Ohne weitere Worte:
Den ersten Teil finde ich nicht, aber dafür den Rest:
Zuletzt erschien bei uns von Harlan Coben der neue Myron-Bolitar-Krimi „Von meinem Blut“ (Long lost).
Ohne weitere Worte:
Den ersten Teil finde ich nicht, aber dafür den Rest:
Zuletzt erschien bei uns von Harlan Coben der neue Myron-Bolitar-Krimi „Von meinem Blut“ (Long lost).
Der US-Kinostart der Michael-Connelly-Verfilmung „The Lincoln Lawyer“ (Der Mandant) ist am 18. März 2011. Der deutsche Kinostart ist noch unklar, aber dafür ist jetzt der erste Trailer draußen:
Naja. Hippe Optik, aber für mein Empfinden ist Matthew McConaughey einfach zehn Jahre zu jung für Michael Haller und ich hab absolut keine Ahnung, wie die die zweite Hälfte des Romans (der fast ausschließlich im Gerichtssaal spielt) auf die Leinwand bringen wollen.
Die Mystery Writers of America (MWA) haben Sara Paretsky zum Grandmaster 2011 ernannt. Mit ihrer Privatdetektivin Vic Warshawski wurde 1982 das Tough-Guy-Genre um eine nicht minder schlagkräftige und schlagfertige Frau erweitert und seitdem gab es unzählige weibliche PIs. Paretsky gehörte außerdem zu den Gründerinnen von Sisters in Crime.
In der MWA-Presseerklärung steht:
„The mystery genre took a seven-league stride thanks to Sara Paretsky, whose gutsy and dauntless protagonist showed that women can be tough guys, too,“ said Larry Light, Executive Vice President of Mystery Writers of America. „Before, in Sara’s words, women in mysteries were either vamps or victims. Her heroine, private eye V.I. Warshawski, is whip-smart and two-fisted, capable of slugging back whiskey and wrecking cars, and afire to redress social injustice.“
In Deutschland hatte Sara Paretsky dagegen einen schweren Stand. Zuletzt erschien „Feuereifer“ (Fire Sale, 2005). Das Einzelwerk „Bleeding Kansas“ (2007) wurde nicht übersetzt. Ihr vorletzter Warshawski-Krimi „Hardball“ (2009) ist für April 2011 bei Dumont angekündigt und für ihren neuesten Warshawski-Krimi „Body Work“ (2010) gibt es noch keinen deutschen Veröffentlichungstermin.
Die Preisverleihung ist am 28. April 2011 in New York City.
Im 19. Jahr haben die Macher die Berlin-Brandenburgischen Buchwochen in „Stadt Land Buch“ umbenannt und sie verleihen zum ersten Mal einen Preis für den besten Katzenkrimi. Anscheinend gibt es da viele Bücher und Fans. Hm.
Jedenfalls startet der Marathon am Sonntag, den 21. November, und endet am Montag, den 28. November, und für Krimifans ist, neben dem Katzenkrimipreis, auch einiges im Angebot:
am Montag, den 22. November, liest Sabine Alt aus „Gegen das Licht“ und Hellmuth Karasek aus „Billy Wilder – Eine Nahaufnahme“.
am Mittwoch, den 24. November, lesen Horst Bosetzy (-ky), Martina Arnholt, Barbara Ahrens und Heidi Ramlow aus „Berliner Morde“ und „Ran an ’n Sarg und mitjeweent“,
am Donnerstag, den 25. November, wird der Katzenkrimipreis verliehen,
am Freitag, den 26. November, liest Horst Bosetzky (-ky) aus „Rumbalotte“ und Christian Brückner aus Umberto Ecos „Das Foucaultsche Pendel“.
Das waren die Berliner Termine. In Frankfurt (Oder) wird am Donnerstag, den 25. November Rainer Kaufmanns Ingrid-Noll-Verfilmung „Kalt ist der Abendhauch“ gezeigt.
Das gesamte Programm gibt es hier.
Die November-Ausgabe von The Big Thrill ist online. Es gibt unter anderem Interviews mit
Jim Fusilli (endlich wieder ein neues Buch, aber im Moment nur als Hörbuch)
Heather Graham, Alexandra Sokoloff und Deborah LeBlanc
zu ihren neuen Thrillern.
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Weitere Interviews an anderen Orten gibt es mit
John Harvey (über Charlie Resnick)
China Miéville (der gerade für „Die Stadt & Die Stadt“ den Hugo erhielt)
Reed Farrel Coleman (Hm, der könnte mal übersetzt werden)
Alvaro Rodriguez (dem Drehbuchautor von „Machete“)
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Das fällt wohl in die Kategorie „endlich online“: 1976 unterhielt Roger Ebert sich mit Krimiautor John D. MacDonald (der Erfinder von Privatdetektiv Travis McGee).
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Joe R. Lansdale denkt über „Noir“ nach.
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Matt Zoller Seitz schreibt über „How Hollywood killed the Movie Stunt“. Denn während wir früher noch sehen konnten, wie echte Menschen gefährliche Dinge taten (Nein, ich nenne jetzt keine Beispiele.), bekommen wir heute ein Schnittgewitter präsentiert, bei dem man zwar irgendwie das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein, aber sich auch denkt „Das könnte ich auch.“.
Denn die neuen Action-Filme sind, weil wir die wirkliche Action nicht mehr sehen, Post-Action-Filme.
Stephen Kings neues Buch heißt „Zwischen Nacht und Dunkel“ (Full Dark, No Stars, 2010), die deutsche Ausgabe ist jetzt bei Heyne erschienen und sie enthält vier neue Kurzromane des Grandmasters. „Kurz“ für Kingsche Verhältnisse, denn das Inhaltsverzeichnis liest sich so:
1922 – 11
Big Driver – 199
Faire Verlängerung – 357
Eine gute Ehe – 403
Nachwort – 523
Bis auf die knapp fünfzigseitige „Faire Verlängerung“ würden die Geschichten (die natürlich alles Horror- oder Kriminalgeschichten sind) bei anderen Autoren als eigenständige Romane durchgehen.
Um das Buch zu promoten, gibt es natürlich einen Trailer von seinem US-Verlag
Ziemlich öde, aber die Trailer von Future Shorts für die vier Geschichten (gemacht in Kooperation mit Kings englischem Verlag) sind wirklich gut
Am besten gefällt mir der Trailer für „A good marriage“ (Eine gute Ehe). Der könnte von David Lynch sein. Aber auch die anderen machen neugierig auf die Geschichten.
–
Stephen King: Zwischen Nacht und Dunkel
(übersetzt von Wulf Berger)
Heyne, 2010
528 Seiten
19,99 Euro
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P. S.: Wenn ich mir die verschiedenen Covers für „Zwischen Nacht und Dunkel“ ansehe, gefällt mir das deutsche Cover von David Hauptmann (Hauptmann & Kompanie Werbeagentur, Zürich) am besten.
Das kommt nicht wirklich überraschend: Das Erste hat sich entschlossen, am kommenden Freitag, den 19. November, nicht zwei, sondern drei Folgen von „Im Angesicht des Verbrechens“ auszustrahlen.
Man verleihe der Serie so einen prägnanteren Schluss, hieß es von der ARD. Diejenigen, die von der Serie begeistert seien, müssten dann nicht noch eine Woche warten, um zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht.
In der Süddeutschen Zeitung wird auch ARD-Programmdirektor Volker Herres zitiert:
Herres spricht von seiner Befürchtung, die zehnte Folge könne als Stand Alone absaufen. Aber dann hätte man sie von Anfang an nicht allein stehend programmieren dürfen.
Die Saga einer Berliner Russenmafia wurde bereits zur Hälfte ausgestrahlt und hat bislang ein Publikum von konstant zwei Millionen. Zwei Millionen Menschen sind ordentlich, aber natürlich deutlich weniger als 3,5 Millionen, die den üblichen Zuschauerschnitt am Freitagabend bilden, wenn die ARD um 21.45 Uhr zur Tatort-Wiederholung ansetzt.
Die Erklärung ist natürlich Bullshit. Aber nur die Privaten dürfen sagen, dass sie wegen schlechter Quoten eine Sendung absetzen oder auf einen Nach-Mitternacht-Sendeplatz verschieben.
Vielleicht gab’s auch einige empörte Anrufe von schockierten Zuschauern.
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Und nun zu erfreulicheren Dingen:
der Noir of the Week ist „Auf falscher Spur“ (The clouded yellow, USA 1950) von Ralph Thomas nach einem Drehbuch von Janet Green mit Jean Simmons und Trevor Howard.
Letzte Woche war’s „Tokio-Story“ (House of Bamboo, USA 1955) von Sam Fuller.
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Bei Mulholland Books gibt’s Artikel über
die Thorne-Verfilmung „Sleepyhead“ (nach dem Roman von Mark Billingham)
„What makes a great novel?“ (R. J. Ellory versucht die Frage zu beantworten)
„What ya readin‘ for?“ (R. J. Ellory versucht auch diese Frage zu beantworten)
Ken Bruen unterhält sich mit Andrew Vachss und er bespricht Andrew Vachss‘ neuen Noir „The Weight“
Andrew Vachss hat die Kurzgeschichte „As the crow flies“ geschrieben (Teil eins, Teil zwei)
Maxim Jakubowski hat sich mit Regisseur Mike Hodges (Get Carter) unterhalten
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Martin Compart gratuliert Alain Delon zum Geburtstag.
Dinge, die es nach der Schulphysik nicht geben dürfte: Filmcharaktere schreiben Bücher.
Es gibt sie trotzdem. Hier eine aktuelle Liste: angefangen bei Roger Sterling („Mad Men“) über Richard Castle („Castle“) bis hin zu Jessica Fletcher („Murder, she wrote“).
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Lee Child nennt fünf Krimis, in denen das Wort „Child“ im Titel enthalten ist:
Robert B. Parker: God Save the Child
John Hart: The Last Child
Laurie R. King: With Child
Andrew Vachss: Only Child: A Burke Novel
Tom Rob Smith: Child 44
Very childish!
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Peter Bogdanovich ist unter die Blogger gegangen. Zuletzt hat er über Fritz Langs „M“ geschrieben. Davor unter anderem über „Psycho“ und „Stagecoach“ (Ringo; Höllenfahrt nach Santa Fé).
Sehr empfehlenswert!
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Im Tagesspiegel unterhält Rainer Tittelbach sich mit Drehbuchautor Christian Jeltzsch. Er schrieb die Bücher für etliche „Tatorte“, einige „Polizeirufe“, dreimal ließ er „Kommissarin Lucas“ ermitteln, er war „Am Ende der Eiszeit“ und er erfand den neuen Kommissar Kreutzer (der von Christoph Maria Herbst gespielt wird):
Viele Redakteure haben gesagt, sie fänden die Figur Kreutzer super, aber sie würden das im Sender nicht unterkriegen. Hauptgegenargument: „Das gab es noch nie.“ Bedenken gab es auch wegen der Einheit des Ortes. Wird das nicht zu viel Kammerspiel? Will das der Zuschauer sehen? Es fehlte der Mut, das auszuprobieren. Bei den Öffentlich-Rechtlichen setzt man lieber auf Bewährtes in Variation. Oft heißt es: „Wollen wir nicht etwas machen wie …?“
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Schon einige Tage online, immer noch aktuell und inzwischen auch locker erreichbar: Lobbypedia – eine Seite über; hier steht’s doch:
Lobbypedia stellt den Einfluss von Unternehmen und Lobbyorganisationen auf staatliche Einrichtungen, Gesetzgebungsprozesse sowie Medien und die öffentliche Meinung dar. Lobbypedia ist ein Projekt der gemeinnützigen Initiative LobbyControl.
Derzeit arbeiten wir an drei Themenportalen, die Sie in der linken Navigationsleiste finden: die Seitenwechsel von PolitikerInnen, das Portal Bau- und Immobilienlobby aus Anlass Stuttgart 21 und die Lobbyarbeit der Finanzbranche.
Alain Delon, geboren in Sceaux, einem Vorort von Paris, am 8. November 1935 um 5 Uhr 25
Filmdebüt 1957 als Jo in Yves Allégrets „Killer lassen bitten“ (Quand la femme s’en mèle). Ein Film, den man nicht kennen muss, aber dann kamen:
1960 war er Tom Ripley in René Clements Patricia-Highsmith-Verfilmung „Nur die Sonne war Zeuge“ (Plein soleil)
1960 war er Rocco in Luchino Viscontis „Rocco und seine Brüder“ (Rocco e i suoi fratelli)
1962 war er Piero in Michelangelo Antonionis „Liebe 1962“ (L’eclisse)
1962 war er Tancredi in Luchino Viscontis Giuseppe-Tomasi-di-Lampedusa-Verfilmung „Der Leopard“ (Il gattopardo“)
1962 war er Francis in Henri Verneuils „Lautlos wie die Nacht“ (Mélodie en sous-sol)
1964 war er Thomas in Alain Cavaliers „Die Hölle von Algier“ (L’insoumis)
1966 war er Manu in Robert Enricos „Die Abenteurer“ (Les aventuriers)
1997 war er Jeff Costello in Jean-Pierre Melvilles „Der eiskalte Engel“ (Le samourai)
1968 war er Dino Barran in Jean Hermans „Bei Bullen singen Freunde nicht“2Du kannst anfangen zu beten“ (Adieu l’ami)
1968 war er Jean-Paul in Jacques Derays „Der Swimming-Pool“ (La Piscine)
1969 war er Roger Sartet in Henri Verneuils „Der Clan der Sizilianer“ (Le clan des siciliens)
1970 war er Siffredi in Jacques Derays „Borsalino“ (Borsalino)
1970 war er Corey in Jean-Pierre Melvilles „Vier im roten Kreis“ (Le cercle rouge)
1971 war er Jean in Pierre Granier-Deferres „Der Sträfling und die Witwe“ (La veuve Couderc)
1972 war er Edouard Coleman in Jean-Pierre Melvilles „Der Chef“ (Un flic)
1972 war er Jean Laurier in Michael Winners „Scorpio“ (Scorpio)
1973 war er Gino in José Giovannis „Endstation Schafott“ (Deux hommes dans la ville)
1976 war er Robert Klein in Joseph Loseys „Mr. Klein“ (Monsieur Klein)
1977 war er Xavier in Georges Lautners „Der Fall Serrano“ (Mort d’un pourri)
1980 war er Michel Gerfaut in Jacques Derays „Killer stellen sich nicht vor“ (Trois hommes à abattre)
1981 war er Choucas in seinem Regiedebüt „Rette deine Haut, Killer“ (Pour la peau d’un flic, – eine seiner vielen glücklosen Jean-Patrick-Manchette-Verfilmungen)
1984 war er Baron Charlus in Volker Schlöndorffs Marcel-Proust-Verfilmung „Eine Liebe von Swann“ (Un amour de Swann)
1990 war er „Er“ in Jean-Luc Godards „Nouvelle Vague“ (Nouvelle Vague)
2002 war er Fabio Montale in José Pinheiros Verfilmung der Jean-Claude-Izzo-Romane „Total Khéops“, „Chourmo“ und „Solea“ für das Fernsehen.
Seine besten Rollen hatte er in den Sechzigern. In den Siebzigern und Achtzigern verwaltete er sein Image. Mal besser, mal schlechter und danach zog er sich fast vollständig aus dem Filmgeschäft zurück.
Aber gerade seine Gangster- und Polizistenrollen sichern ihm einen festen Platz in den Annalen der Filmgeschichte.
Zur Feier der deutschen Publikation von Scott Siglers „The Ancestor“ als „Implantiert“ (Heyne, 9,99 Euro) gibt’s heute den Trailer zum Buch.
Aber Vorsicht. Ist eine ziemlich heftige Angelegenheit:
Es ist toll, dass „Die Zeit“ dem Kriminalroman fast eine ganze Beilage der „Zeit Literatur“ widmet.
Dass ich für mich nicht viel neues entdecke, ist okay.
Aber dass Redaktionsleiter Jens Jessen den Einleitungstext „Wann ist ein Krimi ein Krimi?“ (noch nicht online) schreiben musste ist nicht okay. Er hätte den Platz besser für den Kollegen Tobias Gohlis und dessen sich im Heft unmittelbar anschließenden Text „Auf Leben und Tod“ räumen sollen.
So müssen wir aber, wieder einmal einen Text lesen, in dem der Kriminalroman zum Detektivroman verkürzt wird, sich episch über das Rätsel und die Auflösung ausgelassen wird und die üblichen Verdächtigen (Eric Ambler [ein Brite und kein Ami], Agatha Christie, Raymond Chandler, Patricia Highsmith und die Hohe Literatur mit Fjodor Dostojewskij [Schuld und Sühne], Joseph Conrad [Chance], Johann Wolfgang von Goethe [Wahlverwandschaften], Friedrich Schiller [Der Geisterseher]) aufgefahren werden.
Der Text hätte so auch schon vor dreißig Jahren erscheinen können und war bereits vor fünfzig Jahren veraltet.
Dabei ist der Kriminalroman viel mehr als der Detektivroman.
In einem Kriminalroman steht ein Verbrechen und die verschiedenen Reaktionen der Charaktere darauf im Mittelpunkt. Das Verbrechen kann der Anfang oder das Ende der Geschichte sein. Es kann sich um Mord handeln. Oder um ein anderes Verbrechen, wie Raub oder Verrat.
Das geschieht so James Ellroy, David Peace, George Pelecanos, Elmore Leonard, James Sallis, Carl Hiaasen – und ich höre jetzt auf. Denn die Namen stehen ja alle in der rechten Spalte.
Außerdem ist ein Kriminalroman immer eine moralische Erzählung.
2002 erschien der vierte Inspector-Brant-Roman „Blitz“ (genaugenommen „Blitz or…Brant hits the Blues“) von Ken Bruen.
In dem Polizei-Noir jagt Inspector Brant in London einen Copkiller – und Ken Bruen erzählt in seiner knappen Prosa noch ein halbes Dutzend weiterer Geschichten.
Der Film hat noch keinen Starttermin, aber der erste Trailer ist jetzt draußen:
2001 erschien der Noir „London Boulevard“ von Ken Bruen.
In wenigen Wochen startet in England die Verfilmung und der Trailer sieht ziemlich gut aus:
Die Bestenliste der KrimiWelt für den ungemütlichen November:
1 (1) Don Winslow: Tage der Toten
2 (-) Zoran Drvenkar: DU
3 (5) David Peace: Tokio, besetzte Stadt
4 (4) Nii Parkes: Die Spur des Bienenfressers
5 (-) Heinrich Steinfest: Batmans Schönheit
6 (9) Thomas Willmann: Das finstere Tal
7 (-) Anne Holt: Gotteszahl
8 (3) Jenny Siler: Verschärftes Verhör
9 (-) Oliver Bottini: Das verborgene Netz
10 (-) Martin Booth: The American
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In ( ) ist die Platzierung des Vormonats.
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Also wieder fünf Neueinsteiger. Richard Price, Frank Göhre und Garry Disher sind draußen, aber immer noch lesenswert. Bei den Neueinsteigern ist Zoran Drvenkar sicher einen Blick wert und Martin Booth hat es dank der gleichnamigen Verfilmung (mit George Clooney als Killer) in die deutschen Buchhandlungen und auf die Liste geschafft.
Kurz und schmerzlos:
Die neue Ausgabe der Crime Factory ist online.
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Schon länger online: die Oktober-Ausgabe von The Big Thrill.
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Ein Interview mit Martin Schüller über seine Tatort-Romane (u. a. „Moltke„, „A gmahde Wiesn“, „Die Blume des Bösen„, „Tempelräuber„):
Die Story, also Plot und Personen, ist sakrosankt, in den Details muss man mitunter eingreifen. Z.B. erschießt Max Ballauf am Ende von „Die Blume des Bösen“ den Täter, der Freddy Schenk in seiner Gewalt hat. Im Film gab es in diesem Moment aber keine unmittelbare Bedrohung von Freddys Leben, streng genommen hätte Ballauf da einen Mord begangen. Das habe ich geändert. Generelle Schwächen haben die Filme, was den Realismus der Örtlichkeiten angeht. Wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass z.B. der größte Teil der Münster-Filme in Köln gedreht wird.
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Filmfans dürfen sich über das Drehbuch „The Parallax View“ von Lorenzo Semple jr. freuen. Alan J. Pakula verfilmte das Buch mit Warren Beatty (der damals ein großer Star war). Bei uns heißt der klassische Paranoia-Thriller „Zeuge einer Verschwörung“.
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When our flight is delayed and a hundred frustrated people are milling around the gate, would it kill you to give us an update? You say you do but trust me, YOU DON’T. Instead we have to go up to the counter so you can blow us off individually.
We’re not just doing this to annoy you. Many of us have connections to make.
Grandioser Text, der auch auf die Deutsche Bahn zutrifft.
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Sprache mit Stephen Fry, zuerst mit Hugh Laurie (jajaja, „Dr. House“), danach solo:
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John Cleese über Kreativität:
In den ersten Novembertagen besuchen drei Männer, die ihr Geld mit dem Planen von Straftaten verdienen, Berlin.
Am Montag, den 1. November, startet Thrillerautor John Katzenbach die Lesetour zu seinem neuen Roman „Der Professor“ (What comes next, 2010) um 20.00 Uhr im Berliner Kriminaltheater (Palisadenstraße 48). Günter Keil moderiert. Rainer Strecker liest die deutschen Teile.
In „Der Professor“ sieht der demente, pensionierte Psychologieprofessor Adrian Thomas, wie ein sechzehnjähriges Mädchen in einen Lieferwagen gezerrt wird. Hat er gerade eine Entführung beobachtet oder spielt sein Gedächtnis ihm einen Streich? Er will es herausfinden.
John Katzenbach: Der Professor
(übersetzt von Anke und Eberhard Kreutzer)
Droemer, 2010
560 Seiten
19,99 Euro
Am Donnerstag, den 4. November, gibt es in der Krimibuchhandlung „Miss Marple“ (Weimarer Straße 117) eine große Kriminacht mit Kevin Wignall und Simon Kernick. Johannes Steck liest die deutschen Teile.
Simon Kernick veröffentlicht zuletzt „Verdächtig“ (Target, 2009). In dem Thriller wacht der Schriftsteller Rob Fallon in der Wohnung von Jenny, der Freundin seines besten Freundes auf. Kurz darauf brechen zwei Männer ein und entführen Jenny. Als Rob zur Polizei geht, glaubt sie ihm nicht und in Jennys Apartment sind keine Spuren von der Entführung zu finden. Rob beginnt auf eigene Faust Jenny zu suchen.
Kevin Wignall hat ebenfalls sein letztes Buch „Die letzte Wahrheit“ (Who is Conrad Hirst?, 2007) im Gepäck. Der Krimi über den Auftragskiller Conrad Hirst, der aussteigen will und dafür einige Zeugen beseitigen muss, war für den Edgar- und Barry-Award nominiert. Das dürfte doch als Empfehlung ausreichen?
Simon Kernick: Verdächtig
(übersetzt von Gunter Blank)
Heyne, 2010
464 Seiten
8,95 Euro
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Kevin Wignall: Die letzte Wahrheit
(übersetzt von Teja Schwaner)
Heyne, 2010
304 Seiten
7,95 Euro
Also dann:
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Ascot Elite will am 17. März 2011 die hochgelobte Daniel-Woodrell-Verfilmung „Winter’s Bone“ (der tolle Roman ist immer noch nicht auf Deutsch erschienen) in die Kinos bringen.
Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.
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Auch damit hatte ich nicht ernsthaft gerechnet:
Bereits am 22. Oktober veröffentlichte Warner die erste Staffel der ebenfalls überall abgefeierten Politikserie „West Wing“.
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Der Noir of the Week ist „Mulholland Drive“ von einem gewissen David Lynch (nie von ihm gehört). Toller Film.
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„Redbelt“ war der Anlass, aber gerade in den ersten Minuten sagt David Mamet einige allgemeine Sätze zum Erzählen von Geschichten:
Die diesjährigen Preise des Krimimagazins „Crimespree“ wurden am Sonntag in San Francisco (während eines weltweiten Treffens einer verschworenen Bruderschaft) vergeben:
Favorite Book of 2009
nominiert
Bury Me Deep, von Megan Abbott (Simon & Schuster)
Tower, von Ken Bruen und Reed Farrel Coleman (Busted Flush Press)
Trust No One, von Gregg Hurwitz (St. Martin’s Press)
The Amateurs, von Marcus Sakey (Dutton)
–
Favorite First Book 2009
Even, von Andrew Grant (Minotaur)
nominiert
The Sweetness at the Bottom of the Pie, von Alan Bradley (Delacorte)
Running from the Devil, von Jamie Freveletti (Morrow)
A Bad Day for Sorry, von Sophie Littlefield (Minotaur)
The Ghosts of Belfast, von Stuart Neville (Soho Crime)
–
Best Book in an Ongoing Series for 2009
Walking Dead, von Greg Rucka (Bantam)
nominiert
The Silent Hour, by Michael Koryta (Minotaur)
Shatter, von Michael Robotham (Doubleday)
The Shanghai Moon, von S.J. Rozan (Minotaur)
Truth, von Peter Temple (Farrar, Straus and Giroux)
–
Jack Reacher Award (“given to an author who is someone we would recommend to everyone we meet and is also great to their fans and gives back to the mystery community”)
Val McDermid
(via The Rap Sheet)
Ohne große Vorrede: die Gewinner der verschiedenen dieses Jahr auf der Bouchercon verliehenen Krimipreise:
Best Novel
The Brutal Telling, von Louise Penny (Minotaur)
nominiert
The Last Child, von John Hart (Minotaur)
The Mystic Arts of Erasing All Signs of Death, von Charlie Huston (Ballantine Books)
The Girl Who Played with Fire, von Stieg Larsson (Quercus/Knopf)
The Shanghai Moon, von S.J. Rozan (Minotaur)
–
Best First Novel
A Bad Day for Sorry, von Sophie Littlefield (Minotaur)
nominiert
The Sweetness at the Bottom of the Pie, von Alan Bradley (Delacorte)
Starvation Lake, von Bryan Gruley (Touchstone)
The Ghosts of Belfast (aka The Twelve), von Stuart Neville (Soho Press/Harvill Secker)
In the Shadow of Gotham, von Stefanie Pintoff (Minotaur)
–
Best Paperback Original
Starvation Lake, von Bryan Gruley (Touchstone)
nominiert
Bury Me Deep, von Megan Abbott (Simon & Schuster)
Tower, von Ken Bruen und Reed Farrel Coleman (Busted Flush Press)
Quarry in the Middle, von Max Allan Collins (Hard Case Crime)
Death and the Lit Chick, von G.M. Malliet (Midnight Ink)
Air Time, von Hank Phillippi Ryan (Mira)
–
Best Short Story
“On the House” von Hank Phillippi Ryan (aus Quarry: Crime Stories von New England)
nominiert
“Last Fair Deal Gone Down” von Ace Atkins (aus Crossroad Blues; Busted Flush Press)
“Femme Sole” von Dana Cameron (aus Boston Noir, herausgegeben von Dennis Lehane; Akashic Books)
“Animal Rescue” von Dennis Lehane (Boston Noir)
“Amapola” von Luis Alberto Urrea (aus Phoenix Noir, herausgegeben von Patrick Millikin; Akashic Books)
–
Best Critical Non-fiction Work
Talking About Detective Fiction, von P.D. James (Bodleian Library/Knopf)
nominiert
The Line Up: The World’s Greatest Crime Writers Tell the Inside Story of Their Greatest Detectives, herausgegeben von Otto Penzler (Little, Brown)
Haunted Heart: The Life and Times of Stephen King, von Lisa Rogak (Thomas Dunne Books)
Dame Agatha’s Shorts: An Agatha Christie Short Story Companion, von Elena Santangelo (Bella Rosa Books)
The Talented Miss Highsmith: The Secret Life and Serious Art of Patricia Highsmith, von Joan Schenkar (St. Martin’s Press)
–
Die Shamus Awards, verliehen von den Private Eye Writers of America
Best Hardcover P.I. Novel
Locked In, von Marcia Muller (Grand Central)
nominiert
The Silent Hour, von Michael Koryta (Minotaur)
Where the Dead Lay, von David Levien (Doubleday)
Schemers, von Bill Pronzini (Forge)
My Soul to Take, von Yrsa Sigurdardottir (William Morrow)
–
Best First P.I. Novel
Faces of the Gone, von Brad Parks (Minotaur)
nominiert
Loser’s Town, von Daniel Depp (Simon & Schuster)
The Last Gig, von Norman Green (Minotaur)
The Good Son, von Russel D. McLean (Minotaur)
Chinatown Angel, von A.E. Roman (Minotaur)
–
Best Paperback Original P.I. Novel
Sinner’s Ball, von Ira Berkowitz (Three Rivers Press)
nominiert
Dark Side of the Morgue, von Raymond Benson (Leisure)
Red Blooded Murder, von Laura Caldwell (Mira)
Vengeance Road, von Rick Mofina (Mira)
Body Blows, von Marc Strange (Dundurn)
–
Best P.I. Short Story
“Julius Katz” von Dave Zeltserman (Ellery Queen Mystery Magazine, September/October 2009)
nominiert
“The Dark Island” von Brendan DuBois (aus Boston Noir, herausgegeben von Dennis Lehane; Akashic)
“Deadline Edition” von S.L. Franklin (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, April 2009)
“Blazin’ on Broadway” von Gary Phillips (aus Phoenix Noir, herausgegeben von Patrick Millikin; Akashic)
“Suicide Bonds,” von Tim L. Williams (Ellery Queen Mystery Magazine, March/April 2009)
–
Lifetime Achievement Award
Robert Crais
–
Best Novel
The Last Child, von John Hart (Minotaur)
nominiert
The Gates, von John Connolly (Atria)
The Hidden Man, von David Ellis (Putnam)
Spade & Archer, von Joe Gores (Knopf)
Locked In, von Marcia Muller (Grand Central)
Shanghai Moon, von S.J. Rozan (Minotaur)
–
Best First Novel
The Sweetness at the Bottom of the Pie, von Alan Bradley (Delacorte)
nominiert
Beat the Reaper, von Josh Bazell (Little, Brown)
A Trace of Smoke, von Rebecca Cantrell (Forge)
A Bad Day for Sorry, von Sophie Littlefield (Minotaur)
Black Water Rising, von Attica Locke (Harper)
The Ghosts of Belfast, von Stuart Neville (Soho Crime)
–
Best British Novel
If the Dead Rise Not, von Philip Kerr (Quercus)
nominiert
Awakening, von S. J. Bolton (Bantam Press)
The Lovers, von John Connolly (Hodder & Stoughton)
Midnight Fugue, von Reginald Hill (HarperCollins)
Still Midnight, von Denise Mina (Orion)
The Ignorance of Blood, von Robert Wilson (HarperCollins)
–
Best Paperback Original
Starvation Lake, von Bryan Gruley (Touchstone)
nominiert
Bury Me Deep, von Megan Abbott (Simon & Schuster)
Quarry in the Middle, von Max Allan Collins (Hard Case Crime)
The Weight of Silence, von Heather Gutenkauf (Mira)
Fatal Lies, von Frank Tallis (Mortalis)
The Herring-Seller’s Apprentice, von L.C. Tyler (Felony & Mayhem)
–
Best Thriller
Running from the Devil, von Jamie Freveletti (Morrow)
nominiert
No Survivors, von Tom Cain (Viking)
The Gray Man, von Mark Greaney (Jove)
Columbus, von Derek Haas (Pegasus)
House Secrets, von Mike Lawson (Atlantic Monthly)
Walking Dead, von Greg Rucka (Bantam)
–
Mystery/Crime Novel of the Decade
The Girl with the Dragon Tattoo, von Stieg Larsson (Knopf)
nominiert
The Guards, von Ken Bruen (Minotaur)
The Lincoln Lawyer, von Michael Connelly (Little, Brown)
Mystic River, von Dennis Lehane (Morrow)
Still Life, von Louise Penny (Minotaur)
The Shadow of the Wind, von Carlos Ruiz Zafón (Penguin Press)
–
Best Short Story
“The High House Writer” von Brendan DuBois (AHMM, July-August 2009)
nominiert
“My Mother’s Keeper” von Barbara Callahan (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], June 2009)
“Erin’s Journal” von David Dean (EQMM, December 2009)
“Real Men Die” von John H. Dirckx (Alfred Hitchcock Mystery Magazine [AHMM], September 2009)
“A Hollywood Ending” von Melodie Johnson Howe (EQMM, July 2009)
“Hard Blows” von Morley Swingle (from The Prosecution Rests: New Stories About Courtrooms, Criminals, and the Law, herausgegeben von Linda Fairstein; Little, Brown)
–
Don Sandstrom Award for Literary Achievement in Mystery Fandom
Len & June Moffatt
Captain Bob Napier
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Best Mystery Novel
Tower, von Ken Bruen and Reed Farrel Coleman (Busted Flush Press)
nominiert
Bury Me Deep, von Megan Abbott (Simon & Schuster)
Necessary as Blood, von Deborah Crombie (William Morrow)
Nemesis, von Jo Nesbø (HarperCollins)
The Brutal Telling, von Louise Penny (Minotaur)
The Shanghai Moon, von S.J. Rozan (Minotaur)
–
Best First Mystery Novel
The Sweetness at the Bottom of the Pie, von Alan Bradley (Delacorte)
nominiert
Running from the Devil, von Jamie Freveletti (William Morrow)
A Bad Day for Sorry, von Sophie Littlefield (Minotaur)
The Ghosts of Belfast, von Stuart Neville (Soho Crime)
A Beautiful Place to Die, von Malla Nunn (Picador)
–
Best Mystery Non-Fiction
Talking About Detective Fiction, von P.D. James (Alfred A. Knopf)
nominiert
L.A. Noir: The Struggle for the Soul of America’s Most Seductive City, von John Buntin (Random House: Harmony Books)
Rogue Males: Conversations & Confrontations About the Writing Life, von Craig McDonald (Bleak House Books)
The Line Up: The World’s Greatest Crime Writers Tell the Inside Story of Their Greatest Detectives, herausgegeben von Otto Penzler (Little, Brown & Company)
Provenance: How a Con Man and a Forger Rewrote the History of Modern Art, von Laney Salisbury and Aly Sujo (Penguin Press)
Dame Agatha’s Shorts: An Agatha Christie Short Story Companion, von Elena Santangelo (Bella Rosa Books)
–
Best Mystery Short Story
“On the House” von Hank Phillippi Ryan in Quarry: Crime Stories von New England Writers (Level Best Books)
nominiert
“Last Fair Deal Gone Down” von Ace Atkins in Crossroad Blues (Busted Flush Press)
“Femme Sole” von Dana Cameron in Boston Noir (Akashic Books)
“Digby, Attorney at Law” von Jim Fusilli (AHMM, May 2009)
“Your Turn” von Carolyn Hart in Two of the Deadliest (Harper)
“The Desert Here and the Desert Far Away” von Marcus Sakey in Thriller 2: Stories You Just Can’t Put Down (Mira)
“Amapola” von Luis Alberto Urrea in Phoenix Noir (Akashic Books)
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Sue Feder Historical Mystery
A Trace of Smoke, von Rebecca Cantrell (Forge)
nominiert
In the Shadow of Gotham, von Stefanie Pintoff (Minotaur)
A Duty to the Dead, von Charles Todd (William Morrow)
Serpent in the Thorns, von Jeri Westerson (Minotaur)
Among the Mad, von Jacqueline Winspear (Henry Holt)
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Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!
Einige Bücher sind schon übersetzt (Ich bin jetzt zu faul, die deutschen Titel herauszusuchen), einige werden noch übersetzt und einige liegen auf meinem Zu-Lesen-Stapel (und werden dann auch gebührend besprochen).
(via The Rap Sheet)