Scribe Award 2009 verliehen

Juli 25, 2009

IAMTW (International Association of Media Tie-in Writers) hat auf der Comic Con in San Diego am Freitag, den 24. Juli, die diesjährigen Scribe Awards an diese Romane verliehen:

Best General Fiction Original

CSI: Headhunters von Greg Cox

Best General Fiction Adapted

Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull (Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels) von James Rollins

Best Speculative Fiction Original

Star Trek Terok Nor: Day of the Vipers von James Swallow

Best Speculative Fiction Adapted

Hellboy II: The Golden Army (Hellboy II: Die goldene Armee) von Robert Greenberger

Best Young Adult Original

Primeval: Shadow of the Jaguar von Steven Savile

Best Young Adult Adapted

Journey to the Center of the Earth 3D von Tracey West

Grandmaster

Keith R. A. DeCandido

Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner.

Die Liste der nominierten Werke finden Sie hier.


Krimiwelt-Bestenliste August 2009

Juli 25, 2009

Die Jury der Krimiwelt empfiehlt als Sommerlektüre:

1 (1) Fred Vargas: Der verbotene Ort

2 (-) Reggie Nadelson: Kalter Verrat

3 (-) Christian Pernath: Ein Morgen wie jeder andere

4 (-) Richard Stark: Das Geld war schmutzig

5 (2) Leif GW Persson: Sühne

6 (5) P.D. James: Ein makelloser Tod

7 (-) James Sallis: Dunkle Schuld

8 (3) Don Winslow: Pacific Private

9 (-) Nick Brownlee: Mord in Mombasa

10 (-) John Hart: Der dunkle Fluss

In Klammern ist die Platzierung des Vormonats.

Fällt Ihnen etwas auf? Sechs Neue. Entweder lesen die Kritiker verdammt viel oder die Ein- und Ausstiege hängen an ganz wenigen Stimmen.

Jedenfalls der letzte Parker-Roman von Richard Stark ist natürlich Kult. Don Winslow und James Sallis haben ebenfalls feine Krimis geschrieben und werden demnächst hier gebührend abgefeiert. Gleiches gilt für den neuen Monk-Roman von Lee Goldberg und den dritten „Sleeper“-Band von Ed Brubaker und Sean Phillips.


Kurzmeldungen: The Hunter, Lee Goldberg, Bora Dagtekin, Dr. No, Humphrey Bogart

Juli 24, 2009

Geoff Boucher hat einen schönen langen Text über Darwyn Cookes (The Spirit) gezeichnete Version von Richard Starks erstem Parker-Roman „The Hunter“ geschrieben. Der Comic wird in den USA derzeit abgefeiert. So meint zum Beispiel Ed Brubaker: „Darwyn’s best work and the best version of ‚Parker‘ outside of the novels.“

Besser als „Point Blank“? Ich bin auf die Übersetzung gespannt.

Lee Goldberg (Monk-Romane) beantwortet im No Name Cafe einige Fragen von Lorie Ham. Zum Beispiel nach seinen Lieblingsserien und Lieblingsautoren:

I love mysteries, thrillers, general fiction, westerns … some of my favorite authors are Larry McMurtry, John Irving, Daniel Woodrell, Elmer Kelton, Frederick Manfred, A.B. Guthrie, Charles Willeford, Elmore Leonard, Robert B. Parker, Harry Whittington, Dan Marlowe, Richard S. Prather, Ed McBain.

Und warum im Krimis so gut gefallen:

I think what I liked about mysteries was the strong central conflict and the relentless, forward motion of the stories. There’s always a lot at stake for the characters, always something to discover. Then again, I believe all the best stories are mysteries…whether they are called mysteries or not.

Dort gibt es auch Interviews mit Jan Burke und Lee Child.

Bleiben wir bei Interviews. „Doctor’s Diary“ ist eine RTL-Krankenhausserie, die am Montag, den 3. August, in die zweite Runde geht. Also nichts für Krimifans. Aber weil in Deutschland die Männer hinter einer Serie so selten zu Wort kommen, weise ich gerne auf ein Interview mit Drehbuchautor Bora Dagtekin hin.

Und jetzt gibt es noch etwas für’s Auge: „Dr. No“ im Wandel der Zeit und Humphrey Bogart auf verschiedenen Filmplakaten für „Der Tiger“ (The Enforcer).


Whiteout: Neuer Trailer online

Juli 23, 2009

Für Dominic Senas „Whiteout“, die seit Ewigkeiten erwartete Verfilmung des grandiosen Comics von Greg Rucka und Steve Lieber mit Kate Beckinsale in der Hauptrolle, gibt es einen neuen Trailer:

Er gefällt mir besser als der erste. Der sah zu sehr nach einem Zeichentrickfilm aus. Aber jetzt verspricht „Whiteout“ ein Update von „Das Ding aus einer anderen Welt“. Dummerweise erzählen Rucka und Lieber einen klassischen Rätselkrimi in einer ungewöhnlichen Umgebung (und mit vielen Leichen). Aber ganz ohne irgendwelche übernatürlichen Elemente und außirdischen Besucher.

Der US-Start ist am 11. September. Den deutschen Starttermin kenne ich noch nicht.

(Dank an BSC für den Hinweis.)


Meldungen aus den unendlichen –

Juli 22, 2009

Beginnen wir mit der wichtigen Meldung für Dan-Brown-Fans: die deutsche Ausgabe von „The lost symbol“ erscheint am 14. Oktober bei Bastei-Lübbe als „Das verlorene Symbol“. Ein gekürztes Hörbuch wird’s auch geben.

Die ganz Ungeduldigen können bereits ab dem 15. September die Originalausgabe erwerben.

„Warum sind skandinavische Krimis so erfolgreich?“ fragen sich inzwischen auch die Amis. Ein Antwortversuch von Larissa Kyzer im „The L Magazine“.

Colin Cotterill schreibt über seinen Dagger-Abend.

Barbara Nadel über die Recherche für ihre Krimis in Istanbul.

Ali Karim unterhält sich mit Joseph Finder.

Über-18-jährige dürfen die Blood Factory besuchen. Es ist ein Projekt von Danny DeVito und richtet sich mit Horrorkurzfilmen an Erwachsene. Ich habe mir jetzt einen Kurzfilm angesehen und der war verdammt gut.

Aber lassen wir den Mann hinter der Blood Factory selbst zu Wort kommen:


Neuigkeiten von Hard Case Crime: 2010 gibt’s einen neuen Westlake-Roman

Juli 20, 2009

Hard-Case-Crime-Herausgeber Charles Ardai schreibt:

As you probably know, the great Donald E. Westlake, one of the finest crime writers ever to pound an Underwood (and one of the finest men any of us in the business had the privilege to know), died on New Year’s Eve this year.  At the time, we all thought that the last novel he’d turned in to his hardcover publisher was the last novel of his we’d ever get to read.  I certainly thought so — until I heard from Don’s friend of 50 years, Lawrence Block, saying that he had a manuscript in his hands of an unpublished Westlake novel that no editor had ever seen.

The book is called MEMORY, and it’s outstanding.  Don wrote it in the early 1960s but set it aside when his literary agent advised him that it was too literary and encouraged him to concentrate on more commercial sorts of crime fiction.  And despite Larry’s urging him to publish it over the decades that followed, Don never did.

He should have.  It’s a beautifully written, heartbreaking story about a man who suffers an assault (after being caught in bed with another man’s wife) and wakes up in a hospital bed suffering from a peculiar sort of brain damage that doesn’t make him unable to function but does make it hard for him to form new memories or retain old ones.  Stuck far from home (and struggling even to remember where home used to be), paranoid about the attentions of the police, and desperate to reconstruct his lost life, Paul Cole sets out on an extraordinary private investigation: a missing persons case in which he himself is the missing person.

As I mentioned in the last e-mail I sent out, Hard Case Crime will be taking a hiatus after publishing two novels (rather than just one) this December.  We won’t publish any books in January, February or March.  But when we come back in April 2010, it’ll be a big, big comeback, since that’s when we’ll be celebrating Donald Westlake’s MEMORY.

Außerdem sagt er, dass sie 2010 weniger Bücher veröffentlichen wollen, um die einzelnen Werke besser zu bewerben und mir (äh, nein, den vielen HCC-Fans) die Chance geben wollen, die noch nicht gelesenen HCC-Krimis zu lesen.

Jedenfalls: sieht das Cover von Donald E. Westlakes „Memory“ aus:

Westlake - Memory

Neben Hard Case Crime ist Charles Ardai auch mit dem Abenteurer Gabriel Hunt beschäftigt.


Nicht gesucht, aber gefunden

Juli 18, 2009

Bei der Krimi-Couch wurde Horst Eckerts neuer Roman „Sprengkraft“ gemeinsam gelesen (was keine Meldung wäre) und der Autor hat sich an der Diskussion beteiligt (DAS ist eine Meldung). Ein lesenswerter Austausch.

Bei Galore gibt es ein Interview mit Diane Lane (es beginnt mit Elmore Leonards „Killshot“ und wendet sich dann anderen Themen zu) und eines mit Peter Biskind (der die seitenstarken Filmbuchklassiker „Easy Riders, Raging Bulls“ und „Sex, Lies & Pulp Fiction“ über Hollywood von 1970 bis 2000 schrieb).

The Hollywood Interview redet mit Jean-Jacques Beneix (Diva, Betty Blue) und weist auf ein sehr altes Interview mit Rod Serling (es geht unter anderem um The Twilight Zone) hin.

Bei Evolver beantwortet Charlie Huston einige Fragen (Teil 1, Teil 2).

Zwei Listen:

Jeffery Deaver nennt seine zehn Lieblingsromane, in denen Computer eine wichtige Rolle haben.

Elmore Leonard empfiehlt einige Romane, die ihn früher beeinflußten und die er heute gerne liest (also so eine Art Buchempfehlungen für den Sommerurlaub).

Und

Ken Bruen zum Ersten: Stephen Graham spielt bei „London Boulevard“ mit.

Ken Bruen zum Zweiten: Ken Bruen spielt (okay, nur eine kleine Rolle) bei „Blitz“ mit.


Die Dagger-Preisträger 2009

Juli 16, 2009

Die British Crime Writers’ Association (CWA) hat die diesjährigen Daggers verliehen:

The CWA International Dagger

The Chalk Circle Man, von Fred Vargas; übersetzt von Siân Reynolds (Harvill Secker)

Highly recommended: Echoes from the Dead, von Johan Theorin; übersetzt von Marlaine Delargy (Doubleday)

The CWA Short Story Dagger

One Serving of Bad Luck, von Sean Chercover (aus Lee Child, Hrsg.: Killer Year; Mira)

The CWA Dagger in the Library (awarded for an author’s full body of work, not an individual book)

Colin Cotterill

The CWA Debut Dagger

The Pathologist, von Catherine O’Keefe (Canada)

Highly recommended: Backdrop, von C.J. Harper (USA)

Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner! – Und lesen Sie unbedingt Chercovers PI-Story.

Die Liste der nominierten Werke finden Sie hier.

(Dank an The Rap Sheet für die Infos.)


Interviews, Interviews, Interviews, Abschweifungen und „Laura“

Juli 15, 2009

Detectives beyond Borders hat mit Bill James gesprochen (Teil 1, Teil 2):

Most crime fiction deals with police at low or middling rank. I aimed to show two very highly placed officers who are committed to fighting crime, unbribable, but very fallible morally and socially. The books aim to shock and amuse by featuring two men who virtually run a police force but also conduct personal relationships in very unconventional, even dubious, ways.

I’ve said it boringly often, but the one book that influenced me above all was The Friends Of Eddie Coyle, by George V. Higgins, for its dialogue and its subtle treatment of the fink situation.

Einige Krimis von Bill James wurden übersetzt und befinden sich inzwischen im Antiquariat ihres Vertrauens. Den großen Rest gibt’s nur im Original.

Financial Times hat mit Chuck Palahniuk (Fight Club) anläßlich seines neuen Buches „Pygmy“ ein kurzes Gespräch geführt.

Und ab nach Deutschland: Das Interviewmagazin „Galore“ gibt es nicht mehr im Kiosk um die Ecke, aber dafür im Internet und natürlich gibt es auch für Krimijunkies einige Interviews, zum Beispiel

Ingrid Noll

Gay Talese (einer der wichtigen Vertreter des New Journalism)

T. C. Boyle

Kinky Friedman

Thea Dorn

Ian Rankin (ist schon vom Dezember 2007)

Franco Nero

Orkun Ertener (der Erfinder vom „KDD“)

Serienjunkies hat mit Hermann Joha über seine neue Serie „Lasko“ („Ein schön erzähltes Märchen.“),  „Alarm für Cobra 11“, Märkte und verschiedene Projekte gesprochen (Teil 1, Teil 2):

Wir werden sicherlich von den Büchern her „Lasko“ noch mal auf ein anderes Level heben. Schauen Sie sich die ersten 50 Cobra-Folgen an. Und schauen Sie sich im Vergleich dazu an, was wir jetzt produzieren. Das ist wie die Entwicklung von einem Porsche aus den 80ern zu einem Porsche von heute. Da haben wir uns auf allen Ebenen weiterentwickelt. Und „Lasko“ ist mehr oder weniger gerade erst geboren. Wir hatten ganz gute Folgen dabei. Wir hatten aber auch Folgen, wo wir sagen: Na gut, das kriegen wir beim nächsten Mal auch noch ein kleines bißchen besser hin.

Bei RTLNow kann die aktuelle Folge kostenlos angesehen werden.

Wolfgang Menge (die Kressin-Tatorte, „Das Millionenspiel“, „Smog“) redet im Tagesspiegel über Willy Brandt, Todesfälle, Trauerreden, Preisverleihungen und das Fernsehen:

Ich verfolge häufig die Unfallmeldungen im RBB. Haben Sie das mal gesehen? Das ist toll. Zu hören, dass es wieder ein paar Idioten von der Straße gefegt hat. Da tut es mir dann auch gar nicht mehr leid, selbst nicht mehr Auto fahren zu können.

Im Tagesspiegel gibt es auch ein schönes Interview mit Harun Farocki über 1968 und die Folgen:

Die Position des opponierenden oder selbstständigen Autors wird geschwächt dadurch, dass der sogenannte Mainstream so stark ist. Das fängt schon damit an, dass der Alltag nicht doof ist: In jedem Milchladen, oder sagen wir Schnapsladen, werden Ideen zur Krise geäußert, da kommt man sich zu Recht als Autor nicht klüger vor. Es ist nicht so wie 1967, als wir dachten: Die anderen blicken alle nicht durch, die sind von Springer verblödet (lacht).

Farocki (falls ihn jemand nicht kennt)  ist einer der bedeutendsten Essayfilmer Deutschlands, arbeitet oft mit seinem Schüler Christian Petzold („Die innere Sicherheit“, „Jerichow“) zusammen und demnächst erscheint eine DVD-Box mit zwanzig seiner in den vergangenen vierzig Jahren entstandenen Filme.

In der Washington Post schreibt Ann Hornaday anläßlich der beiden Actionfilme „Transformers“ von Michael Bay und „The hurt locker“ von Kathryn Bigelow (Yeah, sie sist wieder zurück.) über die Bedeutung eines guten Drehbuchs für einen gelungenen Film:

But to call a movie well written is far more than a question of dialogue — in fact, most filmmakers agree that dialogue is the least of it. Instead, good movie writing comes down to what defines good writing in general: a command of structure, voice and momentum, all in the service of a story that grabs spectators by their throats, then leads them along a path they simply must follow or they won’t be able to eat, sleep or lead a happy life.

Even the tiniest visual details in a film — choices viewers might assume a director or editor made — were written in the screenplay. The pink underwear Scarlett Johansson wore in the opening shot of „Lost in Translation“? Specified in the script. The hamburger phone in Juno’s retro-tastic bedroom? Written into the script. The cut from a lit match to a sunrise in „Lawrence of Arabia“? Credited to editor Anne Coates, but originally written by screenwriter Robert Bolt.

In short, it’s the screenplay that, when it’s well written, makes a world come to life with plenty of vivid detail and, in creating characters with just as much singularity, makes the audience care. And it’s precisely that emotional investment that, by way of enlightened direction and superb performances, creates an indelible cinematic experience.

Im Rap Sheet verteidigt Rafe McGregor (er schreibt historische Krimis) den gegen Jahresende startenden Sherlock-Holmes-Film von Guy Ritchie gegen seine Kritiker. Denn, wer die Holmes-Geschichten noch einmal liest, wird feststellen, dass sie eine Menge Action enthalten.

Und der Noir of the Week ist der Klassiker „Laura“. Otto Preminger war der Regisseur. Jay Dratler, Samuel Hoffenstein und Betty Reinhardt schrieben, nach einer Geschichte von Vera Caspary, das Drehbuch und Dana Andrews, Gene Tierney, Vincent Price und Clifton Webb spielten die Hauptrollen.

Toller Film!


Internetsperre, mal wieder

Juli 14, 2009

Nachdem die indische Botschaft heute gesagt hat, dass bei ihnen Kinderpornographie verboten sei und das auch mit Hinweisen auf die entsprechenden Gesetze belegt, muss unsere oberste Kinderpornographiebekämpferin Ursula von der Leyen ein neues Land suchen.

Ich erspar mir jetzt Überlegungen zum Beleidigen von Kontinenten, Staaten und Kulturen. Zum Glück werden heute deshalb keine Kriege mehr geführt (aber so ein Duell im Morgennebel wär schon was). Ich sag auch nicht, dass unsere Familienministerin gelogen hat. Dann würde ich ja behaupten, dass sie bewusst nicht die Wahrheit sagt.

Viel interessanter fand ich in einem Gespräch mit Radio Sputnik (Ja, da liefert sie bei Minute 1:45 auch die Falschinformation zu Indien) ihre Ausführungen zur täglichen Zahl der neuen Seiten und warum es keine richterliche Kontrolle geben könne. Sie meinte, es wäre für den Richter zu viel Arbeit.

Dafür gibt es ja irgendwann ein fünfköpfiges Gremien beim Datenschutzbeauftragten (der diese Aufgabe als fachfremd ablehnt), das sich mindestens viermal im Jahr trifft und die Listen stichprobenartig überprüfen soll. Von der Leyen spricht mal von täglich 200 neuen Seiten (bei Minute 3:55); später von täglich weltweit 1000 zu sperrenden Seiten. Die BKA-Liste soll täglich erneuert werden.

Also, dann machen wir jetzt mal ein bisschen Mathe: Bei 360 Tagen würde sich das Gremium alle 90 Tage treffen. In dieser Zeit hätte das BKA 18.000 Seiten (ich gehe mal von 200 Seiten pro Tag aus) auf die Liste genommen.

Wenn das Treffen des Gremiums zwölf Stunden dauert und jeder der fünf Experten sich allein zehn Stunden durch die Listen klickt und er nicht länger als zwei Minuten auf einer Seite bleibt, könnte ein Mann in einer Stunde 30 Seiten kontrollieren. In zehn Stunden 300 Seiten und zu fünft könnten sie 1.500 Seiten kontrollieren. Also weniger als 10 Prozent.

Naja, ist ja nur eine Stichprobe.

Unsicher bin ich mir, was sie meint, wenn sie sagt, die volle finanzielle Haftung für Fehler liege beim BKA (Minute 4:30). Meint sie, dass der Betreiber einer zu unrecht gesperrten Seite klagt, sich mit seiner Schadensersatzforderung an das BKA wenden muss? Das kann wegen der damit verbundenen Rufschädigung ziemlich teuer werden.

Unverschämt, aber rhetorisch nicht ungeschickt ist ihr Kleinreden der Petition: Ja, es haben über 130.000 Internetnutzer unterzeichnet. Aber die anderen 40 Millionen nicht und durch die Nichtunterzeichnung befürworten sie ihr Gesetz.

Da seh ich mir doch mal das Ergebnis der letzten Bundestagswahl an. 62 Millionen Wahlberechtigte. 13 Millionen haben die CDU (Zweitstimme), 3,5 Millionen die CSU, gewählt. Also hat eine deutliche Mehrheit der Deutschen die CDU/CSU nicht gewählt und lehnt daher die Politik von CDU/CSU ab. Hm.

Und wie ist das noch mal mit den Mitläufern im Dritten Reich und in der DDR? Hm. Hm. Hm.

Je länger ich über das Argument nachdenke, umso mehr denke ich, dass von der Leyen das Argument nicht auf andere Bereiche übertragen möchte.


Thriller Awards 2009 vergeben

Juli 13, 2009

Am Wochenende hat die International Thriller Writers die diesjährigen Thriller Awards an diese Werke und Autoren verliehen:

Best Thriller of the Year

THE BODIES LEFT BEHIND von Jeffery Deaver (Simon & Schuster)

Best First Novel

CHILD 44 von Tom Rob Smith (Grand Central Publishing)

Best Short Story

THE EDGE OF SEVENTEEN von Alexandra Sokoloff (in Darker Mask)

Thriller Master Award

David Morrell

Silver Bullet Award

Brad Meltzer

Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner! Die Liste der nominierten Werke finden Sie hier.


Strand Magazine Critics Award 2008 – die ersten Gewinner

Juli 13, 2009

The Strand Magazine hat die ersten Gewinner des 2008 Strand Magazine Critics Awards bekannt gegeben:

Best Novel

Lush Life, von Richard Price

nominiert:

When Will There Be Good News? von Kate Atkinson

Master of the Delta, von Thomas H. Cook

The Brass Verdict, von Michael Connelly

Hollywood Crows (Sunset Boulevard), von Joseph Wambaugh

Best First Novel

Child 44, von Tom Rob Smith

nominiert:

The Girl with the Dragon Tattoo, von Stieg Larsson

City of the Sun, von David Levien

A Cure for Night, von Justin Peacock

A Carrion Death, von Michael Stanley

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner.

(Dank an The Rap Sheet.)


Kleinholz vom Wochenende: Der Pate (Kino >< TV), David Morrell, Willi Voss, John August, George Pelecanos und ein neues Blog

Juli 13, 2009

Die ersten beiden „Der Pate“-Filme von Francis Ford Coppola sind Klassiker. Ziemlich unbekannt ist dagegen die von ihm angefertigte TV-Version der ersten beiden „Paten“-Filme, in denen er die Geschichte chronologisch und mit vielen, in den beiden Spielfilmen nicht enthaltenen Szenen erzählte. Bei Schnittberichte gibt es jetzt einen Vergleich zwischen der Kino- und der TV-Fassung. Hier geht’s zum ersten, hier zum zweiten Teil und der Rest kommt auch noch.

Crime-Fiction-Dossier David J. Montgomery hat wieder seinen Bleistift gespitzt und mitgeschrieben, was David Morell (Rambo, Creepers, Level 9) zum „Point of View“ sagte:

In Morrell’s judgment, most first-person novels could be improved by a shift to the third person. First person is very hard to do — harder than third person limited — and should only be done with great care by the writer, and only when the story demands it. Otherwise, especially for new writers, they’re probably better off going with third person.

Willi Voss beantwortet einige Fragen zu seinem langen Schweigen als Krimiautor und zu seinem neuen Roman „Pforte des Todes“ (Pendragon).

John August (Big Fish) beantwortet einige Fragen über seinen Schreibprozess, Adaptionen und seine Karriere.

George Pelecanos beantwortet ebenfalls einige Fragen zu seinem neuen Roman „The way home“ – und einigen anderen Dingen (Thanks, Sarah!).

Das könnte etwas werden: International Crime Authors Reality Check.

Barbara Nadel, Christopher G. Moore, Colin Cotterill und Matt Beynon Rees schreiben:

We are four international award-winning authors who have set a crime fiction series in a country very different from the one where we were raised and educated. The books we’ve written have been translated into many languages. Our success as authors has, in part, grown because we take considerable pride in getting the detailed reality of the human situation in our part of the world and the perception of that reality into synch.

In this blog we will be discussing how we go about researching our books, creating characters in a foreign setting, dealing with language and history, and making it all accessible to readers who may have never traveled to the places we write about. We will also discuss books set in the places we know and give our opinions. None of us are shy in expressing those. We hope to stimulate lively discussions from readers, and we also have lined up a number of guest bloggers whose books, like ours, are set abroad.



„2012“ – der gute Trailer

Juli 9, 2009

Bei Go into the Story entdeckt

Grandios! Diese Version von „2012“ sieht doch nach einem guten Roland-Emmerich-Film aus.


Kleinkram über „Public Enemies“, David Carradine, Christopher G. Moore, Phantastik-Couch und (Überraschung!) Ken Bruen

Juli 6, 2009

In den USA ist der neue Film „Public Enemies“ von Michael Mann gestartet. Wir müssen noch bis zum 6. August warten. „Public Enemies“ basiert auf dem Sachbuch von Bryan Burrough, das den eindeutigen Untertitel „Bonnie and Clyde, Machine Gun Kelly Baby Face Nelson, Ma Barker’s Gang und America#s Greatest Crime Wave“ trägt. „Public Enemies“ ist ein knapp 600-seitiger engbedruckter Schmöker. Manns Film hat Überlänge, ist gut besetzt und in verschiedenen Krimi-Blogs wird über „Public Enemies“ diskutiert.

Patti Abbott meint:

If however, you come into the theater expecting an impressionistic look at the thirties, a glimpse at how the FBI discovered itself and developed the tactics it would use, at how the world looked from behind the barrage of gunfire, at how the times of revered gangsters was coming to an end as their violence spilled too much onto public streets, you will be impressed. You have to let yourself climb on the sideboard of the roadster and take the ride. Don’t ask too many questions.

BSC-Eli meint:

Michael Mann is the de facto king of cops and robbers city street shootouts. Public Enemies makes a nice shift to period piece old timey stuff with no loss in crisp edge. (…) Public Enemies delivers the goods, never reaching unattainable Heat greatness, but getting close. What this movie offers in the action department is a demonstration of the true effects of a bullet on the human body.

Beim Rap Sheet gibt’s auch einige Infos und Links. Sex in a Submarine erinnert sich an „Jagd auf Dillinger“ (Dillinger, USA 1973, Regie/Buch: John Milius, mit Warren Oates, Ben Johnson – und wirklich einen Blick wert).

Mehr Kritiken bei Rotten Tomatoes (derzeitiger Frischegrad: 65 %), Metacritics (70 %) und Film-Zeit.

Bei Christopher G. Moore (Guter PI-Autor.) schreibt Forensikerin Kat Sanders über den Tod von David Carradine:

this does seem like a case of attempted sexual pleasure through self bondage and autoerotic asphyxia gone horribly wrong. It could neither be classified as a suicide because there were ropes other than around the neck, nor could it be termed as murder because the hotel’s CC cameras did not show signs of an intruder and also because the ropes did not show signs of a struggle.

(Danke, Pieke, für den Hinweis.)

Ähem, bleiben wir einen Moment bei Christopher G. Moore: Bei The Rap Sheet hat Cameron Hughes ein zweiteiliges Interview mit dem Autor gepostet.

Und die Juli-Ausgabe der Phantastik-Couch ist online. Für uns Krimifans sind Besprechungen von Jim Butchers „Silberlinge“ (ein Harry-Dresden-Buch) und „Die Elemtare von Calderon“ und vielleicht noch Charlaine Harris‘ Ein Vampir für alle Fälle“ dabei.

Zum Abschluss noch Bruen-News: Jason Statham spielt Brant in der Verfilmung von Ken Bruens Roman „Blitz“. Nathan Parker schrieb das Drehbuch. Elliott Lester führt Regie und Drehstart ist am 10. August.

Ken Bruen meint zur Besetzung:

„I think Jason Statham will really step up to the plate for Brant, he’s been looking for a part to make his own and I think this is it.“

Klingt vielversprechend. Immerhin spielte Statham nicht nur in „Crank“ und „Transporter“, sondern auch in „Final Call“, „Bank Job“ und „Collateral“ mit.


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juli 3, 2009

Alligator-Alfred hat sich mal wieder alles geschnappt – und überlässt der Kriminalakte nur das:

In den kommenden beiden Wochen gibt es neben den TV-Premieren der Serien „Pieter Aspe – Mord in Brügge“ und „Irene Huss, Kripo Göteborg“ und einer Inspektor-Veigl-Tatort-Nacht auch Billy Wilders Agatha-Christie-Verfilmung „Zeugin der Anklage“, Claude Chabrols Dominique-Roulet-Verfilmung „Hühnchen in Essig“ und seine Francoise-Sagan-Verfilmung „Der Frauenmörder von Paris“, James B. Harris‘ James-Ellroy-Verfilmung „Der Cop“, Larry Clarks Eddie-Little-Verfilmung „Ein neuer Tag im Paradies“, Lars Beckers „Nachtschicht“ Der Ausbruch“, Henri Verneuils Auguste-le-Breton-Verfilmung „Der Clan der Sizilianer“, Martin Scorseses Nicholas-Pileggi-Verfilmung „GoodFellas“, George Cukors Patrick-Hamilton-Verfilmung „Das Haus der Lady Alquist“, Dominik Grafs Rolf-Basedow-Verfilmung „Polizeiruf 110: Er sollte tot“ und als TV-Premiere Atom Egoyans Rupert-Holmes-Verfilmung „Wahre Lügen“.


Kleinkram: The Big Thrill, Südafrika mit Nick Brownlee, Bookgasm mit Krimiverfilmungen und die Helene-Tursten-Verfilmungen im Ersten

Juli 3, 2009

Die Juli-Ausgabe von The Big Thrill ist online. Dieses Mal unter anderem mit Robert Gregory Browne, Mike Lawson, Brad Thor, David Liss, Karin Slaughter, Philip Margolin, Heather Graham, Jonathan Kellerman und Thriller-News aus Südafrika von Mike Nicol. Er schreibt:

I used to think that the lack of interest we were shown by our book buying public had something to do with the apartheid novel which very few local readers wanted to read because (a) it showed that you were living in a police state; (b) that if you were white, which generally you were if you were buying the book, you were guilty of racial exploitation; (c) that apathy wasn’t an appropriate response to the cruelty of the times; and that (d) the writer had the moral authority because of a, b, and c to castigate you.  Come the end of apartheid, how to persuade your fellow countrymen that the society was now a democracy and normalising and that part of that process of normalisation was that writers were going to write entertaining books that you could read on the beach or on a plane and that weren’t going to wrack you with shame.  A difficult prospect.

Bleiben wir einen Augenblick in Südafrika. Vor wenigen Wochen erschien „Kap der Finsternis“ von Roger Smith. Demnächst erscheint bei btb „Schlaf ein, mein Kind“ (Coldsleep Lullaby, 2005) von Andrew Brown. Der Krimi erhielt den Sunday Times Fiction Prize.

Und Droemer Knaur spendiert Nick Brownlee und seinem Roman „Mord in Mombasa“ (Bait, 2008) einen Krimi Podcast.

Bei Bookgasm bespricht Bruce Grossman drei Krimis, die verfilmt wurden: Bank Shot von Donald Westlake (Yeah, ein Dortmunder), Seven Days to a Killing von Clive Egleton (Donald Siegel verfilmte es als „Die schwarze Windmühle“ mit Michael Caine) und Death Wish von Brian Garfield (Yep, Charles Bronson, „Ein Mann sieht rot“).

Hm, Verfilmungen: Im Ersten laufen demnächst die sechs Verfilmungen der Irene-Huss-Romane von Helene Tursten. Die Serie heißt „Irene Huss, Kripo Göteborg“ und das sind die Ermittlungszeiten:

Sonntag, 12. Juli, 21.45 Uhr: Der tätowierte Torso (Die Tätowierung)

Sonntag, 19. Juli, 21.45 Uhr: Novembermörder

Sonntag, 26. Juli, 21.45 Uhr: Feuertanz

Sonntag, 2. August, 21.45 Uhr: Der zweite Mord

Sonntag, 9. August, 21.45 Uhr: Tod im Pfarrhaus

Samstag, 15. August, 22.25 Uhr: Der erste Verdacht

Die Romane sind bei btb (Schwerpunktseite zu den Verfilmungen) erschienen und Ende September wird Helene Tursten einige deutsche Städte besuchen.


R. i. P. Karl Malden

Juli 2, 2009

R. i. P. Karl Malden (22. März 1912 – 1. Juli 2009)

Der Mann mit der Knollennase ist tot. Seine bekannteste Rolle ist die als Detective Lt. Mike Stone in der erfolgreichen TV-Serie „Die Straßen von San Francisco“ (The Streets of San Francisco). Dabei war er bereits vorher als Schauspieler bekannt. Er erhielt einen Oscar für seine Rolle in der Tennessee-Williams-Verfilmung „Endstation Sehnsucht“ (A streetcar named Desire) und nominiert war er später für sein Spiel in „Die Faust im Nacken“ (On the waterfront). In beiden von Elia Kazan inszenierten Klassikern spielte Marlon Brando die Hauptrolle. Eine weitere Begegnung mit Brando hatte er in Brandos Regiedebüt, dem unterschätzten Western „Der Bessessene“ (One-eyed Jack), und ich kann nicht sagen, wer von beiden der bessere Schauspieler in diesen Filmen war.

Und in „Der Todeskuss“ (Kiss of death), „Scharfschütze Jimmy Ringo“ (The Gunfighter), „Ich beichte“/“Zum Schweigen verurteilt“ (I confess), „Baby Doll“, „Der Galgenbaum“ (The hanging tree), „Der Gefangene von Alcatraz“ (The Birdman of Alcatraz), „Cincinnati Kid“, „Das Milliarden Dollar Gehirn“ (Billion Dollar Brain) und „Patton“ hatte Karl Malden, um nur einige seiner Leinwandauftritte zu nennen, lange vor seinem Einsatz in den Straßen von San Francisco eindrucksvolle (Neben)rollen.

Nachrufe gibt es in Spiegel Online, L. A. Times, New York Times (ArtsBeat Blog mit einem Ausschnitt aus „A streetcar named Desire“) und The Rap Sheet.


Kleinkram mit Joseph Finder, Ken Bruen, Robert Wilson, einer Podiumsdiskussion, Killer Covers, der „Nacht des Jägers“, rätselhaften politischen Zahlenspielen und dem „Last Lullaby“

Juli 1, 2009

Joseph Finders Thriller „Killer Instinct“ (der deutsche Titel ist „Masterplan“) soll verfilmt werden.

Ken Bruen – – – Um das Warten auf  „Jack Taylor fliegt raus“ (Harry Rowohlt übersetzte „The Guards“ und es erscheint am 24. August im Atrium Verlag) zu verkürzen, kann, nein muss, dieses Interview mit Bruen gelesen werden:

The new Jack Taylor is finished and titled… The Devil. And it deals with, yup, the supernatural. Scared the hell outta me. Not going down that road again.

Zum Glück sitzt Harry bereits am zweiten Jack-Taylor-Roman.

Bei Mysterious Musings (Julia Buckley) beantwortet Robert Wilson einige Fragen über seine vier Javier-Falcón-Romane, sein Leben, den ganzen Rest und seine liebsten amerikanischen Autoren:

In terms of crime writing I admire Raymond Chandler and Elmore Leonard. On the literary side of things one of my all time favorite books, as it is of many other readers, is The Great Gatsby.

Bei Stichwort Drehbuch kann irgendwie (bei mir bleibt der Stream alle paar Sekunden hängen; sehr nervig) der erste Teil einer Podiumsdiskussion über Drehbuchautoren und das deutsche Fernsehen angehört werden:

Das Spannungsverhältnis zwischen Drehbuchautoren und Sendervertretern stand im Zentrum einer hitzigen Debatte, in der es darum ging, wie die kreative Freiheit durch Quotendruck und Formalisierung des Programms beschnitten wird. Auf dem Podium diskutierten der Drehbuchautor  Markus Stromiedel, Winka Wulff, Geschäftsführerin der Kölner Produktionsfirma Colonia Media, Gamedesigner Dr. Michael Bhatty, die Drehbuchautorin Ruth Toma und Reinhold Elschot, Leiter der Hauptredaktion Fernsehspiel und stellvertretender Programmdirektor beim ZDF. Moderatorin war Luzia Braun, Redakteurin bei der ZDF-Sendung „Aspekte“.

Killer Covers meint „Summertime, and the Dying is easy“ und sieht verdammt gut aus.

Der Noir of the Week ist ein echter Klassiker: „Die Nacht des Jägers“ (The Night of the Hunter, USA 1955). Es ist die einzige Regiearbeit von Charles Laughton. Das Drehbuch, nach dem Roman von Davis Grubb, schrieb James Agee. Robert Mitchum, Shelley Winters, Lilian Gish und Peter Graves spielten mit.

Das verstehe ich nicht:

Nur rund 160 Staaten hätten überhaupt eine Gesetzgebung gegen die Vergewaltigung von Kindern, die von den Tätern aufgenommen und übers Netz „massenhaft verbreitet wird“, monierte von der Leyen auf der Tagung; 95 Nationen hätten keine Gesetze gegen Kinderpornographie. International müssten sich alle vereinen, die gegen Kindesmissbrauch vorgehen,…

Es gibt 193 UN-Mitglieder (vulgo Staaten). D. h. eine deutliche Mehrheit der Staaten hat eine entsprechende Gesetzgebung. Bei nur denke ich an deutlich weniger als 25 Prozent.

Und ich denke, dass der erste Halbsatz dem zweiten Halbsatz wiederspricht.

Aber ich war in Mathe noch nie so gut, dass es für die hohe Politik gereicht hätte.

Deshalb zu etwas Handfestem: Jeffrey Goodman erzählt, wie er seine Max-Allan-Collins-Verfilmung „The Last Lullaby“ (Die Bilder und Trailer sehen verdammt gut aus. Hoffentlich findet sich ein deutscher Verleih.) promotet.


KrimiWelt-Bestenliste Juli 2009

Juni 27, 2009

Die Kritiker der KrimiWelt haben für den Sommermonat Juli diese Liste von Krimis, denen sie viele, viele Leser wünschen, ermittelt:

1 (1) Fred Vargas: Der verbotene Ort

2 (2) Leif GW Persson: Sühne

3 (3) Don Winslow: Pacific Private

4 (5) Roger Smith: Kap der Finsternis

5 (-) P.D. James: Ein makelloser Tod

6 (4*) Monika Geier: Die Herzen aller Mädchen

6 (4) Nick Stone: Der Totenmeister

7 (-) Michael Robotham: Dein Wille geschehe

8 (8) Stefan Slupetzky: Lemmings Zorn

9 (-) Garry Disher: Beweiskette

In den Klammern ist jeweils die Platzierung des Vormonats. Geier war im Mai auf Platz 4 und ist ein Wiedereinstieg.

Mit Winslow, Smith, Stone und Disher sind auch einige Krimis für meinen Geschmack dabei. Der Eintritt von Garry Dishers neuem Hal-Challis-Roman war schon lange überfällig.