Hell (Deutschland/Schweiz 2011, Regie: Tim Fehlbaum)
Drehbuch: Tim Fehlbaum, Oliver Kahl, Thomas Woebke
Buch zum Film: Tim Moecks: Hell, 2011
In naher Zukunft: die Erde ist nur noch ein ziemlich unbewohnbarer Wüstenplanet. Eine kleine Gruppe junger Menschen will in die Berge fahren, weil es dort noch Wasser geben soll.
Weil seine vermögenden Eltern mit anderen Dingen beschäftigt sind, verbringt der 14-jährige Benny seine Zeit vor dem Videorecorder mit dem Genuss von Gewaltfilmen. Als er ein gleichaltriges Mädchen trifft, demonstriert er an ihr die Wirkung eines Bolzenschussgeräts – und zeigt später das Video seinen Eltern.
„Der Film von Michael Haneke beobachtet nur und kommentiert nicht. Er erzählt die Geschichte in einer Stringenz und Dichte, die zunächst äußerst unbequem wirken, aber dem Thema und dem Anliegen des Films angemessen sind.“ (Fischer Film Almanach 1994)
Und über diese These kann man trefflich streiten. Damals und heute immer noch.
Mit diesem Film, der bereits all die Themen und Stilistiken hat, die seine späteren Filme auch haben, wurde Michael Haneke einem breiteren Publikum bekannt. Danach drehte er „Funny Games“ (und zehn Jahre später ein für uns überflüssiges US-Remake), „Code – Unbekannt“, „Caché“, „Das weiße Band“ und „Liebe“.
Haneke erhielt für „Benny’s Video“ den FIPRESCI Preis.
mit Arno Frisch, Angela Winkler, Ulrich Mühe, Ingrid Stassner