Daggers verliehen

Juli 6, 2007

Die Gewinner des diesjährigen britischen Krimipreises Dagger sind:

Duncan Lawrie Dagger

Peter Temple – The Broken Shore (Quercus) (deutsche Übersetzung: Kalter August)

Duncan Lawrie International Dagger

Fred Vargas – Wash this Blood Clean from my Hand (Harvill Secker), translated by Siân Reynolds

The CWA Ian Fleming Steel Dagger

Gillian Flynn – Sharp Objects (Orion) (deutsche Übersetzung: Cry Baby)

The CWA New Blood Dagger

Gillian Flynn – Sharp Objects (Orion)

The CWA Dagger in the Library

Stuart MacBride

The Debut Dagger

Alan Bradley – The Sweetness At the Bottom of the Pie

The Cartier Diamond Dagger

John Harvey


Fundsachen

Juli 6, 2007

Die Juli-Rezensionen der Krimi-Couch sind online. Treffer ist eine gewisse „Königsallee“. „Flamingo“, der nur noch antiquarisch erhältiche vierte Robicheaux-Krimi von James Lee Burke (So kann ich elegant auf meinen Artikel im seeehr empfehlenswerten „Krimijahrbuch 2007“ hinweisen. Originaltitel ist „A Morning for Flamingos“.), „Aberystwyth, mon amour“, „Inspector Ghote reist 1. Klasse“ (Tolles Buch. Ich werd’s die Tage hier abfeiern.) und viele andere Krimis werden besprochen.

„Inspector Ghote reist 1. Klasse“ von H. R. F. Keating ist auch eine ausgezeichnete Studie in Spannung. dpr überlegt gerade in seinem Blog „Watching the detectives“ was Spannung ist. Hier ging’s los. Hier und hier geht’s weiter. Spannend, gell?

The Rap Sheet hat (Sie müssen etwas herunterscrollen)  hat mit „Heyday in the Blood“ eine bis jetzt unveröffentlichte Lew Archer-Geschichte von Ross Macdonald veröffentlicht.


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juli 6, 2007

Bei den Alligatorpapieren sind meine bunt bebilderten TV-Krimi-Buch-Tipps für die kommenden beiden Wochen online.

Vor dem Klick gibt’s hier die ersten Zeilen:

Hallo liebe Krimifreunde,
in den kommenden beiden Wochen werden die beiden von Buddy Giovinazzo inszenierten Wilfsberg-Filme „Schuld und Sühne“ und „Todesengel“ wiederholt. Außerdem empfehlenswert sind Charles Laughtons Davis Grubb-Verfilmung „Die Nacht des Jägers“, Jonathan Demmes Richard Condon-Verfilmung „Der Manchurian Kandidat“, das auf der Biographie von Joseph Pistone beruhende Mafiadrama „Donnie Brasco“, Philip Noyces Graham Greene-Verfilmung „Der stille Amerikaner“, Wolfgang Murnbergers Wolf Haas-Verfilmung „Komm, süßer Tod“ (die Austro-Version eines Action-Thrillers), Bertrand Taverniers Georges Simenon-Verfilmung „Der Uhrmacher von St. Paul“ und die weiteren Abenteuer von Jane Tennison in der von Lynda La Plante erfundenen Serie „Heißer Verdacht“.
Gespannt bin ich auf die Brian Moore-Verfilmung „Am Ende einer Flucht – The Statement“ (verschwand viel zu schnell aus dem Kino) und den sehr selten gezeigten Noir „Die seltsame Liebe der Martha Ivers“. Der Noir ist gleichzeitig das Filmdebüt von Kirk Douglas. Die beiden Nesser-Verfilmungen „Das vierte Opfer“ und „Münsters Fall“ dürften dagegen für meinen Geschmack zu betulich sein.
Kabel 1 beginnt mit seinem alljährlichen Edgar Wallace-Festival. Immer samstags im Doppelpack.
 


KrimiWelt präsentiert die Juli-Liste

Juli 2, 2007

Die neue Bestenliste der KrimiWelt sieht so aus:

1 (2) Michael Collins: Schlafende Engel
2 (3) Matti Rönkä: Der Grenzgänger
3 (–) Astrid Paprotta: Feuertod
4 (–) Gisbert Haefs: Caesar
4 (8) Elmore Leonard: Callgirls
5 (–) Stuart MacBride: Die Stunde des Mörders
5 (–) Daniel Scholten: Der zweite Tod
5 (–) Karin Slaughter: Gottlos
6 (–) Christine Lehmann: Allmachtsdackel
6(1) Petros Markaris: Der Großaktionär

Es gibt auffallend viele Neuzugänge und ein wahres Gedrängel auf den letzten Plätzen. Den Scholten sollte ich jetzt doch einmal aus meinem Noch-zu-lesen-Stapel zerren.

Horst Eckert hätte natürlich einen Platz auf den vorderen Plätzen verdient gehabt. Und Gisbert Haefs sollte für mich endlich wieder einen neuen Matzbach schreiben. Solange muss ich mich halt mit einem anderen Meisterdetektiv trösten.

Weitere Informationen zu den Büchern gibt es hier.


Politiker beantworten Fragen zum Internet

Juli 1, 2007

Die Kinderreporter stellten einigen Mitgliedern des Bundestages Fragen zum Internet. Die Antworten sind – einfach unglaublich.

Aber sie erklären auch einiges.


X-Zine lobt das „Krimijahrbuch 2007“

Juni 29, 2007

Claus Kerkhoff hält in seiner Besprechung das „Krimijahrbuch 2007“ für „sehr empfehlenswert„. Dem will ich nicht widersprechen, sondern gleich noch einige weitere Kerkhoffsche Worte zitieren:

Das Ergebnis sind 340 Seiten Krimikultur vom Feinsten mit den Krimihighlights des vergangenen Jahres, mit Interviews und Porträts, und Axel Bußmer schlägt darüber hinaus noch einen Bogen zum Krimi in Film und Fernsehen. (…) Mit dem „Krimijahrbuch 2007“ ist jetzt bereits das zweite Krimijahrbuch im NordPark-Verlag erschienen und es hat das Zeug dazu, eine feste Institution zu werden. Das „Krimijahrbuch 2007“ ist spannender Lesestoff, der Lust macht, neue Autoren und ihre Bücher zu entdecken. Ein Muss für alle, die mehr über Krimis wissen wollen.

Außerdem erwähnt er neben zahlreichen anderen Artikeln meinen „kenntnisreichen Beitrag zu Robert B. Parker´s einflussreicher Spenser-Serie„.

Da kann ich nur noch ergänzen, dass der neuen Spenser-Krimi „Der stille Schüler“ (School Days, 2005)  im Juli vom Pendragon Verlag ausgeliefert wird. Eine Besprechung gibt es die Tage.


Einige Drehbücher für gute Filme im Netz

Juni 26, 2007

Die Tage sind – allerdings nur im Original – einige Krimi-Drehbücher (ich habe davon einen ziemlich weiten Begriff) ins Netz gestellt worden. Deutsche Autoren sind in diesem Punkt sehr zurückhaltend. Ad hoc fällt mir nur dieses ein.

Hier also die Drehbücher für den englischsprachigen Teil der Menschheit:

Eine frühe Version von „U-Turn“ von John Ridley. Anscheinend schrieb Ridley mehr oder weniger gleichzeitig das Drehbuch und seinen 1997 erschienenen Noir-Debütroman „Stray Dogs“, der später als „U-Turn“ von Oliver Stone mit Sean Penn, Jennifer Lopez, Nick Nolte, Joaquin Phoenix, Billy Bob Thornton, Powers Boothe, Jon Voight, Liv Tyler, Claire Danes undundund verfilmt wurde.

Das Drehbuch von William Monahan zu dem neuesten Martin Scorsese-Film „The Departed“ gibt es hier. Das war einer meiner Lieblingsfilme 2006.

Die Coen-Seite „You know, for kids!“ hat das Drehbuch zu dem neuesten Film der Brüder Joel und Ethan Coen online gestellt. „No Country for Old Men“, die Verfilmung eines Buches von Cormac McCarthy, gibt es hier. Und die anderen Drehbücher der Coens gibt’s ebenfalls auf dieser Seite.

Wer’s lieber klassischer mag und nach „Prison Break“ wieder Blut auf Knastfilme geleckt hat, kann sich ja das Drehbuch von „Der Unbeugsame“ (USA 1967, R.: Stuart Rosenberg, mit Paul Newmann, George Kennedy, Strother Martin und Dennis Hopper) durchlesen. Das von Donn Pearce und Frank Pierson geschriebene Shooting Draft für „Cool Hand Luke“ gibt es hier. Auf „aellea Classic Movie Sripts“ gibt es auch das Drehbuch von Nunnally Johnson zur John Steinbeck-Verfilmung „Grapes of Wrath„. Mehr gibt es auf dieser neuen Seite noch nicht.

Thanks to SimplyScripts für einige Hinweise.


WWW-Fundstücke

Juni 19, 2007

Zur besten Sendezeit klärt Arte heute im Themenabend „Wir werden alle überwacht“ auf.

Die „Stirb langsam 4.0“-Werbemaschine läuft auf vollen Touren. Gestern war die Deutschlandpremiere. Alle Beteiligten sind begeistert – auch wenn sie während des Interviews den Film höchstwahrscheinlich noch nicht gesehen haben. Demnächst dürften dann endlich auch die Kritiken zu diesem Über-Zwei-Stunden-Minuten-Actionfilm erscheinen.

Bereits vor einigen Tagen erschien in der „taz“ ein lesenswertes Interview mit den beiden Berliner Tatort-Kommissaren Till Ritter und Felix Stark, äh, Dominic Raacke und Boris Aljinovic. Zur Qualität ihrer „Tatorte“:

Raacke: Hundertprozentig gelungen ist keiner unserer „Tatorte“. Ich glaube, es waren so jeweils drei ziemlich gute und richtig schlechte Filme, der Rest lag irgendwo dazwischen.

Aljinovic: Wir beide haben Filme wie „French Connection“ im DVD-Regal. Wenn man die anguckt und mit unseren vergleicht, kann man zu gar keinem anderen Ergebnis kommen. Dieses Gefälle verliert man nie aus den Augen.

Und zur Vorgabe bei ihren ersten gemeinsamen Ermittlungen:

Raacke: Man darf auch nicht vergessen, dass die Losung bei unserem Dienstantritt war: Bloß nicht auffallen!

Aljinovic: Es wäre schön, wenn wir nicht der schlechteste „Tatort“ bleiben würden, so bescheiden war die Zielvorgabe damals. Wir sind jetzt allerdings so weit, dass wir schon ein bisschen mehr Selbstbewusstsein haben könnten: Es gab ein paar richtig gute Filme und sogar schon mal eine Nominierung für einen Preis.


WWW-Fundsachen

Juni 14, 2007

„Arlington Road“ ist ein guter Politthriller. Aber nicht in der Nachmittagsausstrahlung von RTL II. Der Beweis? Hier in diesem Schnittbericht werden die am Nachmittag fehlenden 18 Minuten nachgeliefert und der Film wird wieder verständlich. So etwas nenne ich Verbrechen an unschuldigen Filmen.

Nach dieser Meldung sollte es möglich sein, auf der RTL-Homepage die ersten Folgen von „Prison Break“ kostenlos online zu sehen. Bei mir funktioniert es nicht. Aber auf „Prison Break“ freue ich mich schon. In der ersten Staffel geht ein Mann in den Knast, um seinen Bruder aus der Todeszelle zu befreien. In der zweiten Staffel (Jau, diese Serie wurde verlängert) werden die Flüchtlinge gejagt.

Bleiben wir einen Moment bei Hollywood-Serien. Inzwischen bloggen immer mehr Autoren und Produzenten interessante Einblicke in das Filmgeschäft. Hier einmal zwei, die mir gut gefallen:

Lisa Klink schreibt in ihrem Blog „What It’s Like“ über ihre Arbeit als Drehbuchautorin.

Lee Goldberg schreibt schon länger in seinem Blog „A Writer’s Life“ über, hm, das Leben eines Autors. Er entwickelte und schrieb für „Alarm für Cobra 11“-Action Concept die Pilotfolge zu „Fast track“, schrieb für „Spenser“, „Diagnose Mord“ und „Monk“. Inzwischen sind seine ersten beiden Monk-Romane „Mr. Monk und die Feuerwehr“ und „Mr. Monk besucht Hawaii“ auf Deutsch erschienen. Eine Besprechung gibt’s demnächst. Hier schon einmal das Fazit: perfekte Sommerlektüre für Monk-Fans und Fans von klassischen Detektiv-Geschichten à la Nero Wolfe.

Auf Michael Connellys Homepage gibt es ein Bonus-Kapitel zu „The Overlook“. Es soll erst nach dem Ende des Romans – ach, ist auch egal. Ihr lest es natürlich sofort und kennt dann den Mörder.


Die kriminelle Herbst-Winter-Kollektion – Teil 3

Juni 13, 2007

Im dritten Teil bleiben wir bis auf eine Ausnahme bei den kleineren Verlagen. In den vergangenen Jahren erfreuten sie uns Krimifans mit Neuentdeckungen, überfälligen Neuauflagen (oft wurde dafür die Übersetzung bearbeitet) und verlegten wieder einige zu Unrecht vom deutschen Buchmarkt verbannte Autoren.

Fettgedruckt sind die Bücher, auf die ich mich besonders freue.

Alexander Verlag

Der Berliner Verlag ist vor allem für seine Theater- und Filmbücher bekannt. Aber mit der Jörg Fauser-Werkausgabe, Charles Willeford, Ross Thomas und Martin Compart ist auch einiges für Krimifans dabei. Im Herbst wird ein weiteres Buch von Ross Thomas wiederveröffentlicht und die Fauser-Werkausgabe abgeschlossen.

August

Jörg Fauser: Die Tournee – Romanfragment (erste Veröffentlichung seines letzten Manuskriptes)

September:

Ross Thomas: Kälter als der Kalte Krieg (The Cold War Swap, 1966; Das mit dem Edgar-Allen-Poe-Preis ausgezeichnete Debüt von Ross Thomas erschien bereits unter dem Titel „Der Ein-Weg-Mensch“. Die alte Übersetzung wurde für die Neuausgabe bearbeitet.)

Oktober

Jörg Fauser: Der Strand der Städte – Gesammelte journalistische Arbeiten (1959-1987)

Über Jörg Fauser habe ich hier, über Ross Thomas hier geschrieben.

Liebeskind

Klein, edel, fein. In den vergangenen Jahren gab’s David Peace und Pete Dexter. Diesen Herbst werden bereits im August folgende krimiaffinene Titel ausgeliefert:

Bruno Preisendörfer: Die Vergeltung („Ein literarischer Thriller über Schuld und tödliche Rache“ sagt der Verlag.)

James Sallis: Driver (Drive, 2005; Dank der kurzlebigen Dumont Noir-Reihe kam James Sallis auf den deutschen Markt. Jetzt hat Sallis endlich eine neue Heimat gefunden.)

Nick Tosches: Muddy Waters isst selten Fisch – Artikel, Reportagen, Interviews (Wenn aus Reportagen Literatur wird.)

Pulp Master

Der Berliner Verlag mit den schönen Covers von 4000 und diesen guten Autoren: Joe R. Lansdale, Derek Raymond, Garry Disher (die Wyatt-Gangsterserie), Charles Willeford, Buddy Giovinazzo undsoweiter.

Für Spätsommer/Herbst ist die Veröffentlichung von

Rick DeMarinis: Kaputt in El Paso (Sky full of sand, 2003)

geplant. In dem Noir-Thriller glaubt Uriah Walkinghorse, dass er seinen persönlichen Tiefpunkt bereits erreicht hat, als er in einem SM-Studio als maskierter Henker anheuert. Ist natürlich ein Irrtum.

Shayol

Noch ein Verlag aus Berlin. Zuerst publizierte er Science-Fiction. Unter anderem die Neuausgabe der Werke von Rainer Erler. Vergangenes Jahr startete er die Reihe „Funny Crimes“.

Als fünfter Band ist für August/September „Rumble Tumble“ (Rumble Tumble, 1998) von Joe R. Lansdale geplant. Es ist ein weiteres Hap Collins-Leonard Pine-Abenteuer.

Im Januar soll „Everybody dies“ (1998) von Lawrence Block erscheinen. Damit würde nach einer jahrelangen Pause die Matthew Scudder-Serie endlich auch in Deutschland fortgesetzt.

Zwei Bücher, die Sie sich vormerken sollten. Die Gründe? Nun hier, hier, hier und deswegen.

VGS/Egmont

Die Ausnahme ist vor allem für seine Filmbücher und „Die Chronik der Unsterblichen“ von Wolfgang Hohlbein bekannt. Aber das ist Fantasy.

Für die CSI-Fans gibt es im Oktober/November Nachschub:

Max Allan Collins: CSI – In Extremis

Stuart M. Kaminsky: CSI:NY – Sintflut (Deluge, 2007)

Donn Cortez: CSI: Miami – Mörderisches Fest

Auf die neuen Werke von Max Allan Collins und Stuart M. Kaminsky freue ich mich schon. Den CSI-Roman „Im Profil des Todes“ von Max Allan Collins habe ich hier, die ersten beiden CSI:NY-Romane „Der Tote ohne Gesicht“ und „Blutige Spur“ von Stuart M. Kaminsky habe ich hier gelobt. Von Donn Cortez lasse ich mich überraschen.


Im WWW gefunden

Juni 13, 2007

Thomas Wörtche, Herausgeber der Spannungsreihe metro, trennt sich im September vom Unionsverlag. Das metro-Programm soll in der allgemeinen Reihe fortgeführt werden. Das sagt jedenfalls der „Buchmarkt„.

John Connolly gibt dem Sacramto Bee ein Interview.

In der Juli-Ausgabe vom Esquire erscheint die 21.000-Wort-Novella „The Gingerbread Girl“ von Stephen King. Hier die Meldung.

David Finchers neuer Film „Zodiac“ (für Fans des Watergate-Films „Die Unbestechlichen“ mit Dustin Hoffman und Robert Redford; Fans von „Sieben“ werden enttäuscht sein) ist vor wenigen Tagen in Deutschland angelaufen. In den USA erscheint am 24. Juli bereits die DVD. Ein nichtdatierte Fassung des Drehbuchs von James Vanderbilt kann bei Horrorlair heruntergeladen werden.

Weitere Hinweise gibt es bei Watching the detectives, dem offiziellen Alligatorersatz.


Duncan Lawrie Dagger, Arthur Ellis Preis, Michael Connelly, Ken Bruen

Juni 11, 2007

Die Crime Writers‘ Association hat die Shortlist für den diesjährigen Duncan Lawrie Dagger (benannt nach dem Sponsor) veröffentlicht. Die Liste mit den Kommentaren der Jury gibt bei der CWA. Eine illustrierte Fassung gibt’s in diesem Krimiblog ihres Vertrauens.

Die Crime Writers of Canada haben den Arthur Ellis-Preis verliehen:

Best Novel: Barbara Fradkin, Honour Among Men (RendezVous Press)

Best First Novel: Anne Emery, Sign of the Cross (ECW Press)

Best Short Story: Dennis Richard Murphy, “Fuzzy Wuzzy” in Ellery Queen Mystery Magazine (August 2006)

Best Non-Fiction: Brian O’Dea, High: Confessions of a Pot Smuggler (Random House Canada)

Best Juvenile: Sean Cullen, Hamish X and the Cheese Pirates (Penguin Canada)

Best Crime Writing in French: nicht verliehen, weil zu wenige Bücher eingereicht wurden

Best Unpublished First Crime Novel (the Unhanged Arthur): Phyllis Smallman, Margarita Nights

Michael Connelly beantwortet einige Fragen von Jeff Ayers zu seinem neuesten Harry Bosch-Roman „The Overlook“.

Ken Bruen beantwortet die Fragen von Reed Farrell Coleman. Nachzulesen ist das Gespräch unter Autoren bei Mystery Readers International.  


Die kriminelle Herbst-Winter Kollektion – Teil 2

Juni 9, 2007

„Wir können nur deutsch.“ sagen diese kleinen Verlage. Grafit war der erste Verlag, der sich erfolgreich auf deutsche Krimiautoren spezialisierte und uns Lesern Jacques Berndorf, Jürgen Kehrer und, später, Horst Eckert brachte. Mit historischen Kriminalromanen und Übersetzungen, vor allem aus den Niederlande und Skandinavien erweiterte der Verlag, neuerdings auch im festen Einband, unseren kriminellen Horizont. Gmeiner und Emons halten dagegen deutschen Autoren die Treue. Die Edition Nautilus setzt diesen Herbst auf bewährtes.

Fettgedruckt sind die besonders viel versprechenden Titel.

Edition Nautilus

Bekannt ist die Edition Nautilus, der „kleine, feine Anarchisten-Verlag“ (Stern), vor allem für seine politischen Bücher, wie „Notes from Nowhere: wir sind überall – weltweit. unwiderstehlich. antikapitalistisch“ oder „Rebellisches Barcelona“ (ein Reiseführer durch das Barcelona der Rebellen, Hausbesetzer, Immigranten, Streikenden und Revolutionäre, erscheint Ende August) oder Inge Vietts Autobiographie „Nie war ich furchtloser“ oder Karl-Heinz Dellwos Interviewbiographie „Das Projektil sind wir“ (erscheint Ende August). Mit „Tannöd“ hatte der Verlag dann einen vollkommen unerwarteten Verkaufshit.

Ende August erscheinen:

Andrea Maria Schenkel: Kalteis (Die Startauflage des Nachfolgers von „Tannöd“ beträgt 50.000 Exemplaren. In ihrem zweiten Buch schreibt Schenkel über Morde an jungen Frauen in und um München in den späten Dreißigern. Stilistisch benutzt sie die gleiche Technik wie in ihrem Debüt: aus Vernehmungsprotokollen, Zeugenaussagen und Vermisstenanzeigen erschließt sich der Hergang der Morde. Mit 160 Seiten ist „Kalteis“ ein gutes Stück länger als „Tannöd“.)

Carlo Schäfer: Kinder und Wölfe (Kaliber .64 – Pfarrer und Alkoholiker Schmutz wird in ein kleines Winzerdorf versetzt. Da wird ein kleiner Junge tot aufgefunden.)

Edith Kneifl: Der Tod ist eine Wienerin (Kaliber .64 – Wie werde ich meinen Mann auch ohne Scheidung los? Eine Internetseite bietet Hilfe.)

Robert Hültner: Ende der Ermittlungen (Kaliber .64 – In den Zwanzigern sucht Kommissar Grohm den Mörder eines Gelegenheitsarbeiters. Das dürfte ein weiterer Treffer des Inspektor Kajetan-Erfinders sein.)

Hinweis:

Für die lesefaulen Kaliber .64-Fans veröffentlicht Hörbuch Hamburg im Herbst unter dem Motto „Krimi to go!“ sechs Kaliber .64-Geschichten.

Emons

Für Fans von Regionalkrimis ist der Kölner Verlag eine gute Adresse. Kein anderer Verlag wirbt so offensiv auf dem Cover mit dem Handlungsort. Aber auch Verächter von Regionalkrimis kennen Emons als Heimat von Frank Schätzing.

August:

Stefan Blankertz: 2068 (Köln Krimi aus dem titelgebenden Jahr – China hat die Macht übernommen und entmündigte Alte kämpfen gegen den Terror des gesundheitlich korrekten Verhaltens. Als ihre Leitfigur unter mysteriösen Umständen stirbt, beginnt seine junge Freundin seine Mörder zu suchen.)

September:

Rolf Bönnen: Der große Tanz (Krimi aus dem Mittelalter)

Hannes Nygaard: Küstenfilz (Hinterm Deich Krimi – Kriminalrat Lüders will herausfinden, wer Briefbomben bei Lokalpolitikern explodieren und Staatssekretäre verschwinden lässt und für weitere Verbrechen verantwortlich ist.)

Oliver Pautsch: Tödliche Stille (Itter Krimi – Kommissarin Hanna Broder will wissen, wer den älteren Chef einer Klavierbauerdynastie umbrachte. Die Spur führt in die Vergangenheit. Vor einem halben Jahrhundert geschah bei dem damaligen Hochwasser etwas und dafür rächt sich heute jemand. Der Krimfan fragt sich hier natürlich: Warum so lange warten?)

Ralf H. Dorweiler: Ein Teufel zu viel (Der badische Krimi – Auf dem Marktplatz wird eine Leiche gefunden. Kommissar Schlageter hält den Testdieb Rainer Maria Schlaier für den Mörder. Also muss Schlaier zusammen mit seinem Bassett Dr. Watson den wirklichen Täter suchen. Wuff.)

Rita Hampp: Mord im Grandhotel (Der badische Krimi – In ihrem dritten Fall ermittelt Hampps bewährtes Team in einem nur scheinbar natürlichem Todesfall. Marie-Luise Campenhausens Lieblingsneffe ertrank in einem Luxusschwimmbad. Meine Besprechung von ihrem Debüt „Die Leiche im Paradies“ finden Sie hier.)

Marlene Bach: Kurpfälzer Intrige (Der badische Krimi – Eine Frau wird ermordet. Eine Kommissarin ermittelt.)

Manfred Megerle: Seehaie (Bodensee Krimi – Zwei als Selbstmord getarnte Morde bringen Kommissar Wolf auf die Spur von skrupellosen Geschäftemachen.)

Roswitha Wildgans: Concerto Fatale (Oberbayern Krimi – Hobbyermittlerin Maja Kuckuck sucht den Mörder von mehreren Mitgliedern eines Chores. Denn die Polizei hält die mysteriösen für natürliche Todesfälle.)

Oktober:

Heidi Rehn: Tod im englischen Garten (Historischer Krimi aus dem Bayern Ludwig II.)

Thomas Hesse/Renate Wirth: Die Wölfin (Niederrhein Krimi – Eine Ärztin stirbt. Kommissarin Kraft blickt hinter die heile Fassade der Arztfamilie. Der Verlag sagt: „Eine rasante Geschichte mit unerwarteten Entwicklungen und der unverzichtbaren Portion Humor.“)

Edgar Noske: Im Dunkel der Eifel (Eifel Krimi – Der Bruder des Oppositionsführers im Landtag wird ermordet. Kommissar Lemberg ermittelt im beschaulichen Monschau.)

Meinrad Braun: Fürchten lernen (Pfalz Krimi – Jack, the Ripper in Bad Dürkheim? Das wissen wir nicht. Aber der Mörder verwandelt den Wurstmarkt in ein Tollhaus. Gut, dass Pschychiater Sailer eine geträumte Spur in den Wald verfolgen kann.)

Martina Fiess: Tanz mit dem Tod (Stuttgart Krimi – Bea Pelzer soll für eine Partnervermittlung eine Werbekampagne lancieren. Die Partnervermittlung gerät schnell in den Fokus polizeilicher Mordermittlungen und ihr Ex-Freund ist der Hauptverdächtige. Als Pelzters beste Freundin spurlos verschwindet beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Hmhm.)

Nicola Förg: Nachtpfade (Oberbayern Krimi – Eine Frau, die gern nächtliche Spaziergänge unternimmt, wird ermordet. Kommissar Gerhard Weinzirl und Evi Straßgütl ermitteln.)

November:

Brigitte Glaser: Eisbombe (Köln Krimi – Zwei Mordfälle, die nichts miteinander zu tun haben, veranlassen Spitzenköchin Katharina Schweitzer ihr Tranchiermesser wieder in Angelegenheiten zu stecken, die sie nichts angehen.)

Gmeiner

Mit 22 Krimis, darunter drei historischen Krimis, bringt der auf Krimis spezialisierte Verlag aus dem Süddeutschen genug Lesefutter für die lauen Sommerabende und die kühlen Herbstabende. Denn das Herbstprogramm wird, bis auf zwei Ausnahmen, bereits im Juli veröffentlicht.

Juni

Matthias P. Gibert: Nervenflattern (Der Krimi zur Documenta 12)

Juli:

Norbert Klugmann: Die Tochter des Salzhändlers (Lübeck, 1599/1600: eine Hebamme kämpft um ihren Ruf)

Uwe Klausner: Die Pforten der Hölle (Taubertal, 1416: ein Inquisitor soll in einem Kloster einer satanischen Bruderschaft auf die Schlich kommen. Gleichzeitig muss er einige Morde aufklären. Klingt irgendwie nach „Der Name der Rose“)

Frank Kurella: Das Pergament des Todes (Neuss, 1284: ein Taschendieb sucht den Mörder seiner Freundes)

Matthias Hoffmann/Grit Bode-Hoffmann: Infantizio (Böse Menschen planen in Deutschland eine Umsturz. Kann ein Ex-Polizist das Schlimmste verhindern?)

Sabine Kronenberg: Weinrache (Privatdetektivin Norma Tann sucht einen Mörder und ihren spurlos verschwundenen Noch-Ehemann.)

Friederike Schmöe: Januskopf (In Königsberg gibt es drei Tote und Katinka Palfy versucht die Unschuld ihres Klienten zu beweisen. Ihre einzige Spur ist E. T. A. Hoffmanns „Die Elixiere des Teufels“)

Manfred Köhler: Tiefpunkt (Nelli Prenz hat den „Schreckensgletscher“ überlebt. Aber jetzt muss sie wieder zurück.)

Gina Schulze: Sintflut (Zwei Frauen wollen Artefakte, die die Geschichte der Sintflut erzählen, an die Vereinten Nationen übergeben. Logisch, dass einige Bösewichte von dieser Idee nichts halten. Ist ein Debüt. Könnte ein guter Abenteuerroman sein.)

Marcus Imbsweiler: Bergfriedhof (Noch ein Debüt. Ein Detektiv auf der Suche nach einer verschwundenen Leiche.)

Bernd Leix: Waldstadt (Ein Serienmörder geht in Karlsruhe um. Aber Kommissar Lindt ist ihm auf der Spur.)

Manfred Bomm: Schattennetz (Kommissar Häberles siebter Fall: ein Ossi stirbt in Geislingen.)

Klaus Erfmeyer: Todeserklärung (Anwalt Knobel soll einen verschwundenen Millionenerben suchen. Erfmeyers Debüt „Karrieresprung“ war für den Glauser nominiert.)

Ingrid Schmits: Mordsdeal (Ein Vertreter stirbt und Trödelmarkthändlerin Mia Magaloff ermittelt wieder. „Ein humorvoller Kriminalroman mit typisch niederrheinischen Charakteren.“ sagt der Verlag.)

Monika Detering: Puppenmann (Eine 65-jährige Frau verschwindet spurlos. Kommissar Weinbrenner fragt sich, ob ihr Muttersöhnchen sie umbrachte.)

Sandra Dünschede: Nordmord (Die Fortsetzung von ihrem Erstling „Deichgrab“.)

A. Thadewaldt/C. Bauer: Blutblume (Kommissar Frithjof Arndt sucht in einer skurrilen Kleingartenkolonie einen Mörder. Soll etwas für die Fans von Inspector Barnaby sein.)

Anke Clausen: Ostseegrab (Debüt: eine Klatschreporterin stolpert während ihres Fehmarn-Urlaubs über eine Leiche und glaubt, im Gegensatz zur doofen Polizei, an einen Mord.)

Pierre Emme: Tortenkomplott (In Wien wird ein Liebespaar auf offener Straße erschossen und die Tochter von Polizeiberater Palinski verschwindet spurlos.)

Hans-Peter Vertacnik: Abfangjäger („Ein knallharter Politthriller aus Österreich.“ meint der Verlag. Es geht um den Kauf neuer Jets für das Bundesheer und mächtigen Kreisen die für ihre Ziele über Leichen gehen.)

B. Grieshaber/S. Kopitzki (Hrsg.): Tod am Bodensee (Kurzgeschichten von unter anderem Uta-Maria Heim, Arnold Stadler, Martin Walser, Peter Zeindler. Wir sind gespannt.)

September:

Bernd Franzinger: Jammerhalde (Kommissar Tannenbergs siebter Einsatz: er sucht einen Serienmörder. Sein sechster Fall „Bombenstimmung“ gefiel mir nicht, erlebte aber bereits seine zweite Auflage)

Und bei Radioropa Hörbuch können viele Gmeiner-Krimis auch gehört werden.

Grafit

Der Krimiverlag aus Dortmund ist vor allem bekannt als Verlag von Jacques Berndorf, Jürgen Kehrer, Horst Eckert, seit längerem für niederländische Krimis und neuerdings auch für skandinavische Krimis, die nicht unbedingt die hunderttausendste Mankell-Kopie sind. Ich sage nur Rönkä.

Bereits am 13. Juni erscheint das neue Buch von Horst Eckert. „Königsallee“ heißt das Hardcover und es ist wieder einmal ein spannender Polizeithriller. Eine ausführliche Besprechung gibt es demnächst.

Juli:

Pentti Kirstilä: Klirrender Frost (Ein Fall für Lauri Hanhivaara)

Christoph Güsken: Dr. Jekyll und Mr Voss (Ist ein Schulkamerad von Voss ein Mörder?)

Michael Herzig: Saubere Wäsche (Ein Krimidebüt aus Zürich)

September:

Frank Bresching: Das verlorene Leben (Psychothriller über vergangene Sünden)

Andreas Hoppert: Menschenraub (Ein neuer Marc Hagen-Roman)

Felix Thijssen: Finstere Wasser (Der Standalone erhielt 2006 den Belgischen Krimipreis. Meine Besprechung von „Rebecca“ finden Sie hier.)

Oktober:

Thomas Hoeps/Jac. Toes: Nach allen Regeln der Kunst (Ein Kunstmörder hinterlässt in den europäischen Museen Leichen.)

Petra Würth/Jürgen Kehrer: Todeszauber – Wilsberg trifft Pia Petry (Zweites Zusammentreffen der Ermittler. Dieses Mal ist ihr Gegner eine geheimnisvolle Loge von Zauberern.)

Jan Zweyer: Franzosenliebchen (Historischer Krimi aus dem Jahre 1923. – Meine Besprechung von „Als der Himmel verschwand“ finden Sie hier.)


Die kriminelle Herbst-Winter-Kollektion – Teil 1

Juni 7, 2007

Langsam trudeln die Herbstprogramme der Verlage ein und verkünden für uns Krimifans einige frohe Botschaften. So darf sich die saarländische Fanbasis von Harlan Coben freuen, aber auch die James Pattersonianer werden verwöhnt. Diese Arbeit teilen sich Goldmann Taschenbuch und Blanvalet geschwisterlich. Blanvalet bietet außerdem viele Ladythriller (Eine verliebte Frau in Gefahr.), viele Mystery-Thriller (Hey, für etwas muss Dan Brown gut sein!) und viele Agententhriller (Irgendjemand muss die Welt ja retten.) an. Goldmann Taschenbuch setzt dagegen auf Harlan Coben, viele Krimiautorinnen und einige jüngst eingeführte Namen wie Peter Temple.

Hier nun ein Überblick über die Herbstprogramme von Blanvalet und Goldmann Taschenbuch. Die besonders interessanten Werke sind fett hervorgehoben.

Blanvalet

November:

Jeffery Deaver: Das Teufelsspiel (Taschenbuch-Ausgabe des neuen Lincoln Rhyme-Thrillers.Für das von Ed McBain herausgegebenen Buch „Die hohe Kunst des Mordens“ schrieb Deaver eine fantastische Geschichte.)

J. D. Robb: Das Lächeln des Killers (Ein Fall für Lieutenant Eve Dallas)

F. Paul Wilson: Das Höllenwrack (Handyman Jack ist wieder im Einsatz)

James Rollins: Der Genesis-Plan

Martin Langfield: Dämonium (Ach, ein Mystery-Thriller)

Susan Andersen: Gefährliche Liebe

Dezember:

Andreas Wilhelm: Projekt Babylon

Tony Park: Ein einsamer Tod (African Sky, 2007; sein dritter Roman spielt 1943 in Rhodesien)

Januar:

Julia Navarro: Die Bibel-Verschwörung (ist bei dem Titel selbstverständlich ein Mystery Thriller)

Tami Hoag: Tödlich ist die Nacht (Taschenbuch-Ausgabe)

Louise Penny: Denn alle tragen Schuld (erhielt einen Dagger)

Steve Berry: Alpha et Omega (Ex-Geheimagent kämpft gegen eine uralte Bruderschaft…)

Angela Savage: Nachtmahr (Australischer crime noir – hm. Jedenfalls erschien „Behind the night bazar“ bei Peter Temples Verlag The Text Publishing Company und das Buch erhielt den Victorian Premier’s Literary Award für das beste nicht-veröffentlichte Manuskript. Es könnte also eine der Entdeckungen des Herbstes sein.)

Joanna Chmielewska: Mord ist Trumpf (in Warschau spielende Krimikomödie)

Februar:

Sandra Brown: Rage – Zorn (Taschenbuch-Ausgabe)

Robin Cook: Die Operation

Lee Child: Die Abschussliste (The Enemy, 2004; Jack Reachers Vergangenheit in Berlin wird hier enthüllt, Taschenbuch-Ausgabe)

März:

James Patterson: Blood (Ein neuer Fall für Alex Cross als Taschenbuch-Premiere)

Clive Cussler/Jack du Brul: Todesfracht (Taschenbuch-Premiere)

Suzanne Brockmann: Zu wild! (Mitten in einem Jahrhundertsturm wird ein Serienkiller gejagt.)

Kathryn Fox: Warte bis es dunkel wird (Ein neuer Fall für die Pathologin Dr. Anya Crichton)

April:

Tess Gerritsen: Scheintot (Taschenbuch-Ausgabe)

Linda Howard: Im Schutz der Nacht

Will Saeger: Painkiller (Ein CIA-Agent stolpert während seines Karibikurlaubs in eine Verschwörung, die die Welt zu vernichten droht.)

Commander James Barrington: Operation Overkill (Tja, Englands Antwort auf Tom Clancy.)

Katherine Howell: Herztod (Ein Sidney-Krimi für die Fans von Kathryn Fox und Tess Gerritsen.)

Derek Meister: Knochenwald (Ein 1392 in Bayern spielender Krimi.)

 

Ein Hinweis für die zahlreichen James Patterson-Fans:

Im Juni erscheint als Hardcover „Die 5. Plage“. Aus diesem Anlass veröffentlicht Blanvalet im Juni „Der 1. Mord“, „Die 2. Chance“ und „Der 3. Grad“ wieder. Im November gibt’s dann bei Blanvalet „Die 4. Frau“. Natürlich in einer einheitlichen Coverlinie.

 

Goldmann Taschenbuch

August:

Jonathan Kellerman: Blutgier (Ein Alex-Delaware-Roman in deutscher Erstveröffentlichung)

September:

Martha Grimes: Auferstanden von den Toten (Taschenbuch-Ausgabe)

Oktober:

Jonathan Kellerman: Der Pathologe (Limitierte Sonderausgabe zur Buchmesse)

Joy Fielding: Flieh, wenn du kannst (Noch eine Sonderausgabe. Dieses Mal zur ZDF-Verfilmung)

Janet Evanovich: Gib Gummi, Baby! (Ist wohl mehr Geschlechterkampf als Krimi. Aber humorvoll und in Deutscher Erstausgabe.)

November:

Minette Walters: Des Teufels Werk (Taschenbuch-Ausgabe)

Sarah Rayne: Fluch der Finsternis (Mystery-Thriller)

Matt Bondurant: Die ägyptische Inschrift (Mystery-Thriller. Dieses Mal mit toten Ägyptern und lebendigen Geheimbünden.)

Michael Robotham: Amnesie (Taschenbuch-Ausgabe des hochgelobten Thrillers. War auch auf der KrimiWelt-Bestenliste)

Paola Barbato: Die Pathologin (Ein Serienmörder mordet in Mailand…)

Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen (Krimi des Monats; war auch für den Glauser nominiert und erscheint jetzt in der Taschenbuchausgabe)

Michael Crichton: Nippon Connection (Rising Sun, 1991; Neuausgabe des als “Die Wiege der Sonne” verfilmten, umstrittenen Thrillers. Anscheinend war das Buch längere nicht lieferbar.)

Jonas Moström: Herzversagen (Werbespruch: „Ein wahnsinniger Serienmörder verlangt Kommissar Johan Axberg alles ab.“)

Harlan Coben: Kein Sterbenswort/Kein Lebenszeichen (Doppelband zum Sparpreis. Ist also für Coben-Novizen die ideale Einstiegsdroge. Mein Coben-Portät gibt es hier.)

Dezember:

Ake Smedberg: Vom selben Blut (Noch ein Skandinavier.)

Martha Grimes: Inspector Jury gerät unter Verdacht (The old Contemptibles, 1991; Neuauflage des früher bei Rowohlt erhältlichen Buches)

Peter Temple: Vergessene Schuld (Bad Debts, 1996; Peter Temples Debüt, sein erster Jack Irish-Roman, sein erster Ned Kelly-Preis und sicher einer der Kritikerlieblinge in den letzten Wochen des Jahres.)

Michael Dibdin: Sterben auf italienisch (End Games, 2007; Elftes und wahrscheinlich letztes Aurelio-Zen-Buch. Denn der 1947 geborene Michael Dibdin verstarb überraschend am 30. März 2007.)

John Sandford: Kaltes Fieber (Ein Lucas Davenport-Roman, der zuerst bei Page & Turner erschien)

Januar:

James Patterson: Im Affekt (Deutsche Erstveröffentlichung)

Veronika Rusch: Das Gesetz der Wölfe („Für alle Leser von Anne Chaplet und Norbert Horst.“ meint der Verlag. Ich dachte bisher, dass Chaplet und Horst zwei grundverschiedene Leserschaften bedienen.)

Ruth Rendell: Der Duft des Bösen (The Rottweiler, 2003; Taschenbuchausgabe)

Carl Hiaasen: Der Reinfall (Skinny dip, 2004; Endlich ist auch diese Groteske als Taschenbuch erhältlich. Meine Besprechung gibt’s hier.)

Lin Anderrson: Im Namen des Blutes (Dritter Roman mit der Gerichtsmedizinerin Rhona MacLeod)

Thomas O’Callaghan: Der Knochendieb (Und wieder geht ein Serienmörder um.)

Patricia Cornwell: Body Farm (The Body Farm, 1994; Der fünfte Kay Scarpetta-Roman erschien bei Dromer als „Das geheime ABC der Toten“)

Deborah Crombie: Das verlorene Gedicht/Böses Erwachen (Zwei Romane in einem Band)

Februar:

Harlan Coben: Das Grab im Wald (The Woods, 2007; Sein neuestes Werk)

Ian Rankin: Die Kassandra Verschwörung (Ursprünglich wurde das Buch unter dem Pseudonym Jack Harvey verlegt. Hier in deutscher Erstausgabe.)

Batya Gur: Und Feuer fiel vom Himmel (Taschenbuch-Ausgabe)

Anne Chaplet: Sauberer Abgang (Taschenbuch-Ausgabe)

Daniel Scholten: Die falsche Tote (Zweiter Roman mit Kommissar Cederström)

Maxime Chattam: Die Teufelsformel (In dem Thriller kämpft eine Frau gegen eine weltumspannende Verschwörung.)

März:

Janet Evanovich & Charlotte Hughes: Jeder Kuss ein Treffer (Eine romantische Komödie von der Stephanie Plum-Erfinderin)

Jefferson Bass: Anatomie der Schuld (Forensiker-Krimi)

Asa Nilsonne: Wofür es sich zu sterben lohnt

Andrew Taylor: Der Ruf des Henkers

Christine Kerdellant/Eric Meyer: Die Versailles Verschwörung (Eine Frau kämpft gegen eine weltumspannende Verschwörung. Aber anders als in „Die Teufelsformel“.)

Martha Grimes: Wenn die Mausefalle schließt/Der Zug fährt ab (Zwei kurze Krimis in einem Buch.)

Jonathan Kellerman: Post Mortem (Erstausgabe eines Alex Delaware-Krimis)

April:

Charlotte Link: Die letzte Spur

Christine Grän: Feuer bitte (Anna Marx ermittelt wieder)

Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut (Broken Skin, Bloodshot, 2007; Dritter Logan McRae-Krimi, der hoffentlich an den ersten Band anknüpft. Die Besprechung der ersten beiden McRae-Krimis gibt es hier.)

Nicci French: Der Feind in deiner Nähe (Taschenbuchpremiere)

Tom Egeland: Tabu (Ein Thriller aus Skandinavien. Ja, das gibt’s wirklich.)

Krystyna Kuhn: Die Signatur des Mörders (Erstens der Krimi zum Kafka-Jahr. Zweitens noch ein Serienkiller-Krimi.)

Franz Kafka: Die Verwandlung

Franz Kafka: Ein Hungerkünstler (Wahrscheinlich ist das Original die bessere Wahl)

David Hosp: Pakt des Schweigens (The Betrayed, 2006; Sein zweiter Roman. Die Besprechung seines Debüts „Die Tote im Wasser“ finden Sie hier.)

Sam Mills: Eine schöne Art zu sterben (Nach einem Busunglück verschlägt es zwei Brüder in ein einsames Herrenhaus. Der eine will den anderen umbringen. Das kann jetzt unglaublich spannend oder unglaublich langweilig sein.)

 

Im zweiten Teil gibt es dann einen Überblick über die kleinen Verlage mit ihren deutschen Autoren und den teils langersehnten Perlen aus Übersee. Ich sage nur Lawrence Block, Joe R. Lansdale, Robert B. Parker und James Sallis.


Juni-Ausgabe der Krimi-Couch online

Juni 4, 2007

Pünktlich zum Monatsanfang gibt es bei der Krimi-Couch wieder eine gefühlte Menge von mehreren Dutzend Besprechungen online. Unter anderem über die neuen und nicht mehr so ganz neuen Werke von Sara Paretsky, Peter Temple, Norbert Horst, G. M. Ford und Max Allan Collins (da wird ein Klassiker besprochen).


Es geschah in Berlin…

Mai 30, 2007

Ein hübsches Projekt hat sich Horst Bosetzky (Ältere kennen ihn als -ky) da ausgedacht: Verschiedene Autoren sollen mit einem Helden, dem Kriminalwachtmeister Hermann Kappe, fiktive, in Berlin spielende Fälle erfinden. Die Krimis sollen dabei auf unterhaltsame Weise historische Informationen vermitteln. Der erste spielt 1910, der zweite 1912, undsoweiter. Neben Bosetzky haben bereits Sybil Volks und Jan Eik Kappe-Bücher geschrieben.

Dumm ist nur, wenn Autoren anscheinend nicht mehr nach rechts und links gucken. So steht in der heutigen Berliner Zeitung:

„Eine Krimiserie als Kettenroman mit verschiedenen Autoren sei neu im Literaturbetrieb, sagt Bosetzky. `Für Drehbuchautoren beim Film ist es ganz normal, mit vorgegebenen Hauptfiguren zu arbeiten, nun wollte ich ausprobieren, ob das auch in der Literatur funktioniert`, sagt er.“

Nun, so neu ist der Gedanke nicht. Seit Ewigkeiten erfinden Autoren für Movie-Tie-Ins neue Fälle. Aktuell werden die CSI-Romane für die Städte Las Vegas und Miami von verschiedenen Autoren geschrieben. In Frankreich erschienen seit 1995 etwa 170 „Le Poulpe“-Romane.  Zu den Autoren gehören bekannte Namen wie Didier Daeninckx, Sylvie Granotier, Jean-Bernard Pouy, Patrick Raynal, Olivier Mau und Georges J. Arnaud. In Deutschland publizierte der Rowohlt-Verlag 1999/2000 mehrere Romane mit dem Omega-Team. Geschrieben wurden die Bücher von Mike Jaeger, einem Pseudonym für verschiedene deutsche Autoren. Und Jerry Cotton wird auch nicht von einem Autor geschrieben.

Also: ja, es funktioniert.


Ulrich Kroeger lobt das Krimijahrbuch 2007

Mai 28, 2007

Und gleich noch ein Lob für das „Krimijahrbuch 2007„. Ulrich Kroeger schreibt in seinem Krimitipp:

„Gerade mal im zweiten Jahrgang und doch schon sehnsüchtig erwartet: das „Krimijahrbuch 2007″ (NordPark, Wuppertal 2007, 339 Seiten, 20 Euro). (…)  Alles in allem ein unverzichtbares Lesebuch und Nachschlagewerk für jeden Krimifan.“

Nachdem Ulrich Kroeger auch meinen Artikel über deutsche und us-amerikanische Fernsehserien erwähnt, kann ich nur sagen: „Der Mann hat Recht.“


Hammett lobt das Krimijahrbuch 2007

Mai 26, 2007

Die Berliner Krimibuchhandlung „Hammett“ (Betreten Sie den Laden nur mit einem gutgefüllten Geldbeutel.) lobt das Krimijahrbuch 2007 und vergibt 8 von 10 Patronen. Die Besprechung finden sie hier.


Krimiwelt-Bestenliste Juni 2007

Mai 26, 2007

Die Juni-Krimiwelt-Bestenliste ist draußen und die beteiligten Kritiker wünschen diesen Büchern möglichst viele Leser:

1 Petros Markaris: Der Großaktionär (Aus dem Neugriechischen von Michaela Prinzinger)

2 Michael Collins: Schlafende Engel (Aus dem Englischen von Eva Bonné)

3 Matti Rönkä: Der Grenzgänger (Aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara)

4 Peter Temple: Kalter August (Aus dem Englischen von Hans M. Herzog)

5 P.J. Tracy: Memento (Aus dem Amerikanischen von Tanja Handels)

6 Kate Atkinson: Liebesdienste (Aus dem Englischen von Anette Grube)

7 David Peace: 1980 (Aus dem Englischen von Peter Torberg)

8 Rainer Gross: Grafeneck

8 Stieg Larsson: Verdammnis (Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn)

8 Elmore Leonard: Callgirls (Aus dem Amerikanischen von Jochen Stremmel)

James Crumley hat es mit seinem Buch „Land der Lügen“ leider nicht mehr auf die Liste geschafft.

Von den empfohlenen kenne ich nicht alle, aber Matti Rönkä und Elmore Leonard haben mir auch gefallen. Peter Temple sollte im Original gelesen werden. Rainer Gross schrieb eher einen düsteren Heimatroman als einen reinrassigen Krimi. David Peace liegt immer noch auf dem Stapel „Muss ich demnächst lesen“. Stieg Larson halte ich mit gut 800 Seiten einfach vor viel zu lang.

Und dass Ross Thomas „Umweg zur Hölle“ nicht erwähnt wird, finde ich sehr bedauerlich.

„Callgirls“ habe ich bereits hier besprochen.


Rap Sheet feiert das Einjährige

Mai 24, 2007

Das Rap Sheet ist eine Fundgrube für Krimifreunde, die sich für die englischsprachige Krimiszene interessieren. Ihren ersten Geburtstag feiert das Blog mit einer besonderen Form der Lobhudelei. Bekannte Autoren wie Michael Connelly, Ian Rankin, Max Allan Collins, Stuart M. Kaminsky, Allan Guthrie, Peter Temple, Robert J. Randisi, Georges Pelecanos und Sara Paretsky stellen den nach ihrer Meinung am meisten unterschätzten Kriminalroman unter der Überschrift „You’re still the one“ vor.

Eine tolle Initiative, die leider zu einem weiteren Anwachsens meines Stapels ungelesener Bücher führt.