Webwatch ohne Schäuble

September 10, 2007

Bei der Krimi-Couch sind die September-Besprechungen online. Ken Bruen wird abgefeiert. Muss ich auch mal tun. Denn seine mit dem Shamus ausgezeichnete, noch (?) nicht übersetzte Serie um den Privatdetektiv Jack Taylor ist wirklich verdammt gut. Stuart M. Kaminsky, James Crumley und Sean Rowe werden ebenfalls gelobt und Scott Smith gibt den Blindgänger des Monats ab. Auch hier muss ich zustimmen.

Bei Things I’d rather be doing beantwortet Allan Guthrie einige Fragen.  Auch er hat immer noch keinen deutschen Verleger.

In der New York Times wird die Leonard-Verfilmung „3:10 to Yuma“ durchaus wohlwollend besprochen. Der deutsche Kinostart ist noch unklar.

In unseren Kinos startet am Donnerstag die schon erwähnte Garfield-Verfilmung „Death Sentence – Todesurteil“ von  James ‚Saw‘ Wan mit Kevin Bacon in der Hauptrolle.

Und der Alligator beißt wieder zu.


Pulp Master kündigt drei Neuerscheinungen an

September 6, 2007

Pulp Master hat jetzt ganz offiziell sein Herbst-/Winterprogramm vorgelegt. Noir-Freunde dürfen sich auf drei Neuerscheinungen von bekannten Pulp Master-Autoren freuen. Wie üblich garantiert der kleine Verlag nur das Erscheinen der Werke. Aber dafür hat sich das Warten, auch in den vergangenen Jahren, immer gelohnt.

Diese Perlen gibt es in demnächst:

Paul Freeman: Laster und Tugend (Sein Debüt „Die Legenden von Ophir“ hat mir gut gefallen. Jetzt legt Pulp Master mit der Serie um den Journalisten Peter Maddox vom Arabian Chronicle nach. In Al Khobar explodiert eine Autobombe. Neben der Leiche werden Reste von einer großen Lieferung Schnaps gefunden. Maddox findet heraus, dass das Opfer illegale Pubs in den östlichen Provinzen betrieb. Musste er deshalb sterben? – Angekündigt für September/Oktober)

Garry Disher: Niederschlag (Der langerwartete Abschluss der Wyatt-Serie schließt unmittelbar an „Port Vila Blues“ an. Dieses Mal will er eine Kunstammlung stehlen und einen untergegangenen Goldschatz bergen. Das wäre einfach, wenn es nicht die bösen Mitmenschen gäbe. – Angekündigt für November)

Gerald Kersh: Ouvertüre um Mitternacht (Zu seinen Lebzeiten war Gerald Kersh ein geachteter und sich gut verkaufender Autor. Heute ist er vor allem für seinen zweimal verfilmten Roman „Nachts in der Stadt“ bekannt. „Ouvertüre um Mitternacht“ spielt in London in den späten Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts. Ein zehnjähriges jüdisches Mädchen wird ermordet. Während DI Dick Turpin Dienst nach Vorschrift schiebt, beschließt die exzentrische Sozialreformerin Asta Thundersley den Mörder auf eigene Faust zu suchen. – Angekündigt für Januar 2008)


Fundsachen von „Black Snake Moan“ über SF zu Krimis

September 4, 2007

Das Drehbuch von Craig Brewer zu seinem Film „Black Snake Moan“ (Genau, der Südstaatenheuler mit dem herrlich pulpigen Plakaten, in dem Samuel L. Jackson einen Bluesmusiker spielt, der die Dorfhure Christina Ricci an eine Heizung fesselt und von ihren Dämonen befreien will. Eine schwüle Angelegenheit.) kann bei The Weekly Script nachgelesen werden.

„Auferstanden von den Toten“ von Martha Grimes steht auf dem elften Platz der Spiegel-Taschenbuchbestsellerliste. Deshalb verliert Helge Rehbein bei Spiegel Online einige Worte über diesen Inspector-Jury-Roman.

Bei Kaliber .38 denkt Thomas Wörtche über die Nachbarschaft von Science Fiction und Kriminalliteratur nach. „Desaster as usual“ heißt das Teil.

In der September-Ausgabe der Literaturkritik bespricht Walter Delabar den neuen Horst Eckert „Königsallee“ (er gefällt ihm nicht so); Georg Patzer den neuen Pablo de Santis „Die sechste Laterne“ (er gefällt ihm). Beim Blick über den Tellerrand entdecken wir außerdem  einige wohlwollende Worte über Jasper Fjordes „Es ist was faul“ (von Martin Andreas Spieß), von Frank Müller ebenso wohlwollendes über Thomas Brandlmeiers „Fantomas – Beiträge zur Panik des 20. Jahrhunderts“ und noch etliche weitere Bücher im Schwerpunkt „Film“.

Frank Rumpel empfiehlt im Titel-Forum Roland Voggenauers Debüt „Blut und Wasser“ für einen Nachmittag am Chiemsee.

Und dann gibt es noch das.


Ned-Kelly-Preise vergeben

September 1, 2007

Während des Melbourne Writers Festival verlieh die Crime Writers Association of Australia die diesjährigen Ned Kelly Preise. Die meisten Preisträger dürften in Deutschland ziemlich unbekannt sein. Schließlich sind ihre Bücher sogar im englischen Sprachraum kaum erhältlich. Garry Disher, dessen vierter Hal-Challis-Roman als bester Kriminalroman des Jahres 2007 ausgezeichnet wurde, ist in Deutschland allerdings ein guter Bekannter und „Chain of Evidence“ sollte sich 2008 im Programm des Unionsverlages finden lassen.

Hier die Liste der Preisträger und die Shortlist. Die Longlist kann hier gelesen werden.

 

Bester Kriminalroman

Chain of Evidence von Garry Disher (Text)

Nominiert

The Night Ferry von Michael Robotham (Little, Brown)

The Unknown Terrorist von Richard Flanagan (Macmillan)

The Cleaner von Paul Cleave (Random House)

Undertow von Peter Corris (Allen & Unwin)

Spider Trap von Barry Maitland (Allen & Unwin)

 

Bestes Debüt

Diamond Dove von Adrian Hyland (Text)

Nominiert

The Betrayal of Bindi Mackenzie von Jaclyn Moriaty (Macmillan)

Better Dead Than Never von Laurent Boulanger (C&C International Media Group)

Behind the Night Bazaar von Angela Savage (Text)

 

Bestes Sachbuch

Written on the Skin von Liz Porter (Macmillan)

Killing for Pleasure: The Definitive Story of the Snowtown Murders von Debi Marshall (Random House)

Nominiert

Justice for the Dead von Malcolm Dodd and Beverly Knight (Hachette Livre)

Overboard: The Stories Cruise Ships Don’t Want Told von Gywn Topham (Random House)

Intractable von Bernie Matthews (Macmillan)

Silent Death von Karen Kissane (Hachette Livre)

Australian Outlaw von Derek Pedley (Sly Ink)

The Dodger von Duncan McNab (Macmillan)

Things a Killer Would Know von Paula Doneman (Allen & Unwin)


Kleinkram von Bunker über Connelly bis Lippman

August 28, 2007

Wer heute die Zeitung aufschlägt, weiß es bereits: Hansjörg Felmy ist tot. Er starb am 24. August. Hier die erste Meldung über seinen Tod. Und hier gibt es weitere Informationen über ihn und seine bekannteste Rolle als langjähriger Tatort-Kommissar Heinz Haferkamp.

NPR präsentiert vier Schriftsteller und ihre Städte:

Donna Leon und Venedig

John Burdett und Bangkok

Laura Lippman und Baltimore

Michael Connelly und Los Angeles

Anfang September erscheint „Stark“ (No Exit Press); ein neuer Roman von Edward Bunker. Es ist ein bislang unveröffentlichtes Manuskript aus den frühen Sechzigern.  Der vor zwei Jahren verstorbene Edward Bunker begann im Gefängnis zu schreiben. Seinen ersten Erfolg hatte er mit dem später verfilmten Roman „No beast so fierce“ (später „Straight Time“, 1973, deutsch als „Wilder als ein Tier“). Er spielte Mr. Blue in Quentin Tarantinos Debüt „Reservoir Dogs“. Hier die Presseinformation.

(Danke an The Rap Sheet für den Hinweis.)


Spiegel und taz über Kriminalromane

August 26, 2007

Der Spiegel glaubt, jetzt habe „Die Stunde des Krimis“ geschlagen. Nicht irgendeines, sondern des deutschen Krimis. Sie glauben es nicht, dann müssen Sie den Artikel lesen.

Die taz berichtet dagegen über einen auflagensteigernden Krieg unter skandinavischen Krimischreibern.


Bestenliste, Schenkel, Garfield, Leonard

August 25, 2007

Frage: Welchen Krimis wünschen die Macher der KrimiweltBestenliste im September viele Leser?

Antwort:

1          (3)       Andrea Maria Schenkel: Kalteis

Edition Nautilus, TB, 160 S., 12,90 €

2          (-)        Heinrich Steinfest: Die feine Nase der Lilli Steinbeck

Piper, TB, 348 S., 12,00 €

3          (10)     Walter Mosley: Little Scarlet

Aus dem Amerikanischen von Uda Strätling

Fischer, TB, 304 S., 9,95 €

4          (2)       Astrid Paprotta: Feuertod

Piper, TB, 320 S., 12,00 €

5          (-)        Deon Meyer: Der Atem des Jägers

Aus dem Englischen von Ulrich Hoffmann

Rütten&Loening, geb., 428 S., 19,95 €

6          (4)       Juan Damonte: Ciao Papá

Aus dem argentinischen Spanisch von Peter Tremp

Lateinamerika Verlag, TB, 190 S., 14,80 €

7          (5)       Robert B. Parker: Der stille Schüler

Aus dem Amerikanischen von Frank Böhmert

Pendragon, TB, 214 S., 9,90 €

8          8          (8)       Jan Costin Wagner: Das Schweigen

Eichborn Berlin, geb., 288 S., 19,95 €

9          9          (-)        Sergej Kusnezow: Die Hülle des Schmetterlings

Aus dem Russischen von David Drevs

Heyne, TB, 430 S., 8,95 €

10       10       (-)        Michael Connelly: Der Mandant

Aus dem Amerikanischen von Sepp Leeb

Heyne, geb., 526 S., 19,95 €

 

Mit Michael Connelly und Robert B. Parker bin ich natürlich sehr einverstanden. Bei Walter Mosley hatten mich seine Easy Rawlins-Romane irgendwann gelangweilt. Aber vielleicht sollte ich ihm mal wieder eine Chance geben. Und bei Andrea Maria Schenkel habe ich eine ganz andere Meinung.

 

Bleiben wir noch einen Moment bei Andrea Maria Schenkel. Inzwischen steht der Gerichtstermin in der Plagiatsklage fest. Am 20. Februar 2008 soll ein Richter am Landgericht München I entscheiden, ob Andrea Maria Schenkel aus den beiden Sachbüchern (?) von Peter Leuschner abgeschrieben hat. Leuschner sagt, Schenkel habe die von ihm erfundenen Teile abgeschrieben (mehr Infos und Textbeispiele hier). Das wirft, wie bereits gesagt, ein seltsames Licht auf seinen journalistischen Ethos. Denn ein Journalist erfindet nichts!

Dass ein Journalist trotzdem fetzig und pointiert über die Wirklichkeit schreiben kann, zeigen unter anderem Tom Wolfe, Hunter S. Thompson (Gut, der war eine ganz spezielle Nummer.), Nick Tosches und P. J. O’Rourke. Von P. J. O’Rourke erschien vor kurzem „Reisen in die Hölle und andere Urlaubsgeschichten“ (Eichborn); von Nick Tosches „Muddy Waters isst selten Fisch“ (Liebeskind). Wer’s gerne auf Englisch hat, sollte sich mal eine Ausgabe des von Otto Penzler und Thomas H. Cook jährlich herausgegebenen „The Best American Crime Writing“ schnappen.

 

Nachdem Brian Garfield in den letzten Jahren aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwand, ist er jetzt wieder zurück. Im neuen Blog „Saddlebums Western Reviews“ wird er interviewt. Für das Alfred Hitchcock Mystery Magazine unterhielt Steve Hockensmith sich mit dem Autor von „Ein Mann sieht rot“. Der Grund für diese beiden Texte ist ganz einfach: Am 13. September startet in den deutschen Kinos, zwei Wochen nach der USA-Premiere, die Garfield-Verfilmung „Death Sentence – Todesurteil“. Regie führte James Wan (Saw), das Drehbuch schrieb Ian Jeffers und Kevin Bacon spielt die Hauptrolle. Der Trailer sieht vielversprechend aus.

 

Ebenfalls gut sieht der Trailer für das Remake „3:10 to Yuma“ aus. Regie führte James Mangold, das Drehbuch schrieben Halsted Welles, Michael Brandt und Derek Haas, Russell Crowe, Christian Bale, Peter Fonda und Gretchen Mol übernahmen wichtige Rollen. Die Westernkurzgeschichte ist von Elmore Leonard und sie wurde bereits vor einem halben Jahrhundert erfolgreich verfilmt. Ein deutscher Kinostart für diesen Western, der nach dem Trailer eher lose auf der Kurzgeschichte basiert (oder sie ausgebaut hat) gibt es noch nicht.

 

 


Eine Tote, einige Drehbücher

August 22, 2007

Magdalen Nabb starb am 18. August 2007 in Florenz im Alter von sechzig Jahren. Im Krimiblog gibt’s weitere Informationen; bei Spiegel Online die DPA-Meldung.

Erinnern Sie sich noch an die Walter Mosley-Verfilmung „Teufel in Blau“? Jetzt kann bei Daily Script eine frühe Fassung des von Regisseur Carl Franklin geschriebenen Drehbuchs „Devil in a blue dress“ gelesen werden.

Dort gibt es auch das von Iris Yamashita geschriebene Drehbuch zum von Clint Eastwood inszenierten Kriegesfilm „Letters from Iwo Jima„.

Bei Horrorlair gibt es von Mark L. Smith das Drehbuch zu „Vacancy„; der deutsche Titel des Hororthrillers mit Kate Beckinsale und Luke Wilson ist „Motel“ und die Kritiken waren ganz gut.

Oh, und Ian Rankin hat Unsinn erzählt.  Der wichtige Satz ist: J. K. Rowlings schreibt keinen Kriminalroman.  Vor allem nicht in irgendwelchen Cafés.


TV-Krimi-Buch-Tipps online, Schlauch über Schorlau

August 17, 2007

Die neuen TV-Krimi-Buch-Tipps sind online. Seht euch die schönen alten Covers und Plakate an!

Als Appetitanreger die ersten Zeilen:

„Jetzt schlägt das Sommerloch unerbittlich zu. In den kommenden Wochen präsentieren die Sender Wiederholungen bis zum Abwinken. Einen zweiten Blick lohnen Peter Yates Robert Pike-Verfilmung „Bullitt“ (hat den Klassikerbonus), Don Siegels Glendon Swarthout-Verfilmung „Der letzte Scharfschütze“ (ist natürlich John Wayne), Alfred Hitchcocks Bolieu-Narcejac-Verfilmung „Vertigo“, Bertrand Taverniers Jim Thompson-Verfilmung „Der Saustall“, Joseph H. Lewis Noir-Juwel „Geheimring 99“ (keine Buchvorlage, aber gut), James B. Harris James Ellroy-Verfilmung „Der Cop“, Claude Chabrols Georges Simenon-Verfilmung „Die Fantome des Hutmachers“, Richard Brooks Evan Hunter-Verfilmung „Die Saat der Gewalt“ (Ach Gottchen, wie brav waren damals die renitenten Schüler.) und Henri Verneuils Auguste Le Breton-Verfilmung „Der Clan der Sizilianer“ (oder Ein Abend mit Jean Gabin, Lino Ventura und Alain Delon). Ernest R. Dickersons Donald Goines-Verfilmung „Never Die Alone“ erlebt seine TV-Premiere.
Für Trash-Freunde und ganz hartgesottene Bond-Fans gibt es „Casino Royale“. Der Titel ist von Ian Fleming. Sonst nichts.“
Rezzo Schlauch schreibt in der taz über Wolfgang Schorlaus Roman „Fremde Wasser“ und wie realistisch dieser ist.  Hier einige Ausschnitte:

„So spannend hat man Globalisierungskritik noch selten bekommen – und das in einem „Stuttgart-Krimi“. Keine Spur vom Provinzmief, der so viele Regionalkrimis durchzieht, statt dessen ein brisantes politisches Thema, Milieus aus allen Etagen der Gesellschaft, faktenreich und spannend erzählt. (…)

Schorlaus politischer Blick auf das Wassergeschäft ist dabei eindeutig und einseitig: die Privatisierung dient ausschließlich den Gewinninteressen der Konzerne, ihre Durchsetzung ist ein schmutziges Geschäft, alle Argumente dafür sind und waren Scheinargumente. (…)

Verdammt nah an der Realität? Nach meinen langjährigen Erfahrungen im Bundestag und nun im Beirat eines großen Energiekonzerns muss ich sagen: Milieubeschreibung eher klischeehaft und ressentiment-getrieben, Charakterzeichnung grobkörnig.“

Und hundertausende weitere Hinweise auf krimirelevante Texte gibt es bei den Alligatorpapieren.


Einmal Schenkel, einmal Schawinski

August 16, 2007

Diese Meldung der Edition Nautilus kommt nicht wirklich überraschend:

Wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass „Kalteis“, der neue

Roman von Andrea Maria Schenkel, am kommenden Montag auf Platz 4 der

SpiegelBestsellerliste stehen wird.

Nur zwei Wochen nach Erscheinen gesellt sich der neue Roman also zu seinem

Vorgänger „Tannöd“, der nachwievor Platz 3 behaupten kann.

Eine solche Doppelbelegung ist wahrlich ungewöhnlich – für Autorin und

Verlag ist es eine wunderbare Angelegenheit!“

Ebenfalls nicht sehr überraschend ist, dass vor einigen Tagen Hans Nüsslein, der Anwalt des Journalisten Peter Leuschner, erneut eine Plagiatsklage gegen Andrea Maria Schenkels Debüt „Tannöd“ ankündigte. Leuschner sagt, Schenkel habe ganze Passagen aus seinen Sachbüchern über den sechsfachen Mord auf dem Einöd-Hof Hinterkaifeck 1922 abgeschrieben. Das Pikante bei diesem Vorwurf ist, dass Leuschner sagt, Schenkel habe aus seinen Büchern nicht die bekannten und allgemein zugänglichen Fakten, sondern die von ihm erfundenen Stellen, abgeschrieben. Das wirft jetzt natürlich auf Leuschner als Sachbuchautor ein, nun sagen wir mal, eigenwilliges Licht.

Roger Schawinski war von 2003 bis 2006 Sat.1-Chef. In diese Zeit fällt eine vom Publikum nicht akzeptierte Qualitätsoffensive. Jetzt hat er ein Buch darüber geschrieben. „Die TV-Falle – Vom Sendungsbewusstsein zum Fernsehgeschäft“ (Kain & Aber Verlag) erschien vor einigen Tagen. Im aktuellen Magazin der Wochenzeitung „Die Zeit“ ist ein Auszug abgedruckt. In ihm schildert er, wie sie große Hoffnungen in den Mehrteiler „Blackout“ (ursprünglicher Titel „Eight Days“) setzten, welchen Knatsch es hinter den Kulissen gab und welche Lehren er aus dem Quotendesaster zog. Das ist ein interessanter, aber für uns Autoren nicht besonders ermutigender Artikel. Sein Fazit: „Wir hatten gehofft, dass der Köder diesmal dem Fisch und dem Angler zugleich schmecken würde, aber wir Macher hatten den Schmaus vorwiegend mit unserem eigenen Gaumen abgeschmeckt. Das war eine Falle.“

Die von Schawinski aufgeführten Schlüsse aus der Sat.1-Zentrale reflektieren letztendlich das mit guten Quoten gesegnete Elend des deutschen Fernsehens:

„Fernsehproduktionen funktionieren bei einem breiten Publikum nur dann, wenn die Helden moralisch klar zugeordnet werden können. (…) Serien mit komplexen, verschachtelten Erzählstrukturen schrecken ab. Die Zuschauer lieben es, wenn sie sich schnell in der Handlung zurechtfinden. (…) Auch ein dramatischer Inhalt darf nicht allein als düster erlebt werden. (…) Dazu gehören zum einen die Ansprüche an die Farbgebung, zum anderen verlangt der Zuschauer jedes mal eine spannende Liebesgeschichte und dabei vorzugsweise den ewig gleichen Klassiker: die Dreiecksbeziehung. (…) Bei Mehrteilern sollten existenzielle Konfliktsituationen von epochaler Bedeutung gezeigt werden, wie Kriege oder Katastrophen, in denen die Kraft der Liebe alle Hindernisse überwinden hilft. (…) Da Bildungsbürger in ihren Verhaltensmustern besonders konservativ sind – am Sonntag schaut man immer den Tatort, und das seit Jahrzehnten -, sind sie für neue Angebote nur sehr schwer zu gewinnen, wie die verheerende Quote der Abiturienten und Hochschulabsolventen bei Blackout zeigt.“

Schawinskis Fazit ist natürlich aus der Sicht eines privaten TV-Senders, der von seinen Werbeeinnahmen lebt. Serien mit folgenübergreifenden Handlungen sind in Deutschland inzwischen eine Garantie für schlechte Quoten. „Die Sopranos“, „The Shield“, „24“, „Prison Break“ und die Miniserie „Rom“ sind alle keine Quotenknüller. Aber dafür verkaufen sich die DVD-Boxen ausgezeichnet. Einige Serien wie „Deadwood“ erleben ihre Premiere für ein breites Publikum als DVD-Box. Auch hier scheinen die Verkäufe ganz ordentlich zu sein. Immerhin sind diese Boxen im Preis immer noch nicht gefallen.

Insofern ist es schade, dass „Blackout“ immer noch nicht auf DVD erschienen ist.

Aber auch das kennen wir von deutschen TV-Filmen und TV-Serien. Sie werden teils nicht, teils nur in Teilen („Die besten Folgen von…“), teils – nein, eigentlich immer – sehr lieblos veröffentlicht. Oft gibt es kein Bonusmaterial. Keine Audiokommentare. Keine entfallenen Szenen. Keine informativen Berichte über verschiedene Aspekte der Produktion. Fast immer erinnert das Cover an eine schnell hingeschluderte Heimarbeit auf einem alten PC mit einem noch älteren Grafikprogramm.


IAMTW verleiht ersten Scribe Award

Juli 31, 2007

Die „International Association of Media Tie-in Writers“ (IAMTW) hat in San Diego auf der Comic Con am 29. Juli erstmals den Scribe Award verliehen. Die IAMTW will den Autoren von Filmromanen ein besseres Renommee verschaffen. Denn obwohl ihre Bücher oft auf den Bestsellerlisten stehen und sich gut verkaufen, werden sie oft für schlechte Lohnschreiber gehalten, die einfach die Ideen eines anderen Autors von einem Drehbuch in einen schlecht geschriebenen Roman umformulieren. Dabei wird oft vergessen, dass es bereits eine Leistung ist, Bilder von einem nicht existierenden Film (schließlich soll das Buch ja gleichzeitig mit dem Film veröffentlicht werden) in Worte zu übersetzten.

Neben den Adaptionen schreiben die Tie-in-Autoren auch Originalromane. In ihnen erfinden sie mit den aus Film und Fernsehen bekannten Charakteren neue Geschichten. Hier haben in den vergangenen Jahren Max Allan Collins, Lee Goldberg und Stuart Kaminsky spannende Kriminalromane geschrieben.

 

Hier die Liste der Nominierungen und der Preisträger:

 

SPECULATIVE FICTION

BEST NOVEL – ADAPTED

SLAINE: THE EXILE by Steven Savile

SUPERMAN RETURNS by Marv Wolfman

TOXIC AVENGER: THE NOVEL by Lloyd Kaufman & Adam Jahnke

ULTRAVIOLET by Yvonne Navarro

UNDERWORLD: EVOLUTION by Greg Cox

 

BEST NOVEL – ORIGINAL 

STAR TREK CRUCIBLE: McCOY – PROVENANCE OF SHADOWS by David R. George III

STARGATE ATLANTIS: EXOGENESIS by Elizabeth Christensen & Sonny Whitelaw

THIRTY DAYS OF NIGHT: RUMORS OF THE UNDEAD by Jeff Mariotte & Steve Niles

WARHAMMER: FAITH AND FIRE by James Swallow

WARHAMMER: ORC SLAYER by Nathan Long

 

GENERAL FICTION

BEST NOVEL – ADAPTED 

SNAKES ON A PLANE by Christa Faust

THE PINK PANTHER by Max Allan Collins

 

BEST NOVEL – ORIGINAL

CSI NEW YORK: BLOOD ON THE SUN by Stuart Kaminsky (CSI New York: Blutige Spur)

LAS VEGAS: HIGH STAKES by Jeff Mariotte

MR. MONK GOES TO HAWAII by Lee Goldberg (Mr. Monk besucht Hawaii)

OAKDALE CONFIDENTIAL: SECRETS REVEALED by Alina Adams

 

YOUNG ADULT – ALL GENRES

BEST NOVEL

ALIAS APO: STRATEGIC RESERVE by Christina York

BUFFY THE VAMPIRE SLAYER: PORTAL THROUGH TIME by Alice Henderson

DRAGONLANCE: WARRIOR’S HEART by Stephen Sullivan

KNIGHTS OF THE SILVER DRAGON: PROPHECY OF THE DRAGONS by Matt Forbeck

 

GRANDMASTER: Donald Bain

 

Weitere Informationen:

Homepage der IAMTW

Blog der IAMTW


Die August-Liste der KrimiWelt

Juli 29, 2007

Die August-Ausgabe der KrimiWelt-Bestenliste ist draußen:

1          (2)       Matti Rönkä: Der Grenzgänger

Aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara

Grafit, geb., 224 S. 17,90 €

2          (3)       Astrid Paprotta: Feuertod

Piper, TB, 320 S., 12,00 €

3          (-)        Andrea Maria Schenkel: Kalteis

Edition Nautilus, TB, 160 S., 12,90 €

4          (-)        Juan Damonte: Ciao Papá

Aus dem argentinischen Spanisch von Peter Tremp

Lateinamerika Verlag, TB, 190 S., 14,80 €

5          (-)        Robert B. Parker: Der stille Schüler

Aus dem Amerikanischen von Frank Böhmert

Pendragon, TB, 214 S., 9,90 €

6          (6)       Christine Lehmann: Allmachtsdackel

Ariadne im Argumentverlag,TB, 320 S., 9,90 €

7          (4)       Gisbert Haefs: Caesar

Heyne, geb., 512 S., 21,95 €

8          (-)        Jan Costin Wagner: Das Schweigen

Eichborn Berlin, geb., 288 S., 19,95 €

9          (-)        Horst Eckert: Königsallee

Grafit, geb., 412 S., 18,90 €

10       (-)        Walter Mosley: Little Scarlet

Aus dem Amerikanischen von Uda Strätling

Fischer, TB, 304 S., 9,95 €

 

In den Klammern sind die Positionen des Vormonats. Danach ist diese Liste mit sechs Neuensteigern vor allem vom Wandel geprägt.

Sensationell finde ich den Neueinstieg von Andrea Maria Schenkels „Kalteis“ auf Platz drei. Denn das Buch erscheint erst am 8. August. Ich wird’s dann besprechen. Bis dahin können Sie bei Hammett einige Ausschnitte lesen.


Die Nominierungen für den Anthony Preis

Juli 29, 2007

Für den diesjährigen Anthony wurden diese Werke nominiert:

 

Bester Roman:

Julia Spencer-Fleming: All Mortal Flesh, St. Martins

Denise Mina: The Dead Hour, Little Brown

Jan Burke: Kidnapped, Simon & Schuster

Laura Lippman: No good Deeds, Harper

Nancy Pickard: The Virgin of small Plains, Ballantine

 

Bestes Debüt

Cornelia Read: A Field of Darkness, Mysterious Press

Alexandra Sokoloff: The Harrowing, St. Martin

Steve Hockensmith: Holmes on the Range, St. Martins

John Hart: The King of Lies, St. Martin

Louise Penny: Still Life, St. Martin

 

Bestes Taschenbuch:

Dana Cameron: Ashes and Bones, Avon

Robert Fate: Baby Shark, Capital Crime Press

Sean Doolittle: The Cleanup, Dell

Charlie Huston: A dangerous Man, Ballantine

Troy Cook: 47 Rules of highly effective Bank Robbers, Capital Crime Press

Victor Gischler: Shotgun Opera, Dell

Naomi Hirahara: Snakeskin Shamisen, Bantam Dell – Delta

 

Beste Kurzgeschichte:

Elaine Viets: After the Fall, Alfred Hitchcock Magazin

Bill Crider: Cranked, in “Damn near Dead”, Busted Flush Press

Dana Cameron: The Lords of Misrule, in “Sugarplums and Scandal”, Avon

Simon Wood: My Father’s Secret, in Crime Spree Magazine

Megan Abbot: Policy, in “Damn near Dead”, Busted Flush Press

Toni Kelner: Sleeping with the Plush, Alfred Hitchcock Magazin

 

Bestes Sachbuch:

Daniel Stashower: The beautiful Cigar Girl, Dutton

Chris Roerden: Don’t murder your Mystery, Bella Rosa Books

Jim Huang/Austin Lugar (Hrsg.): Mystery Muses, Crum Creek Press

Gary Warren Niebuhr: Read ‘em their Writes, Libraries Unlimited

E.J. Wagoner: The Science of Sherlock Holmes, John Wiley & Sons

                  

Besondere Verdienste:

Charles Ardai, Hard Case Crime

George Easter, Deadly Pleasures

Barbara Franchi & Sharon Wheeler, reviewingtheevidence.com

Jim Huang, Crum Creek Press and The Mystery Company

Jon & Ruth Jordan, CrimeSpree Magazine

Ali Karim, Shots Magazine

 Lynn Kaczmarek & Chris Aldrich, Mystery News

 Maddy Van Hertbruggen, 4 Mystery Addicts

 

Die Gewinner werden Ende September auf dem Bouchercon in Anchorage bekannt gegeben.

Der Anthony ist nach Anthony Boucher benannt, und wird seit 1986 auf der World Mystery Convention (tja, die Amis haben immer die Welt im Blick), auch bekannt als Bouchercon, von den Bouchercon-Mitgliedern vergeben.  

 

Dank an Sarah Weinman.  


Die Barry-Nominierungen

Juli 23, 2007

Mystery News und Deadly Pleasures haben die Nominierungen für die diesjährigen Barry Preise bekanntgegeben. Die elften Barrys werden im September verliehen.

 

Bester Roman

Ace Atkins: White Shadow

Rhys Bowen: Oh Danny Boy

Barry Eisler: The Last Assassin

Dan Fesperman: The Prisoner of Guantanamo

Ariana Franklin: City of Shadows

George Pelecanos: The Night Gardener

 

Bestes Debüt

Alex Berenson: The Faithful Spy (Kurier des Todes, Heyne, Februar 2008)

Gillian Flynn: Sharp Objects

Tom Gabbay: The Berlin Conspiracy

John Hart: The King of Lies

Louise Penny: Still Life

Cornelia Read: A Field of Darkness

 

Bester britischer Kriminalroman

Ken Bruen: Priest

Stuart MacBride: Dying Light (Die Stunde des Mörders)

C.J. Sansom: Sovereign

Ian Sansom: The Case of the Missing Books

Nick Stone: Mr. Clarinet

Edward Wright: Red Sky Lament

 

Bester Thriller

Joseph Finder: Killer Instinct

Alan Furst: The Foreign Correspondent

Simon Kernick: Relentless

Stephen Leather: Cold Kill

Daniel Silva: The Messenger

Stephen White: Kill Me

 

Bestes Taschenbuch:

Ken Bruen and Jason Starr: Bust

Max Allan Collins: The Last Quarry

Sean Doolittle: The Cleanup

Jay MacLarty: Live Wire

Jim Swain: Deadman’s Poker

Brian Wiprud: Crooked

 

Beste Kurzgeschichte

Simon Brett: Cain was Innocent (Thou Shalt Not Kill, publiziert von Carroll & Graf)

Judith Cutler: Shaping the Ends (EQMM Mai, 2006)

Brendan DuBois: The Right Call (EQMM September/Oktober, 2006)

Kate Ellis: A Man of Taste (EQMM Mar/Apr, 2006)

Paul Halter: Rosemary (The Night of the Wolf, publiziert von Wildside Press)

June Thomson: A Case for Inspector Ghote (The Verdict of Us All, publiziert von Crippen & Landru)

Deadly Pleasures-Herausgeber George Easter erklärt, warum Connelly und Child nicht nominiert wurden.

 

 


Kleinkram: ein Mafia-Killer, ein Schweigen, ein Interview und fünf mögliche Harry Potter-Enden

Juli 16, 2007

Ein kleines Update zur Lebensgeschichte von Giorgio „Engelsgesicht“ Basile.

Ludger Menke erklärt mir im Krimiblog, warum mir das neueste Buch von Jan Costin Wagner „Das Schweigen“ nicht gefallen wird. Danke!

Marcus Sakey beantwortet im Monday Interview bei Things I’d rather be doing einige Fragen. Sakeys Debüt „Der Blutzeuge“ (The Blade Itself, 2007) ist jetzt bei Goldmann auf Deutsch erschienen und ich will es die Tage lesen.  Nachdem Ken Bruen, Lee Child, T. Jefferson Parker, George Pelecanos und zahlreiche vertrauenswürdige Kritiker das Buch loben, erwarte ich einiges von dieser Rachegeschichte.

Sie wollen wissen, wie der neue Harry Potter endet? Hier gibt es fünf mögliche Enden. Allan Guthrie hat auch mitgeschrieben. JK Rowling nicht.


Private Eye Writers of America geben Shamus-Nominierungen bekannt

Juli 15, 2007

Die Private Eye Writers of America (PWA) haben am Freitag die Shamus-Nominierungen bekanntgegeben. Der Preis wird am 28. September 2007 erliehen.

Die Nominierten sind:

Bestes Hardcover:

• Ken Bruen: The Dramatist (St. Martin’s Minotaur)

• Daniel Judson: The Darkest Place (St. Martin’s Minotaur)

• Ken Kuhlken: The Do-Rei-Me (Poisoned Pen Press)

• Marcia Muller: Vanishing Point (Mysterious Press)

• Kris Nelscott: Days of Rage (St. Martin’s Minotaur)

 

Bestes Taschenbuch:

• Lori G. Armstrong: Hallowed Ground (Medallion Press)

• Pete Hautman: The Prop (Simon & Schuster)

• P. J. Parrish: An Unquiet Grave (Pinnacle)

• Paco Ignacio Taibo II/Subcomandante Marcos: The Uncomfortable Dead (Übersetzt von Carlos Lopez) (Akashic Books)

• Brian M. Wiprud: Crooked (Dell)

 

Bestes Debüt:

• Mike Doogan: Lost Angel (Putnam)

• Jack Frederickson: A Safe Place for Dying (St. Martin’s Minotaur)

• Steve Hockensmith: Holmes on the Range (St. Martin’s Minotaur)

• Declan Hughes: The Wrong Kind of Blood (Morrow)

• George D. Shuman: 18 Seconds (Simon & Schuster)

 

Beste Kurzgeschichte:

• Mitch Alderman: Sudden Stop (Alfred Hitchcock’s Mystery Magazine [AHMM], November 2006)

• O’Neil De Noux: The Heart Has Reasons (AHMM, September 2006)

• Loren D. Estleman: Square One (AHMM, November 2006)

• Bill Pronzini: Devil’s Brew (Ellery Queen Mystery Magazine, December 2006)

• Bruce Rubenstein: Smoke Got in My Eyes (from Twin Cities Noir, edited by Julie Schaper; Akashic Books)

 

Seite der Private Eye Writers of America


International Thriller Writers verleiht Preise

Juli 15, 2007

Die International Thriller Writers (ITW) ist eine Selbstorganisation von Thriller-Autoren mit einem Schwerpunkt in den USA. Auf ihrem zweiten Thriller-Fest verliehen sie am Wochende in New York zum zweitenmal die Thriller-Preise. So ist der unspektakuläre Name des von ihnen verliehenen Preises.

Hier die Liste der nominierten Werke. Fettgedruckt sind die Preisträger.

 

Bester Roman:

False Impression, Jeffrey Archer (St. Martin’s Press)

Killer Instinct, Joseph Finder (St. Martin’s Press)

Cold Kill, Stephen Leather (Hodder & Stoughton)

The Messenger, Daniel Silva (Putnam)

Beautiful Lies, Lisa Unger (Shaye Areheart Books/Crown)

 

Bestes Debüt:

Shadow of Death, Patricia Gussin (Oceanview Publishing)

Switchback, Matthew Klein (Orion)

A Thousand Suns, Alex Scarrow (Orion)

18 Seconds, George D. Shuman (Simon & Schuster)

Mr. Clarinet, Nick Stone (Michael Joseph Ltd/HarperCollins)

 

Bestes Taschenbuch:

Skeleton Coast, Clive Cussler with Jack DuBrul (Berkley Trade)

The Deep Blue Alibi, Paul Levine (Bantam)

An Unquiet Grave, P.J. Parrish (Pinnacle)

Headstone City, Tom Piccirilli (Spectra Books/Bantam)

Mortal Faults, Michael Prescott (Onyx Books)

 

Bestes Drehbuch:

Inside Man: Russell Gewirtz

The Departed: William Monahan

The Good Shepherd: Eric Roth

Children of Men: Alfonse Cuarón, Timothy J. Sexton, David Arata, Mark Fergus and Hawk Ostby

Casino Royale: Neal Purvis, Robert Wade, Paul Haggis

 

Weitere Informationen: http://www.thrillerwriters.org/


Deutsche Welle lobt das „Krimijahrbuch 2007“

Juli 12, 2007

Yep, die Eva Gutensohn hat diese freundliche Besprechung des „Krimijahrbuches 2007“ für die Deutsche Welle geschrieben:

Wer das Krimijahrbuch 2007 liest, wird hinterher mehr wissen: über international bekannte Autorinnen und Autoren wie Detlev B. Blettenberg, Lena Blaudez oder James Lee Burke; über die viel beschworene Authentizität in Krimis und darüber, was es mit „Designerkrimis“ auf sich hat oder warum eine Kinderleiche hundert tote Mafiosi aufwiegt.

Der 360 Seiten starke Band ist eine Mischung aus Information und Unterhaltung: Autorenportraits, Interviews Buchkritiken, Kommentaren oder Glossen. Eine kritische Auseinandersetzung von innen und vielleicht gerade deswegen so spannend für Außenstehende. Kurz: anregend und aufschlussreich.


Einige kriminelle Fundsache: Connelly, Lehane, ein Geburtstagkind, undundund

Juli 12, 2007

Ali Karim hat Michael Connelly einige Fragen gestellt. „Not one to be Overlooked“ heißt das lesenswerte Interview bei The Rap Sheet. Connelly sagt unter anderem, dass er derzeit an einem weiteren Michael Haller-Roman arbeitet.

Die Dennis Lehane-Verfilmung „Gone, Baby Gone“ (deutsch: Kein Kinderspiel)  ist fertig. Lehane gefällt’s (siehe hier bei Sarah Weinman). Den Trailer gibt’s hier.  In den USA startet der Film am 19. Oktober. Die deutsche Premiere ist noch unklar.

Oh, inzwischen ist bekannt, wer das neue James Bond-Buch schreibt: Sebastian Faulks. Mehr dazu bei dem schon erwähten Rap Sheet, Sarah Weinman oder im Spiegel.

Tobias Gohlis ist auch von Stuart MacBride begeistert.

Gisela Lehmer-Kerkloh präsentiert eine neue Ausgabe des KrimiKuriers.

 Donald Westlake hat heute Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

Weitere sachdienliche Informationen hier.


Die kriminelle Herbst-Winter-Kollektion – Teil 5

Juli 11, 2007

Wieder mit zwei großen Verlagen: Droemer Knaur und Heyne. Wie üblich sind die besonders wichtigen Veröffentlichungen und die Bücher, auf die ich mich besonders freue, fett hervorgehoben. Der Unterschied? Nun, Michael Connelly ist wichtig, aber, weil ich das Buch bereits kenne, kann ich mich nicht mehr darauf freuen.

 

 

 

Knaur – Die Taschenbücher

Oktober

Nicole Jamet/Marie-Anne Le Pezennec: Dolmen – …vergessen sollst du nie (Taschenbuch-Ausgabe)

November

Simon Brett: Der Tote im Hotel

Tim Green: Tödliches Kalkül (Rachethriller)

Scott McBain: Das Judasgift (Erstausgabe eines Thrillers über eine die katholische Kirche bedrohende Verschwörung)

Julie Parsons: Zähl die dunklen Stunden nur

Dezember

Thomas H. Cook: Das Gift des Zweifels (Red Leaves, 2005; Erstausgabe des Anthony-, Dagger- und Edgar-nominierten Werkes)

Vena Cork: Galerie der Angst

Michael Cox: In der Mitte der Nacht – Ein Geständnis

Katy Gardner: Das bleiche Herz

Levi Henriksen: Bleich wie der Schnee (ausgezeichnet mit dem norwegischen Buchhändlerpreis 2004)

Douglas Preston/Lincoln Child: Dark Secret – Mörderische Jagd (Taschenbuch-Ausgabe)

Januar

Giles Blunt: Kalter Mond (Taschenbuch-Ausgabe)

Ravi Shankar Etteth: Fluch der weißen Witwe

John Katzenbach: Das Rätsel (Deutsche Erstausgabe von „State of Mind“, 1997)

Februar

Dianne Emley: Tiefe Stiche (Michael Connelly und Tess Gerritsen blurben)

Lisa Jackson: Deathkiss – Süß schmeckt die Rache

Sabine Konrbichler: Gefährliche Täuschung

Val McDermid: Das Moor des Vergessens (Taschenbuch-Ausgabe)

März

Reginald Hill: Welch langen Weg die Toten gehen (Taschenbuch-Ausgabe des 21. Dalziel & Pascoe-Abenteuers)

Jean Lemieux: Todeslied

Laura Levine: Für die Schuhe würd’ ich morden (Ist wohl eher eine Komödie mit einer Leiche für die Leserinnen von Janet Evanovich. Die Leser von Janet Evanovich fragen sich von welcher Janet Evanovich. Der Krimiautorin? Der Komödienautorin?)

Henri Loevenbruck: Das Kopernikus-Syndrom

David Morrell: Level 9 (Scavenger, 2007; irgendwie die Fortsetzung von „Creepers“)

Joseph Telushkin/Allen Estrin: Nichts bleibt ungesühnt

April

Roderick Anscombe: Hinterhältig

Jörg Kastner: Teufelszahl

Ben Kinman: Todesfluch (Pseudonym von Chandler McGrew)

Michael Koryta: Tödliche Rechnung (Sorrow’s Anthem, 2006; Zweiter Pritchard-Perry-Roman)

Karen Rose: Heiß glüht mein Hass

 

Droemer Knaur – im festen Einband

22. August

Michael Böckler: Tödlicher Tartufo – ein kulinaricher Fall für Hippolyt Hermanus (Wer denkt sich diese Namen aus?)

Katy Gardner: Der treue Feind (Hidden)

Steve Mosby: Der Fifty-fifty-Killer (The 50/50 Killer)

Douglas Preston/Lincoln Child: Maniac – Fluch der Vergangenheit (The Book of the Dead, Ein neuer Fall für Special Agent Pendergast)

21. September

Gay Longworth: Am Anfang war die Täuschung (Wicked Peace)

12. Oktober

Kinky Friedman: Das Weihnachtsschwein (The Christmas Pig; Kinky geht fremd.)

2. Januar

Sebastian Fitzek: Das Kind (War ein zehnjähriger Junge in einem früheren Leben ein Serienkiller? Und wird er wieder morden? – Egal was man von der Prämisse hält; immerhin wiederholt sich Fitzek nicht.)

 

 

Heyne – Taschenbuch

Oktober

Stephen King: Dead Zone

Stephen King: Cujo

Stephen King: Feuerkind (Zum Sechzigsten gibt es einen neuen Umschlag für diese Kingschen Frühwerke)

Stephen King: Der dunkle Turm (Graphic Novel; in der limitierten Auflage mit einem Poster)

Robert Ludlum: Das Bourne Ultimatim (zum Filmstart gibt es dieses Ludlum-Werk als Movie-Tie-In)

November

Vince Flynn: Der Feind

Brent Ghelfi: Russisches Abendmahl (Thriller in der Heyne Hardcore-Reihe)

John Grisham: Das Fest (Kein Krimi, sondern eine Weihnachtsgeschichte)

Kim Harrison: Blutspiel

Dean Koontz: Irsinn

Irene Rodrian: Ein letztes Lächeln

Sabine Thiesler: Hexenkind

Dezember

Andrew Britton: Der Attentäter

Tom Clancy/Steve Pieczenik: Tom Clancy’s Netforce: Attentat

Colin Forbes: Skelett

Jonathan Nasaw: Der Kuss der Schlange

John Saul: Stalker

Januar

C. J. Box: Stumme Zeugen (mit zahlreichen Preisen ausgezeichneter Thriller)

Mary Higgins Clark: Weil deine Augen ihn nicht sehen

Virginia Doyle: Der Fluch der schönen Insel

Marc Kayser: Trias (ein von Thomas Roth [ARD], Dominik Graf und Claudia Roth geblurbter Titel. Wir sind gespannt.)

William Landay: Jagdrevier

Richard Laymond: Das Treffen (Thriller in der Hardcore-Reihe)

Ludwig Lugmeier: Der Mann, der aus dem Fenster sprang (Bio eines Verbrechers)

Romain Sardou: Kein Entrinnen

Februar

Gilbert Adair: Mord auf ffolkes Manor

Andras: Schatten (Erotikthriller in der Hardcore-Reihe)

Alex Berenson: Kurier des Todes (The faithfull spy, 2006; erhielt 2007 den Debüt-Edgar und soll mit Keanu Reeves verfilmt werden)

James Church: Inspektor O

Tom Franklin: Die Gefürchteten (Hell at the Breech, 2003)

John Grisham: Der Gefangene

James McGee: Der Totensammler (Historischer Kriminalroman: London, beginnendes 19. Jahrhundert)

Scott Turow: So wahr mir Gott helfe

Udo Ulfkotte: Der Krieg im Dunkeln (Sachbuch über die wahre Macht der Geheimdienste)

März

Michael Connelly: Vergessene Stimmen (Taschenbuch-Ausgabe von „The Closers“)

Michael Crichton: Airframe

Michael Crichton: Endstation (Und wann erscheinen seine als John Lange geschriebenen Frühwerke wieder auf Deutsch?)

Robert Harris: Imperium

Mari Jungstedt: An einem einsamen Ort (Die TV-Serie gibt es bereits im Oktober im ZDF)

Giulio Leoni: Das Mosaik des Todes (Historischer Kriminalroman: Floren im Jahre 1300)

Gayle Lynds: Spymaster

John Niven: Kill your Friends (Im Musikgeschäft spielender Thriller, der in der Hardcore-Reihe erscheint)

Rob Palmer: Gejagt

Karen Robards: Und niemand hört ihr Rufen

Peter Straub: Haus der blinden Fenster

Charles Todd: Schwarze Spiegel

April

Martina Cole: Die Schwester

Corine Hartman: Schöner als der Tod

Stephen King: Love

Dean Koontz: Frankenstein – Der Schatten (Und nochmal Horror; dieses Mal der Abschluss der Frankenstein-Trilogie)

Robert Ludlum: Die Ambler Warnung

Anne Perry: Die Tote von Buckingham Palace

Akif Pirincci: Der eine ist stumm, der andere ein Blinder

Akif Pirincci: Der Rumpf

George D. Shuman: 18 Sekunden

 

 

Heyne – im festen Einband

August

Michael Morley: Spider (Spider)

Colin Forbes: Komplott (Blood Storm – Spezialagent Tweed tritt gegen britische Politiker, die aus Merry Good England einen Polizeistaat machen wollen, an. Kann Tweed nicht auch einen Abstecher nach Berlin machen?)

Stephen King/Richard Bachman: Qual (Blaze, 2007; Veröffentlichung eines bislang unveröffentlichten, um 1973 geschriebenen Manuskriptes, das King als Richard Bachman veröffentlichen wollte)

September

Mary Higgins Clark: Und hinter dir die Finsternis(I heard that Song before)

Oktober

Robert Harris: Ghost (Ghost)

Jacques Berndorf: Bruderdienst (BND-Agent Karl Müller schlägt wieder zu und Jacques Berndorf durfte die heiligen Hallen des BND betreten.)

Januar 2008

Robert Ludlum: Die Bancroft Strategie (The Bancroft Strategy, 2006)

 

 

 

Was bisher vorgestellt wurde:

Die kriminelle Herbst-Winter-Kollektion – Teil 4

mit Assoverlag, Conzett bei Oesch, Daedalus Verlag, Gollenstein Verlag, Panini, Pendragon, Unionsverlag

Die kriminelle Herbst-Winter-Kollektion – Teil 3

mit Alexander Verlag, Liebeskind, Pulp Master, Shayol, VGS/Egmont

Die kriminelle Herbst-Winter-Kollektion – Teil 2

mit Edition Nautilus, Emons, Gmeiner, Grafit

Die kriminelle Herbst-Winter-Kollektion – Teil 1

mit Blanvalet, Goldmann Taschenbuch