Kleinkram

Juli 5, 2010

Die Juli-Ausgabe von The Big Thrill, der Zeitung der International Thriller Writers (ITW) ist online.  Dieses Mal werden unter anderem, oft mit Interviews oder in längeren Porträts, Gregg Hurwitz, Jeffery Deaver (ein neuer Lincoln-Rhyme-Roman),  Allison Brennan, Brad Thor, Rick Mofina, Dan Fesperman, Heather Graham, Christine Kling (über ihre Besprechung von Erskine Childers‘ „The Riddle of the Sands“ für „Thrillers: 100 must reads“) und einem kleinen Artikel über den ITW-Sammelband „Thrillers: 100 must reads“ vorgestellt.

BSC hat sich mit Michael Koryta („Tödliche Rechnung“, im November „Blutige Schuld“) unterhalten.

epd Film hat sich mit James Mangold (3:10 to Yuma, Walk the line, Copland, zuletzt Knight and Day) unterhalten.

In der New York Times macht sich A. O. Scott einige Gedanken über die Geschichte der Sommer-Blockbuster.

Goodbye Mulitplex. Hello Special Screening? – Jedenfalls gibt es im Independent einen kleinen Überblick über Filmpräsentationen an ungewöhnlichen Orten oder in einem ungewöhnlichen Rahmen in London.

Vor einigen Tagen war ich auf dem sehr anstrengendem (Man, 16 Stunden Vorträge an zwei Tagen plus Filmprogramm) und sehr informativem Kolloquium „Gefährliches Kino? – Filme im Konflikt mit Gesetz, Geld und Gesellschaft“ der Deutschen Kinemathek.

Inzwischen sind einige ausführliche Nachberichte und Mitschnitte online:

Bei „f-lm“ gibt es Mitschnitte der Vorträge von Roland Seim („Zensur heute in Deutschland“) und Marcus Stiglegger („Ein Genre unter Verdacht: Terrorkino. Hostel, Saw und der Mythos ‚torture porn‘).

Bei Telepolis gibt es von Stefan Höltgen einen ausführlichen Bericht von der Tagung und einen Nachschlag zum „Blutgericht in Texas“ (auch bekannt als „Texas Chainsaw Massacre“):

die juristische Bürokratie sieht nicht vor einen ehemals verbotenen Film wieder zu „erlauben“ – selbst wenn alle (!) Beteiligten das Verbot heute nicht mehr nachvollziehen können.

Deshalb wird das aus heutiger Sicht eher harmlose „Blutgericht in Texas“ vielleicht niemals in Deutschland veröffentlicht werden. Auch nicht für Erwachsene.

Im September macht die Deutsche Kinemathek eine Folgeveranstaltung.

Ebenfalls bei Telepolis hat sich Hans Schmid mit dem Thriller „Peeping Tom – Augen der Angst“ beschäftigt.

Sieht gut aus:

Deutscher Kinostart der Verfilmung des Comics von Warren Ellis und Cully Hamner ist 28. Oktober. Robert Schwentke führt Regie.

Hört sich gut an:

if you’re strong of stomach I think Michael Winterbottom’s adaptation of Jim Thompson’s The Killer Inside Me is easily one of the most unique experiences you can currently have at the movie theater.

James Rollins hat die Filmrechte von seiner Sigma-Force-Serie verkauft.

Roman – Film. Einfache Sache, oder? Immerhin hat der Romanautor schon die ganze Arbeit getan.

Naja, nicht ganz.

Lee Goldberg schreibt:

I’ve adapted a few novels for the screen over  the years, and it’s always a difficult task. You’ve got to capture what made the book great, but you’ve also got  to change a lot of things in order to make it work as a screenplay.

Er fragte seinen alten UCLA-Professor Richard Walter und der schrieb eine sehr lesenswerte Antwort:

Adaptors should feel free to delete scenes and entire chapters from the book; they should feel equally free to create wholly new material, even invent new characters, if in doing so they create a finer script. They should try at most to capture merely the spirit of the book, if that, and avoid becoming a slave to the facts and data contained in the original pages.

Human Rights Watch hat einen umfangreichen Bericht veröffentlicht: „Ohne nachzufragen – Geheimdienstliche Zusammenarbeit mit Ländern in denen gefoltert wird“.


KrimiWelt-Bestenliste Juli 2010

Juni 26, 2010

Die Bestenliste der KrimiWelt für den Sommermonat Juli:

1 (2) Pete Dexter: God’s Pocket

2 (7) Dominique Manotti: Letzte Schicht

3 (1) Josh Bazell: Schneller als der Tod

4 (-) Richard Price: Cash

5 (-) Christopher Cook: Robbers

6 (4) Henning Mankell: Der Feind im Schatten

7 (-) Benjamin Black: Der Lemur

8 (5) Francisco González Ledesma: Der Tod wohnt nebenan

9 (-) Jiří Kratochvil: Das Versprechen des Architekten

10 (-) John Hart: Das letzte Kind

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Hmhm, wahrscheinlich haben die inzwischen eine 50-Prozent-Neueinsteigerquote.

Und nur Übersetzungen.

Ansonsten: „Schneller als der Tod“ fand ich ziemlich langweilig. Die John-Hart-Begeisterung find ich schwer nachvollziehbar. Henning Mankell muss wohl wirklich nicht mehr empfohlen werden. Richard Price, Pete Dexter, Christopher Cook (zwei Bücher, die im Original bereits vor vielen Jahren erschienen sind) und Benjamin Black (angenehm kurze Lektüre) liegen auf meinem Nachttisch.

Charlie Hustons vierter Joe-Pitt-Roman „Bis zum letzten Tropfen“ ist, vor allem nach Sonnenuntergang, mein ständiger Begleiter.


Kleinkram

Juni 24, 2010

In den vergangenen Tagen hat sich einiges angesammelt:

„Jonah Hex“ ist in den USA gestartet. Der Trailer war schon „naja“. Die Länge ist mit 80 Minuten extrem kurz. Vor allem weil inzwischen der Abspann bei einem normalen Hollywood-Film die Länge eines Kurzfilms hat.


Die Kritiken sind – verheerend.

Bookgasm (Rod Lott) schreibt:

It’s all patched together in a way that it feels not like a major-studio feature, but some straight-to-video thing that used to serve as the Friday-night premiere on Cinemax in the mid-’90s, like, say, FIST OF THE NORTH STAR. Including credits, the movie clocks in at a mere 80 minutes, barely qualifying as a movie. At that length, you wonder why they didn’t just go the TV route, write it off as a “pilot” and call it a day.

Und bei Tor (Genevieve Valentine):

Though I cannot recommend this film in any way as an example of skillful, or even competent, moviemaking, I can confirm that Jonah Hex is Weird West’s answer to LXG; a movie so bad, it’s extraordinary.

Die Zuschauer bleiben auch weg. Damit dürfte der Western bei uns, trotz der guten Besetzung, direkt auf DVD erscheinen.

Die Trailer für „Knight & Day“ versprachen dagegen einen ordentlichen Popcorn-Film dagegen eine ordentliche Action-Komödie, die zwar keine Bäume ausreißt, aber gut unterhält.

Die ersten Kritiken sind auch nicht so toll:

Collider (Matt Goldberg) meint:

It’s amazing what you can do with charisma.  It can elevate a mediocre movie to greatness and elevate a bad movie to mediocrity.  Knight and Day is a case of the latter.  The film’s overly-long, paper-thin plot and misogynistic undertones are combated by Tom Cruise’s sheer force of personality, his chemistry with co-star Cameron Diaz, and James Mangold’s skill for shooting exciting set pieces.  These elements combine to make Knight and Day a better movie than it should be, but unfortunately aren’t enough to make it as good as it could be.

Der startet bei uns am 22. Juli.

Und dann gibt es noch das „A-Team“.

Auch von dem Film sind die Kritiker nicht sonderlich begeistert.Aber den Zuschauern scheint’s zu gefallen.

Deutscher Kinostart ist am 5. August.

Bei Schnittberichte gibt es einen ausführlichen Vergleich zwischen der restaurierten Fassung von 1995 und der von 2005/2006 von Murnaus Stummfilmklassiker „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“.

Im Tagesspiegel schreibt Hagen Haas über „Psycho“ und Robert Bloch, den Autor der Vorlage.

Bei 24 spricht Produzent Stefan Arndt über den von ihm produzierten Michael-Haneke-Film „Das weiße Band“.


BSC unterhält sich mit David Moody (Im Wahn).

Spinetingler unterhält sich mit Victor Gischler (Die Go-Go-Girls der Apokalypse).

All Things Girl mit Michael Koryta (Tödliche Rechnung).

Focus (Henrike Heiland) mit Sebastian Fitzek (Der Augensammler).

Büchertitel mit Horst Eckert (Sprengkraft).

Die taz (Katharina Granzin) mit Martin Cruz Smith (Die goldene Meile).

Lange nichts mehr von Doris Heinze (der ehemaligen NDR-Fernsehspielchefin, die fristlos entlassen wurde, weil sie ihrem Ehemann und sich selbst Drehbuchaufträge verschaffte, sie unter falschen Namen einreichte und sich dafür zu gut bezahlen ließ.) gehört?

Nun, vorm Arbeitsgericht kam es zu einer Einigung: Kündigung war okay, Geld muss zurückbezahlt werden. Damit ist der NDR, soweit man davon sprechen kann, der Gewinner. Denn der Sender muss sinnvolle Kontrollmechanismen, die so etwas verhindern können, installieren.

Der Staatsanwalt ermittelt weiter. Wegen Betrug.

Alte Pulp-Romane bis zum Abwinken gibt es kostenlos bei Munseys.Stöbern lohn sich.

Der Noir of the Week ist Phil Karlsons Georges-Simenon-Verfilmung „Hyänen der Straße“ (The Brothers Rico, USA 1957).

Bei Trailers from Hell lobt Josh Olson den Noir „Die Freunde von Eddie Coyle“ (The Friends of Eddie Coyle, USA 1973).




Signing in the Waldenbooks

Juni 20, 2010

Was geschieht, nachdem man als angehender Krimautor die Tipps aus „Kill ‚em“ befolgt, verrät Parnell Hall in diesem Song:

Das Lied ist, immerhin gibt es in den USA die Waldenbooks-Buchkette nicht mehr, schon etwas älter, aber nicht veraltet.


Kill ‚em

Juni 19, 2010

Krimiautor Parnell Hall (auf Deutsch erschienen bei Goldmann vor über einem Dutzend Jahren einige Bücher, alle weiteren Werke des immer noch produktiven Shamus-Nominierten gibt’s im Original) ist auch ein gewitzter Musiker. In diesem liebevoll zusammengestellten Video (Na, wie viele Filme erkennen Sie?) verrät er das Erfolgsrezept für einen Krimi:


Die Barry-Nominierungen 2010

Juni 11, 2010

Für alle, die noch überlegen, was sie während der Fußballspiele lesen sollen, gibt es jetzt auch die Liste der Barry-Nominierungen, dem Preis des Deadly Pleasures Mystery Magazine. Dieses Jahr sogar mit einer neuen Kategorie: dem besten Kriminalroman des Jahrzehnts. Der Barry wird am Sonntag, den 17. Oktober, in San Francisco auf der Bouchercon verliehen.

Nominiert sind:

Best Novel

The Gates, von John Connolly (Atria)

The Hidden Man (Der Mann im Schatten), von David Ellis (Putnam)

Spade & Archer, von Joe Gores (Knopf)

The Last Child (Das letzte Kind), von John Hart (Minotaur)

Locked In, von Marcia Muller (Grand Central)

Shanghai Moon, von S.J. Rozan (Minotaur)

Best First Novel

Beat the Reaper (Schneller als der Tod), von Josh Bazell (Little, Brown)

The Sweetness at the Bottom of the Pie, von Alan Bradley (Delacorte)

A Trace of Smoke, von Rebecca Cantrell (Forge)

A Bad Day for Sorry, von Sophie Littlefield (Minotaur)

Black Water Rising, von Attica Locke (Harper)

The Ghosts of Belfast, von Stuart Neville (Soho Crime)

Best British Novel

Awakening, von S. J. Bolton (Bantam Press)

The Lovers, von John Connolly (Hodder & Stoughton)

Midnight Fugue, von Reginald Hill (HarperCollins)

If the Dead Rise Not, von Philip Kerr (Quercus)

Still Midnight, von Denise Mina (Orion)

The Ignorance of Blood, von Robert Wilson (HarperCollins)

Best Paperback Original

Bury Me Deep, von Megan Abbott (Simon & Schuster)

Quarry in the Middle, von Max Allan Collins (Hard Case Crime)

Starvation Lake, von Bryan Gruley (Touchstone)

The Weight of Silence, von Heather Gutenkauf (Mira)

Fatal Lies, von Frank Tallis (Mortalis)

The Herring-Seller’s Apprentice, von L.C. Tyler (Felony & Mayhem)

Best Thriller

No Survivors (aka „The Survivor“; deutscher Titel: Survivor), von Tom Cain (Viking)

Running from the Devil (Lauf), von Jamie Freveletti (Morrow)

The Gray Man, von Mark Greaney (Jove)

Columbus, von Derek Haas (Pegasus)

House Secrets, von Mike Lawson (Atlantic Monthly)

Walking Dead, von Greg Rucka (Bantam)

Mystery/Crime Novel of the Decade

The Guards (Jack Taylor fliegt raus), von Ken Bruen (Minotaur)

The Lincoln Lawyer (Der Mandant), von Michael Connelly (Little, Brown)

The Girl with the Dragon Tattoo (Verblendung), von Stieg Larsson (Knopf)

Mystic River (Spur der Wölfe; Mystic River), von Dennis Lehane (Morrow)

Still Life (Denn alle tragen Schuld), von Louise Penny (Minotaur)

The Shadow of the Wind (La sombra del viento [Original]; Der Schatten des Windes [Deutsch], von Carlos Ruiz Zafón (Penguin Press)

Best Short Story

• “My Mother’s Keeper,” von Barbara Callahan (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], June 2009)

• “Erin’s Journal,” von David Dean (EQMM, December 2009)

• “Real Men Die,” von John H. Dirckx (Alfred Hitchcock Mystery Magazine [AHMM], September 2009)

• “The High House Writer,” von Brendan DuBois (AHMM, July-August 2009)

• “A Hollywood Ending,” von Melodie Johnson Howe (EQMM, July 2009)

• “Hard Blows,” von Morley Swingle (aus „The Prosecution Rests: New Stories About Courtrooms, Criminals, and the Law“, herausgegeben von Linda Fairstein; Little, Brown)

Etliche Bücher sind schon übersetzt. Einige andere, wie die neuen Werke von Philip Kerr und Mike Lawson, werden sicher in den kommenden Monaten übersetzt.

(via The Rap Sheet)


Die Macavity-Nominierungen 2010

Juni 9, 2010

Für den diesjährigen Macavity-Preis (benannt nach der geheimnisvollen Katze in T. S. Eliots „Old Possums Katzenbuch“ [Old Possum’s Book of Practical Cats]) und verliehen von den Mitgliedern von „Mystery Readers International“ wurden nominiert:

Best Mystery Novel

Bury Me Deep, von Megan Abbott (Simon & Schuster)

Tower, von Ken Bruen und Reed Farrel Coleman (Busted Flush Press)

Necessary as Blood, von Deborah Crombie (Morrow)

Nemesis, von Jo Nesbø; übersetzt von Don Bartlett (HarperCollins)

The Brutal Telling, von Louise Penny (Minotaur)

The Shanghai Moon, von S.J. Rozan (Minotaur)

Best First Mystery Novel

The Sweetness at the Bottom of the Pie, von Alan Bradley (Delacorte)

Running from the Devil, von Jamie Freveletti (Morrow)

A Bad Day for Sorry, von Sophie Littlefield (Minotaur)

The Ghosts of Belfast, von Stuart Neville (Soho Crime)

A Beautiful Place to Die, von Malla Nunn (Picador)

Best Mystery Non-fiction

L.A. Noir: The Struggle for the Soul of America’s Most Seductive City, von John Buntin (Random House)

Talking about Detective Fiction, von P.D. James (Knopf)

Rogue Males: Conversations & Confrontations About the Writing Life, von Craig McDonald (Bleak House Books)

The Line Up: The World’s Greatest Crime Writers Tell the Inside Story of Their Greatest Detectives, herausgegeben von Otto Penzler (Little, Brown)

Provenance: How a Con Man and a Forger Rewrote the History of Modern Art, von Laney Salisbury und Aly Sujo (Penguin Press)

Dame Agatha’s Shorts: An Agatha Christie Short Story Companion, von Elena Santangelo (Bella Rosa Books)

Best Mystery Short Story

• “Last Fair Deal Gone Down,” von Ace Atkins (aus „Crossroad Blues“; Busted Flush Press)

• “Femme Sole,” von Dana Cameron (aus „Boston Noir“, herausgegeben von Dennis Lehane; Akashic Books)

• “Digby, Attorney at Law,” von Jim Fusilli (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, Mai 2009)

• “Your Turn,” von Carolyn Hart (aus „Two of the Deadliest: New Tales of Lust, Greed, and Murder from Outstanding Women of Mystery“, herausgegeben von Elizabeth George; Harper)

• “On the House,” von Hank Phillippi Ryan (aus „Quarry: Crime Stories von New England Writers“, herausgegeben von Kate Flora, Ruth McCarty und Susan Oleksiw; Level Best Books)

• “The Desert Here and the Desert Far Away,” von Marcus Sakey (aus „Thriller 2: Stories You Just Can’t Put Down“, herausgegeben von Clive Cussler; Mira)

• “Amapola,” von Luis Alberto Urrea (aus „Phoenix Noir“, herausgegeben von Patrick Millikin; Akashic Books)

Sue Feder Historical Mystery

A Trace of Smoke, von Rebecca Cantrell (Forge)

In the Shadow of Gotham, von Stephanie Pintoff (Minotaur)

A Duty to the Dead, von Charles Todd (Morrow)

Serpent in the Thorns, von Jeri Westerson (Minotaur)

Among the Mad, von Jacqueline Winspear (Henry Holt)

Der Preis wird im Oktober auf der Bouchercon in San Francisco verliehen.

(via The Rap Sheet)


Ballad of Dave Robicheaux

Juni 9, 2010

Kleinkram

Juni 7, 2010

Anlässlich des Starts von „Luther“ lieferte Gerard Gilbert im Independent einen Überblick über die aktuellen britischen Krimiserien und welche demnächst kommen. Unter anderem Verfilmungen der Aurelio-Zen-Bücher von Michael Dibdin und der Inspektor-Banks-Romane von Peter Robinson.

„Luther“ wurde von Neil Cross, der neben den Drehbüchern für die Agentenserie „Spooks – Im Visier des MI 5″ auch einige noch nicht übersetzte Krimis schrieb, erfunden.

Die Verfilmungen der Thorne-Romane von Mark Billingham erwähnte er nicht.

In den USA startet am 9. Juli im SyFy Channel die Serie „Haven“. Sie basiert sehr lose (Ich meine seeeehr loooose) auf Stephen Kings Hard-Case-Crime-Roman „The Colorado Kid“.

Bei Collider gibt es Interviews mit den Hauptdarstellern der Krimiserie „Lie to me“: Tim Roth, Kelli Williams, Monica Raymund und Brendan Hines.

Bei uns läuft am Mittwoch um 21.15 Uhr auf Vox die letzte Folge vor der Sommerpause.

In der New York Times bespricht Charles McGrath die neue Jim-Thompson-Verfilmung „The Killer inside me“, vergleicht sie mit den bisherigen Thompson-Verfilmungen und porträtiert den Regisseur Michael Winterbottom.

In Deutschland denkt man über die Zukunft des Fernsehens nach.

Claus Hant, der Erfinder der Sat.1-Krimiserie „Der Bulle von Tölz“, schreibt von seinem Prozess gegen Sat.1:

Am 13. Januar 2010 hat das Kammergericht Berlin im Fall „Bulle von Tölz“ ein Urteil gefällt, das für Drehbuchautoren in dieser Hinsicht von großer Bedeutung ist. Da die Gegenpartei (SAT1) darauf verzichtet hat, Revisionsbeschwerde einzulegen, ist das Urteil inzwischen rechtskräftig.

In dem Verfahren ging es zunächst darum, ob mir als dem alleinigen Schöpfer der „Fabel“ der Serie, d.h. dem Urheber der Elemente, die den „Bullen von Tölz“ prägen, auch für diejenigen Episoden Urheberrechte zustehen, die ich selbst nicht geschrieben habe. Diese Frage hat das Gericht bejaht. Das heißt, TV-Sender müssen dem Schöpfer/Creator, der das Serienkonzept geschaffen bzw. die erste(n) Folge(n) geschrieben hat, auch für die Episoden, die er selbst nicht schreibt, ein Creator/Schöpfer-Honorar bezahlen.

Die zweite Frage, die das Gericht zu entscheiden hatte, betraf die Angemessenheit der Vergütung. SAT1 hatte mit mir einen Buyout-Vertrag geschlossen, d.h. ich habe ein einmaliges Pauschalhonorar erhalten und musste im Voraus auf eine Beteiligung an allen Erträgen verzichten, die aus der Verwertung meiner Urheberrechte in der Zukunft entstehen würden. Buyout-Verträge dieser Art sind in der Branche seit Jahren üblich. Das heißt jedoch nicht, dass sie redlich sind. Diese Verträge stehen nämlich in klarem Widerspruch zum Urheberrecht welches festlegt, dass der Urheber an sämtlichen Erträgen und Vorteilen, die aus der Verwertung seiner Rechte erwachsen, angemessen zu beteiligen ist. Das Urheberrecht gibt dem Urheber die Möglichkeit, Buyout-Verträge im Nachhinein anzufechten, sollte es Anhaltspunkte dafür geben, dass die Erträge des Verwerters in einem „groben“ oder „auffälligen“ Missverhältnis zum Honorar des Urhebers stehen. Im Fall „Bulle von Tölz“ hat das Kammergericht Berlin Anhaltspunkte sowohl für ein „grobes“ als auch für ein „auffälliges“ Missverhältnis festgestellt.


Hammett und Lambda vergeben

Juni 6, 2010

Zweimal Chronistenpflicht:

Nummer 1: Die North American Branch der International Association of Crime Writers (IACW/NA) hat den diesjährigen Hammett-Preis vergeben:

The Manual of Detection: A Novel, von Jedediah Berry (Penguin Press)

nominiert

Bury Me Deep: A Novel, von Megan E. Abbott (Simon & Schuster)

Devil’s Garden, von Ace Atkins (Putnam)

The Long Fall, von Walter Mosley (Riverhead)

The Way Home (Kein Weg zurück), von George Pelecanos (Little, Brown)

Nummer 2: Die Lambdas wurde ebenfalls vergeben. Die Gewinner im Krimibereich:

Best Lesbian Mystery

Death of a Dying Man von J.M. Redmann (Bold Strokes Books)

nominiert

Command of Silence, von Paulette Callen (Spinsters Ink)

From Hell to Breakfast, von Joan Opyr (Blue Feather Books)

The Mirror and the Mask, von Ellen Hart (St. Martin’s/Minotaur)

Toasted, von Josie Gordon (Bella Books)

Best Gay Mystery

What We Remember, von Michael Thomas Ford (Kensington Books)

nominiert

All Lost Things, von Josh Aterovis (P.D. Publishing)

Killer of Orchids, von Ralph Ashworth (State Street Press)

Murder in the Garden District, von Greg Herren (Alyson Books)

Straight Lies, von Rob Byrnes (Kensington Books)

Alle Preisträger (denn neben den Krimis wurden viele weitere Bücher ausgezeichnet) gibt es hier.


Die Anthony-Nominierungen 2010

Juni 5, 2010

Spinetingler hat die Nominierungen für den diesjährigen Anthony-Award veröffentlicht:

BEST NOVEL

THE LAST CHILD (Das letzte Kind) – John Hart [Minotaur Books]

THE MYSTIC ARTS OF ERASING ALL SIGNS OF DEATH (Das Clean-Tam)– Charlie Huston [Ballantine Books]

THE GIRL WHO PLAYED WITH FIRE (Verdammnis) – Stieg Larsson, translated by Reg Keeland [Quercus/Knopf]

THE BRUTAL TELLING – Louise Penny [Minotaur Books]

THE SHANGHAI MOON – S.J. Rozan [Minotaur Books]

BEST FIRST NOVEL

THE SWEETNESS AT THE BOTTOM OF THE PIE – Alan Bradley [Delacorte Press]

STARVATION LAKE – Bryan Gruley [Touchstone]

A BAD DAY FOR SORRY – Sophie Littlefield [Minotaur Books]

THE TWELVE/THE GHOSTS OF BELFAST – Stuart Neville [Harvill Secker/Soho Press]

IN THE SHADOW OF GOTHAM – Stefanie Pintoff [Minotaur Books]

BEST PAPERBACK ORIGINAL

BURY ME DEEP – Megan Abbott [Simon & Schuster]

TOWER – Ken Bruen and Reed Farrel Coleman [Busted Flush Press]

QUARRY IN THE MIDDLE – Max Allan Collins [Hard Case Crime]

STARVATION LAKE – Bryan Gruley [Touchstone]

DEATH AND THE LIT CHICK – G.M. Malliet [Midnight Ink]

AIR TIME – Hank Phillippi Ryan [Mira]

BEST SHORT STORY

Last Fair Deal Gone Down” – Ace Atkins, CROSSROAD BLUES [Busted Flush Press]

Femme Sole” – Dana Cameron, BOSTON NOIR [Akashic Books]

Animal Rescue” – Dennis Lehane, BOSTON NOIR [Akashic Books]

On the House” – Hank Phillippi Ryan, QUARRY: Crime Stories by New England Writers [Level Best Books]

Amapola” – Luis Alberto Urrea, PHOENIX NOIR [Akashic Books]

BEST CRITICAL NONFICTION WORK

TALKING ABOUT DETECTIVE FICTION – P.D. James [Bodleian Library/Knopf]

THE LINE UP: The World’s Greatest Crime Writers Tell the Inside Story of Their Greatest Detectives – Otto Penzler, ed. [Little, Brown and Co]

HAUNTED HEART: The Life and Times of Stephen King – Lisa Rogak [Thomas Dunne Books]

DAME AGATHA’S SHORTS: An Agatha Christie Short Story Companion – Elena Santangelo [Bella Rosa Books]

THE TALENTED MISS HIGHSMITH: The Secret Life and Serious Art of Patricia Highsmith – Joan Schenkar [St. Martin’s Press]


Kleinkram

Juni 5, 2010

In den vergangenen Tagen hat sich einiges ansammelt. Daher ohne weitere Kommentare:

Die Juni-Ausgabe von The Big Thrill ist online mit Porträts (oft mit Interviews) von Janet Evanovich, Karin Slaughter, Tess Gerritsen, R. J. ElloryEric Van Lustbader (mit einem weiteren Jason-Bourne-Roman), Jon Land (Yep, der schreibt immer noch.), Scott Sigler, Alexandra Sokoloff, Cindy Gerard und James O. Born (über Joseph Wambaughs „Die Chorknaben“; Born ist noch nicht übersetzt. Aber er hatte hier schon einen denkwürdigen Auftritt als Buchkritiker.)

Nach den vielen thrillenden Mädels wurden Brett Battles und Dennis Lehane (über „Shutter Island“ und „Im Aufruhr jener Tage“)  in andere Verhörzimmer geführt.

Declan Burke (Crime always pays) schreibt über Jim Thompson und die neue Thompson-Verfilmung „The Killer inside me“:

Be warned that this is not one for the faint-hearted, as the violence has a perversely intimate quality to it that makes it utterly shocking. That said, as a crime thriller and a forensically telling psychological exploration of psychosis, The Killer Inside Me is a viscerally engaging experience. ****

Spielt James Bond, äh Daniel Craig in David Finchers Stieg-Larsson-Verfilmung „Verblendung“  die männliche Hauptrolle?

Das könnte wirklich etwas werden. Die ersten Bilder für die auf der Comicserie „The Walking Dead“ basierende TV-Serie sind online und sie sehen wirklich zombiemäßig aus.

„Walking Dead“-Drehbuchautor Robert Kirkman erzählt einiges über die Serie.

(Ich werd demnächst die Vorlage von Robert Kirkman ausführliche vorstellen.)

Wenn wir vom „Walking Dead“ reden, dürfen wir von Zombies nicht schweigen und zum Glück gibt es den auskunftwilligen Experten George A. Romero.

Das Wolfe Pack hat die Nominierungen für den diesjährigen Nero Award veröffentlicht:

The Fleet Street Murders, von Charles Finch
The Crack in the Lens, von Steve Hockensmith
Faces of the Gone, von Brad Parks

Der Gewinner wird Anfang Dezember bekannt gegeben.


Happy Birthday, Clint Eastwood

Mai 31, 2010

1955 begann es mit einem kleinen Auftritt in Jack Arnolds „Die Rache des Ungeheuers“ (Revenge of the Creature)

Von 1959 bis 1966 spielte er in der TV-Serie „Rawhide“ (Cowboys, Tausend Meilen Staub) Rowdy Yates:

1964 bestieg er den Flieger nach Italien und spielte in Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ (Per un Pugno di Dollari) Joe, besser bekannt als ‚Fremder ohne Namen‘:

Sein Debüt als Regisseur gab  er 1971  mit „Sadistico – Wunschkonzert für einen Toten“ (Play Misty for Me):

Ebenfalls 1971 spielte er „Dirty Harry“ in Don Siegels Copthriller:

1976 war er „Der Texaner“ (The Outlaw Josey Wales):

1979 endete seine langjährige Zusammenarbeit mit Don Siegel mit dem Knastthriller „Flucht von Alcatraz“ (Escape from Alcatraz).

1982 entdeckte ich Clint Eastwood in „Firefox“:

1988 überließ er, aus nachvollziebaren Gründen, Forest Whitaker die Hauptrolle in „Bird“:

1992 erhielt er für „Erbarmungslos“ (Unforgiven) seinen ersten Oscar als bester Regisseur. Außerdem erhielt er den Oscar für den besten Film:

2004 wiederholte sich bei „Million Dollar Baby“ das Spiel: Clint Eastwood erhielt die Trophäe in den Kategorien „bester Film“ und „beste Regie“:

Seine bislang letzte Hauptrolle hatte er 2008  in „Gran Torino“:

Danach drehte er „Invictus“ (bereits im Kino) und „Hereafter“ (Postproduktion) und als nächstes will er ein Biopic über den FBI-Chef J. Edgar Hoover inszenieren.

Alles Gute zum achtzigsten Geburtstag, Clint Eastwood!

Mehr Infos über Clint Eastwood.


KrimiWelt-Bestenliste Juni 2010

Mai 29, 2010

Die Bestenliste der KrimiWelt für den Juni:

1 (1) Josh Bazell: Schneller als der Tod

2 (-) Pete Dexter: God’s Pocket

3 (4) Paco Ignacio Taibo II: Der Schatten des Schattens

4 (-) Henning Mankell: Der Feind im Schatten

5 (-) Francisco González Ledesma: Der Tod wohnt nebenan

6 (5) Arne Dahl: Dunkelziffer

7 (-) Dominique Manotti: Letzte Schicht

8 (6) Michael Connelly: So wahr uns Gott helfe

9 (-) Patricia Duncker: Der Komponist und seine Richterin

10 (8) Adrian McKinty: Der sichere Tod

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Huch, schon wieder fünf Neueinsteiger.

Erfreulich ist, dass Josh Bazell, Michael Connelly und Adrian McKinty weiterhin drin sind und dass Pete Dexter mit seinem endlich übersetztem Debütroman drin ist.


Mr. Deaver trifft Mr. Bond

Mai 28, 2010

Via The Rap Sheet erreichte mich folgende wirklich überraschende, aber auch sehr neugierig machende Meldung:

Jeffery Deaver schreibt den nächsten James-Bond-Roman.

Deaver sagt zum Projekt: „The novel will maintain the persona of James Bond as Fleming created him and the unique tone the author brought to his books, while incorporating my own literary trademarks: detailed research, fast pacing and surprise twists.”

Der Thriller soll im Mai 2011 in den USA und England erscheinen und der Arbeitstitel „Project X“ wird sich sicher auch noch ändern.

Die Geschichte spielt in der Gegenwart und James Bond wird mindestens drei exotische Orte besuchen.

Das verrät nicht viel und könnte auch zu fast jedem Bond-Buch und -Film gesagt werden. Trotzdem bin ich schon jetzt sehr gespannt auf den Thriller. Denn der letzte Buchauftritt von James Bond in Sebastian Faulks‘ „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008) war enttäuschend und spannend wird’s bei Jeffery Deaver immer.


Arthur Ellis Award 2010 vergeben

Mai 28, 2010

Die kanadische Autorenvereinigung Crime Writers of Canada hat in Toronto den diesjährigen Arthur-Ellis-Preis vergeben:

Best Crime Novel

High Chicago, von Howard Shrier (Vintage Canada/Random House)

nominiert

Finger’s Twist, von Lee Lamothe (Ravenstone)

Death Spiral, von James W. Nichol (McArthur & Co.)

Aloha, Candy Hearts, von Anthony Bidulka (Insomniac Press)

Arctic Blue Death, von R.J. Harlick (RendezVous Crime)

Best First Crime Novel

The Sweetness at the Bottom of the Pie, von Alan Bradley (Doubleday Canada)

nominiert

The Cold Light of Mourning, von Elizabeth Duncan (Minotaur Books)

Weight of Stones, von C.B. Forrest (RendezVous Crime)

A Magpie’s Smile, von Eugene Meese (NeWest Press)

Darkness at the Break of Dawn, von Dennis Richard Murphy (Harper Collins)

Best French Language Crime Novel

Le mort du chemin des Arsène, von Jean Lemieux (La courte échelle)

nominiert

Je compte les morts, von Genevieve Lefebvre (Groupe Librex)

La Faim de la Terre, Volumes 1 & 2, von Jean Jacques Pelletier (Editions Alire Inc.)

Peaux de chagrins, von Diane Vincent (Les Editions Triptyques)

Best Juvenile Crime Novel

Haunted, von Barbara Hayworth Attard (HarperCollins)

nominiert

Not Suitable for Family Viewing, von Vicki Grant (HarperCollins)

Homicide Related, von Norah McClintock (Red Deer Press)

The Hunchback Assignments, von Arthur Slade (HarperCollins)

The Uninvited, von Tim Wynne Jones (Candlewick)

Best Crime Non-fiction

Murder Without Borders, von Terry Gould (Random House of Canada)

nominiert

The Slasher Killings, von Patrick Brode (Painted Turtle Press)

The Fat Mexican, von Alex Caine (Random House of Canada)

Runaway Devil, von Robert Remington und Sherri Zickefoose (McClelland)

Postmortem, von Jon Wells (John Wiley & Sons)

Best Crime Short Story

Prisoner in Paradise, von Dennis Richard Murphy (Ellery Queen Mystery Magazine)

nominiert

Backup, von Rick Mofina (Ottawa Magazine, July/August 2009)

Nothing Is Easy, von James Petrin (Alfred Hitchcock Mystery Magazine)

Time Will Tell, von Twist Phelan (in The Prosecution Rests, herausgegeben von Linda Fairstein; Little Brown/Back Bay Books)

Clowntown Pajamas, von James Powell (Ellery Queen Mystery Magazine

Best Unpublished First Crime Novel (The Unhanged Arthur)

Corpse Flower, von Gloria Ferris

nominiert

This Cage of Bones, von Pam Barnsley

Confined Space, von Deryn Collier

Bait of Pleasure, von Blair Hemstock

Putting Them Down, von Peter Kirby

Derrick Murdoch Award (für das Lebenswerk)

Peter Robinson

(Dank an The Rap Sheet für die Infos.)


Kleinkram

Mai 28, 2010

Der neue Trailer für Michael Winterbottoms Jim-Thompson-Verfilmung „The Killer inside me“ gefällt mir wirklich gut. Leider gibt es immer noch keinen deutschen Starttermin.

Über den Film habe ich ja bereits einige Male geschrieben.

The Hollywood Interview hat sich mit Sydney Pollack (1999 und 2006) und Peter Bogdanovich (2002) unterhalten.

The Bat Segundo Show hat sich zuletzt unter anderem mit Barry Gifford (Wild at heart), Sue Grafton (A is for…, B is for…, C is for…) und Michael Haneke (zuletzt „Das weiße Band“) unterhalten.

Bei Spinetingler erzählt Brian Lindenmuth, mit vielen Videos, die Geschichte der Fluchtwagenfahrer (aka „Driver“) im Krimi.

Robert Gregory Browne schreibt über seine Erfahrungen mit der Verfilmung seines Romans „Kiss her goodbye“ (deutscher Titel ist „Devil’s Kiss – Dir bleiben 48 Stunden“).

Solche Filme machen sie nicht mehr:

(Dank an Spinetingler für den Hinweis, dass in den USA vor vierzig Jahren diese Chester-Himes-Verfilmung startete. Deutschlandstart war am 26. Januar 1971.)


Kleinkram

Mai 26, 2010

Eine Neuigkeit für die Larsson-Fans (es soll ja einige Zehntausende geben): Die US-Verfilmung von „Verblendung“, „Verdamnis“ und „Vergebung“ rückt näher. Der erste Film soll im Dezember 2011 in den USA starten und die nächsten beiden Teile sollen gleich mitgedreht werden. Bei „Verblendung“ führt David Fincher Regie und Steven Zaillian schreibt das Drehbuch. Ob diese Rollenverteilung für den zweiten und dritten Teil bleibt, ist noch unklar.

Und das Besetzungskarussell beginnt sich zu drehen.

(Nebenbei bemerkt: Sarah Weinman feiert Stieg Larsson und seine drei Schmöker ab. Denn die Amis entdecken ihn gerade.)

Collider war dabei: vor einigen Tagen gab es eine Sondervorführung von „The Empire strikes back“ (dem zweiten „Krieg der Sterne“-Film) und Harrison Ford beantwortete einige Fragen zum Film.

Spinetingler gewährt einen Blick in Darwyn Cookes neuen Comic „Richard Stark’s Parker: The Outfit“. Yep. Der Richard Stark. Der Parker.

Darwyn Cooke (The Spirit) hat bereits für zwei weitere „Parker“-Geschichten unterschrieben.

Die deutsche Ausgabe von Darwyn Cooks erstem Parker-Comic (ähem, Graphic Novel) „The Hunter“ ist für nächstes Jahr bei Eichborn angekündigt.

Der Noir of the Week ist „Touch of Evil“ (Im Zeichen des Bösen, USA 1958). Regie führte Orson Welles. Er spielte auch mit. Außerdem Charlton Heston, Janet Leigh, Akim Tamiroff und Marlene Dietrich.

Der Klassiker basiert auf dem Roman „Badge of Evil“ (Unfehlbarkeit kann tödlich sein, 1956) von Whit Masterson.

Bei Trailers from Hell lobt Drehbuchautor Chris Wilkinson (Nixon, Ali) den Klassiker „Network“. Demnächst in diesem Theater, im Rahmen der Sidney-Lumet-Woche, „Fail Safe“ und „Serpico“.

Einfach mal rumstöbern: Lost Films.

Der San Francisco Chronicle (Carolyn Jones) schreibt über Noir-Autor Dominic Stansberry und seinen neuen Roman „Naked Moon“.

Leider ist von Stansberry bis jetzt noch nichts übersetzt.

Beim CrimeFest in Bristol wurden auch einige Preise vergeben. Neben den Preisen für Hörbücher wurde auch der

Last Laugh Award (“for the best humorous crime novel first published in the British Isles in 2009)

an

The Day of the Jack Russell, von Colin Bateman (Headline)

vergeben.

Nominiert waren

Beat the Reaper (Schneller als der Tod), von Josh Bazell (William Heinemann)

The Good Thief’s Guide to Paris (Kleine Morde in Paris), von Chris Ewan (Long Barn Books)

Bone Idle, von Suzette Hill (Constable & Robinson)

From Aberystwyth with Love, von Malcolm Pryce (Bloomsbury)

Ten Little Herrings, von Len Tyler (Macmillan)

Die letzte Folge von „24“ wurde am Montag im US-TV ausgestrahlt. Bis die achte Staffel auch über den deutschen Bildschirm flimmert, dauert es noch eine Weile.

Bis dahin können Spoiler-resistente Menschen die Gedanken von Kiefer Sutherland, Mary Lynn Rajskub und Howard Gordon (oder kürzer) zum Ende der Serie lesen und anhören.

In den USA ist auch – nach 20 Staffeln – die letzte Folge von „Law & Order“ bereits gelaufen. Einige Gedanken zur Serie gibt’s bei The Rap Sheet (J. Kingston Pierce) und dem New York Magazine (Emily Nussbaum).


Oh, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!


Dagger-Shortlist – Runde 1

Mai 23, 2010

Die britische Autorenvereinigung Crime Writers’ Association (CWA) hat als Vereinigung der Spannungshandwerker natürlich gelernt, dass ein Gewinner nicht einfach bekannt gegeben wird. Nein, zuerst müssen die Erwartungen geschürt werden. Da gibt es eine Longlist, später eine Shortlist. Aber nicht gleich die Shortlists für alle Kategorien, sondern zunächst nur für:

THE CWA INTERNATIONAL DAGGER

(For crime, thriller, suspense or spy fiction novels which have been translated into English from their original language)

Badfellas von Tonino Benacquista, übersetzt von Emily Read (Bitter Lemon Press)

August Heat von Andrea Camilleri, übersetzt von Stephen Sartarelli (Picador)

Hypothermia von Arnaldur Indriðason, übersetzt von Victoria Cribb (Harvill Secker)

The Girl Who Kicked the Hornets’ Nest (Vergebung) von Stieg Larsson, übersetzt von Reg Keeland (MacLehose Press)

Thirteen Hours von Deon Meyer, übersetzt von K.L. Seegers (Hodder and Stoughton)

The Darkest Room von Johan Theorin, übersetzt von Marlaine Delargy (Doubleday)

THE CWA GOLD DAGGER FOR NON-FICTION

David Cesarani: Major Farran’s Hat (Heinemann)

David R. Dow: Killing Time (Heinemann)

Ruth Dudley Edwards: Aftermath: The Omagh Bombing & the Families’ Pursuit of Justice (Harvill Secker)

Jeff Guinn: Go Down Together: The True, Untold Story of Bonnie & Clyde (Simon & Schuster)

Alex McBride: Defending the Guilty (Penguin/Viking)

Douglas Preston, with Mario Spezi: The Monster of Florence (Virgin/Random House)

CWA DAGGER IN THE LIBRARY

(Nominated and judged by librarians and awarded to an author for a body of work, not one single title.)

Simon Beckett (Bantam)

R. J. Ellory (Orion)

Ariana Franklin (Random House)

Mo Hayder (Bantam)

Denise Mina (Transworld)

Chris Simms (Orion)

CWA SHORT STORY DAGGER

A Calculated Risk von Sean Chercover, aus Thriller 2 (Mira) herausgegeben von Clive Cussler

The Weapon von Jeffrey Deaver, aus Thriller 2 (Mira) herausgegeben von Clive Cussler

Can You Help Me Out There von Robert Ferrigno, aus Thriller 2 (Mira) herausgegeben von Clive Cussler

Boldt’s Broken Angel von Ridley Pearson, aus Thriller 2 (Mira) herausgegeben von Clive Cussler

Like a Virgin von Peter Robinson, aus The Price of Love (Hodder and Stoughton)

Killing Time von Jon Land, aus Thriller 2 (Mira) herausgegeben von Clive Cussler

Protecting the Innocent von Simon Wood, aus Thriller 2 (Mira), herausgegeben von Clive Cussler

CWA DEBUT DAGGER

All the Precious Things, von Jan Napiorkowski (UK)

A Murder in Mumbles, von Rick DeMille (USA)

A Place of Dying, von Patrick Eden (UK)

Case No 1, von Sandra Graham (Australia)

Chinese Whispers, von Alan Carter (Australia)

In the Lion’s Throat, von Bob Marriott (New Zealand)

Legacy, von Rebecca Brodie (UK)

Lockdown, von Danielle Ramsay (UK)

Pretty Preeti, von Stephanie Light (India)

Safe Harbour, von Rosemary McCracken (Canada)

The Beggar’s Opera, von Peggy Blair (Canada)

The Chameleon Factor, von Kathleen Stewart (Australia)

CARTIER DIAMOND DAGGER

Val McDermid

Die weiteren Shortlists demnächst.

Die Preisverleihung ist am 23. Juli.


Die Longlist für den Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award 2010

Mai 23, 2010

Diese zwanzig Krimis sind für den diesjährigen Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award nominiert:

In the Dark, von Mark Billingham (Little, Brown)

If It Bleeds, von Duncan Campbell (Headline)

The Surrogate, von Tania Carver (Little, Brown)

The Business, von Martina Cole (Headline)

A Simple Act of Violence, von R.J. Ellory (Orion)

Until It’s Over, von Nicci French (Penguin)

The Crossing Places, von Elly Griffiths (Quercus)

Cold in Hand, von John Harvey (Arrow)

Skin, von Mo Hayder (Transworld)

Vows of Silence, von Susan Hill (Vintage)

The Dying Breed, von Declan Hughes (John Murray)

Dead Tomorrow, von Peter James (Pan Books)

Target, von Simon Kernick (Transworld)

A Darker Domain, von Val McDermid (HarperCollins)

Gallows Lane, von Brian McGilloway (Pan Macmillan)

Geezer Girls, von Dreda Say Mitchell (Hodder)

Singing to the Dead, von Caro Ramsay (Penguin)

Doors Open (Der Mackenzie Coup), von Ian Rankin (Orion)

All The Colors of Darkness, von Peter Robinson (Hodder)

Child 44, von Tom Rob Smith (Simon & Schuster)

Bis zum Freitag, den 11. Juni, kann online abgestimmt werden.

Am Donnerstag, den 1. Juli, wird die Liste mit den acht höchstplatzierten Bücher veröffentlicht. Danach werden Einige um eine zweite Stimmabgabe gebeten und, endlich, am Donnerstag, den 22. Juli, wird der glückliche Gewinner auf dem Theakstons Old Peculier Crime Writing Festival in Harrogate bekannt gegeben.

(Via The Rap Sheet)