35

Das große Fressen (F/I 1973, R.: Marco Ferreri)

Drehbuch: Marco Ferreri, Rafael Azcona, Francis Blanche (Dialoge)

Vier in der Midlife-Crisis steckende, zum Bürgertum gehörende Männer treffen sich in einer Villa. Sie wollen dort ihren Trieben, nämlich Sex und Essen, bis zum Tod nachgehen.

3sat meint „eine groteske schwarze Komödie“. Im „Großen Filmlexikon“ von TV Spielfilm steht „zügellose schwarze Satire“. Nur das „Lexikon des internationalen Films“ ist nicht amüsiert: „Die Allegorie auf eine nur am Konsum orientierten Gesellschaft geht in der vordergründigen Inszenierung unter.“

Mit Philippe Noiret, Marcello Mastroianni, Ugo Tognazzi, Michel Piccoli, Andrea Ferréol

Hinweise

3sat über „Das große Fressen“

Wikipedia über „Das große Fressen“

Bright Lights Film Journalüber „Das große Fressen“


TV-Tipp für den 12. Februar: The Man who wasn’t there – Der unauffällige Mr. Crane

Februar 12, 2011

Eins Festival, 20.15

The Man who wasn’t there (USA 2001, R.: Joel Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

Friseur Ed Crane führt ein unauffälliges und ehrliches Leben, bis ihm ein Kunde ein todsicheres Geschäft anbietet.

Die Noir-Hommage „The Man who wasn’t there“ ist einer der schönsten Filme der Coen-Brüder.

„Kein Fehler, sich dieses kunstvolle Meisterwerk der Melancholie anzusehen.“ (Adrian Prechtel, AZ, 8. November 2001)

Mit Billy Bob Holland, Frances McDormand, James Gandolfini, Scarlett Johansson, Richard Jenkins, Tony Shalhoub

Auch bekannt als “The Man who wasn’t there” (Kinotitel)

Hinweise

You know, for Kids! (Coen-Seite)

Drehbuch „The Man who wasn’t there“ von Joel & Ethan Coen

Wikipedia über die Coen-Brüder (deutsch, englisch)


DVD-Kritik: Val Kilmer wagt das „Das Chaos-Experiment“

Februar 11, 2011

Die Inhaltsangabe klingt bescheuert: ein Typ taucht bei einer Zeitung auf und sagt, er habe sechs Menschen in eine Sauna gesperrt. Die Temperatur in der Sauna erhöhe sich ständig und die Menschen werden in einigen Stunden sterben, außer die Zeitung drucke seinen Artikel ab, in dem vor der Klimakatastrophe gewarnt werde. Der Chef vom Dienst ruft die Polizei an. Der Polizist glaubt, dass der Irre wirklich einige Menschen in einer Sauna eingesperrt hat. Er will die Gefangenen vor dem sicheren Tod zu retten.

Ein Mann will die Menschheit vor der Klimakatastrophe warnen? Wissen wir nicht alle, dass die Temperatur steigt? Haben nicht auch alle Untergangspropheten für „2012“ wieder einmal aus allen Rohren geschossen – und im Zweifelsfall hat Roland Emmerich, für alle, die es nicht so mit dem Lesen haben, nicht schon zwei Blockbuster zum Thema gedreht? Muss da wirklich ein Durchgeknallter bei einem Provinzblatt in Grand Rapids, Michigan, auftauchen und die frohe Botschaft verkünden?

Aber in den ersten Minuten von „Das Chaos-Experiment“ stellt sich dann doch eine leichte Beruhigung ein. Die Klimakatastrophe ist nur ein MacGuffin für einen gewöhnlichen Thriller, in dem ein Erpresser einige Geisel nimmt, um an sein Ziel zu gelangen, ein Polizist ihn daran hindern will und die Gefangenen versuchen, sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

Außerdem spielt Val Kilmer den Erpresser bereits von der ersten Minute an als den Durchgeknallten von nebenan; der Typ, der ihnen in der U-Bahn, am Marktstand oder in der Kneipe ohne eine Miene zu verziehen die unglaublichsten Geschichten erzählt. Gerne über staatliche Verfolgung von KGB/CIA/BND und wie sie versuchen ihn mit Strahlen in den Wahnsinn zu treiben.

Dafür sind die von dem Erpresser in der Sauna gefangen gehaltenen Menschen nur austauschbares Schlachtvieh mit ebenso vorhersehbaren Konflikten und einer fast ebenso vorhersehbaren Sterbereihenfolge. Und weil Regisseur Phillipe Martinez auf die bekloppte Idee verfiel, die in der Sauna spielenden Szenen in ein goldgelbes Licht zu tauchen, erinnern diese Bilder ein einen missglückt-verklemmten Softporno mit Kamasutra-Touch. Dieser Plot ist zum Weglaufen. Da hilft auch kein fast nackter Eric Roberts.

Das Chaos-Experiment“ ist ein kleiner, durchaus unterhaltsamer Thriller, der eine erstaunlich hochkarätige Besetzung hat und den man sich vor allem wegen der Szenen von Val Kilmer und Armand Assante (der den harten Straßencop spielt) durchaus irgendwann im TV ansehen kann. Aber auch dann erhält man keine Antwort auf die Frage, warum Val Kilmer derzeit sein Talent in so vielen kleinen Filmen, die nicht umsonst direkt auf DVD landen, verschleudert. Auch „Das Chaos-Experiment“ wurde mit einem sehr überschaubarem Budget, bis auf einige kurze Szenen, in zwei Räumen an vierzehn Tagen gedreht.

Das Chaos-Experiment (The Steam Experiment, USA 2009)

Regie: Phillipe Martinez
Buch: Robert Malkani

mit Val Kilmer, Armand Assante, Eric Roberts, Megan Brown, Patrick Muldoon, Cordelia Reynolds, Eve Mauro, Quinn Duffy

DVD

Sunfilm

Bild: 16:9 (1:2,35)

Ton: Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Trailer (deutsch, englisch)

Länge: 87 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Wikipedia über „Das Chaos-Experiment“

The Grand Rapids Press über die Dreharbeiten


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

Februar 11, 2011

Bei den Alligatorpapieren sind, grandios von Alligator-Alfred aufgehübscht, meine TV-Krimi-Buch-Tipps (eine kommentierte Auflistung aller demnächst im TV laufenden verfilmten Kriminalromane) erschienen. Hier die ersten Zeilen:

Es wirkt fast, als ob die TV-Macher wegen der Berlinale für Cineasten das TV-Programm auf Null hinuntergefahren haben. Denn es gibt vor allem eine satte Portion bekannter Serienepisoden mit Wallander, LaBréa, Laurenti, Lynley, van Veeteren und Huss. Die Stieg-Larsson-Fans dürfen sich auf die weiteren TV-Versionen der Verfilmungen freuen. Buddy-Giovinazzo-Fans dürfen hoffen, dass der Tatort „Rendezvous mit dem Tod“ gelungen ist.
Und dann gibt es noch Marc Rothemunds „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (nach einem Drehbuch von Fred Breinersdorfer) und „Der Preis des Verbrechens: Tödliches Geheimnis“ (nach einem Drehbuch von Lynda La Plante).


TV-Tipp für den 11. Februar: Collateral

Februar 11, 2011

Pro 7, 20.15

Collateral (USA 2004, R.: Michael Mann)

Drehbuch: Stuart Beattie

Max ist ein nett-harmloser Los-Angeles-Taxifahrer, der von einem eigenen Unternehmen träumt, aber seit zwölf Jahren sein Leben als Angestellter fristet. Da steigt Vincent ein und bietet ihm 600 Dollar, wenn er ihn in den kommenden Stunden zu fünf Freunden fährt. Nach dem ersten Stopp, weiß Max, dass Vincent ein Autragkiller ist und er ihn zu den nächsten Opfern bringen soll.

„Collateral“ ist ein kleiner, ökonomisch erzählter Neo-Noir-Thriller über das tödliche Aufeinandertreffen zweier Charaktere ihrer vollkommen gegensätzlichen Lebensauffassungen; ist ein grandios besetzter Schauspielerfilm; ist eine Liebeserklärung an das nächtliche Los Angeles und wahrscheinlich der beste Film von Michael Mann.

Mit Tom Cruise, Jamie Foxx, Jada Pinkett Smith, Mark Ruffalo, Peter Berg (Regisseur von „Hancock“), Bruce McGill, Javier Bardem, Jason Statham (Miniauftritt auf dem Flughafen)

Wiederholung: Samstag, 12. Februar, 01.05  Uhr (Taggenau!)

Hinweise

IndieLondon: Interview mit Michael Mann

Sight & Sound: Interview mit Michael Mann

The Dialogue: Stuart Beattie: Tricks of the Trade (Teil eines Interview)

Wikipidia (englisch) über „Collateral“

Drehbuch „Collateral“ von Stuart Beattie, bearbeitet von Frank Darabont (12. September 2000) (und bereits teilweise von Michael Mann, Stand: 10. Juli 2003 – Änderung des Handlungsortes von New York nach Los Angeles)

Drehbuch „Collateral“ von Stuart Beattie, bearbeitet von Frank Darabont und Michael Mann  (24. August 2003)


Georg Seeßlen über Cowboys und Detektive

Februar 10, 2011

Als „Filmwissen Detektive“ und „Filmwissen Western“ sind jetzt die zuletzt 1995 („Western“) und 1998 („Detektive“) im Schüren Verlag erschienen Bände der mehrbändigen Reihe „Grundlagen des populären Films“ von Georg Seeßlen in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. 1995 und 1998 erschienen die Bücher im festen, blauen Einband und der Untertitel „Geschichte und Mythologie des XY-Films“ erinnerte an die alte rororo-Ausgabe der mehrbändigen Filmbuchreihe, in der Georg Seeßlen die verschiedensten Genres für das deutsche Publikum erstmals ausführlich und kundig vorstellte. Auch für die Neuausgabe wurde die einfache und bewährte Struktur beibehalten.

Filmwissen Detektive“ und „Filmwissen Western“ beginnen mit einer fast fünfzigseitigen Einführung in die Mythologie des Detektivfilms (vor allem über die historischen Ursprünge bis zu Dashiell Hammett und Raymond Chandler) oder auf zwölf Seiten in die des Western. Diese Ursprungsmythen bilden die Folie auf der sich die Entwicklungen des Genres vom Stummfilm bis zur Gegenwart abbilden und chronologisch nachgezeichnet werden.

Die neuen Entwicklungen im Kino- und TV-Film (wobei TV-Serien kaum beachtet werden) wurden dann von Seeßlen einfach an den alten Text angehängt. Bei „Filmwissen Western“ sind das, obwohl schon seit Jahrzehnten immer wieder gesagt wird, der Western sei tot, fast fünfzig Seiten. Aber andererseits hat der Western „True Grit“ der Coen-Brüder in den USA bis jetzt über 155 Millionen Dollar eingespielt.

Bei „Filmwissen Detektive“ sind etwas über dreißig Seiten neu. Denn in den vergangenen Jahren verschwand der Privatdetektiv aus der populären Mythologie zugunsten des Polizisten, der zum Helden der meisten Kriminalfilme und -serien wurde; – und wenn es doch Detektive gibt, arbeiten sie, wie Adrian Monk oder der Mentalist Patrick Jane als Berater für die Polizei. Der Grund für diesen Wandel ist für Seeßlen „die Umkehrung der Verhältnisse, die den Privatdetektiv so nostalgisch und den Cop so zeitgemäß macht. (…) Der Detektiv als Kleinunternehmer dagegen müsste in der Welt des Internet-Verbrechens und der Steuerhinterziehungen nur gegen sich selbst ermitteln. Seine Käuflichkeit steht außer Frage, als moralische Korrektur der Verhältnisse hat er ausgedient, nicht zuletzt auch, weil der Cop als Außenseiter in der eigenen Organisation einige seiner attraktiven Attribute übernommen hat, die innere Tragik und den Zynismus ohnehin.“

Im Gegensatz zur letzten Ausgabe der beiden „Filmwissen“-Bücher verzichtete der Verlag dieses Mal auf Bilder (etwas bedauerlich), wählte eine andere Schrifttype (sie ist ziemlich klein, aber gut lesbar) und für die Bibliographie und das Filmregister wurde eine größere und wesentlich bessere Schriftgröße gewählt. Denn der Anhang war in der vorherigen Ausgabe nur mit einer Lupe lesbar.

Insgesamt sind „Filmwissen Detektive“ und „Filmwissen Western“ eine sehr gute, unterhaltsame Einführung in die Genres. Wer allerdings die alte Ausgabe hat, muss wegen der Ergänzungen nicht unbedingt zuschlagen.

Georg Seeßlen: Filmwissen Detektive (Grundlagen des populären Films)

Schüren Verlag, 2010

288 Seiten

19,90 Euro

Georg Seeßlen: Filmwissen Western (Grundlagen des populären Films)

Schüren Verlag, 2010

292 Seiten

19,90 Euro

Hinweise

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‘Inglourious Basterds’“ (2009)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „George A. Romero und seine Filme“ (2010)


TV-Tipp für den 10. Februar: Berlinale

Februar 10, 2011

3sat, 19.20

Berlinale 2011 – Die Eröffnung

RBB, 22.15

Berlinale-Studio

01.50

Berlinale 2011 – Pressekonferenzen vom Tage

Heute beginnt die Berlinale. Tausende Stars kommen nach Berlin. Hunderttausende Kinokarten werden verkauft. Hinter verschlossenen Türen werden Millionengeschäfte getätigt und alle Nachteulen freuen sich auf die Berlinale-Pressekonferenzen, die nach Mitternacht im RBB gezeigt werden. Denn sie haben immer auch einen Touch Absurdes Theater.


Oscar-Nominierungen – die etwas andere Sicht

Februar 9, 2011

Aus Sicht der Fans und mit viel Liebe für einen Film. Nicht wegen des Inhalts, sondern wegen des Titels:

Aus der Sicht eines Mainstream- und eines Independent-Machers:

Und hier die Nominierungsliste.

Die Links zu den nominierten Drehbücher.

(Dank an GITS für den Hinweis auf die Videos!)


TV-Tipp für den 9. Februar: Ein Freund gewisser Damen – The Walker

Februar 9, 2011

Nachdem die TV-Premiere vor wenigen Wochen nach Mitternacht war:

RBB, 22.45

Ein Freund gewisser Damen – The Walker (USA 2007, R.: Paul Schrader)

Drehbuch: Paul Schrader

Carter Page III ist ein schwuler Südstaatenschönling und Begleiter der Damen der politischen High Society von Washington, D. C.. Er hält sich aus allem heraus, bis er seiner besten Freundin, der Senatorengattin Lynn Lockner ein Alibi gibt. Denn sie ist gerade über die Leiche ihres ermordeten Geliebten gestolpert.

In der grandiosen Charakterstudie „The Walker“ spielt Woody Harrelson den Charakter, den Schrader-Fans bereits aus „Taxi Driver“ (damals Robert De Niro), „American Gigolo – Ein Mann für gewisse Stunden“ (Richard Gere) und „Light Sleeper“ (Willem Dafoe) kennen: der Drifter, der die Gesellschaft von außen betrachtet und wegen einer für ihn unerreichbaren Frau seine Position als Beobachter aufgibt. Wie diese Filme ist „The Walker“ auch eine Analyse einer bestimmten Gesellschaftsschicht: hier der politischen Kaste in Washington, D. C., die sich in Räumen bewegt und verhält, als ob die Zeit kurz nach dem Bürgerkrieg stehen geblieben wäre.

Ein toller altmodischer Film, der seine deutsche Premiere auf der Berlinale erlebte, später, trotz der namhaften Besetzung, nur auf DVD veröffentlicht wurde und seine TV-Premiere im Ersten zur Geisterstunde (senderinterne Sprachregel: Prime-Time für gute Filme) erlitt.

Mit Woody Harrelson, Kristin Scott Thomas, Lauren Bacall, Ned Beatty, Moritz Bleibtreu, Mary Beth Hurt, Lily Tomlin, Willem Dafoe

Hinweise

Wikipedia über „The Walker“

Film-Zeit über The Walker“

Movies Online: Interview mit Paul Schrader über „The Walker“

Close-Up Film: Interview mit Paul Schrader über „The Walker“


Cover der Woche

Februar 8, 2011


TV-Tipp für den 8. Februar: Angel Heart

Februar 8, 2011

Tele 5, 22.25

Angel Heart (USA 1987, R.: Alan Parker)

Drehbuch: Alan Parker

LV: William Hjortsberg: Falling Angel, 1978 (Angel Heart)

Privatdetektiv Harry Angel soll einen verschwundenen Jazzmusiker finden. In New Orleans verschwimmen für ihn immer mehr die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit.

Exzellenter Okkultthriller, der die Handlung des Buches von New York nach New Orleans verlegt.

William Hjortsberg zum Film: „Parker wrote an excellent script and went on to make a memorable film.”

Mit Mickey Rourke, Robert De Niro, Lisa Bonet, Charlotte Rampling, Brownie McGhee, Dann Florek

Wiederholung: Donnerstag, 10. Februar, 01.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von William Hjortsberg

Thrilling Detective über Harry Angel

Mordlust über „Angel Heart“


DVD-Kritik: Al Mundy muss wieder einbrechen

Februar 7, 2011

Für die zweite Staffel von „Ihr Auftritt, Al Mundy!“ wurde an dem bewährten Rezept aus lockeren Sprüchen, schönen Frauen, etwas Jetset und gewagten Einbrüchen nichts geändert. Immer noch wird Profieinbrecher Al Mundy (Robert Wagner) von Secret-Intelligence-Agency-Chef Noah Bain (Malachi Throne) erpresst für die amerikanische Regierung zu arbeiten. Nicht als Spion, sondern als Einbrecher. Denn, so Bain, für bestimmte Aufgaben braucht man jemand, der wie ein Einbrecher denkt und dafür nimmt man dann am Besten gleich einen Einbrecher. Vor allem wenn dieser Einbrecher gerade in einem amerikanischen Knast eine Haftstrafe absitzt. Zähneknirschend nimmt Al Mundy das Angebot „Freigang für Einbrüche“ an.

Während er in der ersten Staffel oft hinter den Eisernen Vorhang geschickt wurde, darf er in der ersten Hälfte der zweiten Staffel (Polyband splittete die zweite, aus 26 Folgen bestehende Staffel in zwei Boxen auf, von denen bislang nur die erste Hälfte mit zwölf Folgen erschienen ist) seiner Arbeit öfters auf heimischem Boden, unterbrochen von Ausflügen nach Europa und Südamerika, nachgehen.

Ein Höhepunkt ist dabei das Treffen mit Nick Grobbo (Ricardo Montalban), einem sehr vermögendem, international tätigem Hehler. In der von Jack Arnold inszenierten Episode „Die Hitze bringt es an den Tag“ soll Al Mundy einen Gegenstand, von dem er nicht weiß, wie er aussieht, aus dem gut geschütztem Anwesen von Grobbo stehlen. Al bietet ihm einen wertvollen Stein, den er gerade gestohlen hat, an und gelangt so auf Grobbos Anwesen. In „Zwei alte Freunde im Ring“ treffen sie sich zufällig in Rom. Grobbo glaubt, dass Al Mundy dort einen Diamanten stehlen will. Al hat zwar einen anderen Auftrag, aber zur Tarnung muss er auch diesen Diebstahl durchführen und so Grobbo wieder betrügen. Gleichzeitig wird in dieser Episode noch deutlicher als in „Die Hitze bringt es an den Tag“ das Thema „Ehre unter Verbrechern“ behandelt. Denn obwohl Al und Grobbo sich gegenseitig betrügen wollen, respektieren sie sich. In dieser Folge spielt auch Richard Kiel, der später als Bond-Bösewicht Jaws in „Der Spion, der mich liebte“ und „Moonraker“ auftrat, mit.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Zweiteiler „Flitterwochen in Berlin“. Das liegt weniger an der komplizierten Geschichte über Spionage, Doppelspionage, Geheimnisse und Verrat und schon gar nicht an den Bildern aus Berlin und der DDR (Hey, damals wurde nicht vor Ort gedreht und trotzdem sehen Berlin und die DDR mehr nach Berlin und DDR aus, als einige Filme, die vor Ort gedreht werden), sondern an Als Gegner: Colonel Heinreich, Leiter des ostdeutschen Geheimdienstes, ein schlauer Fuchs und gespielt von Joseph Cotten.

In „Der Musik-Liebhaber“, wieder in Italien, wird es musikalisch. Denn in dem Safe eines Klassik-Liebhabers sind wichtige Dokumente. Al gelingt es als Begleiter einer Opernsängerin (Suzanne Pleshette [Die Vögel]) auf das Landhaus eingeladen zu werden.

In „Der große Zauber“ tarnt Al sich, um in einen Palast zu gelangen, als Zauberer. Dummerweise hat er von der Zauberei keine Ahnung, der echte Zauberer ist deutlich älter als Al Mundy und er trifft dort auf eine Kollegin. Das gibt genug Stoff für zahlreiche witzige Szenen.

In „Eine Kiste rote Rüben“ gibt es einen satirischen Blick auf das Milieu von mehr oder weniger avantgardistischen Filmemacher und deren Gehabe, das an Rockstars erinnert. Noel Harrison, der damals als Sidekick aus der Spionageserie „The Girl from U.N.C.L.E.“ (aka Stefanie Powers, die später mit Robert Wagner „Hart, aber herzlich“ wurde) bekannt war, gefiel die Rolle als arrogant-schnöseliger Regisseur Lester V. Griffin sichtbar.

Wahrscheinlich gab es für „Rätselhafte Transaktionen“, obwohl ich es mir nicht vorstellen kann, aber andererseits traue ich Banken fast alles zu, ein wahres Vorbild. Denn den Safe, den Al dieses Mal knacken soll, ist in einer Bank (soll vorkommen) und die Safetür ist auf eine sehr belebte Straße gerichtet. Das inspiriert Al zwar zu einer durchaus aufwändigen Tarnaktion, aber andererseits ist diese Konstruktion des Safes (und einige Teile von Als Charade) doch arg unglaubwürdig.

Da sind die in der Karibik spielenden Episoden „Eine Nacht auf Solidad“ und „Sechs für die Revolution“ wesentlich glaubwürdiger. In „Eine Nacht auf Solidad“ soll Al die Leiche eines Diktatorensprösslings zur Schnellautopsie aus den Katakomben stehlen. Es ist zwar spaßig anzusehen, wie die Leiche dann mehrmals über das Anwesen des Diktators geschleppt wird. Aber eigentlich hätte der S.-I.-A.-Doktor doch einfach die Leiche in der Leichenkammer obduzieren können. Aber in den Swinging Sixties waren Spione und ihre Gegner für ihre elaborierten Pläne berüchtigt.

In „Sechs für die Revolution“ planen ein General und ein mächtiges Kartell einen Umsturz. Al soll den zwischen ihnen aufgesetzten Vertrag stehlen. Der ist in einem Safe, der nur mit sechs verschiedenen Schlüsseln, die sich bei den Verschwörern befinden, geöffnet werden kann.

Und in „Ein leiser Löwe“, der letzten Folge der Halbstaffelbox, hilft Al einem Freund. Denn in einem afrikanischem Kleinstaat wurde eine wertvolle, die Macht des Herrschers begründende Reliquie gestohlen. Al will sie zurückstehlen und wie ihm, buchstäblich in letzter Sekunde, der Austausch gelingt, ist ein kleines Kabinettstück, das einen sehnlich auf die weiteren Folgen warten lässt.

Auffallend bei der deutlich von der damaligen James-Bond-Manie beeinflussten Serie „Ihr Auftritt, Al Mundy!“ ist, dass die Mischung aus spannenden Fällen, technischen Spielereien (wobei Al Mundy im Gegensatz zu James Bond immer der altmodische Handwerker war, der auch aus Prinzip auf eine Pistole verzichtete), coolen Sprüchen (ich beziehe mich auf die Originalfassung. Die deutsche Fassung wurde von Schnodderschnauze Rainer Brandt gemacht.), heißen Frauen (ich meine FRAUEN, keine dieser im Schönheitsstudio optimierten, hirnlosen Kampfamazonen), jazziger Musik (für einige Folgen wurden sogar die bekannten Jazzer Benny Golson und Oliver Nelson engagiert) heute immer noch – Nostalgiebonus hin, Nostalgiebonusher – glänzend unterhält.

Die „Staffel 2.1“-Box hat, wie die beiden Boxen für die erste Staffel, ein informatives zwanzigseitiges Booklet und das Bild wurde überarbeitet. Während bei der ersten Aufnahme die Archivaufnahmen teilweise eine deutlich schlechtere Qualität hatten, ist jetzt das Bild der über vierzig Jahre alten Serie einheitlich gut.

Ihr Auftritt, Al Mundy! – Staffel 2.1 (It takes a Thief, USA 1968)

Idee: Roland Kibbee

mit Robert Wagner (Al Mundy), Malachi Throne (Noah Bain)

DVD

Polyband

Bild: 1,33:1 (4:3)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: –

Bonusmaterial: Booklet

Länge: 590 Minuten (12 Episoden auf 4 DVDs)

FSK: ab 12 Jahre

Al Mundys neue Einsätze

Eine Nacht auf Solidad (One Night on Soledade)

Regie: Don Weis

Drehbuch: Alan Caillou

Der Musik-Liebhaber (A Sour Note)

Regie: Don Weis

Drehbuch: Gene L. Coon (nach einer Geschichte von Mort Zarcoff und Gene L. Coon)

Der große Zauber (The Bill is in Committee)

Regie: Don Weis

Drehbuch: Elroy Schwartz

Die Hitze bringt es an den Tag (The Thingamabob Heist)

Regie: Jack Arnold

Drehbuch: Burt Styler

Sechs für die Revolution (Get me to the Revolution in time)

Regie: Leonard J. Horn

Drehbuch: Paul Tuckahoe, Glen A. Larson

Hände weg von der Dame (The Packager)

Regie: Leonard J. Horn

Drehbuch: Leonard Stadd

Flitterwochen in Berlin – Teil 1 (Hans across the border – Part 1)

Regie: Don Weis

Drehbuch: Glen A. Larson

Flitterwochen in Berlin – Teil 2 (Hans across the border – Part 2)

Regie: Don Weis

Drehbuch: Glen A. Larson

Eine Kiste roter Rüben (A case of red turnips)

Regie: Don Weis

Drehbuch: Mort Zarcoff

Zwei alte Freunde im Ring (The galloping skin game)

Regie: Michael T. Caffey

Drehbuch: Gene L. Coon (nach einer Geschichte von Leigh Chapman und Gene L. Coon)

Rätselhafte Transaktionen (Glass riddle)

Regie: George Tyne

Drehbuch: B. W. Sandefur

Ein leiser Löwe (To catch a roaring lion)

Regie: Marc Daniels

Drehbuch: Robert M. Young

Hinweise

Wikipedia über „It takes a thief“

Cinema Retro über „It takes a thief“

Meine Besprechung von „Ihr Auftritt, Al Mundy!“ (Staffel 1)

 

 


TV-Tipp für den 7. Februar: Volker Pispers: „…bis neulich 2010“

Februar 7, 2011

3sat, 20.15

Volker Pispers: „…bis neulich 2010“

45 Minuten lang gibt es Ausschnitte aus dem aktuellen Programm von Volker Pispers.

Viel Vergnügen!


TV-Tipp für den 6. Februar: Der Mann, der niemals lebte

Februar 6, 2011

Pro7, 20.15

Der Mann, der niemals lebte (USA 2008, R.: Ridley Scott)

Drehbuch: William Monahan
LV: David Ignatius: Body of Lies, 2007 (Der Mann, der niemals lebte)

CIA-Agent Roger Ferris fahndet im Nahen Osten nach einer islamistischen Terrorzelle. Als sie nicht weiterkommen, hecken Ferris und sein in Washington, D. C., sitzender Chef einen verwegenen Plan aus.

Okayer, schrecklich ausgewogener, realistischer Polit-Thriller, bei dem man nie den Eindruck los wird, dass hier alle unter ihren Möglichkeiten bleiben. Außerdem ist das Ende enttäuschend.

David Ignatius gefällt die Verfilmung.

mit Leonardo DiCaprio, Russell Crowe, Mark Strong

Wiederholung: Montag, 7. Februar, 01.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Der Mann, der niemals lebte“

The Washington Post über ihren Mitarbeiter David Ignatius

Harper’s Magazine: Sechs Fragen an David Ignatius über seinen Roman „Body of lies“

Hollywood Hills: Interview mit David Ignatius über die Verfilmung (Teil 1, Teil 2)


TV-Tipp für den 5. Februar: Aufforderung zum Tanz

Februar 5, 2011

WDR, 21.40

Aufforderung zum Tanz (D 1977, R.: Peter F. Bringmann)

Drehbuch: Matthias Seelig

Drei Jahre bevor „Theo gegen den Rest der Welt“ im Kino antrat, erhielt er eine „Aufforderung zum Tanz“ und weil der TV-Film so erfolgreich war, entschlossen sich Regisseur Peter F. Bringmann, Drehbuchautor Matthias Seelig und Hauptdarsteller Marius Müller-Westernhagen (der später als Musiker ein Star wurde) die Abenteuer des Ruhrpottjungen Theo Gromberg weiterzuerzählen. In „Aufforderung zum Tanz“ wollen Theo und sein Kumpel Enno Goldini einen LKW kaufen. Aber Theo verzockt das Geld.

Heute läuft der sehr selten gezeigte Film endlich mal wieder im TV.

mit Marius Müller-Westernhagen, Guido Gagliardi Riad Gholmié, Elga Sorbas, Gudrun Landgrebe (Debüt!)

Hinweis

Wikipedia über „Aufforderung zum Tanz“


Die Glauser-2011-Longlist

Februar 4, 2011

Vor der Shortlist (die in einem Monat veröffentlicht wird) hat die Jury für den diesjährigen Glauser-Preis, dem Krimipreis der Autorenvereinigung „Das Syndikat“, folgende Bücher auf ihre Longlist gesetzt:

Zoe Beck – Das alte Kind (Bastei Lübbe)

Gunter Gerlach – Friedhof der Beziehungen (Ars Vivendi)

Frank Göhre – Der Auserwählte (Pendragon)

Paulus Hochgatterer – Das Matratzenhaus (Deuticke)

Bernhard Jaumann – Die Stunde des Schakals (Rowohlt)

Kurt Palm – Bad Fucking (Residenz)

Bernhard Salomon – Donaublut (Emons)

Amaryllis Sommerer – Keine Wunde, nichts (Milena)

Klaus Stickelbroeck – Fischfutter (KBV)

Daniel Twardowski – Das blaue Siegel (Goldmann)

Hm, da sind ja mal wieder viele mir unbekannte Autoren und Bücher dabei.


TV-Tipp für den 4. Februar: Two Much – Eine Blondine zuviel

Februar 4, 2011

Das Vierte, 20.15

Two Much – Eine Blondine zuviel (USA/E 1996, R.: Fernando Trueba)

Drehbuch: Fernando Trueba, David Trueba

LV: Donald Westlake: Two much, 1975 (Two much – Zwei zuviel – Wer kriegt wen?)

Gauner Art (Banderas) nimmt in Miami Hinterbliebene aus, bis er auf zwei bezaubernde Schwestern stößt und beide haben will. Art erfindet einen Zwillingsbruder.

Grandios, wie Antonio Banderas zwischen beiden Schwestern hin- und herspringt. Bester Slapstick ist die Frühstücksszene (zu sehen im zweiten Clip): Banderas läuft zwischen den Schlafzimmern der Schwestern hin und her, muss sich ständig verkleiden und darf nicht in einen riesigen Pool fallen.

Two Much“ ist eine sommerlich leichte Komödie mit zahlreichen glänzend aufgelegten Darstellern.

Mit Antonio Banderas, Melanie Griffith, Daryl Hannah, Danny Aiello, Joan Cusack, Eli Wallach

Hinweise

Homepage von Donald E. Westlake

Kriminalakte: Nachruf auf Donald E. Westlake

Kriminalakte: Covergalerie Donald E. Westlake

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes Dortmunder-Roman „What’s so funny?“

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes Dortmunder-Roman „Watch your back!“

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes Dortmunder-Kurzroman „Die Geldmacher“ (Walking around money; erschienen in „Die hohe Kunst des Mordens“ [Transgressions])

Meine Besprechung von Donald E. Westlakes „Mafiatod“ (361, 1962)

Meine Vorstellung von Westlakes als Richard Stark geschriebener Parker-Serie (mit „Nobody runs forever“)

Meine Besprechung von Richard Starks Parker-Romans „Ask the Parrot“

Meine Doppelbesprechung von Richard Starks Parker-Romanen „Fragen Sie den Papagei“ (Ask the Parrot) und „Dirty Money“

Meine Besprechung des Films “The Stepfather”, nach einem Drehbuch von Donald E. Westlake


Krimiautoren schreiben Comics

Februar 3, 2011

Die Krimiautoren Duane Swierczynski, Greg Rucka, Victor Gischler, Tom Piccirilli, Gregg Hurwitz, Charlie Huston und Jonathan Maberry haben in ihrer Heimat einen festen Leserstamm. Etliche ihrer Krimis waren auf verschiedenen Nominierungslisten (inclusive gewonnener Preise). Gleichzeitig wurden sie in den vergangenen Jahren auch gefragt, ob sie Szenarien für Comics schreiben wollen.

Sie sagten zu und schrieben Geschichten für Cable, Deadpool, den Punisher und Superman; naja, genaugenommen für eine Welt ohne Superman, weil dieser auf seinem Heimatplaneten gerade etwas erledigen muss.

Im sechsten „Cable“-Sammelband „Heimkehr“ geht die Odyssee von Cable und seinem Schützling Hope zu Ende. Vor siebzehn Jahren wurde Cable von dem Chef der X-Men in die Zukunft geschickt. Dort sollte er ein Baby vor Lucas Bishop beschützen. Denn während die X-Men in dem Baby die Zukunft der X-Men sahen, sah Bishop in ihr den Untergang der X-Men und der Welt.

In den folgenden Bänden jagte er die beiden durch die Zeit und auch durch verschiedene Welten. Während bei einigen Heften unklar war, wo das Ganze hinführen soll, hat Swierczynski für den Abschluss noch einmal kräftig auf die Tube gedrückt. Wir erfahren zwar nichts bahnbrechend neues über Cable, Hope und Bishop, aber dafür gibt es Action satt. Und das nicht nur in einer Zeit, sondern in verschiedenen Zeiten. Denn weil Cable mit seiner reparierten Zeitmaschine keine Punktlandung machen kann, nähern sie sich durch Sprünge in die Vergangenheit und die Zukunft immer mehr der Gegenwart. Und Bishop versucht alles, um Cables Mission in letzter Sekunde noch zu verhindern.

Das gibt Swierczynski die Gelegenheit, noch einmal Cable, Hope und Bishop alte Bekannte treffen zu lassen und Schlaglichter auf die verbrecherischen Vergangenheit New Yorks zu werfen. Denn selbstverständlich geraten sie auch in einen handfesten Mobkrieg.

Neben der vierteiligen Geschichte „Heimkehr“ gibt es in dem sechsten „Cable“-Sammelband auch einige Episoden auch Hopes Jugend und die Geschichte „Deadpool & Cable: Zwei Mutanten & ein Baby“. In dieser Geschichte erzählt Deadpool gewohnt großspurig, dass Cable und Hope nur dank seiner Hilfe überhaupt überlebten und sich auf die Reise in die Zukunft begeben konnten.

Action satt“ ist auch das Motto der beiden „Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe“-Sammelbände von Hardboiled-Krimiautor Victor Gischler.

Gischlers Roman „Gun Monkeys“ wurde für den Edgar-Allan-Poe-Preis nominiert, „Shotgun Opera“ für den Anthony Award. Seine beiden krimifernen Romane „Die Go-Go-Girls der Apocalypse“ und „Vampire à Go-Go“ wurden auch ins Deutsche übersetzt. Daneben erfand er auch zahlreiche Geschichten für verschiedene Comicserien und Hollywood hat auch schon an seine Tür geklopft.

In „Kopfsprung“ wird Deadpool für zwei Millionen Dollar in das Wilde Land geschickt. Er soll dort einen Kontaktmann treffen und etwas sehr wichtiges herausholen. Der Kontaktmann ist eine vollbusige Wissenschaftlerin und das sehr wichtige Ding ist ein sprechender Zombiekopf, der aus einem Paralleluniversum kommt und dort eine andere Inkarnation von Deadpool war. Der Zombiekopf hat ein genauso loses Mundwerk wie Deadpool und beide kommentieren die Geschichte immer wieder sehr treffend.

Im zweiten Sammelband „Nächster Halt: Zombieville“, der unmittelbar an „Kopfsprung“ anschließt, versucht Deadpool den Zombiekopf wieder in dessen Universum zurückzubringen. Das geht nicht ohne einige Schäden an Gebäuden, Menschen und Zombies ab.

Jedenfalls hat Deadpool seinen Spaß – und wir dürfen die zahllosen popkulturellen Anspielungen entschlüsseln.

Und weil die verschiedenen Auftritte von Deadpool in anderen Serien aus dem Marvel-Universum und auch die 13-teilige Action-Satire „Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe“ bei den Lesern gut ankamen, gibt es inzwischen eine eigene „Deadpool“-Serie und Panini will alle zwei Monate ein „Deadpool“-Heft mit mehreren „Deadpool“-Geschichten veröffentlichen.

Allerdings sind, nach den durchgeknallten „Deadpool“-Abenteuern von Duane Swierczynski und Victor Gischler, die in dem ersten „Deadpool“-Heft versammelten anderthalb Geschichten von Daniel Way geradezu schwach. In „Welle der Erniedrigung“ versucht der Söldner sich als Pirat. Im ersten Teil von „Ich will, dass du mich willst“ schippert er weiter auf den Weltmeeren herum und tänzelt, vollgepumpt mit Drogen, durch San Francisco. Das ist nicht amüsant.

Der Punisher ist Frank Castle. Nachdem seine Familie von Verbrechern ermordet wurde und er schwer verletzt überlebte, schwor er Rache. Seitdem bringt er jeden Verbrecher, der ihm vor die Flinte läuft, um. Der beliebte Charakter wurde 1974 von Autor Gerry Conway und den Zeichnern John Romita, Sr. und Ross Andru erfunden. Zeitweise gab es gleichzeitig drei „Punisher“-Serien. Die jüngste Inkarnation erlebte Frank Castle als „The PunisherMAX“ (bei dem Marvel-Comics-Imprint MAX). Die Vigilanten-Geschichten richteten sich jetzt an ein erwachsenes Publikum und, im Gegensatz zu anderen Comichelden, wurde Frank Castle älter. Nach 75 Heften (die in den USA in 13 Sammelbänden wiederveröffentlicht wurden) war 2009 Schluss (und es gab unmittelbar danach einen Relaunch als „PunisherMAX“). Gerade die letzten Heften von „The PunisherMAX“/“The Punisher: Frank Castle“, die jetzt bei uns erschienen, wurden von Krimiautoren geschrieben.

Nachdem Duane Swierczynski in „Sechs Stunden zu Leben“ den Punisher halb Philadelphia umbringen ließ, sterben in dem nächsten „Punisher“-Abenteuer, das in den Sümpfen von Louisiana spielt, wesentlich weniger Menschen. Victor Gischler schrieb die „Punisher“-Geschichte „Willkommen im Bayou“, in der Punisher Frank Castle auf dem Weg nach New Orleans ist. Er will dort einen Gefangenen abliefern und so an Informationen herankommen. Auf dem Weg wird er von einer Gruppe Jugendlicher überholt. Nachdem sie alle an einer Tankstelle anhielten, sind die Jugendlichen verschwunden. Castle beschließt sie zu suchen und er trifft auf eine dieser netten, Menschenfleisch essenden Hinterwäldlersippen, die spätestens seit dem „Texas Chainsaw Massacre“ ein fester Bestandteil der Popkultur sind.

Gischler liefert mit „Willkommen im Bayou“, wie schon in „Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe“, schnelle und extrem kurzweilige Unterhaltung.

Weil die MAX-Punisher-Serie mit ihrem 75. Heft, das auch in dem Sammelband „Willkommen im Bayou“ enthalten ist, ihren Abschluss fand, wurden für das letzte Heft Tom Piccirilli, Gregg Hurwitz, Duane Swierczynski, Charlie Huston und Comic-Veteran Peter Milligan gebeten, jeweils eine kürzere Geschichte zu schreiben. Diese Geschichten sind eine nette Beigabe.

In dem neuesten „Punisher“-Sammelband „Abgrund des Bösen“ sind dann vier schon etwas ältere One-Shoots (also Geschichten, die ein Comicheft umfassen) versammelt. Duane Swierczynski, Victor Gischler, TV-Autor, Produzent und Comicautor Mike Benson (unter anderem die TV-Serien „The Bernie Mac Show“ und „Entourage“) und der mehrfache Bram-Stoker-Preis-Gewinner Jonathan Maberry (von dem bislang auf Deutsch nur der Thriller „Patient Null“ erschien) schrieben die vier spannenden Geschichte, die nicht unbedingt aus Castles Sicht erzählt werden.

In „Naturgewalt“ von Duane Swierczynski erfährt Castle, dass drei Kleingangster an einer großen Sache dran sind. Während einem ihrer monatlichen Angelausflüge nimmt er sie sich vor, indem er ihr Boot sinken und sie auf ein kleines Schlauchboot verbannt. In dem Boot wird dann, sorgfältig von Castle vorbereitet, für die Gangster alles noch schlimmer.

In „Alles gespeichert“ von Victor Gischler erzählt die Edelprostituierte Miss Vette die Geschichte. Sie wird von Castle erpresst, ihn zu dem gut bewachtem Plattenlabelbesitzer Carlos Ramirez (der in Wirklichkeit ein Drogenhändler ist) zu bringen.

In „Der Gejagte“ von Mike Benson steht der Gangster Eddie im Mittelpunkt. Zusammen mit seiner Gang verdient er mit dem heißen Abriss von Gebäuden sein Geld. Nach einer Brandstiftung treffen sie Castle, der Eddies Gang tötet. Nur Eddie kann flüchten. Jedenfalls vorläufig.

In „Requisiten“ von Jonathan Maberry kämpft Castle gegen eine Bande, die mit echten Folterpornos ihr Geld verdient. Zusammen mit einem der Verbrecher kann Castle den hochgesicherten Daedalus Tower, in dem die Filme gedreht werden und Frauen aus Russland und Asien als Sklavinnen gefangen gehalten werden, betreten. Allerdings kann er keine Waffen hineinschmuggeln. Er muss also improvisieren.

Die vier kurzen „Punisher“-Geschichten sind, kein Wunder bei den Autoren, schnelle, schwarzhumorige und ziemlich blutige Kriminalgeschichten.

Superman ist, wie wir in den sehr vertrauenswürdigen Chuck Norris Facts erfahren, der Typ, der gegen Chuck Norris eine Wette verloren hat und seitdem seine Unterhose über der Hose tragen muss.

Ansonsten ist der Mann vom Planeten Krypton eigentlich unbesiegbar und weltweit unterwegs, die bösen Buben zu verdreschen. Dass er dabei superschnell durch die Luft fliegen kann, ist natürlich ein enormer Kampfvorteil. Er kann auch im Weltraum atmen. Das ist auch gut. Denn jetzt musste er zu seinem Heimatplaneten Krypton fliegen und dort einige Dinge in Ordnung zu bringen.

Die Welt ohne Superman“ (so auch der Titel der Comicserie) ist da, aber es leben immer noch etliche Kryptonier auf der Erde. Weil die Menschen sie nicht mögen, versuchen sie weitgehend außerhalb des Fokusses der Öffentlichkeit zu leben. Das ist natürlich einfacher geplant, als getan.

In dem fünfteiligem Comic „Die Schläfer“ von Greg Rucka (unter andere „Whiteout“ und die Tara-Chace-Serie), erschienen in „Die Welt ohne Supermann – Band 1“, stehen Nightwing und Flamebird im Mittelpunkt, die auf den ersten Seiten des Fünfteilers Tor-an verkloppen und anschließend neutralisieren. Er ist einer von mehreren Kryptoniern, die sie fangen sollen. Gleichzeitig werden sie von General Sam Lane, einem Menschen, gejagt, der alle Kryptonier umbringen will.

Die Geschichten des zweiten „Die Welt ohne Superman“-Sammelbandes wurden von James Robinson geschrieben und mit Mon-El und dem Guardian stehen zwei andere Superhelden im Mittelpunkt.

Mon-El begibt sich als Jonathan Kent nach Metropolis, um Supermans Heimatstadt an Supermans Stelle zu beschützen. Dort trifft er auf den Guardian, wie Jim Harper, der Kommandant der Wissenschaftspolizei, sich nennt. Der nimmt ihn in seine Einheit auf und gemeinsam jagen sie Verbrecher mit Superkräften.

Die beiden „Die Welt ohne Superman“-Bücher sind für Nicht-Superman-Fans ein sehr verwirrender Einblick in das Superman-Universum, bei dem man als nicht in die Superman-Mythologie kaum etwas versteht und sich öfters fragt, was diese Endlos-Kloppereien sollen. Auf eine Welt ohne Superman kann daher verzichtet werden.

Duane Swierczynski (Autor)/Steve Dillon (Zeichner)/Paul Gulacy (Zeichner)/ Lan Medina (Zeicher): Cable 6: Heimkehr

(übersetzt von Michael Strittmatter)

Panini Comics, 2011

180 Seiten

19,95 Euro

Originalausgabe/enthält

Ein Mädchen namens Hope (X-Men: Hope – A Girl called Hope, Mai 2010)

Heimkehr (Cable 21 – 24: Homecomming, Februar 2010 – Mai 2010
Deadpool und Cable: Zwei Mutanten und ein Baby (Cable 25: Deadpool & Cable: Two Mutants and a Baby, Juni 2010)

Victor Gischler (Autor)/Bong Dazo (Zeichner): Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe: Kopfsprung (Band 1 von 2)

(übersetzt von Michael Strittmatter)

Panini/Marvel, 2010

148 Seiten

16,95 Euro

Originalausgabe/enthält

Deadpool: Merc with a Mouth 1 – 6: Headtrip (September 2009 – Februar 2010)

Victor Gischler (Autor)/Bong Dazo (Zeichner)/Kyle Baker (Zeichner): Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe (Band 2 von 2)

(übersetzt von Michael Strittmatter)

Panini/Marvel, 2010

188 Seiten

16,95 Euro

Originalausgabe/enthält

Deadpool: Merc with a Mouth 7: Are you there? It’s me, Deadpool (Februar 2010)

Deadpool: Marc with a Mouth 8 – 15: Next Stop: Zombieville (März – August 2010)

Daniel Way (Autor)/ Shawn Crystal (Zeichner)/Paco Medina (Zeichner): Deadpool 1

Marvel, 2011

(übersetzt von Michael Strittmatter)

76 Seiten

5,95 Euro

Originalausgabe/enthält

Welle der Erniedrigung, Teil 1: Absahnen wie ein $%$€! (Deadpool 13: Wave of Mutilation, Part 1: Profiteerin‘ L. A. M. F., Oktober 2009)

Welle der Erniedrigung, Teil 2: Entert an Achtern! (Deadpool 14: Wave of Mutilation, Part 2: Surrender the Booty, Oktober 2009)

Ich will, dass du mich willst, Teil 1: Der Metaphern-Leitfaden für Vollidioten (Deadpool 15: Want you to want me, Part 1: The complete idiot’s guide to metaphers, November 2009)

Victor Gischler (Autor)/Goran Parlov (Zeichner): The Punisher: Willkommen im Bayou

(übersetzt von Reinhard Schweizer)

MAX Comics/Panini 2010

156 Seiten

16,95 Euro

Originalausgabe/enthält

Punisher (Vol. 7) 71 – 74: Welcome to the Bayou, Part 1 – Part 4 (August – November 2009)

Punisher (Vol. 7) 75: Dolls/Gateway/Ghouls/Father’s Day/Smalest Bit of This (Dezember 2009)

Victor Gischler (Autor)/Duane Swierczynski (Autor)/Laurence Campbell (Zeichner): The Punisher: Abgrund des Bösen

(übersetzt von Reinhard Schweizer)

MAX Comics/Panini 2011

148 Seiten

16,95 Euro

Originalausgabe/enthält

Duane Swierczynski (Autor)/Michel Lacombe (Zeichner): Naturgewalt (Punisher: Force of Nature, April 2008)

Victor Gischler (Autor)/Jefte Palo (Zeichner): Alles gespeichert (Punisher: Little Black Book, August 2008)

Mike Benson (Autor)/Laurence Campbell (Zeichner): Der Gejagte (Punisher MAX Annual 1: The Haunted, November 2007)

Jonathan Maberry (Autor)/Laurence Campbell (Zeichner): Requisiten (Punisher: Naked Kill, August 2009)

Greg Rucka (Autor)/Eddy Barrows (Zeichner)/Sidney Teles (Zeichner)/Diego Olmos (Zeichner): Superman Sonderband 37: Die Welt ohne Superman (Band 1 von 2)

(übersetzt von Christian Heiss)

Panini Comics, 2010

124 Seiten

14,95 Euro

Originalausgabe/enthält

Die Schläfer, Teil 1 – 5 (The Sleepers, Part 1 – 5, Action Comics 875 – 879, Mai – September 2009

James Robinson (Autor)/Renato Guedes (Zeichner)/Pere Perez (Zeichner): Superman Sonderband 38: Die Welt ohne Superman (Band 2 von 2)

(übersetzt von Christian Heiss)

Panini Comics, 2010

132 Seiten

14,95 Euro

Originalausgabe/enthält

James Robinson (Autor)/Pablo Raimondi (Zeichner): Ursprünge & Vorzeichen (Origins and Omens, Superman 685, April 2009)

James Robinson (Autor)/Renato Guedes (Zeichner): Gestern und Morgen (Yesterday and Tomorrow, Superman 686, Mai 2009)

James Robinson (Autor)/Renato Guedes (Zeichner): Stärken und Schwächen (Power and Weakness, Superman 687, Juni 2009)

James Robinson (Autor)/Renato Guedes (Zeichner): Der Fall und Aufstieg von Jonathan Kent (The Fall and Rise of Jonathan Kent, Superman 688, Juli 2009)

James Robinson (Autor)/Renato Guedes (Zeichner): Der Tourist (The Tourist, Superman 689, August 2009)

James Robinson (Autor)/Pere Perez (Zeichner): Die Falle (The Setup, Superman 690, September 2009)

Hinweise

Secret Dead Blog von Duane Swierczynski

Meine Besprechung von Duane Louis (Swierczynskis) „Letzte Order“ (Severance Package, 2008)

Meine Besprechung von Duane Louis (Swierczynskis) „Blondes Gift“ (The Blonde, 2006)

Meine Besprechung von Anthony E. Zuiker/Duane Swierczynskis „Level 26 – Dark Origins“ (Level 26 – Dark Origins, 2009)

Meine Besprechung von Duane Swierczynskis „Cable: Kriegskind – Band 1″ (Cable: War Child – 1, 2008)

Meine Besprechung von Duane Swierczynski (Autor)/Michel Lacombe (Zeichner)/Ariel Olivettis (Zeichner) „Cable 2: Heimatfront“ (Cable 2: Homefront)

Meine Besprechung von Duane Swierczynski (Autor)/Ariel Olivettis (Zeichner) „Cable 3 – Warten auf das Ende der Welt“ (Waiting for the end of the world, Wasteland Blues, 2009)

Meine Besprechung von Duane Swierczynski/Craig Kyle/Christopher Yost (Autoren)/Ariel Olivetti/Clayton Crain (Zeichner) „Cable 4: Messias-Krieg – Teil 1“ (Messiah War, 2009)

Meine Besprechung von Duane Swierczynski/Craig Kyle/Christopher Yost (Autoren)/Ariel Olivetti/Clayton Crains (Zeichner) „X-Force 4: Messias-Krieg – Teil 2“ (Messiah War, 2009)

Meine Besprechung von Duane Swierczynski (Autor)/Paul Gulacy (Zeichner)/Gabriel Guzmans (Zeichner) „Cable 5 – Zu spät für Tränen (Cable 16 – 20, 2009/2010)

Meine Besprechung von Duane Swierczynski (Autor)/Michel Lacombes (Zeichner) „The Punisher – Sechs Stunden zu leben“ (Punisher: Six hours to kill, 2009)

Duane Swierczynski in der Kriminalakte

Homepage/Blog von Victor Gischler

Pulp Noir: Homepage/Blog von Charlie Huston

Meine Besprechung von Charlie Hustons „Killing Game“ (The Shotgun Rule, 2007)

Meine Besprechung von Charlie Hustons „Das Clean-Team“ (The mystic arts of erasing all signs of death, 2009)

Meine Besprechung von Charlie Hustons „Bis zum letzten Tropfen“ (Every last drop, 2008)

Mein Interview mit Charlie Huston

Charlie Huston in der Kriminalakte

Homepage von Gregg Hurwitz

Homepage von Peter Milligan

Homepage von Tom Piccirilli

Meine Besprechung von Tom Piccirillis „Killzone“ (The dead letters, 2006)

Tom Piccirilli in der Kriminalakte

Homepage/Blog von Jonathan Maberry

Homepage von Greg Rucka

Meine Besprechung von Greg Rucka/Steve Liebers „Whiteout“ (Whiteout, 1998/1999)

Meine Besprechung von Greg Rucka/Steve Liebers „Whiteout: Melt“ (Whiteout: Melt, 1999/2000)

Greg Rucka in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 3. Februar: Aus Liebe zum Volk

Februar 3, 2011

RBB, 23.30

Aus Liebe zum Volk (D/F 2004, R.: Eyal Sivan, Audrey Maurion)

Drehbuch: Eyal Sivan, Audrey Maurion, Aurélie Tyszblatt, Cornelia Klauss (dramaturgische Beratung) (nach einer Idee von Gills-Marie Tiné)

LV: Reinhardt O. Hahn: Ausgedient – Nach Notizen eines Stasi-Offiziers

Spielfilmlange, hochgelobte Doku die einen Einblick in die Ideologie und alltägliche Arbeit der Stasi gibt. Dafür montierten Sivan und Maurion, zu den Erinnerungen eines Stasi-Majors, Stasi-Überwachungsfilme, Propagandafilmen und nachgestellte Szenen.

eine so amüsante wie deprimierende Studie über die Hilflosigkeit des Überwachungsstaates“ (Frank Noack, Der Tagesspiegel, 8. Februar 2004)

Mit Axel Prahl (Sprecher deutsche Fassung), Hanns Zischler (Sprecher französische Fassung)

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Aus Liebe zum Volk“


Lest die Oscar-nominierten Drehbücher!

Februar 2, 2011

Die Oscar-Nominierungen sind draußen. Und, wie in den vergangenen Jahren, sind auch viele der nominierten Drehbücher online:

Best Original Screenplay

Another Year (undatiert), von Mike Leigh

The Fighter, von Paul Tarmasi und Eric Johnson

Inception (undatiert), von Christopher Nolen

The Kids Are All Right (Fassung vom 3. August 2009), von Lisa Cholodenko & Stuart Blumberg

The King’s Speech (undatiert), von David Seidler

Best Adapted Screenplay

127 Hours (undatiert), von Danny Boyle und Simon Beaufoy (basierend auf dem Buch „Between a Rock and a Hard Place” von Aron Ralston)

The Social Network (undatiert), von Aaron Sorkin (basierend auf dem Buch „The Accidental Billionaires“ von Ben Mezrich)

Toy Story 3 (undatiert), von Michael Arndt (Geschichte von John Lasseter, Andrew Stanton und Lee Unkrich)

True Grit, von Joel & Ethan Coen (basierend auf dem Roman „True Grit“/“Die mutige Mattie“ von Charles Portis)

Winter’s Bone (undatiert), von Debra Granik und Anne Rosellini (basierend auf dem Buch „Winter’s Bone“ von Daniel Woodrell)

(via Simply Scripts)

Und wo wir gerade bei Drehbüchern sind:

Black Swan, von Mark Heyman, Andres Heinz und John McLaughlin

Shutter Island (Fassung vom 3. October 2007), von Laeta Kalogridis (basierend auf dem Roman „Shutter Island“ von Dennis Lehane)

The American, von Rowan Joffe (basierend auf dem Roman „A very private gentleman“ von Martin Booth)

Somewhere, von Sofia Coppola

Greenberg, von Noah Baumbach

It’s a kind of a funny story, von Ryan Fleck und Anna Boden (basierend auf dem Roman von Ned Vizzini)

Napoleon, von Stanley Kubrick (Fassung vom 29. September 1969; ein wegen der immensen Kosten gescheitertes Projekt von Kubrick)

Hereafter – Das Leben danach (Fassung vom 1. Mai 2008), von Peter Morgan

The Town, von Peter Craig (Fassung vom 18. August 2009, basierend auf dem Roman „Prince of Thieves“/“Endspiel“ von Chuck Hogan)

Stone, von Angus MacLachlan (Krimi mit Robert de Niro und Edwart Norton, der am 15. März auf DVD erscheint)

Bullitt, von Alan Trustman und Harry Kleiner (basierend auf dem Roman „Mute Witness“/“Bullitt“ von Robert L. Pike)

Payback, von Brian Helgeland (basierend auf dem Roman „The Hunter“ von Richard Stark)

The Tourist, von Julian Fellowes (oder: eine Fassung des Buches, bevor Florian Henckel von Donnersmarck Hand anlegte)